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Touren durch Tel Aviv

Wer Tel Aviv kennenlernen will, fängt am besten am Strand an. Hotels wie das Herods, in dem wir wohnen durften, sind eine super Ausgangsbasis. Von da ist man sofort am Strand, kann schwimmen gehen oder in einer der zahlreichen Strandbars herumlungern. Oder unternimmt einen Spaziergang entlang des modernen Hafenboulevards, der bei den Hotels wie zB. dem Herods beginnt und wo sich Cafes an Cafes reihen, Foodcourts und Boutiquen zum Shoppen einladen.  Ich bedaure, in einer Reisegruppe mit engem Zeitplan unterwegs zu sein – aber im Oktober will ich zurück…
In der entgegengesetzten Richtung muss man erstmal 10 Minuten mit dem Taxi fahren, um ins Shoppingvietel rund um das Suzanne Dellal Center, einer Tanzschule, zu gelangen, an den Rothschild-Boulevard oder zum Carmelmarkt. Noch ein Stück weiter ist der alte Hafen von Jaffa. Wer sich an den Film “Kampf der Titanen” erinnert, mit dem Meeresungeheuer, das die Prinzessin fressen will – die Sage hat genau hier gespielt. Die Steine vor der Küste sind noch die Reste des Titanen, den Perseus dank Medusa-Kopf in Stein verwandelt hat. Aber gefressene Prinzessinen interessieren heute nicht mehr, eher “Was gibt es zu essen?”

1591Jaffa war einst arabische Enklave, das hat sich geändert. Mittlerweile ist die Nachbarschaft gemischt, jüdisch und arabisch. Sehr viele junge Leute suchen hier eine Wohnung, aber die Gegend ist nicht gerade billig. Vermutlich, weil die tollen Läden, die Beachfront und der samstägliche Flohmarkt echte Attraktionen sind. Die mittelalterliche Altstadt mit engen Gäßchen und Treppchen etc ist liebevoll restauriert und lädt zum Bummeln ein. Viele Künstler haben ihre Stände rund um den zentralen Brunnen aufgebaut. Es ist zugegebenermassen touristisch, aber trotzdem wunderhübsch. Wir sind am Abend dort langspaziert, es war noch ein wenig kühl. Aber wir sassen trotzdem draußen und genossen die Küche in einem kleinen Fischlokal. Hübsche Kellner (wie überall)

An nächsten Abend waren wir in einem Lokal, das mir besonders Freude gemacht hat:

1725Eine Baba Yaga ist eine russische Hexe. Diese Hexe gibt einem sehr tolles Restaurant in Tel Aviv ihren Namen. Und nicht nur das: die Bäume des Garten, die Speisekarte etc, alles ist (dezent) mit kleinen Hexen verziert. Das Restaurant war nicht weit von unserem Hotel entfernt. Und wir konnten die gesamte Palette klassischer jüdischer Spezialitäten geniessen, die es in den Steteln des Ostens gab.

Natürlich Gefielte Fisch, eingesalzener Hering, Hähnchenleberpastete, Bortscht, Solyanka, Ente in Pflaumensauce, Gänsebraten…für mich ein Traum, denn viele Gerichte kannte ich aus der Küche meiner polnischen Großmutter. Für alle, die es nicht ganz so rustikal mögen, gibt es auch viele Seefoodspezialitäten, italienische Pasta und Salate. Für mich ist das Baba Yaga ein perfekter Vertreter für die die reiche kulinarische Szene in Tel Aviv, in der sich Tradition mit neuen Einflüssen mischt und alles in wunderbaren Lokalen zusammenkommt. Wer Lust auf wirklich jüdisches Essen hat, ist hier an der absolut richtigen Adresse.

Märkte sind immer ein zweischneidiges Schwert im Urlaub, einerseits toll zum Ansehen, aber so richtig einkaufen kann ich nicht, denn wo soll ich die Sachen zubereiten? Auf dem Hotelzimmer über einem Gaskocher ist keine Lösung. Egal. 1686 - KopieDer Carmel-Markt im Herzen Tel Avivs ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Unbedingt die Dim Sum in der Marktmitte probieren. Es gibt viel Frittirtes, Falafel, Teigkringel oder ein Hefegebäck, das an Krapfen erinnert, aber pikant mit Lammhack gefüllt ist. Extrem süßes Halwa, gepresste Blöcke aus Zucker und Sesam, gibt es in Varianten von Pistazien (traditionell) bis zu Smarties (nicht traditionell), Obst und Gemüse in jeder Variante. Viele Gemüse sind in Israel angebaut und wunderbar frisch. Baklava ist lecker,  mir aber immer zu süß. In einer Parallelstrasse des Marketes gibt es jede Menge Coffeshops und Healthfoodstores. Ich bestelle mir einen Cold Brew, die neuen Kaffeetrends sind also auch schon nach Israel gedrungen. Um mich rum alles voller Hipster und  ich fühle mich wohl. Am Nachbartischchen lerne ich eine junge Mutter mit ihrer Kleinen kennen, die Kleine übt gerade erste Schritte und ist gut gelaunt und das ganze Viertel scheint sie zu kennen, jeder grüßt und bleibt für einen Ratsch. Ich beschließe, jetzt doch Hebräisch zu lernen (noch nicht umgesetzt) :)

 

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Auf einen Kaffee mit Katze

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In Japan sind die Wohnungen oft zu klein, um Haustiere zu halten, die größer als ein Hamster sind. Was aber, wenn jemand Katzen liebt? Und wer liebt keine Katzen? Auch in Japan. Dort sind Katzen “kawaii” – niedlich. Alle lieben sie. Und die Japaner sitzen gern gemeinsam in Cafés. Und deswegen kamen clevere Geschäftsleute auf die Idee, Café und Katzen zu kombinieren. Katzencafes. Dort kann man – wenig tierfreundlich – eine Katze bestellen, die dann dem Kunden zur Verfügung zu stehen hat, ob sie nun gestreichelt werden will oder nicht. Keine Ahnung, wie die Japaner das machen. Vielleicht geben sie den Katzen Beruhigungsmittel, ich kenne nur Katzen, die einem was “erzählen” würden, wenn man sie zu einer Wohltat zwingt.

IMG_1957Hier in Deutschland machen Katzencafes Schule. Allerdings in der Katzen-freundlichen Variante, bei der die Katzen nicht gezwungen sind, sondern freiwillig kommen. Oder auch nicht. Hochheben auf den Schoss etc darf man auf alle Fälle nicht – das finde ich gut. Ich war jetzt als großer Katzenfan im Cafe Schnurrke in Köln, einem der ersten Katzencafes in Deutschland. Es war wirklich , wirklich nett und hat mir viel Freude bereitet. Meine Freunde haben sich zwar kaputtgelacht, dass ich auf allen Vieren mit den Katzen im Cafe gespielt habe, aber das machen dort alle. Naja fast.

IMG_1960Das Cafe hat einen leicht asiatischen Einschlag, es ist japanisch karg, aber gemütlich eingerichtet, die paar Plüschsessel werden von den Katzen liebevoll “nachgestylt” und bearbeitet. Stört hier niemanden. Das Essensangebot ist klein, aber fein. Und – katzenfreundlich  – vegetarisch. Belegte, gegrillte Sandwiches, Kuchen wie Zitronentarte, Karottenkuchen, Schokoladentorte. Alles hervorragend. Am Wochenende kann man für 7,90 euro ein kleines Frühstück ordern. Da würde ich mir ein wenig mehr Auswahl wünschen. Vegetarische Aufstriche, mehr Brotsorten, Eiervarianten … sowas halt. Ich mag nämlich keinen Käse – und nur davon gibt es reichlich. Ich werde das nächste Mal eben ein Stück Kuchen nehmen.

IMG_1953Die Katzen, vier an der Zahl, kamen zwar ihren Gastgeberpflichten nach, aber gaben nur kurze Gastspiele – es war einer der ersten sonnigen Tage und sie saßen lieber in ihrem Freigehege im Hof in der Sonne. Ich kann es ihnen nicht verdenken. Denn damit die Katzen ihre Ruhe haben, gibt es einen Extraraum und auch einen Innenhof, zu dem die Gäste keinen Zutritt haben. Aber sie kamen gnädig immer mal wieder vorbei und liessen mit sich spielen. An den Wänden hängt jede Menge Katzenspielzeug, das (sehr nette) Personal gibt Tipps, was die Katzen mögen “zusammengeknüllte Papierbällchen herumschnipsen” und so hat man viel Spaß bei der Interaktion.

Das Schnurrke liegt in Gehnähe des Kölnerhauptbahnhofs in der Ritterstrasse 27 im Eigelsteinviertel. Geöffnet ist es Dienstag bis Sonntag von 11-19 Uhr, Tel 0221-84 61 79 80

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Warum ich keine Lust mehr auf McDonald’s habe

20140330-140433.jpgMcDonald’s kämpft derzeit mit einem Kundenschwund. Es gehen immer weniger Menschen dort essen, immer weniger wollen die Burger haben. Mir geht es genauso. Natürlich ist es vermessen, die eigenen Erfahrungen als Pars pro toto zu setzen und als Maß aller Dinge zu sehen. Aber ich hab festgestellt, ein recht guter Trendindikator zu sein, wenn ich was mache, machen das viele. Vorneweg: ich glaube nicht, dass man mit Erweiterung vom Salatsortiment oder mit Grünkohl noch wen hinter dem Ofen vorholt. Man geht einfach nicht zu McDonald’s, um Salat zu essen. “Komm wir gehen zu Mc Donald’s, lecker Salat essen” Kein Mensch, niemals. Zu Mac geht man, wenn man schnell was Warmes braucht, wenn man Bock hat relativ günstig was zu essen, was den Hunger stillt. Es ist bei mir meist auf Reisen so. Aber mittlerweile gibt es in jedem größeren Bahnhof so viel bessere Angebote – da muss ich nicht (mehr) zu McDonald’s.

Ich denke, dass das Angebot an gutem, tollen Fast Food, an Burritos, Wraps, chinesischen Gerichten, an Falafel mit Hoummus, frisch gegrillten Chiabattas, Dim Sum oder Curries etc, so gut geworden ist, dass es immer McDonald’s um Längen schlägt. Sogar auf dessen Homeground…

Denn: Fastfood? Das geht doch viel besser!

Wenn ich Lust auf einen Burger habe, muss ich nicht mehr zu McDonalds. das können andere besser. Wenn schon sündigen, dann ein richtig geiler, hausgemachter Burger, der richtig gut schmeckt, so wie bei Whats Beef oder bei den Beef Brothers. (die Fette Kuh in Köln, die gigantisch sein muss, will ich noch testen) Frisches Fleisch, hausgemachte Saucen, frische, angeröstete Burgersemmeln, originelle Kombos mit Pesto, Ruccola, Mozzarella oder echter Cheddar und viel in Bioqualität etc. – alles aber nicht so übertrieben fettig – außer man will es so. Man hat eben die Wahl. Das hab ich alles bei McDonalds nicht. Auch Versuche Richtung Gourmet sind echte Fettbemmen. Burger mit zwar Simmentaler Rind, aber mit Speck und Mayo und einem fettigen Rösti – 759 Kalorien und es würgt mich beim Drandenken. Der andere Aktionsburger hat zwar bunten Salat drauf, aber doppelt Käse und Käsesauce und Senfsauce – mit 725 Kalorien kaum weniger mächtig. Wer soll das denn essen?

Sonderwünsche? Wie denn?

Ich kann mir den Burger nicht selber zusammenstellen. Und selbst wenn ich könnte, womit denn? Vollkornbrötchen? Fehlanzeige. Alternativen zu den Mayosaucen? Fehlanzeige. Alternative Salate wie Ruccola? Fehlanzeige. Weitere Beläge auf den Fleischpatties wie karamelisierte Zwiebelringe, gegrilltes Gemüse? Fehlanzeige. Truthahnburger? Fehlanzeige. Beilagen? Pommes oder gekringelte Pommes. Oder Salat. Süßkartoffel-Fritten? Bratkartoffeln? Zwiebelringe? Gemüse? Gibt es natürlich auch alles nicht. In Amerika verliert McDonald’s Kunden an die noch billigere Konkurrenz, hierzulande macht es einfach die bessere Konkurrenz.

Und: McDonald’s nervt: ob ich Standdardware bestelle oder einen Sonderwunsch – egal, ich muss warten. Aufreizend langsam schlendern die Thekenkräfte gemächlich zu den Pommes…oh, leer, na dann hängen wir doch ne Schale rein…als ob das nicht der machen könnte, der gerade die letzte Schippe genommen hat. Wer zu Mc Donald’s geht, will schnell bedient werden. Eigentlich sofort. Und dann nicht auf Essen oder Milkshake oder Burger warten. Wobei, wenn ich meine Wünsche mit den Sonderwünschen hätte, ginge es womöglich noch langsamer. Aber ich stelle mir das so vor wie bei Chipotle Grill oder Subway. Basis ist Burger und ich sage, was ich drauf oder drunter kriege. Wäre sehr cool. Und schnell. Oder wie bei Vapiano. Wo ich sehe, was mir gerade zubereitet wird.

Mir fällt echt kein Grund ein, warum ich noch zu Mc Donalds wollen sollte.

 

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Ein Wochenende im Foodie-Himmel

fish+artEin Sandwich mit Sou-Vide in Cidre geschmortem Steak und stundenlang karamelisierten Zwiebeln, handgemachte Gourmet-Marshmallows, Pulled Pork Sandwiches, peruanische Kroketten, libanesische Meze, sizilianische Reisbällchen, senegalesische Küche, Surf’n’nTurf-Burger. Der Kölner Sternekoch Saloum Raphael Doucouré  wird unter “Ralphs BBQ” eigens von ihm für das Festival kreierte Sandwiches anbieten. “Eines davon ist ein veganes Smoked Green Earth Sandwich. Das Highlight von Raph’s BBQ ist das 24h in Dark Beer marinierte und 6h Sous Vide gegarte U.S. Flanksteak auf Landbrot mit Wasabi Creme Fraiche, Gurken-Senf Relish und Whisky Schmorzwiebeln.” Ich denke, dieses Wochenende werde ich 4 Kilo schwerer – denn es ist Street Food Festival in Düsseldorf.

cidre+steakIn letzter Zeit ist die Auswahl an “Fast Food” nachgerade explodiert, noch nie gab es so viele, so exotische Gerichte, die überall in unseren Großstädten angeboten werden. Und die Qualität ist der Hammer, slow food, das ganz fix über die Theke geht, wie genial!! Ich finde es herrlich. Viele der Teilnehmer sind mit ihren Essenständen aus Berlin angereist, ich bin total gespannt auf die Köstlichkeiten von etwa Fräulein Kimchi oder Pan Kowalski. Die Ban Mihs aus Düsseldorf kenn ich schon und auch mit schwedischen Zimtschnecken wird man mich nicht locken können. Wenn, dann maximal exotisch, was ich eben sonst nicht jeden Tag esse…Garantiert werde ich bei Big Hug Barbeque die Spare Rips probieren: Sechs Stunden in Eschen- und Eichenrauch gegarte fleischig zarte Spareribs und selbstgemachte Saucen ausschließlich aus natürlichen Rohprodukten hergestellt. Wer kann dazu schon nein sagen? Ich sicher nicht.

Street Food Festival

Nächstes Event am Samstag, 7. März, 12-22 Uhr & Sonntag, 8. März, 12-20 Uhr

3€ Eintritt
Stahlwerk
Ronsdorfer Str. 134
40233 Düsseldorf

Wen von euch treffe ich da?

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Klein Japan in Düsseldorf – Ramen im Takumi

Es ist ein regnerischer Mittag und ich habe Lust auf was Warmes im Bauch.  Eine Suppe wäre jetzt recht. Und da führt mich mein Weg in die Düsseldorfer Immermannstrasse 28, zu Takumi, keine 5 Gehminuten vom Düsseldorfer Hauptbahnhof. Ich spare mir damit etwa zehn Flugstunden, denn mit dem Eintritt in das Lokal verlässt man Deutschland und betritt japanischen Boden. An den Wänden Werbung auf Japanisch, die Keller lächeln und sagen “Arigato” statt Danke – die meisten können wirklich kein Deutsch, bestenfalls Englisch. Die Einrichtung ist schlicht und schmucklos – und absolut authentisch. Aus den Boxen krawallert japanische Popmusik mit diesen kiksigen Stimmchen, an den Tischen sitzen Japaner und schlürfen die Suppen in sich rein. Man kann in die Küche sehen, dort werkeln die Köche an riesigen Suppentöpfen, kochen Nudeln, braten Gyozas oder frittieren Hühnerstücke, die es als Beilage zur Suppe gibt. Auf den Tischen stehen mittags Karaffen voller Eistee, den es gratis gibt.

IMG_1294Es ist wunderbar. Es behaupten ja alle, das Naniwa wäre der Nudelsuppenhit in Düsseldorf, deswegen stellen sich dort alle brav an. Ich muss gestehen, mir persönlich ist das Takumi lieber. Die Nudeln kommen direkt aus Sapporo, 145 Gramm pro Suppe “der Takumi Standard” lobt die Speisekarte – die Karte ist eines der wenigen Dinge, die es auch auf Deutsch gibt. Ich nehme sowieso immer das Gleiche: Ramen mit Shoyu-Brühe und dazu Gyozas. Es gibt, das hab ich jetzt in Düsseldorf gelernt, grundsätzlich drei verschiedene Grundbrühen: Shoyu auf Sojasaucenbasis, Salzbrühe mit relativ wenig Eigengeschmack, für die verschiedene Salzsorten gemischt werden und Misobrühe, die laut Takumikarte bei den Gästen am beliebtesten ist. Mir persönlich schmeckt die Shoyu am Besten, ich mag den brühigeren Geschmack zu Nudeln lieber als das leicht hefige Aroma des Misos. Ich bin da irgendwie altmodisch. In Japan selbst ist Shoyu-Brühe auch die beliebteste Sorte. Salzbrühe ist was für Kenner, die bringt den Nudelgeschmack sehr klar zu Geltung.

Beim ersten Besuch hab ich unauffällig geschaut, wie die Asiaten eigentlich die Nudeln essen – es gibt zwei Varianten, entweder den Kopf nah an den Pott und reinsaugen oder – dafür hab ich mich entschieden, die Nudeln in kleinen Portionen auf den riesigen Löffel häufen, Brühe dazu und so essen. Weniger Sauerei. Ramen-Suppen von Takumi sind mitterweile mein Leibgericht, ich esse nichts lieber als das. Allein dafür bin ich meiner neuen Heimat Düsseldorf sehr dankbar.

Wer will, kann das Essen auch tiefgefroren mitnehmen und zu Hause nachkochen, aber ich finde, der Spaß der “Reise nach Tokio” ist die halbe Miete beim Nudesuppenessen. Zumal die Preis im Lokal echt okay sind, die Ramen mit Gyoza und Freitee kosten 12,50 Euro und machen pappsatt.

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San Giorgio – der griechische Hotelhimmel

Mykonos ist Das Griechenland, dass man sich in Urlaubsträumen vorstellt. Blauer Himmel, türkises Meer, die Häuser Weiß und blau, jetzt im Frühling voller pinker bougainvilla und rotem Mohn. Grüne Hügel, immer von ein wenig Wind umweht. Perfekt. Ein Hauch der alten Hippie-Relaxtheit, die die Insel seit den Siebzigern berühmt gemacht hat, ist immer noch da, trotz turmhoher Kreuzfahrtschiffe im neuen Hafen. Mykonos ist wunderschön.
Hinkommen ist einfach, ich mit Germanwings direkt von Köln/Bonn geflogen, im Sommer gibt es auch direkte Flüge mit Airberlin aus Düsseldorf.
Ziel meiner Reise war ein Hotel, das San Georgio, das ich im Rahmen einer Einladung besuchen durfte. Das war klasse, denn so Schön wie Mykonos ist auch das Hotel am Strand, zwischen Paragas und Paradise Beach. Auf Paradise Beach liegt die Clubmeile, der führende Club ist der Paradise Club, einer der Top 20 dieser Erde, der den gleichen Besitzern gehört wie das San Giorgio. Und eigentlich war das Hotel nur ein Nebeneffekt, eine Wohnmöglichkeit für DJs und Gäste.
Aber was für eine. Das Hotel wurde als Save Haven für all die schöne Partycrowd konzipiert, fernab von gewöhnlichen Standards.Das Personal ist durchgehend schön, total freundlich und hilfsbereit. Hängematten und liegebetten am Pool, Lockere Sitzgelegenheiten überall statt steifer Lobby. Emanuelle Pfauenstuhl, Acapulcochairs, Designertische und weiße Macs mischen sich mit Fundstücken aus Griechenland, geflochtenen Matten und Teppichen aus maisstroh, schönen Kissen von “rock the Kashbah” aus Paris. Wenn es einen Platz gibt, einen glitzernden Kaftan zu tragen, dann hier. Das Hotel hat hohe Umweltstandards, das gefällt mir. Auf einer Insel, auf der Wasser ein wertvolles Gut ist, sollte man das nicht aus den Augen verlieren. Die griechische Regierung gängelt Hotels mit irren Auflagen, verlangt, dass Bettwäsche und Handtücher täglich gewechselt werden.

Der Pool ist ungeheizt und mit frischem Meerwasser gefüllt. Ich traue mich als einzige rein und finde es herrlich. Jetzt in der Vorsaison war es sehr ruhig und gemütlich, ich kann mir aber vorstellen, das es sich im Sommer ein wenig ändert, wenn ab Nachmittag der Strand zum Schwimmen, bräunen und zur Party ruft und das San Georgios voll besetzt ist. Da werden sicher die Beats der DJs auch das Hotel erreichen – aber das ist ja nicht das Schlechteste, schließlich legen im Paradise Club die besten DJs der Welt auf. An der familiären Athmosphäre wird sich dennoch nicht viel ändern, beim Essen an langen Tafeln kommt man sich näher und die Menschen, die ein Hotel wie das San Giorgio buchen, sind vermutlich ein ähnlicher Menschenschlag. Wer hier mit seinem Handtuch eine Liege besetzt, ist ganz sicher falsch. Entspannt bitte. Keine Nervereien im Urlaub. Und auf der Nachbarliege liegt vermutlich Avicii oder David Guetta. Cool.

Fernseher im Zimmer sind auch Fehlanzeige, aber ehrlich, ich hab das Tv nicht vermisst. Wann denn? Tagsüber wird am Strand relaxt oder in Mykonos Town geshoppt oder eine der nahen Inseln wie Delos oder Santorini besucht, abends geht es zum Essen und dann in die wunderbaren Clubs der Insel. Braucht das Paradies Tv? Wer’s gar nicht lassen kann, der kann via Wifi im Internet streamen, das geht, wir haben mal kurz beim Grand Prix und Germanys Next Top Model finale reingezappt. So sans, die Blogger.

Aber das ist eigentlich echt eine Sünde. Das Hotel ist dazu da, zu genießen. Zeit zu haben.
Zum Frühstück gibt es ein kleines Buffet, der Rest wird frisch ala Carte zubereitet. Griechischer Joghurt mit Honig, Nüssen und Früchten, Omelette mit Feta, Basilikum und Zwiebeln, Gegrillter Haloumi, pochierte Eier auf Avocados und Tomaten. Toll. Geht nicht besser. Auch mittags und abends bietet das Küchenteam griechische Küche auf hohem Standard an. Was mir ein wenig fehlt, ist ein SPA, aber da wird drüber nachgedacht. Gut.
Ich werde sicher im Sommer ein verlängertes Wochenende wiederkommen, um mich voll ins feiern zu stürzen. Als Hotelgast ist man Vip im Club, das wird ausgenutzt.

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Das Land, wo Vla und Ernusssauce fließen

 

Neulich war ich mit einer Freundin, der wunderbaren Frau Maja, in Venlo. Das ist ja für mich als Bayer in Düsseldorf etwas ganz Neues: schnell mal nach Holland. Holland war natürlich schon früher megainteressant und sowas was wie das Paradies der Toleranz (coffeeshops!) ich bin früher häufig nach Österreich über die Grenze gefahren – das ist in Bayern sehr nah – nur die Schillinge und die knallorange Farbe der Limonade haben daran erinnert, dass man hier im Ausland ist. Und das Essen und vor allem die Mehlspeisen sind generell besser, aber das war mir als Teenie egal. Und Knallbunt sind hier das Essen und die Getränke in Venlo auch. Mit dem Zug von Düsseldorf erreicht man Venlo bequem. Der Bahnhof ist an der Peripherie der malerischen Altstadt, so sind wir in Nullkommanichts in der Innenstadt. Schön ist es hier, idyllisch. Da macht es auch nichts, dass es regnet. Frau Maja gibt mir einen Crash Kurs im holländischen Fast Foot. Das ist der lecker und sehr frittiert. Wir kehren bei der Fritteuse ihres Vertrauens (Center Snacks, Lomstrstraat 44) ein, Pommes mit allem, Sate-Spießchen mit Erdnusssauce, Frikandel, Hühnchensticks mit Chillisauce, dazu ein Johannisbeer-Fanta. Kalorienhalali! Es schmeckt natürlich gut, aber so fettig reicht mir das für das kommende halbe Jahr. Ich schwöre mir, ich will mal eine echte Reistafel essen gehen in Holland – kommt wer mit? Davon habe ich schon Wunderdinge gehört. 20140502-091925.jpg Wir bewundern kurz die malerische Altstadt, machen Spassfotos auf dem Thron vor dem Rathaus, dann ist schon wieder Essen dran. In der Venloer Filiale der “zwei Brüder” werden meine Augen groß und größer. Sowas habe ich selten erlebt. Das Land, wo der Pudding in Strömen fließt. Vla in allen Variationen und Geschmacksrichtungen. Wer es nicht kennt: Vla ist Pudding in der Konsistenz zwischen Vanillesauce und Pudding und schmeckt besser als alles, was das deutsche Kühlregal in dieser Art zu bieten hat. In Liter-Tetrapacks warten Himbeere, Erdbeere, Mandel, Sahne, und natürlich die Klassiker Vanille und Schokolade. Wer sich nicht entscheiden kann, für den gibt es Doubble-Vla, bei der zwei Sorten getrennt aus der Packung fließen, toll. Eine unüberschaubare Vielfalt. Dazu knallbunte Käse, mit rot Chilli, grün mit Wasabi oder sogar ein schlumpfblauer Käse wird angeboten. Leider ohne Etikett, was denn die Geschmacksrichtung sein soll. Ich tippe ja auf Lakritz. Wir testen ihn nicht. Bier gibt es mit Kirsch, Banane, mit Ingwer und Ananas. Trappistenbier aus Belgien und verrückte Sorten von überall her. Irre, was eine Stunde S-Bahn ausmacht. Eine riesige Abteilung bietet alle Ingredienzien für die asiatische Küche, ein koloniales Erbe. Ich kauf mir ein bisschen was, schließlich bin ich mit dem Zug da,nehm mir aber vor, mal nur zum Großeinkauf zu kommen. So wie der Rest. Aber viele Deutsche häufen sich die Einkaufswägen voll. Vor allem mit etwas, was ich persönlich nicht mag und das ist Lakritze. Bitte bleibt mir vom Leib damit. Wozu auch, wer es Süßigkeiten aller Farben (logisch) und Geschmacksrichtungen gibt? Mir hat es vor allem die Nerd-Abteilung angetan, angrybird und candycrush- Bonbons. Kannst du sie nicht abschießen, iss sie auf :)

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