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Coole Mode ab Größe 42 – Junarose

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Ich hab ja versprochen, euch besonders schöne Plussize Label vorzustellen, es kam jetzt einiges dazwischen, aber nun geht es los. Und zwar mit Junarose. Das Label ist mir auf der “Curvy is Sexy” Modewoche sehr angenehm aufgefallen. Es bietet nämlich alles, was ein Plussize Label bieten soll. Modische, keineswegs altbackene Schnitte, sehr coole, durchaus auch sexy Kleidung und das von Größe 42 bis 54. Da dürften die meisten Plussizler glücklich werden damit. Und – sie zeigen die Mode nicht an dünnen Models, sondern mit ihren hübschen, aber kurvigen Mädchen sieht Frau, wie das alles fällt und aussieht, wenn man Busen, Po, Bauch und Hüfte drin verpacken soll. Die Sachen sind sehr schmeicheld geschnitten, nicht zu eng, aber auch nicht zu weit. Fabelhaft. Preislich liegen sie im unteren Mittelfeld, Cardigans gibt es ab 30 Euro, Kleider um die 40 Euro, Jeans und andere Hosen ab 50 Euro aufwärts. Faire Preise also, ohne Plus für Plusgrößen.

260114_JUNAROSE_CAMPAIGN_SHOT_05_0775Im kommenden Herbst/Winter wird das gesamte Angebot von Grautönen dominiert, mit einigen Farbtupfern in Rot, was mir persönlich entgegenkommt. Ich bin kein Bunt-Fan, meine Garderobe beschränkt sich auf Grau-Weiß-Blau und Schwarz. Jedenfalls im Winter, im Sommer werd ich dann doch etwas bunter. Es gibt zwei, drei Teile, die mir ganz besonders gut gefallen: Ein langer, getigerter Strickcardigan , Das rot-schwarze Karohemd, das jede Frau diesen Winter einfach braucht und das den Grungetrend wunderbar in Plussize umsetzt und eine puschelige Felljacke, bei der die meisten Leute glauben würden, sie wäre nichts für Plussizler, weil man damit aussieht wie eine dicke Hummel. Doch das Gegenteil ist wahr. Mit so einem Hingucker zeigt man Selbstbewußtsein (wichtig) und die Jacke schmeichelt (noch wichtiger).
Ich kann so ein Teil nur jeder Frau empfehlen, egal welche Größe. Ich finde, wir alle kleiden uns viel zu unauffällig. Das haben wir gar nicht nötig. Junarose adressiert zwar eine Zielgruppe bis 35, ich würde aber sagen, dass die schönen und tragbaren Modelle auch für Frauen bis jenseits der 50 gut zu tragen sind – jeder darf, was er will.

Anmerkung: wie jeder Beitrag dieses Blogs ist auch dieser Artikel entstanden, ohne das Geld geflossen ist. Es ist meine persönliche Meinung

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Mehr Eleganz wagen – das Comeback des kleinen Mantels

Es gibt ein Kleidungsstück, das ich hasse. Nicht überall, aber als Tageskleidungsstück in der Stadt. Die Funktionsjacke. Quadratisch, praktisch, häßlich. Tragen auch nur deutsche Frauen. Warum? Das weiß der Himmel. Weils so praktisch ist, so patent, so auf alles vorbereitet. Ich bin ja dafür, dieses Teil aus dem Kleiderschrank zu verbannen oder nur da einzusetzen, wo es Sinn macht: im Gebirge, bei Wandertouren, im Himalaya. Aber nicht hier. Hat je eine Frau mit so einer Jacke hübscher ausgesehen? Stattdessen möchte ich ein Kleidungsstück promoten, das Klasse hat. Das wunderschön ist und jedes Outfit adelt. Das Instant-Schick zaubert und jede Frau eins hübscher und eleganter wirken lässt. Fraulicher, unendlich viel besser gekleidet: der kleine Mantel. Lässig zu Jeans udn T-Shirt, elegant zum Rock, traumhaft zur Lederleggings, perfekt zum Kleid. Prinzessinnen tragen sowas – und sollte nicht jede Frau eine Prinzessin sein? Der Mantel passt für alle Frauen in allen Größen, er macht uns schön. er kaschiert, akzentuiert. Eine bessere Investition als einen leichten Sommermantel kann es kaum geben.

Ich möchte für ein Comeback plädieren. Bis in die Mitte der Sixties war es selbstverständlich, so einen Mantel zu tragen. Das war eine Zeit, in der man sich schick machte fürs Essen gehen, in der man Cocktailkleider trug und keine Holzfällerhemden im Club – auch Holzfällerhemden haben was, aber ich finde es schön, dass sich jetzt wieder viele abends herausputzen. Und jetzt eben auch wieder tagsüber. So ein Mantel ist ja nicht schwer zu kombinieren und schafft Instanteleganz. Wär das nix? Ich finde, die allerschönsten Mäntel macht Rene Lezard. Klassisch, zurückhaltend und trotzdem glamourös. Im kommenden Sommer mit Bronze- oder Silberakzenten, in leichten Tweets mit Neonfäden gemischt mit Pastell. Toll. Im Herbst und Winter gibt es Mäntel in Schwarz, Grau und Beige – Eggshape, tailliert oder Blazerstil. Ich persönlich mag im Winter den lässigen Blazerstil besonders gern. Aber es findet echt jede Frau etwas, was ihr steht. Über die Preise werdet ihr sicher wieder diskutieren, aber ich finde, ein Kleidungsstück, das zu allem passt und das viele Jahre getragen wird, darf auch was kosten, wenn die Qualität stimmt. Ansonsten finden sich bei Zara immer wieder sehr schöne kleine Mäntel unter hundert Euro. Lasst euch einfach mal inspirieren und fragt euch, was toller aussieht: Die Frauen aus vergangenen Zeiten oder die, die ihr mit ihren Funktionsjacken jeden Tag im Bus trefft.

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Es ist Modezeit in Düsseldorf!

 

Wow, ich liebe Modemessen. Und da bin ich in meiner neuen Heimat Düsseldorf komplett richtig. Jetzt ist wieder The Gallery in Düsseldorf und ich hatte gleich am ersten Messetag ein paar spannende Begegnungen. Zum Beispiel mit den Jungs von St. Pauli Blonnd. Die werde ich euch in den kommenden Woche genauer vorstellen, denn Michael und Jens sind nicht nur die, die das Finale von Germanys Next Top Model stylen, in Paris und New York gebucht werden, nein, sie haben auch einen obercoolen Laden in Oberbilk. Und weil Jens und ich festgestellt haben, dass wir aus Münchner Zeiten den halben Freundeskreis teilen, will ich die öfter besuchen. Ich bin sehr glücklich über diese Begegnung, ein Stück alte Heimat in der neuen. Auch Henry Duval kommt an den Stand. Der schöne Blogger und Stylist stylt deutsche Promis wie Frauke Ludowig oder Lilly Becker.

Es gibt viel zu entdecken auf der Messe, die sich zwischen der Gallery in der Botschaft der Cäcilienallee und den Hammerhallen im Hafen aufteilt. Viele Labels, die in Europa produzieren lassen oder sogar einige Marken, die Upcycling betreiben.Unter anderem die italiensche Firma Springa, die einen kleinen Pavillion an den Hammerhallen aufgebaut hat, wo man zuschauen kann, wie die Schuhe die Sohle dranbekommen. Die Marke fertigt aus alten Kleidungstücken,wie Armeehosen oder Hawaiihemden, neue Schuhe. Für 100 Euro kann man auf der Messe ein Paar kaufen und 20 Euro gehen an eine Kinderhilfsstiftung. Upcycling, wie es mir gefällt.

Daneben gibt es noch die Platform Fashion mit Schauen von Sportalm, Guido Maria Kretschmer oder Thomas Rath. Da bin ich morgen – ich freu mich drauf.

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Curvy, sexy, wunderbar – zu Gast auf der Übergrössenmesse

IMG_0320Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf der Fashion Week für etwas korpulente Frauen, der curvy is sexy. Im Palazzo Italia, direkt an der Friedrichstrasse, unter den Linden, zeigten über 60 Labels, was sie so zu bieten haben für mich und meine, ich sag jetzt mal , Leidensgenossinnen, die nicht immer bei Zara oder gar den Designern fündig werden. Ich muss gestehen, ich war wirklich gespannt. Was gibt’s denn da so? Um es vorwegzunehmen: wer Mode für große Größen mit Hauszelten gleich setzt, muss umdenken. Es gab wunderbar Tragbares für jeden Tag, edle Designerkleider, Abendkleider… es gibt Bekleidung in allen Preislagen. Ich war begeistert. Ich bin mit 40/42 und manchmal auch 44 ja im unteren Bereich der Übergrößen angesiedelt. Aber hier auf der Messe hätte mir jedes Teil gepasst, es hat mich außerordentlich gefreut, ich gebs zu.

Was mich überrascht hat, ist, dass ein paar der schönsten Labels aus Deutschland kommen. No Secret , S. Oliver Triangle, Anja Gockel WomanIam. Ganz groß und auch die Engländer, die mit Zizzi einen großen Stand hatten oder die Skandinavier, die die gesamte Palette von romantisch bist zur lässigen Jeans Mode spielen. Es gab spezielle Blusen, in die der Busen passt, extra Weitschaftstiefel…..ein Moppelparadies. Dreimal am Tag zeigten die Labels auf einer Modenschau, dass Curvy is sexy nicht nur ein Schlagwort ist. Und während auf der Fashion Week die Models immer dünner werden, standen hier wunderschöne, echte Frauen auf dem Laufsteg, mit Busen, Po und allem, was dazugehört. Ich hätte mir gewünscht, jede, die im Zelt war, wäre auch einmal hier gewesen, um zu sehen, wie schön ein wenig rundlich sein kann. Ich fand die Models traumhaft.

Es gab ein paar Labels, die ich ganz besonders schön fand:

WomanIam von Designerin Anja Gockel, die herrliche Kleider zeigt, deren Print sie selbst entworfen hat. Altrosa-grau, kombiniert mit schwarzer Spitze, ein frühlingshaftes Seidenkleid im Seerosendruck oder futuristische Punktkleider. Toll!

S.Oliver Triangle ist lässige Streetwear. “Wir füllen damit eine Lücke zwischen den regulären Größen und der Übergröße-Mode”, heißt es dort. “Auch Frauen, die größer sind als der Durchschnitt, werden bei uns fündig”. Stimmt. Ich hab mich in ein schwarzes Kleid verliebt, über dessen komplette Vorderseite ein weißer Blitz lief – super. auch ein schlichtes weißes Kleid mit Dreiviertelärmeln, das ein Testimonial trug, hat es mir angetan. Und eine Baggy Lederhose, und ein schwarzer langer Plisseerock und und und…

Junarose ist sehr jung, sehr gut geschnitten und sieht einfach sweet aus.

Zizzi, ein Brand aus England, hat eine besonders coole Kollektion vorgestellt. “Wardrobe of Wonders” heisst sie und erfüllt mit Bleistiftröcken, kurzen Sweatshirts, wilden Prints auf gut geschnittenen Kleidern,  Boucle-Karokostüm oder Snakeprints den Wunsch, modische Kleidung ab 42 zu bekommen.

Veto, ein dänisches Label, bietet tolle Jeans und einen sehr süßen Rosendruckblouson – der hat es mir angetan.

Und last, but not least, Adam Brody aus Zürich. Der Designer macht wunderschöne Mode. unter anderem einen blau-weißen Brokantanzug, der ein absolutes Lieblingsstück werden könnte.

Fazit: wir müssen das Gut gekleidet sein, nicht länger den Frauen bis Größe 38 überlassen – die Branche hat uns entdeckt. :)

 

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Guna: Lässige Streetwear mit ausgesuchten Marken

Naketano hat Mode für Veganer

Naketano hat Mode für Veganer

Was Mode anbelangt, bin ich so zwiegespalten. Auf der einen Seite mag ich es gern feminin, Röcke, Blusen mit Spitze, Mäntel mit Pelzkragen. Es gibt so Tage, da kann ich nicht anders.
Aber auf der anderen Seite – und die überwiegt an den meisten Tagen – mag ich es gern unkompliziert. Jeans, Longsleeve, Lederjacke und gut isses. Liegt vielleicht daran, dass ich überall mit dem Fahrrad unterwegs bin und da ist es nun mal praktischer. Praktisch, das ist so ein hässliches Wort. So hässlich wie die meisten Funktionsjacken und überweite Fleecepullover. Deswegen: nennen wir den Look lässig. Ja, das klingt viel besser. Denn auch bei diesem Look will ich nicht auf das gewisse Etwas verzichten. Coole Schnitte, melierte, weiche Stoffe, schöne Farben und witzige Aufdrucke. Immer gut zum mitnehmen in den unbeständigen deutschen Sommern.
Da hab ich neulich einen Onlineshop namens Guna entdeckt, der sich auf Jeans und Streetwear spezialisiert hat und viele der Marken führt, die ich besonders gern hab. Ich mag es, wenn ich ein etwas spitzeres Angebot vorfinde, in den Riesenshops hab ich das Gefühl, von der schieren Menge an Kleidern und Kleidungsstilen fast erschlagen zu werden. Bei Guna fühle ich mich da gut aufgehoben. Der Shop, der zur Kette Olymp und Hades gehört, führt unter anderem Naketano, Wellensteyn, G-Star, Khujo oder Superdry – alles Marken, die ich sehr schätze und bei denen ich weiß, welche Größe mir passt. Das ist vor allem beim Onlinejeanskauf eine Hürde. Mit Größe 42 bin ich nicht die Allerschlankste und so ist es gut, zu wissen, wie G-Star schneidet. Weil, mit dem Hin-und Herschicken hab ich`s nicht so. Wobei Guna satte 100 Tage Rückgaberecht anbietet.
Naketano hab ich vor einigen Jahren noch im Undercover Magazin als totalen Insider vorgestellt, mittlerweile hat sich das Label etabliert. Zu Recht. Ich mag deren langgeschnittene Hoodies oder Sweatshirts mit dem großen Kragen, so richtig zum Einkuscheln. Femine Lieblingsstücke für daheim. Witzigerweise ist die Marke auch der Hit der Veganer, weil sie auf Wolle, Leder, Seide oder Daunen verzichtet. Vegane Mode – da muss man erst mal drauf kommen.

Bei Superdry überzeugen weniger raffinierte Schnitte (die sind extrem klassisch), sondern deren leicht verwaschene Drucke im Vintagelook. Wer nicht genau hinkuckt, denkt, ein Originalsweatshirt aus den 80ern vor sich zu haben. Wellensteyn Jacken oder G-Star sind Klassiker, die konstruierten und extrem raffiniert geschnittenen Jeans der Marke faszinieren mich. Ich liebe vor allem deren unendlich coolen Waschungen.
Die Grössen bei Guna bewegen sich im normalen Spektrum, extra groß wird leider nicht angeboten.  Aber wenn ich dort was finde, stehen die Chancen für euch nicht schlecht.

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Den perfekten BH finden

paranoireIch bin sehr dankbar, dass die wundervolle Eva sich die Zeit genommen hat, uns zu erklären, was es mit BH-Größen auf sich hat und wie und auch wo ihr den perfekten BH findet. Eva weiß alles darüber, sie designt nämlich selbst Dessous, ihre wunderschönen Kreationen lassen sich unter ParaNoire auf Etsy finden.
DANKE für die wertvollen Infos
Hallo, ich bin Eva und ich mache Unterwäsche.
 Da mir ein positiver Umgang mit unseren Körpern sehr am Herzen liegt, und ich  leider viel zu oft sehe, wie Menschen unter schlecht sitzender Unterwäsche leiden, mache ich das natürlich gerne!
Was zeichnet einen gut sitzenden BH aus?
Das beste Zeichen für einen gut sitzenden BH: du vergisst, dass du einen BH trägst!
Konkret bedeutet das:
  1. Das Unterbrustband sitzt FEST GENUG, um 80-90% des gesamten Brustgewichts sicher zu halten, denn dafür ist es da. (Die meisten Frauen tragen VIEL zu weite Unterbrustbänder! Es sollte sich i. d. R. nicht viel weiter als 5 cm vom Körper weg ziehen lassen.).
  2. Die Körbchen sind GROSS GENUG für deine Brust und die Drahtbügel umschließen die Brust am äußeren Rand, ohne auf das Brustgewebe zu drücken. Die Körbchenränder schneiden nicht ein. (Die meisten Frauen tragen viel zu kleine Körbchen, und daher viel zu schmale Bügel. Das in den meisten Fällen angebrachte „Mein BH ist unbequem und drückt!“ lässt sich oft durch ausreichend große Körbchen (NICHT durch noch weitere Unterbrustbänder!) in den meisten Fällen beheben.)
  3. Das Unterbrustband ist weit genug, dass du gut atmen kannst und dich nicht wund scheuerst. (In vielen Fällen kommt ein „zu enges“ Gefühl von einem zu kleinen Körbchen, daher finde ERST ein Körbchen, das perfekt sitzt und korrigiere dann ggf. noch einmal die Bandlänge!)
  4. Das Körbchen ist nicht zu groß und wirft keine Falten (denn sonst kann der BH keine volle Stützfunktion bieten, auch wenn das Unterbrustband gut sitzt).
  5. Der Mittelsteg liegt glatt auf dem Brustbein auf und piekst nicht unangenehm. (Wenn er absteht, ist oft das Körbchen zu klein und/oder das Unterbrustband zu lang. Seltener ist einfach die Schnittform des BHs nicht passend für den eigenen Körpertyp)
  6. Die Träger schneiden nicht an den Schultern ein. (es sollten bequem 2 Finger unter die Träger passen und wie unter 1. erwähnt sollten nur 10-20% des Gewichts an den Trägern „hängenbleiben“. Stell sie so lang wie möglich, so kurz wie nötig ein.)
Das sind die ersten Anhaltspunkte, nach dieser Checkliste kann man die Passform von BHs recht gut einschätzen.
Warum sitzen BHs oft so schlecht und sind unbequem?
Die Antwort hierzu ist kurz und knapp: weil Menschen nicht wissen, wie ein BH tatsächlich sitzen muss (und auch KANN, in der richtigen Größe). Hinzu kommt ein Teufelskreis aus Wäscheverkäufspersonal, das leider viel zu oft in der BH-Anpassung nur unzureichend bzw. nach veralteten Maßstäben geschult ist, eine begrenzte Größen- bzw. Modellauswahl in den Geschäften und die Unkenntnis vieler Käuferinnen (aber auch Verkäufeirnnen!) darüber, dass es Körbchen jenseits der magischen D-Grenze gibt (und eben nicht jedes D-Körbchen „riesig“ ist. Aber dazu mehr unter Punkt 3)). Diese Faktoren bedingen sich sehr stark gegenseitig, und eines führt zum Anderen und zementiert Irrglauben, Vorurteile, Frustration und die altbekannten Größenauswahlen von 75-85 A-D.
Das Problem ist nicht, dass BH-Hersteller willentlich Folterwerkzeuge produzieren, die gar nicht bequem sein KÖNNEN, sondern eher, dass kaum eine Frau wirklich Zugang zu (vor)urteilsfreien Informationen bzgl. BH-Passform hat. Dadurch tragen sie oft einfach, was sie im Bekanntenkreis als „normal“ oder „Durchschnitt“ wahrnehmen (Stichwort: 75B) oder hangeln sich an den gleichen Buchstaben durch alle Bandgrößen, bis IRGENDWIE alles unterkommt („Ich habe ‚große’ Brüste, also trage ich ‘ein D-Körbchen’. Wenn 85D zu klein ist, nehme ich eben 90D!“). Dass das nicht bequem sein KANN, steht außer Frage. Es ist also weniger ein Problem des Kleidungsstückes an sich, sondern eher eine Frage der richtigen Größen- und Modellauswahl. In der richtigen Größe und einem zum persönlichen Geschmack bzw. körperlichen Gegebenheiten passenden Modell sind unbequeme, störende BHs die absolute Ausnahme!
Das mag jetzt vielleicht wirken wie ein „Ihr seid eben zu blöd, die richtigen Größen zu tragen!“ aber das ist ganz und gar nicht mein Punkt! Es gibt von Tag zu Tag mehr gute Ressourcen in Sachen Passform, und jeder der komplett in diesem Thema ist, kann sich z.B. bei den Busenfreundinnen eine Art „Rundum-Erstversorgung“ mit allen wichtigen Infos zu Größen, Bezugsquellen und hartnäckigen BH-Mythen abholen.
Wer lieber eine Kurzfassung möchte, kann auch gern meinen kurzen Blog-Post zum Thema „Wie finde ich einen gut sitzenden BH in der richtigen Größe?“ lesen: http://beta.paranoire-design.com/bra-fitting-shortcuts/
Sind die BH-Größen in Deutschland immer einheitlich?
Grundsätzlich ist das Größensystem in Deutschland (in der Theorie) relativ einheitlich. Die BH-Größe setzt sich aus einer Zahl (der Länge des Unterbrustbands) und einem Buchstaben (der angibt, wie groß der Unterschied zwischen Unterbrust- und Brustumfang ist, also „wie groß“ die Brust ist). Die Buchstaben bezeichnen hierbei nur eine absolute Differenz, also z.B. ob der Brustumfang 15, 20 oder 25 cm größer ist als der Unterbrustumfang, und damit ein B, D oder G Körbchen hinter der Zahl steht.
Es kann sich sicher jeder vorstellen, dass jemand mit 90 cm Brustumfang und 70 cm Unterbrustumfang vom Volumen her eine kleinere Brust haben wird als eine Person mit 120 cm Brustumfang und 100 cm Unterbrustumfang. Beide tragen aber „ein D-Körbchen“. Nun ist klar, warum es „das“ A-,D- oder K-Körbchen als absolute Größeneinheit gar nicht gibt. Alle Größenbezeichnungen sind immer RELATIV (zum Unterbrustumfang). Eine 70D und eine 100D haben zwar den gleichen Buchstaben als Körbchengröße (daher finde ich den Begriff KörbchenGRÖSSE auch schwierig, da er eine nicht vorhandene Einheitlichkeit suggeriert), die Körbchen fassen aber nicht das gleiche Volumen.
Die Einteilung in Unterbrustbandgrößen ist in Deutschland quasi vollständig einheitlich in Schritten von 5 cm, also 65, 70, 75, …, 110, 115, 120 usw. Die Körbchenbezeichnungen variieren je nach Anbieter manchmal etwas, grundsätzlich laufen sie aber alphabetisch von A bis N (größere sind mir noch nicht untergekommen, aber das heißt, nur, dass diese Größen (leider) nicht in Serie hergestellt werden, wohl aber kann jemand eine solche Körbchengröße haben, und das ist vollkommen in Ordnung so). Die Buchstaben AAA und AA bezeichnen Körbchengrößen kleiner als A, wobei AAA die kleinste erhältliche Körbchengröße ist. Manche Hersteller (z.B. Change) fügen in ihren Größenläufen zwischen D und E noch ein DD ein, dadurch ergeben sich manchmal Unstimmigkeiten bzw. Größenabweichungen zu anderen Herstellern oberhalb dieser Grenze. Manche lassen I und/oder J weg, da diese Buchstaben sich sehr ähnlich sehen und Verwechslungen vermieden werden sollen.
Dazu kommen dann noch Variationen in den Schnitten und Materialien, die manchmal dafür sorgen, dass ein BH-Modell (manchmal sogar nur eine andere Farbe des gleichen Modells!) unterschiedlich ausfallen.
Alles in Allem also: „Ja sind sie theoretisch, aber…”
Wo sind gut sitzende BHs zu bekommen?
Wenn ich in ein Ladengeschäft gehen möchte, besuche ich gern Doppel D in Berlin ( www.doppel-d.eu ) oder Change-Filialen ( http://change.com/ ). Dort bekommt man nach meiner Erfahrung eine überdurchschnittlich gute Beratung und eine große Auswahl. Bei den großen Standard-Wäsche- bzw. Modeketten ist sowohl Größenwahl als auch Beratung bestenfalls Glückssache, da würde ich nur kaufen, wenn schon eine grobe Orientierung besteht, welche Größe man tatsächlich braucht. Ich bestelle außerdem gern in britischen Online-Shops wie www.brastop.com oder www.figleaves.com (es gibt viele mehr!), da die Größen- und Modellauswahl in Großbritannien um Welten besser ist als hier in Deutschland. Aber auch hier ist sinnvoll, wenn man schon ein bisschen geforscht hat in Sachen „bessere BH-Größe“.
Warum sind auch BHs in großen Größen dick gepolstert?
Hier würde ich sagen, dass es einfach verschiedene Präferenzen gibt, und die sind von Person zu Person unterschiedlich. Grundsätzlich gibt es BHs in allen erdenklichen Ausführungen zu kaufen (man muss nur wissen, wo), zum Beispiel eben auch gepolsterte BHs in großen Größen (darüber sind eine Menge Menschen sehr froh, glaube ich!). Eine „große“ Brust zu haben, bedeutet ja nicht automatisch, dass man nur noch ungepolsterte, möglichst dünne BHs trägt (das hat leider auch manchmal den negativen Beigeschmack von „verstecken müssen“ bzw. „möglichst nicht auffallen dürfen“ in Bezug auf große Oberweiten, was ich als Grundeinstellung fürchterlich finde), genauso wie nicht jede Frau mit „kleinen“ Brüsten nur Push-Up-BHs tragen muss.
Es kann zum Beispiel einfach sein, dass man Schaumstoffkörbchen trägt, weil man nicht möchte, dass die Brustwarzen sich durch den Stoff abzeichnen, oder man wünscht sich eine bestimmte Form, die durch festeres, dickeres oder auch vorgeformtes Material besser zu erreichen ist, gerade bei sehr weichen Brüsten. Zudem ist gepolstert auch nicht gleich gepolstert. Es macht durchaus einen Unterschied ob man „nur“ das etwas festere und dickere Schaumstoffkörbchen trägt oder ob noch zusätzlich Polsterkissen in das Körbchen eingearbeitet sind.
Ich hoffe diese Antworten helfen dir und deinen Lesern weiter!
Wer sich dafür interessiert, was für Unterwäsche ich mache und wo man sie bekommen kann, darf sich sehr gerne auf www.paranoire.etsy.com umsehen, oder mich auch gern auf Facebook www.facebook.com/paranoiredesign oder Twitter ( @paranoiredesign ) kontaktieren!

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Blusen für viel Busen!

20140413-095310.jpg Es gibt tatsächlich noch Labels, die mit uns Frauen Geld verdienen wollen. Ich habe jetzt gerade das Label Maximila entdeckt, die Blusen, Kleider und Oberteile speziell für große Größen anfertigen. Nein, das stimmt nicht ganz. Nicht für große Größen, sondern für Frauen mit großer Oberweite. Die Blusen sind so geschnitten, dass Körbchengröße D bis K perfekt reinpasst ohne dass irgendwas zwickt und zwackt. Und sie haben trotzdem noch eine Taille. Ab Größe 36 gibt es sie. “maximila Mode soll Ihnen perfekt passen. Dafür haben wir spezielle Schnitte und ein individuelles Größensystem entwickelt, das genau zu Frauen mit großer Oberweite passt. Unsere Mode orientiert sich im Bereich Schulter, Rücken und Hüfte zwar an normalen Konfektionsgrößen von 36 bis 46, lässt dafür aber an der Brust etwas mehr Platz und gibt Ihnen sogar die Wahl zwischen den Varianten kurvig und sehr kurvig.” Toll, der Labelgründerin Eva Marisa Elsäßer gebührt ein Bundesverdienstkreuz!
Herz, was willst du mehr? Ich wünsche dem Label ganz viel Erfolg und werde sicherlich dort gute Kundin werden. Der erste Kauf wird Hemdblusenkleid “Hella” sein. Es ist doch gar nicht so schwer! DANKE!

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