Schlagwort-Archive: Mode

Ach DOVE, geh doch weg.

Ach die Erzählmirnix. Ich würde mir wünschen, es gäbe mehr Bloggerinnen wie sie – oder, noch besser, es gäbe in Zeitungen wie der Bild oder diversen Frauenzeitungen mehr wie sie. Denn die Erzähmirnix räumt sehr schlau mit allen möglichen blöden Mythen auf –  es macht mir zum Beispiel kirre, wenn die Boulevardpresse behauptet, Heidi Klum könne nie im Leben ihre auf Instagram gezeigten Burger essen, weil sie ja sonst total fett wäre. Quatsch. Von einem Burger allein wird man nicht dick. Ein Model, das relativ dünn ist und viel Sport macht, hat einen Tagesbedarf von etwa 2000 Kal. Da darf es gern ein Burger sein…

Und der Artikel, den ich hier reblogge, beschäftigt sich mit der neuen DOVE Werbung, die mir auch extrem auf den Zeiger geht – “fühl dich schön, dann gehts dir gut”…blablabla…. allerdings, wenn es wer schon schön gesagt hat, muss ich ja nicht nochmal – insofern: danke dir :)

Ach DOVE, geh doch weg..

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft, Konsum, Plussize

Komm, wir spielen Leute aussortieren!

modelplaymobil

Bild: Playmobil

Als Frank Krings dieses Bild auf Twitter gepostet hat, hab ich es noch für einen Scherz gehalten. Nach Cowboy, Feuerwehr, Bauernhof und Zirkuszelt können sich jetzt schon die Kleinsten vorbereiten auf die wunderbare Medienwelt – mit dem Playmobil Set “City Life – Model Casting”. Da weiß das “MEEEEDEL” (O-Ton Heidi Klum) schon ab 5, wie der richtige Walk geht, dass die Handtasche lebendig sein muss und dass “10 Meter gehen” mittlerweile ein erstrebenswerter Beruf ist.

Ich mein, ich hab meine Barbies geliebt und auch keine bleibenden Schäden davon getragen (glaube ich zumindest), es ist auch nicht das rosa Gedöns, dass mich nervt. Was mich nervt, ist, dass es bei dem Spiel eine Jury gibt, die den anderen Puppen rote oder grüne Karten präsentieren kann. Also bewerten, aussortieren, Menschen beurteilen spielen. Gefällt mir nicht.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft, Medien

Deutschlands schönste Frau – ein Alptraummärchen

deutschlands-schoenste-frauEs war mal ein Modemacher, der entwarf elegante Abendkleider, in denen alle Frauen ganz wunderschön aussahen, er war auch nett und witzig und kommentierte bei einer Fernsehshow, bei der Frauen Kleider einkaufen mussten, immer so liebevoll-giftig, dass alle Frauen, die diese Sendung gesehen haben, ihn wirklich mochten. Er war nie richtig böse und man merkte ihm an, er litt mit, wenn sich die Frauen Kleidung kauften, die ihnen nicht stand. Der Modemacher hatte immer eine ziemlich gute Hand zu sehen, was den Frauen richtig stand und wurde deswegen auch sehr berühmt. Bald wollten alle Frauen ihn kennen und alle Medienmacher wollten ihn in ihrer Show. Er moderierte Umstylings oder Shows, in denen mehr oder weniger berühmte Frauen Kleider einkaufen mussten.

Eines Tages kam man auf die Idee, ihm eine ganze Abendshow zu geben. Die Show sollte darum gehen, dass alle Frauen schön sind und dass es nicht darauf ankommt, die perfekten Masse zu haben oder faltenlos zu sein. Die Show wurde von vielen Produkten unterstützt, vor allem von einer Kosmetikfirma, die auch allen Frauen erzählte, wie schön sie eigentlich seien (um sie mit ihren anderen Produkten, wie der Deomarke Axe, wieder fertig zu machen) Und Guido, so heißt der Modeschöpfer, sollte das den Frauen vermittleln, weil der so nett ist und alle ihn gern haben. Dann sind die auch nicht böse, wenn sie dann doch rausfliegen. Soweit klang das alles gut.

Aber die Sendung war heimlich von einer bösen Fee RTLLA verzaubert worden. Denn die Fee hatte Angst, dass eine Sendung, in der alle nett sind und sich mögen, niemand sehen will. Deswegen musste viel Drama her und viel Gemeinheit, denn das gucken die Menschen viel lieber. Angeblich. So ging es gar nicht darum, dass alle Frauen irgendwie schön sind – nein. Im Gegenteil. Die Frauen, die mitmachten, waren alle bösartig und gehässig und waren darauf bedacht, dass nur Frauen weiterkamen, die auch dem gängigen Schönheitsideal entsprachen. Der Endpreis war auf einmal ein Shooting mit einer Wäschefirma und da war allen klar, dass das sicher keine Frau wird machen dürfen, die nicht dem Ideal entspricht. Zu runde, zu alte, zu wilde Frauen wurden deswegen aussortiert. Und auch der nette Guido war gar nicht mehr nett, sondern sehr bösartig und spielte den ganzen bösen Zauber der bösen Fee bereitwilig mit, denn sie hatte ihn gut dafür bezahlt. Schön war gar nichts mehr an der Sendung. Es wurde getrennt in unter 30 und über 30 und die unter 30 durften tolle Sachen machen und die über 30 dabei zugucken und heulen.

Die Sendung entwickelte sich wie das Märchen Cinderella, nur dass am Schluss die böse Schwester mit dem Prinzen davonfährt und alle Aschenputtels weinend in der Ecke sitzt. Und der Prinz ein Modeschöpfer ist, der fiese Kommentare zu den Kleidern abgibt…Gewonnen hat übrigens eine Frau, die aussieht wie Sylvie Meis und die ein ganz trauriges Schicksal hat. Hatte, jetzt ist sie auf der Sonnenseite, Wäschemodel und darf sich öffentlich ausziehen. Ein Happy End 2015.

8 Kommentare

Eingeordnet unter Medien

Warum bei Wearables die Techies nicht mitspielen werden

Ein smartes Armband von Swarovski

Ein smartes Armband von Swarovski

In der Tech-Szene hört man es häufiger “also ich kann mir nicht vorstellen, dass das Geschäft mit Wearables funktioniert. Ich kenne total wenige Leute, die sowas haben wollen. Eigentlich niemand.” Stimmt. In der Tech-Bubble ist auch die Apple Watch nur mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen worden. “Zu wenig Akku” “Datenklau” “Zu viel Funktionen” “Zu wenig Funktionen” “Viel zu teuer”. Und ich denke mir. Ja und? Bei Wearables wird eine andere Zielgruppe kaufen, bei denen solche Dinge bestenfalls eine untergeordnete Rolle spielen, wenn überhaupt eine. Die Wearables wie Smartwatches, Funktionsschmuck, Sportarmbänder, intelligente Bekleidung zielt auf die Modebegeisterten. Auf die Selbstoptimierer. Auf die, die Statussymbole wollen. Apple macht mal wieder alles richtig und platziert ganzseitige Anzeigen nicht bei Chip, sondern bei der Vogue. Dort wirbt der Konzern für die 11.000 Euro Gold Edition – und das ist in diesem Kosmos kein so hoher Preis. Schliesslich sind da auch Menschen gewillt, 7.000 Euro für eine Hermes Handtasche auszugeben oder 78.000 Euro für eine aus Krokoleder. Da kosten Bulgari Colliers schon mal eine halbe Million. Apple ist ins Bling Bling Lager gewechselt und die Tech-Unternehmen, die schlau sind, sausen mit ihren Wearables hinterher.

Bildschirmfoto 2015-03-12 um 13.40.43Die Sachen müssen nicht auf der Mobile World vorgestellt werden, sondern auf der Fashion Week. Es müssen die Leserinnen von Instyle gewonnen werden, nicht die Chip-Leser. Dementsprechend sollten auch die Apps sein. Nicht an den praktisch orientierten Techkäufer denken, sondern an Modeleute. Die wollen Dinge wie den Herzschlag des Freunds spüren. Kleine, selbstgemalte Bilder verschicken. Da rümpft der Android-Nerd die Nase, für jemand mit einer Apple Watch ist sowas essentiell. Bis jetzt haben mich Smartwatches kalt gelassen – bei Apple Watch hab ich zum ersten Mal darüber nachgedacht. Nicht weil ich Apple Fangirl bin (bin ich nicht), sondern weil da irgendwelche unnützen Bedürfnisse angesprochen worden sind.

Die blinkenden Armbänder von Swarovski, die schlauen Ringe von Ring.ly – die zielen auf die richtige Zielgruppe. Da geht der Weg hin, und wenn das Pebble oder Samsung kapieren, steht ihnen dieser Massenmarkt offen. Mir machen Wearables total Spaß – Datenklau hin, Akku her.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft, Konsum, Mode, Social Media

Die erleuchtete Handtasche

Foto: SOI Taschenlicht - Damit geht den Frauen jetzt ein Licht auf!

Foto: SOI Taschenlicht – Damit geht den Frauen jetzt ein Licht auf!

Wer hat sowas eigentlich berechnet? Aber was mich anbelangt, ist es vermutlich noch viel länger: Durchschnittlich 76 Tage ihres Leben ist eine Frau damit beschäftigt, in ihrer Handtasche zu wühlen und Zeug zu suchen. Vor der Haustüre, in der Kneipe, auf dem Rücksitz den Taxis – immer gibt es was zu suchen. Aber jetzt geht uns Frauen ein Licht auf: Damit Schlüssel, Lippenstift und Handy immer griffbereit sind, wurde das praktische Taschenlicht SOI entwickelt. soiDurch Annäherung oder leichte Berührung der Hand leuchtet SOI auf und bringt Licht ins Dunkel. Wie sagte schon Bruce Darnell: Die Handetasche musse erleuchtet sein” (oder so ähnlich) Dabei ist SOI so klein, schmal und leicht, dass es in jede Handtasche passt. Dann muss man nur noch danach suchen : ) Das n Deutschland gefertigte Licht hat ein zeitloses und elegantes Design.

Doch SOI ist nicht nur in der Handtasche nützlich! Jeder, der viel unterwegs ist, wird dieses Problem kennen: In der ungewohnten Umgebung findet sich nachts nicht immer sofort der Lichtschalter. Dieses Problems hat sich SOI angenommen und das Licht weiterentwickelt. Dank des SOI Base-Rings lässt sich SOI ganz einfach auf dem Nachttisch platzieren und dient damit sofort als greifbare Lichtquelle. Der Ring sorgt für sicheren Stand ohne Rutschen und komfortables Platzieren selbst auf leichten Schrägen. Ich finde das Teil, das 25 Euro kostet, sehr nützlich und werde es mir zulegen.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Konsum, Mode

Der Frühling wird wieder mal grau-weiß-blau

canvasMit der Mode ist das so eine Sache – ich seh mir jedes Jahr wieder die Sonderbeilagen an in der Vogue, der Glamour, der Elle, der Jolie, es gibt auch viele Ensembles, von denen ich denke – wow, toll, das wäre was für mich.
Aber ich weiß dann auch wieder, dass all diese Laufstegmode für meine Realität eigentlich keine Bedeutung hat. Nicht, weil sie zu abgehoben wäre. Das stört mich wenig. Wenn mir etwas gefällt, dann ziehe ich das auch an. Aber es gibt andere Probleme damit: Denn in den Geschäften wird die Mode, die ich in der Vogue etc sehe, nicht zu kaufen sein. Selbst wenn ich sie mir leisten könnte, bei Prada und Co finde ich dann auch nur die langweiligeren Teile der Kollektion, zum einen, weil das Wenigste tatsächlich produziert wird, oder es wird – entsprechend dem Geschmack der Leute –„entschärft“. Deswegen machen Modebeilagen oder Anleitungen wie „das kommt, das bleibt“ eigentlich gar keinen Sinn. Lieber gleich schauen, was die realen Geschäfte so bieten. Dieses Jahr macht mich der Trend zu blau-weiß-grau und Hippy-Ethno glücklich. Da finde ich gerade richtig viel, zum Beispiel auf Otto.de .
striped shirt Ich hab mich schon vor ein paar Jahren auf diese Farbkombi im Schrank festgelegt, das Zeug steht mir einfach am besten. Unmengen blau-weiß gestreifter T-Shirts, grauer Pullover, Jacken und vor allem Marinieres Langarmpullis warten darauf, mit Jeans in allen Waschungen kombiniert zu werden. Nicht irre innovativ, ich weiß, aber ein Bekleidungskonzept, das für mich funktioniert und mich gut durch Job, Freizeit oder Dates bringt.  Außerdem ergänze ich das alles mit diversen Ethno-Jacken, bunten Taschen und im sommer drehe ich bei den Sommerkleidern farblich so richtig auf. Da darf es dann auch mal knallgelb oder Pink werden, wobei auch hier der Großteil – ihr ahnt es –  blau-weiß-grau daherkommt.
Wenn ich die Neuheuten-Sektion des Katalogs so durchgehe: Besonders schön finde ich einen  gestreiften Pullover, in grau-schwarz, der nur ein kleines bißchen Koralle am Kragen zeigt – das macht die tristen Farben dann etwas sommerlich. Oder das ärmellose T-Shirt von Bloom mit dem Spitzenstern, eine tolle, frische Kombi, die trotzdem weiblich und romantisch interpretiert wird. Das wird ich mir holen – und, aber da muss ich sehen, wie das dann live aussehen wird – die Ethnojacke von Esprit. Die erinnert mit ein wenig an die Jacken von Isabel Marant, kastig mit buntem Azteken-Muster und Paspeln. Kann toll wirken, kann spießig wirken, bleibt abzuwarten.
Eins ist klar, leider: Diesen Sommer werde ich auf alle Fälle mehr finden als letztes Jahr….

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Mode, Uncategorized

Wellness zum Anziehen – die schöne Mode der schönen Barbara Becker

 

Jetzt, wo die Tage wieder kühler werden, habe ich das Bedürfnis, mich in meine Kleidung einzukuscheln. In Pullover, die vor der Kälte schützen, aber auch vor der kalten Welt da draußen. Manchmal braucht man die Lieblingsstrickjacke wie einen Trostspender. Weiche Farben, weiche Materialien, weite Schnitte. Die Mode von Barbara Becker passt dazu perfekt und liefert viele wunderschöne “Trostspender”, in denen man sich auch beim Herbstblues noch stylisch fühlt. Wenn schon Weltschmerz, dann schick. Es ist eine feine, gemütliche, geschmackvolle Mode, die sich für einen Abend daheim genauso gut eignet wie für Brunch am Sonntag, einen Herbstspaziergang oder ein Treffen mit den besten Freundinnen. Die Modelle sind von Yoga und Wellness inspiriert, so zieren Buddhas oder Mandalas manche Pullover oder T-Shirts. Die Passform ist leger und die Teile sollen ein gutes Körpergefühl vermitteln, oversized oder im Spiel mit Längen. Durch die weite Passform sind die Pullover, Hosen etc (die es bis Größe 46 gibt), auch für etwas molligere Menschen ideal.

Was mir vor allem gefällt, ist die Qualität und die Zeitlosigkeit der Teile. Cashmere, Leder, feine, organische Baumwolle, dezent eingesetzte Strass-Akzente. Die Farbpalette ist pastellig, viel Grau, Blau, Beige und Weiß. Preislich liegt Barbara Becker im oberen Mittelfeld – in Anbetracht der Qualität und der langen Tragbarkeit aber okay. Mir hat eine lederne Leggings am besten gefallen, die es allerdings erst in der Sommerkollektion 2015 geben wird.  „Die Styles sind natürlich inspiriert von modischen Strömungen – besonders im Hinblick auf Farbe und Silhouette – aber im Grunde sind sie zeitlos und können mehrere Saisons getragen werden – eben richtige Lieblingsteile,“ so Barbara Becker. Sie ist selbst natürlich das beste Aushängeschild für ihre Kollektion und modelt auch im Lookbook.

Die Prominente entwirft die Teile für “Barbara Becker Fashion” nicht selbst, das gibt sie unumwunden zu, sondern die Designerin Silke Sanwald. Barbara Becker ist aber eng im Entstehungsprozess mit eingebunden und macht wesentlich mehr, als die Kollektion nur am Ende abzunicken, ihr Geschmack ist immer spürbar. Wer also denkt “schon wieder so eine Promimodelinie” liegt falsch.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Konsum, Mode, Promis