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Der Mantel meiner Träume

20140410-080404.jpg Ich hab letztens bei Breuninger einen Mantel von René Lezard gesehen, in den hab ich mich sofort verliebt. Und den ich wahnsinnig gerne hätte. Total bunt, aber trotzdem dezent. Schlicht, elegant, kein bisschen bieder. Von Nahem sieht man die Knallfarben, aber mit ein wenig Abstand verschwimmen die feinen Webstreifen zu einem Pastellton.Ein Traum zu einem weissen Kleid, lässig zu Jeans, elegant zu grau, frisch zu rot….mir würden gefühlte Millionen Kombinationen einfallen. Aber wird wohl ein Traum bleiben, 600 Euro für einen Sommermantel sind derzeit nicht drin. Für mich ist der Mantel bislang das schönste Stück der gesamten Saison…soifz…
Wie gefällt er euch? Soll ich dann lieber auf was anderes verzichten? Oder hat wer Kontakte, ich würde den Mantel natürlich sofort zum ek kaufen…

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Frauen über Größe 42 sind peinliche Kundinnen – nur mit Burka in die Boutique?

Viele Reaktionen auf meinen Artikel über Übergrößen haben mich schockiert. Am meisten allerdings die Information einer ehemaligen Verkäuferin einer Münchner Luxus Boutique. Die erzählte mir nämlich, dass große Größen deswegen nicht geordert werden, weil die Besitzerin (selbst nicht die Allerdünnste) keine dicken Kundinnen in Ihrem Laden sehen wolle. Das würde die anderen, schlanken Kundinnen verschrecken. Denn ein Laden, in dem auch Kundinnen über Größe 42 verkehren ist einfach nicht jung, hip und cool genug – das Image würde leiden, wenn dicke Damen da etwas fänden. Selbst als Taschen- oder Schuhkundin gibt es ein leichtes Naserümpfen…. “Wir wurden angehalten, die Leute nicht so gut zu behandeln, die sollten nicht wiederkommen wollen.” Deswegen entscheidet man sich in dieser Münchner Boutique (und vermutlich in vielen anderen, das wurde mir bestätigt) bewusst dafür, diese Gruppe auszuklammern, damit die restliche Menschheit diesen Anblick nicht ertragen muss. Es gäbe ja Onlineshops…

Das gilt auch für Modelabels. Die Entscheidung für entgangenen Gewinn der Ü42 Käuferinnen wird bewusst in Kauf genommen. Dafür wird das Image hochgehalten – und Frauen mit Größe 44 aufwärts sind schlecht fürs Image. Das macht insofern Sinn, weil der Gewinn von Luxus-Marken selten über Mode erzielt wird, sondern über den Verkauf von Taschen, Schuhen, Kosmetika und Parfum.

Wir leben also in einer Welt, die bewusst diskriminiert und alle finden das okay. Wie oft lese ich “in dem Alter darf man keinen Bikini mehr tragen” ” ab dem und dem Gewicht sollte man vom Strand verbannt werden” – geht es noch? Was ist eine Bikinifigur? Warum muss ich da erst “hart für arbeiten?” Funfact: Ich hab eine Bikinifigur, ich hab nämlich oft Bikini an. Ach, darum geht es nicht? Sondern, dass ich im Bikini einen Anblick zu bieten habe, der die sexuellen Träume des es restlichen Freibads befriedigt. Es wird echt zeit, dass sich was ändert…

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Liebe Hersteller: PASST UNS NICHT!

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sollen Selfies von Frauen über Größe 40 immer so aussehen?
Ich hab mal eine Umfrage unter meinen wunderschönen Freundinnen erstellt. Die sind von Größe 36 bis 50 – alles dabei. Und doch gleichen sich die Aussagen…

“Klamotten, die weiblich aber bequem sind. Ich hab immer das Gefühl, es geht nur entweder oder.”

“Pullover die weder Sack noch Presswurst sind. Blusen, deren Armausschnitt klein genug ist, Arme heben zu können, ohne das ganze Oberteil mit hoch zu ziehen. BHs in Körpchengröße >D, die NICHT gefüttert sind”

“Gut sitzende BHs in allen Größen, echte Mangelware in Dtl. (verglichen mit England oder USA)”

“Mal was für “Kurven” denn Kurven bedeutet nicht “fett”. Mit schmaler Taille aber viel Hüfte hat man aktuell verloren.”

“Nur weil ich schwerer werde, werden weder meine Arme oder Beine länger oder meine Schultern breiter”

bezahlbare, schöne, bequeme Kleider, die weder nach Bank, Cocktailparty noch Kittelschürze aussehen & nicht aus Plastik sind.

“Oberteile in die meine Oberweite passt. Oft auch bei Jacken & Co nen Problem.”

“Dezent klassisch Business-geeignetes in Übergrößen (ohne schreiende Blumenmuster)”

“Schlaghosen, BHs ohne Bügel, Bikini-Hosen die den Hintern auch bedecken und nicht wegrutschen, Pullis und Blusen für breite Schultern…”

“Trenchcoats, die feminin geschnitten und tailliert sind und trotzdem den Po bedecken / gut sitzende Jeans, die nicht hinten wegklaffen und vorne knapp unterm Hüftknochen enden.”

In anderen Worten: Das Zeug sitzt nicht gut. Es ist geschneidert nicht für reale Personen, sondern für eine imaginierte Zielgruppe ohne Busen, ohne Hüften, mit exakt gleich langen Armen und Beinen. Dazu nicht so, dass es schön und praktisch zugleich wäre. Die Bekleidungsbranche sollte sich mal ein Vorbild an Coco Chanel nehmen: die hatte in ihrem Atelier einen kleinen Anlauf und eine Stufe in Höhe der Pariser Strassenbahneinstiege. Damit testete sie jeden Rockschnitt und jedes Kleid auf Alltagstauglichkeit. Ich frage mich, ob derzeitige Designer wissen, was eine Strassenbahn überhaupt ist.

Oder: Jeans. Die derzeit coolen enden irgendwo rund um den Hüftknochen, da, wo bei den meisten Frauen ein kleiner Bauch- und Hüftgoldansatz ist. Ja, auch bei denen in Größe 36. Das hat die Natur so vorgesehen, wenn man jenseits der 23 ist. Das gilt auch für Slips, die dann aufs Allerungünstigste diese Speckrolle betonen und in unvorteilhafte Szene setzen. Da gibt es zwar Abhilfe bei Levis, die mit verschiedenen Kurventypen (Curve ID) der weiblichen Figur Rechnung tragen. Funzt bei mir perfekt, in 30 sitzen die wie hingenagelt. Aber Freundinnen, die was Größeres bräuchten, sind damit wieder geleimt.

BHs. GAAAAAnz trauriges Kapitel. NEIN: ab Größe C brauchen wir keine Extrempushups mehr. Dafür guten Halt und trotzdem sexy. Nicht alles mit Bügeln und Masse Watte, komischerweise ist die Natur sehr freundlich zu uns und es hängt noch nicht so, dass alles miT Drahtkorsetten gestützt werden muss. Warum ist es in England und den USA möglich, gut geschnittene, günstige Bhs zu bekommen und bei uns nur für viel, viel Geld?

Woran liegt es? Zum einen daran, dass viele Firmen aus Ländern kommen und in Ländern produzieren lassen, wo Menschen kleiner sind. Oder es wird aus Kostengründen einfach von 36 hoch gerechnet – dass das nicht funktionieren kann, sollte allen klar sein. Und: die Hersteller nehmen uns deutsche Frauen als Zielgruppe nicht ernst. Die denken: “wichtiger Markt, Deutschland, aber die Frauen da, kannste vergessen. Die laufen in häßlichen Freizeitklamotten rum und denen ist egal, ob ihnen das Zeug passt oder nicht. Brauchen wir nicht drauf speziell eingehen, die kaufen uns unseren Scheiss so oder so ab, und sehen halt damit aus wie Seekühe.”

Und das dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen. Jedesmal, wenn in Läden nichts in unserer Größe da ist, müssen wir das sagen. Laut nd deutlich. An die Hersteller schreiben oder von mir aus die BHS vor den Geschäften verbrennen. Aber wir dürfen uns nicht länger verarschen lassen. Dann ändert sich nie was. Ich war letztens bei Hunkemöller, die mit “entdecken sie den perfekten BH” werben, und alle großen Größen (mehr als C/D gibt es eh nicht) waren ausverkauft. Die Verkäuferin meinte “wir sagen immer, wir brauchen mehr, aber das wird ignoriert.” Na, danke.

Mein Vorschlag: Wenn euch der Text aus der Seele spricht, verbreitet ihn weiter, schickt ihn an die Hersteller, an die Boutiquen und Onlinehändler. Schreibt hier in die Kommentare Boutiquen und Hersteller, die es ernst mit uns meinen. Wie sollten unser Geld nicht an Sachen verschwenden, die uns nicht passen und nicht gefallen und die nicht für uns und unsere Bedürfnisse gemacht sind.

WIR LASSEN UNS NICHT MEHR WEITER SCHLECHT BEHANDELN!

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Endlich wieder in einer Modestadt!

 THE GALLERY DÜSSELDORF vom 19. bis 22. Juli 2013.Fair impressions THE GALLERY DÜSSELDORF

THE GALLERY DÜSSELDORF vom 19. bis 22. Juli 2013.Fair impressions THE GALLERY DÜSSELDORF

Man kann nicht sagen, dass die Frankfurter schlecht gekleidet waren, ganz und gar nicht. Es war sogar ein sehr lustiges Gemisch Normalos, aus Männern in tadellosen Anzügen, Frauen in Kostümen, dazu viele sehr sexy Chicas auf der Zeil und Männer im Offenbacher Businesslook (Jogginghose), sogar ein paar Hipster gab es. Und mit Hayashi einen der besten Modeläden, die ich kenne.

Aber in Düsseldorf zu sein, dass ist schon wieder eine andere Nummer. Die Kö und die Schadowarkaden sind wirklich glanzvoll, Breuninger ein Traum, es gibt Läden für den BlingBling-Schick wie Jades, Hipsterbedarf in “Kauf dich Glücklich” und bei Karstadt gibt es sogar Marken wie Topshop oder All Saints. Und alle übrigen Marken gibt es natürlich auch.

Papis Loveday und moi

Papis Loveday und moi

Und es gibt jetzt auch sowas wie eine Modemesse – es sind zwar mehr Modeordertage, aber egal. Mit Designern und Parties und viel drumrum. Ich bin jetzt dort ein paar Tage herumgesaust und habe viele spannende Labels kennengelernt. Es ist toll, so viele so gut gekleidete Leute zu sehen, so viel Mode um mich herum zu haben – danke auch an meine liebe Elle, die mit mir mitsauste. Und ich habe Münchner Freunde wiedergetroffen: Papis Loveday, (ich hab sein Spiegel-Interview zum Thema Rassismus verlinkt, sehr toll und sehr wichtig) Designer Tom Zauke und seine Freundin Michaela Belm.

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Hoch in den Norden reisen – zur Kulturhauptstadt Umea

Umea zur Mittsommerzeit

Umea zur Mittsommerzeit

Ich war bis jetzt nur einmal kurz in Schweden, damals war ich Studentin und auf dem Weg zum „Treffen der Europäischen Studenten des Journalismus“ in Tampere Finnland. Damals gab es noch coole Interrail-Tickets und so fuhren wir mit der Bahn. Als wir in Stockholm ankamen, war es Februar und es schneite wie wild. Wir haben an den zwei Tagen in Stockholm viele Cafes und Pizzerien kennengelernt, aber sonst eigentlich recht wenig. Das wollte ich schon lange nachholen. Heute ist ja gerade die schwedische Kronprinzessin in Düsseldorf, da wäre es doch nur höflich, den Besuch zu erwidern.

Luftgetrocknete Scheibchen Rentierfleisch - würde ich gerne probieren

Luftgetrocknetes Rentierfleisch würde ich gerne probieren

Es gibt ja einen guten Grund dieses Jahr, denn Umea im Land der Samen, tief im Norden Schwedens, ist heuer Kulturhauptstadt Europas. Da würde ich gerne hinreisen. Das Programm rockt mit einem Gitarrenmuseum, vielen Konzerten (darunter auch mein geliebter Metal), mit Kunst und Mode und Mittsommar.  Vor allem im Spätsommer lockt mich das Programm sehr. Da gibt es zum einen das

Food Festival
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Mittwoch, 17. September bis Sonntag, 21. September 2014) “An fünf Herbsttagen werden Liebhaber guten Essens verschiedene Möglichkeiten haben um Umeås kulinarische Kultur kennenzulernen. Das Food Festival bietet Verkostungen zu verschiedenen Themen, sowie Wettbewerbe und Märkte mit heimischen Zutaten. Dabei wird ein Fokus aus der samischen Essenskultur liegen”. Wie sagt der Lafer: “Ist das was?” Jepp, das wäre was. Ich stell mir spannende Rezepte mit Rentierfleisch, Moosbeeren und Lachs vor. Da die skandinavische Küche derzeit an Hippness nicht zu übertreffen ist, stell ich mir dieses Festival außergewöhnlich toll vor. Die Schweden haben einen Ruf zu verlieren.

Personer vid caféUnd weil schwedisches Design auch was ganz Besonders ist, wäre das vielleicht auch eine Überlegung wert.

Umeå Fashion Week 2014
(
Dienstag, 7. Oktober bis Samstag, 11. Oktober 2014) Die Fashion Shows, Instore-Events und Ausstellungen der Umeå Fashion Week versprechen ein echtes Highlight zu werden. “Umeå ist das Shopping- und Fashion-Mekka von Nordschweden und die Heimat vieler international bekannter Modedesigner wie Johnny Johansson, Petter Hollström, Sandra Backlund und Helena Hörstedt”, erklärt mir eine Pressemitteilung. Ich muss gestehen, ich oute mich mal als Nichtkenner dieser Namen, aber ich würde sie sehr gerne kennenlernen. Kann nur gut sein.

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Lord Voldemort – die neue Luxusmarke

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Louis Vuitton die Neuinterpretation seines Labels gefällt, ich finde es ziemlich witzig…gekauft hab ichs mir auf Fancy.com

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2. Dezember 2013 · 4:59 nachmittags

Mehr Mut zu Exzentrik – wir brauchen mehr Glööcklers

Engel2_105672_2Der Harald Glööckler ist der Alfons Schuhbeck unter den Modedesignern, der Hansdampf in wirklich jeder Gasse. “the Prince of Pompöös” “der König des Teleshoppings”, so nennt er sich selbst. Ein glitzerndes Tischfeuerwerk, dass alles in der umgebung auch glitzern läßt.  Irgendwie stelle ich mir Harald Glööckler immer in einer deutschen Fußgängerzone vor, unter dem Arm einen Eimer voller Glitzer und Strasssteine, die er mit geschicktem Wurf über deutsche Hausfrauen schüttet. Seine Kollektion für Ulla Popken ist nicht mal schlecht. Wenigsten mal einer, der keine Hauszelte zum “Formumspielen” entwirft, sondern Sachen, die runden Frauen stehen und schmeicheln.  Nicht mein Stil, aber muss ja nicht.

Derzeit gibt es Glööckler ja überall. Bei Bijoux Brigitte mit Schmuck, bei Marburg mit Tapeten, bei QVC mit Cremes, Bei Rossmann mit MakeUp  – und, das wird die Hells Angels bestimmt freuen – er designt Mode und Motorräder mit Harley Davidson Er designt Hundekissen, Pferdedecken, Fußmatten, Handtücher, Pralinen, Kostüme, Geschirr, schreibt Bücher (Jede Frau ist eine Prinzessin), gibt CDS raus  und hat jetzt sogar ein ganzes Haus für einen Fertighaushersteller entworfen – wer Glööckler-Fan ist, kann sich rundum mit seinem Idol umgeben.

Ich finde ihn ja gut. Die Menschheit braucht ein paar Discokugeln, sonst wäre es verdammt langweilig auf diesem Planeten. Man muss seinen Look nicht mögen, wenigstens hat er einen Look. Ich frage mich nur, warum gibt es eigentlich so wenig gute Exzentriker? Es müßten doch mehr zu finden sein, die schrill und originell sind, die prominent sein wollen und beschliessen, ihre Entwürfe ins Fernsehen zu bringen? Ich will wieder mehr Lametta, mehr spaß und mehr Unangepasste – ich will wieder mehr besondere Menschen sehen, die was können, nicht bloss die Geissens, die nix können ausser doof und reich sein.

Lorand Lajos sollte man öfter ins TV bringen Foto: Pro7

Lorand Lajos sollte man öfter ins TV bringen Foto: Pro7

Zwei, drei davon kenne ich gut, da würde ich sagen, die könnten das rocken – also liebe Fernsehmacher, aufgepasst, jetzt kommen ein paar Geheimtipps – wir brauchen dringend mehr neue Promis im Fernsehen – und ein paar buntere Hunde dazu!

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Tribute von Marant: Hunger Games bei H&M

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Auch im Internet heißt es – in der Schlange einreihen

Da sitzen sie. Mit Thermobechern, auf Campingstühlen, in Schlafsäcke eingerollt, bibbernd in der Kälte auf der Zeil. Neben sich das Buch “Die Tribute von Panem” eine gute Lektüre als Vorbereitung für den gnadenlosen Kampf, der nun gleich folgen wird. Denn es ist wieder Designertime bei H&M. Und dieses Mal hat eine besonders beliebte und besonders tragbare Modeschöpferin, Isabel Marant, die Designs entworfen. Grund genug, eine Nacht lang auf der Zeil zu campieren. Hey, es ist Mode! It’s Hunger Game Time! Wer von den Männern jetzt lacht, dem zeige ich gleich Bilder der letzten iPhone-Warteschlange.

Wir sind so gegen 6.30 Uhr da. Ich war eh wach, also egal. Da reicht die Schlange schon um den halben Blog, langsam schält sich das Bild aus dem Nebel, als ich aus der S-Bahn komme. Die Männer von der Müllabfuhr, die die noch dunkle Zeil bereitmachen für den Müll des kommenden Tages, schauen genauso ungläubig wie ich. Doch, es gibt noch viele, die genauso doof sind wie ich.

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Mir gehören jetzt Pullover und Hose!

Im Schaufenster die begehrte heiße Ware. Graue Sweatshirts, graue Jogginghosen. Nie war Lagerfelds Satz wahrer: Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Was sagt das über Menschen aus, die sich um 6.30 Uhr vor den H&M stellen, um so eine Jogginghose zu bekommen? Ich will unbedingt eine silbergraue Paillettenhose. Es beunruhigt mich, dass viele in der Schlange die cool finden. Ich dachte…Ah! eine Bewegung geht durch die Menge – die Bändchen werden ausgegeben. Die Bändchen der h&M Hungerspiele, die über Sieg oder Niederlage entscheiden, über Kaufen oder Nichtkaufen. Wir sind in der vierten Gruppe, eigentlich ein guter Platz, da könnte noch alles da sein (um es vorwegzunehmen, es ist fast alles weg).

Wir gehen erstmal frühstücken, stehen bei Starbucks mit den gleichen Menschen an wie eben noch bei h&m. Irgendwie lustig. Irgendwie verzweifelt. Wir schwören uns, dass bis zum kommenden Jahr unsere Blogs wichtig genug werden (meiner wird es nie werden, fürchte ich, nur 500 Leute pro Tag), um zum Präkauf eingeladen zu werden. Aber macht die Mode dann noch so viel Spaß, wenn man nicht mit Zähnen und Klauen darum kämpfen muss? Wenn man alles von der stange kaufen kann?

Die Verkäuferin macht wenig Hoffnung: “das Meiste ist weg”, glückliche Übernachterinnen tragen die Trophäen raus, einige eindeutig, um sie sofort bei Ebay einzustellen. Sie werden wütend gemustert. Und die Mitwartenden der gleichen Zeitgruppe mißtrauisch beäugt. Wer hat die gleiche Größe? Wer will auch die letze Paillettenhose? Wo hängen die Sweater? Die Stimmung ist auf Kampf. ICH WILL DIE HOSE! Ich bin total paillettenfixiert. Ich bekomme noch eine, in meiner Größe. Und die Jogginghose auch. Das Leben ist wieder schön. Ich gehe in die Arbeit – es ist erst neun und doch schon ein urbanes Abenteuer vorbei.

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Unser Trikot ist häßlich

dfb-trikotGibt es das auch in schön? Gibt es das auch in sexy? Wer hat sich denn das neue Trikot für das DFB-Team ausgedacht? Das rote Streifendesign auf der Brust sieht aus wie ein verunglücktes Superheldenlogo auf einem kurzhosigen Kinderschlafanzug. Und dazu die Strümpfe mit dem Strapsartigen Steifenabschluss…gruselig. Das rote Streifen-Design soll die deutsche Flagge neu interpretieren. Die ist aber nicht Bordeaux-Umbra-Tomate,  sondern Schwarz-Rot-Gold.  Zudem soll das Design sexy sein und die Brustmuskeln betonen – äh, ja… Tut es aber nicht. Dass Designerin Jette Joop das Unding gelungen findet, spricht auch nicht unbedingt für das Design, die entwirft ja auch für Homeshoppingssender. Wie wäre es, mal einen echten Designkönner wie Lagerfeld oder Jettes Papa da ran zu lassen?

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Norwergerpulli trifft Obama-Kleid

outfit 2Damit ich mein Sommerkleid (das Michelle Obama auch hat) noch weiter anziehen kann, hab ich es mit einem Norwegerpullover kombiniert. Dazu der Mantel von Zara, den ich sehr liebe dieses Jahr. Und ich hab mit die Bergen 7 von Bre gekauft, eine Tasche aus Kuhfell, mit Silber hinterlegt. ich weiß, eigentlich sind kleine Taschen hip, aber ich brauch einfach etwas, wo ich mein gesamtes Leben drin unterbringen kann.

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6. November 2013 · 5:08 nachmittags

Jede Frau braucht eine Krone

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Diese schicke Krone ist eben von asos geliefert worden. Nicht ganz das Bürooutfit. Leider.

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5. November 2013 · 2:17 nachmittags

Grüne Outletfunde

grün

Heute hab ich einen dicken Pullover von Acne, den ich in theoutnet gefunden habe, mit einem smaragdgrünen Swarovski- Ring aus einem holländischen Outlet in Roermond kombiniert.

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5. November 2013 · 8:54 vormittags

Leere im Kopf oder zwischen den Beinen?

Echt viel zu dicke(????) Frau - by http://www.stylehasnosize.com/

Wenn das nicht perfekt ist, weiß ich auch nicht – by http://www.stylehasnosize.com/

Es ist schon faszinierend, wie viele Problemstellen der weibliche Köper so aufweisen kann. Falten im Gesicht – uääh! Brüste – nie perfekt. Bauch, Beine, Po – immer zu dick. Flappende Haut am Oberarm (Winkearme) – eklig. Fett in der Kniebeuge – Zeit zum Absaugen. Füße, die nicht in Louboutins passen – Knochen raus. Cellulitis, gegen die niemand was machen kann außer Photoshop, ist natürlich die böse Sünde Nummer eins. Besonders klasse, weil keine Frau was dafür kann und auch keine Frau die komplett wegbekommt. Da  spriessen die Selbstzweifel am besten und ganz viel Geld wandert in die Taschen der Kosmetikindustrie.

Der neueste Schlager auf dem Gebiet des Figurshamings und -Bashings ist der “Tigh-Gap” – also die Oberschenkel dürfen sich nie, nie, nie berühren, sonst ist die Frau viel zu fett. Dass bei vielen Frauen es biologisch gar nicht geht, weil die Anatomie der Knochen es nicht zuläßt, egal. Dann eben runterhungern auf Hungersnot-Körper. Ich warte auf die Frauenzeitung, die als erstes “Spezialübungen für einen tollen Tigh Gap” oder die “Tigh Gap-Diät” herausbringt. die Kosemtikmarke mit der Creme, die “gezielt das Fett zwischen den Schenkeln schmelzen läßt”. Lange dauern wird das nicht mehr. Ich finde, bei solchen Schönheitsidealen ist zwischen den Ohren meist genauso viel Luft, wie zwischen den Schenkeln sein “sollte”. Das Leben ist viel zu schön, als nur unrealistischen Idealen hinterherzurennen. Danke an Blogs wie Style has no size die sich erfolgreich gegen jeden Extremwahn stemmen.

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Dollface is sugarsweet

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Größe 38 – DIN-Norm für den Körper?

Ich hätte da mal eine Frage: Ist eigentlich jede Frau, die eine Größe größer als 38 trägt, bereits dick? Ja? Nein? In den Modezeitschriften ist das so, da ist 38 schon ein Randgebiet, in das sich nur noch „kurvige“ Models wagen. Wenige, denn Designer designen ihre Musterkollektionen in 36. Da muss ein Model reinpassen. Und offensichtlich ist dieses Maß Standardmaß geworden. In Film, TV und Werbung kommt keine Frau vor, die mehr wiegen würde. Alles 36 und weniger. Da ragen die Schulterblätter raus wie beim Tod von Altötting. Und wenn doch mal eine rundliche Dame mitmischen darf, dann nur als gemütliche Dicke, die komisch sein darf. Das war‘s schon.

Und dick, das fängt bei 40/42 an. Das ist die oberste Grenze, mit der man bei Zara oder auch in Designerläden etwas zu kaufen bekommt. Oft wird es mit dem Busen in Blusen bei diesen Grüßen schon kompliziert. Liebe Modehäuser, habt ihr eine Ahnung, wie frustrierend das ist? Und wie beschissen sich die dann fühlen, die wirklich etwas rund sind? Die müssen ab 44/46 in Spezialgeschäfte. Teurer, unmodischer und es ist vor allem verdammt demütigend.

Um es den Dicken dann noch mal richtig hinzureiben, werden auch bei “Mode für Mollige” Damen abgelichtet, die sich eben so mal am Rand einer Molligkeit befinden. Größe 42 maximal. Die Katalogproduzenten erklären das so: „Wir müssen die Sachen an dünneren Models zeigen, sonst kauft die Mode keiner. außerdem steiern Bilder von dünnen das Selbstwertgefühl????“ Aha, also die Dicken sind selber schuld, weil sie ihresgleichen nicht sehen wollen. Ich halte das für eine Ausrede, denn so kann ja keine erkennen, wie es aussieht in den „echten“ Größen.

Wer jetzt sagt, „Die müssen halt abnehmen, die undisziplinierten Bratzen“ hat genau nichts verstanden. Den vielleicht fühlen sich die Leute mit ihrer Figur ganz wohl, und weigern sich nur, standardisiert zu werden. Auch die wenigsten Männer haben ein Problem mit Frauen, die etwas über dem Modelmass liegen. Im Gegenteil. Nur die Modeindustrie interessiert das nicht. Sollen wir alle aussehen wie Barbiepuppen aus der Fabrik? Alle die gleiche Figur, das gleiche Gesicht, nur Variationen in der Haarfarbe? Und bitte, immer schön so bleiben – mit allem, was geht (Chirurg, Cremes, Spachtelmasse). Denn zu alt darf auch keine werden. Wir wollen alle Individualisten sein, einmalig und unverwechselbar. Aber wieso soll dann das Aussehen normiert werden? Warum wollen uns die Medien und die Industrie in eine bestimmte Form pressen? Darauf hätte ich gerne eine Antwort.

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Heute Rotkäppchen

Der Tag hier in Frankfurt ist so trist, da hab ich mit dem Flauschkäppchen von h&m ein bisschen Farbe reingebracht. So sieht auch eine Mitvierzigerin mal wieder ganz munter aus.

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