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Guido Maria Kretschmer entwirft Mode für die bezaubernde Jeanny

“Meine erste Modeschau hab ich in Düsseldorf gesehen, ich war noch ein kleiner Junge. Deswegen ist es eine besondere Ehre, heute hier zeigen zu dürfen”, erklärte Guido Maria Kretschmer strahlend nach seiner Show bei Platform Fashion in der Schraubenfabrik in der Suitbertusstrasse. Es war heiß, es war stickig und total überfüllt, denn alle wollten die glamouröse Mode des Fashiondarlings für den Sommer 2015 sehen. Die Fächer, die im Foyer ausgeteilt wurden, flatterten in den Zuschauerreihen wie ein Bienenschwarm beim Waben kühlen. Das dicke Makeup der prominenten Gäste, darunter die Effenberg-Ex, die Kahn-Ex und die Ballack-Ex (echt viel Ex im Publikum) im Blitzlichtgewitter klebte.

Doch die Mode war es wert, die Hitze auszuhalten. Nicht nur die Frisuren der Models mit ihrem hoch gebundenen Pferdeschwanz erinnerten an die 60ties Serie “Bezaubernde Jeannie”, auch die flatternden Marlene Hosen, Jumpsuits beschworen die relaxte Eleganz dieser Zeit. Viel schwarz-weiß, Anklänge an 1001 Nacht, dazu Akzente in Mintgrün und Nude. Hochelegant und trotzdem bequem. Eng geschnittene, knielange Kleider machen aus den Brille tragenden Models die  wohl glamourösesten Sekretärinnen aller Zeiten. Ich hab ein bisschen das Gefühl, sein Vertrieb Unifa da Einfluss nimmt, die rockig-sexy Linie des Vertriebs scheint durch. Leder, schwarze Pailletten, sexy Schnitte – passt perfekt ins Portfolio. Verkauft werden müssen die Entwürfe halt auch. Kretschmer hat mit seinen TV-Shows viel Einfluss – das ist klasse, denn wir brauchen einen Botschafter für Eleganz. Vor allem einen, der so beliebt ist und gemocht wird wie Kretschmer.

mit silbernen Pailetten bestickt - seidenes Abendkleid Bild Platform Fashion

Mit silbernen Pailetten bestickt – seidenes nudefarbenes Abendkleid

Aber Kretschmers Spezialität sind Abendkleider – und die waren wirklich der Hammer. Wunderschön. Am allerschönsten waren sie in Nude mit silbernen Ornamenten bestickt. Ein Kleid im schlichten Schnitte hatte einen sportlichen Tunnelzug in der Taille und Wasserfallausschnitt im Rücken. Der Kontrast zum unfassbar kostbar bestickten  Stoff war bestechend. Das wäre mein Abendkleid gewesen. Traumhaft auch das silbern-schwarze Cocktailkleid im 50ties Look. Und die schlichten großen schwarzen Roben, die bestimmt auf vielen Events zu sehen sein werden. Nein, die Abendkleider sind keine Kleider für uns Normalsterbliche. Aber das ist auch okay, es muss immer Mode geben, von der man träumen kann. Und wenn wir was von Kretschmer wollen, können wir ja bei Heine bestellen – und das sogar für uns Moppel. Davon aber ein andermal.

Bilder: Platform Fashion

 

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Hübsch gemacht mit Jolie Tete

IMG_0617Ich mag Haarbänder, die haben sowas edles, antik Griechisches. Und sie sind praktisch bei der Hitze, sie halten die Haare aus dem Gesicht und man kann schnell eine tolle Frisur stylen. Deswegen fand ich es toll, dass ich zusammen mit Fröken von Generation Couture auf der Gallery in Düsseldorf die Haarbänder von Jolie Tete testen durfte, die größte französische Firma für Haarschmuck.

Sie hatten einen sogar Friseur dabei, der zeigte, wie man so ein Haarband professionell einarbeitet. Also erstmal die Seitenpartien um das Haarband wickeln und wegstecken, dann die Haare am Hinterkopf rum das Band hochstecken, toupieren, wild zerpflücken und mit Haarnadeln fixieren. Hat den ganzen Tag gehalten und sah sehr niedlich aus, Fröken hat eine sehr edle Frisur bekommen, bei mir war es wilder.

 

 

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28. Juli 2014 · 7:49 nachmittags

Streetart auf dem Pullover – eine Herzensangelegenheit

IMG_0619Das ist mal wirklich originell: Das Label Herzensangelegenheit hat den Airbrush-Künstler Marco von Sprayart für eine coole Kooperation gewinnen können – für eine limitierte Edition verziert er einen schlichten grauen Kaschmirpullover mit einem von drei Motiven: Miss Liberty, Zebra oder Leopard. “Jeder Pullover ist von mir von Hand gesprüht”, erklärt Marco, der zur CPD in Düsseldorf live vor dem Showroom seine Kunst zeigt. “Und auf jedem Pullover hab ich in der Zeichnung ein Herz versteckt”.

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Meine liebste Tasche stammt von Naschbag

Kate-taupe Wer mich kennt, kennt diese Tasche. Ich hab sie mir letztes Mal auf der Gallery gekauft und seitdem nur noch zum Schlafen weggelegt. Ich liebe sie. Frauen können ein sehr inniges Verhältnis zu ihren Handtaschen haben und ich hab meine Lieblingstasche gefunden. Sie heißt “Kate”, stammt vom deutschen Label Naschbag. Ein Grund, warum ich die Tasche so mag, ist ihre Qualität – das Leder stammt zum Teil aus der gleichen Gerberei, die auch das Leder für Hermes liefert. Hochwertiger geht es nicht. Die Taschen sind rundum „Made in Europe”. Was wo genau hergestellt wird, steht auf dem Herkunftsnachweis-Etikett, das an jeder Tasche hängt. So stammt das Leder aus Frankreich, Deutschland oder Italien. Die Metallteile kommen überwiegend aus Deutschland, ein kleiner Teil auch aus Italien. Die Reißverschlüsse werden in der Schweiz hergestellt und die Stoffe für das Innenfutter stammen aus Spanien.

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Kate und ich: ein gutes Team

Naschbag-Taschen werden in Paris von einer kleinen Manufaktur von Hand gefertigt. Das garantiert eine maximale Kontrolle aller Verarbeitungsschritte, vom Lederzuschnitt bis zur Vollendung der letzten Naht. Alles in Handarbeit. Damit wird jede Tasche zu einem Unikat. (Genauso wie bei der Birkin Bag, nur kosten Naschbag-Taschen mit rund 700 Euro nur ein Zehntel, was ich aber eigentlich cooler finde) . Und ein Label haben sie auch nicht, das aufdringlich “Ich bin eine teure Tasche” plärrt. Hat ein Naschbag nicht nötig. Und ich übrigens auch nicht. Ich bin nämlich auch ein Unikat.

Cristina Malagó und Anne-Nathalie Meekel-Praun, die Designerinnen der tollen Taschen, haben ihr Proddukt gut durchdacht, es passt alles in die Kate und viele Innentaschen machen es schön übersichtlich. Laptop, IPhone, Kindle, Ipad oder meine Einkäufe schleppe ich mit dieser Tasche sehr stylisch durch die Gegend.  Zu kaufen gibt es die Taschen in einigen Boutiquen, ich kann den Einkäufern aber nur raten, sich die Taschen in der Botschaft an der Cäcilienallee mal anzusehen, ich werde extrem häufig auf mein gutes Stück angesprochen.

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Es ist Modezeit in Düsseldorf!

 

Wow, ich liebe Modemessen. Und da bin ich in meiner neuen Heimat Düsseldorf komplett richtig. Jetzt ist wieder The Gallery in Düsseldorf und ich hatte gleich am ersten Messetag ein paar spannende Begegnungen. Zum Beispiel mit den Jungs von St. Pauli Blonnd. Die werde ich euch in den kommenden Woche genauer vorstellen, denn Michael und Jens sind nicht nur die, die das Finale von Germanys Next Top Model stylen, in Paris und New York gebucht werden, nein, sie haben auch einen obercoolen Laden in Oberbilk. Und weil Jens und ich festgestellt haben, dass wir aus Münchner Zeiten den halben Freundeskreis teilen, will ich die öfter besuchen. Ich bin sehr glücklich über diese Begegnung, ein Stück alte Heimat in der neuen. Auch Henry Duval kommt an den Stand. Der schöne Blogger und Stylist stylt deutsche Promis wie Frauke Ludowig oder Lilly Becker.

Es gibt viel zu entdecken auf der Messe, die sich zwischen der Gallery in der Botschaft der Cäcilienallee und den Hammerhallen im Hafen aufteilt. Viele Labels, die in Europa produzieren lassen oder sogar einige Marken, die Upcycling betreiben.Unter anderem die italiensche Firma Springa, die einen kleinen Pavillion an den Hammerhallen aufgebaut hat, wo man zuschauen kann, wie die Schuhe die Sohle dranbekommen. Die Marke fertigt aus alten Kleidungstücken,wie Armeehosen oder Hawaiihemden, neue Schuhe. Für 100 Euro kann man auf der Messe ein Paar kaufen und 20 Euro gehen an eine Kinderhilfsstiftung. Upcycling, wie es mir gefällt.

Daneben gibt es noch die Platform Fashion mit Schauen von Sportalm, Guido Maria Kretschmer oder Thomas Rath. Da bin ich morgen – ich freu mich drauf.

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Mit Schulranzen unterwegs – La Cartella

Werden richtig als Schulranzen getragen: Satchels in allen Farben von La Cartella

Werden richtig als Schulranzen getragen: Satchels in allen Farben von La Cartella

Ich hatte so einen noch. Damals, in der Grundschule – damals gab es noch nicht diese klobigen Scouts, nix mit Ergonomie und so. Mein Schulranzen war dunkelrot un irgendwie bin ich jetzt gerade sehr traurig, ihn nicht mehr zu haben. Auf der Premium hab ich nämlich den Stand von La Cartella entdeckt, einer italienischen Firma, die die Teile wieder auflegt und ich finde die gerade richtig hipp und hübsch. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie praktisch das ist, aber ich werde es herausfinden. Ich werde mir diesen Winter so eine Tasche wieder zulegen. Ich weiß nicht, ob ich sie wieder auf dem Rücken tragen werde, vermutlich eher als Umhängetasche, in die der Laptop etc super reinpasst. Aber bei der Farbe werde ich mir treu bleiben, ich will den kleinen Ranzen wieder in Dunkelrot, um der alten Zeiten willen…

 

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UpMade – das Beste aus Resten

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Eigentlich hört es sich erstmal komisch an: Mode aus den Resten der größten Textilfabrik in Bangladesh. Aber was Ausdesign® aus diesen Resten zaubert, überzeugt von der Ökobilanz als auch von der Optik. Die Designerin Reet Aus aus Tallinn in Estland zeigte ihre Mode unter dem Label UpMade auf dem Green Showroom im Adlon. Ich mag ja blau-weiß-gestreifte T-Shirts, vor allem, wenn ein Anker drauf ist (Nautische Methapher). Und dieses Stück lockte mich an den Stand. Die übrigen Designs waren wesentlich schicker und ich mochte alles. Leider kann man dort nicht direkt kaufen, wie noch vor einem Jahr, ich hätte gern ein T-Shirt erworben.

So schön die Mode ist, gestartet ist das Ganze  eigentlich als Forschungsprojekt zum Thema Upcycling, also aus dem Müll anderer Menschen etwas Sinnvolles und -in diesem Fall – Wunderschönes zu schaffen. Extrem nachhaltiges Konzept. Reet Aus und ihr Team arbeiten mit Beximco zusammen, dem größten Textil- und Bekleidungshersteller in Bangladesh. Beide Firmen zielen darauf ab, die Umwelt zu schonen und Ressourcen einzusparen. Keine kleine Sache, wenn man bedenkt, dass es theoretisch möglich wäre, 65% des Abfalls zu vermeiden, den die Textilfirma im Jahr produziert – und das bei einer gigantischen Menge von  56 Millionen Kleidungsstücken, die Beximco pro Jahr verlassen.

Die Designs von UpMade by Reet Aus  sparen zusätzlich 70% Wasser und  schaffen 88% weniger CO2 Ausstoß im Vergleich zu herkömmlicher Ware. Der Trick dabei ist, die übrig gebliebenen Stücke aus anderen Kollektionen so zusammenzusetzen, dass die kleinen Stoffteile wieder ein sinnvolles Shirt ergeben. So  wirken die Motive wie Anker oder Pfeil wie kostbare Intarsien im T-Shirt, wie besonders aufwändig gemacht und nicht, wie im Gegenteil, aus der Not geboren. Die Designs müssen immer wieder neu gepuzzelt werden, je nachdem, was andere Firmen so für Zuschnitte bestellen.

Wenn man über eine Riesenfirma in Bangladesh hört, wird man natürlich auch stutzig und fragt sich, ob man da nicht die Arbeiter ausbeutet. Ja, von der Ökobilanz ist UpMade Green, aber auch von den Arbeitsbedingungen? Die Webseite gibt darüber ausführlich Auskunft. Ich hoffe, das hat alles so seine Richtigkeit. Ich kann nur sagen, mich hat das Konzept und die Schönheit der Designs überzeugt.

Zu kaufen gibt es die Mode in diversen Boutiquen, leider in keinem Online-Shop. Aber ich hoffe, irgendwo eine der Ankerblusen zu erwischen.

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Grün geht auf viele Arten – Green Showroom in Berlin zeigt alle

Es gibt viele Varianten, wie grüne Kleidung entstehen kann. Sei es, dass Naturmaterialien benutzt werden, dass Materialien recycelt werden, wie etwa PET-Flachen, sei es dass upcycelt wird, dass heißt, aus anderer Leute Abfall entsteht etwas Neues oder dass die Bekleidung aus fair hergestellten Materialen entsteht. Der Green Showroom im Adlon ist deswegen immer eine sehr spannende Sache und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Es gibt vier Labels, die mir ganz besonders gefallen haben: Johanna Riplinger hatte eine wunderschöne Seidenkollektion dabei, vor allem ein beiger Jumpsuit, für den ganze vier Meter Seide verarbeitet werden, hatte es mir angetan. Die Blusen mit dem unregelmäßigen Muster in rose und lila wirken auf den ersten Blick ungewöhnlich, und die Stoffärbung hat denn auch eine faszinierende Geschichte: Auf die Seide werden einfach Rosenblätter gelegt, die zuerst in indischen Tempeln den Göttern geweiht waren. Die verblühten Rosen, die von den Priestern entfernt werden, bekommen die Seidenfärber. Upcycling vom Allerfeinsten.

Edelziege ist der witzige Name eines neuen Kaschmirlabels – und ich habe selten so feine Pullöverchen gesehen. Hauchzarte Wolle, hauchzarte Farben, vor allem das helle Mintgrün hat es mir angetan. Saruul Fischer, die Inhaberin des Modelabels edelziege, ist in der Mongolei aufgewachsen. Die Mongolei ist einer der größten Cashmere-Produzenten der Welt. Da lag es für sie nahe, mit einem der kostbarsten Naturprodukte ihrer Heimat die Brücke zu schlagen in ihre Wahlheimat Deutschland. 2007, als sie wieder die Familie in Ulaanbaatar besuchte, sah sich die angehende Unternehmerin nach einem geeigneten Partner vor Ort, einer für beste Qualität bekannten Cashmere-Strickerei, um und wurde fündig. Doch nicht nur der Handel mit Produkten aus reinem Cashmere reizte sie, als besonders modebewusste junge Frau nutzte sie ihre Kreativität und entwickelte schließlich eigene Kollektionen. Seit 2008 designt, produziert und vertreibt Saruul Fischer luxuriöse Cashmere-Produkte unter dem Label edelziege.

Foto: Edelziege

Foto: Edelziege

Die Mode von Gotsutsumu sieht erst einmal unspektakulär aus – normal. Doch sie ist alles andere als das, es ist nämlich biozertifizierte Businessmode. Die gesamte gotsutsumu Kollektion ist nach Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert und mit der Labelstufe „organic“ ausgezeichnet. Das bedeutet zu allererst einen sehr hohen Prozentanteil an Naturfasern aus kontrolliert ökologischer Erzeugung. Die italienischen Wolltuche bestehen aus 98% Bio-Schurwolle, die Baumwollwebware für Blusen und Hemden läßt die Firma aus 100 % Bio-Baumwolle herstellen und den Jersey für die T-Shirts und Kleider aus 95% Bio-Biobaumwolle.

“Während des gesamten Herstellungsprozesses kommen keine umweltbelastenden oder gesundheitsschädlichen Chemikalien zum Einsatz und es wird auf eine Ressource schonende Produktion geachtet. Um die Transportwege so kurz wie möglich zu halten, findet die Verarbeitung in Europa und der Türkei statt. Eine sozial verantwortliche Produktion mit sicheren Arbeitsplätzen, geregelten Arbeitszeiten, gerechter Behandlung und Existenz sichernden Löhnen ist in der gesamten Produktionskette sicher gestellt, also in jeden einzelnen Betrieb, der an der Herstellung der gotsutsumu Kollektion beteiligt ist.”, erklärt das Label. Wenn das nichts für den umweltbewussten Manager oder Grünen-Abgeordneten ist, weiß ich auch nicht.

Mehr experimenteller Natur ist “Blond and Bieber“, die experimentieren mit Mutter Natur herum und stellen aus Algen sehr interessante Farbstoffe her, die sich im Laufe der Zeit mit der Luft verändern. Das Label arbeitet mit dem Fraunhofer Institut zusammen und da darf man bestimmt noch viel Spannendes erwarten. Mir haben die Stoffe mit ihren unregelmäßigen Mustern gut gefallen, Algaemy nennen sie ihr Projekt – als Inspiration diente unter andrem Chinesen, die sich während der Algenpest die Algen munter auf die Haut legten. Ein Unkraut als Feuchtigkeitsspender…so kam die Idee auf, mit dieser Pflanze zu experimentieren.

Ich werde euch noch einige Labels spezieller vorstellen, schließlich ist erst wieder in einem halben Jahr Fashion Week.

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Weltverbessern mit Toms – diese Taschen können Leben retten!

Es gibt Labels, die muss ich einfach unterstützen. Zum einen, weil deren Produkte echt schön sind, zum anderen aber, weil sie einen wirklich Unterschied machen. Eins dieser Labels ist Toms. Ein Label, das ich euch besonders ans Herz legen möchte, weil das zu dem Konzept dieser Seite passt wie kaum ein anderes, denn mit Toms tut man mit jedem Einkauf etwas Gutes und hilft jemand, dass dessen Leben besser wird – und man hat nebenbei noch eine schöne Tasche, Brille oder ein Paar Schuh erstanden. Der Look von Toms ist leicht ethno, viele Prints, Naturfarben und Leder. Der Klassiker sind lässige Espandrillos, aber die Kollektion wir laufend erweitert. Die deutche Seite ist noch im Aufbau, nicht erschrecken. Ich würde hoffen, dass Toms als Marke hier gut Fuß fasst, weil…

Im Jahr 2006 lernte der Gründer von TOMS, Blake Mycoskie, Kinder in einem Dorf in Argentinien kennen und sah, dass sie keine richtigen Schuhe hatten, um ihre Füße zu schützen. Er wollte ihnen helfen und gründete TOMS Schuhe, ein Unternehmen, das für jeden Verkauf eines Paars Schuhe ein bedürftiges Kind mit einem neuen Paar Schuhe unterstützt. One for One.® Im Jahr 2011 wurde das One for One-Modell mit TOMS Brillen erweitert. Für jede verkaufte Brille unterstützt TOMS eine hilfsbedürftige Person dabei, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. One for One.®

Was als einfache Idee begann, entwickelte sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell, durch das Bedürftigkeit angegangen und Kindern und ihren Gemeinschaften weltweit zu einer besseren Gesundheitsversorgung, Bildung und mehr wirtschaftlichen Perspektiven verholfen wird. Und in diesem Jahr freuen wir uns besonders auf die Gründung von TOMS Roasting Co. Für jeden verkauften Beutel Kaffee schenkt TOMS einer bedürftigen Person eine Woche lang sauberes Wasser. One for One. ®

TOMS hat bereits mehr als 10 Millionen Paar neuer Schuhe an hilfsbedürftige Kinder gespendet und mehr als 200.000 Menschen geholfen, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. Wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein und freuen uns mehr denn je darauf, zu sehen, wie die kontinuierliche Entwicklung unserer Giving-Aktionen Gemeinden weltweit positiv beeinflussen kann.

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins - ein tolles Konzept

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins – ein tolles Konzept

Mittlerweile machen auch Promis mit, DJ Paul van Dyck hat Schuhe für Toms entworfen.  Das Produktportfolio wird immer wieder erweitert, mittlerweile gibt es auch Fair Trade Kaffee, bei dessen Verkauf Trinkwasser gespendet wird. Und wer Angst hat, die Schuhe für die Kinder würden von Kinden woanders hergestellt, den kann ich beruhigen: Toms produziert fair, unter anderem in Haiti, wo versucht wird, dem Land wieder auf die Beine zu helfen. Wer es genau wissen will: hier der Link zum Giving Report

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Curvy, sexy, wunderbar – zu Gast auf der Übergrössenmesse

IMG_0320Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf der Fashion Week für etwas korpulente Frauen, der curvy is sexy. Im Palazzo Italia, direkt an der Friedrichstrasse, unter den Linden, zeigten über 60 Labels, was sie so zu bieten haben für mich und meine, ich sag jetzt mal , Leidensgenossinnen, die nicht immer bei Zara oder gar den Designern fündig werden. Ich muss gestehen, ich war wirklich gespannt. Was gibt’s denn da so? Um es vorwegzunehmen: wer Mode für große Größen mit Hauszelten gleich setzt, muss umdenken. Es gab wunderbar Tragbares für jeden Tag, edle Designerkleider, Abendkleider… es gibt Bekleidung in allen Preislagen. Ich war begeistert. Ich bin mit 40/42 und manchmal auch 44 ja im unteren Bereich der Übergrößen angesiedelt. Aber hier auf der Messe hätte mir jedes Teil gepasst, es hat mich außerordentlich gefreut, ich gebs zu.

Was mich überrascht hat, ist, dass ein paar der schönsten Labels aus Deutschland kommen. No Secret , S. Oliver Triangle, Anja Gockel WomanIam. Ganz groß und auch die Engländer, die mit Zizzi einen großen Stand hatten oder die Skandinavier, die die gesamte Palette von romantisch bist zur lässigen Jeans Mode spielen. Es gab spezielle Blusen, in die der Busen passt, extra Weitschaftstiefel…..ein Moppelparadies. Dreimal am Tag zeigten die Labels auf einer Modenschau, dass Curvy is sexy nicht nur ein Schlagwort ist. Und während auf der Fashion Week die Models immer dünner werden, standen hier wunderschöne, echte Frauen auf dem Laufsteg, mit Busen, Po und allem, was dazugehört. Ich hätte mir gewünscht, jede, die im Zelt war, wäre auch einmal hier gewesen, um zu sehen, wie schön ein wenig rundlich sein kann. Ich fand die Models traumhaft.

Es gab ein paar Labels, die ich ganz besonders schön fand:

WomanIam von Designerin Anja Gockel, die herrliche Kleider zeigt, deren Print sie selbst entworfen hat. Altrosa-grau, kombiniert mit schwarzer Spitze, ein frühlingshaftes Seidenkleid im Seerosendruck oder futuristische Punktkleider. Toll!

S.Oliver Triangle ist lässige Streetwear. “Wir füllen damit eine Lücke zwischen den regulären Größen und der Übergröße-Mode”, heißt es dort. “Auch Frauen, die größer sind als der Durchschnitt, werden bei uns fündig”. Stimmt. Ich hab mich in ein schwarzes Kleid verliebt, über dessen komplette Vorderseite ein weißer Blitz lief – super. auch ein schlichtes weißes Kleid mit Dreiviertelärmeln, das ein Testimonial trug, hat es mir angetan. Und eine Baggy Lederhose, und ein schwarzer langer Plisseerock und und und…

Junarose ist sehr jung, sehr gut geschnitten und sieht einfach sweet aus.

Zizzi, ein Brand aus England, hat eine besonders coole Kollektion vorgestellt. “Wardrobe of Wonders” heisst sie und erfüllt mit Bleistiftröcken, kurzen Sweatshirts, wilden Prints auf gut geschnittenen Kleidern,  Boucle-Karokostüm oder Snakeprints den Wunsch, modische Kleidung ab 42 zu bekommen.

Veto, ein dänisches Label, bietet tolle Jeans und einen sehr süßen Rosendruckblouson – der hat es mir angetan.

Und last, but not least, Adam Brody aus Zürich. Der Designer macht wunderschöne Mode. unter anderem einen blau-weißen Brokantanzug, der ein absolutes Lieblingsstück werden könnte.

Fazit: wir müssen das Gut gekleidet sein, nicht länger den Frauen bis Größe 38 überlassen – die Branche hat uns entdeckt. :)

 

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Will ich ein Kunstwerk sein? Bekleidung versus Mode

Print von Artiststylist

Print von Artiststylist

Wie relevant ist Mode denn noch? Man sollte denken, extrem relevant. Jeden Tag stehen wir vor dem Schrank und denken darüber nach, was wir tragen wollen, wer wir sein wollen in unseren Kleidern. Kleider machen Leute. Stimmt ja auch. Die meisten von uns entscheiden sich praktisch. Gucken nach dem Wetter und was in ihrer Arbeitsstelle so okay ist. Wie man die Figur kaschiert – oder zeigt – je nachdem. Mit extrem modischen Gesichtspunkten hat es in den wenigsten Fällen zu tun. Eine Anna dello Russo, die postuliert, sie liesse sich vom Wetter ihre modische Entscheidung nicht abnehmen, ist selten.

Es gibt in Deutschland derzeit vier große Kategorien.

  • Jung und proll trägt meist engste Jeans mit engem Top und Lederjacke, die Haare kunstvoll geglättet. Dazu eine Louis Vuitton Speedie und High Heels
  • Jung und hip trägt das Gleiche, nur mit weitem T-Shirt, die Haare zum Dutt und Sneaker oder Birkenstock. Brille und Jutebeutel
  • Älter trägt Jeans und Funktionsjacke mit praktischer Frisur. Oder Kostüm, falls wer in der Bank arbeitet.
  • Wer noch älter ist, trägt alles in verwaschenen Beigetönen mit Stützstrümpfen.

Das wars. Fertig ist die Laube. Alles andere sind maximal Randerscheinungen, nicht mehr statistisch erfassbar.So richtig rausstechen will eigentlich niemand. Selbst in Modemetropolen kann man lange nach extrem gut und eigenwilig gewandeten Menschen suchen. Warum das so ist? Schwer zu sagen. Vielleicht hat diese Zeit des globalen Dorfes auch eine Art globale Spießigkeit mit sich gebracht. Auch die Männer sabotieren Abweichungen, denn die mögen es nicht modisch oder auffällig, lieber Sachen, die Titten und Hintern gut raus bringen. Sexy ist immer gut, wenn es nach denen geht.

Niemand fragt – wie modisch ist das? Will ich heute ein Kunstwerk sein? Und wenn ja, was für eins? Will ich heute ein Statement setzen mit mir selbst? Bin ich heute Protagonist in dem Stück “Mein Leben” und sorge dafür, dass andere zusehen dabei? Lady Gaga denkt so und die ist als extrem exzentrisch verschrieen. Mode ist Kunst und Kunst trägt niemand – außer Künstler, die dürfen das. Eine ganze Palette der Kommunikation wird gekappt. Auch wenn man nicht nicht kommunizieren kann, die derzeitige Bekleidung sagt nur: Ich bin Teil des Chors, kein Solist. Jedes Jahr bringen die Frauenmagazine Modebeilagen über die Schauen und jedes Jahr kaufen die Frauen das Gleiche mit minimalen Abwandlungen.

Durch das Desinteresse wir auch die Mode als Solches uninteressant. Was nicht getragen wird, ist nicht geeignet, den Zeitgeist zu beeinflussen. Eine Spirale der Irrelevanz. Modehäuser könnten eigentlich gar keine Mode mehr machen und ihr Geld mit Basics, Handtaschen und Kosmetika verdienen. Tun sie ja eh schon. Wenn Dior und Co keine neue Mode mehr designen würden, würde das irgendwem auffallen? Deswegen interessieren mich Schauen nur noch, wie ich eine Oper anschaue, bestimmt nicht, um dort Dinge zu erwerben, sondern als Kunstspetakel. Eigentlich schade.

Mein Beitrag zur Blogparade anlässlich der Ausstellung „Erwin Wurm. One Minute Sculptures“ im Frankfurter Städelmuseum

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Ein Rundgang auf der Premium

Klar, der nächste Sommer wird bunt, aber nicht schrill. Sanft. Auf der Premium wird das gezeigt, was wir im kommenden Sommer wirklich tragen, weit abseits der Shows im Zelt. Mehr Kleidung als Mode. Ich persönlich mag die Messe gerade deswegen sehr gern, weil sie ein weitaus realistischeres Bild gibt. Und klar, es sind die Labels, die ich selbst gern trage – oder tragen würde. Und würde auch am liebsten immer gleich alles von den Stangen mitnehmen – geht natürlich nicht. Parallel zu den Laufsteg-Schauen der Fashion Week lockt die „PREMIUM“-Messe inzwischen über neunhundert Marken und knapp sechzigtausend Besuchen in die Station-Berlin am Gleisdreieck. Mit einem Termin noch vor den Modenschauen in Paris oder New York hat sich Berlin innerhalb weniger Jahre als internationaler Trendvorschau etabliert. Hier kann man die neuen Kollektionen sehen, noch bevor sie anderswo gezeigt werden. Und deswegen bin ich auch jedes Jahr da.

Irgendwie bewegt sich die Mode in diesem Jahrtausend aber in Trippelschrittchen vorwärts, es gibt nix, dass jetzt bahnbrechend neu wäre. Nichts von dem würde jetzt auf der Straße als Mode des kommenden Jahres auffallen. Keine extrem neue Silhuette. Aber das, was gezeigt wird ist schön und sehr weiblich. Die Materialien sind toll und werden immer besser – da merkt man zumindest den Fortschritt, Baumwolle wird immer weicher und zarter, Neopren hat Einzug in den Massenmarkt gehalten, es gibt immer raffiniertere, kunstvolle Prints. Die Kleider, oft lang und duftig, wirken extrem weiblich, die engen Jeans, in sehr hellen Waschungen und wie gebatikt, sind aus ganz leichtem, stretchigem Denim. Die passenden Oberteile sind meist eng und wirken wie total verwaschen, müde Farben dominieren.

Mir besonders gut gefallen immer die Boheme Lables, sei es Antik Batik, Odd Molly, BrasiBrasi, Star Mela oder Ancient Greek Sandals – eine Art Mode außerhalb der Mode, die irgendwie immer geht. Ist aber vielleicht auch nur der Hippie in mir, der diese Sachen so liebt. Ich hätte jedenfalls den gesamten Antik Batik Stand mitnehmen können. Ethno kommt eh wieder, Neonfarben auch, aber immer dezent eingesetzt. Bei Star Melanie werden Ethnoblusen und Taschen mit Neonfarben bestickt, ein toller Effekt.

Ich werde jetzt in den kommenden Wochen immer mal wieder besondere Labels vorstellen, die mich besonders beeindruckt haben – würde mich freuen, wenn ihr dranbleibt.

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Guna: Lässige Streetwear mit ausgesuchten Marken

Naketano hat Mode für Veganer

Naketano hat Mode für Veganer

Was Mode anbelangt, bin ich so zwiegespalten. Auf der einen Seite mag ich es gern feminin, Röcke, Blusen mit Spitze, Mäntel mit Pelzkragen. Es gibt so Tage, da kann ich nicht anders.
Aber auf der anderen Seite – und die überwiegt an den meisten Tagen – mag ich es gern unkompliziert. Jeans, Longsleeve, Lederjacke und gut isses. Liegt vielleicht daran, dass ich überall mit dem Fahrrad unterwegs bin und da ist es nun mal praktischer. Praktisch, das ist so ein hässliches Wort. So hässlich wie die meisten Funktionsjacken und überweite Fleecepullover. Deswegen: nennen wir den Look lässig. Ja, das klingt viel besser. Denn auch bei diesem Look will ich nicht auf das gewisse Etwas verzichten. Coole Schnitte, melierte, weiche Stoffe, schöne Farben und witzige Aufdrucke. Immer gut zum mitnehmen in den unbeständigen deutschen Sommern.
Da hab ich neulich einen Onlineshop namens Guna entdeckt, der sich auf Jeans und Streetwear spezialisiert hat und viele der Marken führt, die ich besonders gern hab. Ich mag es, wenn ich ein etwas spitzeres Angebot vorfinde, in den Riesenshops hab ich das Gefühl, von der schieren Menge an Kleidern und Kleidungsstilen fast erschlagen zu werden. Bei Guna fühle ich mich da gut aufgehoben. Der Shop, der zur Kette Olymp und Hades gehört, führt unter anderem Naketano, Wellensteyn, G-Star, Khujo oder Superdry – alles Marken, die ich sehr schätze und bei denen ich weiß, welche Größe mir passt. Das ist vor allem beim Onlinejeanskauf eine Hürde. Mit Größe 42 bin ich nicht die Allerschlankste und so ist es gut, zu wissen, wie G-Star schneidet. Weil, mit dem Hin-und Herschicken hab ich`s nicht so. Wobei Guna satte 100 Tage Rückgaberecht anbietet.
Naketano hab ich vor einigen Jahren noch im Undercover Magazin als totalen Insider vorgestellt, mittlerweile hat sich das Label etabliert. Zu Recht. Ich mag deren langgeschnittene Hoodies oder Sweatshirts mit dem großen Kragen, so richtig zum Einkuscheln. Femine Lieblingsstücke für daheim. Witzigerweise ist die Marke auch der Hit der Veganer, weil sie auf Wolle, Leder, Seide oder Daunen verzichtet. Vegane Mode – da muss man erst mal drauf kommen.

Bei Superdry überzeugen weniger raffinierte Schnitte (die sind extrem klassisch), sondern deren leicht verwaschene Drucke im Vintagelook. Wer nicht genau hinkuckt, denkt, ein Originalsweatshirt aus den 80ern vor sich zu haben. Wellensteyn Jacken oder G-Star sind Klassiker, die konstruierten und extrem raffiniert geschnittenen Jeans der Marke faszinieren mich. Ich liebe vor allem deren unendlich coolen Waschungen.
Die Grössen bei Guna bewegen sich im normalen Spektrum, extra groß wird leider nicht angeboten.  Aber wenn ich dort was finde, stehen die Chancen für euch nicht schlecht.

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Meine Looks in Mykonos

ich hab mich vom Bohemian Look des San Giorgio inspirieren lasen. Meine Lieblingsteile auf der Reise waren ein langes Kleid von Mango, so blau-weiß wie Griechenland, die Concious Collection Weste von H&M und das bestickte Kleid aus der Kate-Moss-Collection von Topshop. Also ganz viel total aufwändig Besticktes.
Ich hab immer die olivfarbene kurze Hose dabei, die ich mir vor über 20 Jhren in einem Polo Ralf Lauren Store in Nassau gekauft habe. Damals saß sie weiter. Egal. Die Hose begleitet mich auf allen Reisen. Leider kam der Wollpullover öfter zum Einsatz, als mir lieb war, aber es ist halt doch saufrisch am Abend, wenn der Wind weht.
Ich hab mir auf Mykonos so einen kolumbianischen Häckelsack türkis mit lila und orange erstanden und den coolen Piratenring. Und ein LoveGreece Shirt von Ekaterini. Ich bin nicht die allerschlankste Person der Welt, aber ich finde, wir haben auch als Moppel das Recht, uns anzuziehen, wie wir wollen. Dass Bauchfrei für uns suboptimal ist, wissen wir selbst.
Meine Reisegarderobe ist immer blau, weiß, grau. Da kann nix schiefgehen und alles ist mit allem kombinierbar. Ich kann nur empfehlen, sich auf Reisen so ein Farbschema zuzulegen, das macht alles einfacher.
Ich hab in Mykonos festgestellt, dass ich hoffnungslos unterlabelt war. Die durchschnittliche Inselbesucherin hat an jedem Teil ein gut erkennbares Logo. Tasche: VL, Gürtel: Hermes oder Gucci, Jacke Phillip Plein (endlich weiss ich, wer das kauft), dazu Chanel, Dior und CM in veränderlichen Gewichtsanteilen.

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Einkaufen in Mykonos

So schön das Hotel auch ist, immer nur im uns am Pool liegen -nö. Ich hatte schon vorab gelesen, dass es sich lohnt, Mykonos Stadt einen Besuch abzustatten. Denn Mykonos ist mehr als eine Touristenfalle. Es ist das griechische Ibiza und die Feierwilligen wollen auch die entsprechenden Outfits haben, um in den schicken Clubs und Bars der Insel eine gute Figur zu machen. So sind die Boutiquen in Mykonos Stadt perfekt aufs anspruchsvolle Publikum eingestellt, dass zunehmend auch aus Fernost kommt und mit gigantischen kreuzfahrtburgrn vor der Insel halt macht. Louis Vuitton, Chopard haben eigene Shops, es gibt alles von Chanel bis Louboutin. Gemischt mit cooleren Läden, in denen ein sehr relaxter Schick angeboten wird, auch viele griechische Designer (dazu mehr in einem extra Artikel)
Derzeit sind die bunten gehäkelten Beutel Mochitas aus Kolumbien in, es gibt sie in vielen Boutiquen der Insel, auch die flachen Sanalen gibt es überall, sie werden in Griechenland hergestellt. Sie sind sehr bequem, rund 60 Euro kostet ein Paar. In ein, zwei Geschäften kann man sich T-Shirts bedrucken lassen. “Eat, Love, Party” und dergleichen mehr….äh, ja. Nein.

Die Läden zu finden ist nicht schwer, es gibt eine Hauptstraße Matogianni,, von der gehen kleine Seitenstraßen ab, alles auf einem relativ kleinen Gebiet. Ich kaufe mir erst bei einer Ben&Jerry Filiale das Kultgetränk der Einheimischen, Cappuchino Feddo, kalter, mit Zucker aufgemixter Kaffee auf Eiswürfeln mit eine dicken Schicht Milchschaum, und los gehts ins Einkaufsparadies.

Coole Bikinis, Tahiti Oil, nette Beachtaschen und alles, was am Strand noch schöner macht, gibt es bei beachhouse in der Matogianni 33

Emmy Monaco, Tria Piquadia, ist High End. Louboutin, Edeltaschen, wunderschöne Kaftane. Ich schau’s mir an, das ist definitiv eine Inspiration, aber kaufen kann ich mir hier nix.

Chora, Fl.Zouganeli Str. 43, ist ein wunderschöner Läden, sehr geschmackvolle Möbel und Wohnaccessoires im mediterranen Stil. Ein bisschen Mykonos, ein bisschen Shabby Schick. Ein Traum. Wer auf Mykonos ist und ein bisschen Budenzauber für daheim mitnehmen will, der ist hier richtig.

Direkt gegenüber ist VP Jewellery. Ich hab mir dort einen riesigen Rubelitring gekauft, der aussieht wie 200.000 Euro, aber 200 gekostet hat. Besser so als andersrum. In dem laden könnte ich mich doof kaufen. Da ist aber nicht doof bin, belasse ich es bei dem Ring.

Aber es gibt es viele tolle Läden: Free Shop, Ekaterini, Sostris, ex-tasy (ein Hippie-Laden), Nomad, Thala Jewellery.

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Den perfekten BH finden

paranoireIch bin sehr dankbar, dass die wundervolle Eva sich die Zeit genommen hat, uns zu erklären, was es mit BH-Größen auf sich hat und wie und auch wo ihr den perfekten BH findet. Eva weiß alles darüber, sie designt nämlich selbst Dessous, ihre wunderschönen Kreationen lassen sich unter ParaNoire auf Etsy finden.
DANKE für die wertvollen Infos
Hallo, ich bin Eva und ich mache Unterwäsche.
 Da mir ein positiver Umgang mit unseren Körpern sehr am Herzen liegt, und ich  leider viel zu oft sehe, wie Menschen unter schlecht sitzender Unterwäsche leiden, mache ich das natürlich gerne!
Was zeichnet einen gut sitzenden BH aus?
Das beste Zeichen für einen gut sitzenden BH: du vergisst, dass du einen BH trägst!
Konkret bedeutet das:
  1. Das Unterbrustband sitzt FEST GENUG, um 80-90% des gesamten Brustgewichts sicher zu halten, denn dafür ist es da. (Die meisten Frauen tragen VIEL zu weite Unterbrustbänder! Es sollte sich i. d. R. nicht viel weiter als 5 cm vom Körper weg ziehen lassen.).
  2. Die Körbchen sind GROSS GENUG für deine Brust und die Drahtbügel umschließen die Brust am äußeren Rand, ohne auf das Brustgewebe zu drücken. Die Körbchenränder schneiden nicht ein. (Die meisten Frauen tragen viel zu kleine Körbchen, und daher viel zu schmale Bügel. Das in den meisten Fällen angebrachte „Mein BH ist unbequem und drückt!“ lässt sich oft durch ausreichend große Körbchen (NICHT durch noch weitere Unterbrustbänder!) in den meisten Fällen beheben.)
  3. Das Unterbrustband ist weit genug, dass du gut atmen kannst und dich nicht wund scheuerst. (In vielen Fällen kommt ein „zu enges“ Gefühl von einem zu kleinen Körbchen, daher finde ERST ein Körbchen, das perfekt sitzt und korrigiere dann ggf. noch einmal die Bandlänge!)
  4. Das Körbchen ist nicht zu groß und wirft keine Falten (denn sonst kann der BH keine volle Stützfunktion bieten, auch wenn das Unterbrustband gut sitzt).
  5. Der Mittelsteg liegt glatt auf dem Brustbein auf und piekst nicht unangenehm. (Wenn er absteht, ist oft das Körbchen zu klein und/oder das Unterbrustband zu lang. Seltener ist einfach die Schnittform des BHs nicht passend für den eigenen Körpertyp)
  6. Die Träger schneiden nicht an den Schultern ein. (es sollten bequem 2 Finger unter die Träger passen und wie unter 1. erwähnt sollten nur 10-20% des Gewichts an den Trägern „hängenbleiben“. Stell sie so lang wie möglich, so kurz wie nötig ein.)
Das sind die ersten Anhaltspunkte, nach dieser Checkliste kann man die Passform von BHs recht gut einschätzen.
Warum sitzen BHs oft so schlecht und sind unbequem?
Die Antwort hierzu ist kurz und knapp: weil Menschen nicht wissen, wie ein BH tatsächlich sitzen muss (und auch KANN, in der richtigen Größe). Hinzu kommt ein Teufelskreis aus Wäscheverkäufspersonal, das leider viel zu oft in der BH-Anpassung nur unzureichend bzw. nach veralteten Maßstäben geschult ist, eine begrenzte Größen- bzw. Modellauswahl in den Geschäften und die Unkenntnis vieler Käuferinnen (aber auch Verkäufeirnnen!) darüber, dass es Körbchen jenseits der magischen D-Grenze gibt (und eben nicht jedes D-Körbchen „riesig“ ist. Aber dazu mehr unter Punkt 3)). Diese Faktoren bedingen sich sehr stark gegenseitig, und eines führt zum Anderen und zementiert Irrglauben, Vorurteile, Frustration und die altbekannten Größenauswahlen von 75-85 A-D.
Das Problem ist nicht, dass BH-Hersteller willentlich Folterwerkzeuge produzieren, die gar nicht bequem sein KÖNNEN, sondern eher, dass kaum eine Frau wirklich Zugang zu (vor)urteilsfreien Informationen bzgl. BH-Passform hat. Dadurch tragen sie oft einfach, was sie im Bekanntenkreis als „normal“ oder „Durchschnitt“ wahrnehmen (Stichwort: 75B) oder hangeln sich an den gleichen Buchstaben durch alle Bandgrößen, bis IRGENDWIE alles unterkommt („Ich habe ‚große’ Brüste, also trage ich ‘ein D-Körbchen’. Wenn 85D zu klein ist, nehme ich eben 90D!“). Dass das nicht bequem sein KANN, steht außer Frage. Es ist also weniger ein Problem des Kleidungsstückes an sich, sondern eher eine Frage der richtigen Größen- und Modellauswahl. In der richtigen Größe und einem zum persönlichen Geschmack bzw. körperlichen Gegebenheiten passenden Modell sind unbequeme, störende BHs die absolute Ausnahme!
Das mag jetzt vielleicht wirken wie ein „Ihr seid eben zu blöd, die richtigen Größen zu tragen!“ aber das ist ganz und gar nicht mein Punkt! Es gibt von Tag zu Tag mehr gute Ressourcen in Sachen Passform, und jeder der komplett in diesem Thema ist, kann sich z.B. bei den Busenfreundinnen eine Art „Rundum-Erstversorgung“ mit allen wichtigen Infos zu Größen, Bezugsquellen und hartnäckigen BH-Mythen abholen.
Wer lieber eine Kurzfassung möchte, kann auch gern meinen kurzen Blog-Post zum Thema „Wie finde ich einen gut sitzenden BH in der richtigen Größe?“ lesen: http://beta.paranoire-design.com/bra-fitting-shortcuts/
Sind die BH-Größen in Deutschland immer einheitlich?
Grundsätzlich ist das Größensystem in Deutschland (in der Theorie) relativ einheitlich. Die BH-Größe setzt sich aus einer Zahl (der Länge des Unterbrustbands) und einem Buchstaben (der angibt, wie groß der Unterschied zwischen Unterbrust- und Brustumfang ist, also „wie groß“ die Brust ist). Die Buchstaben bezeichnen hierbei nur eine absolute Differenz, also z.B. ob der Brustumfang 15, 20 oder 25 cm größer ist als der Unterbrustumfang, und damit ein B, D oder G Körbchen hinter der Zahl steht.
Es kann sich sicher jeder vorstellen, dass jemand mit 90 cm Brustumfang und 70 cm Unterbrustumfang vom Volumen her eine kleinere Brust haben wird als eine Person mit 120 cm Brustumfang und 100 cm Unterbrustumfang. Beide tragen aber „ein D-Körbchen“. Nun ist klar, warum es „das“ A-,D- oder K-Körbchen als absolute Größeneinheit gar nicht gibt. Alle Größenbezeichnungen sind immer RELATIV (zum Unterbrustumfang). Eine 70D und eine 100D haben zwar den gleichen Buchstaben als Körbchengröße (daher finde ich den Begriff KörbchenGRÖSSE auch schwierig, da er eine nicht vorhandene Einheitlichkeit suggeriert), die Körbchen fassen aber nicht das gleiche Volumen.
Die Einteilung in Unterbrustbandgrößen ist in Deutschland quasi vollständig einheitlich in Schritten von 5 cm, also 65, 70, 75, …, 110, 115, 120 usw. Die Körbchenbezeichnungen variieren je nach Anbieter manchmal etwas, grundsätzlich laufen sie aber alphabetisch von A bis N (größere sind mir noch nicht untergekommen, aber das heißt, nur, dass diese Größen (leider) nicht in Serie hergestellt werden, wohl aber kann jemand eine solche Körbchengröße haben, und das ist vollkommen in Ordnung so). Die Buchstaben AAA und AA bezeichnen Körbchengrößen kleiner als A, wobei AAA die kleinste erhältliche Körbchengröße ist. Manche Hersteller (z.B. Change) fügen in ihren Größenläufen zwischen D und E noch ein DD ein, dadurch ergeben sich manchmal Unstimmigkeiten bzw. Größenabweichungen zu anderen Herstellern oberhalb dieser Grenze. Manche lassen I und/oder J weg, da diese Buchstaben sich sehr ähnlich sehen und Verwechslungen vermieden werden sollen.
Dazu kommen dann noch Variationen in den Schnitten und Materialien, die manchmal dafür sorgen, dass ein BH-Modell (manchmal sogar nur eine andere Farbe des gleichen Modells!) unterschiedlich ausfallen.
Alles in Allem also: „Ja sind sie theoretisch, aber…”
Wo sind gut sitzende BHs zu bekommen?
Wenn ich in ein Ladengeschäft gehen möchte, besuche ich gern Doppel D in Berlin ( www.doppel-d.eu ) oder Change-Filialen ( http://change.com/ ). Dort bekommt man nach meiner Erfahrung eine überdurchschnittlich gute Beratung und eine große Auswahl. Bei den großen Standard-Wäsche- bzw. Modeketten ist sowohl Größenwahl als auch Beratung bestenfalls Glückssache, da würde ich nur kaufen, wenn schon eine grobe Orientierung besteht, welche Größe man tatsächlich braucht. Ich bestelle außerdem gern in britischen Online-Shops wie www.brastop.com oder www.figleaves.com (es gibt viele mehr!), da die Größen- und Modellauswahl in Großbritannien um Welten besser ist als hier in Deutschland. Aber auch hier ist sinnvoll, wenn man schon ein bisschen geforscht hat in Sachen „bessere BH-Größe“.
Warum sind auch BHs in großen Größen dick gepolstert?
Hier würde ich sagen, dass es einfach verschiedene Präferenzen gibt, und die sind von Person zu Person unterschiedlich. Grundsätzlich gibt es BHs in allen erdenklichen Ausführungen zu kaufen (man muss nur wissen, wo), zum Beispiel eben auch gepolsterte BHs in großen Größen (darüber sind eine Menge Menschen sehr froh, glaube ich!). Eine „große“ Brust zu haben, bedeutet ja nicht automatisch, dass man nur noch ungepolsterte, möglichst dünne BHs trägt (das hat leider auch manchmal den negativen Beigeschmack von „verstecken müssen“ bzw. „möglichst nicht auffallen dürfen“ in Bezug auf große Oberweiten, was ich als Grundeinstellung fürchterlich finde), genauso wie nicht jede Frau mit „kleinen“ Brüsten nur Push-Up-BHs tragen muss.
Es kann zum Beispiel einfach sein, dass man Schaumstoffkörbchen trägt, weil man nicht möchte, dass die Brustwarzen sich durch den Stoff abzeichnen, oder man wünscht sich eine bestimmte Form, die durch festeres, dickeres oder auch vorgeformtes Material besser zu erreichen ist, gerade bei sehr weichen Brüsten. Zudem ist gepolstert auch nicht gleich gepolstert. Es macht durchaus einen Unterschied ob man „nur“ das etwas festere und dickere Schaumstoffkörbchen trägt oder ob noch zusätzlich Polsterkissen in das Körbchen eingearbeitet sind.
Ich hoffe diese Antworten helfen dir und deinen Lesern weiter!
Wer sich dafür interessiert, was für Unterwäsche ich mache und wo man sie bekommen kann, darf sich sehr gerne auf www.paranoire.etsy.com umsehen, oder mich auch gern auf Facebook www.facebook.com/paranoiredesign oder Twitter ( @paranoiredesign ) kontaktieren!

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Eingeordnet unter Konsum, Mode

Der Mantel meiner Träume

20140410-080404.jpg Ich hab letztens bei Breuninger einen Mantel von René Lezard gesehen, in den hab ich mich sofort verliebt. Und den ich wahnsinnig gerne hätte. Total bunt, aber trotzdem dezent. Schlicht, elegant, kein bisschen bieder. Von Nahem sieht man die Knallfarben, aber mit ein wenig Abstand verschwimmen die feinen Webstreifen zu einem Pastellton.Ein Traum zu einem weissen Kleid, lässig zu Jeans, elegant zu grau, frisch zu rot….mir würden gefühlte Millionen Kombinationen einfallen. Aber wird wohl ein Traum bleiben, 600 Euro für einen Sommermantel sind derzeit nicht drin. Für mich ist der Mantel bislang das schönste Stück der gesamten Saison…soifz…
Wie gefällt er euch? Soll ich dann lieber auf was anderes verzichten? Oder hat wer Kontakte, ich würde den Mantel natürlich sofort zum ek kaufen…

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Frauen über Größe 42 sind peinliche Kundinnen – nur mit Burka in die Boutique?

Viele Reaktionen auf meinen Artikel über Übergrößen haben mich schockiert. Am meisten allerdings die Information einer ehemaligen Verkäuferin einer Münchner Luxus Boutique. Die erzählte mir nämlich, dass große Größen deswegen nicht geordert werden, weil die Besitzerin (selbst nicht die Allerdünnste) keine dicken Kundinnen in Ihrem Laden sehen wolle. Das würde die anderen, schlanken Kundinnen verschrecken. Denn ein Laden, in dem auch Kundinnen über Größe 42 verkehren ist einfach nicht jung, hip und cool genug – das Image würde leiden, wenn dicke Damen da etwas fänden. Selbst als Taschen- oder Schuhkundin gibt es ein leichtes Naserümpfen…. “Wir wurden angehalten, die Leute nicht so gut zu behandeln, die sollten nicht wiederkommen wollen.” Deswegen entscheidet man sich in dieser Münchner Boutique (und vermutlich in vielen anderen, das wurde mir bestätigt) bewusst dafür, diese Gruppe auszuklammern, damit die restliche Menschheit diesen Anblick nicht ertragen muss. Es gäbe ja Onlineshops…

Das gilt auch für Modelabels. Die Entscheidung für entgangenen Gewinn der Ü42 Käuferinnen wird bewusst in Kauf genommen. Dafür wird das Image hochgehalten – und Frauen mit Größe 44 aufwärts sind schlecht fürs Image. Das macht insofern Sinn, weil der Gewinn von Luxus-Marken selten über Mode erzielt wird, sondern über den Verkauf von Taschen, Schuhen, Kosmetika und Parfum.

Wir leben also in einer Welt, die bewusst diskriminiert und alle finden das okay. Wie oft lese ich “in dem Alter darf man keinen Bikini mehr tragen” ” ab dem und dem Gewicht sollte man vom Strand verbannt werden” – geht es noch? Was ist eine Bikinifigur? Warum muss ich da erst “hart für arbeiten?” Funfact: Ich hab eine Bikinifigur, ich hab nämlich oft Bikini an. Ach, darum geht es nicht? Sondern, dass ich im Bikini einen Anblick zu bieten habe, der die sexuellen Träume des es restlichen Freibads befriedigt. Es wird echt zeit, dass sich was ändert…

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Liebe Hersteller: PASST UNS NICHT!

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sollen Selfies von Frauen über Größe 40 immer so aussehen?
Ich hab mal eine Umfrage unter meinen wunderschönen Freundinnen erstellt. Die sind von Größe 36 bis 50 – alles dabei. Und doch gleichen sich die Aussagen…

“Klamotten, die weiblich aber bequem sind. Ich hab immer das Gefühl, es geht nur entweder oder.”

“Pullover die weder Sack noch Presswurst sind. Blusen, deren Armausschnitt klein genug ist, Arme heben zu können, ohne das ganze Oberteil mit hoch zu ziehen. BHs in Körpchengröße >D, die NICHT gefüttert sind”

“Gut sitzende BHs in allen Größen, echte Mangelware in Dtl. (verglichen mit England oder USA)”

“Mal was für “Kurven” denn Kurven bedeutet nicht “fett”. Mit schmaler Taille aber viel Hüfte hat man aktuell verloren.”

“Nur weil ich schwerer werde, werden weder meine Arme oder Beine länger oder meine Schultern breiter”

bezahlbare, schöne, bequeme Kleider, die weder nach Bank, Cocktailparty noch Kittelschürze aussehen & nicht aus Plastik sind.

“Oberteile in die meine Oberweite passt. Oft auch bei Jacken & Co nen Problem.”

“Dezent klassisch Business-geeignetes in Übergrößen (ohne schreiende Blumenmuster)”

“Schlaghosen, BHs ohne Bügel, Bikini-Hosen die den Hintern auch bedecken und nicht wegrutschen, Pullis und Blusen für breite Schultern…”

“Trenchcoats, die feminin geschnitten und tailliert sind und trotzdem den Po bedecken / gut sitzende Jeans, die nicht hinten wegklaffen und vorne knapp unterm Hüftknochen enden.”

In anderen Worten: Das Zeug sitzt nicht gut. Es ist geschneidert nicht für reale Personen, sondern für eine imaginierte Zielgruppe ohne Busen, ohne Hüften, mit exakt gleich langen Armen und Beinen. Dazu nicht so, dass es schön und praktisch zugleich wäre. Die Bekleidungsbranche sollte sich mal ein Vorbild an Coco Chanel nehmen: die hatte in ihrem Atelier einen kleinen Anlauf und eine Stufe in Höhe der Pariser Strassenbahneinstiege. Damit testete sie jeden Rockschnitt und jedes Kleid auf Alltagstauglichkeit. Ich frage mich, ob derzeitige Designer wissen, was eine Strassenbahn überhaupt ist.

Oder: Jeans. Die derzeit coolen enden irgendwo rund um den Hüftknochen, da, wo bei den meisten Frauen ein kleiner Bauch- und Hüftgoldansatz ist. Ja, auch bei denen in Größe 36. Das hat die Natur so vorgesehen, wenn man jenseits der 23 ist. Das gilt auch für Slips, die dann aufs Allerungünstigste diese Speckrolle betonen und in unvorteilhafte Szene setzen. Da gibt es zwar Abhilfe bei Levis, die mit verschiedenen Kurventypen (Curve ID) der weiblichen Figur Rechnung tragen. Funzt bei mir perfekt, in 30 sitzen die wie hingenagelt. Aber Freundinnen, die was Größeres bräuchten, sind damit wieder geleimt.

BHs. GAAAAAnz trauriges Kapitel. NEIN: ab Größe C brauchen wir keine Extrempushups mehr. Dafür guten Halt und trotzdem sexy. Nicht alles mit Bügeln und Masse Watte, komischerweise ist die Natur sehr freundlich zu uns und es hängt noch nicht so, dass alles miT Drahtkorsetten gestützt werden muss. Warum ist es in England und den USA möglich, gut geschnittene, günstige Bhs zu bekommen und bei uns nur für viel, viel Geld?

Woran liegt es? Zum einen daran, dass viele Firmen aus Ländern kommen und in Ländern produzieren lassen, wo Menschen kleiner sind. Oder es wird aus Kostengründen einfach von 36 hoch gerechnet – dass das nicht funktionieren kann, sollte allen klar sein. Und: die Hersteller nehmen uns deutsche Frauen als Zielgruppe nicht ernst. Die denken: “wichtiger Markt, Deutschland, aber die Frauen da, kannste vergessen. Die laufen in häßlichen Freizeitklamotten rum und denen ist egal, ob ihnen das Zeug passt oder nicht. Brauchen wir nicht drauf speziell eingehen, die kaufen uns unseren Scheiss so oder so ab, und sehen halt damit aus wie Seekühe.”

Und das dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen. Jedesmal, wenn in Läden nichts in unserer Größe da ist, müssen wir das sagen. Laut nd deutlich. An die Hersteller schreiben oder von mir aus die BHS vor den Geschäften verbrennen. Aber wir dürfen uns nicht länger verarschen lassen. Dann ändert sich nie was. Ich war letztens bei Hunkemöller, die mit “entdecken sie den perfekten BH” werben, und alle großen Größen (mehr als C/D gibt es eh nicht) waren ausverkauft. Die Verkäuferin meinte “wir sagen immer, wir brauchen mehr, aber das wird ignoriert.” Na, danke.

Mein Vorschlag: Wenn euch der Text aus der Seele spricht, verbreitet ihn weiter, schickt ihn an die Hersteller, an die Boutiquen und Onlinehändler. Schreibt hier in die Kommentare Boutiquen und Hersteller, die es ernst mit uns meinen. Wie sollten unser Geld nicht an Sachen verschwenden, die uns nicht passen und nicht gefallen und die nicht für uns und unsere Bedürfnisse gemacht sind.

WIR LASSEN UNS NICHT MEHR WEITER SCHLECHT BEHANDELN!

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Endlich wieder in einer Modestadt!

 THE GALLERY DÜSSELDORF vom 19. bis 22. Juli 2013.Fair impressions THE GALLERY DÜSSELDORF

THE GALLERY DÜSSELDORF vom 19. bis 22. Juli 2013.Fair impressions THE GALLERY DÜSSELDORF

Man kann nicht sagen, dass die Frankfurter schlecht gekleidet waren, ganz und gar nicht. Es war sogar ein sehr lustiges Gemisch Normalos, aus Männern in tadellosen Anzügen, Frauen in Kostümen, dazu viele sehr sexy Chicas auf der Zeil und Männer im Offenbacher Businesslook (Jogginghose), sogar ein paar Hipster gab es. Und mit Hayashi einen der besten Modeläden, die ich kenne.

Aber in Düsseldorf zu sein, dass ist schon wieder eine andere Nummer. Die Kö und die Schadowarkaden sind wirklich glanzvoll, Breuninger ein Traum, es gibt Läden für den BlingBling-Schick wie Jades, Hipsterbedarf in “Kauf dich Glücklich” und bei Karstadt gibt es sogar Marken wie Topshop oder All Saints. Und alle übrigen Marken gibt es natürlich auch.

Papis Loveday und moi

Papis Loveday und moi

Und es gibt jetzt auch sowas wie eine Modemesse – es sind zwar mehr Modeordertage, aber egal. Mit Designern und Parties und viel drumrum. Ich bin jetzt dort ein paar Tage herumgesaust und habe viele spannende Labels kennengelernt. Es ist toll, so viele so gut gekleidete Leute zu sehen, so viel Mode um mich herum zu haben – danke auch an meine liebe Elle, die mit mir mitsauste. Und ich habe Münchner Freunde wiedergetroffen: Papis Loveday, (ich hab sein Spiegel-Interview zum Thema Rassismus verlinkt, sehr toll und sehr wichtig) Designer Tom Zauke und seine Freundin Michaela Belm.

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