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Schwäbisches Schlaraffenland – ChocolART

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Baumkuchenstand mit dem original Salzwedler Baumkuchen, den es seit 1807 gibt

Warnung: Bitte vor dem Lesen unbedingt ein Stück Schokolade bereithalten, sonst könnte es nach dem Lesen zu unkontrollierten Fressattacken führen!

An alle Allergiker: dieser Beitrag enthält unfassbare Mengen an Nüssen, Milchprodukten, Zucker und Gluten

Das Tübinger Schokoladenfestival hat eine noch recht junge Geschichte – es entstand, um die Einzelhändler der Stadt glücklich zu machen und Menschen in der Adventszeit nach tübingen zu locken – denn Tübigen hat einen nur zwei Tage dauernden Weihnachtsmarkt. Zu wenig fürs Geschäft. Doch die ChokolART entpuppte sich als mehr als guter Ersatz und das kulinarische Spektakel ist zu einem echten Renner mutiert. Mittlerweile füllt es den ganzen Markt von Tübingen, in den Tübinger Lokalen werden Schokospezialitäten angeboten – die ganze Stadt ist im Schokofieber. Zu Recht. So viele verschiedene, originelle Schokoladen habe ich selten an einem Ort gefunden. Ein paar der Besten werde ich in einzelnen Artikeln vorstellen. Zusammen mit anderen Bloggern durfte ich den Markt und seine Highlights genauer inspizieren. Am Tag davor hatte ich “Charlie und die Schokoladenfabrik” gesehen, ich war also top vorbereitet.

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das von mir gestaltete Cover

Wir starteten in dem Zelt von Ritter Sport, jeder durfte sich eine Tafel selbst basteln. Da das Zelt eigentlich die Kinderattraktion ist, waren Zutaten wie Gummibären und Smarties am Start. Ich hab meine Tafel dann recht simpel mit Nüssen und goldenen Sternchen befüllt. Und selbst ein Cover gemalt – natürlich mit Eichhörnchen drauf, was sonst?

Es ging weiter bei angenehm winterlicher Kälte zu den Schokoladenmalern, einem Stand mit roher Schokolade  und den Antistresspralinen. (da gibt es einen eigenen Artikel dazu). Ein Wahrzeichen des Marktes ist der ChocoLino, ein politisch korrekter und mit fair gehandelten Zutaten hergestellter Schaumkuss, den es auch als Sonderstempel im Schokoladenmarkt eigenen Postamt gibt. Und, das ist das Besondere, der nicht mit Zucker, sondern mit Bienenhonig gemacht wird. Direkt vor den Augen der Besucher werden die frischen Küsse sofort verkauft – da musste ich einen probieren: Unglaublich süß, unglaublich lecker, weil in die herbe Schokolade einen Kontrast zum schaumig-festen süßen Inneren bildet, mittendrin noch ein knuspriger Keks. Toll – und danach war ich eigentlich satt. Aber da hatte der Markt noch kaum angefangen. Ich aß ein Stück Eiskonfekt, in Form eines kleinen, schokopulverüberstäubten Gugelhupfs, dessen schokoladige Intensität im Mund schier explodierte. Der Hupf stammt von Goufrais. Überall duftete es nach Zucker, gebrannten Mandeln, nach Kakao, Glühwein und Gewürzen. Der Stand mit der Chocolino-Produktion hüllte eine Marktseite in süßen Honigduft.

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Überall warteten kleine Kuchen aus Schokolade, mal warm, mal kalt serviert, auf die Besucher – denen widerstand ich, kaufte aber einen haltbareren Käse-Schoko-Kirsch-Kuchen im Glas, den ich gestern zuhause aß und der den wunderbaren Markt zurückbrachte (die Schwarzwälder Kischtorte wurde in Tübingen erfunden, das war eine Hommage).  Die Leute liefen mit einen Meter Ritter-Schokolade herum oder kauften paketeweise Zotterschokolade in Geschmacksrichtungen wie Zimt, Mohn oder Exoten wie Rosenwasserganache oder Bergkäse (!). Damit es zum Mittagessen nicht fad wurde, wurde das Wildschwein mit Spätzles und Schokosauce serviert. Sehr lecker, aber wenig zu merken von der Schokolade in der Sauce, vielleicht war es ganz gut so.  Jedenfalls hab ich mir beim Metzger nebenan noch eingeschweißte Maultaschen für daheim mitgenommen – nicht aus Schokolade (die gibt es auch)

Vereinzelt stehen zwischen den Buden für Crepes, Schokoladenaufstriche, Schokopralinen, Schokotorten, Schokobruch, Schokoplätzchen, Baumkuchen aus Salzwedel, Früchten in Schokolade, Ständen mit Kaffeee, Glühwein und heißer, dicker Schokolade auch Bratwurstbuden und Hot Dogs, die für Abwechslung sorgten. Ich hab jedenfalls mit meinem guten Freund Alexander am Abend  Chips gegessen. Kein Dessert.

PS: bei den Produkten habe ich, soweit möglich, die Internetseite verlinkt, bei denen man sie bestellen kann. Tipp: die Goufrais Pralinen und der sehr saftige Baumkuchen! War ein super Tag mit extrem netten Leuten – danke an die Veranstalter und die netten BlogkollegInnen! :
die Welt der kleinen Dinge, the whitest cake alive, Das Süße & der bittere Rest, Anna im Backwahn, Lunch For One, Feinschmeckerblog, Olschis World
Notizen für Genießer – Gumia.de, Miris Jahrbuch, Heute gibt es,
Fabulous Food, Neulich im Leben, Judys Delight, Schokohimmel und Das kleine Glück.

Weitere Blogbeiträge zur ChocoLart:

Die Welt der kleinen Dinge

Feinschmeckerblog

Oschis Blog

Gumia

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Winter in Wien

Es gibt kaum eine Stadt, die romantischer ist im Winter als Wien. Ich war vor einiger Zeit mit ein paar Freundinnen dort, um in Vorweihnachtsstimmung zu kommen. Ist geglückt, nicht nur durch den Genuss zahlreicher Glühweinsorten, die es nur dort gibt: “Mozart” Schokolade mit Mozartkugellikör und Sahne, abgerundet mit Eierlikör und ein paar Schokospänen. “Heisse Marille”, Tee mit Marillensaft und -Likör…

Wir wanderten durch eine Stadt, die sich mit wirklich prächtiger Weihnachtsbeleuchtung und traumhaften Weihnachtsideen der Geschäfte in ein (fürchterlich kaltes) Winterwunderland verwandelt hatte… Aber wozu gab es denn die Glühweinstände auf den Weihnachtsmärkten? Der größte Weihnachtsmarkt ist der vor dem Wiener Rathaus. In den Bäumen hängen bunte Lichterketten, der Markt ist riesig, ein unübersichtliches Gewusel vor Ständen mit böhmischem Glas, ungarischen Spezialitäten, sehr viel Glanz und Gloria und Geglitzer, natürlich auch Christbaumkugeln in Form von Kaiser Franz Josef und Sissi. Ein weiterer Weihnachtsmarkt, den wir besucht haben, ist der in Schönbrunn. Dort gibt es auch feines Kunsthandwerk und viele Stände mit traditionellem Christbaumschmuck.

Und weil meine Freundin Michaela Burch super fotographieren kann, bekommt ihr jetzt einen tollen Eindruck von Wien im Winter!

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Das Sacher Kochbuch – ein Klassiker erfindet sich neu

SACHER_cover NEU_3D_Meine Oma hat wunderbar kochen können, vor allem ihre großen Braten zu den Festtagen, ihre Suppen und ihre Mehlspeisen hab ich geliebt. Niemand konnte so gute Dampfnudeln machen wie die Oma, niemand hat Kirchweihnudeln, Rohrnudeln, Semmelauflauf, arme Ritter, Powidltascherl so gut gemacht wie sie. Und dann dazu Hollerkoch – es war ein Traum. Eine Art Essen, die es heutzutage selten geworden ist in Küchen daheim. Leider. Wer so kocht, der kann mich gerne einladen. Ich weiß nicht, welches Kochbuch die Oma benutzt hat, vermutlich gar keines. Aber Rezepte wie die ihren sind im Sacherkochbuch zu finden, einem Standardwerk der feinen östereichischen Küche, die der Bayerischen nicht unähnlich ist. Wir Oberbayern gehören eh mehr zu Östereich als zu Deutschland. (aber psst)

Das Sacher Kochbuch ist jetzt neu überarbeitet worden. Die alten Rezpte mal ein wenig ausgemistet und modernisiert. „Während das Hotel umgebaut wurde, hat sich auch bei uns in der Küche viel getan“, so Werner Pichlmaier, der das 43köpfige Küchenteam des Sacher seit 2008 leitet. „Wir haben uns sehr bewusst mit der traditionellen, einzigartigen Sacher-Küche auseinandergesetzt, sie teilweise neu interpretiert, aber ihr auch neue, leichte – zum Teil auch vegetarische – Gerichte hinzugefügt“, so Pichlmaier, der rund drei Monate am neuen Sacher Kochbuch gearbeitet hat. Hier ein Link zur einem Behind the Scenes-Film zur Entstehung des Kochbuchs.

Zum Glück sind die Klassiker geblieben. Da sei die Tradition vor. Da möchte ich kurz deren Pressetext zitieren: “Die feine österreichische Küche“ bringt ein Stück Sacher nach Hause, ganz einfach zum Nachkochen. Sowohl weniger geübte als auch passionierte Hobbyköchinnen und – köche finden im Sacher Kochbuch nicht nur spannende Lektüre, sondern vor allem wertvolle Anregungen und Tipps für ein gelungenes Essen in den eigenen vier Wänden.” Genau. Ich arbeite mich durch, nicht, weil ich unbedingt den Ehrgeiz hab, das Sacher zu toppen, sondern weil ich endlich mal so kochen können will wie meine Oma.

Diese Rezension nimmt an der Aktion “Jeden Tag ein Buch” von Arthurs Tochter kocht teil.

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Wien ist eine Wundertüte

20131111-185231.jpgWenn man an Wien denkt, denkt man an Walzer, Kaiser, Sisi, an Hofreitschule und Sachertorte, an Mozart und an Maria Theresia. An den Prater, Heurigen und Fiaker. Und irgendwie ist an dem Bild auch was dran. Der imperiale Glanz der Hauptstadt eines Weltreiches kommt überall durch. Wien ist wunderschön. Manchmal, wie bei der Tchibo-Filiale am Graben, ist die Schönheit gut versteckt und man muss nach oben blicken, um festzustellen, dass das Haus bunte Jugendstilmosaiken zieren.
Auch die Einkaufsperlen lassen sich nicht so einfach finden, in Wien ist Haute Couture und Highstreet verwirrend vermischt. In den Strassen rund um den Graben mischen sich Traditionsgeschäfte mit modernen Topmarken, individuelles Design mit Massenware und echter Luxus mit BlingBling und grobem Kitsch. In der Kärtnerstrasse gibt es tolle Läden wie Lobmeyr, den Swarovski-Flagshipstore oder lustigen Kitsch für Touristen. sissiDazwischen die Globalkraken wie Zara und Mango. Auf der Kärtnerstrasse biege deswegen ich Richtung Kapuzinergruft ab, in das Gewirr der kleinen Gassen, um dann irgendwann wieder auf den Graben, die feinste Shoppingstrasse, zu stoßen. Wobei dort eines der schönsten Häuser (das des ehemaligen Modehoflieferanten Emaunuel Braun, dessen Familie aufgrund der jüdischen Abstamung emigieren musste)  den h&m beherbergt.

20131111-185151.jpgIn den Gassen gibt es viel zu entdecken. Ein Geschäft hat ausschließlich Handyhüllen, mit denen man unter anderem sein altes s5 in ein Brandneues mit Goldfinish verwandeln kann. Zwei Türen weiter bietet Schuhmeister Louboutin seine Creationen feil. Mir gefallen für mich maximal ein Paar flache Leopardenprintbooties, aber mir ist dann das doch alles zu nuttig und zu neureich. Nö. Passt nicht zu mir (und ist mir auch dafür zu teuer). 20131111-185213.jpgIch schlendere weiter durch die Plankengasse und die Spiegelgasse, in denen sich Antiquitätengeschäfte, Galerien mit modernen Labels und nostalgischen Handwerksbetrieben mischen. Ich entdecke auch die Galerie Hilger (keine Verwandtschaft) Ab und an lädt eine Bäckerei oder Konditorei mit wundervollem Duft nach Kaffee ein, ich wandere weiter, wir haben ja am Abend noch einiges vor. Einfach treiben lassen und die Augen offen halten macht mir hier in diesem ältesten Teil Wiens am meisten Spaß. Das meiste in den Auslagen ist eh nicht für meinen Geldbeutel gut, aber das macht nix.

Am Graben kaufe ich mir bei H&M einen Rock und bei Nägele und Strubell ein Parfum von Marni. Dort gibt es exklusiv den neuen Duft “Loverose” der österreichischen Designerin Lena Hoschek..

Neben der edlen Parfümerie hat die schwäbische Jungfrau ihren Platz. Doch das ist wieder eine andere Geschichte…

Wer weitere Tipps für Wien hat, ich freue mich über Kommentare!

Alles für die Operngala gegenüber der Oper

Alles für die Operngala gegenüber der Oper

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Der Schokokönig – toller Laden!

Tasche bei Louboutin

Tasche bei Louboutin

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Eis Greissler – die beste Eisdiele Wiens!

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So wird der Hamster garantiert glücklich

Happy_Hamster_Cover_largeDas zweite Kochbuch, dass ich bei “jeden-tag-ein-buch” vorstellen möchte ist eigentlich kein Kochbuch. Naja, irgendwie schon. Es verbindet aber zwei meiner liebsten Themen und das sind: kleine niedliche Tiere und Kochen. Aber keine Angst, hier werden keine kleinen niedlichen Tiere gekocht, nein, im Gegenteil, es soll den Kleinen ganz besonders gut gehen. Ich habe das Buch vor einiger Zeit auf dem verrückten Blog Cute Overload gefunden und will es euch nicht vorenthalten.

Das Buch heißt Happy Hamster und es ist ein Kochbuch für Hamster. Ein liebenswert bekloppter Hamsterliebhaber namens Mathijs van der Paauw aus Holland hatte die Idee, dass Fressi für seine kleinen Lieblinge, die alle Luzy heißen, ganz besonders hübsch zu dekorieren. Und zwar in der Form regulärer Speisen, aber eben winzig klein und mit Hamster kompatiblen Zutaten. Da werden aus Weizentortillias Mini-Mini-Mini Tacos ausgestochen, mit ein bisschen Käse und ein bisschen Gemüse gefüllt und dem Hamster serviert. Sogar an Thanksgiving darf der Nager mitfeiern. Das ganze Buch ist reich bebildert und zeigt das Essen, dessen Zubereitung und die glücklichen Tiere beim Verzehren desselben. Ein absolut herrlicher Blödsinn für Kinder jeden Alters. Wer mehr von den holländischen Hamstern sehen will, folgt ihnen auf HamsterTracker.com.

Diese Rezension nimmt an der aktion “Jeden Tag ein Buch” von Arthurs Tochter kocht teil.

Hamstersushi

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Gregors Konditorei: Tortenträume im 5. Bezirk

20131111-115212.jpgDie netten Besitzer vom Pia Mia gaben mir dann noch einen Tipp auf den Weg: die Konditorei Gregors. Danke dafür. Dieses Konditorei-Cafe ist ein Traum. Frische Zutaten, die in der Backstube vor Ort gut sichtbar frisch zubereitet werden, werden zu Kuchenträumen, die ich selten besser gegessen habe. Klassiker wie Kardinalstorte (Kaffeecreme mit Baiser auf Bisquit), Cremeschnitten, Vanillecreme zwischen Blätterteig oder Petit Fours mischen sich mit ungewöhnlichen Kreationen wie Topfencreme mit Apfelgelee auf Mandel-Karottenboden.

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Die freundliche Bedienung von Gregors Konditorei serviert leckeren Wiener Kaffee

Ich hätte mich am liebsten einmal durchprobiert, doch wir waren ja gekommen, um am Abend auf die Jagd nach dem besten Wiener Schnitzel zu gehen, da hab ich mich ein wenig zurückgehalten.

Das Wetter war gut genug, um auch noch draussen zu sitzen, feine Sache. Bestellt habe ich mir eine Kardinalstorte. Ich will nicht vollmundig sagen, dass Gergors hätte die besten Torten Wiens, dafür habe ich zuwenig probiert, aber wer dort hingeht, bekommt in jedem Fall beste Handwerkskunst und wird sicher nicht enttäuscht werden. Ich hab mir noch ein paar Kipferln und Brioche als Wegzehrung mitgenommen, dann ging es weiter mit der U-Bahn in den 1. Bezirk…

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Neben Torten und Gebäck werden auch hausgemachte Marmeladen, Pralinen und Kaffee angeboten –  liebevoll verpackt

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Tag 3: Kittys Cabin: The olde Sweet Shoppe

   Es gibt in Harry Potters  Universum einen Laden, bei dem es mich ganz besonders reizen würde, ihn einmal zu besuchen: Honeydukes in Hogsmeade. Der magische Süßwarenladen…In Kilkenny habe ich einen ganz besonders tollen Laden gesehen, der meiner Vorstellung von Honeydukes sehr nahekommt: Kittys Kabin, nahe am Fluß.

Zwar ist der Laden nicht wirklich magisch, übt aber eine magische Anziehung  alle aus, die Bonbons, Lutscher, Toffees, Kaugummi, Schokolade, Pralinen, Pfefferminzdragees, Gummibärchen oder Geleefrüchte schätzen. Wunderschön präsentiert und mit einer umwerfenden Auswahl ist das ein Laden, der verstehen läßt, warum die Iren täglich 150% meher Kalorien aufnehmen, als es die EU empfiehlt….Ich kaufe mir Rum-Rosinen-Toffees und Maldon Sea Salt-Fudge und bin happy.

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Französische Finessen in Frankfurt

Nein, ein Geheimtipp ist das Maison du Pain (Schweizerstr 63, Sachsenhausen) bestimmt nicht, aber für alle Neufrankfurter oder Münchner Gäste möchte ich den Tipp doch in meinen Blog schreiben.  Der Kaffee ist fantastisch, das Brot frisch und lecker – das allein ist schon eine Rarität in Frankfurt. Denn mit einem verwöhnt einen diese stadt nicht: Gute Bäckereien. Hier hat schon die Kettenindustrie ganze Arbeit geleistet und in der Innenstadt hab ich noch keine Möglichkeit außer Manufaktum gefunden, gutes Brot zu kaufen, wie ich es in München an jeder Strassenecke finde. Wenn jemand gute Bäckereien rund ums Gallus kennt oder die Zeil kennt, mir unbedingt mitteilen, ich geb für Tipps auch gerne einen Äppler aus. (Oder falls das hier jemand von Pfister Brot liest: Bitte!! Macht!! Hier!! in Frankfurt!! einen Laden auf!!!)

Aber zurück zum Maison du Pain. Neben den Brotsorten gibt es auch Tartletts, Eclairs, Charlottes, Tartes, Brioches, Croissants, Macarons oder Petits Fours die auch eine Pariser Gourmetratte wie Remi glücklich werden liessen. Optisch und geschmacklich tadellos – sogar in so exotischen Varianten wie grüne Teecreme und Sesam. Einfach durchprobieren. Nicht zu süß, nicht zu cremig – aber doch ziemlich gehaltvoll. Nach einem Stück Torte bin ich zumindest pappsatt. Das ist fein so, denn günstig ist das Maison du Pain nicht, aber Qualität kostet eben.

Zum Frühstück sitzt man sehr nett in dem kleinen, rustikal eingerichteten Laden. Der Service ist freundlich, unaufdringlich, aber präsent. Es gibt auch eine Terrasse, die aber nichts für Sonnenanbeter ist, denn die Markise wird immer darübergespannt – leider. Das Publikum ist gemischt, Paare aus der Nachbarschaft, Banker im Hollisterfreizeitlook und viele Normalos. Am Wochenende kann es schon mal vorkommen, dass man auf einen Tisch warten muss – reservieren ist angesagt.

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Fuck the Backmischung

Das alte Cafe Kubitschek in der Nähe des Westfriedhofs hat Kultstatus: In originaler 50er Jahre Ausstattung isst man dort kalten Hund und Bienenstich. Das mögen nicht nur die Teddies und Swingfans, sondern die gesamte Umgebung. Nun gibt es ein Kubitschek auch näher in der Stadtmitte, in der Gollierstr. 14. Unter dem schönen Motto „Fuck the Backmischung“ werden im kleinen, stylisch eingerichteten Cafe allerfeinste Torten serviert. Supersaftige Sachertorte, feine Blechkuchen wie Donauwellen oder Rhabarberstreusel, alles schmeckt unglaublich gut, wie hausgemacht – weil eben Fertigbackmischungen dort nicht ins Rohr kommen. Für besondere Anlässe hält das Kubitschek 2 noch ganz besondere Torten bereit, in Zusammenarbeit mit Münchner Designern und Künstlern: da gibt es die Wildschütztorte mit Geweih und Bayerisch Creme oder die Beuys-Torte als goldener Kegel. Zuckersüße Hochzeitstorten gibt es natürlich auch. Wer sich hier tortal berufen fühlt, kann sich ja mal melden, bestimmt hat Tortenguru Armin Stegbauer, der beide Cafes betreibt, noch Raum für kreative Ideen. Bis 22 Uhr gibt’s die Torten für Zuckerholics, in der Früh kann gefrühstückt werden, sogar mit salzigen Sandwiches (leider ohne Geweih), dazu Tegernseer Bier, das sich vielleicht auch mit der Wildschütztorte verträgt.

Die Geschichte der Beuystorte ist übrigens folgende: der gute Joseph war Hobbykoch und als solcher kreiierte er eine Torte zur Hochzeit einer Verwandten. Innen Buttercreme (was sonst bei Beuys?) und außen Kunst. Armin Stegbauer hat von der Nachlassverwalterin das Rezept bekommen udn wer nun seine Hochzeit oder ein Jubiläum mit einem Fettkegel zieren will, kann die Torte beim Kubitschek bestellen. http://www.cafe-kubitscheck.de/

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