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Die Katzen von Mykonos

Catcontent aus Griechenland, die kleinen Miezen sind wirklich überall und profitieren davon, dass die Touristen alle so tierlieb sind. Sie wirken recht entspannt, vermutlich sind sie auch im Urlaub. Oder – davon bin ich überzeugt, die sind einfach wesentlich entspannter als wir. Ein Stuhl, ein sonniger Fleck – passt. Ich einfach immer mal wieder draufgehalten, wenn ich sie wo erwischt habe…

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San Giorgio – der griechische Hotelhimmel

Mykonos ist Das Griechenland, dass man sich in Urlaubsträumen vorstellt. Blauer Himmel, türkises Meer, die Häuser Weiß und blau, jetzt im Frühling voller pinker bougainvilla und rotem Mohn. Grüne Hügel, immer von ein wenig Wind umweht. Perfekt. Ein Hauch der alten Hippie-Relaxtheit, die die Insel seit den Siebzigern berühmt gemacht hat, ist immer noch da, trotz turmhoher Kreuzfahrtschiffe im neuen Hafen. Mykonos ist wunderschön.
Hinkommen ist einfach, ich mit Germanwings direkt von Köln/Bonn geflogen, im Sommer gibt es auch direkte Flüge mit Airberlin aus Düsseldorf.
Ziel meiner Reise war ein Hotel, das San Georgio, das ich im Rahmen einer Einladung besuchen durfte. Das war klasse, denn so Schön wie Mykonos ist auch das Hotel am Strand, zwischen Paragas und Paradise Beach. Auf Paradise Beach liegt die Clubmeile, der führende Club ist der Paradise Club, einer der Top 20 dieser Erde, der den gleichen Besitzern gehört wie das San Giorgio. Und eigentlich war das Hotel nur ein Nebeneffekt, eine Wohnmöglichkeit für DJs und Gäste.
Aber was für eine. Das Hotel wurde als Save Haven für all die schöne Partycrowd konzipiert, fernab von gewöhnlichen Standards.Das Personal ist durchgehend schön, total freundlich und hilfsbereit. Hängematten und liegebetten am Pool, Lockere Sitzgelegenheiten überall statt steifer Lobby. Emanuelle Pfauenstuhl, Acapulcochairs, Designertische und weiße Macs mischen sich mit Fundstücken aus Griechenland, geflochtenen Matten und Teppichen aus maisstroh, schönen Kissen von “rock the Kashbah” aus Paris. Wenn es einen Platz gibt, einen glitzernden Kaftan zu tragen, dann hier. Das Hotel hat hohe Umweltstandards, das gefällt mir. Auf einer Insel, auf der Wasser ein wertvolles Gut ist, sollte man das nicht aus den Augen verlieren. Die griechische Regierung gängelt Hotels mit irren Auflagen, verlangt, dass Bettwäsche und Handtücher täglich gewechselt werden.

Der Pool ist ungeheizt und mit frischem Meerwasser gefüllt. Ich traue mich als einzige rein und finde es herrlich. Jetzt in der Vorsaison war es sehr ruhig und gemütlich, ich kann mir aber vorstellen, das es sich im Sommer ein wenig ändert, wenn ab Nachmittag der Strand zum Schwimmen, bräunen und zur Party ruft und das San Georgios voll besetzt ist. Da werden sicher die Beats der DJs auch das Hotel erreichen – aber das ist ja nicht das Schlechteste, schließlich legen im Paradise Club die besten DJs der Welt auf. An der familiären Athmosphäre wird sich dennoch nicht viel ändern, beim Essen an langen Tafeln kommt man sich näher und die Menschen, die ein Hotel wie das San Giorgio buchen, sind vermutlich ein ähnlicher Menschenschlag. Wer hier mit seinem Handtuch eine Liege besetzt, ist ganz sicher falsch. Entspannt bitte. Keine Nervereien im Urlaub. Und auf der Nachbarliege liegt vermutlich Avicii oder David Guetta. Cool.

Fernseher im Zimmer sind auch Fehlanzeige, aber ehrlich, ich hab das Tv nicht vermisst. Wann denn? Tagsüber wird am Strand relaxt oder in Mykonos Town geshoppt oder eine der nahen Inseln wie Delos oder Santorini besucht, abends geht es zum Essen und dann in die wunderbaren Clubs der Insel. Braucht das Paradies Tv? Wer’s gar nicht lassen kann, der kann via Wifi im Internet streamen, das geht, wir haben mal kurz beim Grand Prix und Germanys Next Top Model finale reingezappt. So sans, die Blogger.

Aber das ist eigentlich echt eine Sünde. Das Hotel ist dazu da, zu genießen. Zeit zu haben.
Zum Frühstück gibt es ein kleines Buffet, der Rest wird frisch ala Carte zubereitet. Griechischer Joghurt mit Honig, Nüssen und Früchten, Omelette mit Feta, Basilikum und Zwiebeln, Gegrillter Haloumi, pochierte Eier auf Avocados und Tomaten. Toll. Geht nicht besser. Auch mittags und abends bietet das Küchenteam griechische Küche auf hohem Standard an. Was mir ein wenig fehlt, ist ein SPA, aber da wird drüber nachgedacht. Gut.
Ich werde sicher im Sommer ein verlängertes Wochenende wiederkommen, um mich voll ins feiern zu stürzen. Als Hotelgast ist man Vip im Club, das wird ausgenutzt.

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Eingeordnet unter Konsum, Mykonos, Reise

Den Balkon bepflanzen – mon Amour

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Es ist mein ganzes Glück: meine kleine Terrasse voller Kräuter. Ich habe nicht gerade den grünen Daumen, deswegen bin ich selig, dass mir noch keine Pflanze eingegangen ist. Gut, die Erdbeeren sind gar nicht erst aufgegangen. Die haben auch Gitti und Erika (die Eichhörnchen) im ersten Stadium vernichtet, weil sie meinten, das ideale Versteck für ein paar Nüsse gefunden zu haben.
Aber dafür gedeihen die Tomaten und Chilis und alles andere prächtig. Und weil die Terrasse eine direkte Verlängerung des Wohnzimmers ist, hab ich mir mit der “Möblierung” Mühe gegeben. Ich hab mir dafür kleine Laternen und Übertöpfe bei Butlers gekauft, grau und türkis gemischt. Das passt dann super zu den Akzenten im Wohnzimmer, in dem auch ein wenig Türkis das strenge Schwarz und Grau der Möbel auflockert. Ein himbeerfarbener Klapptisch als extra Farbklecks ist noch bestellt, aber so warm, dass man schon richtig draußen frühstücken kann, ist es eh noch nicht. Wird noch.

Der Balkon ist mein Ruheraum, meine Sonnenterrasse und mein Nutzgarten, ich streue die Kräuter über jedes Essen, bastle Cocktails daraus oder Kräutersirup. Nachts, wenn die kleinen Kerzen in den Laternen brennen, denke ich immer, wie glücklich ich bin. In Frankfurt hätte ich zwar auch Terrasse, aber leider grelle Neonlichter davor. Da macht nachts draußen zu sitzen keinen Spaß. Völlig unromantisch. In Düsseldorf seh ich die Sterne.
Zum mit mir auf den Sommer anstoßen:
Rezept für Lavendel-Erdbeerbowle

20140505-143350.jpg Ein paar Lavendelbätter mit vier Stück Rohzucker und zwei Shot Zitronensaft in einem Shaker zerstoßen. Eis zufügen, zwei Shots weißen Rum, zwei Shots Cointreau in den Shaker geben. In zwei Gläser abseihen, mit halbierten Erdbeeren garnieren und mit Soda auffüllen.

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Eingeordnet unter Düsseldorf, Kochen, Konsum

San Giorgio – (m)ein Traum von Mykonos

San Giorgio Hotel Mykonos - der Restaurantbereich

San Giorgio Hotel Mykonos – der Restaurantbereich

Das Hotel San Giorgio auf Mykonos ist mir zum ersten Mal in einem Buch über coole Interiors aufgefallen – und ich hab gesagt, genauso soll mein Schlafzimmer in Düsseldorf aussehen. Holz, wie vom Wind und sonne gebleicht, ein Moskitonetz, schlichte handgewebte Körbe – und ab und an mal ein Designerstück.. Ich bin auf einem recht guten Weg dahin. Und wenn ich so lebe, will ich erst recht so Urlaub machen. Von diesem Hotel träume ich. POSTKARTEIch stelle es mir herrlich vor, wie auf der Terrasse vor dem Hotelzimmer zu frühstücken; in einer der Hängematten am Pool zu liegen (ich hab mir eine Postkarte auf Facebook gebastelt) oder auf dem Steg am Meer auf die Ägais zu schauen, vielleicht sehe ich ja irgendwo Delphine. Und  selbst ins wunderbar kitschigblaue Meer. Abends noch einen Drink an der Bar und dann ab auf dem Motorroller in eine Taverne am Strand oder ins Nightlife von Mykonos. Die Partystrände sind ja nicht besonders weit weg. Oder im San Giorgio bleiben und die Sterne zählen.

Ein Hotelzimmer im San Giorgio

Ein Hotelzimmer im San Giorgio

Mir gefällt dieser schlichte, authentische Stil des Hotels besser als alles, was noch so edle Hotelketten mir bieten könnten. Das stelle ich mir unter Griechenland vor – und kein 08/15 Hotel einer Kette. Es ist der Luxus des Einfachen. Couture gemixt mit Inselstyle. Natürlich ist der Bohemian Stil des Hotels fein komponiert und kein Ergebnis des Zufalls. Dazu kennen die beiden Besitzer, die Bayern Thomas Heyne und Mario Hertel ihre coole, moderne Klientel zu gut, schließlich führten sie lange den Paradise Club in Mykonos.

Das San Giorgio ist die Antwort auf das Bedürfnis, im Urlaub stilvoll zu relaxen, einen gewissen Bohemian Lifestyle auszuleben so wie Talitha Getty in den 60ties in Marrakesch. Und das unter Seinesgleichen. Weltoffene, kreative Persönlichkeiten. Keine “mit dem Badehandtuch am Pool Reservierer” oder “Nur Schnitzel im Urlaub Esser”. Die wird man da nicht finden. Genausowenig wie überfüllte Strände, Gyros con Krauti und genervte Pauschaltouristen, die den Reiseführer anzetern. Und das ist toll. Klar, das hat seinen Preis  – aber das San Giorgio steht definitiv ganz oben auf meine Liste der Urlaubsträume in 2014…

So ist die Ägais zum Träumen...

So ist die Ägais zum Träumen…

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Schnell was Gutes – dann zu PazzaPazza

Klein, aber cool: das PazzaPazza

Klein, aber cool: das PazzaPazza

Ich mag meine Pizza dünn, knusprig, nicht mit Belag überladen. Das vorneweg. Weil es ja so wahnsinnig hilfreich ist, in Kritiken zu sagen “die Pizza ist voll super da” ohne zu erklären, dass man auf die Version von Pizza Hut steht (das passiert bei mir ziemlich genau ein, zwei Mal im  Jahr bei akuten Fressattacken).

Im PazzaPazza ist die Pizza voll super. :) Weil sie dünn, knusprig und nicht mit Belag überladen ist. Ich empfehle allerdings, sich eine ganze frische Pizza zu bestellen, anstatt sich eins der fertigen Stücke aufwärmen zu lassen. 20131017-122123.jpgFrisch aus dem Ofen ist sie noch um ein, zwei Klassen besser. Beides geht relativ schnell, der Laden ist ideal, wenn man einfach nur Hunger auf Pizza hat. Ein paar Plätzchen zum Sitzen gibt es auch, passt also für die Mittagspause. Im Sommer kann man auf den Bänken draußen vor der Tür das Treiben an der Kreuzung Münchnerstrasse/Moselstrasse beobachten – da gibt es immer viel zu sehen. Versprochen.

Meine Frage: Wo gibt es eurer Meinung nach die beste Pizza in Frankfurt? Wo in München?

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Skyline Plaza – braucht der Mensch urbane Komplexe?

So sieht es noch nicht aus, derzeit ist viel Baustelle drumrum

So sieht es noch nicht aus, derzeit ist viel Baustelle drumrum

So, nach zweieinhalb Jahren in der einkaufstechnischen Diaspora zwischen Messe, Haupbtbahnhof und Gallus ist es nun soweit. Wir bekommen ab 29.08. endlich ein Einkaufscenter. Ach was, ein ganzes urbanes Center im Europaviertel, nochmal die Zeil auf diversen Ebenen und auf dem Dach ein kleiner Park samt Superfitnessstudio. Und natürlich bekommt die Innenstadt gleich Komplexe ob dieses Komplexes. Die Händler haben angst, dass die Kunden fernbleiben. Ich bin da zwiegespalten. Einerseits bin ich sehr froh, denn nun habe ich Bäcker und Lebensmittel endlich mal in fußläufiger Entfernung. Aber dazu hätte es für mich ein Rewe oder, noch besser, ein Alnatura auch getan. Jetzt hab ich eine komplette Skyline Plaza vor der Haustür, mit Zara, mit Mango, mit H&M, mit S.Oliver, Tally Weil, Saturn, Rituals, Peek&Cloppenburg…ein gigantischer Komplex. (Aber wenigstens endlich ein Kiko ums Eck, die haben die besten Augenbrauenstifte der Welt)

Mit Frankfurts größtem Foodcourt. Der interessiert mich als Foodie natürlich sehr, aber wie ich das bis jetzt so überblicke, werden das nicht mehr als eine große Ansammlung von Kettenlokalen von KFC bis Coa. Ich geb zu, ich freu mich über Starbucks direkt vor der Haustür und den Burritoladen. Aber mich nervt die Beliebigkeit ein wenig. Wenn ich die Skylineplaza betrete, verlasse ich Frankfurt und trete ein in einen gesichtslosen Hyperraum, der irgendwie überall gleich steht, in Essen und in Berlin, in Hamburg oder München. Ja, die Einkaufszentren sind schön, sie sind praktisch. Aber Alle Einkaufszentren dieser Republik haben das gleiche Angebot. Ach was, der Republik, in ganz Europa gibt es das Gleiche: eine Mall in Strassburg unterscheidet sich nur marginal.

Da ist das Bahnhofsviertel mit seinen schrägen Läden doch um einiges crazier. Und die wunderbare Kleinmarkthalle ist sowieso super. Die sind vor allem nämlich eins: einzigartig. Und das mag ich. Ich bin ein ganz großer Fan einzigartiger Dinge, ich suche gern was Schräges, Lustiges, Ungewöhnliches. Dinge, die man in kleinen Läden findet. Uralte Flohmarkthandtaschen aus Krokoleder. Ich fahr nämlich eigentlich ganz gerne mit dem Rad herum und geh in die Stadt, um mir Sachen anzukucken. Und das, was mich interessiert, finde ich vor allem in kleineren, individuelleren Boutiquen. In der Brückenstrasse oder am Oederweg, versteckt im Westend oder in der Nähe der Berger. Wenn ich einen original chinesischen Chinesen suche, gehe ich in die Elbestrasse, die haben dort auch frittierten Schweinedickdarm. (Nein, ich bestelle den nicht, aber finde gut, wenn es ihn gibt, demnächst kommt von mir eine Restaurantkritik)

Ich werde das Skyline als Basis-Ausstatter sicher gerne nutzen. Aber für alle besonderen Dinge werde ich weiter in die Stadt fahren. Ich denke nicht, dass die Skyline Plaza den Geschäften in der Innenstadt allzu sehr gefährlich werden kann: denn die Ketten machen sich nur gegenseitig Kokurrenz und die anderen Shops müssen eh damit konkurrieren, seit langem schon. Da ist dann Originalität und gute Beratung eh das beste Konzept. Und Mut. Und frittierter Schweinedarm.

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Eingeordnet unter Frankfurt, Gesellschaft, Konsum, Kunst, Mode, Reise, Restaurants

In der Küche bei Juan Amador

Ich bin manchmal so richtig dankbar, den Job zu haben, den ich habe – ansonsten käme ich kaum in den Himmel. Der Himmel ist in diesem Fall die Küche im 25 Stock des NEXT-Towers in Frankfurt und Gott ist nicht John Malkovitsch, sondern Juan Amador. Einem Koch-Kaliber wie diesem einmal beim Kochen über die Schulter blicken zu dürfen, ist kein kleiner Gefallen.

Und es ist eine Schau zu sehen, wie die fantastischen Kreationen aufgetürmt werden, die das Menue im Treehouse derzeit ausmachen. Interessanterweise werden die Köstlicheiten teilweise auf Campinkochern und simplen Kochplatten zubereitet, denn das Konzept des PopUp-Restaurants erlaubt natürlich keine gigantischen Kücheneinbauten. Natürlich gibt es zusätzlich exotische, aber unverzichtbare Geräte wie einen Sou-Vide-Kocher “Eigentlich nur ein sehr stylisher Tauchsieder” meine eine Köchin. In diesem Wasserbad werden eingeschweißt die Entenbrüste vom Hauptgang rosa und weich gegart, bevor sie mit einer Gewürzkruste überbacken serviert werden.Ich habe dazu nur Brot vermisst, die wunderbare Rotweinsauce aufzutunken (ein Faux-Pas, ich weiß, aber kann der Genuss von Essen ein Faux-Pas sein? Gut, den Teller ablecken mach ich nicht…)

Toll finde ich die Vorspeise, rohe Langostinos mit Apfelgelee und Speckkrusteln, Basilikum und tasmanischem Pfeffer. Das wird alles in eine kreisrunde Form gebracht, dazu quitschgrüne Apfeltupfen auf dem Tellerrand und überhäuft mit Apfelschaum. Da fehlt nur der Apfelwein… Hammer. Ebenso wie der Nachtisch, Safraneis mit Ananas und leicht warmem Creme Brulee-Schaum. Ich könnte mir das Menue super zu Weihnachten vorstellen, all die Gewürze, samtigen Texturen, all das zarte, wohlig-weiche Essen. Nur, dass ich das zu Hause niemals so hinbekäme.

Für 68 Euro ist das Ganze preiswert im besten Sinne – also sein Geld wert. Mehr Infos zur Reservierung etc hier

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Eingeordnet unter Essen, Frankfurt, Promis, Reise, Restaurants