Nachgefragt: Kindersklaven für Kinderschokolade

Vor einiger Zeit berichtete Greenpeace ja darüber, dass die Schokolade, die wir alle so gerne essen, von Kindersklaven geerntet wird, die unter unwürdigsten Bedinungen arbeiten müssen. Link zum Bericht Die gequält, ausgebeutet und mit Pastiziden verseucht werden. Ein Produkt, das so hergestellt wird, möchte ich nicht essen. Es gibt zwar einen Liste bei Greenpeace mit empfehlenswerten Marken mit Gütesiegel – aber ich wollte mehr wissen.

Ich startete also eine Anfrage bei den großen Herstellern, deren Produkte ich eigentlich gerne gegessen habe. Ich wollte wissen, wo ihre Schokolade herkommt, was sie tun, um sicherzustellen, dass kein „Blutkakao“ in ihr Produkt gelangt. Von Milka und Ferrero bekam ich keine Antwort – was in diesem Fall auch eine Antwort ist. Bei Stollwerck und Lindt bekam ich dagegen seitenlange Auflistungen der Herkunftsländer, in denen mir versichert wurde – und das glaubhaft – dass in ihrer Schokolade dieser Kakao von der Elfenbeinküste keine Verwendung findet.  Man hat sich sehr viel Mühe geben, meine Bedenken als Verbraucher zu zerstreuen. Bei den Firmen ist wohl auch je eine Website in Planung, die die Herkunft des Kakaos offenlegt. Das finde ich gut und ich hoffe das kommt bald – solche Infos sollte man nicht nur auf Anfrage bekommen, sondern automatisch.

Ich würde mir wünschen, dass die vielen Möglichkeiten des Netzes auch verstärkt dazu genutzt werden, die Ansprüche von uns Verbrauchern stärker durchzusetzen. Foodwatch bietet gute Vorlagen, aber das allein reicht nicht, ich will mich nicht drauf verlassen, dass immer nur die anderen für bessere Produkte kämpfen. Man soll den Unternehmen klar sagen, wenn einem ein Produkt „stinkt“, warum es einem stinkt und dass man es deswegen beim nächsten Einkauf links liegenläßt. Wenn das erstmal ein paar Tausend Verbraucher machen – da ist schnell was dran geändert. Wir haben alle Macht, wir sollten sie nutzen.

Ein Kommentar

  1. Hast du auch mal bei Rittersport nachgefragt? Auf deren Homepage habe ich nur allgemeine Infos über Kakao gefunden aber nicht woher Rittersport seinen bezieht. Immerhin hat Rittersport ein Nachhaltigkeits-Image was zu verteidigen gilt.

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