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Es weinen die Leistungsträger

Da steht er, der Hoeneß. Weinend. Weil er so viel für den Verein gemacht hat und damit für die Öffentlichkeit. Und jetzt sind alle so gemein zu ihm und verlangen sogar, dass er korrekt seine Steuern zahlt. Ich meine, wo kämen wir denn da hin, wenn jeder Freund des kleinen Mannes, wenn jeder Wohltäter da nicht irgendwie auch die gerechte Belohnung für seine Taten einstreichen dürfte in Form von weiteren finanziellen Vergünstigungen, die er natürlich nur für das Wohl des Vereins und damit der Allgemeinheit wieder weiter einsetzen würde. Hat er nicht mit seinem Spezl Alfons Schuhbeck alle Leute an den Wohlgeschmack seiner Würstl Teil haben lassen, indem er sie bei McDonald’s günstig verhökert hat? Hat er nicht für den Reichtum des FC Bayern gesorgt und damit ganz Deutschland einen Verein beschert, der ohne weiteres in der Weltliga mitspielen kann? Ist das alles nichts? Und da jammert diese Neidgesellschaft den paar lumpigen Steuermillionen hinterher?

Und der Herr Wulff ist beleidigt. Hat es nicht verdient, nach jahrelangem, mühsamem Aufstieg in der Partei, nachdem er sich alles verkniffen hat, nichts gegönnt, nur einmal eine junge, tätowierte Gattin, die nach dem Erfolgsverlust auch gleich abhanden gekommen ist? Da kann man sich doch einmal einladen lassen von seinem Freund nach Mallorca oder aufs Oktoberfest, da ist doch so eine Pause wohlverdient. Da darf man doch  mit der Vroni Ferres Billard spielen. Oder ist es verboten, wenn man sich einfach mal einen Bobbycar schenken lässt als Bundespräsident? Ich mein, wie soll man sich seinem Bobbycar auch leisten mit lumpigen 16.000 € im Monat?

Oder Tebartz van Elst ist traurig, denn Bischof sein ist schwer genug mit Zölibat und tagtäglich für seine Schäflein da sein. Da wird man doch mal mit Freunden in der Doppel-Badewanne entspannen dürfen, sich abends mit einem guten Glas Messwein und der Bibel in einen gemütlichen 30 Millionen € Bau zurückziehen dürfen, das muss drin sein, wenn das ganze Leben aufgeopfert wird im Dienst an Mutter Kirche.

Kein Wunder, wenn unsere Leistungsträger wie der Schumi,  der Harald Schmidt, der Thomas Gottschalk sich enttäuscht abwenden von dieser Neid-Gesellschaft Deutschland und lieber im Ausland wohnen wollen, wo man ihre Leistungen zu schätzen weiß und sie auch entsprechend mit finanziellen Zugeständnissen
ein bisschen versüßt. Und niemand gönnt es einem. Bitter ist das. Traurig. Schön, dass es so schöne Veranstaltungen gibt wie den Bambi, die es wettmachen und wo die, die es verdienen, gewürdigt werden. Wie Miley Cyrus oder Bill Gates. Oder Bushido letztes Jahr. Oder Hoeneß 2009.

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The Taste – ein fader Nachgeschmack…

WTF? The Taste auf SAT1 – was soll denn bitte das für eine Sendung sein? Wo soll denn das bitte Unterhaltung für den Normalbürger sein? Sehr sehr, gute Köche kochen etwas für andere Topköche. Aha. Und natürlich ist alles mal wieder total durchsichtig: der Koch bekommt die rote Karte, dafür wird natürlich das Model genommen, das bei ihm als Hilfskoch arbeitet. Und der, der voll arrogant rumkommt, wird natürlich runtergemacht. Die Oma kocht ein Rezept von Mälzer, der es selbst nicht erkennt, aber sie kommt in ein Team. Klar. Genauso wie die fürchterliche Jungjournalistin mit ihrer gruseligen anbiedernden Art. Ich hasse mittlerweile diese allzu durchsichtigen Inszenierungen im deutschen Fernsehen. Man kann keiner Sendung mehr trauen, es wirkt alles wie vorher abgesprochen, was es sicher auch ist.

Es klar dass man zwingend ein Model in der Sendung haben muss, es ist klar, dass man eine fast hysterisch aufgedrehte Französin in der Sendung haben muss, ist es klar, dass die Dame die alles mit den Händen kocht, dabei sein muss. Rosin und Mälzer streiten sich mit durchsichtig gescripteten Witzen. Der Zuschauer braucht ja was zum Gucken. Drama, Baby, Drama, der Kochtöpfe musse lebendig sein. Als Ausgleich zu der öden Inszenierung bekomme ich Null von den Gerichten mit. Auch nicht im Internet, da steht nur ein Rezept für Bolognese oder zwei andere Durchschnittsgerichte. Highclass. Nicht :(  Gut, das war heute das Casting, ich schau noch einmal rein. Da sollte bitte SAT1 schauen, dass da mehr rumkommt für Kochfans, so ist es nur mäßig.

Und es gibt einen der Köche, den ich nicht kenne, was entweder für ihn oder gegen mich spricht, jedenfalls keine durchgenudelte Tv-Visage wie Rosin, Linster und Mälzer. Nachtrag: Gesehen, dass der auch eine durchgenudelte TV-Koch-Größe ist, bloß ist er mir noch nicht aufgefallen. Auf der Webseite erfahre ich, dass er Alexander Herrmann heißt. Wo ist eigentlich Alfons Schuhbeck?

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Schuhbecks Gröstl Alm

Irgendwie ist es ermüdend, immer recht zu haben- jetzt, am Rosenheimer Weihnachtsmarkt gibt es die Schuhbecks Gröstl Alm. Als eigene Konkurrenz zum Macki? Natürlich mit Ingwerpunsch…

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Alfons, langsam nervst du!

Es war einmal ein Koch, der war pfiffig und graderaus. Der schaffte es, der bayerischen Küche wieder ein gutes Image zu geben. Feiner, fettärmer, moderner. Die Bayern liebten ihn dafür. Er war im bayerischen Fernsehen mit einer Kochshow präsent, die war nett und witzig.

Es war einmal. Mittlerweile hat Alfons Schuhbeck sich ein Imperium aufgebaut und ist omnipräsent. Das nervt. Er hat seine Lokale in München, ein Event-Zelt mit einer Gastroshow, Gewürzläden, Eisdielen, er bietet seine Gewürze bei Tchibo oder Rewe an, hat unter seinem Namen Tiefkühlkost, Fertiggerichte, Tütensuppen laufen, wirbt für Dosensuppen, schreibt Kochbücher, hat einen Stand auf dem Oktoberfest, kocht für Siemens in der Allianz-Arena, hat mehrere Kochshows, eine Kochschule, hat das Essen für die Speisewägen der Bahn kreiert, macht für Müllerbrot Brote…..und jetzt auch noch Werbung für McDonalds.

Vermutlich hab ich sogar die Hälfte seiner Aktivitäten vergessen. McDonalds setzt dem Ganzen jetzt die Krone auf.  McD hat ja in jedem Land Hauben-Sterne oder andere Kochchampions an den Burgerherd berufen, um mit dieser Aktion das Image der Schnellpflanzerl aufzuwerten.  Das wäre mit einer echten Kochlegende wie Hans Haas auch in Deutschland sicher geglückt. Aber hier wertet sich McDonald nicht auf, sondern der Alfons Schuhbeck sich nur weiter ab. Schade.

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