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Flüchtlinge neben Bierleichen?

Eine Freundin, Dani Schönberger, hat mich auf Facebook auf die Diskrepanz angesprochen und sie hat mich sehr nachdenklich gemacht. Meine Frage an euch: dürfen wir auf der einen Seite feiern als gäbe es kein Morgen, wenn auf der anderen Seite viele Tausend Menschen nicht wissen, wo sie hin sollen und was der morgige Tag bringt? Ganz klar, viele Menschen sind enorm hilfsbereit und haben mit Sachspenden, mit Geld und tätiger Hilfe an den Anfahmezentren dazu beigetragen, eine echte Willkommenskultur zu leben. Das war unfassbar toll – ich hatte hier am Hauptbahnhof in München Tränen in den Augen, als ich sah, wie die Menschen aus den Zügen aus Budapest mit Kuchen, Willkommensbannern und unendlich viel Freundlichkeit empfangen worden sind. Wie schnell und großzügig die Münchner gehofen haben.

Aber mir ist nicht so richtig wohl bei dem Gedanken, wenn aufgebrezelte Menschen die Sau rauslassen, während es anderen total dreckig geht. Sollen jetzt die Bierleichen neben den syrischen Flüchtlingen ihren Rausch ausschlafen, wie soll das funktionieren?  Ihr könnt jetzt sagen, bislang hat es das immer gegeben, nur war das Elend weiter weg. Stimmt schon. Nur – jetzt ist das Elend eben da. Gut sichtbar. Ihr könnt sagen: auch deutschen Rentnern und Obdachlosen etc ist es immer mies gegangen, und trotzdem hast du nichts dabei gefunden mit “Hey Baby” auf einer Bierbank im Käfer zu stehen. Und ihr habt recht damit.

Was ist eure Meinung dazu? Was wären die Alternativen?

Deswegen: ich bitte um eure Kommentare! DANKE VORAB!

12 Kommentare

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Sex, Suff und Selbstmord

KV4ZUTolle Überschrift, oder? Dabei soll es in diesem Artikel um Archäologie gehen. Aber die saftigsten Geschichten liefern meist die antiken Herrscher. Gegen die sind die Stars und Politiker und Könige der Neuzeit die reinsten Mauerblümchen. Eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Altertums war Herodes der Große. Der Mann war eng verwoben mit der römischen Geschichte, schaffte es, bei den Kriegen zwischen Cäsar und Pompeius und später zwischen Augustus und Marc Anton (und Cleopatra) immer auf der richtigen Seite zu stehen und war einer der reichsten Männer des römischen Imperiums. Diesen Reichtum erlangte er durch Agrarexporte und – damals wie heute -mit Erdöl. Damals natürlich nicht zum Betreiben von Motoren, sondern zum Abdichten von Schiffen. Diese überaus wichtige und exklusive Substanz exportierte er ins gesamte römische Reich und wurde damit so reich wie die heutigen Scheichs. Der mehr als nur leicht paranoide Machtmensch heiratete zehn Mal, liess diverse Frauen und sogar seine Söhne hinrichten, immer in Angst, irgendwer könnte ihm seine Macht streitig machen. Er war ein megalomanischer Bauherr, erbaute das fantastische Caesarea und die Bergfestung Massada. Und – den zweiten Tempel von Jerusalem, dessen Westmauer (bekannt als Klagemauer) immer noch steht. Und er baute überall immer abgeschiedenere Festungen. Schliesslich wusste er, dass sich ein irrer Herrscher wie er immer am besten auch vor der eigenen Bevölkerung schützen muss.

Antiker Poll in Cäsarea, indem damals wilde Orgien stattgefunden haben

Antiker Pool in Cäsarea, indem damals wilde Orgien stattgefunden haben

In Caesarea, damals einer der größten Häfen der Antike, sind noch das tolle Amphitheater, Reste des Palastes etc zu bewundern. Unter anderem auch der Palastpool, der noch von erotischen Spielen des Königs und seiner Kumpels erzählt. Der Pool hatte nämlich in der Mitte eine Säule, da stand damals eine nackte Dame (sah vermutlich auch nicht anders aus als ein Playmate heute, die Männer ändern sich nicht) und vier Männer konnten von den vier Ecken des Pools um die Wette schwimmen, wer als erster bei der Säule war, hatte gewonnen und durfte sich mit dem antiken Playmate verlustieren. Vermutlich haben die Freunde den Herrscher immer gewinnen lassen, wenn ihnen ihr Kopf lieb war. Rund um den Pool gab es sowieso Mädels en Masse, ein antikes Playboy Mansion. Yachten hiessen eben Lustbarken und Parties Orgien. Wer eine Oligarchenparty im Billionaire Club von Flavio Briatore vor Augen hat, nur in Togas, hat vermutlichein ziemlich genaues Bild. Und der weiß dann auch, warum die römischen Herrscher, denen im heimischen Rom immer die strengen Sittenwächter auf den Fernsen waren, sich so gerne Richtung Judäa verzupften, um dort richtig die Sau rauszulassen, unbeobachtet von den moralinsauren Römern. In Caesarea hatte Herodes die Idee eines geschützen Hafens und liess gigantische Mauern im Mittelmeer errichten, um die Schiffe vor den Stürmen zu schützen – und damit den Handel der gesamten Region über diesen Umschlagplatz laufen zu lassen. Damals ein Geniestreich.

MasadaWas Herodes der Große noch gebaut hat, war Massada am Toten Meer. Da waren wir auch und es war sehr beeindruckend. Ein kompletter Palast in der totalen Einöde. Aber wer En Gedi gesehen hat,weiß, was mit einer guten Bewässerung möglich ist, und die Bewässerung von Massada war exzellent. Deswegen hat sich dort der letzte Widerstand der Juden nach der totalen Vernichtung des Tempels und Jerusalem durch Titus versammelt. Mehr als ein Jahr liessen die Römer die Rebellen in Ruhe, rückten aber dann doch gegen die festung vor. Kurz vor dem finalen Erstürmen entschlossen sich die Leute zu einer Verzweiflungstat und begingen kollektiv Selbstmord, um der Slaverei zu entkommen. Besser tot in Freiheit als Leben in Sklaverei. Ein Drama mehr in der an Dramen so reichen Geschichte dieses Lands.

Nahe von En Gedi finden sich auch die Höhlen von Qumran, wo die ältesten Bibelfragmente gefunden worden sind.

1747

Antike Säule (rechts) und ich (links)

Für Leute, die an antiker Geschichte interessiert sind, ist Israel sowieso eine einzige Schatzkiste. Ich habe jahrelang meine Semesterferien genutzt, um in Tel Dor, einer phoenizischen Siedlung am Mittelmeer, 50 Kilometer oberhalb von Tel Aviv, auszugraben. Das geht auch für Laien und hat immer viel Spaß gemacht. Tel Dor ist eine recht unbekannte Ausgrabungsstätte, es gibt auch berühmtere wie Gath, die Stadt des Goliath oder Meggido, Magdala, Jericho, Tiberias, Caesarea, Akko…eigentlich kann man das ganze Land umgraben um immer wieder auf neue, spannende Dinge zu stoßen. Alle paar Jahre macht sich auch einer in Indina Jones Spuren auf die Suche nach dem heiligen Gral und vor allem der Bundeslade, die immer noch irgendwo in Israel vermutet wird. Am bedeutsamsten und auch am gefährlichsten sind die Ausgrabungen in der Davidstadt. Diese Geschichtsebene von Jerusalem liegt mitten im arabischen Viertel, und da hat man was dagegen, wenn die Juden ausgerechnet dort ihre Geschichte ausgraben. Den Tempelberg würden alle Archäologen gerne ausgraben, aber da wäre der 3. Weltkrieg ganz nah, wenn da was falsch gemacht wird. Deswegen ist dieser hochspannende Komplex tabu und es wird modernere und aufgeklärtere Zeiten und Menschen brauchen, bis wir uns an den Berg wagen können und dort die alte Geschichte wieder ans Licht bringen. Ab und an werfen die Araber “Schutt” raus, auf den sich die Archäologen stürzen und in dem Münzen etc aus der Zeit des ersten Tempels gefunden worden sind.

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Transen und Turbulenzen – das wilde Nachtleben in Tel Aviv

Das Nachtleben von Tel Aviv ist legendär. Zu Recht. Rund um den Rothschild-Boulevard reihen sich an Bars an Bars,  in vielen Clubs feiert man unter freiem Himmel. Wir haben eine sehr wilde Tour durch die Clubs gemacht, dank eine tollen Insiderin, Einat Rotfus, danke und 1000 Küsse nach Tel Aviv. Dabei habe ich mit Transen in einem Gayclubs gesungen und getanzt, in wunderschönen Open Air Clubs unter Bougainvillas geflirtet und geknutscht und mir doch ganz schön einen angesäuselt. Fotos hab ich davon wenige gemacht. Muss ja nicht sein. Manche Dinge sind einfach privat und sollen es bleiben. Nicht verheimlichen will ich euch die Namen der Clubs, wenn ihr dort hingeht, könnt ihr nichts falsch machen und werden sowieso selbst Anschluss finden, dort eure eigenen Erfahrungen machen und richtig viel Spaß haben, das garantiert.

1797397_1407080296216750_1920173247_nMein persönlicher Lieblingsclub war das Kuli Alma, ein Club halb drinnen, halb draußen in einem verwunschenen Garten, wunderschön lässig, sehr coole Musik. Der Club ist ein kleines Festival für sich, das Publikum angenehm gemischt. Dort gibt es immer wieder Kunst Performances, Ausstellungen, internationale DJs legen auf. Kann ich euch wärmstens ans Herz legen!

Jimmy who ?

Das Jimmy Who ist in einer ehemaligen Bank untergebracht – das macht den Laden nicht nur im Hauptraum ziemlich originell, sondern das Jimmy Who hat einen geheimen Keller im ehemaligen Tresorraum. Der wurde z.B. von Bar Raffaeli genutzt, die dort ihren Geburtstag feierte. Also seeeeeeeehr exklusiv….

POLLY

EVITA (GAY CLUB)

ARIA

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Eingeordnet unter Israel, Reise, Restaurants

Touren durch Tel Aviv

Wer Tel Aviv kennenlernen will, fängt am besten am Strand an. Hotels wie das Herods, in dem wir wohnen durften, sind eine super Ausgangsbasis. Von da ist man sofort am Strand, kann schwimmen gehen oder in einer der zahlreichen Strandbars herumlungern. Oder unternimmt einen Spaziergang entlang des modernen Hafenboulevards, der bei den Hotels wie zB. dem Herods beginnt und wo sich Cafes an Cafes reihen, Foodcourts und Boutiquen zum Shoppen einladen.  Ich bedaure, in einer Reisegruppe mit engem Zeitplan unterwegs zu sein – aber im Oktober will ich zurück…
In der entgegengesetzten Richtung muss man erstmal 10 Minuten mit dem Taxi fahren, um ins Shoppingvietel rund um das Suzanne Dellal Center, einer Tanzschule, zu gelangen, an den Rothschild-Boulevard oder zum Carmelmarkt. Noch ein Stück weiter ist der alte Hafen von Jaffa. Wer sich an den Film “Kampf der Titanen” erinnert, mit dem Meeresungeheuer, das die Prinzessin fressen will – die Sage hat genau hier gespielt. Die Steine vor der Küste sind noch die Reste des Titanen, den Perseus dank Medusa-Kopf in Stein verwandelt hat. Aber gefressene Prinzessinen interessieren heute nicht mehr, eher “Was gibt es zu essen?”

1591Jaffa war einst arabische Enklave, das hat sich geändert. Mittlerweile ist die Nachbarschaft gemischt, jüdisch und arabisch. Sehr viele junge Leute suchen hier eine Wohnung, aber die Gegend ist nicht gerade billig. Vermutlich, weil die tollen Läden, die Beachfront und der samstägliche Flohmarkt echte Attraktionen sind. Die mittelalterliche Altstadt mit engen Gäßchen und Treppchen etc ist liebevoll restauriert und lädt zum Bummeln ein. Viele Künstler haben ihre Stände rund um den zentralen Brunnen aufgebaut. Es ist zugegebenermassen touristisch, aber trotzdem wunderhübsch. Wir sind am Abend dort langspaziert, es war noch ein wenig kühl. Aber wir sassen trotzdem draußen und genossen die Küche in einem kleinen Fischlokal. Hübsche Kellner (wie überall)

An nächsten Abend waren wir in einem Lokal, das mir besonders Freude gemacht hat:

1725Eine Baba Yaga ist eine russische Hexe. Diese Hexe gibt einem sehr tolles Restaurant in Tel Aviv ihren Namen. Und nicht nur das: die Bäume des Garten, die Speisekarte etc, alles ist (dezent) mit kleinen Hexen verziert. Das Restaurant war nicht weit von unserem Hotel entfernt. Und wir konnten die gesamte Palette klassischer jüdischer Spezialitäten geniessen, die es in den Steteln des Ostens gab.

Natürlich Gefielte Fisch, eingesalzener Hering, Hähnchenleberpastete, Bortscht, Solyanka, Ente in Pflaumensauce, Gänsebraten…für mich ein Traum, denn viele Gerichte kannte ich aus der Küche meiner polnischen Großmutter. Für alle, die es nicht ganz so rustikal mögen, gibt es auch viele Seefoodspezialitäten, italienische Pasta und Salate. Für mich ist das Baba Yaga ein perfekter Vertreter für die die reiche kulinarische Szene in Tel Aviv, in der sich Tradition mit neuen Einflüssen mischt und alles in wunderbaren Lokalen zusammenkommt. Wer Lust auf wirklich jüdisches Essen hat, ist hier an der absolut richtigen Adresse.

Märkte sind immer ein zweischneidiges Schwert im Urlaub, einerseits toll zum Ansehen, aber so richtig einkaufen kann ich nicht, denn wo soll ich die Sachen zubereiten? Auf dem Hotelzimmer über einem Gaskocher ist keine Lösung. Egal. 1686 - KopieDer Carmel-Markt im Herzen Tel Avivs ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Unbedingt die Dim Sum in der Marktmitte probieren. Es gibt viel Frittirtes, Falafel, Teigkringel oder ein Hefegebäck, das an Krapfen erinnert, aber pikant mit Lammhack gefüllt ist. Extrem süßes Halwa, gepresste Blöcke aus Zucker und Sesam, gibt es in Varianten von Pistazien (traditionell) bis zu Smarties (nicht traditionell), Obst und Gemüse in jeder Variante. Viele Gemüse sind in Israel angebaut und wunderbar frisch. Baklava ist lecker,  mir aber immer zu süß. In einer Parallelstrasse des Marketes gibt es jede Menge Coffeshops und Healthfoodstores. Ich bestelle mir einen Cold Brew, die neuen Kaffeetrends sind also auch schon nach Israel gedrungen. Um mich rum alles voller Hipster und  ich fühle mich wohl. Am Nachbartischchen lerne ich eine junge Mutter mit ihrer Kleinen kennen, die Kleine übt gerade erste Schritte und ist gut gelaunt und das ganze Viertel scheint sie zu kennen, jeder grüßt und bleibt für einen Ratsch. Ich beschließe, jetzt doch Hebräisch zu lernen (noch nicht umgesetzt) :)

 

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Eingeordnet unter Israel, Reise

Das Hyrax – eine Liebeserklärung

Bjørn Christian Tørrissen, via Wikimedia Commons.

Bjørn Christian Tørrissen, via Wikimedia Commons.

Es gibt Tiere, die kennt jeder und findet jeder niedlich. Katzen, Eulen, Füchse, Hunde, Quokkas, Meerschweinchen. Ich will euch heute einen kleinen Gesellen vorstellen, den ich in Israel kennengelernt habe und in den ich mich wirklich sofort verliebt habe: den Felsenhyrax, auf Deutsch Klippschliefer. Es war im Naturreservat En Gedi, nicht weit vom Toten Meer entfernt: An der Quelle, wo angeblich schon König David gebadet haben soll, als er vor dem eifersüchtigen Saul geflohen ist, sitzen sie auf den Felsen in der Sonne. Etwa 4 Kilo schwer, groß, graubraun. Mit kleinen spitzen Zähnchen vorne. Und sehen sehr niedlich aus. Unschwer erkennbar sind die Tiere mit den Elefanten und Seekühen verwandt. (Nein, das ist kein Scherz) Klippschliefer leben in trockenen Klimata, es gibt sie in den Savannen Afrikas und in den Felsen Nordafrikas und Vorderasiens.

Sie haben ein sehr ausgeprägtes Sozialleben, verfahren nach der Maxime: Der Freund meines Freunds ist auch ein Freund und kommen damit recht weit. Das finde ich eine gute Sache.

Sie sind für Klimaforscher total interessant. Weil die Tiere pieseln immer an die gleiche Stelle. Alle. Jede Generation wieder. Manche dieser Stellen mit kristallisierten Piesel sind bis zu 30.000 Jahre alt. Man kann damit ablesen,wie das Wetter war, was damals gewachsen ist, was die Tiere gefressen haben. Auch wenn ich mir 30.000 Jahre lang benutzte Toiletten irgendwie nicht so richtig vorstellen mag…

Ich wollte unbedingt einen Hyrax fotografieren und einer war auch so nett und watschelte vor mir gemütlich durch das Gebüsch nahe der Davidsquelle. Einige andere Besucher müssen mich angesehen haben wie nicht ganz dicht, für die Israelis sind Hyraxe nix Besonderes, sondern eher eine Art Landplage (vielleicht wohnen die auch neben einer Hyraxtoilette). Leider hat mein Telefonfotoapparat nicht ausgereicht, das graubraune Tier vor dem graubrauen Wüstenhintergrund im Baumschatten angemessen abzulichten. Egal, ich habe hier ein tolles Bild in cc-Lizenz gefunden, danke dafür!

User25384

User25384

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JETZT LIKED DAS GEFÄLLIGST!!!!!!!!!!! Jan Böhmermann ist besoffen bei Facebook

Jan Böhmermann rantet übers Ranten. Der neue Trend der Promiproleten, je nach Ausrichtung nach links oder rechts die Spacken aller Fronten zu begeistern, wird in dem herzallerliebsten Song “ich bin besoffen bei Facebook” persifliert. Haben wir uns nicht Promis gewünscht wie die Stars in den USA? Die kompetent mit den Social Media Kanälen umgehen? Die ihren Ruhm und ihre Polularität nutzen, um gute Dinge zu bewegen? Na gut, die haben wir nicht bekommen. Wir haben wildgewordene Kleinbürger, die nur zufällig etwas besser aussehen als der Durchschnit und deswegen ihr Gesicht auf der Leinwnd und imTV zeigen dürfen. Wobei ich die Art von Til Schweiger, mit der Flüchtlingspolitik umzugehen, anfangs sogar richtig gut fand. Aber sich dann mit Sigmar Gabriel zu verbünden – nö. Echt nicht. Und was Joko Winterscheidt macht, das  ist nur noch Ausnutzen der eigenen Machtposition – sowas geht echt gar nicht. Insofern – Böhmermann rulez!

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20. August 2015 · 9:57 vormittags

Komm, wir spielen Leute aussortieren!

modelplaymobil

Bild: Playmobil

Als Frank Krings dieses Bild auf Twitter gepostet hat, hab ich es noch für einen Scherz gehalten. Nach Cowboy, Feuerwehr, Bauernhof und Zirkuszelt können sich jetzt schon die Kleinsten vorbereiten auf die wunderbare Medienwelt – mit dem Playmobil Set “City Life – Model Casting”. Da weiß das “MEEEEDEL” (O-Ton Heidi Klum) schon ab 5, wie der richtige Walk geht, dass die Handtasche lebendig sein muss und dass “10 Meter gehen” mittlerweile ein erstrebenswerter Beruf ist.

Ich mein, ich hab meine Barbies geliebt und auch keine bleibenden Schäden davon getragen (glaube ich zumindest), es ist auch nicht das rosa Gedöns, dass mich nervt. Was mich nervt, ist, dass es bei dem Spiel eine Jury gibt, die den anderen Puppen rote oder grüne Karten präsentieren kann. Also bewerten, aussortieren, Menschen beurteilen spielen. Gefällt mir nicht.

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