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Ach DOVE, geh doch weg.

Ach die Erzählmirnix. Ich würde mir wünschen, es gäbe mehr Bloggerinnen wie sie – oder, noch besser, es gäbe in Zeitungen wie der Bild oder diversen Frauenzeitungen mehr wie sie. Denn die Erzähmirnix räumt sehr schlau mit allen möglichen blöden Mythen auf –  es macht mir zum Beispiel kirre, wenn die Boulevardpresse behauptet, Heidi Klum könne nie im Leben ihre auf Instagram gezeigten Burger essen, weil sie ja sonst total fett wäre. Quatsch. Von einem Burger allein wird man nicht dick. Ein Model, das relativ dünn ist und viel Sport macht, hat einen Tagesbedarf von etwa 2000 Kal. Da darf es gern ein Burger sein…

Und der Artikel, den ich hier reblogge, beschäftigt sich mit der neuen DOVE Werbung, die mir auch extrem auf den Zeiger geht – “fühl dich schön, dann gehts dir gut”…blablabla…. allerdings, wenn es wer schon schön gesagt hat, muss ich ja nicht nochmal – insofern: danke dir :)

Ach DOVE, geh doch weg..

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Deutschlands schönste Frau – ein Alptraummärchen

deutschlands-schoenste-frauEs war mal ein Modemacher, der entwarf elegante Abendkleider, in denen alle Frauen ganz wunderschön aussahen, er war auch nett und witzig und kommentierte bei einer Fernsehshow, bei der Frauen Kleider einkaufen mussten, immer so liebevoll-giftig, dass alle Frauen, die diese Sendung gesehen haben, ihn wirklich mochten. Er war nie richtig böse und man merkte ihm an, er litt mit, wenn sich die Frauen Kleidung kauften, die ihnen nicht stand. Der Modemacher hatte immer eine ziemlich gute Hand zu sehen, was den Frauen richtig stand und wurde deswegen auch sehr berühmt. Bald wollten alle Frauen ihn kennen und alle Medienmacher wollten ihn in ihrer Show. Er moderierte Umstylings oder Shows, in denen mehr oder weniger berühmte Frauen Kleider einkaufen mussten.

Eines Tages kam man auf die Idee, ihm eine ganze Abendshow zu geben. Die Show sollte darum gehen, dass alle Frauen schön sind und dass es nicht darauf ankommt, die perfekten Masse zu haben oder faltenlos zu sein. Die Show wurde von vielen Produkten unterstützt, vor allem von einer Kosmetikfirma, die auch allen Frauen erzählte, wie schön sie eigentlich seien (um sie mit ihren anderen Produkten, wie der Deomarke Axe, wieder fertig zu machen) Und Guido, so heißt der Modeschöpfer, sollte das den Frauen vermittleln, weil der so nett ist und alle ihn gern haben. Dann sind die auch nicht böse, wenn sie dann doch rausfliegen. Soweit klang das alles gut.

Aber die Sendung war heimlich von einer bösen Fee RTLLA verzaubert worden. Denn die Fee hatte Angst, dass eine Sendung, in der alle nett sind und sich mögen, niemand sehen will. Deswegen musste viel Drama her und viel Gemeinheit, denn das gucken die Menschen viel lieber. Angeblich. So ging es gar nicht darum, dass alle Frauen irgendwie schön sind – nein. Im Gegenteil. Die Frauen, die mitmachten, waren alle bösartig und gehässig und waren darauf bedacht, dass nur Frauen weiterkamen, die auch dem gängigen Schönheitsideal entsprachen. Der Endpreis war auf einmal ein Shooting mit einer Wäschefirma und da war allen klar, dass das sicher keine Frau wird machen dürfen, die nicht dem Ideal entspricht. Zu runde, zu alte, zu wilde Frauen wurden deswegen aussortiert. Und auch der nette Guido war gar nicht mehr nett, sondern sehr bösartig und spielte den ganzen bösen Zauber der bösen Fee bereitwilig mit, denn sie hatte ihn gut dafür bezahlt. Schön war gar nichts mehr an der Sendung. Es wurde getrennt in unter 30 und über 30 und die unter 30 durften tolle Sachen machen und die über 30 dabei zugucken und heulen.

Die Sendung entwickelte sich wie das Märchen Cinderella, nur dass am Schluss die böse Schwester mit dem Prinzen davonfährt und alle Aschenputtels weinend in der Ecke sitzt. Und der Prinz ein Modeschöpfer ist, der fiese Kommentare zu den Kleidern abgibt…Gewonnen hat übrigens eine Frau, die aussieht wie Sylvie Meis und die ein ganz trauriges Schicksal hat. Hatte, jetzt ist sie auf der Sonnenseite, Wäschemodel und darf sich öffentlich ausziehen. Ein Happy End 2015.

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Der Frühling wird wieder mal grau-weiß-blau

canvasMit der Mode ist das so eine Sache – ich seh mir jedes Jahr wieder die Sonderbeilagen an in der Vogue, der Glamour, der Elle, der Jolie, es gibt auch viele Ensembles, von denen ich denke – wow, toll, das wäre was für mich.
Aber ich weiß dann auch wieder, dass all diese Laufstegmode für meine Realität eigentlich keine Bedeutung hat. Nicht, weil sie zu abgehoben wäre. Das stört mich wenig. Wenn mir etwas gefällt, dann ziehe ich das auch an. Aber es gibt andere Probleme damit: Denn in den Geschäften wird die Mode, die ich in der Vogue etc sehe, nicht zu kaufen sein. Selbst wenn ich sie mir leisten könnte, bei Prada und Co finde ich dann auch nur die langweiligeren Teile der Kollektion, zum einen, weil das Wenigste tatsächlich produziert wird, oder es wird – entsprechend dem Geschmack der Leute –„entschärft“. Deswegen machen Modebeilagen oder Anleitungen wie „das kommt, das bleibt“ eigentlich gar keinen Sinn. Lieber gleich schauen, was die realen Geschäfte so bieten. Dieses Jahr macht mich der Trend zu blau-weiß-grau und Hippy-Ethno glücklich. Da finde ich gerade richtig viel, zum Beispiel auf Otto.de .
striped shirt Ich hab mich schon vor ein paar Jahren auf diese Farbkombi im Schrank festgelegt, das Zeug steht mir einfach am besten. Unmengen blau-weiß gestreifter T-Shirts, grauer Pullover, Jacken und vor allem Marinieres Langarmpullis warten darauf, mit Jeans in allen Waschungen kombiniert zu werden. Nicht irre innovativ, ich weiß, aber ein Bekleidungskonzept, das für mich funktioniert und mich gut durch Job, Freizeit oder Dates bringt.  Außerdem ergänze ich das alles mit diversen Ethno-Jacken, bunten Taschen und im sommer drehe ich bei den Sommerkleidern farblich so richtig auf. Da darf es dann auch mal knallgelb oder Pink werden, wobei auch hier der Großteil – ihr ahnt es –  blau-weiß-grau daherkommt.
Wenn ich die Neuheuten-Sektion des Katalogs so durchgehe: Besonders schön finde ich einen  gestreiften Pullover, in grau-schwarz, der nur ein kleines bißchen Koralle am Kragen zeigt – das macht die tristen Farben dann etwas sommerlich. Oder das ärmellose T-Shirt von Bloom mit dem Spitzenstern, eine tolle, frische Kombi, die trotzdem weiblich und romantisch interpretiert wird. Das wird ich mir holen – und, aber da muss ich sehen, wie das dann live aussehen wird – die Ethnojacke von Esprit. Die erinnert mit ein wenig an die Jacken von Isabel Marant, kastig mit buntem Azteken-Muster und Paspeln. Kann toll wirken, kann spießig wirken, bleibt abzuwarten.
Eins ist klar, leider: Diesen Sommer werde ich auf alle Fälle mehr finden als letztes Jahr….

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Wellness zum Anziehen – die schöne Mode der schönen Barbara Becker

 

Jetzt, wo die Tage wieder kühler werden, habe ich das Bedürfnis, mich in meine Kleidung einzukuscheln. In Pullover, die vor der Kälte schützen, aber auch vor der kalten Welt da draußen. Manchmal braucht man die Lieblingsstrickjacke wie einen Trostspender. Weiche Farben, weiche Materialien, weite Schnitte. Die Mode von Barbara Becker passt dazu perfekt und liefert viele wunderschöne “Trostspender”, in denen man sich auch beim Herbstblues noch stylisch fühlt. Wenn schon Weltschmerz, dann schick. Es ist eine feine, gemütliche, geschmackvolle Mode, die sich für einen Abend daheim genauso gut eignet wie für Brunch am Sonntag, einen Herbstspaziergang oder ein Treffen mit den besten Freundinnen. Die Modelle sind von Yoga und Wellness inspiriert, so zieren Buddhas oder Mandalas manche Pullover oder T-Shirts. Die Passform ist leger und die Teile sollen ein gutes Körpergefühl vermitteln, oversized oder im Spiel mit Längen. Durch die weite Passform sind die Pullover, Hosen etc (die es bis Größe 46 gibt), auch für etwas molligere Menschen ideal.

Was mir vor allem gefällt, ist die Qualität und die Zeitlosigkeit der Teile. Cashmere, Leder, feine, organische Baumwolle, dezent eingesetzte Strass-Akzente. Die Farbpalette ist pastellig, viel Grau, Blau, Beige und Weiß. Preislich liegt Barbara Becker im oberen Mittelfeld – in Anbetracht der Qualität und der langen Tragbarkeit aber okay. Mir hat eine lederne Leggings am besten gefallen, die es allerdings erst in der Sommerkollektion 2015 geben wird.  „Die Styles sind natürlich inspiriert von modischen Strömungen – besonders im Hinblick auf Farbe und Silhouette – aber im Grunde sind sie zeitlos und können mehrere Saisons getragen werden – eben richtige Lieblingsteile,“ so Barbara Becker. Sie ist selbst natürlich das beste Aushängeschild für ihre Kollektion und modelt auch im Lookbook.

Die Prominente entwirft die Teile für “Barbara Becker Fashion” nicht selbst, das gibt sie unumwunden zu, sondern die Designerin Silke Sanwald. Barbara Becker ist aber eng im Entstehungsprozess mit eingebunden und macht wesentlich mehr, als die Kollektion nur am Ende abzunicken, ihr Geschmack ist immer spürbar. Wer also denkt “schon wieder so eine Promimodelinie” liegt falsch.

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Körperkult in den Medien – blöder, böser Druck

Darf die das überhaupt? Model auf der Curvy is Sexy Fashionweek

Darf die das überhaupt? Model auf der Curvy is Sexy Fashionweek

“Jennifer Love Hewitt – Frust mit den Baby-Kilos”, “Charlene – wo ist der Babybauch?” “Jennifer Aniston – ist sie schwanger?” “Victoria von Schweden – ist sie schwanger?” Das ist die Kurzauswertung der Bunte online. Mit ein wenig Stöbern würde ich sicher noch mehr finden. Immer wieder geht es um die Frage, ob eine Frau schwanger ist oder nur  zu viel gegessen hat. “Burger oder Baby?” lautet die gehässige Frage. Da wird mit der Briefwaage des öffentlichen Interesses auf jeden Körper geschaut, seziert mit den Augen und mit dem Photoshop wird nachgeholfen, mal schöner, mal mehr Cellulitisdellen reingearbeitet, je nachdem, welche Aussage man erzielen will. Irgendwie darf es für Promis keinen Blähtag geben, an dem nicht ein Paparazzi aus der Hecke hüpft und den gerade nicht flunderflachen Bauch ablichtet. Die müssen ja mittlerweile in Oscarroben den Müll raus bringen, damit die Journallie zufrieden ist und nicht etwas von “gehen lassen” faselt. Jeden Tag gestylt, jeden Tag frisch und hübsch. Was für ein blöder, böser Druck.

Zu viel mager ist auch wieder schlecht

Aber Vorsicht, nicht übertreiben.  “Heidi Klum – wo sind ihre Brüste”  – da hat sich jetzt schon eine brav dem Druck gebeugt und sich auch noch das letzte Gramm Fett von den Knochen gehungert. Und jetzt? Auch wieder nicht richtig. Jetzt wird was von zu dünn gemault, zu hager und verbissen. Dabei hat Heidi eigentlich alles richtig gemacht und hat  dauernd Bilder auf Instagram gepostet, bei denen sie sich Essen vor den Mund hält, um zu zeigen, sie beißt bestimmt gleich rein. Oder morgen, oder übermorgen. Weil Kasteien ist auch unsexy. Das soll alles ganz unangestrengt wirken “ich esse, was ich will”, jubeln die Promis. Kann sein, wenn man täglich nur einen Salat will, ist ja alles super. Ne, auch bei zu mager, zu verbissen muss die Presse beschwichtigt werden. Syvie Meis ist  zu künstlich, Sabia zu fett, Kim Kardashian beides, Kate zu dünn, Victoria nicht…in was für einer Welt leben wir eigentlich?

Köperkult – ans Hirn wird nicht gedacht

Warum ist der Körper so ein Kult geworden? Auf die Überschrift, die nach der Intelligenz fragt, warte ich noch. Auf Zeitschriften, die in einem gesunden Rahmen für Wohlfühlen plädieren auch. Klar, ein permanent optimierter Körper ist ein Körper, für den Geld ausgegeben wird. Mit so einem kann die Industrie was anfangen, da wird investiert. Wohlfühlen kostet im Zweifelsfall gar nichts. doch wenn wir permanent mit den unrealistisch dünnen und durchtrainierten Promikörpern vergleichen werden, fällt es schwer, sich wirklich wohlzufühlen mit ein paar Moppelkilos. Da kann auch der Gedanke an den Photoshop nichts dran ändern. Man könnte ja. Fasten, trainieren, mehr fasten, mehr trainieren, mehr Geld ausgeben dafür. Aber wie teuer uns und die Umwelt die ganze Beautyscheisse zu stehen kommt, ist wieder eine andere Geschichte.

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Warum dürfen runde Mangokundinnen nicht ins Geschäft?

mango VioletaMango hat jetzt auch eine Plussize-Marke bis Größe 52: Violeta by Mango. Das ist zum einen gut, weil die Preise nicht höher sind und so auch Plussize Frauen von der günstigen Mode profitieren können. (dass ich allgemein den Billigtrend nicht ganz so super finde, ist ja bekannt, lieber weniger, aber dafür was schönes, fair gefertigtes, aber nicht alle haben das Geld dazu). Es sind auch schöne Sachen, im typischen Mango-Stil, eher konservativer, bürotauglich, aber durchaus modisch-schick.

Was mir jedoch nicht so gut gefällt: Violeta gibt es nur online. Nicht in den Läden. Das ist ein ziemlich blöder Move, denn gerade in Plussizes ist es komplizierter, die richtige Größe zu finden. Weil wir ja eben nicht den Einheitskörper haben. Manchmal sieht ein Kleid enger, mal lockerer besser aus. Das bedeutet für die Kundin, sich alles in diversen Größen zuschicken lassen zu müssen und für den Laden, garantiert einen Haufen Retouren zu haben. Ist das durchdacht?

Wie schon von mir berichtet, gibt es ja durchaus den Wunsch der Läden, aus Coolnessgründen die Moppel aus dem Laden zu halten. Weil sie das Image ruinieren. Ist das bei Mango auch der Fall? Ich hoffe nicht. Ich befürchte, da hat nur wieder wer null mitgedacht und allen Beteiligten das Leben schwer gemacht.

Nachtrag: in München scheint das Label auch im Laden zu hängen, ist also ein NRW-Problem.

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Schöne Kleider für große Frauen: Triangle by S.Oliver

Große Frauen in meinem Bekanntenkreis jammern fast genauso wie die Plussizler: Arme zu kurz, Hosen immer Hochwasser, Taille irgendwo kurz unter der Achsel. Mit seinem Label Triangle will S.Oliver nun alle glücklich machen, die ein bisschen größer geraten sind. Und dabei geht es um breit wie hoch. Größe 42 bis 52 wird bedient. Es sind zum großen Teil Basics, gut geschnittene T-Shirts, Hosen, Blusen und diverse Acceessoires. Aber es gibt auch viel Modisches: Auf  dem Catwalk bei “Curvy is Sexy” habe ich viel von der Kollektion sehen dürfen und ich hätte alles mitnehmen wollen: Lässige Lederleggings oder sogar Haremshosen, transparente Röcke zu Lederjacken. Das hat wirklich nichts mehr mit Plussize Säcken zu tun, wie man sie sich vorstellt. Das kann jede von uns toll tragen, egal welchen Alters oder welcher Figur! Ich fühle mich mit Labels wie diesen nicht länger modisch benachteiligt. Wohlgemerkt: Ich selbst bin eine Größe 42, aber bei mir passen oft Busen und Po nicht gut in herkömmliche Label, keine Ahnung, wie das Kim Kardashian mit ihren Designerfummeln macht.

Die Preise liegen im mittleren Segment, Kleider um die 80-100 Euro, Shirts ab 40 Euro, aber es gibt eine gute Auswahl im Sale.

Aber der Hammer bei Triangle sind für mich die Kleider. Die sind wirklich Spitze. Ich habe mich schon auf der Messe in einige davon verliebt, unter anderem das schwarze Kleid mit dem weißen Blitz über die gesamte Vorderseite oder ein cremeweißes Jerseykleid mit Dreiviertelärmeln. Jetzt im Herbst/Winter sehe ich unglaublich schöne Satinkleider mit Musterprints, die ideal für festliche Anlässe passen – und die sehr figurbetont und sexy sind. Triangle ist ein Label, das ich euch ans Herz legen möchte – ich möchte schließlich, dass alle gut ausehen.

Nur einen Kritikpunkt habe ich: die Models im Katalog – die dürften echt ein paar Pfunde mehr haben, ich seh gerne (und andere Frauen auch), wie Sachen fallen, und die Models haben maximal Größe 40. Aber das ist tolerierbar, und schließlich wendet sich Triangle auch an größere Frauen – und die sind nicht zwangsläufig mollig.

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