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Wie kocht man ohne Küche?

Ceviche - Foto ist von cyclonebill - ich will nicht mein Küchenchaos derzeit fotografieren :)

Ceviche – Foto ist von cyclonebill – ich will nicht mein Küchenchaos derzeit fotografieren :)

Ich esse gerne, ich koche gerne – aber als ich nach Düsseldorf gezogen bin, hab ich in der Wohnung noch keine Küche gehabt. (Morgen kommen die Handwerker zum Abmessen, danach dauert es etwa 14 Tage) Also, was tun? Gar nicht so wenig, wie ich festgestellt habe, ich habe nämlich einen Mixer und einen Sandwichtoaster. Und einen Wasserkocher. Damit lassen sich ganz prima Suppen wie Gazpacho herstellen, sogar mit Croutons (aus dem Sandwichttoaster). Eine andere Möglichkeit ist das kalte Garen in Zitronensaft, wie Ceviche aus frischem Fisch und Garnelen. Frische Tortellini lassen sich prima im Wasserkocher garen. Ganz zum Raw Foodie werde ich also nicht, aber ich gewinne durchaus rohen Zutaten mehr ab, als ehedem. Muss ja immer was Gutes dabei rauskommen. Nur schade, dass diese Küche im Sommer besser ankäme, dafür kann ich um Winter die Milch auf dem Balkon lagern.

Manchmal geht es aber einfach nicht mehr kalt. Da gibt es japanische Ramensuppen aus dem Päckchen. Und ich hab sogar Hamburger hingebracht, in demich das Fleisch vim Sandwichttoaster gegart habe udn dann die Brötchen hinterher. Eine gewisse Sauce haben mir ja meine Piratenfreunde aus Gaudi geschenkt, die kam da gut zum Einsatz. Es geht also.

Aber ich freue mich dennoch, wenn ich bald wieder eine echte Küche habe.

Hier ein paar Tipps für die nicht existente Küche

Kalte Gurkensuppe nach Gwyneth Paltrow:
Eine geschälte Gurke
Fleisch einer Avocado
Saft und Schale einer Limette
Mit Salz und Pfeffer im Mixer pürieren.
Fertig :)

Tartar ala Kiko
200 Gramm Tartar mit
Salz, Pfeffer, Sesamöl, Chilli, etwas Ingwer und frischem, fein gehackten Thaibasilikum gut vermengen. Fertig :)
Mit gutem Weißbrot servieren

Gazpacho ungarisch
Eine halbe Gurke
Eine rote Paprikaschote
Eine Dose Tomaten
Mit Salz, Pfeffer, chillisauce mit Knoblauch, und
Zwei Esslöffeln Ayvar im Mixer pürieren
Wenig ölivenöl und ein guter Esslöffel aceto balsamico unterrühren

Mit vollkorncroutons aus dem Toaster servieren

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BÄM – geniale Geschmacksexplosion

2013-12-07 14.27.38Es gibt manchmal so Momente, die lassen einen sprachlos. Wenn etwas total Unvorhergesehenes passiert. Wie ein Biss in die “chocolate covered Blueberries” von Chocolate Naive. Liebe auf den ersten Biss! Mir sind auf der ChocolArt in Tübingen erst die süßen Verpackungen aufgefallen. Puristisch, aber mit so einem gewissen Touch. Glück gehabt, dass ich den kleinen Stand nicht übersehen habe, denn deren Angebot war sensationell. Allen voran die Blueberries. Klingt zuerst simpel, aber der Geschmack ist alles andere als das. Es sind wilde, gefriergetrocknete Blaubeeren aus den wilden Wäldern Lithauens, wo auch Chocolate Naive herkommt. Ummantelt mit dunkler Schokolade aus Madagaskar. Wenn man in so eine Beere beißt, dann erwartet man irgendwas Süßes, Flatschiges, aber gar nicht, die Schokoaromen und das ganz intensive Blaubeeraroma mixen sich im Mund, es ist einfach sooo gut. Jetzt weiß ich wieder, wie intensiv Beeren schmecken können.

Von nix kommt nix. Die kleine Manufaktur verwendet nur allerfeinste Zutaten, verarbeitet sie schonend und nach alten Traditionen. “Back to the origins” ist ihr Motto. Ihre Schokoladen werden deswegen auf vielen Messen mit Preisen ausgezeichnet und ich kann sagen, dass deren Produkte zu dem Besten gehören, was ich je an Süßem gegessen habe. Und das war einiges. Noch führt kein Laden in Deutschland die Produkte der kleinen, liebenswerten Manufaktur, deswegen will ich euch deren Online-Shop ans Herz legen.

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Schokolade zur Hilfe der Phillippinen

SoforthilfePhilippinen_1Vielleicht eine gute Idee für die Weihnachtseinkäufe: Mit dem Kauf der Schokolade unterstützt Zotter eine Aktion der Caritas. 30 Cent pro verkaufter Schokolade kommen der Nothilfe zugute und fließen direkt in den Spendentopf der Caritas Nothilfe.

Der Geschmack: Cashewnougat mit Maracuja
Eine Milchschokolade gefüllt mit einer fruchtigen Maracuja-Mango-Schicht, auf einem Nougat-Mix aus zart schmelzendem Macadamia- und Cashewnougat. Mit Zimt, Kardamom und den fantastisch duftenden Tonkabohnen abgerundet.

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12. Dezember 2013 · 9:41 vormittags

Schwäbisches Schlaraffenland – ChocolART

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Baumkuchenstand mit dem original Salzwedler Baumkuchen, den es seit 1807 gibt

Warnung: Bitte vor dem Lesen unbedingt ein Stück Schokolade bereithalten, sonst könnte es nach dem Lesen zu unkontrollierten Fressattacken führen!

An alle Allergiker: dieser Beitrag enthält unfassbare Mengen an Nüssen, Milchprodukten, Zucker und Gluten

Das Tübinger Schokoladenfestival hat eine noch recht junge Geschichte – es entstand, um die Einzelhändler der Stadt glücklich zu machen und Menschen in der Adventszeit nach tübingen zu locken – denn Tübigen hat einen nur zwei Tage dauernden Weihnachtsmarkt. Zu wenig fürs Geschäft. Doch die ChokolART entpuppte sich als mehr als guter Ersatz und das kulinarische Spektakel ist zu einem echten Renner mutiert. Mittlerweile füllt es den ganzen Markt von Tübingen, in den Tübinger Lokalen werden Schokospezialitäten angeboten – die ganze Stadt ist im Schokofieber. Zu Recht. So viele verschiedene, originelle Schokoladen habe ich selten an einem Ort gefunden. Ein paar der Besten werde ich in einzelnen Artikeln vorstellen. Zusammen mit anderen Bloggern durfte ich den Markt und seine Highlights genauer inspizieren. Am Tag davor hatte ich “Charlie und die Schokoladenfabrik” gesehen, ich war also top vorbereitet.

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das von mir gestaltete Cover

Wir starteten in dem Zelt von Ritter Sport, jeder durfte sich eine Tafel selbst basteln. Da das Zelt eigentlich die Kinderattraktion ist, waren Zutaten wie Gummibären und Smarties am Start. Ich hab meine Tafel dann recht simpel mit Nüssen und goldenen Sternchen befüllt. Und selbst ein Cover gemalt – natürlich mit Eichhörnchen drauf, was sonst?

Es ging weiter bei angenehm winterlicher Kälte zu den Schokoladenmalern, einem Stand mit roher Schokolade  und den Antistresspralinen. (da gibt es einen eigenen Artikel dazu). Ein Wahrzeichen des Marktes ist der ChocoLino, ein politisch korrekter und mit fair gehandelten Zutaten hergestellter Schaumkuss, den es auch als Sonderstempel im Schokoladenmarkt eigenen Postamt gibt. Und, das ist das Besondere, der nicht mit Zucker, sondern mit Bienenhonig gemacht wird. Direkt vor den Augen der Besucher werden die frischen Küsse sofort verkauft – da musste ich einen probieren: Unglaublich süß, unglaublich lecker, weil in die herbe Schokolade einen Kontrast zum schaumig-festen süßen Inneren bildet, mittendrin noch ein knuspriger Keks. Toll – und danach war ich eigentlich satt. Aber da hatte der Markt noch kaum angefangen. Ich aß ein Stück Eiskonfekt, in Form eines kleinen, schokopulverüberstäubten Gugelhupfs, dessen schokoladige Intensität im Mund schier explodierte. Der Hupf stammt von Goufrais. Überall duftete es nach Zucker, gebrannten Mandeln, nach Kakao, Glühwein und Gewürzen. Der Stand mit der Chocolino-Produktion hüllte eine Marktseite in süßen Honigduft.

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Überall warteten kleine Kuchen aus Schokolade, mal warm, mal kalt serviert, auf die Besucher – denen widerstand ich, kaufte aber einen haltbareren Käse-Schoko-Kirsch-Kuchen im Glas, den ich gestern zuhause aß und der den wunderbaren Markt zurückbrachte (die Schwarzwälder Kischtorte wurde in Tübingen erfunden, das war eine Hommage).  Die Leute liefen mit einen Meter Ritter-Schokolade herum oder kauften paketeweise Zotterschokolade in Geschmacksrichtungen wie Zimt, Mohn oder Exoten wie Rosenwasserganache oder Bergkäse (!). Damit es zum Mittagessen nicht fad wurde, wurde das Wildschwein mit Spätzles und Schokosauce serviert. Sehr lecker, aber wenig zu merken von der Schokolade in der Sauce, vielleicht war es ganz gut so.  Jedenfalls hab ich mir beim Metzger nebenan noch eingeschweißte Maultaschen für daheim mitgenommen – nicht aus Schokolade (die gibt es auch)

Vereinzelt stehen zwischen den Buden für Crepes, Schokoladenaufstriche, Schokopralinen, Schokotorten, Schokobruch, Schokoplätzchen, Baumkuchen aus Salzwedel, Früchten in Schokolade, Ständen mit Kaffeee, Glühwein und heißer, dicker Schokolade auch Bratwurstbuden und Hot Dogs, die für Abwechslung sorgten. Ich hab jedenfalls mit meinem guten Freund Alexander am Abend  Chips gegessen. Kein Dessert.

PS: bei den Produkten habe ich, soweit möglich, die Internetseite verlinkt, bei denen man sie bestellen kann. Tipp: die Goufrais Pralinen und der sehr saftige Baumkuchen! War ein super Tag mit extrem netten Leuten – danke an die Veranstalter und die netten BlogkollegInnen! :
die Welt der kleinen Dinge, the whitest cake alive, Das Süße & der bittere Rest, Anna im Backwahn, Lunch For One, Feinschmeckerblog, Olschis World
Notizen für Genießer – Gumia.de, Miris Jahrbuch, Heute gibt es,
Fabulous Food, Neulich im Leben, Judys Delight, Schokohimmel und Das kleine Glück.

Weitere Blogbeiträge zur ChocoLart:

Die Welt der kleinen Dinge

Feinschmeckerblog

Oschis Blog

Gumia

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Im Schokoladenhimmel in Tübingen

chocolART, das größte Schokofestival in Deutschland!

chocolART, das größte Schokofestival in Deutschland!

Wer am Wochenende noch nichts vorhat und von Schokolade nicht genug bekommen kann, für den ist ein Ausflug auf die Tübinger Chocolart das genau Richtige! Auf dem größten Schokoladenfestival Deutschlands kann man sich durch eine unfassbare Menge an Schokoladensorten, Pralinen, Dragees, Getränke und Torten probieren – sogar deftige Schokosaucen zu Wild oder Huhn gibt es!

Ich werde morgen mit 19 anderen Bloggern den Markt besuchen und dann ausgiebig berichten aus dem kulinarischen Wunderland. Ich bin schon wahnsinnig gespannt (und hab eine bequeme Hose an)

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Winter in Wien

Es gibt kaum eine Stadt, die romantischer ist im Winter als Wien. Ich war vor einiger Zeit mit ein paar Freundinnen dort, um in Vorweihnachtsstimmung zu kommen. Ist geglückt, nicht nur durch den Genuss zahlreicher Glühweinsorten, die es nur dort gibt: “Mozart” Schokolade mit Mozartkugellikör und Sahne, abgerundet mit Eierlikör und ein paar Schokospänen. “Heisse Marille”, Tee mit Marillensaft und -Likör…

Wir wanderten durch eine Stadt, die sich mit wirklich prächtiger Weihnachtsbeleuchtung und traumhaften Weihnachtsideen der Geschäfte in ein (fürchterlich kaltes) Winterwunderland verwandelt hatte… Aber wozu gab es denn die Glühweinstände auf den Weihnachtsmärkten? Der größte Weihnachtsmarkt ist der vor dem Wiener Rathaus. In den Bäumen hängen bunte Lichterketten, der Markt ist riesig, ein unübersichtliches Gewusel vor Ständen mit böhmischem Glas, ungarischen Spezialitäten, sehr viel Glanz und Gloria und Geglitzer, natürlich auch Christbaumkugeln in Form von Kaiser Franz Josef und Sissi. Ein weiterer Weihnachtsmarkt, den wir besucht haben, ist der in Schönbrunn. Dort gibt es auch feines Kunsthandwerk und viele Stände mit traditionellem Christbaumschmuck.

Und weil meine Freundin Michaela Burch super fotographieren kann, bekommt ihr jetzt einen tollen Eindruck von Wien im Winter!

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Ich falle immer auf Eichhörnchen rein

Ich werde immer ein Kind bleiben, fürchte ich. Kaum pappt wer ein kleines, niedliches Maskottchen auf sein Produkt, muss ich es sofort kaufen. Am schlimmsten: Eichhörnchen. Noch schlimmer, leicht muffig kuckende Tiere. Wie gerade eben das Eichhorn bei Mikado Haselnuss. Und wenn dann noch “nur für kurze Zeit” draufsteht, wird es ganz schlimm. Ich bin so ein Konsumopfer.

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2. Dezember 2013 · 10:00 vormittags

Mehr Mut zu Exzentrik – wir brauchen mehr Glööcklers

Engel2_105672_2Der Harald Glööckler ist der Alfons Schuhbeck unter den Modedesignern, der Hansdampf in wirklich jeder Gasse. “the Prince of Pompöös” “der König des Teleshoppings”, so nennt er sich selbst. Ein glitzerndes Tischfeuerwerk, dass alles in der umgebung auch glitzern läßt.  Irgendwie stelle ich mir Harald Glööckler immer in einer deutschen Fußgängerzone vor, unter dem Arm einen Eimer voller Glitzer und Strasssteine, die er mit geschicktem Wurf über deutsche Hausfrauen schüttet. Seine Kollektion für Ulla Popken ist nicht mal schlecht. Wenigsten mal einer, der keine Hauszelte zum “Formumspielen” entwirft, sondern Sachen, die runden Frauen stehen und schmeicheln.  Nicht mein Stil, aber muss ja nicht.

Derzeit gibt es Glööckler ja überall. Bei Bijoux Brigitte mit Schmuck, bei Marburg mit Tapeten, bei QVC mit Cremes, Bei Rossmann mit MakeUp  – und, das wird die Hells Angels bestimmt freuen – er designt Mode und Motorräder mit Harley Davidson Er designt Hundekissen, Pferdedecken, Fußmatten, Handtücher, Pralinen, Kostüme, Geschirr, schreibt Bücher (Jede Frau ist eine Prinzessin), gibt CDS raus  und hat jetzt sogar ein ganzes Haus für einen Fertighaushersteller entworfen – wer Glööckler-Fan ist, kann sich rundum mit seinem Idol umgeben.

Ich finde ihn ja gut. Die Menschheit braucht ein paar Discokugeln, sonst wäre es verdammt langweilig auf diesem Planeten. Man muss seinen Look nicht mögen, wenigstens hat er einen Look. Ich frage mich nur, warum gibt es eigentlich so wenig gute Exzentriker? Es müßten doch mehr zu finden sein, die schrill und originell sind, die prominent sein wollen und beschliessen, ihre Entwürfe ins Fernsehen zu bringen? Ich will wieder mehr Lametta, mehr spaß und mehr Unangepasste – ich will wieder mehr besondere Menschen sehen, die was können, nicht bloss die Geissens, die nix können ausser doof und reich sein.

Lorand Lajos sollte man öfter ins TV bringen Foto: Pro7

Lorand Lajos sollte man öfter ins TV bringen Foto: Pro7

Zwei, drei davon kenne ich gut, da würde ich sagen, die könnten das rocken – also liebe Fernsehmacher, aufgepasst, jetzt kommen ein paar Geheimtipps – wir brauchen dringend mehr neue Promis im Fernsehen – und ein paar buntere Hunde dazu!

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Ich liebe Zuckerbrot!

Ja, ich werde nie einen Thigh Gap bekommen und schuld daran ist unter anderem das: eine limitierte Sorte der Marke “Brunch” namens “Zuckerbrot”. Frischkäse, der nach Vanille und weißer Schokolade schmeckt, nur nicht so süß. Weil limitiert hab ich mir gleich mehrere Packungen gekauft und eingefroren. Denn das Zeug ist genial: zu Obstkuchen, zum Obstsalat mit Beeren, auf getoasteten Heidelbeer-Bagels (mein Tipp!), auf Hefezopf, auf Rührkuchen, als Topping für Karottenkuchen oder Cupcakes.

Ich habe mal von der Brunch-Website das Rezept für die Cupcakes “geklaut”. Dort gibt es noch viele andere Rezepte. Ich hab meist ein Becherchen Brunch im Kühlschrank rumstehen, das ich in der schnellen Küche gern vewende. Ich finde, der Frischkäse ist oft bei Pasta- oder Fleischsaucen eine gute, weil würzigere, kalorienärmere und ergiebigere Variante zur Sahne. (da natürlich nicht die Zucker-Version).

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Deutschland wählt weiß – Ferrero gehts noch?

Deutschland wählt weiss Das ist echt alles, was mir dazu einfällt – der Spruch ist völlig daneben. Machs weg, Ferrero, die Kampagne ist zerkratzt.

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28. August 2013 · 8:36 vormittags

Pampe und der Veggie-Day

Beim Inder gibt es viele vegetarische Spezialitäten

Beim Inder gibt es viele vegetarische Spezialitäten

Was war das für ein Aufschrei (ja, ich weiß, der Tag ist populistischer Scheiß der Bild) – ein Tag ohne Fleisch! Zwangsweise! Am Anfang fand ich das lächerlich, weil es für mich nullkomma keine Zumutung darstellt, auch mal vegetarisch zu essen. Ich bin zwar Omnivore, ernähre mich aber meist von Gemüse. Und dann hab ich weitergedacht: denn das, was meistens als vegetarisches Essen angeboten wird in normalen Gaststätten oder eben in Kantinen ist mehr dazu angetan, jeden Vegetarier zum Fleischkonsum zu bewegen. Gruselige Pampfe undefinierbarer Gemüse, gräulich zerkocht. Fetttriefende Käsespätzle oder Ei mit Spinat als einzige “vegetarische” Alternative, fade Salate,  – nein, das regt nicht die Lust auf Gemüse an. Bäh.

Gemüse ist für die meisten noch immer einfallslose Beilage, gekocht im Wasser und mit einem Stich Butter angerichtet. Und nicht das was ich kenne und koche: eine schier unendliche Menge an wunderbaren Gemüsegerichten. Als Gratin, gebraten in der Pfanne, mit wunderbar würzigen Saucen, im Ofen gegarter grüner Spargel mit Kirschtomaten und Basilikum, panierte Portobello-Pilze, mit Quinoa, mit Couscous, mit Reis, mit Nudeln, in Tortellini gefüllt oder als Lasagne. Als indisches Linsencurry oder kurdische Suppe. Oder das Gemüse als Vorspeise in Kräutern mariniert, mit kleinen Stückchen Räuchertofu, die den Speck ersetzen können – ich schwöre, bei dieser Küche würde niemand auch nur einmal am Veggie-Tag sauer sein.

Ich würde mir von den Fleischessern mehr Neugier wünschen und von den Köchen mehr Kreativität – dann wird das auch was mit dem weniger Fleisch essen.

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Mihoko – der etwas andere Pfannkuchen

mihokoAsiaten werden jetzt müde gähnen, wenn ich Mihoko als eine Neuigkeit anpreise. Dort sind diese wabenartigen Pfannkuchen schon ein alter Hut. Hier in Frankfurt sind sie neu und ich bin schwer begeistert. Es ist eine Art Pfannkuchenteig, der in einer speziellen Form, die eine wabenartige Struktur ergibt, gebacken werden. Der Teig wird individuell mit süßen Sachen wie Schokolade, Grüntee-Pulver oder schwarzem Sesam angereichert, pikant wird es mit Käse oder Chilli im Teig. Geht auch, ich hab es bislang noch nicht probiert. Die Waben werden zusätzlich gefüllt mit allem, was man sich nur vorstellen kann. Speck, Olivenstücke oder Chillis bei pikanten Pfannkuchen, Schokostücke, Marshmallows, Obst oder Nüsse in süßen Pfannkuchen. Oder die bubbles aus dem Bubbletea werden in den Teig eingebacken – das ist aber selbst mir zu schräg.  Mit Schoko- oder Karamellsauce wird das Ganze abgerundet. Macht supersatt und schmeckt wunderbar. Knusprig trifft saftig, fluffig trifft süß.

In Japan gibt es die Pfannkuchen mit Tintenfisch gefüllt an Strassenständen zu kaufen. Die Holländermihoko2 haben die Mihokos schon vor langer Zeit entdeckt und sie zu ihren Poffertjes abgewandelt, bei denen es keinen zusammenhängenden Pfannkuchen mehr gibt, aber das Prinzip ist ähnlich.

Geben tut es die Kunstwerke bei Micha Bubbletea, einem Laden in der Münchnerstrasse im Bahnhofsviertel, den ich Foodies echt ans Herz legen möchte. Alle neuen Essenstrends findet man dort ein bißchen früher als irgendwo sonst. Ich habe damals Bubbletea dort entdeckt, lange bevor er komentenhaft durch die Trenddecke geschossen ist. Reisende, die am Hauptbahnhof ein bißchen Zeit totschlagen müssen – in 5 Gehminuten sind sie da und es schmeckt origineller als beim Goldenen Bogen :)

Nachtrag: Die Filiale in der Münchner Strasse gibt es leider nicht mehr, Mihokos bekommt man nun in der Filiale in der Zeilgalerie – ich weine.

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Mein Weihnachtswunsch: Saubere Schokolade unterm Christbaum

Auf  der ARD etc sind viele Berichte gekommen, es berichtete Greenpeace darüber, aber geändert hat sich leider noch nichts: es gibt sichere Belege, dass die Schokolade, die wir alle so gerne essen, von Kindersklaven an der Elfenbeinküste geerntet wird, die unter unwürdigsten Bedingungen arbeiten müssen. Diese Kinder werden von Banden in den Nachbarländern entführt und auf den Plantagen gequält, ausgebeutet und mit Pastiziden verseucht. Die meisten sterben an den Folgen dieser Behandlung. Und alles für billigen Kakao. Unsere Weihnachtsmänner…Ein Produkt, das so hergestellt wird, möchte ich nicht essen. Schon gar nicht an Weihnachten.

Ich würde mir wünschen, dass die vielen Möglichkeiten des Netzes auch verstärkt dazu genutzt werden, die Ansprüche von uns Verbrauchern stärker durchzusetzen. Foodwatch bietet gute Vorlagen, aber das allein reicht nicht, ich will mich nicht drauf verlassen, dass immer nur die anderen für bessere Produkte kämpfen. Ich hab mittlerweile an alle großen Schokoladen-Hersteller geschrieben. Es gibt welche, die mir versichern, diese Art Schoklade kommt für sie nicht ins Produkt. Die Berichte von der Elfenbeinküste sagen was anderes – solange ich da nicht sicher sein kann, verlasse ich mich lieber aufs Fairtrade-Siegel…

Man soll den Unternehmen klar sagen, wenn einem ein Produkt “stinkt”, warum es einem stinkt und dass man es deswegen beim nächsten Einkauf links liegenläßt. Wenn das erstmal ein paar Tausend Verbraucher machen – da ist schnell was dran geändert. Wir haben alle Macht, wir sollten sie nutzen.

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Tag 3: Kittys Cabin: The olde Sweet Shoppe

   Es gibt in Harry Potters  Universum einen Laden, bei dem es mich ganz besonders reizen würde, ihn einmal zu besuchen: Honeydukes in Hogsmeade. Der magische Süßwarenladen…In Kilkenny habe ich einen ganz besonders tollen Laden gesehen, der meiner Vorstellung von Honeydukes sehr nahekommt: Kittys Kabin, nahe am Fluß.

Zwar ist der Laden nicht wirklich magisch, übt aber eine magische Anziehung  alle aus, die Bonbons, Lutscher, Toffees, Kaugummi, Schokolade, Pralinen, Pfefferminzdragees, Gummibärchen oder Geleefrüchte schätzen. Wunderschön präsentiert und mit einer umwerfenden Auswahl ist das ein Laden, der verstehen läßt, warum die Iren täglich 150% meher Kalorien aufnehmen, als es die EU empfiehlt….Ich kaufe mir Rum-Rosinen-Toffees und Maldon Sea Salt-Fudge und bin happy.

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Französische Finessen in Frankfurt

Nein, ein Geheimtipp ist das Maison du Pain (Schweizerstr 63, Sachsenhausen) bestimmt nicht, aber für alle Neufrankfurter oder Münchner Gäste möchte ich den Tipp doch in meinen Blog schreiben.  Der Kaffee ist fantastisch, das Brot frisch und lecker – das allein ist schon eine Rarität in Frankfurt. Denn mit einem verwöhnt einen diese stadt nicht: Gute Bäckereien. Hier hat schon die Kettenindustrie ganze Arbeit geleistet und in der Innenstadt hab ich noch keine Möglichkeit außer Manufaktum gefunden, gutes Brot zu kaufen, wie ich es in München an jeder Strassenecke finde. Wenn jemand gute Bäckereien rund ums Gallus kennt oder die Zeil kennt, mir unbedingt mitteilen, ich geb für Tipps auch gerne einen Äppler aus. (Oder falls das hier jemand von Pfister Brot liest: Bitte!! Macht!! Hier!! in Frankfurt!! einen Laden auf!!!)

Aber zurück zum Maison du Pain. Neben den Brotsorten gibt es auch Tartletts, Eclairs, Charlottes, Tartes, Brioches, Croissants, Macarons oder Petits Fours die auch eine Pariser Gourmetratte wie Remi glücklich werden liessen. Optisch und geschmacklich tadellos – sogar in so exotischen Varianten wie grüne Teecreme und Sesam. Einfach durchprobieren. Nicht zu süß, nicht zu cremig – aber doch ziemlich gehaltvoll. Nach einem Stück Torte bin ich zumindest pappsatt. Das ist fein so, denn günstig ist das Maison du Pain nicht, aber Qualität kostet eben.

Zum Frühstück sitzt man sehr nett in dem kleinen, rustikal eingerichteten Laden. Der Service ist freundlich, unaufdringlich, aber präsent. Es gibt auch eine Terrasse, die aber nichts für Sonnenanbeter ist, denn die Markise wird immer darübergespannt – leider. Das Publikum ist gemischt, Paare aus der Nachbarschaft, Banker im Hollisterfreizeitlook und viele Normalos. Am Wochenende kann es schon mal vorkommen, dass man auf einen Tisch warten muss – reservieren ist angesagt.

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Zuckersüßes München

Eigentlich bringen Touristen München stets mit äußerst deftigen Spezialitäten wie Schweinsbraten, Haxe oder Weißwürsten in Verbindung. Doch das Gegenteil schien richtig zu sein: Münchner lieben es süß. Überall in der Stadt finden sich wunderschöne Süßwarenläden und Cafes mit besonderen Spezialitäten..

Ein besonderer Neuzugang für Schokoholics ist das Chokoin im Lehel. (Triftstraße 4, 80538 München, Tel.: +49 (89) 452 166 52, lehel@chokoin.de, Montag bis Freitag 10:00 – 19:00 Uhr, Samstag 10:00 – 16:00 Uhr, Sonntag 14:00 – 17:00 Uhr). Dort werkelt Sandra Wirth, eine Pattissière, die aus der Spitzengastronomie kommt und sich mit dem eigenen Laden einen Traum erfüllt. Und ein Traum ist auch das, was sie so herstellt: allerfeinste Pralinen und Törtchen, gefüllt mit zarten Cremes, exotischen Fruchtmousses und natürlich mit duftenden Schokoladen-Kreationen. Ergänzt werden die selbstgemachten Köstlichkeiten durch handgeschöpfte Tafel diverser Manufakturen. Der Laden ist ganz puristisch und schlicht gehalten, nur die bunten Pralinenschachteln sorgen für Farbe.

Auf der anderen Seite der Altstadt, in der Maxvorstadt, werden die Münchner Doughnutfans happy. Im Doughnuts und Candies (Georgenstrasse 41, 80799 München, Telefon: 089 / 288 07 116) gibt es im quietschrosa Ambiente quietschbunte Kringel: Mit Pistazienfüllung, mit Orangencreme oder mit Ananas-Kokos-Glasur- jeden Tag etwa 20 Varianten. Wer Salziges bevorzugt hat die Wahl unter reichbelegten Bagels nach originalem New Yorker Rezept. Die unglaublich gute Laune des freundlichen Personals gibt es gratis dazu.
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 07.00 – 22.00 Uhr. Sonn- und Feiertags geschlossen

Das Glockenbach-Viertel pilgert zu einem sehr französisch-verspielten Laden namens Götterspeise (Jahnstraße 30, 80469 München, Tel.: 089 / 23 88 73 74, info@goetterspeise.info, Öffnungszeiten Mo. – Fr 8:00 – 19:00 Sa. 9:00 – 18:00) trinkt dort Chai und Schokolade oder kauft Lemon Tart, exklusive Tee-Sorten, Pralinen und Schokolade. Niedliche Schüsseln, Spielzeug und Kochbücher sollen den Götterspeise-Flair auch nach Hause transportieren. Götterspeise bietet auch Seminare an für alle, die alles über den Genuss von Schokolade wissen wollen. Auf den kleinen Hockern und Bänkchen vor dem Laden sitzen schicke Szenefrauen mit ihren Begleitern, reden über ihre Kurse an der Schauspielschule und die Bedingungen an der Waldorf-Schule.

In Haidhausen dagegen kommt niemand am Cafe Solo an der Preysingstrasse 42 (Mo-Sa 8-22 Uhr) vorbei. Montag bis Samstag sitzen dort die Nachbarn, aber auch Kunden, die für die Kuchen und Quiches der Besitzerin Kristin durch die ganze Stadt fahren. Der Käsekuchen ist vermutlich der beste der Stadt, so cremig, saftig, käsig-süß kommt sonst keiner daher. Sogar Touristen aus New York haben durch Foodblogs von dem Kuchen erfahren und pilgern zum Solo. Dazu wirklich guter Kaffee aus speziellen Sorten wie Blue Elefant – da macht Frühstücken Spaß. Der Wirt ist Graphiker und verkauft sehr sehr süße Postkarten. Eben alles süß, nicht nur die Kuchen!

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