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Massenvertreibung in Tansania für elitäres Jagdvergnügen?

Massais in der Savanne - bald wird hier die Königsfamilie von Dubai Elefanten abschiessen Foto:Avaaz

Massais in der Savanne – bald wird hier die Königsfamilie von Dubai Elefanten abschiessen Foto:Avaaz

Tansania ist wunderschön. Die Serengeti-Wüste voller wilder Tiere lädt zu Safaris ein, der Kilimandscharo steht mit seinem Schneegipfel in der Sonne, Massais in farbenprächtigen Kleidern durchwandern die Savanne, die Gewürzinsel Sansibar lockt mit ihren Wundern. Das zeigen auch die Bilder der Tourismuswebseite - doch während die Touristen mit ihren Kameras auf die Tiere draufhalten, hat das Königshaus von Dubai ganz andere Pläne. Sie wollen ein 1.500 Quadratkilometer großes Areal (direkt neben dem Serengeti Nationalpark) kaufen als privates Jagdrevier zum Abschiessen der Elefanten, Giraffen, Löwen und anderer Tiere, die eigentlich gefährdet sind – und für dieses lustige Hobby sollen zudem die 40.000 Massai, die in dem Gebiet wohnen, verschwinden. Nicht, dass einer da versehentlich in die Schussbahn läuft. Bis zum Ende des Jahres sollen die Massai ihre Heimat verlassen. Abgefunden werden sie nicht mit Geld, sondern dem Versprechen, Geld in soziale Projekte für sie zu investieren. Was man a) nicht müßte, wenn man ihnen nicht ihr Land wegnähme und b) in Afrika heißt, dass die Massai absolut nichts bekommen.

Die Regierung von Tansania leugnet, dass das Projekt wieder aufgenommen wurde. Denn als die Pläne bekannt wurden, hat avaaz.org 2,3 Millionen Unterschriften gegen das privat Jagdrevier gesammelt und öffentlich gab es einen Rückzieher – während hintenrum die Verhandlungen mit der Königsfamilie von Dubai emsig weitergingen. Jetzt ist die öffentliche Empörung vorbei und der Verkauf geht still und leise über die Bühne. Wir dürfen einen derartigen Ausverkauf von Kultur und Natur nicht zulassen – da muss wirklich international Druck aufgebaut werden!

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Wann hat das eigentlich mit dem Rosa und Blau angefangen?

barbie1Ich erinnere mich noch gut an das Lieblingsspielzeug meiner Kindheit, Barbie. Das Tolle an Barbie war, dass sie all die coolen Couturekleider, die ich an Erwachsenen gesehen habe oder in den Zeitschriften meiner Mutter, auch getragen hat. Ich konnte sie anziehen, stellvertretend für mich, ich war ja noch zu klein für sowas. Was gab es nicht für traumhafte Dinge. Plüschmäntel, Trenchcoats, Cocktailkeider mit passenden Mänteln und mit kleinen Stiefeln, Overalls, Teekleider, Hauskleider, Kaminabendkleider…und – das ist jetzt im nachhinein bemerkenswert – kaum eines der Ensembles war pink. Nö. Der Trench mit Kleid war blau, der Plüschmantel orange, die Kleider alle Muster und alle Regenbogenfarben. Es waren wunderschöne winzigkleine Kopien der Erwachsenenmode. Meine Barbies, die diese Wunderwerke trugen, waren schwarzhaarig, rothaarig, mal kurzhaarig, langhaarig oder mit Afro, nur einige wenige blond.

Plötzlich war alles pink

Das war in den 70ern, in den 80ern spielte ich nicht mehr mit Puppen, und in den 2000er Jahren, als ich Geschenke für meine Nichten kaufen sollte, stellte ich plötzlich fest, dass es die Art Barbies samt deren Kleiderschrank, die ich aus meiner Kindheit kannte, nicht mehr gab. Plötzlich war alles rosa, kitschig, blond und glitzernd. So wie jedes Spielzeug. Das war plötzlich so.

Ich wurde ja genderneutral erzogen, ich bekam neben Barbie (die ich meinen Omas abgetrotzt hatte) auch auch Fisher Price und Lego. Allerdings muss ich gestehen, dass es mich – durchaus stereotyp – nicht interessiert hat, Barbie und Buntstifte waren das einzige Spielzeug, für das man mich begeistern konnte. Ach ja, Chemiekästen (gibt es noch Chemiekästen?) samt Mikroskop auch und die Yps Urzeittierchen.

Heutzutage würde ich vermutlich ein rosa Mikroskop bekommen und statt Chemiekasten einen Bausatz zum Kreieren von Parfum, das ich dann in rosa Fläschchen füllen würde.

Es muss wohl irgendwann in den 80/90ern passiert sein. Weniger Kinder, weniger Umsatz in der Spielzeugbranche, da musste differenziert werden, um bei Jungs und Mädchen doppelt abzukassieren. soweit klar und oft beschrieben. (danke an das Smithonian Museum für den spannenden Einblick) Und dass kleine Mädchen das sacharinsüße Zeug mögen – logisch. Ich hab aber meine nichtrosa Mädchensachen genauso geliebt, das allein kann es nicht sein.

Ich behaupte ja, dass die Aufteilung der Kinderwelt in blau und rosa eine Folge der Globalisierung ist, denn mit dem rosa Zeug, das jenseits von landestypischer Bekleidung steht, kann man Mädchen in der ganzen Welt beglücken, von Moskau bis Denver, von Tokio bis Burundi. Mein Spielzeug war noch auf den westlichen Geschmack allein ausgerichtet. Marken müssen mittlerweile weltweit funktionieren und müssen daher den kleinsten gemeinsamen Nenner finden. Brands wie Mattel, Marvel oder Disney verkaufen rund um den Globus und so sieht das Zeug, das sie für Kinder anbieten, auch aus. Nivellierter Einheitsbrei. Ich hatte immer gehofft, mit der Globalisierung würde unsere Welt bunter und reicher. Beim Essen oder in der Musik hat es geklappt, sonst wäre letztes Jahr kein Koreaner auf Platz 1 der Hitparade gelandet und Food wie Sushi, Kimchi, Quesadillas und Gung Pho Chicken mittlerweile in aller Munde.  Schade, dass es ausgerechnet beim Spielzeug so doof geworden ist, denn vielfältiges Spielzeug hätte womöglich schon vorbereitet und offen gemacht für eine offene, kosmopolitische Gesellschaft.

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Auf Harry Holes Spuren durch Oslo?

Opernhaus in Oslo - Foto: Wikopedia Rufus46

Opernhaus in Oslo – Foto: Wikipedia Rufus46

Ich hab ja schon recht ausführlich über meine Liebe zu den Romanen von Jo Nesbo geschrieben, und die haben in mir den Wunsch geweckt, doch einmal Oslo zu besuchen und in Spaziergängen die Tatorte zu erkunden. Es muss ja relativ einfach sein, die Stadt zu Fuß zu durchqueren. Harry Hole macht das dauernd udn es trägt bestimmt zum Verständnis bei, wenn ich das als Tourist auf seinen Spuren übernehme.

Mit Lastminute.de kommt man schon für 180 Euro in den hohen Norden, einchecken muss man natürlich im Best Western Karl Johan am Bahnhof – vielleicht hat aber auch die Heilsarmee ein Bett (Insider). Der September soll ja laut Nesbo der schönste Monat in Oslo sein, da nehme ich ihn beim Wort! Wobei, auch der Winter hätte etwas, Weihnachten mit Schnee und Polarlichtern in Norwegen…

Natürlich gibt es schon fertige Touren, der Tourismus der Stadt müsste verrückt sein, sich diese gute Gelegenheit entgehen zu lassen: Für 200 NOK besucht man in einer geführten Tour auf Englisch (oder Norwegisch) viele Orte, die die Bücher beschreiben, wie Holes Wohnort Sophies Gate, das Restaurant Schroeder, das vermutlich nicht so versifft ist, wie in den Büchern beschrieben (da bin ich wirklich gespannt drauf), das Gerichtsgebäude, das Underwater Pub, den Friedhof und die Haupteinkaufsstrasse (praktischerweise auch ein Tatort). Das ist schon mal super, man könnte noch weiter ergänzen – einmal die neue norwegische Oper besuchen und auf dem schrägen Dach herumlaufen, das Polizeipräsidium, das Rathaus, die Sprungschanze, auf der das dramatische Finale des “Schneemanns” stattfindet, die Festung Akershus, wo eine Leiche gruselig drapiert gefunden wird – und vieles mehr. Vielleicht bleibt auch Zeit für die Wälder rund um die Stadt, wobei man da nach der Lektüre aller Romane eher Angst bekommen könnte…

Ein paar Aspekte bleiben in den Büchern unbearbeitet, zum Beispiel die norwegischen Spezialitäten. Bis auf das Schroeders wird wenig zum Thema Essen gesagt, da legt der Protagonist Harry Hole wenig Wert drauf, Hauptsache Zigaretten und Jim Beam in Griffweite, das ist eher frugal. Das muss man sich selbst erarbeiten und  da muss ich mich eben selbst auf den Weg machen und erkunden. Die Küche soll ja recht spannend sein, Rentiersteak und so.
Oslo, ich komme! Gibt es auch Bücher, die euch Lust machen, ihre beschriebenen Orte zu besuchen?

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Mein erstes Mal…an der Nordsee

Als Bayer fährt man in den Süden, wenn man ans Meer will. Die Strände von Cattolica, Jesolo oder Grado liegen nah, Venedig oder Rimini locken. Das kenne ich in und auswendig, seit meiner Kindheit. Meer hiess Mittelmeer, warm und ruhig unter immer blauem Himmel. Jetzt lebe ich aber in Düsseldorf und der Strand liegt nördlich. Und das war für mich Neuland. Raue See, kalt und wild. So hab ich mir die Nordsee vorgestellt. Gekannt hab ich die nicht. Deswegen freute ich mich, mit einer Freundin aus Frankfurt über ein verlängertes Wochenende nach Schiermonnikoog, einer Insel im Nordmeer, zu fahren und dort zu campen. Die Anreise ist nicht ganz ohne Probleme, wenn man öffentlich fährt, Umsteigen in Arnheim und Zwolle, in Groningen dann in den Bus und von der Küste zur Fähre. Auf der Insel gibt es auch einen Bus, der die Fährenpassagiere ins Dorf bringt. Aber als ich am Meer ankam, die Fähre bestieg, wusste ich, die Fahrt hat sich gelohnt. Dieses Licht, diese Farben! Der Wind wehte kühl auf dem Sonnendeck, aber die Sonne glitzerte auf dem Wasser, in er Fähre gab es Waffeln und heiße Schokolade – super. Und ich sah die Schwalben über dem Meer, mein Tattoo in lebendig sozusagen.

IMG_2175Auf der Insel bezogen wir unser spartanisches Quartier, ein Bettenlager für Selbstversorger namens Springfield. Mir macht sowas Spaß, aber es gibt natürlich auch echte Hotels für alle die, die mehr Komfort benötigen. Wir sind dann erst mal los zum Viezenverhuur, also zum Fahrradverleih, um mobil zu werden auf der Insel, auf der Autos den Einheimischen vorbehalten sind. Ohne Fahrrad geht hier nix. Und dann erstmal zum Meer. Grandios. 17 Kilometer Strand, am Ende ein Naturpark, in dem man, mit viel Glück, Kegelrobben sehen kann. Und Delphine im Meer. Garantiert aber jede Menge Vögel und Hasen. Mit den Fahrrädern saust man durch die Dünen, die Steigung ist schier unerträglich, es geht manchmal fast bergauf. “Klein Schweiz” nennen die Einheimischen diese Hügel. Der Strand ist größstartig. Immer wieder bin ich beeindruckt von dem völlig anderen Licht, das die Luft durchdringt und jedes Sandkorn strahlen läßt. Ich kann mich nicht sattsehen, nicht sattriechen von der salzigen Luft. Am Abend drückt die Flut warmes Wasser Richtung Strand, dann kann man auch gut baden im Sonnenuntergang. Meine Premiere in der Nordsee.
IMG_2146Zurück im Dorf, durch das eine große Hauptstrasse führt, mit einem riesigen Walkiefer als Wahrzeichen, gibt es diverse Attraktionen. Zum einen die Fischbude “Vishandel” , in der es Kibbeling mit Pommes gibt, sowas wie Fish and Chips auf Holländisch. Meine Freunde schwören drauf. Ich bin kein extremer Fischfreund, ich hab mir frittierte Garnelen bestellt und Pommes dazu. Super. Im Supermarkt füllen wir wieder unsere Vorräte an Vla auf, es gibt sogar viele nette Boutiquen, darunter einen DYI-Laden und Mode, die zum maritimen Stil der Insel passt. Alles sieht aus, als ob es Redakteure der Brigitte dekoriert hätten. Das ist ein Kompliment. Besonders toll ist ein kleiner Süßwarenladen am Ende der Hauptstrasse, dort finden Lakritzfreunde das Paradies auf Erden, aber auch Fudge und Bonbonliebhaber werden glücklich.

Schiermonnikoog ist nix für Leute, die große Action brauchen und Schickimickiambiente. Es ist die ideale Insel für Boulespieler am Strand, stundenlanges Radfahren oder Spaziergänge durchs Watt. Zum Kopf frei bekommen und durchatmen. Zum im Sand liegen und den Möwen zugucken. Zum Nacktbaden am menschenleeren Strand am Abend. Für Leute, die mal wieder Lust haben, mit ihren Freunden zu reden. Oder zu schweigen. Es ist genau richtig für mich – ich komme bestimmt wieder.

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Meine Looks in Mykonos

ich hab mich vom Bohemian Look des San Giorgio inspirieren lasen. Meine Lieblingsteile auf der Reise waren ein langes Kleid von Mango, so blau-weiß wie Griechenland, die Concious Collection Weste von H&M und das bestickte Kleid aus der Kate-Moss-Collection von Topshop. Also ganz viel total aufwändig Besticktes.
Ich hab immer die olivfarbene kurze Hose dabei, die ich mir vor über 20 Jhren in einem Polo Ralf Lauren Store in Nassau gekauft habe. Damals saß sie weiter. Egal. Die Hose begleitet mich auf allen Reisen. Leider kam der Wollpullover öfter zum Einsatz, als mir lieb war, aber es ist halt doch saufrisch am Abend, wenn der Wind weht.
Ich hab mir auf Mykonos so einen kolumbianischen Häckelsack türkis mit lila und orange erstanden und den coolen Piratenring. Und ein LoveGreece Shirt von Ekaterini. Ich bin nicht die allerschlankste Person der Welt, aber ich finde, wir haben auch als Moppel das Recht, uns anzuziehen, wie wir wollen. Dass Bauchfrei für uns suboptimal ist, wissen wir selbst.
Meine Reisegarderobe ist immer blau, weiß, grau. Da kann nix schiefgehen und alles ist mit allem kombinierbar. Ich kann nur empfehlen, sich auf Reisen so ein Farbschema zuzulegen, das macht alles einfacher.
Ich hab in Mykonos festgestellt, dass ich hoffnungslos unterlabelt war. Die durchschnittliche Inselbesucherin hat an jedem Teil ein gut erkennbares Logo. Tasche: VL, Gürtel: Hermes oder Gucci, Jacke Phillip Plein (endlich weiss ich, wer das kauft), dazu Chanel, Dior und CM in veränderlichen Gewichtsanteilen.

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Die Katzen von Mykonos

Catcontent aus Griechenland, die kleinen Miezen sind wirklich überall und profitieren davon, dass die Touristen alle so tierlieb sind. Sie wirken recht entspannt, vermutlich sind sie auch im Urlaub. Oder – davon bin ich überzeugt, die sind einfach wesentlich entspannter als wir. Ein Stuhl, ein sonniger Fleck – passt. Ich einfach immer mal wieder draufgehalten, wenn ich sie wo erwischt habe…

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San Giorgio – der griechische Hotelhimmel

Mykonos ist Das Griechenland, dass man sich in Urlaubsträumen vorstellt. Blauer Himmel, türkises Meer, die Häuser Weiß und blau, jetzt im Frühling voller pinker bougainvilla und rotem Mohn. Grüne Hügel, immer von ein wenig Wind umweht. Perfekt. Ein Hauch der alten Hippie-Relaxtheit, die die Insel seit den Siebzigern berühmt gemacht hat, ist immer noch da, trotz turmhoher Kreuzfahrtschiffe im neuen Hafen. Mykonos ist wunderschön.
Hinkommen ist einfach, ich mit Germanwings direkt von Köln/Bonn geflogen, im Sommer gibt es auch direkte Flüge mit Airberlin aus Düsseldorf.
Ziel meiner Reise war ein Hotel, das San Georgio, das ich im Rahmen einer Einladung besuchen durfte. Das war klasse, denn so Schön wie Mykonos ist auch das Hotel am Strand, zwischen Paragas und Paradise Beach. Auf Paradise Beach liegt die Clubmeile, der führende Club ist der Paradise Club, einer der Top 20 dieser Erde, der den gleichen Besitzern gehört wie das San Giorgio. Und eigentlich war das Hotel nur ein Nebeneffekt, eine Wohnmöglichkeit für DJs und Gäste.
Aber was für eine. Das Hotel wurde als Save Haven für all die schöne Partycrowd konzipiert, fernab von gewöhnlichen Standards.Das Personal ist durchgehend schön, total freundlich und hilfsbereit. Hängematten und liegebetten am Pool, Lockere Sitzgelegenheiten überall statt steifer Lobby. Emanuelle Pfauenstuhl, Acapulcochairs, Designertische und weiße Macs mischen sich mit Fundstücken aus Griechenland, geflochtenen Matten und Teppichen aus maisstroh, schönen Kissen von “rock the Kashbah” aus Paris. Wenn es einen Platz gibt, einen glitzernden Kaftan zu tragen, dann hier. Das Hotel hat hohe Umweltstandards, das gefällt mir. Auf einer Insel, auf der Wasser ein wertvolles Gut ist, sollte man das nicht aus den Augen verlieren. Die griechische Regierung gängelt Hotels mit irren Auflagen, verlangt, dass Bettwäsche und Handtücher täglich gewechselt werden.

Der Pool ist ungeheizt und mit frischem Meerwasser gefüllt. Ich traue mich als einzige rein und finde es herrlich. Jetzt in der Vorsaison war es sehr ruhig und gemütlich, ich kann mir aber vorstellen, das es sich im Sommer ein wenig ändert, wenn ab Nachmittag der Strand zum Schwimmen, bräunen und zur Party ruft und das San Georgios voll besetzt ist. Da werden sicher die Beats der DJs auch das Hotel erreichen – aber das ist ja nicht das Schlechteste, schließlich legen im Paradise Club die besten DJs der Welt auf. An der familiären Athmosphäre wird sich dennoch nicht viel ändern, beim Essen an langen Tafeln kommt man sich näher und die Menschen, die ein Hotel wie das San Giorgio buchen, sind vermutlich ein ähnlicher Menschenschlag. Wer hier mit seinem Handtuch eine Liege besetzt, ist ganz sicher falsch. Entspannt bitte. Keine Nervereien im Urlaub. Und auf der Nachbarliege liegt vermutlich Avicii oder David Guetta. Cool.

Fernseher im Zimmer sind auch Fehlanzeige, aber ehrlich, ich hab das Tv nicht vermisst. Wann denn? Tagsüber wird am Strand relaxt oder in Mykonos Town geshoppt oder eine der nahen Inseln wie Delos oder Santorini besucht, abends geht es zum Essen und dann in die wunderbaren Clubs der Insel. Braucht das Paradies Tv? Wer’s gar nicht lassen kann, der kann via Wifi im Internet streamen, das geht, wir haben mal kurz beim Grand Prix und Germanys Next Top Model finale reingezappt. So sans, die Blogger.

Aber das ist eigentlich echt eine Sünde. Das Hotel ist dazu da, zu genießen. Zeit zu haben.
Zum Frühstück gibt es ein kleines Buffet, der Rest wird frisch ala Carte zubereitet. Griechischer Joghurt mit Honig, Nüssen und Früchten, Omelette mit Feta, Basilikum und Zwiebeln, Gegrillter Haloumi, pochierte Eier auf Avocados und Tomaten. Toll. Geht nicht besser. Auch mittags und abends bietet das Küchenteam griechische Küche auf hohem Standard an. Was mir ein wenig fehlt, ist ein SPA, aber da wird drüber nachgedacht. Gut.
Ich werde sicher im Sommer ein verlängertes Wochenende wiederkommen, um mich voll ins feiern zu stürzen. Als Hotelgast ist man Vip im Club, das wird ausgenutzt.

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