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Vom Kommissar zur Ein-Mann-Armee – ein Nachtrag zu Jo Nesbos Romanen

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Ich hab euch ja letztens von Harry Hole vorgeschwärmt, dem coolen Kommissar und der Erfindung von Jo Nesbo. Damals war ich noch bei Band 5, mittlerweile bin ich bei Band 9. Und die Romanfigur macht in der Tat einen Wandel durch – vom leicht versoffenen Kommissar zur supertoughen Ein-Mann-Armee, der wie Bruce Willis in “Stirb langsam” durch die Bösewichte holzt. Auch im Polizeipräsidium sind Freund und Feind nicht mehr auseinander zu halten, jeder kann ein Doppelagent sein – und ist es meistens auch. Da wird verraten und intrigiert, man könnte meinen, es seien alle Protagonisten in der Piratenpartei (sorry, could not resist) Es ist immer noch sehr unterhaltsam – ich bleib auf alle Fälle dran – aber mit den Krimis, die man sonst so kennt, hat das nicht mehr viel gemein.

Mit der Realität auch nicht. Abgesehen davon, dass die Menge an Morden aus Oslo eine Stadt machen würde, die es mit dem Ghetto in Johannisburg aufnehmen kann, es ist einfach irrwitzig, dass ein einzelner Mann in derartig viel verwickelt wird und mindestens 10 Mordanschläge überlebt. Die Morde werden immer grausiger, die Aufklärung immer rüder. Die Serienmörder immer ruchloser und irrer. Aber es ist, wie gesagt, immer noch sehr unterhaltsam. Nur auf eine andere Weise. Die Leser werden von einer harmloseren Krimiwelt hineingezogen in ein Paralleluniversum aus Drogen, Blei und Blut.

Aber was ist schon realistisch: Im Frankfurter Bahnhofsviertel hab ich den letzten Sommer mehr an Gewalt und Verbrechen mitbekommen, als ich es mir je habe vorstellen können. Messerstechereien, Banden, die Altmetall stehlen, Junkies, Hehler, Dealer, blutigste Schlägereien, Hells Angels und Bordelle auf meinem täglichen Weg von der Arbeit nach Hause. Dort ist die Welt von Harry Hole sogar erschreckend nah, wenn ich recht überlege. War sogar mir näher, als mir lieb war. Woanders ist sie meilenweit entfernt – ich muss immer lachen bei den Rosenheim Cops, die ja in meiner friedlichen, grünen bayerischen Heimat ermitteln. Da passiert auch jede Woche ein Mord. In der TV-Serie, natürlich nicht real. Auch das ist so übertrieben, dass es ans Groteske grenzt. Es wundert mich immer ein wenig, denn Rosenheim wären andere Verbrechen spannend und die sind tatsächlich real: Rosenheim ist als südlichste Stadt nach der Grenze zu Österreich einer der Hauptumschlagplätze für Drogen und war damals zu den Zeiten von Franz Josef Strauss einer der Plätze, wo das Amigounwesen im ganz großen Stil blühte mit der Firma März/Marox. Da könnte man Romane zaubern…aber soviel Realität verträgt die bayerische Kleinstadtidylle vielleicht nicht…

Ich warte jetzt auf den nächsten Teil von Harry Hole, der nach vielen Kugeldurchschüssen seinem Namen alle Ehre macht…

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Grüntee statt Kaffee

20140401-153407.jpg Es gibt ein paar Lokale in Frankfurt am Main, die ich so in München nie erlebt habe. Wirkliche multikulti. Eins davon, das Schönste von allen ist das Iimori, fast gegenüber des Römer. Dort, wo japanische und chinesische Reisegruppen ihre letzte Station haben und ihre letzten Euros ausgeben. Vielleicht hat so mancher von ihnen schon Sehnsucht nach daheim und kehrt in das wunderschöne, kleine Café ein. Es gibt dort eine wunderbare Melange aus europäischer und asiatischer Patisserie.

20140401-154002.jpg Benannt ist das Cafe nach seiner Besitzerin. Die Japanerin hat alles über europäische Backkunst gelernt und verbindet diese mit japanischen Geschmäckern und dem japanischen Sinn für Ästhetik.
Grüntee bildet dabei die auffallendste Färbung der Kuchen, es gibt Grünteerührkuchen, Grünteecremeschnitten und natürlich Grüntee Latte. Himbeer und Banane machen die Rührkuchenampel komplett. Wegen der Grüntee-Spezialitäten besuche ich das Iimori immer wieder gerne. Ins japanische Restaurant im ersten Stock hab ich es leider

nie geschafft. Ich habe mir immer wieder vorgenommen, aber keine Begleitung gefunden. Frankfurt isst Schnitzel.
So war ich ab und an im Cafe. Auf eine Grüntee Latte. Dazu Macarons oder pikant gefüllte gedämpfte Brötchen. Für Asiaten normal, für Europäer echt exotisch. Und alles sehr lecker.
Das Ambiente verströmt den Charme der 50er Jahre, Antiquitäten gemixt mit Flohmarkt – aber weit ab vom Hipster Interieur.

20140401-154906.jpg die Bedienungen tragen süße altmodische Schürzen und alle finden das sehr “kawaii”. Wer Frankfurt besucht, sollte nicht auf einen Besuch verzichten. Ein paar Meter weiter ist auch die Schirn und der schönste Schokoladenladen in der mainmetropole. Davon aber ein andermal…

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Endlich wieder in einer Modestadt!

 THE GALLERY DÜSSELDORF vom 19. bis 22. Juli 2013.Fair impressions THE GALLERY DÜSSELDORF

THE GALLERY DÜSSELDORF vom 19. bis 22. Juli 2013.Fair impressions THE GALLERY DÜSSELDORF

Man kann nicht sagen, dass die Frankfurter schlecht gekleidet waren, ganz und gar nicht. Es war sogar ein sehr lustiges Gemisch Normalos, aus Männern in tadellosen Anzügen, Frauen in Kostümen, dazu viele sehr sexy Chicas auf der Zeil und Männer im Offenbacher Businesslook (Jogginghose), sogar ein paar Hipster gab es. Und mit Hayashi einen der besten Modeläden, die ich kenne.

Aber in Düsseldorf zu sein, dass ist schon wieder eine andere Nummer. Die Kö und die Schadowarkaden sind wirklich glanzvoll, Breuninger ein Traum, es gibt Läden für den BlingBling-Schick wie Jades, Hipsterbedarf in “Kauf dich Glücklich” und bei Karstadt gibt es sogar Marken wie Topshop oder All Saints. Und alle übrigen Marken gibt es natürlich auch.

Papis Loveday und moi

Papis Loveday und moi

Und es gibt jetzt auch sowas wie eine Modemesse – es sind zwar mehr Modeordertage, aber egal. Mit Designern und Parties und viel drumrum. Ich bin jetzt dort ein paar Tage herumgesaust und habe viele spannende Labels kennengelernt. Es ist toll, so viele so gut gekleidete Leute zu sehen, so viel Mode um mich herum zu haben – danke auch an meine liebe Elle, die mit mir mitsauste. Und ich habe Münchner Freunde wiedergetroffen: Papis Loveday, (ich hab sein Spiegel-Interview zum Thema Rassismus verlinkt, sehr toll und sehr wichtig) Designer Tom Zauke und seine Freundin Michaela Belm.

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Das fängt ja alles gut an!

FrauMaja, Kiko und Forschungstorte (von l.) auf dem BPT

FrauMaja, Kiko und Forschungstorte (von l.) auf dem BPT

Ganz ehrlich? Derzeit gehen mir Fahnen und alle anderen Gates ziemlich am Allerwertesten vorbei, denn das Wichtigste ist derzeit – mal wieder – ankommen. Am Rhein. In Düsseldorf. Und irgendwie fängt alles ziemlich gut an, kann ich nicht anders sagen. Ich finde ja ziemlich schnell Anschluss, das ist ein Riesenvorteil. Manche Begegnungen haben sich als geradezu magisch herausgestellt – an Freundinnen wird es mir nicht mangeln, auch wenn ich viele liebe Menschen aus München und Frankfurt vermisse.

Auch wenn die Bude noch voller Kisten steht und ich bei weitem noch keine Küche habe, egal. Drückt mir die Daumen, dass es sich gut entwickelt. Und die, die sich über Stofffetzen streiten und wer mit wem spielen darf (Eh die Frage aller Fragen) und wer die coolen Kids sind auf dem Pausenhof der Politik, die sollten darüber nachdenken, dass es uns doch eigentlich darum ging, allen diese Welt ein bißchen schöner zu machen. Und nicht eine viel größere Hölle erschaffen.

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Das Beste vom Frankfurter Weihnachtsmarkt

Das Kinderkarussell ist auch bei Erwachsenen beliebt

Das Kinderkarussel ist auch bei Erwachsenen beliebt

Ich mag den Frankfurter Weihnachtsmarkt. Er ist irgendwie luftiger als der Münchner, bei dem sich in engen Reihen Stand an Stand quetscht. Es gibt neben dem Touristenkitsch wunderhübsche Stände wie etwa die “Puppenstube”, die alles im Miniaturformat anbietet, von winzigen Adventskränzen bis zu winzigen Torten und Möbeln. Ein Kinderwunderland – aber wohl eher was für erwachsene Kinder, die Dinge sind kleine Kunstwerke. Der Stand befindet sich auf dem Platz vor der Paulskirche, ziemlich in der Mitte einer der Budenstrassen.

Nette Figürchen am Töpferstand

Nette Figürchen am Töpferstand

Zwei Stände weiter finden sich süße handgetöpferte Tassen, die erst auf den zweiten Blick ihr Geheimnis freigeben: In der Tasse mit der Katze sitzt eine Maus, in der mit dem Huhn am Henkel liegt ein Spiegelei.

Die Hauptattraktion für die meisten ist vermutlich jedoch das Essen. Gleich vorneweg, es ist meine sehr private kulinarische Auswahl an Lieblingsständen des Frankfurter Weihnachtsmarktes. Ich kann mich dort weder für ein Nierenschaschlik noch für das Käsefonue begeistern. Oder für die belgischen Pommes neben dem einrichtungsladen butlers, für die einige Kolleginnen meilenweit laufen. Ist nicht meins. Dafür müssen es für mich immer die Poffertjes sein, die es an einem Stand in der ersten Reihe, gleich nach der Ampel über die Berliner Strasse gibt. Pur mit Apfelmus oder gefüllt mit je einer Kirsche (eine Spezialität in Frankfurt) sind sie die Wucht. Üppig, fluffig wie ein bayerischer Kaiserschmarrn. Manchmal lass ich mir auch Eierlikör drüber geben. Ich finde es größtartig. Frau Kaiser ist mit ihrem Stand seit 27 Jahren eine Institution. Nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, sondern auch auf der Dippemess oder dem Wäldschefest.

Ein anderes kulinarisches Muss sind der heiße Äppler oder der Winzerglühwein, den Liebling in den Arkaden gegenüber der Schirn aussschenkt. Ich weiß nicht, was die machen, aber deren Glühwein ist immer um Klassen besser als an allen anderen Ständen. Das ist leider kein Geheimtipp mehr, deswegen ist dort jeden Abend das Gedrängel riesig. Aber es lohnt. Ich trink nirgends anders mehr meinen Wein.

Ich fühl mich von dem kulinarischen Angebot oft ein wenig erschlagen. Es gibt mittlerweile fast alles, Bratwürste, die bei den Deutschen zum feiern einfach dazugehören, Grillsteaks, Maiskolben, ungarische frittiere Fladen namens Langos, asiatische Nudeln, Kartoffelpuffer, Brezen, Quiche Lorraine (schmeckt so lala) Chilli con Carne, unendliche Variationen des Glühweins vom heißen Caipi bis zum Weißweinglühwein. Meist kaufe ich mir (neben den Poffertjes) dann noch eine Tüte Maroni und das wars. Maroni erinnern mich an meine früheste Kindheit, damals standen Maroniverkäufer noch neben qualmenden mobilen Öfen, einen Stand darum gab es nicht. Ich liebe den Geschmack, das mehlig-süße der Maronis einfach.

Für meine Familie in Bayern kaufe ich immer Bethmännchen, das traditionelle Frankfurter Weihnachtsgebäck.

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Wie man die perfekte Wohnung findet

Man muss ja nicht gleich übertreiben

Man muss ja nicht gleich übertreiben – Wir sind ja nicht mehr der Sonnenkönig in Versailles

Jetzt, nachdem die Tinte unter meinem Mietvertrag trocken ist, teile ich gerne meine “Perlen der Weisheit” mit euch. Meine 7 Regeln eine Wohnung zu finden.

1. Sei unbescheiden
Was willst du gerne in deiner Wohnung haben? Wannenbad, Kamin, Dachterrasse, große Küche? Blick ins Grüne? Frisch renoviert? Und das alles für wenig Kohle? Gib es bei Wohnungsbörsen im Internet gnadenlos an. Wer glaubt, so eine Wohnung kann es nicht geben – ich zieh gerade ein.

2. Man sieht nur bei der Besichtigung gut
Viele Leute lassen Angebote ohne Bilder im Internet links liegen. Mächtig großer Fehler. Denn gerade Wohnungen ohne Bilder stammen von älteren Menschen, die sich im Internent nicht so auskennen und viel Wohnung für faires Geld zu vergeben haben. Ansehen muss man die Wohnung eh (Bilder können sooo lügen) – gerade ohne Bilder wartet das Schnäppchen.

3. Fuck the Inviertel
Alle in Frankfurt wollen ins Nordend, alle in Düsseldorf nach Flingern, alle in München nach Haidhausen oder ins Glockenbach. Warum denn das? Um mitten in der “Action” zu sein? All diese Viertel lassen sich von anderen, weniger “Innen” Viertel easy erreichen. Dafür hat man woanders seine Ruhe in der Nacht und die Chance, noch eine bezahlbare Wohnung mit Dachterrasse, mehr Wohnung fürs Geld und sonstigem Komfort finden. Und nie vergessen: Wer jetzt eine Traumwohnung in einem Inviertel zu einem günstigen Preis besitzt, hat dort vermutlich schon gewohnt, als das Viertel noch nicht in war. Das sollte zu denken geben.

4. Spann deine Freunde ein
Die sozialen Netzwerke sind ein idealer Raum zu Wohnungssuche. Viele Topangebote gehen sofort unter der Hand weiter und landen gar nicht erst im offiziellen Wohnungsmarkt. Streu emsig, dass du suchst und sag, was und wo. Mach das auf Facebook und Twitter unter dem Hashtag #Followerpower bekannt, dann wird deine Message weitergetragen.

5. Xing und LinkedIn sind ein Top Wohnungsmarkt
Auf Xing und LinkedIn sind Geschäftsleute mit Zugang zum schwarzen Brett ihrer Firmen, Leute, die gerade umziehen aus geschäftliche Gründen – da eine Wohnung zu finden ist gar nicht so unwahrscheinlich. Das kann man auch direkt ins Profil reinschreiben – als Extrabonus gibt es schon Kontakte in die künftige Heimatstadt.

7. Lass den Makler was tun für sein Geld
Ein Makler soll die perfekte Wohnung finden, nicht nur aufsperren und Interessenten durchlotsen. Spannt ihn oder sie ein fürs Geld und fragt nach, was sonst noch bei seiner Firma im Angebot ist. Möglich, dass da noch eine viel, viel bessere Wohnung auf ihren Mieter – und damit dich – wartet.

Habt ihr noch mehr Tipps? Immer her damit!

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Dim Sum löst Sushi ab?

Frühlingsrollen sind das bekannteste Dim Sum

Frühlingsrollen sind das bekannteste Dim Sum

Gestern hab ich bei MoschMosch in Frankfurt eine kleine Tafel auf dem Tisch gesehen: Wir haben jetzt auch Dim Sum. Da war für mich der Fall klar, das wird (oder ist schon?) der nächste heiße Scheiss. Dim Sum hätten das Zeug, Sushi als Hippsternahrung abzulösen.

Was sind Dim Sum? Im Prinzip kleine Häppchen, gedämpft oder frittiert, in China werden sie zum Frühstück oder als Nachmittagsimbiss zum Tee gegessen. Es gibt Hunderte von Varianten und Formen. Gefüllt mit allem, was die chinesische Küche so zu bieten hat. Und das ist, wie wir wissen, eine ganze Menge. Auch die beliebten Frühlingsrollen sind ein Dim Sum. Dimsum 2Am bekanntesten sind Jao Zhi, eine Art chinesische Ravioli, die erst in der Pfanne angebraten und dann gedämpft werden. Bei den Dim Sum wird auf die Konsistenz viel Wert gelegt. Knusprig frittierte Hüllen umschliessen samtige Füllungen oder umgekehrt bekommen knackige Garnelen -Wolkenohrfüllungen eine weiche, gedämpfte Nudelhülle. Serviert werden die Dim sums mit unterschiedlichsten Saucen.

Ich liebe Dim Sums sehr. Bislang gab es sie aber kaum in den Restaurants. Dafür in riesiger Auswahl in Chinasupermärkten tiefgefroren. Im Markt an der Kaiserstrasse kann man locker 30 verschiedene Sorten kaufen. Und die Deutschen entdecken die Dim sums – bislang allerdings zaghaft. Das scheint sich gerade zu ändern. Ich warte jetzt gespannt, wann die ersten reinen Dim Sum-Läden die Sushiläden ablösen. Die kleinen Häppchen mit den verschiedenen Geschmäckern wären das perfekte Konzept.

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