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Düsseldorfer Hipkombi: Burger trifft Joghurteis

yomaroIch bin ja noch relativ neu in Düsseldorf, aber mir sind so ein paar Sachen aufgefallen: Alle Düsseldorfer lieben Burger und Joghurteis. Für nichts wird so angestanden wie für diese zwei Grundpfeiler der Hipsterernährung. Und beides gibt es hier in Superqualität. Jetzt gibt es in einem meiner Lieblingsläden, dem Toykio, in dem ich immer kleinen Blödsinn von Tokidoki kaufe, eine Kombination aus allem: Yomaro Frozen Yogurt trifft Toykio Gallery & Coffee. Das Toykio ist ein genialer Laden mitten im japanischen Viertel. Man kann dort Popartkunst erwerben, kleine japanische Spielzeugfiguren und bekommt eine der besten hausgemachten Limonaden der Stadt.

Und ab jetzt eben auch noch Frozen Yogurt. Dann wächst zusammen, was zusammengehört und es gibt endlich das Frozen Yogurt auch mit Macaronbröseln.

Yomaro Gründer Matthias Rombey und Kunstsammler Selim Varol freuen sich sehr über die Kooperation. Der schicke und puristische Stil von Yomaro passt perfekt ins designorientierten Szene-Konzept aus Galerie, Café und Shop. „Es war schon immer mein Traum YOMARO auf die Immermannstraße zu bringen. Wir sind super glücklich und sehr stolz, dies nun gemeinsam mit der ,Toykio What’s Beef Family‘ umzusetzen”, so Matthias Rombey.

Am Samstag lädt die neue Szene-Collaboration  zur großen Free-Frozen-Yogurt-Party ein.

Wo? Toykio, Immermannstraße 18, 40210 Düsseldorf.

Aus gegeben Anlass gibt es am selben Tag in der Schwester Lokation des Toykio, im What’s Beef 2 Häuser weiter ein ganz besonderes Spar Menü. Die besten Burger und dann Kostenlos Frozen-Yogurt. I like und werde sicher mal vorbeiradeln.

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Einkaufen in Mykonos

So schön das Hotel auch ist, immer nur im uns am Pool liegen -nö. Ich hatte schon vorab gelesen, dass es sich lohnt, Mykonos Stadt einen Besuch abzustatten. Denn Mykonos ist mehr als eine Touristenfalle. Es ist das griechische Ibiza und die Feierwilligen wollen auch die entsprechenden Outfits haben, um in den schicken Clubs und Bars der Insel eine gute Figur zu machen. So sind die Boutiquen in Mykonos Stadt perfekt aufs anspruchsvolle Publikum eingestellt, dass zunehmend auch aus Fernost kommt und mit gigantischen kreuzfahrtburgrn vor der Insel halt macht. Louis Vuitton, Chopard haben eigene Shops, es gibt alles von Chanel bis Louboutin. Gemischt mit cooleren Läden, in denen ein sehr relaxter Schick angeboten wird, auch viele griechische Designer (dazu mehr in einem extra Artikel)
Derzeit sind die bunten gehäkelten Beutel Mochitas aus Kolumbien in, es gibt sie in vielen Boutiquen der Insel, auch die flachen Sanalen gibt es überall, sie werden in Griechenland hergestellt. Sie sind sehr bequem, rund 60 Euro kostet ein Paar. In ein, zwei Geschäften kann man sich T-Shirts bedrucken lassen. “Eat, Love, Party” und dergleichen mehr….äh, ja. Nein.

Die Läden zu finden ist nicht schwer, es gibt eine Hauptstraße Matogianni,, von der gehen kleine Seitenstraßen ab, alles auf einem relativ kleinen Gebiet. Ich kaufe mir erst bei einer Ben&Jerry Filiale das Kultgetränk der Einheimischen, Cappuchino Feddo, kalter, mit Zucker aufgemixter Kaffee auf Eiswürfeln mit eine dicken Schicht Milchschaum, und los gehts ins Einkaufsparadies.

Coole Bikinis, Tahiti Oil, nette Beachtaschen und alles, was am Strand noch schöner macht, gibt es bei beachhouse in der Matogianni 33

Emmy Monaco, Tria Piquadia, ist High End. Louboutin, Edeltaschen, wunderschöne Kaftane. Ich schau’s mir an, das ist definitiv eine Inspiration, aber kaufen kann ich mir hier nix.

Chora, Fl.Zouganeli Str. 43, ist ein wunderschöner Läden, sehr geschmackvolle Möbel und Wohnaccessoires im mediterranen Stil. Ein bisschen Mykonos, ein bisschen Shabby Schick. Ein Traum. Wer auf Mykonos ist und ein bisschen Budenzauber für daheim mitnehmen will, der ist hier richtig.

Direkt gegenüber ist VP Jewellery. Ich hab mir dort einen riesigen Rubelitring gekauft, der aussieht wie 200.000 Euro, aber 200 gekostet hat. Besser so als andersrum. In dem laden könnte ich mich doof kaufen. Da ist aber nicht doof bin, belasse ich es bei dem Ring.

Aber es gibt es viele tolle Läden: Free Shop, Ekaterini, Sostris, ex-tasy (ein Hippie-Laden), Nomad, Thala Jewellery.

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San Giorgio – der griechische Hotelhimmel

Mykonos ist Das Griechenland, dass man sich in Urlaubsträumen vorstellt. Blauer Himmel, türkises Meer, die Häuser Weiß und blau, jetzt im Frühling voller pinker bougainvilla und rotem Mohn. Grüne Hügel, immer von ein wenig Wind umweht. Perfekt. Ein Hauch der alten Hippie-Relaxtheit, die die Insel seit den Siebzigern berühmt gemacht hat, ist immer noch da, trotz turmhoher Kreuzfahrtschiffe im neuen Hafen. Mykonos ist wunderschön.
Hinkommen ist einfach, ich mit Germanwings direkt von Köln/Bonn geflogen, im Sommer gibt es auch direkte Flüge mit Airberlin aus Düsseldorf.
Ziel meiner Reise war ein Hotel, das San Georgio, das ich im Rahmen einer Einladung besuchen durfte. Das war klasse, denn so Schön wie Mykonos ist auch das Hotel am Strand, zwischen Paragas und Paradise Beach. Auf Paradise Beach liegt die Clubmeile, der führende Club ist der Paradise Club, einer der Top 20 dieser Erde, der den gleichen Besitzern gehört wie das San Giorgio. Und eigentlich war das Hotel nur ein Nebeneffekt, eine Wohnmöglichkeit für DJs und Gäste.
Aber was für eine. Das Hotel wurde als Save Haven für all die schöne Partycrowd konzipiert, fernab von gewöhnlichen Standards.Das Personal ist durchgehend schön, total freundlich und hilfsbereit. Hängematten und liegebetten am Pool, Lockere Sitzgelegenheiten überall statt steifer Lobby. Emanuelle Pfauenstuhl, Acapulcochairs, Designertische und weiße Macs mischen sich mit Fundstücken aus Griechenland, geflochtenen Matten und Teppichen aus maisstroh, schönen Kissen von “rock the Kashbah” aus Paris. Wenn es einen Platz gibt, einen glitzernden Kaftan zu tragen, dann hier. Das Hotel hat hohe Umweltstandards, das gefällt mir. Auf einer Insel, auf der Wasser ein wertvolles Gut ist, sollte man das nicht aus den Augen verlieren. Die griechische Regierung gängelt Hotels mit irren Auflagen, verlangt, dass Bettwäsche und Handtücher täglich gewechselt werden.

Der Pool ist ungeheizt und mit frischem Meerwasser gefüllt. Ich traue mich als einzige rein und finde es herrlich. Jetzt in der Vorsaison war es sehr ruhig und gemütlich, ich kann mir aber vorstellen, das es sich im Sommer ein wenig ändert, wenn ab Nachmittag der Strand zum Schwimmen, bräunen und zur Party ruft und das San Georgios voll besetzt ist. Da werden sicher die Beats der DJs auch das Hotel erreichen – aber das ist ja nicht das Schlechteste, schließlich legen im Paradise Club die besten DJs der Welt auf. An der familiären Athmosphäre wird sich dennoch nicht viel ändern, beim Essen an langen Tafeln kommt man sich näher und die Menschen, die ein Hotel wie das San Giorgio buchen, sind vermutlich ein ähnlicher Menschenschlag. Wer hier mit seinem Handtuch eine Liege besetzt, ist ganz sicher falsch. Entspannt bitte. Keine Nervereien im Urlaub. Und auf der Nachbarliege liegt vermutlich Avicii oder David Guetta. Cool.

Fernseher im Zimmer sind auch Fehlanzeige, aber ehrlich, ich hab das Tv nicht vermisst. Wann denn? Tagsüber wird am Strand relaxt oder in Mykonos Town geshoppt oder eine der nahen Inseln wie Delos oder Santorini besucht, abends geht es zum Essen und dann in die wunderbaren Clubs der Insel. Braucht das Paradies Tv? Wer’s gar nicht lassen kann, der kann via Wifi im Internet streamen, das geht, wir haben mal kurz beim Grand Prix und Germanys Next Top Model finale reingezappt. So sans, die Blogger.

Aber das ist eigentlich echt eine Sünde. Das Hotel ist dazu da, zu genießen. Zeit zu haben.
Zum Frühstück gibt es ein kleines Buffet, der Rest wird frisch ala Carte zubereitet. Griechischer Joghurt mit Honig, Nüssen und Früchten, Omelette mit Feta, Basilikum und Zwiebeln, Gegrillter Haloumi, pochierte Eier auf Avocados und Tomaten. Toll. Geht nicht besser. Auch mittags und abends bietet das Küchenteam griechische Küche auf hohem Standard an. Was mir ein wenig fehlt, ist ein SPA, aber da wird drüber nachgedacht. Gut.
Ich werde sicher im Sommer ein verlängertes Wochenende wiederkommen, um mich voll ins feiern zu stürzen. Als Hotelgast ist man Vip im Club, das wird ausgenutzt.

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Mein Traum vom Urlaub…

So ist die Ägais zum Träumen...

So ist die Ägais zum Träumen…

Jeder hat Traumdestinationen, zu denen er unbedingt hinwill. Und gerade jetzt, wenn der Winter so richtig fies wird, beginne ich immer, mir auszumalen, wie es wäre, jetzt woanders zu sein… in den kommenden Tagen werde ich meine Traumdestinationen vorstellen. Mal ganz nah, mal ganz fern.

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Neues heißes Eisen im Bahnhofsviertel

20131206-173554.jpgDie Jungs vom IMA haben ein neues Eisen im Feuer: Das Maxie Eisen in der Münchner Strasse 18 im Bahnhofsviertel.  Ein sehr cooler Neuzugang im Stile eines amerikanischen Deli. Deswegen mischen sich auch jüdische Spezialitäten in die Karte. Matzo Ball Soup, Kreplach, Pastrami Sandwich. Ein guter Mix im Multikulti des Bahnhofsviertels. (Auch wenn mich dessen Ur-Einwohner nun schelten werden, sehen sie jedes coolere, schickere Lokal doch als weiteren Beleg der Gentriinfizierung)

20131206-173603.jpgDie Küche ist offen, das schafft Vertrauen. Ich habs heute nur gesehen und wollte euch mitteilen, dass es existiert, testen gehe ich ein andermal. Es ist noch so neu, dass die Speisekarten erst heute geliefert wurden und auf der Webseite noch nichts zu sehen ist. Aber ich bin ziemlich sicher, das kann was. “Gute Zutaten, frisch auf den Punkt gekocht, ein gemeinsames Essen, ein Lokal zum Treffen und Wohlfühlen”. So das Konzept. Fein.

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Rezept ohne Rezept für Pizza

Optisch nicht der Burner, aber geschmacklich ganz weit vorn.

Optisch nicht der Burner, aber geschmacklich ganz weit vorn.

Ich ess gerne Pizza, aber Tiefkühlpizza läßt mich kalt, auch ,wenn die “schmecken wie beim Italiener”. Wenn ein italienisches Restaurant so eine Pizza vervieren würde, tät ich den Wirt verklagen. Und Bringdienstpizza bringt es meist auch nicht, zuviel Käse, zuviel alles – ist dem Geschmack der Masse geschuldet, die Masse will und bekommt, aber das ist nicht meins.

Bleibt selbstmachen. Damit man sie gut hinbekommt, gibt es einige Tricks.

Ich verwende 550 Mehl, manchmal mit Dinkelmehl gemischt. Ich rechne immer so grob 200 Gramm Mehl pro Person. also 400 -500 Gramm Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte einen Würfel Hefe bröseln, eine sehr gute Prise Meersalz und einen Teelöffel braunen Zucker dazu. Ich stelle mir jetzt ein Kännchen lauwarmes Wasser dazu, das ich (Trick 1, weil man einfach keine fixe Wassermenge bestimmen kann) nach und nach einarbeite, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt, sondern schön glatt ist. Dann füge ich einen Schuß Olivenöl dazu und knete das gut unter.

Den fertigen Teig aufgehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.

Zeit für den Belag:

I2013-11-23 17.19.23ch brate blättrig geschnittene Pilze in einem Schuss Olivenöl mit Oregano an. Manchmal, wenn ich Lust auf Fleisch habe, kommt 150 Gramm mageres Hackfleisch dazu, eine gute Prise Chilli. Ist die Flüssigkeit der Pilze oder der Pilz-Hackfleischmischung verdampft, kommt sie in eine Schüssel (Trick 2, der verhindert, dass der Belag den Teig durchmatscht). In der heißen Pfanne eine Dose Pizzatomaten anbraten, die Flüssigkeit verdampfen lassen, nach Geschmack mit Salz und Pfeffer abschmecken, Kräuter nach Wahl zugeben. (italienische TK-Kräuter, frisches Basilikum gehackt)

Einen Büffelmozzarella zerpflücken

Im Steinbackofen der Pizzerien ist es richtig heiß. Diese Hitze bekommt man im Ofen nicht hin, aber jetzt auf maximale Hitze vorheizen (Trick 3, keine Panik vor superheißem Ofen). Den Boden je nach gewünschter Dicke ausrollen, belegen, mit noch einmal Oregano und einem Hauch Piment d’Espellette (Trick 4) bestreuen und ab in den Ofen. Nach etwa 20 Minuten ist der Teig knusprig und der Belag golden. Immer mal kucken, die Zeit variiert. Ready. Oder wahlweise noch Ruccola oder Parmesanspäne drübergeben, oder frischen Parmaschinken. Oder alles. Guten Appetit!

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Essensretter statt Wegwerfferkel

foodshahring

Foto: Foodsharing.de

Passiert ja oft: man hat viel zu viel zu Essen da – Überschüsse aus dem eigenen Gemüsegarten, nachdem man 10 Tage hintereinander die selbstangebauten Zucchini gegessen hat und sie nun nicht mehr sehen kann. Oder Bauern können ihre zwar köstlichen, aber leider nicht der DIN-Norm entsprechenden Kartoffeln nicht verkaufen. Was tun? Wegwerfen? In einer Welt, in der eine Milliarde Menschen hungert, sollte das keine Option sein. Aber jetzt gibt es eine pfiffige Lösung: Foodsharing.de ist eine Plattform, auf der Privatpersonen, Händler, Vereine und Produzenten überschüssige Lebensmittel kostenlos anbieten und abholen können.
Nach der Anmeldung des Nutzers auf der Plattform wird ein  digitaler Essenskorb erstellt und online veröffentlicht. Alle Foodsharing Nutzer rundum können nun diesen Essenskorb ansehen, daraus etwas “bestellen” und sich mit den Anbietern zur Abholung verständigen.  Das funktioniert bei größeren Mengen, aber auch bei Privatpersonen. Toller Nebeneffekt: Wenn man zuviel Lasagne gekocht hat, hat man vielleicht auch gleich noch eine witzige Tischrunde dazu.  Ich finde das Prinzip fantastisch, eine simple Lösung für ein hochkomplexes Thema. Je mehr Menschen mitmachen, um so  sinnvoller wird das Ganze und wir kommen aus dem Teufelskreis raus, bei dem die Deutschen jährlich 82 Kilo Lebensmittel wegwerfen… Noch findet man in Frankfurt wenig, aber ich würde mich freuen, wenn immer mehr mitmachen.

foodsharinglogo_200pxDas Projekt FOODSHARING wurde Anfang 2012 in Köln ins Leben gerufen. Zu den Initiatoren gehören Valentin Thurn (Dokumentarfilm ‘Taste the waste’) und Stefan Kreutzberger (Buch ‘Die Essensvernichter’). Beide haben bereits im Vorfeld auf das Thema der Lebensmittelverschwendung aufmerksam gemacht. Im Mai wurdeein gemeinnütziger Verein gegründet, der sich um die Organisation und Realisati on des Projektes kümmert. Die Programmierung der Website wurde erfolgreich über Crowdfunding finanziert.

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Einmal um die Welt in 80.000 Kalorien

Dim Sum zum Durchprobieren

Dim Sum zum Durchprobieren

Mein Motto beim Reisen: Du bist erst in einem Land gewesen, wenn du in dessen Supermärkten gestöbert hast. wenn du dessen nationale Spezialitäten probiert hast, an dessen Street Food Ständen völlig unbekanntes Zeug gegessen hast. Nichts macht mich irrer, als ein Urlaub in einem abgeschotten Clubcamp, in dem hauptsächlich internnationales Essen angeboten wird. Das kann dann gut sein, wie es will, es macht mir keinen sonderlichen Spaß. Ich hab schon mal in Kairo einen halben Aufstand bei der Reiseleitung hingelegt, die uns partout in eine Touristenfalle auf dem Nil mit Schnitzel und Pommes schleppen wollte. Weil es zu gefährlich wäre sonst mit der Hygiene. Wir haben dann im Nichttouristenteil der Stadt gegessen und waren die Einzigen ohne Durchfall – weil die in der Touristenkaschemme den Salat mit Nilwasser gewaschen haben. So viel dazu.

petit2Und wer keinen Spaß am Essen hat, mit dem macht es mir keinen Spaß zu verreisen. die “ich nehme im Urlaub ab”-Fraktion oder “für mich nur Salat”. Das ist doch Verschwendung, das kann man daheim machen, aber nicht da, wo tausend neue Geschmacksrichtugen auf einen warten, die man womöglich nicht kennt. Wenn ich reise, bringe ich nach Möglichkeit Rezepte, Gewürze und Ideen mit, die ich dann hier in meine Küche integriere. Meist versuche ich mir auch noch ein wenig Ferienstimmung zu konservieren, indem ich Essen mitnehme. Arrancini aus Sizilien, Tortenstücke aus Wien, Croissants aus Paris. Für eine kleine Verlängerung des Urlaubs daheim.

Was hab ich schon für tolle Sachen kennengelernt auf Reisen: Kichererbsenpfannkuchen in Nizza, Fischsuppe in Biarritz, Scones in England (das war neu in den 90ern), thailändische Nudelsuppen, Pasta mit Pistazien in Sizilien oder Jasmineis oder oder… und deswegen werde jetzt schwerpunktmäßig das Essen aller Destinationen vorstellen, zu denen ich reise. Ein sehr verfressener Reiseblog also. Tipps sind immer willkommen!

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Das Sacher Kochbuch – ein Klassiker erfindet sich neu

SACHER_cover NEU_3D_Meine Oma hat wunderbar kochen können, vor allem ihre großen Braten zu den Festtagen, ihre Suppen und ihre Mehlspeisen hab ich geliebt. Niemand konnte so gute Dampfnudeln machen wie die Oma, niemand hat Kirchweihnudeln, Rohrnudeln, Semmelauflauf, arme Ritter, Powidltascherl so gut gemacht wie sie. Und dann dazu Hollerkoch – es war ein Traum. Eine Art Essen, die es heutzutage selten geworden ist in Küchen daheim. Leider. Wer so kocht, der kann mich gerne einladen. Ich weiß nicht, welches Kochbuch die Oma benutzt hat, vermutlich gar keines. Aber Rezepte wie die ihren sind im Sacherkochbuch zu finden, einem Standardwerk der feinen östereichischen Küche, die der Bayerischen nicht unähnlich ist. Wir Oberbayern gehören eh mehr zu Östereich als zu Deutschland. (aber psst)

Das Sacher Kochbuch ist jetzt neu überarbeitet worden. Die alten Rezpte mal ein wenig ausgemistet und modernisiert. „Während das Hotel umgebaut wurde, hat sich auch bei uns in der Küche viel getan“, so Werner Pichlmaier, der das 43köpfige Küchenteam des Sacher seit 2008 leitet. „Wir haben uns sehr bewusst mit der traditionellen, einzigartigen Sacher-Küche auseinandergesetzt, sie teilweise neu interpretiert, aber ihr auch neue, leichte – zum Teil auch vegetarische – Gerichte hinzugefügt“, so Pichlmaier, der rund drei Monate am neuen Sacher Kochbuch gearbeitet hat. Hier ein Link zur einem Behind the Scenes-Film zur Entstehung des Kochbuchs.

Zum Glück sind die Klassiker geblieben. Da sei die Tradition vor. Da möchte ich kurz deren Pressetext zitieren: “Die feine österreichische Küche“ bringt ein Stück Sacher nach Hause, ganz einfach zum Nachkochen. Sowohl weniger geübte als auch passionierte Hobbyköchinnen und – köche finden im Sacher Kochbuch nicht nur spannende Lektüre, sondern vor allem wertvolle Anregungen und Tipps für ein gelungenes Essen in den eigenen vier Wänden.” Genau. Ich arbeite mich durch, nicht, weil ich unbedingt den Ehrgeiz hab, das Sacher zu toppen, sondern weil ich endlich mal so kochen können will wie meine Oma.

Diese Rezension nimmt an der Aktion “Jeden Tag ein Buch” von Arthurs Tochter kocht teil.

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Das perfekte Schnitzel in Wien

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Der perfekte Schnitzel von Plachutta an der Oper – im Hintergrund der Tischsegen der Nerds, das Essen wird fotografiert

Vorab: wir haben es gefunden. Wir waren im Schnitzelhimmel. Wunderbar. Das Traurige daran: nach diesen Wiener Schnitzeln wird es uns schwer fallen, wieder auf den Boden der deutschen Gastronomie zurückzukehren. Aber von Anfang an. Wir Auswärtsschnitzler machten uns auf den Weg nach Wien, um dort einmal gemeinsam Wiener Schnitzel zu essen. Es gibt blödere Gründe zum Verreisen. Und wir wollten “Schnitzel total”. Deswegen machten wir uns in einer kleineren Gruppe auf, am Freitag abend schon mal den Figlmüller zu testen. Der ist laut Webseite “seit 100 Jahren die Heimat des Schnitzels”. Das Figlmüllerschnitzel ist eigentlich kein Wiener Schnitzel, sondern stammt aus der Karreerose des Schweins. Dünn geklopft sieht man darunter den Teller nicht mehr. Es wird in drei Backgängen perfekt ausgebacken – und es ist wirklich gut. Sehr, sehr gut.

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Schnitzel bei Figlmüller; Foto: Michi Burch

Knusprig die Panade, frei von Fettgeschmack, das Fleisch zart und wunderbar aromatisch. Für 13,50 Euro ein Schnitzeltraum. Beide Filialen des Figlmüllers, die Originale in der Wollzeile und eine etwas jüngere ums Eck sind immer mehr als gerammelt voll. Touristen meist, aber auch Einheimische, die hier zum Schnitzelessen kommen. In der 2. Filiale gibt es übrigens auch Wiener Schnitzel vom Kalb. Jeder fotografiert ehrfürchtig die 30 cm Durchmesser Schnitzel und ißt sie genußvoll auf. Beilagen braucht dort kein Mensch, der Vogerl-Kartoffelsalat mit Kernöl ist aber sehr fein.

Aber noch einen Tick besser hat es mir am nächsten Tag bei Plachutta an der Oper geschmeckt. Auch deren Spezialität ist Schnitzel, dieses Mal das Originale, vom Kalb. Und was soll ich noch sagen? Es geht nicht mehr besser. Das Fleisch zart, saftig, nicht zu dünn, die Panade fein aufgewölbt und bis zum letzten Bissen knusprig. Wir waren alle hin und weg. Selbst wenn es in anderen Läden ein genauso gutes Schnitzel gibt, besser kann es nicht mehr werden. Das war die Perfektion. Welcher Koch auch immer Schnitzel auf die Speisekarte setzt, erst bitte einmal zu Plachutta gehen und dort probieren, wie es schmecken muss. Hier ist das originale Rezept des Plachutta zum Nachkochen daheim… Und weil die Schnitzel nicht ganz so groß sind wie die vom Figlmüller, ist auch noch ein Nachtisch drin. Ich danke unserem Guide Nick und dem Plachutta für diese Offenbarung.

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Gregors Konditorei: Tortenträume im 5. Bezirk

20131111-115212.jpgDie netten Besitzer vom Pia Mia gaben mir dann noch einen Tipp auf den Weg: die Konditorei Gregors. Danke dafür. Dieses Konditorei-Cafe ist ein Traum. Frische Zutaten, die in der Backstube vor Ort gut sichtbar frisch zubereitet werden, werden zu Kuchenträumen, die ich selten besser gegessen habe. Klassiker wie Kardinalstorte (Kaffeecreme mit Baiser auf Bisquit), Cremeschnitten, Vanillecreme zwischen Blätterteig oder Petit Fours mischen sich mit ungewöhnlichen Kreationen wie Topfencreme mit Apfelgelee auf Mandel-Karottenboden.

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Die freundliche Bedienung von Gregors Konditorei serviert leckeren Wiener Kaffee

Ich hätte mich am liebsten einmal durchprobiert, doch wir waren ja gekommen, um am Abend auf die Jagd nach dem besten Wiener Schnitzel zu gehen, da hab ich mich ein wenig zurückgehalten.

Das Wetter war gut genug, um auch noch draussen zu sitzen, feine Sache. Bestellt habe ich mir eine Kardinalstorte. Ich will nicht vollmundig sagen, dass Gergors hätte die besten Torten Wiens, dafür habe ich zuwenig probiert, aber wer dort hingeht, bekommt in jedem Fall beste Handwerkskunst und wird sicher nicht enttäuscht werden. Ich hab mir noch ein paar Kipferln und Brioche als Wegzehrung mitgenommen, dann ging es weiter mit der U-Bahn in den 1. Bezirk…

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Neben Torten und Gebäck werden auch hausgemachte Marmeladen, Pralinen und Kaffee angeboten –  liebevoll verpackt

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Dim Sum löst Sushi ab?

Frühlingsrollen sind das bekannteste Dim Sum

Frühlingsrollen sind das bekannteste Dim Sum

Gestern hab ich bei MoschMosch in Frankfurt eine kleine Tafel auf dem Tisch gesehen: Wir haben jetzt auch Dim Sum. Da war für mich der Fall klar, das wird (oder ist schon?) der nächste heiße Scheiss. Dim Sum hätten das Zeug, Sushi als Hippsternahrung abzulösen.

Was sind Dim Sum? Im Prinzip kleine Häppchen, gedämpft oder frittiert, in China werden sie zum Frühstück oder als Nachmittagsimbiss zum Tee gegessen. Es gibt Hunderte von Varianten und Formen. Gefüllt mit allem, was die chinesische Küche so zu bieten hat. Und das ist, wie wir wissen, eine ganze Menge. Auch die beliebten Frühlingsrollen sind ein Dim Sum. Dimsum 2Am bekanntesten sind Jao Zhi, eine Art chinesische Ravioli, die erst in der Pfanne angebraten und dann gedämpft werden. Bei den Dim Sum wird auf die Konsistenz viel Wert gelegt. Knusprig frittierte Hüllen umschliessen samtige Füllungen oder umgekehrt bekommen knackige Garnelen -Wolkenohrfüllungen eine weiche, gedämpfte Nudelhülle. Serviert werden die Dim sums mit unterschiedlichsten Saucen.

Ich liebe Dim Sums sehr. Bislang gab es sie aber kaum in den Restaurants. Dafür in riesiger Auswahl in Chinasupermärkten tiefgefroren. Im Markt an der Kaiserstrasse kann man locker 30 verschiedene Sorten kaufen. Und die Deutschen entdecken die Dim sums – bislang allerdings zaghaft. Das scheint sich gerade zu ändern. Ich warte jetzt gespannt, wann die ersten reinen Dim Sum-Läden die Sushiläden ablösen. Die kleinen Häppchen mit den verschiedenen Geschmäckern wären das perfekte Konzept.

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Manchmal muss es einfach ein Burger sein

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Ich hab schon mal reingebissen, bis mir eingefallen ist, dass der Burger ja für den Blog fotografiert werden sollte. Ich bitte um Verzeihung :)

Ich geh ganz gerne zur “Kuh, die lacht”. Das ist wider Erwarten kein Vegetarier, sondern im Gegenteil ein Burgerrestaurant. Allerdings Burger von glücklichen Kühen. Bio und so. Einige mögen die Burger nicht, weil sie nicht so überbordend belegt sind wie anderswo. Ich finde sie genau deswegen grandios. Das Ketchup ist hausgemacht und die anderen Saucen sind ebenso. 20131101-103838.jpgNirgendwo quillt irgendetwas über, ganz im Gegensatz zu den üblichen Burgerbratern mit dem Mc oder dem King im Namen. Bei den Brötchen kann man zwischen Vollkorn und Weißmehl wählen, ich nehme meist Vollkorn, es schmeckt einfach besser. Für die Lowcarbfreunde gibt es die Möglichkeit, sich den Burger in Salat einwickeln zu lassen. Aber wer macht denn sowas? Meine Freundinnen machen sowas und mir umgehend ein schlechtes Gewissen.
Früher musste man an der Kasse bestellen, das hat sich geändert, mittlerweile kommt die Bedienung einen Tisch, das entspannt das ganze Lokal wesentlich. Nachtrag: dieses Statement gilt nur am Abend. Tagsüber, wenn am Mittag die Banker jeden Burger mit Kreditkarte zahlen, wird die Umstellung auf das neue System langwierig und nervig. Es gibt in Frankfurt zwei Filialen der “Kuh, die lacht”. Ich mag beide gerne, sie haben ein schönes, gemütliches Ambiente, aber öfter gehe ich ins Lokal am Willy Brandt Platz, weil es einfach näher an meiner Arbeit liegt.
20131101-104737.jpgWer die Preise beim Mac und Burgerking gewohnt ist, hat bei der lachenden Kuh nichts zu lachen; Wirklich günstig ist es nicht, aber der Qualität, die dort serviert wird, angemessen. Jeden Monat gibt es Specials, die ich besonders gerne esse. Ansonsten mag ich den klassischen Cheeseburger, mit Ruccolasalat statt dem normalen Eisberg. Und immer mit dabei: die selbstgemachte Limonade mit Minze. Herrlich sauer. Auch Vegetarier und Veganer werden happy, es gibt einige Burgervarianten mit Falafel oder Tofu.

Ich bedaure, dass es keine Süßkartoffel-Pommes gibt, die hab ich erst neulich im Luna Burger (auch sehr, sehr gut) für mich entdeckt, die sind wirklich ungeschlagen großartig. Ansonsten sind die ganz gewöhnlichen Pommes in der “Kuh” o. k.. Mir persönlich ein bisschen zu dick geschnitten, aber ich weiß, es gibt viele Leute, die es genauso mögen.

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Größe 38 – DIN-Norm für den Körper?

Ich hätte da mal eine Frage: Ist eigentlich jede Frau, die eine Größe größer als 38 trägt, bereits dick? Ja? Nein? In den Modezeitschriften ist das so, da ist 38 schon ein Randgebiet, in das sich nur noch „kurvige“ Models wagen. Wenige, denn Designer designen ihre Musterkollektionen in 36. Da muss ein Model reinpassen. Und offensichtlich ist dieses Maß Standardmaß geworden. In Film, TV und Werbung kommt keine Frau vor, die mehr wiegen würde. Alles 36 und weniger. Da ragen die Schulterblätter raus wie beim Tod von Altötting. Und wenn doch mal eine rundliche Dame mitmischen darf, dann nur als gemütliche Dicke, die komisch sein darf. Das war‘s schon.

Und dick, das fängt bei 40/42 an. Das ist die oberste Grenze, mit der man bei Zara oder auch in Designerläden etwas zu kaufen bekommt. Oft wird es mit dem Busen in Blusen bei diesen Grüßen schon kompliziert. Liebe Modehäuser, habt ihr eine Ahnung, wie frustrierend das ist? Und wie beschissen sich die dann fühlen, die wirklich etwas rund sind? Die müssen ab 44/46 in Spezialgeschäfte. Teurer, unmodischer und es ist vor allem verdammt demütigend.

Um es den Dicken dann noch mal richtig hinzureiben, werden auch bei “Mode für Mollige” Damen abgelichtet, die sich eben so mal am Rand einer Molligkeit befinden. Größe 42 maximal. Die Katalogproduzenten erklären das so: „Wir müssen die Sachen an dünneren Models zeigen, sonst kauft die Mode keiner. außerdem steiern Bilder von dünnen das Selbstwertgefühl????“ Aha, also die Dicken sind selber schuld, weil sie ihresgleichen nicht sehen wollen. Ich halte das für eine Ausrede, denn so kann ja keine erkennen, wie es aussieht in den „echten“ Größen.

Wer jetzt sagt, „Die müssen halt abnehmen, die undisziplinierten Bratzen“ hat genau nichts verstanden. Den vielleicht fühlen sich die Leute mit ihrer Figur ganz wohl, und weigern sich nur, standardisiert zu werden. Auch die wenigsten Männer haben ein Problem mit Frauen, die etwas über dem Modelmass liegen. Im Gegenteil. Nur die Modeindustrie interessiert das nicht. Sollen wir alle aussehen wie Barbiepuppen aus der Fabrik? Alle die gleiche Figur, das gleiche Gesicht, nur Variationen in der Haarfarbe? Und bitte, immer schön so bleiben – mit allem, was geht (Chirurg, Cremes, Spachtelmasse). Denn zu alt darf auch keine werden. Wir wollen alle Individualisten sein, einmalig und unverwechselbar. Aber wieso soll dann das Aussehen normiert werden? Warum wollen uns die Medien und die Industrie in eine bestimmte Form pressen? Darauf hätte ich gerne eine Antwort.

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Bollywood in der Küche

Bollywood-Hindi-movie-still-ft.-Rani-Mukherjee-01Meine Schwägerin Susanne und ich teilen ein schmutziges Geheimnis. Wir beide kucken gerne Bollywood Filme. Und zwar die richtig schlimmen mit Gesang, Tanz, Kitsch und allem Pipapo was dazugehört. Wir bekommen jedes Mal Lust, mitzuhüpfen.
Und die Filme machen Lust auf indisches Essen. Aber ich hab sowieso fast immer Lust auf indisches Essen. Es ist größtartig würzig, scharf, sahnig. die Saucen sind dick vor Nüssen und Gewürzen. Einfach alle Geschmacksrichtungen vereint in einer wunderbaren Komposition – wenn es gut gemacht ist. Bislang ist mein Lieblings-Inder, das Safran in München, noch ungeschlagen. ich habe einige sehr leckere indische Gerichte in Frankfurt gegessen. Aber nie ganz so gut wie das Safran. Es gibt noch einen Geheimtipp in Offenbach, den werde ich demnächst besuchen und berichten.
BollywoodWenn es etwas nicht gibt, muss man es eben selber machen. Zum Glück hat mir mein guter Freund Josef, (den ich jetzt auch dieser Stelle herzlich grüßen möchte) ein wunderbares Geschenk zum Geburtstag gemacht (zusammen mit seiner Gattin Bernadette) und zwar das Bollywood Kochbuch. Jawohl, zwei Sünden auf einmal. Aufgemacht ist es so bunt wie ein Bollywoodfilm in rosa-orange mit vielen Bildern aus Bollywoodfilmen.
Das Buch enthält die Lieblingsrezepte der Bollywood Stars wie Shahrukh oder Aschwari Rai. Alle Rezepte sind relativ leicht nachzukochen, wenn man die Zutaten erst mal daheim hat. Das kann bei den Gewürzen eine Menge sein.

Interessant ist das Buch auch deswegen, weil viele Rezepte der “Hausmannskost” beschrieben werden, die sich normalerweise nicht auf den Speisekarten der üblichen Restaurants finden lassen. Geräuchertes Dal, gebackene Auberginen – spannende Rezepte. Und dass man Ente und Fleischklößchen als Beilage zu einem Lamm-Linsengericht namens Dhansak Dal serviert, ist für mich auch neu gewesen.
Zusätzlich erklärt das Kochbuch die typischen Straßen-Imbisse, die auf den Straßen von Mumbai zu kaufen gibt. Ich weiß nicht, ob ich je den Mut hätte, ein Rühreigericht oder Kartoffelpfannkuchen an einem Strassenstand von Mumbai auszuprobieren, aber für zuhause sind es schnelle und leichte Abendessen. Garniert ist das Buch mit vielen Bildern und Informationen rund um die Stars und den indischen Film. So verrät zum Beispiel Shahrukh Khan sein Lieblingslokal, das Masala Bay im Lands End Mumbai. Ich wusste gar nicht, dass der Übersuperstar Indiens normal in einem Lokal essen kann… für jeden Fan der Bollywood Filme ein echtes Muss.

Wer noch Tipps in München, Düsseldorf, Köln oder Frankfurt für gute indische Lokale hat, bitte immer her damit!

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Schnell was Gutes – dann zu PazzaPazza

Klein, aber cool: das PazzaPazza

Klein, aber cool: das PazzaPazza

Ich mag meine Pizza dünn, knusprig, nicht mit Belag überladen. Das vorneweg. Weil es ja so wahnsinnig hilfreich ist, in Kritiken zu sagen “die Pizza ist voll super da” ohne zu erklären, dass man auf die Version von Pizza Hut steht (das passiert bei mir ziemlich genau ein, zwei Mal im  Jahr bei akuten Fressattacken).

Im PazzaPazza ist die Pizza voll super. :) Weil sie dünn, knusprig und nicht mit Belag überladen ist. Ich empfehle allerdings, sich eine ganze frische Pizza zu bestellen, anstatt sich eins der fertigen Stücke aufwärmen zu lassen. 20131017-122123.jpgFrisch aus dem Ofen ist sie noch um ein, zwei Klassen besser. Beides geht relativ schnell, der Laden ist ideal, wenn man einfach nur Hunger auf Pizza hat. Ein paar Plätzchen zum Sitzen gibt es auch, passt also für die Mittagspause. Im Sommer kann man auf den Bänken draußen vor der Tür das Treiben an der Kreuzung Münchnerstrasse/Moselstrasse beobachten – da gibt es immer viel zu sehen. Versprochen.

Meine Frage: Wo gibt es eurer Meinung nach die beste Pizza in Frankfurt? Wo in München?

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Kantonesisch Kochen kommt von Können. Petit Lam Freres kann’s

Das Interieur des Petit Lam Freres ist hübsch und modern. Foto: Lam Freres

Das Interieur des Petit Lam Freres ist hübsch und modern. Foto: Lam Freres

Ich habe es mir immer gewünscht: ein kantonesisches Restaurant, dass mir nicht die gleiche Taiwan-Plirre serviert wie ca 55.000 andere Chinesen in Deutschland. Und, wo isses? Im Bahnhofsviertel natürlich! In der Neueröffnung Petit Lam Freres gibt es das, was ich schon so wahnsinnig lange vermisst habe: all die gedämpften und gebratenen Köstlichkeiten, von denen ich oft gelesen hatte, aber selten zu essen bekommen hatte, denn Hongkong und die Londoner oder New Yorker Chinatown sind weit. Jetzt gibt es sie ums Eck. Hurra! Ich muss gestehen, ich könnte mich reinlegen in Köstlichkeiten wie Siu Mai, Teigtaschen mit Schweinefleischfüllung oder Har Kau mit Krabben, saftig gedämpft . Die Sauce kann sich jeder selbst anmischen mit chinesischem Essig, Sojasauce und Siracha. Wunderbar. Oder die fluffigen Buns – das sind weiche, gedämpfte Hefeknödel mit einer Füllung aus Garnelen und kleingehacktem Schweinefleisch – so genial. Wenn man das mit einer Wonton-Nudel-Suppe ergänzt, fühle ich mich mitten in Hongkong. Das Essen macht mich regelrecht glücklich. Ich mag ja eh alles, was in Teighüllen daherkommt.petit5

Und jetzt auch mal was Positives über das Ambiente: Das ist allerliebst und gar nicht schmucklos, so wie sonst die Asiaten im Bahnhofsviertel daherkommen. Im Petit Lam Freres ist alles liebevoll hergerichtet und dekoriert. Sehr geschmackvoll. Obwohl der Laden erst seit kurzem auf hat und auch nicht in der allerbesten Ecke liegt (Weserstrasse Ecke Taunusstrasse), ist er mittags schon gut besucht. auch viele Chinesen kommen, das ist ein gutes Zeichen. Abends war ich noch nicht da, will aber unbedingt mit einem ganz besonderen Menschen dort hin. ;)

Ich möchte das Petit Lam Freres jedem und jeder ans Herz legen, der gerne mal die ausgetretenen Pfade des “Schwein süß-sauer Nummer 43 mit Bratreis” verlassen will und sich auf eine neue Spezialitätenküche aus dem Küchenkontinent China einlassen möchte. (derzeit sind Testwochen mittags – nicht verpassen!) Die Besitzer sind übrigens megafreundlich und erklären die für viele noch unbekannte Küche!

Das ist die Abendkarte, die wird aber noch übersetzt - keine Bange!

Das ist die Abendkarte, die wird aber noch übersetzt – keine Bange!

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Burrito to go, Mexiko! – Das Yumas am Baseler Platz

Yumas

Der lachende Maya an der grünen Wand ist das Symbol des Yumas

Mexikanisch ist irgendwie keine Küche, die je so richtig Fuß gefasst hat in Deutschland. Anfang der 90er war TexMex mal hip, aber außer überbackenen Nachos ist von dem Trend wenig geblieben. Und authentische mexikanische Küche kann man eh mit der Lupe suchen. Das hat sich ein wenig gebessert: es gibt zwei Läden in München, La Taqueria Milagros (großartiges Essen) und das Taco Libre, (mein Tipp für Essen am Hauptbahnhof)  die sehr ordentliche Burritos servieren.

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Jeder Gast kann selbst bestimmen, was und wieviel auf seinen Burrito soll

Jetzt hat auch Frankfurt zwei Taquerias, die Burritos, Quesadillas und Tacos servieren: das Yumas und das Chipotle, beide in Gehnähe des Frankfurter Hauptbahnhofes. Heute werde ich die etwas ältere, das Yumas am Baseler Platz kurz vorstellen. Gleich vorweg: Ich esse die Burritos immer als Burrito-Bowl, also ohne den Teiglappen drumrum, als warmer Salat, weil das bei mir sonst immer zu einer Riesensauerei führt.

Irgendwie braucht jemand für die saftigen Ungetüme eien größeren Mund, als ich ihn habe.  Aber ich frag mich ja auch immer, wer eigentlich einen Tipple-Whopper verzehren kann…Die Burritos werden üppigst belegt: mit mariniertem Fleisch, verschiedenen Bohnensorten, Tomatensalsa scharf oder mild, Maissalsa, Koriander, Reis, Käse, Salat  – was drauf soll, kann sich der Gast selbst bestimmen. Das Ergebnis ist yummi: würzig, ein tolles Zusammenspiel unterschiedlicher Nuancen. Und es ist gesund, alle Zutaten sind bio. Das Yumas ist super für die Mittagspause geeignet, er ist kein, aber gemütlich mit grünen Wänden und hellem Holz, fern von allem Mexikokitsch. Der Laden hat nur bis 14.30 Uhr geöffnet.

Aber seit neuestem kann man sich die Gerichte auch liefern lassen, das geht dann bis 21 Uhr!

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Moseleck mon Amour

“Memories of Heidelberg sind Memories of you”, dieser schöne Schlager in einer beliebten Frühform des Denglischen erinnert an einen der lustigsten Abende, die ich je hatte. Ich sass mit Freunden, einem Künstlerpaar aus dem Bahnhofsviertel, diversen anderen Zeichnern, Lyrikern etc mal wieder in einem unserer Stammlokale, dem Moseleck. Eine Dame, die Haare in lebhaftem Schwarz, hatte Geld für viele Schlager  in die Jukebox geworfen und nutzte die Lieder für einen Karaokeauftritt, wobei die Dame fast jeden Mann im Raum zu einem Tänzchen aufforderte. Die meisten kamen schwankend der Forderung nach. Das Moseleck ist wie eine gute Party, man weiß nie, was passiert von 6 Uhr morgens bis 4 Uhr nachts.

Wir sitzen gerne vor oder im Moseleck. Das tun wir schon, bevor es ironisch cool geworden ist, Milieukneipen zu vereinnahmen und sich dort mutig und echt independent underground zu fühlen. Das machen auch im Moseleck immer mal wieder Leute, die von der Bergerstraße oder dem Westend runterkommen ins Bahnhofsviertel, um mal “was Authentisches zu erleben”. Aber meist bleiben die nicht lange in der Kneipe, in der das Rauchen noch erlaubt ist, sondern ziehen weiter ins Plank oder “Walon und Rosetti”, um dort besoffen auf der Strasse mit Bierflaschen zu werfen, was man sich im eigenen Viertel nicht trauen würde. Im Bahnhofsviertel glauben sie, das gehört dazu. Um hier mal aufzuklären: nein, tut es nicht.

Das Moseleck gibt es seit 113 Jahren, um 1900 wurde die Wirtschaft gegründet, fast so lange gibt es auch die Bäckerei Heidinger schon. Mehr Tradition geht nicht. Deswegen finden sich im Moseleck die Einheimischen wieder, am Samstag kommen die Fans der Eintracht, um auf der Großleinwand die Spiele zu verfolgen und nachher gemeinsam auf Sieg oder Niederlage anzustoßen. Andere Gäste spielen Dart, an der Theke ein buntes Gemisch aus Künstlern, aus Milieu und Bankern. Die Mischung kann durchaus explosiv werden. Manchmal wird es brenzlig, wenn etwa sich ein schwerer angetrunkenes Mitglied eines Rockerclubs in Gesprächsrunden einbricht, aber am Ende erzählt dann auch so ein Typ Anekdoten aus seinem Familienleben und seiner Zeit bei der Fremdenlegion – wenn man ihn respektiert und freundlich bleibt. Was mich so fasziniert, sind die Menschen, die man dort trifft und ihre Geschichten. Wer vorurteilsfrei reingeht, wird mit wirklich spannenden, tiefen Gesprächen belohnt. Im Tatort Frankfurt wurde die Kneipe zum Treff des übriggebliebenen Gesindels, dass auch um vier Uhr nachts noch einen Doppelkorn reinstellt, was sie nicht ist.

Das Moseleck ist 113 Jahre alt

Von sechs Uhr morgens bis 4 Uhr früh hat die Kneipe geöffnet

Zumindest nicht nur.

Es ist der Gegenentwurf zu den schicken gentrifizierten Kneipen, die jetzt im Bahnhofsviertel wie Pilze aus dem Boden schiessen, bevölkert von Hippstern in Schlumpfmützen, die dort teures Bier aus Flaschen trinken. Das kann niemand wollen, dass bald jedes Viertel aussieht wie das Nordend, wo sich Biobürgerbude an Biobäcker und Bioveganer reiht. Doch die Chancen stehen schlecht, es wird auf Altmieter komm raus luxussaniert, die Mieten an der Münchnerstrasse oder den Flussstrassen schiessen in ungeahnte Höhen. Ein grosser Äppler auf das Moseleck, solange es noch existiert.

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Puris, Dhosas, Vada – südindisch für Vegetarier

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Vorspeise mit Vada (der Doghnut im Vordergrund aus Linsenmehl)

Es gibt Restaurants, die sehen wirklich nicht wie Kettenläden aus, sind es aber doch – wie jetzt das erste und einzige Saravanaa Bhavan in Deutschland, direkt beim Hauptbahnhof in der Kaiserstrasse. Bis diesen Sommer war in dem Restaurant der Milieutreffpunkt “Acapulco” untergebracht, wo sich alle Schichten friedlich zu ganz ausgezeichneten Spaghetti Arrabiata trafen. Das Acapulco ist Geschichte, die bulgarischen Gunstgewerblerinnen, die Zuhälter, Hehler, Touristen und Künstler des Bahnhofsviertels mußten sich eine andere Bleibe suchen (es wird noch gefahndet nach einem stilvollen Treff)  und jetzt hat in den historienreichen Räumen klammheimlich ein Geheimtipp aller Veganer und Vegetarier eröffnet. Ein südindisches Lokal, eben das Saravanaa Bhavan. Dass sich ein Stück Fleisch hinter den geheimnisvollen Namen auf der Karte verbirgt, braucht im Saravanaa niemand fürchten. Ich umschlich das Lokal immer, studierte die Karte, aber viele der Gerichtenamen sagten mir nichts und ich bin ja ein bißchen heikel (ich hasse zum Beispiel Blumenkohl). Um so erfreuter war ich, als eins meiner liebsten befreundeten Paare (danke an Jürgen Eichholz für die Fotos) das Lokal entdeckt hatte und auch unbedingt hin wollte – die Gelegenheit wurde genutzt.

Der südindische Thaliteller

Der südindische Thaliteller

Offensichtlich gibt es bei originalen Asiaten nur die Wahl zwischen gutem Essen und hübschem Ambiente, beides gleichzeitig ist nicht. Vom Ambiente her hat das Lokal wenig zu bieten. Traumhafter Brathendlbudencharme in 70er Optik, das Essen auf Blechtabletts. Na gut, die Blechtabletts sind original indisch, das wird da auch so serviert, und das Essen ist ebenso authentisch wie das schicke Servierarrangement. Dafür schmeckt es umso besser.

Das Saravanaa ist den Besuch wert und ich werde oft wiederkommen, um mich durch die komplette Karte zu testen. (Findet auch das Genussmagazin) Es gibt ganz andere Dinge als bei den sonstigen indischen Lokalen, die meist von Nornindern oder Pakistanis betrieben werden. Die Saucen sind dünner, weniger fettig, es fehlt auch der Geschmack von Knoblauch und KarIMG_4242damom. Aber dafür warten neue Geschmackswelten darauf, entdeckt zu werden. Vorsicht: Scharf sollte man mögen, sonst sieht man schnell alt aus. Und jede Art Hülsenfrüchte: Bohnen, Kichererbsen, Linsen, Erbsen. Und interessante Brotsorten wie Puri (frittiert), Bathura (fittierter), Roti, Dhosa oder Chapatti. Die Nocarb-Fraktion weint leise.
Besonders genial sind die Vorspeisenteller mit Saucen in grün (irgendwas mit Koriander), weiß (irgendwas mit Kokosnuss) und diversen anderen Saucen, die sich unserer genauen Identifizierung verwehrten. Egal. Einfach rein, probieren, schiefliegen geht nicht. Viel Spaß dabei – und wer immer eine Begleitug sucht, das Lokal mal auszutesten, ich bin dabei. Denn günstig isses auch noch.

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