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Mit Schulranzen unterwegs – La Cartella

Werden richtig als Schulranzen getragen: Satchels in allen Farben von La Cartella

Werden richtig als Schulranzen getragen: Satchels in allen Farben von La Cartella

Ich hatte so einen noch. Damals, in der Grundschule – damals gab es noch nicht diese klobigen Scouts, nix mit Ergonomie und so. Mein Schulranzen war dunkelrot un irgendwie bin ich jetzt gerade sehr traurig, ihn nicht mehr zu haben. Auf der Premium hab ich nämlich den Stand von La Cartella entdeckt, einer italienischen Firma, die die Teile wieder auflegt und ich finde die gerade richtig hipp und hübsch. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie praktisch das ist, aber ich werde es herausfinden. Ich werde mir diesen Winter so eine Tasche wieder zulegen. Ich weiß nicht, ob ich sie wieder auf dem Rücken tragen werde, vermutlich eher als Umhängetasche, in die der Laptop etc super reinpasst. Aber bei der Farbe werde ich mir treu bleiben, ich will den kleinen Ranzen wieder in Dunkelrot, um der alten Zeiten willen…

 

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UpMade – das Beste aus Resten

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Eigentlich hört es sich erstmal komisch an: Mode aus den Resten der größten Textilfabrik in Bangladesh. Aber was Ausdesign® aus diesen Resten zaubert, überzeugt von der Ökobilanz als auch von der Optik. Die Designerin Reet Aus aus Tallinn in Estland zeigte ihre Mode unter dem Label UpMade auf dem Green Showroom im Adlon. Ich mag ja blau-weiß-gestreifte T-Shirts, vor allem, wenn ein Anker drauf ist (Nautische Methapher). Und dieses Stück lockte mich an den Stand. Die übrigen Designs waren wesentlich schicker und ich mochte alles. Leider kann man dort nicht direkt kaufen, wie noch vor einem Jahr, ich hätte gern ein T-Shirt erworben.

So schön die Mode ist, gestartet ist das Ganze  eigentlich als Forschungsprojekt zum Thema Upcycling, also aus dem Müll anderer Menschen etwas Sinnvolles und -in diesem Fall – Wunderschönes zu schaffen. Extrem nachhaltiges Konzept. Reet Aus und ihr Team arbeiten mit Beximco zusammen, dem größten Textil- und Bekleidungshersteller in Bangladesh. Beide Firmen zielen darauf ab, die Umwelt zu schonen und Ressourcen einzusparen. Keine kleine Sache, wenn man bedenkt, dass es theoretisch möglich wäre, 65% des Abfalls zu vermeiden, den die Textilfirma im Jahr produziert – und das bei einer gigantischen Menge von  56 Millionen Kleidungsstücken, die Beximco pro Jahr verlassen.

Die Designs von UpMade by Reet Aus  sparen zusätzlich 70% Wasser und  schaffen 88% weniger CO2 Ausstoß im Vergleich zu herkömmlicher Ware. Der Trick dabei ist, die übrig gebliebenen Stücke aus anderen Kollektionen so zusammenzusetzen, dass die kleinen Stoffteile wieder ein sinnvolles Shirt ergeben. So  wirken die Motive wie Anker oder Pfeil wie kostbare Intarsien im T-Shirt, wie besonders aufwändig gemacht und nicht, wie im Gegenteil, aus der Not geboren. Die Designs müssen immer wieder neu gepuzzelt werden, je nachdem, was andere Firmen so für Zuschnitte bestellen.

Wenn man über eine Riesenfirma in Bangladesh hört, wird man natürlich auch stutzig und fragt sich, ob man da nicht die Arbeiter ausbeutet. Ja, von der Ökobilanz ist UpMade Green, aber auch von den Arbeitsbedingungen? Die Webseite gibt darüber ausführlich Auskunft. Ich hoffe, das hat alles so seine Richtigkeit. Ich kann nur sagen, mich hat das Konzept und die Schönheit der Designs überzeugt.

Zu kaufen gibt es die Mode in diversen Boutiquen, leider in keinem Online-Shop. Aber ich hoffe, irgendwo eine der Ankerblusen zu erwischen.

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Grün geht auf viele Arten – Green Showroom in Berlin zeigt alle

Es gibt viele Varianten, wie grüne Kleidung entstehen kann. Sei es, dass Naturmaterialien benutzt werden, dass Materialien recycelt werden, wie etwa PET-Flachen, sei es dass upcycelt wird, dass heißt, aus anderer Leute Abfall entsteht etwas Neues oder dass die Bekleidung aus fair hergestellten Materialen entsteht. Der Green Showroom im Adlon ist deswegen immer eine sehr spannende Sache und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Es gibt vier Labels, die mir ganz besonders gefallen haben: Johanna Riplinger hatte eine wunderschöne Seidenkollektion dabei, vor allem ein beiger Jumpsuit, für den ganze vier Meter Seide verarbeitet werden, hatte es mir angetan. Die Blusen mit dem unregelmäßigen Muster in rose und lila wirken auf den ersten Blick ungewöhnlich, und die Stoffärbung hat denn auch eine faszinierende Geschichte: Auf die Seide werden einfach Rosenblätter gelegt, die zuerst in indischen Tempeln den Göttern geweiht waren. Die verblühten Rosen, die von den Priestern entfernt werden, bekommen die Seidenfärber. Upcycling vom Allerfeinsten.

Edelziege ist der witzige Name eines neuen Kaschmirlabels – und ich habe selten so feine Pullöverchen gesehen. Hauchzarte Wolle, hauchzarte Farben, vor allem das helle Mintgrün hat es mir angetan. Saruul Fischer, die Inhaberin des Modelabels edelziege, ist in der Mongolei aufgewachsen. Die Mongolei ist einer der größten Cashmere-Produzenten der Welt. Da lag es für sie nahe, mit einem der kostbarsten Naturprodukte ihrer Heimat die Brücke zu schlagen in ihre Wahlheimat Deutschland. 2007, als sie wieder die Familie in Ulaanbaatar besuchte, sah sich die angehende Unternehmerin nach einem geeigneten Partner vor Ort, einer für beste Qualität bekannten Cashmere-Strickerei, um und wurde fündig. Doch nicht nur der Handel mit Produkten aus reinem Cashmere reizte sie, als besonders modebewusste junge Frau nutzte sie ihre Kreativität und entwickelte schließlich eigene Kollektionen. Seit 2008 designt, produziert und vertreibt Saruul Fischer luxuriöse Cashmere-Produkte unter dem Label edelziege.

Foto: Edelziege

Foto: Edelziege

Die Mode von Gotsutsumu sieht erst einmal unspektakulär aus – normal. Doch sie ist alles andere als das, es ist nämlich biozertifizierte Businessmode. Die gesamte gotsutsumu Kollektion ist nach Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert und mit der Labelstufe „organic“ ausgezeichnet. Das bedeutet zu allererst einen sehr hohen Prozentanteil an Naturfasern aus kontrolliert ökologischer Erzeugung. Die italienischen Wolltuche bestehen aus 98% Bio-Schurwolle, die Baumwollwebware für Blusen und Hemden läßt die Firma aus 100 % Bio-Baumwolle herstellen und den Jersey für die T-Shirts und Kleider aus 95% Bio-Biobaumwolle.

“Während des gesamten Herstellungsprozesses kommen keine umweltbelastenden oder gesundheitsschädlichen Chemikalien zum Einsatz und es wird auf eine Ressource schonende Produktion geachtet. Um die Transportwege so kurz wie möglich zu halten, findet die Verarbeitung in Europa und der Türkei statt. Eine sozial verantwortliche Produktion mit sicheren Arbeitsplätzen, geregelten Arbeitszeiten, gerechter Behandlung und Existenz sichernden Löhnen ist in der gesamten Produktionskette sicher gestellt, also in jeden einzelnen Betrieb, der an der Herstellung der gotsutsumu Kollektion beteiligt ist.”, erklärt das Label. Wenn das nichts für den umweltbewussten Manager oder Grünen-Abgeordneten ist, weiß ich auch nicht.

Mehr experimenteller Natur ist “Blond and Bieber“, die experimentieren mit Mutter Natur herum und stellen aus Algen sehr interessante Farbstoffe her, die sich im Laufe der Zeit mit der Luft verändern. Das Label arbeitet mit dem Fraunhofer Institut zusammen und da darf man bestimmt noch viel Spannendes erwarten. Mir haben die Stoffe mit ihren unregelmäßigen Mustern gut gefallen, Algaemy nennen sie ihr Projekt – als Inspiration diente unter andrem Chinesen, die sich während der Algenpest die Algen munter auf die Haut legten. Ein Unkraut als Feuchtigkeitsspender…so kam die Idee auf, mit dieser Pflanze zu experimentieren.

Ich werde euch noch einige Labels spezieller vorstellen, schließlich ist erst wieder in einem halben Jahr Fashion Week.

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Weltverbessern mit Toms – diese Taschen können Leben retten!

Es gibt Labels, die muss ich einfach unterstützen. Zum einen, weil deren Produkte echt schön sind, zum anderen aber, weil sie einen wirklich Unterschied machen. Eins dieser Labels ist Toms. Ein Label, das ich euch besonders ans Herz legen möchte, weil das zu dem Konzept dieser Seite passt wie kaum ein anderes, denn mit Toms tut man mit jedem Einkauf etwas Gutes und hilft jemand, dass dessen Leben besser wird – und man hat nebenbei noch eine schöne Tasche, Brille oder ein Paar Schuh erstanden. Der Look von Toms ist leicht ethno, viele Prints, Naturfarben und Leder. Der Klassiker sind lässige Espandrillos, aber die Kollektion wir laufend erweitert. Die deutche Seite ist noch im Aufbau, nicht erschrecken. Ich würde hoffen, dass Toms als Marke hier gut Fuß fasst, weil…

Im Jahr 2006 lernte der Gründer von TOMS, Blake Mycoskie, Kinder in einem Dorf in Argentinien kennen und sah, dass sie keine richtigen Schuhe hatten, um ihre Füße zu schützen. Er wollte ihnen helfen und gründete TOMS Schuhe, ein Unternehmen, das für jeden Verkauf eines Paars Schuhe ein bedürftiges Kind mit einem neuen Paar Schuhe unterstützt. One for One.® Im Jahr 2011 wurde das One for One-Modell mit TOMS Brillen erweitert. Für jede verkaufte Brille unterstützt TOMS eine hilfsbedürftige Person dabei, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. One for One.®

Was als einfache Idee begann, entwickelte sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell, durch das Bedürftigkeit angegangen und Kindern und ihren Gemeinschaften weltweit zu einer besseren Gesundheitsversorgung, Bildung und mehr wirtschaftlichen Perspektiven verholfen wird. Und in diesem Jahr freuen wir uns besonders auf die Gründung von TOMS Roasting Co. Für jeden verkauften Beutel Kaffee schenkt TOMS einer bedürftigen Person eine Woche lang sauberes Wasser. One for One. ®

TOMS hat bereits mehr als 10 Millionen Paar neuer Schuhe an hilfsbedürftige Kinder gespendet und mehr als 200.000 Menschen geholfen, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. Wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein und freuen uns mehr denn je darauf, zu sehen, wie die kontinuierliche Entwicklung unserer Giving-Aktionen Gemeinden weltweit positiv beeinflussen kann.

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins - ein tolles Konzept

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins – ein tolles Konzept

Mittlerweile machen auch Promis mit, DJ Paul van Dyck hat Schuhe für Toms entworfen.  Das Produktportfolio wird immer wieder erweitert, mittlerweile gibt es auch Fair Trade Kaffee, bei dessen Verkauf Trinkwasser gespendet wird. Und wer Angst hat, die Schuhe für die Kinder würden von Kinden woanders hergestellt, den kann ich beruhigen: Toms produziert fair, unter anderem in Haiti, wo versucht wird, dem Land wieder auf die Beine zu helfen. Wer es genau wissen will: hier der Link zum Giving Report

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Curvy, sexy, wunderbar – zu Gast auf der Übergrössenmesse

IMG_0320Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf der Fashion Week für etwas korpulente Frauen, der curvy is sexy. Im Palazzo Italia, direkt an der Friedrichstrasse, unter den Linden, zeigten über 60 Labels, was sie so zu bieten haben für mich und meine, ich sag jetzt mal , Leidensgenossinnen, die nicht immer bei Zara oder gar den Designern fündig werden. Ich muss gestehen, ich war wirklich gespannt. Was gibt’s denn da so? Um es vorwegzunehmen: wer Mode für große Größen mit Hauszelten gleich setzt, muss umdenken. Es gab wunderbar Tragbares für jeden Tag, edle Designerkleider, Abendkleider… es gibt Bekleidung in allen Preislagen. Ich war begeistert. Ich bin mit 40/42 und manchmal auch 44 ja im unteren Bereich der Übergrößen angesiedelt. Aber hier auf der Messe hätte mir jedes Teil gepasst, es hat mich außerordentlich gefreut, ich gebs zu.

Was mich überrascht hat, ist, dass ein paar der schönsten Labels aus Deutschland kommen. No Secret , S. Oliver Triangle, Anja Gockel WomanIam. Ganz groß und auch die Engländer, die mit Zizzi einen großen Stand hatten oder die Skandinavier, die die gesamte Palette von romantisch bist zur lässigen Jeans Mode spielen. Es gab spezielle Blusen, in die der Busen passt, extra Weitschaftstiefel…..ein Moppelparadies. Dreimal am Tag zeigten die Labels auf einer Modenschau, dass Curvy is sexy nicht nur ein Schlagwort ist. Und während auf der Fashion Week die Models immer dünner werden, standen hier wunderschöne, echte Frauen auf dem Laufsteg, mit Busen, Po und allem, was dazugehört. Ich hätte mir gewünscht, jede, die im Zelt war, wäre auch einmal hier gewesen, um zu sehen, wie schön ein wenig rundlich sein kann. Ich fand die Models traumhaft.

Es gab ein paar Labels, die ich ganz besonders schön fand:

WomanIam von Designerin Anja Gockel, die herrliche Kleider zeigt, deren Print sie selbst entworfen hat. Altrosa-grau, kombiniert mit schwarzer Spitze, ein frühlingshaftes Seidenkleid im Seerosendruck oder futuristische Punktkleider. Toll!

S.Oliver Triangle ist lässige Streetwear. “Wir füllen damit eine Lücke zwischen den regulären Größen und der Übergröße-Mode”, heißt es dort. “Auch Frauen, die größer sind als der Durchschnitt, werden bei uns fündig”. Stimmt. Ich hab mich in ein schwarzes Kleid verliebt, über dessen komplette Vorderseite ein weißer Blitz lief – super. auch ein schlichtes weißes Kleid mit Dreiviertelärmeln, das ein Testimonial trug, hat es mir angetan. Und eine Baggy Lederhose, und ein schwarzer langer Plisseerock und und und…

Junarose ist sehr jung, sehr gut geschnitten und sieht einfach sweet aus.

Zizzi, ein Brand aus England, hat eine besonders coole Kollektion vorgestellt. “Wardrobe of Wonders” heisst sie und erfüllt mit Bleistiftröcken, kurzen Sweatshirts, wilden Prints auf gut geschnittenen Kleidern,  Boucle-Karokostüm oder Snakeprints den Wunsch, modische Kleidung ab 42 zu bekommen.

Veto, ein dänisches Label, bietet tolle Jeans und einen sehr süßen Rosendruckblouson – der hat es mir angetan.

Und last, but not least, Adam Brody aus Zürich. Der Designer macht wunderschöne Mode. unter anderem einen blau-weißen Brokantanzug, der ein absolutes Lieblingsstück werden könnte.

Fazit: wir müssen das Gut gekleidet sein, nicht länger den Frauen bis Größe 38 überlassen – die Branche hat uns entdeckt. :)

 

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Will ich ein Kunstwerk sein? Bekleidung versus Mode

Print von Artiststylist

Print von Artiststylist

Wie relevant ist Mode denn noch? Man sollte denken, extrem relevant. Jeden Tag stehen wir vor dem Schrank und denken darüber nach, was wir tragen wollen, wer wir sein wollen in unseren Kleidern. Kleider machen Leute. Stimmt ja auch. Die meisten von uns entscheiden sich praktisch. Gucken nach dem Wetter und was in ihrer Arbeitsstelle so okay ist. Wie man die Figur kaschiert – oder zeigt – je nachdem. Mit extrem modischen Gesichtspunkten hat es in den wenigsten Fällen zu tun. Eine Anna dello Russo, die postuliert, sie liesse sich vom Wetter ihre modische Entscheidung nicht abnehmen, ist selten.

Es gibt in Deutschland derzeit vier große Kategorien.

  • Jung und proll trägt meist engste Jeans mit engem Top und Lederjacke, die Haare kunstvoll geglättet. Dazu eine Louis Vuitton Speedie und High Heels
  • Jung und hip trägt das Gleiche, nur mit weitem T-Shirt, die Haare zum Dutt und Sneaker oder Birkenstock. Brille und Jutebeutel
  • Älter trägt Jeans und Funktionsjacke mit praktischer Frisur. Oder Kostüm, falls wer in der Bank arbeitet.
  • Wer noch älter ist, trägt alles in verwaschenen Beigetönen mit Stützstrümpfen.

Das wars. Fertig ist die Laube. Alles andere sind maximal Randerscheinungen, nicht mehr statistisch erfassbar.So richtig rausstechen will eigentlich niemand. Selbst in Modemetropolen kann man lange nach extrem gut und eigenwilig gewandeten Menschen suchen. Warum das so ist? Schwer zu sagen. Vielleicht hat diese Zeit des globalen Dorfes auch eine Art globale Spießigkeit mit sich gebracht. Auch die Männer sabotieren Abweichungen, denn die mögen es nicht modisch oder auffällig, lieber Sachen, die Titten und Hintern gut raus bringen. Sexy ist immer gut, wenn es nach denen geht.

Niemand fragt – wie modisch ist das? Will ich heute ein Kunstwerk sein? Und wenn ja, was für eins? Will ich heute ein Statement setzen mit mir selbst? Bin ich heute Protagonist in dem Stück “Mein Leben” und sorge dafür, dass andere zusehen dabei? Lady Gaga denkt so und die ist als extrem exzentrisch verschrieen. Mode ist Kunst und Kunst trägt niemand – außer Künstler, die dürfen das. Eine ganze Palette der Kommunikation wird gekappt. Auch wenn man nicht nicht kommunizieren kann, die derzeitige Bekleidung sagt nur: Ich bin Teil des Chors, kein Solist. Jedes Jahr bringen die Frauenmagazine Modebeilagen über die Schauen und jedes Jahr kaufen die Frauen das Gleiche mit minimalen Abwandlungen.

Durch das Desinteresse wir auch die Mode als Solches uninteressant. Was nicht getragen wird, ist nicht geeignet, den Zeitgeist zu beeinflussen. Eine Spirale der Irrelevanz. Modehäuser könnten eigentlich gar keine Mode mehr machen und ihr Geld mit Basics, Handtaschen und Kosmetika verdienen. Tun sie ja eh schon. Wenn Dior und Co keine neue Mode mehr designen würden, würde das irgendwem auffallen? Deswegen interessieren mich Schauen nur noch, wie ich eine Oper anschaue, bestimmt nicht, um dort Dinge zu erwerben, sondern als Kunstspetakel. Eigentlich schade.

Mein Beitrag zur Blogparade anlässlich der Ausstellung „Erwin Wurm. One Minute Sculptures“ im Frankfurter Städelmuseum

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Ein Rundgang auf der Premium

Klar, der nächste Sommer wird bunt, aber nicht schrill. Sanft. Auf der Premium wird das gezeigt, was wir im kommenden Sommer wirklich tragen, weit abseits der Shows im Zelt. Mehr Kleidung als Mode. Ich persönlich mag die Messe gerade deswegen sehr gern, weil sie ein weitaus realistischeres Bild gibt. Und klar, es sind die Labels, die ich selbst gern trage – oder tragen würde. Und würde auch am liebsten immer gleich alles von den Stangen mitnehmen – geht natürlich nicht. Parallel zu den Laufsteg-Schauen der Fashion Week lockt die „PREMIUM“-Messe inzwischen über neunhundert Marken und knapp sechzigtausend Besuchen in die Station-Berlin am Gleisdreieck. Mit einem Termin noch vor den Modenschauen in Paris oder New York hat sich Berlin innerhalb weniger Jahre als internationaler Trendvorschau etabliert. Hier kann man die neuen Kollektionen sehen, noch bevor sie anderswo gezeigt werden. Und deswegen bin ich auch jedes Jahr da.

Irgendwie bewegt sich die Mode in diesem Jahrtausend aber in Trippelschrittchen vorwärts, es gibt nix, dass jetzt bahnbrechend neu wäre. Nichts von dem würde jetzt auf der Straße als Mode des kommenden Jahres auffallen. Keine extrem neue Silhuette. Aber das, was gezeigt wird ist schön und sehr weiblich. Die Materialien sind toll und werden immer besser – da merkt man zumindest den Fortschritt, Baumwolle wird immer weicher und zarter, Neopren hat Einzug in den Massenmarkt gehalten, es gibt immer raffiniertere, kunstvolle Prints. Die Kleider, oft lang und duftig, wirken extrem weiblich, die engen Jeans, in sehr hellen Waschungen und wie gebatikt, sind aus ganz leichtem, stretchigem Denim. Die passenden Oberteile sind meist eng und wirken wie total verwaschen, müde Farben dominieren.

Mir besonders gut gefallen immer die Boheme Lables, sei es Antik Batik, Odd Molly, BrasiBrasi, Star Mela oder Ancient Greek Sandals – eine Art Mode außerhalb der Mode, die irgendwie immer geht. Ist aber vielleicht auch nur der Hippie in mir, der diese Sachen so liebt. Ich hätte jedenfalls den gesamten Antik Batik Stand mitnehmen können. Ethno kommt eh wieder, Neonfarben auch, aber immer dezent eingesetzt. Bei Star Melanie werden Ethnoblusen und Taschen mit Neonfarben bestickt, ein toller Effekt.

Ich werde jetzt in den kommenden Wochen immer mal wieder besondere Labels vorstellen, die mich besonders beeindruckt haben – würde mich freuen, wenn ihr dranbleibt.

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Guna: Lässige Streetwear mit ausgesuchten Marken

Naketano hat Mode für Veganer

Naketano hat Mode für Veganer

Was Mode anbelangt, bin ich so zwiegespalten. Auf der einen Seite mag ich es gern feminin, Röcke, Blusen mit Spitze, Mäntel mit Pelzkragen. Es gibt so Tage, da kann ich nicht anders.
Aber auf der anderen Seite – und die überwiegt an den meisten Tagen – mag ich es gern unkompliziert. Jeans, Longsleeve, Lederjacke und gut isses. Liegt vielleicht daran, dass ich überall mit dem Fahrrad unterwegs bin und da ist es nun mal praktischer. Praktisch, das ist so ein hässliches Wort. So hässlich wie die meisten Funktionsjacken und überweite Fleecepullover. Deswegen: nennen wir den Look lässig. Ja, das klingt viel besser. Denn auch bei diesem Look will ich nicht auf das gewisse Etwas verzichten. Coole Schnitte, melierte, weiche Stoffe, schöne Farben und witzige Aufdrucke. Immer gut zum mitnehmen in den unbeständigen deutschen Sommern.
Da hab ich neulich einen Onlineshop namens Guna entdeckt, der sich auf Jeans und Streetwear spezialisiert hat und viele der Marken führt, die ich besonders gern hab. Ich mag es, wenn ich ein etwas spitzeres Angebot vorfinde, in den Riesenshops hab ich das Gefühl, von der schieren Menge an Kleidern und Kleidungsstilen fast erschlagen zu werden. Bei Guna fühle ich mich da gut aufgehoben. Der Shop, der zur Kette Olymp und Hades gehört, führt unter anderem Naketano, Wellensteyn, G-Star, Khujo oder Superdry – alles Marken, die ich sehr schätze und bei denen ich weiß, welche Größe mir passt. Das ist vor allem beim Onlinejeanskauf eine Hürde. Mit Größe 42 bin ich nicht die Allerschlankste und so ist es gut, zu wissen, wie G-Star schneidet. Weil, mit dem Hin-und Herschicken hab ich`s nicht so. Wobei Guna satte 100 Tage Rückgaberecht anbietet.
Naketano hab ich vor einigen Jahren noch im Undercover Magazin als totalen Insider vorgestellt, mittlerweile hat sich das Label etabliert. Zu Recht. Ich mag deren langgeschnittene Hoodies oder Sweatshirts mit dem großen Kragen, so richtig zum Einkuscheln. Femine Lieblingsstücke für daheim. Witzigerweise ist die Marke auch der Hit der Veganer, weil sie auf Wolle, Leder, Seide oder Daunen verzichtet. Vegane Mode – da muss man erst mal drauf kommen.

Bei Superdry überzeugen weniger raffinierte Schnitte (die sind extrem klassisch), sondern deren leicht verwaschene Drucke im Vintagelook. Wer nicht genau hinkuckt, denkt, ein Originalsweatshirt aus den 80ern vor sich zu haben. Wellensteyn Jacken oder G-Star sind Klassiker, die konstruierten und extrem raffiniert geschnittenen Jeans der Marke faszinieren mich. Ich liebe vor allem deren unendlich coolen Waschungen.
Die Grössen bei Guna bewegen sich im normalen Spektrum, extra groß wird leider nicht angeboten.  Aber wenn ich dort was finde, stehen die Chancen für euch nicht schlecht.

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Den perfekten BH finden

paranoireIch bin sehr dankbar, dass die wundervolle Eva sich die Zeit genommen hat, uns zu erklären, was es mit BH-Größen auf sich hat und wie und auch wo ihr den perfekten BH findet. Eva weiß alles darüber, sie designt nämlich selbst Dessous, ihre wunderschönen Kreationen lassen sich unter ParaNoire auf Etsy finden.
DANKE für die wertvollen Infos
Hallo, ich bin Eva und ich mache Unterwäsche.
 Da mir ein positiver Umgang mit unseren Körpern sehr am Herzen liegt, und ich  leider viel zu oft sehe, wie Menschen unter schlecht sitzender Unterwäsche leiden, mache ich das natürlich gerne!
Was zeichnet einen gut sitzenden BH aus?
Das beste Zeichen für einen gut sitzenden BH: du vergisst, dass du einen BH trägst!
Konkret bedeutet das:
  1. Das Unterbrustband sitzt FEST GENUG, um 80-90% des gesamten Brustgewichts sicher zu halten, denn dafür ist es da. (Die meisten Frauen tragen VIEL zu weite Unterbrustbänder! Es sollte sich i. d. R. nicht viel weiter als 5 cm vom Körper weg ziehen lassen.).
  2. Die Körbchen sind GROSS GENUG für deine Brust und die Drahtbügel umschließen die Brust am äußeren Rand, ohne auf das Brustgewebe zu drücken. Die Körbchenränder schneiden nicht ein. (Die meisten Frauen tragen viel zu kleine Körbchen, und daher viel zu schmale Bügel. Das in den meisten Fällen angebrachte „Mein BH ist unbequem und drückt!“ lässt sich oft durch ausreichend große Körbchen (NICHT durch noch weitere Unterbrustbänder!) in den meisten Fällen beheben.)
  3. Das Unterbrustband ist weit genug, dass du gut atmen kannst und dich nicht wund scheuerst. (In vielen Fällen kommt ein „zu enges“ Gefühl von einem zu kleinen Körbchen, daher finde ERST ein Körbchen, das perfekt sitzt und korrigiere dann ggf. noch einmal die Bandlänge!)
  4. Das Körbchen ist nicht zu groß und wirft keine Falten (denn sonst kann der BH keine volle Stützfunktion bieten, auch wenn das Unterbrustband gut sitzt).
  5. Der Mittelsteg liegt glatt auf dem Brustbein auf und piekst nicht unangenehm. (Wenn er absteht, ist oft das Körbchen zu klein und/oder das Unterbrustband zu lang. Seltener ist einfach die Schnittform des BHs nicht passend für den eigenen Körpertyp)
  6. Die Träger schneiden nicht an den Schultern ein. (es sollten bequem 2 Finger unter die Träger passen und wie unter 1. erwähnt sollten nur 10-20% des Gewichts an den Trägern „hängenbleiben“. Stell sie so lang wie möglich, so kurz wie nötig ein.)
Das sind die ersten Anhaltspunkte, nach dieser Checkliste kann man die Passform von BHs recht gut einschätzen.
Warum sitzen BHs oft so schlecht und sind unbequem?
Die Antwort hierzu ist kurz und knapp: weil Menschen nicht wissen, wie ein BH tatsächlich sitzen muss (und auch KANN, in der richtigen Größe). Hinzu kommt ein Teufelskreis aus Wäscheverkäufspersonal, das leider viel zu oft in der BH-Anpassung nur unzureichend bzw. nach veralteten Maßstäben geschult ist, eine begrenzte Größen- bzw. Modellauswahl in den Geschäften und die Unkenntnis vieler Käuferinnen (aber auch Verkäufeirnnen!) darüber, dass es Körbchen jenseits der magischen D-Grenze gibt (und eben nicht jedes D-Körbchen „riesig“ ist. Aber dazu mehr unter Punkt 3)). Diese Faktoren bedingen sich sehr stark gegenseitig, und eines führt zum Anderen und zementiert Irrglauben, Vorurteile, Frustration und die altbekannten Größenauswahlen von 75-85 A-D.
Das Problem ist nicht, dass BH-Hersteller willentlich Folterwerkzeuge produzieren, die gar nicht bequem sein KÖNNEN, sondern eher, dass kaum eine Frau wirklich Zugang zu (vor)urteilsfreien Informationen bzgl. BH-Passform hat. Dadurch tragen sie oft einfach, was sie im Bekanntenkreis als „normal“ oder „Durchschnitt“ wahrnehmen (Stichwort: 75B) oder hangeln sich an den gleichen Buchstaben durch alle Bandgrößen, bis IRGENDWIE alles unterkommt („Ich habe ‚große’ Brüste, also trage ich ‘ein D-Körbchen’. Wenn 85D zu klein ist, nehme ich eben 90D!“). Dass das nicht bequem sein KANN, steht außer Frage. Es ist also weniger ein Problem des Kleidungsstückes an sich, sondern eher eine Frage der richtigen Größen- und Modellauswahl. In der richtigen Größe und einem zum persönlichen Geschmack bzw. körperlichen Gegebenheiten passenden Modell sind unbequeme, störende BHs die absolute Ausnahme!
Das mag jetzt vielleicht wirken wie ein „Ihr seid eben zu blöd, die richtigen Größen zu tragen!“ aber das ist ganz und gar nicht mein Punkt! Es gibt von Tag zu Tag mehr gute Ressourcen in Sachen Passform, und jeder der komplett in diesem Thema ist, kann sich z.B. bei den Busenfreundinnen eine Art „Rundum-Erstversorgung“ mit allen wichtigen Infos zu Größen, Bezugsquellen und hartnäckigen BH-Mythen abholen.
Wer lieber eine Kurzfassung möchte, kann auch gern meinen kurzen Blog-Post zum Thema „Wie finde ich einen gut sitzenden BH in der richtigen Größe?“ lesen: http://beta.paranoire-design.com/bra-fitting-shortcuts/
Sind die BH-Größen in Deutschland immer einheitlich?
Grundsätzlich ist das Größensystem in Deutschland (in der Theorie) relativ einheitlich. Die BH-Größe setzt sich aus einer Zahl (der Länge des Unterbrustbands) und einem Buchstaben (der angibt, wie groß der Unterschied zwischen Unterbrust- und Brustumfang ist, also „wie groß“ die Brust ist). Die Buchstaben bezeichnen hierbei nur eine absolute Differenz, also z.B. ob der Brustumfang 15, 20 oder 25 cm größer ist als der Unterbrustumfang, und damit ein B, D oder G Körbchen hinter der Zahl steht.
Es kann sich sicher jeder vorstellen, dass jemand mit 90 cm Brustumfang und 70 cm Unterbrustumfang vom Volumen her eine kleinere Brust haben wird als eine Person mit 120 cm Brustumfang und 100 cm Unterbrustumfang. Beide tragen aber „ein D-Körbchen“. Nun ist klar, warum es „das“ A-,D- oder K-Körbchen als absolute Größeneinheit gar nicht gibt. Alle Größenbezeichnungen sind immer RELATIV (zum Unterbrustumfang). Eine 70D und eine 100D haben zwar den gleichen Buchstaben als Körbchengröße (daher finde ich den Begriff KörbchenGRÖSSE auch schwierig, da er eine nicht vorhandene Einheitlichkeit suggeriert), die Körbchen fassen aber nicht das gleiche Volumen.
Die Einteilung in Unterbrustbandgrößen ist in Deutschland quasi vollständig einheitlich in Schritten von 5 cm, also 65, 70, 75, …, 110, 115, 120 usw. Die Körbchenbezeichnungen variieren je nach Anbieter manchmal etwas, grundsätzlich laufen sie aber alphabetisch von A bis N (größere sind mir noch nicht untergekommen, aber das heißt, nur, dass diese Größen (leider) nicht in Serie hergestellt werden, wohl aber kann jemand eine solche Körbchengröße haben, und das ist vollkommen in Ordnung so). Die Buchstaben AAA und AA bezeichnen Körbchengrößen kleiner als A, wobei AAA die kleinste erhältliche Körbchengröße ist. Manche Hersteller (z.B. Change) fügen in ihren Größenläufen zwischen D und E noch ein DD ein, dadurch ergeben sich manchmal Unstimmigkeiten bzw. Größenabweichungen zu anderen Herstellern oberhalb dieser Grenze. Manche lassen I und/oder J weg, da diese Buchstaben sich sehr ähnlich sehen und Verwechslungen vermieden werden sollen.
Dazu kommen dann noch Variationen in den Schnitten und Materialien, die manchmal dafür sorgen, dass ein BH-Modell (manchmal sogar nur eine andere Farbe des gleichen Modells!) unterschiedlich ausfallen.
Alles in Allem also: „Ja sind sie theoretisch, aber…”
Wo sind gut sitzende BHs zu bekommen?
Wenn ich in ein Ladengeschäft gehen möchte, besuche ich gern Doppel D in Berlin ( www.doppel-d.eu ) oder Change-Filialen ( http://change.com/ ). Dort bekommt man nach meiner Erfahrung eine überdurchschnittlich gute Beratung und eine große Auswahl. Bei den großen Standard-Wäsche- bzw. Modeketten ist sowohl Größenwahl als auch Beratung bestenfalls Glückssache, da würde ich nur kaufen, wenn schon eine grobe Orientierung besteht, welche Größe man tatsächlich braucht. Ich bestelle außerdem gern in britischen Online-Shops wie www.brastop.com oder www.figleaves.com (es gibt viele mehr!), da die Größen- und Modellauswahl in Großbritannien um Welten besser ist als hier in Deutschland. Aber auch hier ist sinnvoll, wenn man schon ein bisschen geforscht hat in Sachen „bessere BH-Größe“.
Warum sind auch BHs in großen Größen dick gepolstert?
Hier würde ich sagen, dass es einfach verschiedene Präferenzen gibt, und die sind von Person zu Person unterschiedlich. Grundsätzlich gibt es BHs in allen erdenklichen Ausführungen zu kaufen (man muss nur wissen, wo), zum Beispiel eben auch gepolsterte BHs in großen Größen (darüber sind eine Menge Menschen sehr froh, glaube ich!). Eine „große“ Brust zu haben, bedeutet ja nicht automatisch, dass man nur noch ungepolsterte, möglichst dünne BHs trägt (das hat leider auch manchmal den negativen Beigeschmack von „verstecken müssen“ bzw. „möglichst nicht auffallen dürfen“ in Bezug auf große Oberweiten, was ich als Grundeinstellung fürchterlich finde), genauso wie nicht jede Frau mit „kleinen“ Brüsten nur Push-Up-BHs tragen muss.
Es kann zum Beispiel einfach sein, dass man Schaumstoffkörbchen trägt, weil man nicht möchte, dass die Brustwarzen sich durch den Stoff abzeichnen, oder man wünscht sich eine bestimmte Form, die durch festeres, dickeres oder auch vorgeformtes Material besser zu erreichen ist, gerade bei sehr weichen Brüsten. Zudem ist gepolstert auch nicht gleich gepolstert. Es macht durchaus einen Unterschied ob man „nur“ das etwas festere und dickere Schaumstoffkörbchen trägt oder ob noch zusätzlich Polsterkissen in das Körbchen eingearbeitet sind.
Ich hoffe diese Antworten helfen dir und deinen Lesern weiter!
Wer sich dafür interessiert, was für Unterwäsche ich mache und wo man sie bekommen kann, darf sich sehr gerne auf www.paranoire.etsy.com umsehen, oder mich auch gern auf Facebook www.facebook.com/paranoiredesign oder Twitter ( @paranoiredesign ) kontaktieren!

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Liebe Hersteller: PASST UNS NICHT!

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sollen Selfies von Frauen über Größe 40 immer so aussehen?
Ich hab mal eine Umfrage unter meinen wunderschönen Freundinnen erstellt. Die sind von Größe 36 bis 50 – alles dabei. Und doch gleichen sich die Aussagen…

“Klamotten, die weiblich aber bequem sind. Ich hab immer das Gefühl, es geht nur entweder oder.”

“Pullover die weder Sack noch Presswurst sind. Blusen, deren Armausschnitt klein genug ist, Arme heben zu können, ohne das ganze Oberteil mit hoch zu ziehen. BHs in Körpchengröße >D, die NICHT gefüttert sind”

“Gut sitzende BHs in allen Größen, echte Mangelware in Dtl. (verglichen mit England oder USA)”

“Mal was für “Kurven” denn Kurven bedeutet nicht “fett”. Mit schmaler Taille aber viel Hüfte hat man aktuell verloren.”

“Nur weil ich schwerer werde, werden weder meine Arme oder Beine länger oder meine Schultern breiter”

bezahlbare, schöne, bequeme Kleider, die weder nach Bank, Cocktailparty noch Kittelschürze aussehen & nicht aus Plastik sind.

“Oberteile in die meine Oberweite passt. Oft auch bei Jacken & Co nen Problem.”

“Dezent klassisch Business-geeignetes in Übergrößen (ohne schreiende Blumenmuster)”

“Schlaghosen, BHs ohne Bügel, Bikini-Hosen die den Hintern auch bedecken und nicht wegrutschen, Pullis und Blusen für breite Schultern…”

“Trenchcoats, die feminin geschnitten und tailliert sind und trotzdem den Po bedecken / gut sitzende Jeans, die nicht hinten wegklaffen und vorne knapp unterm Hüftknochen enden.”

In anderen Worten: Das Zeug sitzt nicht gut. Es ist geschneidert nicht für reale Personen, sondern für eine imaginierte Zielgruppe ohne Busen, ohne Hüften, mit exakt gleich langen Armen und Beinen. Dazu nicht so, dass es schön und praktisch zugleich wäre. Die Bekleidungsbranche sollte sich mal ein Vorbild an Coco Chanel nehmen: die hatte in ihrem Atelier einen kleinen Anlauf und eine Stufe in Höhe der Pariser Strassenbahneinstiege. Damit testete sie jeden Rockschnitt und jedes Kleid auf Alltagstauglichkeit. Ich frage mich, ob derzeitige Designer wissen, was eine Strassenbahn überhaupt ist.

Oder: Jeans. Die derzeit coolen enden irgendwo rund um den Hüftknochen, da, wo bei den meisten Frauen ein kleiner Bauch- und Hüftgoldansatz ist. Ja, auch bei denen in Größe 36. Das hat die Natur so vorgesehen, wenn man jenseits der 23 ist. Das gilt auch für Slips, die dann aufs Allerungünstigste diese Speckrolle betonen und in unvorteilhafte Szene setzen. Da gibt es zwar Abhilfe bei Levis, die mit verschiedenen Kurventypen (Curve ID) der weiblichen Figur Rechnung tragen. Funzt bei mir perfekt, in 30 sitzen die wie hingenagelt. Aber Freundinnen, die was Größeres bräuchten, sind damit wieder geleimt.

BHs. GAAAAAnz trauriges Kapitel. NEIN: ab Größe C brauchen wir keine Extrempushups mehr. Dafür guten Halt und trotzdem sexy. Nicht alles mit Bügeln und Masse Watte, komischerweise ist die Natur sehr freundlich zu uns und es hängt noch nicht so, dass alles miT Drahtkorsetten gestützt werden muss. Warum ist es in England und den USA möglich, gut geschnittene, günstige Bhs zu bekommen und bei uns nur für viel, viel Geld?

Woran liegt es? Zum einen daran, dass viele Firmen aus Ländern kommen und in Ländern produzieren lassen, wo Menschen kleiner sind. Oder es wird aus Kostengründen einfach von 36 hoch gerechnet – dass das nicht funktionieren kann, sollte allen klar sein. Und: die Hersteller nehmen uns deutsche Frauen als Zielgruppe nicht ernst. Die denken: “wichtiger Markt, Deutschland, aber die Frauen da, kannste vergessen. Die laufen in häßlichen Freizeitklamotten rum und denen ist egal, ob ihnen das Zeug passt oder nicht. Brauchen wir nicht drauf speziell eingehen, die kaufen uns unseren Scheiss so oder so ab, und sehen halt damit aus wie Seekühe.”

Und das dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen. Jedesmal, wenn in Läden nichts in unserer Größe da ist, müssen wir das sagen. Laut nd deutlich. An die Hersteller schreiben oder von mir aus die BHS vor den Geschäften verbrennen. Aber wir dürfen uns nicht länger verarschen lassen. Dann ändert sich nie was. Ich war letztens bei Hunkemöller, die mit “entdecken sie den perfekten BH” werben, und alle großen Größen (mehr als C/D gibt es eh nicht) waren ausverkauft. Die Verkäuferin meinte “wir sagen immer, wir brauchen mehr, aber das wird ignoriert.” Na, danke.

Mein Vorschlag: Wenn euch der Text aus der Seele spricht, verbreitet ihn weiter, schickt ihn an die Hersteller, an die Boutiquen und Onlinehändler. Schreibt hier in die Kommentare Boutiquen und Hersteller, die es ernst mit uns meinen. Wie sollten unser Geld nicht an Sachen verschwenden, die uns nicht passen und nicht gefallen und die nicht für uns und unsere Bedürfnisse gemacht sind.

WIR LASSEN UNS NICHT MEHR WEITER SCHLECHT BEHANDELN!

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Die süßeste Tasche des Jahres – Mopstasche mit Sir Henry

Mopstasche von Sir Henry -

Mopstasche von Sir Henry – hier guckt der Mops

Wer diesen Blog kennt, der weiß, ich liebe Möpschen. Diese kleinen, knuddeligen, lieben, intelligenten Viecherl, die dabei so seltsam würdevoll sind. Möpse sind einfach großartig.

Und der Star unter den Möpsen, Sir Henry, hat jetzt eine Tasche herausgebracht, die man einfach nur mopsen möchte, so süß ist die. Mir persönlich gefällt die puristische Variante am besten, ein Shopper mit grünem- oder nudefarbenem Kunstleder (gibt noch viele andere Farbvarianten) und einer herausnehmbaren Innentasche, wenn der Einkauf mal wieder mehr geworden ist.  Aber für verspieltere Mopsfreunde gibt es auch Varianten mit Streifen und Rosen – und immer dem Bild von Sir Henry. Ab 49 Euro sind die Bags ein klasse Accessoire für den kommenden Frühling. Und alle Varianten sind lederfrei, auch andere Tiere sollen es gut haben. Zu kaufen bei Belas Welt.

Sir Herny, der bekannteste Mops Deutschlands

Sir Henry, der bekannteste Mops Deutschlands

Sir Henry hatte schon immer eine Pfote fürs Geschäft, zusammen mit Frauchen Uschi Ackermann hat der Münchner Starmops (oder Mopszar?) schon Fellpflegeprodukte, Kalender, Kochbücher und sogar Gummimöpse von Haribo auf den Markt gebracht. Er gibt legendäre Feste zur Wiesnzeit, wo er für andere Möpse sammelt, die es nicht ganz so gut getroffen haben im Leben.

Unter “Hier schreibt der Mops” ist das Tier auch unter die Schriftsteller gegangen. Also ein echtes Multitalent. Ich finde, Möpse geben die perfekten Literaten ab. Schliesslich wurden sie auch oft genug von Dichtern und Denkern besungen, von Loriot, der die Tiere abgöttisch liebte bis zu Wilhelm Busch, der im ABC der Tiere schrieb:

Die Maus tut niemand was zuleide, der Mops ist alter Damen Freude

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Lonnet – das etwas coolere Beanie

2013-11-23 11.59.31

Mein “Lonnet” ist aus hellgrauem Wildleder und ich liebe es sehr

Ich wollte euch ja schon länger mal von den tollen Beanies meines Freunds Lorand Lajos erzählen. Die sind nicht aus Wolle oder Stoff, sondern aus einem viel cooleren Material: Leder. Deswegen auch der Name – “Lonnet” ist eine Mixtur aus Bonnet (Haube) und Leather. Es gibt sie in diversen Farben und Styles, ich mag meine graue Wildlederkappe sehr, für Männer finde ich schwarzes Leder cooler. Ich trag sie immer so, wie oben auf dem Foto, aber man kann das Teil auch wenden und als Turban tragen – nur steht mir das leider gar nicht. An anderen sieht sowas unfassbar glamourös aus.

So sieht die Lonnet als Turban aus

So sieht die Lonnet als Turban aus

Mittlerweile gibt es einige Promis, die sich ein Lonnet geschnappt haben, darunter Model Franziska Knuppe oder Goth-Sänger Ville Valo. Die Teile gibt es ab 98 Euro – dazu Special Editions aus Schlangenleder oder mit Strass und Nieten verziert. (alles fair hergestellt)

Der Münchner Stylist, Künstler und Designer Lorand Lajos hatte einen Auftritt bei Fashion Hero, nur waren seine Entwürfe zu ausgefallen für die drögen “unverkäuflich” Einkäufer auf Pro7. Seine Lonnet-Kappe hätte ihnen bestimmt gefallen…

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25. November 2013 · 12:12 nachmittags

Die 26 Guten – hip ist jetzt der 5. Bezirk in Wien

Penta HotelIch bin wieder zurück aus Wien, gleich mit einem ganzen Sackerl voller toller Eindrücke und ich hoffe, ich kann in den kommenden Tagen viele Tipps an euch weitergeben. Wir hatten im Penta Hotel im 5. Bezirk gebucht, das sich als gute Wahl erwies. Rezeption gibt es keine, die Bar in der Mitte des Foyers erfüllt diesen Zweck. Nicht nur, weil das junge, unkonventionelle Hotel von Mattheo Thun gemütlich und lässig eingerichtet wurde, nein, auch die Umgebung ist einen Besuch wert. Im 5. Bezirk gibt es tolle Boutiquen, die nicht teuer sind und die sich angenehm von den Mainstreamlabeln absetzen. Biomärkte, charmante Cafes und gute Gaststätten. Doch zu sagen, es wäre Berlin Mitte auf wienerisch, der Vergleich zieht nicht. Dafür ist alles zu wenig hip, zu wenig aufgeregt. Gut so. 26 Läden im Bezirk haben sich zum Verbund “die 26 Guten” zusammengeschlossen, es gibt auch eine Karte davon in jedem dieser Geschäfte und verweist so auf die anderen 25.

mutze-hertha-3Da gibt es zum Beispiel die Mützen von Dörte Kaufmann bei Hinterland die sehr schön sind. Sie heben sich elegant von den derzeitigen Schlumpf-Beanies ab, sind ausgefallen, ohne exaltiert und albern zu sein. Alle werden liebevoll in Handarbeit gefertigt und sind dennoch bezahlbar. Top!

Ein anderer Laden, der mir sofort ins Auge gestochen ist, ist Pia Mia. Auch dieses kleine Label fertigt alles selbst, dazu kommen ausgewählte Stücke anderer Designer. Viele potentielle Lieblingsstücke hängen im Laden, mir hat ein Salz-und Pfefferfarbenes Kleid (187 Euro) besonders gut gefallen, das leider in meiner Größe schon verkauft war. Das Motto des Ladens “PiaMia – das bin ich” passt jedenfalls ausnehmend. Wer Spaß hat an feinen Designstücken, schlicht, edel, mit Sinn für Details, der ist dort gut aufgehoben. Das haben auch andere erkannt: das Magazin Datum, um das ich Österreich beneide, hat T-Shirts von PiaMia als Abogeschenk im Programm. Vielleicht sollte ich ja doch ein Abo abschliessen…

Läden wie diese sind die beste Möglichkeit, faire Kleidung zu beziehen, die garantiert nicht im Sweatshop hergestellt wurde. Und schöner als von der Stange des Massenmarktes sind sie sowieso – aber kaum teurer.

Wer die geballte Schaffenskraft kleinerer Wiener Label kennenlernen will, hat dazu am kommenden Wochenende Gelegenheit, dann ist Feschmarkt in der Ottakringer Brauerei. Schade, das hätte ich gerne mitgenommen.

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Graffiti im 5. Bezirk

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Mützen gibt es bei PiaMia auch

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Sanfte Farben, Naturmaterialien, feine Schnitte – das Piamia in Wien ist einen Besuch wert

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Norwergerpulli trifft Obama-Kleid

outfit 2Damit ich mein Sommerkleid (das Michelle Obama auch hat) noch weiter anziehen kann, hab ich es mit einem Norwegerpullover kombiniert. Dazu der Mantel von Zara, den ich sehr liebe dieses Jahr. Und ich hab mit die Bergen 7 von Bre gekauft, eine Tasche aus Kuhfell, mit Silber hinterlegt. ich weiß, eigentlich sind kleine Taschen hip, aber ich brauch einfach etwas, wo ich mein gesamtes Leben drin unterbringen kann.

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6. November 2013 · 5:08 nachmittags

Grüne Outletfunde

grün

Heute hab ich einen dicken Pullover von Acne, den ich in theoutnet gefunden habe, mit einem smaragdgrünen Swarovski- Ring aus einem holländischen Outlet in Roermond kombiniert.

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5. November 2013 · 8:54 vormittags

Heute Rotkäppchen

Der Tag hier in Frankfurt ist so trist, da hab ich mit dem Flauschkäppchen von h&m ein bisschen Farbe reingebracht. So sieht auch eine Mitvierzigerin mal wieder ganz munter aus.

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Wie modemutig ist die deutsche Verbraucherin?

Foto: Fashionhero Pro7

Foto: Fashionhero Pro7

Ich schau mir gerne die Sendung “Fashionhero” an. Macht mir einfach Spaß, neue Mode und deren Designer zu sehen. Ich mag Mode und ziehe mich ab und an ziemlich ausgefallen an. Viele Sachen aus Vintage-Geschaäften oder vom Flohmarkt, kombiniert mit französischen Mittelpreislabels wie Comptoir de Cottoniers, Carven, Isabel Marant Etoile oder Petit Bateau. In Deutschland gibt es vergleichbare Marken nicht. Leider, ich würde (wie Journelles so schön schreibt) gern mehr deutsche Designer tragen. Und damit bin ich schon im Kern des Problems, das mir seit Anfang der Sendung zu schaffen macht. “Das bekomme ich bei den deutschen Kundinnen nicht verkauft” heißt es von den Einkäufern von asos, Karstadt oder S.Oliver immer dann, wenn mir etwas besonders gut gefällt. Das, was ich möchte, das wollen die nicht. Weil es “die deutsche Kundin nicht will”. Auch die Jury, darunter Claudia Schiffer ist ganz verzweifelt und appelliert an den Modemut der Einkäufer. (Jetzt in der dritten Sendung was etwas besser, aber nur etwas)

Bild: S.oliver Webseite

Bild: S.oliver Webseite

Komisch, die Modeblogger und Trendsetter, die das auf Twitter kommentieren, die denken wie ich. Denen geht es genauso und die sind frustriert, wenn S.Oliver den xten grauen Sweatshirtlappen produzieren läßt oder Karstadt einen zugegeben modemutigen Blumenanzug, in dem ich vielleicht den Bingoabend im Altersheim am Luise Kieselbachplatz feiern würde, aber bestimmt nicht jetzt tragen. Viele Modeblogger haben tausende Fans, in Zeitschriften wie Instyle oder Brigitte gelten Blogger als die großen Modevorbilder.  Sind sie Vorreiter der Massen oder doch nur eine kleine elitäre Splittergruppe, die weitab von der Realität in ihrer Filterbubble ihre Art Mode zelebriert? Irgendwie glaub ich das nicht. Ich glaube, dass alle Frauen sich gerne schöner und origineller anziehen und sich gerne schöne Dinge kaufen, man muss ihnen nur Mut machen, mal was anderes auszuprobieren. Bei den Marcel Ostertag Teilen hat das ja auch funktioniert.Die sind edel, die sind originell und farbmutig – und verkaufen sich trotzdem wie geschnitten Brot. (ich hab mir die Bluse und den Rock bestellt)

Foto: S.Oliver Webseite Marcel Ostertag

Foto: S.Oliver Webseite Marcel Ostertag

Vielleicht sollten die großen Läden wie Karstadt da viel offensiver Stilberatung anbieten. Womöglich in Kooperation mit den Bloggern? Ich bin sogar sicher, das könnte die Rettung für viele Einzelhandelsunternehmen und auch für Karstadt sein. Denn das ist eine Marktlücke: Frauen mal gezielt mit neuen Kleidern konfrontieren, ihnen Looks anbieten, an die sie vorher noch nie gedacht haben. Jeans/Sweatshirt-Trägerinnen damit überraschen, wie toll sie in einem Pencilskirt aussehen oder mit einem Wickelkleid. Den Frauen Modemut und Mut zur Individualität antrainieren, ihnen zeigen, dass jede Figur sich gut anziehen kann . Das wäre eine Revolution – eine, die ich gerne erleben würde.

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Gutes tun beim Konsumieren: Spendierhose

Foto: Tom Tailor

Foto: Tom Tailor

Der Integrationsbambi für Bushido war ein Griff ins mafiöse Klo, aber es gibt auch einiges rund um das Goldreh, was ich klasse finde. Zum Beispiel die Spendierhosen von Tom Tailor dieses Jahr. Die Hosen sehen gut aus (nicht nur an den Promis, die dafür modeln), sondern jeder tut mit dem Kauf ein gutes Werk, die gesamten Nettoerlöse gehen an die “Tribute to Bambi-Stiftung”, die Kindern aus Deutschland in TOM TAILOR Denim Spendierhose_Tribute to Bambi_Jochen Schropp 1Notsituationen hilft. Etwa jenen drei Millionen, die unter seltenen Krankheiten leiden, für die es noch keine Therapie gibt.

Bild: Hilfiger

Bild: Hilfiger

Und neben dem guten Gewissen verbreiten die Jeans ein bißchen Glamour im Kleiderschrank, tragen sie doch das Bambi-Emblem auf der Tasche. Ja, es wird viele geben, die nun mosern und sagen “echte Hilfe geht anders”, aber ich finde jede bewußte Kaufentscheidung einen Schritt in die richtige Richtung. Shoppen und Gutes tun liegt im Trend: Hilfiger spendet den Erlös einer Tasche der Brustkrebsbekämpfung, Hallhuber designt dafür ein Tuch.

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Ist die nicht Herzallerliebst?

Myherz oliv-pink-red-kleinWeil wir gerade bei der Bergsehnsucht sind: Ein kleines Stück Heimat ist und bleibt für mich die Trachtenjacke von myHerzallerliebst. Aus wunderbar weichem Kaschmir ist sie niedlich und stylisch zugleich. Ich hab sie in knalligem Pink und werde mir auch noch eine (mal wieder) graue Jacke zulegen. Es gibt sie übrigens dankenswerterweise bis XXL, mir reicht ein L locker – danke an die Macher. Mit 398 Euro ist die Jacke nicht billig, aber dank ihrer Zeitlosigkeit das Geld wert. Außerdem wird sie nicht in irgendwelchen Sweatshops gefertigt. Ich bin mittlerweile schwer dafür, in Qualität zu investieren, da hab ich länger was davon.

Ich hab sie bei Bergwanderungen immer dabei, einfach, weil sie so genial zum Hüttenambiente passt und nicht so plump aussieht wie die ganzen häßlichen Funktionsjacken, die ich mich zu tragen weigere. Und daheim trage ich sie öfter, wenn ich jetzt im Herbst auf der Frankfurter Terrasse sitze. Und mit Sehnsucht an die Alpen denke. Wird wohl Zeit, wieder mal heimzufahren…

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Skyline Plaza – braucht der Mensch urbane Komplexe?

So sieht es noch nicht aus, derzeit ist viel Baustelle drumrum

So sieht es noch nicht aus, derzeit ist viel Baustelle drumrum

So, nach zweieinhalb Jahren in der einkaufstechnischen Diaspora zwischen Messe, Haupbtbahnhof und Gallus ist es nun soweit. Wir bekommen ab 29.08. endlich ein Einkaufscenter. Ach was, ein ganzes urbanes Center im Europaviertel, nochmal die Zeil auf diversen Ebenen und auf dem Dach ein kleiner Park samt Superfitnessstudio. Und natürlich bekommt die Innenstadt gleich Komplexe ob dieses Komplexes. Die Händler haben angst, dass die Kunden fernbleiben. Ich bin da zwiegespalten. Einerseits bin ich sehr froh, denn nun habe ich Bäcker und Lebensmittel endlich mal in fußläufiger Entfernung. Aber dazu hätte es für mich ein Rewe oder, noch besser, ein Alnatura auch getan. Jetzt hab ich eine komplette Skyline Plaza vor der Haustür, mit Zara, mit Mango, mit H&M, mit S.Oliver, Tally Weil, Saturn, Rituals, Peek&Cloppenburg…ein gigantischer Komplex. (Aber wenigstens endlich ein Kiko ums Eck, die haben die besten Augenbrauenstifte der Welt)

Mit Frankfurts größtem Foodcourt. Der interessiert mich als Foodie natürlich sehr, aber wie ich das bis jetzt so überblicke, werden das nicht mehr als eine große Ansammlung von Kettenlokalen von KFC bis Coa. Ich geb zu, ich freu mich über Starbucks direkt vor der Haustür und den Burritoladen. Aber mich nervt die Beliebigkeit ein wenig. Wenn ich die Skylineplaza betrete, verlasse ich Frankfurt und trete ein in einen gesichtslosen Hyperraum, der irgendwie überall gleich steht, in Essen und in Berlin, in Hamburg oder München. Ja, die Einkaufszentren sind schön, sie sind praktisch. Aber Alle Einkaufszentren dieser Republik haben das gleiche Angebot. Ach was, der Republik, in ganz Europa gibt es das Gleiche: eine Mall in Strassburg unterscheidet sich nur marginal.

Da ist das Bahnhofsviertel mit seinen schrägen Läden doch um einiges crazier. Und die wunderbare Kleinmarkthalle ist sowieso super. Die sind vor allem nämlich eins: einzigartig. Und das mag ich. Ich bin ein ganz großer Fan einzigartiger Dinge, ich suche gern was Schräges, Lustiges, Ungewöhnliches. Dinge, die man in kleinen Läden findet. Uralte Flohmarkthandtaschen aus Krokoleder. Ich fahr nämlich eigentlich ganz gerne mit dem Rad herum und geh in die Stadt, um mir Sachen anzukucken. Und das, was mich interessiert, finde ich vor allem in kleineren, individuelleren Boutiquen. In der Brückenstrasse oder am Oederweg, versteckt im Westend oder in der Nähe der Berger. Wenn ich einen original chinesischen Chinesen suche, gehe ich in die Elbestrasse, die haben dort auch frittierten Schweinedickdarm. (Nein, ich bestelle den nicht, aber finde gut, wenn es ihn gibt, demnächst kommt von mir eine Restaurantkritik)

Ich werde das Skyline als Basis-Ausstatter sicher gerne nutzen. Aber für alle besonderen Dinge werde ich weiter in die Stadt fahren. Ich denke nicht, dass die Skyline Plaza den Geschäften in der Innenstadt allzu sehr gefährlich werden kann: denn die Ketten machen sich nur gegenseitig Kokurrenz und die anderen Shops müssen eh damit konkurrieren, seit langem schon. Da ist dann Originalität und gute Beratung eh das beste Konzept. Und Mut. Und frittierter Schweinedarm.

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