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Voll o.k. – Schönes aus aller Welt macht die Wohnung bunter

Billiges Plastik oder Blech, recycelter Gummi, schlechte Papierqualität. Quietschbunt. Mit vielen bunten Mustern oder Tierchen drauf.  Ja, in anderen Ländern sehen Alltagsgegenstände anders aus. Ich mag es, sie in die kühle Funktionalität unserer Welt deutscher Wertarbeit zu integrieren. Manchmal bringt man sich sowas aus dem Urlaub mit – aber nicht immer reicht der Platz im Koffer, oder die Zeit oder die Nerven, Geschäfte nach ägyptischen Klorollenhaltern abzusuchen. Ich bin deswegen seit Jahren Fans der o.k.-Versands, wo man die schrägsten Produkte aus alles Welt bekommt. Ich finde, diese Dinge haben Seele und hauchen die auch der Wohnung ein. Zuviel darf es nicht sein, aber so ein paar Hingucker – toll.

“Wer es liebt, in fremden Ländern durch Kaufhäuser zu stöbern und sich das lokale Warenangebot anzusehen, wird sofort die Idee des o.k.-Versands verstehen: Hier werden Alltagsgegenstände angeboten, die zwar qualitativ mit den Produkten deutscher Wertarbeit nicht immer mithalten können, dafür aber außergewöhnlich skurril gestaltet sind. Die meisten Dinge sind industriell gefertigte anonyme Massenartikel aus einfachen Materialien wie Plastik, Leichtmetall oder Holz. Sie erfüllen tadellos ihren Zweck, werden aber im hiesigen Fachhandel einfach nicht angeboten.”, heißt es auf der Webseite.

IMG_1930Dem kann ich nur zustimmen, ich hab etwa den kleinen, hässlichen grünen Elefanten, eine Gießkanne aus China, die meine Terrasse verschönert, richtig lieb gewonnen. Oder den rosa indischen Plastikteppich in der Küche. Oder die mexikanische Wandverzierung.  All das macht aus meiner Wohnung ein Heim. Mein Heim. Es gibt fiesen Kitsch, aber manchmal auch richtige Kunst, wie etwa die russischen Werbeplakate oder – die hab ich nicht vom o.k. Versand, sondern aus Ghana mitgebracht - Afrikanische Frisörschilder, die der Kundschaft zeigen, welche Frisuren im Angebot sind. Die sind richtig Popart.

Wer nahe Köln oder in Berlin wohnt, hat Glück, es gibt auch zwei Läden, in denen die o.K.-Dinge verkauft werden. Da bekomme ich gleich noch eine Portion Inspiration dazu. Der Kölner Laden befindet sich in der Gladbacher Straße 36, zwischen Belgischem Viertel und Mediapark, U-Bahn Station Christophstraße. Für mich aus Düsseldorf eine kleine Weltreise, aber dafür kmme ich auch mit Tüten voller dinge rund um die Welt zurück.

 

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UpMade – das Beste aus Resten

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Eigentlich hört es sich erstmal komisch an: Mode aus den Resten der größten Textilfabrik in Bangladesh. Aber was Ausdesign® aus diesen Resten zaubert, überzeugt von der Ökobilanz als auch von der Optik. Die Designerin Reet Aus aus Tallinn in Estland zeigte ihre Mode unter dem Label UpMade auf dem Green Showroom im Adlon. Ich mag ja blau-weiß-gestreifte T-Shirts, vor allem, wenn ein Anker drauf ist (Nautische Methapher). Und dieses Stück lockte mich an den Stand. Die übrigen Designs waren wesentlich schicker und ich mochte alles. Leider kann man dort nicht direkt kaufen, wie noch vor einem Jahr, ich hätte gern ein T-Shirt erworben.

So schön die Mode ist, gestartet ist das Ganze  eigentlich als Forschungsprojekt zum Thema Upcycling, also aus dem Müll anderer Menschen etwas Sinnvolles und -in diesem Fall – Wunderschönes zu schaffen. Extrem nachhaltiges Konzept. Reet Aus und ihr Team arbeiten mit Beximco zusammen, dem größten Textil- und Bekleidungshersteller in Bangladesh. Beide Firmen zielen darauf ab, die Umwelt zu schonen und Ressourcen einzusparen. Keine kleine Sache, wenn man bedenkt, dass es theoretisch möglich wäre, 65% des Abfalls zu vermeiden, den die Textilfirma im Jahr produziert – und das bei einer gigantischen Menge von  56 Millionen Kleidungsstücken, die Beximco pro Jahr verlassen.

Die Designs von UpMade by Reet Aus  sparen zusätzlich 70% Wasser und  schaffen 88% weniger CO2 Ausstoß im Vergleich zu herkömmlicher Ware. Der Trick dabei ist, die übrig gebliebenen Stücke aus anderen Kollektionen so zusammenzusetzen, dass die kleinen Stoffteile wieder ein sinnvolles Shirt ergeben. So  wirken die Motive wie Anker oder Pfeil wie kostbare Intarsien im T-Shirt, wie besonders aufwändig gemacht und nicht, wie im Gegenteil, aus der Not geboren. Die Designs müssen immer wieder neu gepuzzelt werden, je nachdem, was andere Firmen so für Zuschnitte bestellen.

Wenn man über eine Riesenfirma in Bangladesh hört, wird man natürlich auch stutzig und fragt sich, ob man da nicht die Arbeiter ausbeutet. Ja, von der Ökobilanz ist UpMade Green, aber auch von den Arbeitsbedingungen? Die Webseite gibt darüber ausführlich Auskunft. Ich hoffe, das hat alles so seine Richtigkeit. Ich kann nur sagen, mich hat das Konzept und die Schönheit der Designs überzeugt.

Zu kaufen gibt es die Mode in diversen Boutiquen, leider in keinem Online-Shop. Aber ich hoffe, irgendwo eine der Ankerblusen zu erwischen.

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Grün geht auf viele Arten – Green Showroom in Berlin zeigt alle

Es gibt viele Varianten, wie grüne Kleidung entstehen kann. Sei es, dass Naturmaterialien benutzt werden, dass Materialien recycelt werden, wie etwa PET-Flachen, sei es dass upcycelt wird, dass heißt, aus anderer Leute Abfall entsteht etwas Neues oder dass die Bekleidung aus fair hergestellten Materialen entsteht. Der Green Showroom im Adlon ist deswegen immer eine sehr spannende Sache und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Es gibt vier Labels, die mir ganz besonders gefallen haben: Johanna Riplinger hatte eine wunderschöne Seidenkollektion dabei, vor allem ein beiger Jumpsuit, für den ganze vier Meter Seide verarbeitet werden, hatte es mir angetan. Die Blusen mit dem unregelmäßigen Muster in rose und lila wirken auf den ersten Blick ungewöhnlich, und die Stoffärbung hat denn auch eine faszinierende Geschichte: Auf die Seide werden einfach Rosenblätter gelegt, die zuerst in indischen Tempeln den Göttern geweiht waren. Die verblühten Rosen, die von den Priestern entfernt werden, bekommen die Seidenfärber. Upcycling vom Allerfeinsten.

Edelziege ist der witzige Name eines neuen Kaschmirlabels – und ich habe selten so feine Pullöverchen gesehen. Hauchzarte Wolle, hauchzarte Farben, vor allem das helle Mintgrün hat es mir angetan. Saruul Fischer, die Inhaberin des Modelabels edelziege, ist in der Mongolei aufgewachsen. Die Mongolei ist einer der größten Cashmere-Produzenten der Welt. Da lag es für sie nahe, mit einem der kostbarsten Naturprodukte ihrer Heimat die Brücke zu schlagen in ihre Wahlheimat Deutschland. 2007, als sie wieder die Familie in Ulaanbaatar besuchte, sah sich die angehende Unternehmerin nach einem geeigneten Partner vor Ort, einer für beste Qualität bekannten Cashmere-Strickerei, um und wurde fündig. Doch nicht nur der Handel mit Produkten aus reinem Cashmere reizte sie, als besonders modebewusste junge Frau nutzte sie ihre Kreativität und entwickelte schließlich eigene Kollektionen. Seit 2008 designt, produziert und vertreibt Saruul Fischer luxuriöse Cashmere-Produkte unter dem Label edelziege.

Foto: Edelziege

Foto: Edelziege

Die Mode von Gotsutsumu sieht erst einmal unspektakulär aus – normal. Doch sie ist alles andere als das, es ist nämlich biozertifizierte Businessmode. Die gesamte gotsutsumu Kollektion ist nach Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert und mit der Labelstufe „organic“ ausgezeichnet. Das bedeutet zu allererst einen sehr hohen Prozentanteil an Naturfasern aus kontrolliert ökologischer Erzeugung. Die italienischen Wolltuche bestehen aus 98% Bio-Schurwolle, die Baumwollwebware für Blusen und Hemden läßt die Firma aus 100 % Bio-Baumwolle herstellen und den Jersey für die T-Shirts und Kleider aus 95% Bio-Biobaumwolle.

“Während des gesamten Herstellungsprozesses kommen keine umweltbelastenden oder gesundheitsschädlichen Chemikalien zum Einsatz und es wird auf eine Ressource schonende Produktion geachtet. Um die Transportwege so kurz wie möglich zu halten, findet die Verarbeitung in Europa und der Türkei statt. Eine sozial verantwortliche Produktion mit sicheren Arbeitsplätzen, geregelten Arbeitszeiten, gerechter Behandlung und Existenz sichernden Löhnen ist in der gesamten Produktionskette sicher gestellt, also in jeden einzelnen Betrieb, der an der Herstellung der gotsutsumu Kollektion beteiligt ist.”, erklärt das Label. Wenn das nichts für den umweltbewussten Manager oder Grünen-Abgeordneten ist, weiß ich auch nicht.

Mehr experimenteller Natur ist “Blond and Bieber“, die experimentieren mit Mutter Natur herum und stellen aus Algen sehr interessante Farbstoffe her, die sich im Laufe der Zeit mit der Luft verändern. Das Label arbeitet mit dem Fraunhofer Institut zusammen und da darf man bestimmt noch viel Spannendes erwarten. Mir haben die Stoffe mit ihren unregelmäßigen Mustern gut gefallen, Algaemy nennen sie ihr Projekt – als Inspiration diente unter andrem Chinesen, die sich während der Algenpest die Algen munter auf die Haut legten. Ein Unkraut als Feuchtigkeitsspender…so kam die Idee auf, mit dieser Pflanze zu experimentieren.

Ich werde euch noch einige Labels spezieller vorstellen, schließlich ist erst wieder in einem halben Jahr Fashion Week.

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Weltverbessern mit Toms – diese Taschen können Leben retten!

Es gibt Labels, die muss ich einfach unterstützen. Zum einen, weil deren Produkte echt schön sind, zum anderen aber, weil sie einen wirklich Unterschied machen. Eins dieser Labels ist Toms. Ein Label, das ich euch besonders ans Herz legen möchte, weil das zu dem Konzept dieser Seite passt wie kaum ein anderes, denn mit Toms tut man mit jedem Einkauf etwas Gutes und hilft jemand, dass dessen Leben besser wird – und man hat nebenbei noch eine schöne Tasche, Brille oder ein Paar Schuh erstanden. Der Look von Toms ist leicht ethno, viele Prints, Naturfarben und Leder. Der Klassiker sind lässige Espandrillos, aber die Kollektion wir laufend erweitert. Die deutche Seite ist noch im Aufbau, nicht erschrecken. Ich würde hoffen, dass Toms als Marke hier gut Fuß fasst, weil…

Im Jahr 2006 lernte der Gründer von TOMS, Blake Mycoskie, Kinder in einem Dorf in Argentinien kennen und sah, dass sie keine richtigen Schuhe hatten, um ihre Füße zu schützen. Er wollte ihnen helfen und gründete TOMS Schuhe, ein Unternehmen, das für jeden Verkauf eines Paars Schuhe ein bedürftiges Kind mit einem neuen Paar Schuhe unterstützt. One for One.® Im Jahr 2011 wurde das One for One-Modell mit TOMS Brillen erweitert. Für jede verkaufte Brille unterstützt TOMS eine hilfsbedürftige Person dabei, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. One for One.®

Was als einfache Idee begann, entwickelte sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell, durch das Bedürftigkeit angegangen und Kindern und ihren Gemeinschaften weltweit zu einer besseren Gesundheitsversorgung, Bildung und mehr wirtschaftlichen Perspektiven verholfen wird. Und in diesem Jahr freuen wir uns besonders auf die Gründung von TOMS Roasting Co. Für jeden verkauften Beutel Kaffee schenkt TOMS einer bedürftigen Person eine Woche lang sauberes Wasser. One for One. ®

TOMS hat bereits mehr als 10 Millionen Paar neuer Schuhe an hilfsbedürftige Kinder gespendet und mehr als 200.000 Menschen geholfen, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. Wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein und freuen uns mehr denn je darauf, zu sehen, wie die kontinuierliche Entwicklung unserer Giving-Aktionen Gemeinden weltweit positiv beeinflussen kann.

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins - ein tolles Konzept

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins – ein tolles Konzept

Mittlerweile machen auch Promis mit, DJ Paul van Dyck hat Schuhe für Toms entworfen.  Das Produktportfolio wird immer wieder erweitert, mittlerweile gibt es auch Fair Trade Kaffee, bei dessen Verkauf Trinkwasser gespendet wird. Und wer Angst hat, die Schuhe für die Kinder würden von Kinden woanders hergestellt, den kann ich beruhigen: Toms produziert fair, unter anderem in Haiti, wo versucht wird, dem Land wieder auf die Beine zu helfen. Wer es genau wissen will: hier der Link zum Giving Report

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Traurige Trikots von Adidas zur WM

Es ist ein nationales Symbol, etwas, das ein ganzes Land mit Stolz tragen soll – das Trikot der Fußballnationalmannschaft. Hergestellt von Traditionshersteller Adidas. Es kostet stolze 79 Euro. Bei dem Preis wird doch alles in Ordnung sein mit der Herstellung, da ist bestimmt ein guter Lohn für die Näherinnen drin? Hast du dir gedacht – laut der Anstalt im ZDF sind es 80 Cent pro Trikot. Die müssen im Akkord genäht werden. Die Näherinnen können trotz 10 Stunden an der Maschine ihre Familien nicht ernähren. Sie werden krank, weil sie durch Akkordarbeit nicht mal auf die Toilette dürfen. Und ja, die anderen Sportfirmen, Nike und Puma, sind bestimmt nicht besser. Aber Adidas näht für Deutschland bei der WM.

Wie gesagt, es ist nicht irgendein T-Shirt. Es ist das Shirt, das für Deutschland steht. Auf das wir alle stolz sein sollen – oder es sogar tragen als Fans unserer Natonalmannschaft. Und dieses Symbol sollte eine anständige Herkunft haben, seine Näherinnen auch stolz machen, weil es sie gut ernährt. Jetzt ist es eine Schande.

Und Adidas ist das offenbar völlig egal. Vielleicht weil die fränkische Firma weiß, dass kein Kleiderskandal je etwas am Kaufverhalten ändern wird. Weil billig zählt. Aber das Shirt ist nicht billig, sondern richtig teuer. Bei Nachfrage sowohl bei der Pressestelle als auch bei der PR Firma wird einfach abgewunken. Statement? Gibt es nicht. Braucht es ja nicht. Es geht ja nur um ein nationales Symbol.

Was ist eure Meinung, sollte ein wichtiges Trikot fair hergestellt sein? Oder ist das bei dieser WM eh schon egal?

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San Giorgio – der griechische Hotelhimmel

Mykonos ist Das Griechenland, dass man sich in Urlaubsträumen vorstellt. Blauer Himmel, türkises Meer, die Häuser Weiß und blau, jetzt im Frühling voller pinker bougainvilla und rotem Mohn. Grüne Hügel, immer von ein wenig Wind umweht. Perfekt. Ein Hauch der alten Hippie-Relaxtheit, die die Insel seit den Siebzigern berühmt gemacht hat, ist immer noch da, trotz turmhoher Kreuzfahrtschiffe im neuen Hafen. Mykonos ist wunderschön.
Hinkommen ist einfach, ich mit Germanwings direkt von Köln/Bonn geflogen, im Sommer gibt es auch direkte Flüge mit Airberlin aus Düsseldorf.
Ziel meiner Reise war ein Hotel, das San Georgio, das ich im Rahmen einer Einladung besuchen durfte. Das war klasse, denn so Schön wie Mykonos ist auch das Hotel am Strand, zwischen Paragas und Paradise Beach. Auf Paradise Beach liegt die Clubmeile, der führende Club ist der Paradise Club, einer der Top 20 dieser Erde, der den gleichen Besitzern gehört wie das San Giorgio. Und eigentlich war das Hotel nur ein Nebeneffekt, eine Wohnmöglichkeit für DJs und Gäste.
Aber was für eine. Das Hotel wurde als Save Haven für all die schöne Partycrowd konzipiert, fernab von gewöhnlichen Standards.Das Personal ist durchgehend schön, total freundlich und hilfsbereit. Hängematten und liegebetten am Pool, Lockere Sitzgelegenheiten überall statt steifer Lobby. Emanuelle Pfauenstuhl, Acapulcochairs, Designertische und weiße Macs mischen sich mit Fundstücken aus Griechenland, geflochtenen Matten und Teppichen aus maisstroh, schönen Kissen von “rock the Kashbah” aus Paris. Wenn es einen Platz gibt, einen glitzernden Kaftan zu tragen, dann hier. Das Hotel hat hohe Umweltstandards, das gefällt mir. Auf einer Insel, auf der Wasser ein wertvolles Gut ist, sollte man das nicht aus den Augen verlieren. Die griechische Regierung gängelt Hotels mit irren Auflagen, verlangt, dass Bettwäsche und Handtücher täglich gewechselt werden.

Der Pool ist ungeheizt und mit frischem Meerwasser gefüllt. Ich traue mich als einzige rein und finde es herrlich. Jetzt in der Vorsaison war es sehr ruhig und gemütlich, ich kann mir aber vorstellen, das es sich im Sommer ein wenig ändert, wenn ab Nachmittag der Strand zum Schwimmen, bräunen und zur Party ruft und das San Georgios voll besetzt ist. Da werden sicher die Beats der DJs auch das Hotel erreichen – aber das ist ja nicht das Schlechteste, schließlich legen im Paradise Club die besten DJs der Welt auf. An der familiären Athmosphäre wird sich dennoch nicht viel ändern, beim Essen an langen Tafeln kommt man sich näher und die Menschen, die ein Hotel wie das San Giorgio buchen, sind vermutlich ein ähnlicher Menschenschlag. Wer hier mit seinem Handtuch eine Liege besetzt, ist ganz sicher falsch. Entspannt bitte. Keine Nervereien im Urlaub. Und auf der Nachbarliege liegt vermutlich Avicii oder David Guetta. Cool.

Fernseher im Zimmer sind auch Fehlanzeige, aber ehrlich, ich hab das Tv nicht vermisst. Wann denn? Tagsüber wird am Strand relaxt oder in Mykonos Town geshoppt oder eine der nahen Inseln wie Delos oder Santorini besucht, abends geht es zum Essen und dann in die wunderbaren Clubs der Insel. Braucht das Paradies Tv? Wer’s gar nicht lassen kann, der kann via Wifi im Internet streamen, das geht, wir haben mal kurz beim Grand Prix und Germanys Next Top Model finale reingezappt. So sans, die Blogger.

Aber das ist eigentlich echt eine Sünde. Das Hotel ist dazu da, zu genießen. Zeit zu haben.
Zum Frühstück gibt es ein kleines Buffet, der Rest wird frisch ala Carte zubereitet. Griechischer Joghurt mit Honig, Nüssen und Früchten, Omelette mit Feta, Basilikum und Zwiebeln, Gegrillter Haloumi, pochierte Eier auf Avocados und Tomaten. Toll. Geht nicht besser. Auch mittags und abends bietet das Küchenteam griechische Küche auf hohem Standard an. Was mir ein wenig fehlt, ist ein SPA, aber da wird drüber nachgedacht. Gut.
Ich werde sicher im Sommer ein verlängertes Wochenende wiederkommen, um mich voll ins feiern zu stürzen. Als Hotelgast ist man Vip im Club, das wird ausgenutzt.

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Jeff Bridges designt ein T-Shirt

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Jeff Bridges, ist nicht nur der coolste (Big Lebowski!) sondern auch noch einer der schönsten Männer der Welt. Wer ein Stück von ihm ganz nah an sich ranlassen will, das geht jetzt. Für Marc O Polo, die Marke aus meiner Heimat Rosenheim (na gut, Stephanskirchen, aber nur 5 Kilometer von Rosenheim entfernt), hat er ein T-Shirt designt. Die limitierte Edition ist jetzt in den Läden erhältlich. Ein Teil des Erlöses soll dem Institute of Compassionate Awareness zugutekommen, eine Organisation, die der Oscar-Preisträger seit langem unterstützt und die sich um die Ausbildung von Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefiziten kümmert. Das Charity Shirt kostet 39,90 Euro und der Hoody 119,90 Euro. In dem Video erzählt er vom Designprozess.

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13. April 2014 · 1:47 nachmittags

Liebe Hersteller: PASST UNS NICHT!

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sollen Selfies von Frauen über Größe 40 immer so aussehen?
Ich hab mal eine Umfrage unter meinen wunderschönen Freundinnen erstellt. Die sind von Größe 36 bis 50 – alles dabei. Und doch gleichen sich die Aussagen…

“Klamotten, die weiblich aber bequem sind. Ich hab immer das Gefühl, es geht nur entweder oder.”

“Pullover die weder Sack noch Presswurst sind. Blusen, deren Armausschnitt klein genug ist, Arme heben zu können, ohne das ganze Oberteil mit hoch zu ziehen. BHs in Körpchengröße >D, die NICHT gefüttert sind”

“Gut sitzende BHs in allen Größen, echte Mangelware in Dtl. (verglichen mit England oder USA)”

“Mal was für “Kurven” denn Kurven bedeutet nicht “fett”. Mit schmaler Taille aber viel Hüfte hat man aktuell verloren.”

“Nur weil ich schwerer werde, werden weder meine Arme oder Beine länger oder meine Schultern breiter”

bezahlbare, schöne, bequeme Kleider, die weder nach Bank, Cocktailparty noch Kittelschürze aussehen & nicht aus Plastik sind.

“Oberteile in die meine Oberweite passt. Oft auch bei Jacken & Co nen Problem.”

“Dezent klassisch Business-geeignetes in Übergrößen (ohne schreiende Blumenmuster)”

“Schlaghosen, BHs ohne Bügel, Bikini-Hosen die den Hintern auch bedecken und nicht wegrutschen, Pullis und Blusen für breite Schultern…”

“Trenchcoats, die feminin geschnitten und tailliert sind und trotzdem den Po bedecken / gut sitzende Jeans, die nicht hinten wegklaffen und vorne knapp unterm Hüftknochen enden.”

In anderen Worten: Das Zeug sitzt nicht gut. Es ist geschneidert nicht für reale Personen, sondern für eine imaginierte Zielgruppe ohne Busen, ohne Hüften, mit exakt gleich langen Armen und Beinen. Dazu nicht so, dass es schön und praktisch zugleich wäre. Die Bekleidungsbranche sollte sich mal ein Vorbild an Coco Chanel nehmen: die hatte in ihrem Atelier einen kleinen Anlauf und eine Stufe in Höhe der Pariser Strassenbahneinstiege. Damit testete sie jeden Rockschnitt und jedes Kleid auf Alltagstauglichkeit. Ich frage mich, ob derzeitige Designer wissen, was eine Strassenbahn überhaupt ist.

Oder: Jeans. Die derzeit coolen enden irgendwo rund um den Hüftknochen, da, wo bei den meisten Frauen ein kleiner Bauch- und Hüftgoldansatz ist. Ja, auch bei denen in Größe 36. Das hat die Natur so vorgesehen, wenn man jenseits der 23 ist. Das gilt auch für Slips, die dann aufs Allerungünstigste diese Speckrolle betonen und in unvorteilhafte Szene setzen. Da gibt es zwar Abhilfe bei Levis, die mit verschiedenen Kurventypen (Curve ID) der weiblichen Figur Rechnung tragen. Funzt bei mir perfekt, in 30 sitzen die wie hingenagelt. Aber Freundinnen, die was Größeres bräuchten, sind damit wieder geleimt.

BHs. GAAAAAnz trauriges Kapitel. NEIN: ab Größe C brauchen wir keine Extrempushups mehr. Dafür guten Halt und trotzdem sexy. Nicht alles mit Bügeln und Masse Watte, komischerweise ist die Natur sehr freundlich zu uns und es hängt noch nicht so, dass alles miT Drahtkorsetten gestützt werden muss. Warum ist es in England und den USA möglich, gut geschnittene, günstige Bhs zu bekommen und bei uns nur für viel, viel Geld?

Woran liegt es? Zum einen daran, dass viele Firmen aus Ländern kommen und in Ländern produzieren lassen, wo Menschen kleiner sind. Oder es wird aus Kostengründen einfach von 36 hoch gerechnet – dass das nicht funktionieren kann, sollte allen klar sein. Und: die Hersteller nehmen uns deutsche Frauen als Zielgruppe nicht ernst. Die denken: “wichtiger Markt, Deutschland, aber die Frauen da, kannste vergessen. Die laufen in häßlichen Freizeitklamotten rum und denen ist egal, ob ihnen das Zeug passt oder nicht. Brauchen wir nicht drauf speziell eingehen, die kaufen uns unseren Scheiss so oder so ab, und sehen halt damit aus wie Seekühe.”

Und das dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen. Jedesmal, wenn in Läden nichts in unserer Größe da ist, müssen wir das sagen. Laut nd deutlich. An die Hersteller schreiben oder von mir aus die BHS vor den Geschäften verbrennen. Aber wir dürfen uns nicht länger verarschen lassen. Dann ändert sich nie was. Ich war letztens bei Hunkemöller, die mit “entdecken sie den perfekten BH” werben, und alle großen Größen (mehr als C/D gibt es eh nicht) waren ausverkauft. Die Verkäuferin meinte “wir sagen immer, wir brauchen mehr, aber das wird ignoriert.” Na, danke.

Mein Vorschlag: Wenn euch der Text aus der Seele spricht, verbreitet ihn weiter, schickt ihn an die Hersteller, an die Boutiquen und Onlinehändler. Schreibt hier in die Kommentare Boutiquen und Hersteller, die es ernst mit uns meinen. Wie sollten unser Geld nicht an Sachen verschwenden, die uns nicht passen und nicht gefallen und die nicht für uns und unsere Bedürfnisse gemacht sind.

WIR LASSEN UNS NICHT MEHR WEITER SCHLECHT BEHANDELN!

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San Giorgio – (m)ein Traum von Mykonos

San Giorgio Hotel Mykonos - der Restaurantbereich

San Giorgio Hotel Mykonos – der Restaurantbereich

Das Hotel San Giorgio auf Mykonos ist mir zum ersten Mal in einem Buch über coole Interiors aufgefallen – und ich hab gesagt, genauso soll mein Schlafzimmer in Düsseldorf aussehen. Holz, wie vom Wind und sonne gebleicht, ein Moskitonetz, schlichte handgewebte Körbe – und ab und an mal ein Designerstück.. Ich bin auf einem recht guten Weg dahin. Und wenn ich so lebe, will ich erst recht so Urlaub machen. Von diesem Hotel träume ich. POSTKARTEIch stelle es mir herrlich vor, wie auf der Terrasse vor dem Hotelzimmer zu frühstücken; in einer der Hängematten am Pool zu liegen (ich hab mir eine Postkarte auf Facebook gebastelt) oder auf dem Steg am Meer auf die Ägais zu schauen, vielleicht sehe ich ja irgendwo Delphine. Und  selbst ins wunderbar kitschigblaue Meer. Abends noch einen Drink an der Bar und dann ab auf dem Motorroller in eine Taverne am Strand oder ins Nightlife von Mykonos. Die Partystrände sind ja nicht besonders weit weg. Oder im San Giorgio bleiben und die Sterne zählen.

Ein Hotelzimmer im San Giorgio

Ein Hotelzimmer im San Giorgio

Mir gefällt dieser schlichte, authentische Stil des Hotels besser als alles, was noch so edle Hotelketten mir bieten könnten. Das stelle ich mir unter Griechenland vor – und kein 08/15 Hotel einer Kette. Es ist der Luxus des Einfachen. Couture gemixt mit Inselstyle. Natürlich ist der Bohemian Stil des Hotels fein komponiert und kein Ergebnis des Zufalls. Dazu kennen die beiden Besitzer, die Bayern Thomas Heyne und Mario Hertel ihre coole, moderne Klientel zu gut, schließlich führten sie lange den Paradise Club in Mykonos.

Das San Giorgio ist die Antwort auf das Bedürfnis, im Urlaub stilvoll zu relaxen, einen gewissen Bohemian Lifestyle auszuleben so wie Talitha Getty in den 60ties in Marrakesch. Und das unter Seinesgleichen. Weltoffene, kreative Persönlichkeiten. Keine “mit dem Badehandtuch am Pool Reservierer” oder “Nur Schnitzel im Urlaub Esser”. Die wird man da nicht finden. Genausowenig wie überfüllte Strände, Gyros con Krauti und genervte Pauschaltouristen, die den Reiseführer anzetern. Und das ist toll. Klar, das hat seinen Preis  – aber das San Giorgio steht definitiv ganz oben auf meine Liste der Urlaubsträume in 2014…

So ist die Ägais zum Träumen...

So ist die Ägais zum Träumen…

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BÄM – geniale Geschmacksexplosion

2013-12-07 14.27.38Es gibt manchmal so Momente, die lassen einen sprachlos. Wenn etwas total Unvorhergesehenes passiert. Wie ein Biss in die “chocolate covered Blueberries” von Chocolate Naive. Liebe auf den ersten Biss! Mir sind auf der ChocolArt in Tübingen erst die süßen Verpackungen aufgefallen. Puristisch, aber mit so einem gewissen Touch. Glück gehabt, dass ich den kleinen Stand nicht übersehen habe, denn deren Angebot war sensationell. Allen voran die Blueberries. Klingt zuerst simpel, aber der Geschmack ist alles andere als das. Es sind wilde, gefriergetrocknete Blaubeeren aus den wilden Wäldern Lithauens, wo auch Chocolate Naive herkommt. Ummantelt mit dunkler Schokolade aus Madagaskar. Wenn man in so eine Beere beißt, dann erwartet man irgendwas Süßes, Flatschiges, aber gar nicht, die Schokoaromen und das ganz intensive Blaubeeraroma mixen sich im Mund, es ist einfach sooo gut. Jetzt weiß ich wieder, wie intensiv Beeren schmecken können.

Von nix kommt nix. Die kleine Manufaktur verwendet nur allerfeinste Zutaten, verarbeitet sie schonend und nach alten Traditionen. “Back to the origins” ist ihr Motto. Ihre Schokoladen werden deswegen auf vielen Messen mit Preisen ausgezeichnet und ich kann sagen, dass deren Produkte zu dem Besten gehören, was ich je an Süßem gegessen habe. Und das war einiges. Noch führt kein Laden in Deutschland die Produkte der kleinen, liebenswerten Manufaktur, deswegen will ich euch deren Online-Shop ans Herz legen.

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Eingeordnet unter Essen, Konsum

Schwäbisches Schlaraffenland – ChocolART

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Baumkuchenstand mit dem original Salzwedler Baumkuchen, den es seit 1807 gibt

Warnung: Bitte vor dem Lesen unbedingt ein Stück Schokolade bereithalten, sonst könnte es nach dem Lesen zu unkontrollierten Fressattacken führen!

An alle Allergiker: dieser Beitrag enthält unfassbare Mengen an Nüssen, Milchprodukten, Zucker und Gluten

Das Tübinger Schokoladenfestival hat eine noch recht junge Geschichte – es entstand, um die Einzelhändler der Stadt glücklich zu machen und Menschen in der Adventszeit nach tübingen zu locken – denn Tübigen hat einen nur zwei Tage dauernden Weihnachtsmarkt. Zu wenig fürs Geschäft. Doch die ChokolART entpuppte sich als mehr als guter Ersatz und das kulinarische Spektakel ist zu einem echten Renner mutiert. Mittlerweile füllt es den ganzen Markt von Tübingen, in den Tübinger Lokalen werden Schokospezialitäten angeboten – die ganze Stadt ist im Schokofieber. Zu Recht. So viele verschiedene, originelle Schokoladen habe ich selten an einem Ort gefunden. Ein paar der Besten werde ich in einzelnen Artikeln vorstellen. Zusammen mit anderen Bloggern durfte ich den Markt und seine Highlights genauer inspizieren. Am Tag davor hatte ich “Charlie und die Schokoladenfabrik” gesehen, ich war also top vorbereitet.

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das von mir gestaltete Cover

Wir starteten in dem Zelt von Ritter Sport, jeder durfte sich eine Tafel selbst basteln. Da das Zelt eigentlich die Kinderattraktion ist, waren Zutaten wie Gummibären und Smarties am Start. Ich hab meine Tafel dann recht simpel mit Nüssen und goldenen Sternchen befüllt. Und selbst ein Cover gemalt – natürlich mit Eichhörnchen drauf, was sonst?

Es ging weiter bei angenehm winterlicher Kälte zu den Schokoladenmalern, einem Stand mit roher Schokolade  und den Antistresspralinen. (da gibt es einen eigenen Artikel dazu). Ein Wahrzeichen des Marktes ist der ChocoLino, ein politisch korrekter und mit fair gehandelten Zutaten hergestellter Schaumkuss, den es auch als Sonderstempel im Schokoladenmarkt eigenen Postamt gibt. Und, das ist das Besondere, der nicht mit Zucker, sondern mit Bienenhonig gemacht wird. Direkt vor den Augen der Besucher werden die frischen Küsse sofort verkauft – da musste ich einen probieren: Unglaublich süß, unglaublich lecker, weil in die herbe Schokolade einen Kontrast zum schaumig-festen süßen Inneren bildet, mittendrin noch ein knuspriger Keks. Toll – und danach war ich eigentlich satt. Aber da hatte der Markt noch kaum angefangen. Ich aß ein Stück Eiskonfekt, in Form eines kleinen, schokopulverüberstäubten Gugelhupfs, dessen schokoladige Intensität im Mund schier explodierte. Der Hupf stammt von Goufrais. Überall duftete es nach Zucker, gebrannten Mandeln, nach Kakao, Glühwein und Gewürzen. Der Stand mit der Chocolino-Produktion hüllte eine Marktseite in süßen Honigduft.

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Überall warteten kleine Kuchen aus Schokolade, mal warm, mal kalt serviert, auf die Besucher – denen widerstand ich, kaufte aber einen haltbareren Käse-Schoko-Kirsch-Kuchen im Glas, den ich gestern zuhause aß und der den wunderbaren Markt zurückbrachte (die Schwarzwälder Kischtorte wurde in Tübingen erfunden, das war eine Hommage).  Die Leute liefen mit einen Meter Ritter-Schokolade herum oder kauften paketeweise Zotterschokolade in Geschmacksrichtungen wie Zimt, Mohn oder Exoten wie Rosenwasserganache oder Bergkäse (!). Damit es zum Mittagessen nicht fad wurde, wurde das Wildschwein mit Spätzles und Schokosauce serviert. Sehr lecker, aber wenig zu merken von der Schokolade in der Sauce, vielleicht war es ganz gut so.  Jedenfalls hab ich mir beim Metzger nebenan noch eingeschweißte Maultaschen für daheim mitgenommen – nicht aus Schokolade (die gibt es auch)

Vereinzelt stehen zwischen den Buden für Crepes, Schokoladenaufstriche, Schokopralinen, Schokotorten, Schokobruch, Schokoplätzchen, Baumkuchen aus Salzwedel, Früchten in Schokolade, Ständen mit Kaffeee, Glühwein und heißer, dicker Schokolade auch Bratwurstbuden und Hot Dogs, die für Abwechslung sorgten. Ich hab jedenfalls mit meinem guten Freund Alexander am Abend  Chips gegessen. Kein Dessert.

PS: bei den Produkten habe ich, soweit möglich, die Internetseite verlinkt, bei denen man sie bestellen kann. Tipp: die Goufrais Pralinen und der sehr saftige Baumkuchen! War ein super Tag mit extrem netten Leuten – danke an die Veranstalter und die netten BlogkollegInnen! :
die Welt der kleinen Dinge, the whitest cake alive, Das Süße & der bittere Rest, Anna im Backwahn, Lunch For One, Feinschmeckerblog, Olschis World
Notizen für Genießer – Gumia.de, Miris Jahrbuch, Heute gibt es,
Fabulous Food, Neulich im Leben, Judys Delight, Schokohimmel und Das kleine Glück.

Weitere Blogbeiträge zur ChocoLart:

Die Welt der kleinen Dinge

Feinschmeckerblog

Oschis Blog

Gumia

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Niedrigpreisgarantie im Urlaub

TriprebelJeder kennt die Werbung: “Herr Hallmakenreuther hat 200 Euro für sein Hotelzimmer bezahlt, Susi Sorglos mit ihrem Last Minute Angebot jedoch nur 80…”. Deswegen treibt jeden Urlauber latent die Sorge um, wenn er besser recherchiert hätte, dann hätte er noch was rausholen können an Sparpreis. Manchen Leuten kann sowas den Urlaub ruinieren.

Mittlerweile wird sparfuchsigen Urlaubern diese Sorge genommen, dank des neuen Start-Ups “TripREBEL“, das schon jetzt sehr gut angenommen wird. Bei Triprebel bucht man, doch das Portal bleibt am Ball und recherchiert jeden Tag neu die günstigsten Preise. Wird das gebuchte Hotel billiger, muss der Gast auch nur den günstigsten Preis zahlen. Genial! Ich hab jetzt mal für meine Reise nach Paris im Februar gebucht – mal schauen, was die Triprebellen rausholen. Ich lehn mich derweil entspannt zurück.

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Musik vom Müllkippenorchester

Ich hab heute irgendwie meinen Slumtag – aber ich kann euch diesen tollen Film nicht vorenthalten. Ich finde ihn inspirierend, aber auch sehr traurig. Leute, die in und von unserem Wohlstandsmüll leben, sollte es auf der Welt nicht geben. Aber es ist bewundernswert, dass die Leute nicht verzweifeln, sondern Wege finden, ihre Würde zu wahren.

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3. Dezember 2013 · 1:01 nachmittags

Lonnet – das etwas coolere Beanie

2013-11-23 11.59.31

Mein “Lonnet” ist aus hellgrauem Wildleder und ich liebe es sehr

Ich wollte euch ja schon länger mal von den tollen Beanies meines Freunds Lorand Lajos erzählen. Die sind nicht aus Wolle oder Stoff, sondern aus einem viel cooleren Material: Leder. Deswegen auch der Name – “Lonnet” ist eine Mixtur aus Bonnet (Haube) und Leather. Es gibt sie in diversen Farben und Styles, ich mag meine graue Wildlederkappe sehr, für Männer finde ich schwarzes Leder cooler. Ich trag sie immer so, wie oben auf dem Foto, aber man kann das Teil auch wenden und als Turban tragen – nur steht mir das leider gar nicht. An anderen sieht sowas unfassbar glamourös aus.

So sieht die Lonnet als Turban aus

So sieht die Lonnet als Turban aus

Mittlerweile gibt es einige Promis, die sich ein Lonnet geschnappt haben, darunter Model Franziska Knuppe oder Goth-Sänger Ville Valo. Die Teile gibt es ab 98 Euro – dazu Special Editions aus Schlangenleder oder mit Strass und Nieten verziert. (alles fair hergestellt)

Der Münchner Stylist, Künstler und Designer Lorand Lajos hatte einen Auftritt bei Fashion Hero, nur waren seine Entwürfe zu ausgefallen für die drögen “unverkäuflich” Einkäufer auf Pro7. Seine Lonnet-Kappe hätte ihnen bestimmt gefallen…

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25. November 2013 · 12:12 nachmittags

Essensretter statt Wegwerfferkel

foodshahring

Foto: Foodsharing.de

Passiert ja oft: man hat viel zu viel zu Essen da – Überschüsse aus dem eigenen Gemüsegarten, nachdem man 10 Tage hintereinander die selbstangebauten Zucchini gegessen hat und sie nun nicht mehr sehen kann. Oder Bauern können ihre zwar köstlichen, aber leider nicht der DIN-Norm entsprechenden Kartoffeln nicht verkaufen. Was tun? Wegwerfen? In einer Welt, in der eine Milliarde Menschen hungert, sollte das keine Option sein. Aber jetzt gibt es eine pfiffige Lösung: Foodsharing.de ist eine Plattform, auf der Privatpersonen, Händler, Vereine und Produzenten überschüssige Lebensmittel kostenlos anbieten und abholen können.
Nach der Anmeldung des Nutzers auf der Plattform wird ein  digitaler Essenskorb erstellt und online veröffentlicht. Alle Foodsharing Nutzer rundum können nun diesen Essenskorb ansehen, daraus etwas “bestellen” und sich mit den Anbietern zur Abholung verständigen.  Das funktioniert bei größeren Mengen, aber auch bei Privatpersonen. Toller Nebeneffekt: Wenn man zuviel Lasagne gekocht hat, hat man vielleicht auch gleich noch eine witzige Tischrunde dazu.  Ich finde das Prinzip fantastisch, eine simple Lösung für ein hochkomplexes Thema. Je mehr Menschen mitmachen, um so  sinnvoller wird das Ganze und wir kommen aus dem Teufelskreis raus, bei dem die Deutschen jährlich 82 Kilo Lebensmittel wegwerfen… Noch findet man in Frankfurt wenig, aber ich würde mich freuen, wenn immer mehr mitmachen.

foodsharinglogo_200pxDas Projekt FOODSHARING wurde Anfang 2012 in Köln ins Leben gerufen. Zu den Initiatoren gehören Valentin Thurn (Dokumentarfilm ‘Taste the waste’) und Stefan Kreutzberger (Buch ‘Die Essensvernichter’). Beide haben bereits im Vorfeld auf das Thema der Lebensmittelverschwendung aufmerksam gemacht. Im Mai wurdeein gemeinnütziger Verein gegründet, der sich um die Organisation und Realisati on des Projektes kümmert. Die Programmierung der Website wurde erfolgreich über Crowdfunding finanziert.

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I want my Earth back – mit einem Earth Bag!

Der Earthbag ist nachhaltig hergestellt, und sehr funktionell: Mal Messengerbag, Rucksack oder Shopper!

Der Earthbag ist nachhaltig hergestellt und funktionell: Rucksack, Beachbag oder Shopper!

Leute, ihr macht mich glücklich. Ich bekomme jetzt immer häufiger Tipps und Hinweise auf Projekte, die die vorhandenen Mißstände ein wenig besser machen wollen. Logisch, dass ich die alle nur allzu gerne mit euch allen sharen will. Danke an die Hinweisgeber, die meinen Blog lesen, danke an die, die mitlesen und vor allem mitmachen.

Jetzt hat mich eine Mail von Jung-Designer Giang Phan erreicht, der auf nachhaltige Produkte setzen will: “Ich möchte zeigen, dass es auch anders geht. Dass man Produkte schaffen kann, die sowohl äußerlich als auch innerlich schön sind. Das heißt für mich konkret: Produkte sollen fair und sozial hergestellt werden. Erst dann ist für mich ein Produkt SCHÖN.” Ein hehres Ziel, dabei helfe ich gerne mit.

Die Designer setzen die Tasche gut in Szene

Die Designer setzen die Tasche gut in Szene

Auf der Crowdfundingplattform “Startnext” für kreative Projekte stellen Giang Phan und sein Freund Bastian ein ziemlich cooles Produkt vor, den Earthbag. “Sie ist Rucksack, Umhängetasche, Shopper oder BeachBag. Und sie ist eine Tasche mit Botschaft “I WANT MY EARTH BACK” – Die Zeit ist nämlich reif, um etwas an den unfairen und umweltschädlichen Produktionsbedingungen der Textilindustrie zu ändern. Mit diesem Projekt möchten wir einen ersten Schritt in Richtung fairer Produktion und weg von schnell produzierter Massenware machen. Wer braucht schon 4 Taschen, für die Material und Ressourcen verschwendet werden, wenn man alles in einer haben kann . Wir haben die Elemente Nachhaltigkeit, Design und Funktionalität perfekt in Szene gesetzt – denken wir zumindest. Nämlich mit unserer EARTHBAG”, so Giang. Ich teile die Meinung – die Tasche ist multifunktional, man hat vier Taschen statt einer, sie wird mit fair produzierten Stoffen fair hergestellt. Und ziemlich gut aussehen tut sie auch noch. (Auch ein toller Trend – Gutes wird immer schöner). Wie bekommt man sie?  Indem man beim Crowdfunding mitmacht, mit 90 Euro ist man für einen Earthbag dabei, ab Februar wird das gute Stück dann geliefert, wenn die Finanzierung klappt. Mit 15 Euro bekommt man immerhin einen Jutebeutel.

Ich finde die Idee toll und will euch die Tasche ans Herz legen – vielleicht wäre das ein Geschenk (als Gutschein) zu Weihnachten, mit dem wir beweisen könnten, dass auch fair gehandelte Produkte eine Chance haben und wir nicht nur billig, billig, billig wollen. Wer mehr zum Projekt, alles zu Design und Philosophie, aber vor allem auch zu Anbau, Herkunft, Herstellung erfahren will, der klicke bitte hier. 

PS: Ich bekomme kein Geld dafür, für Projekte wie dieses zu werben, sondern ich stelle nur vor, was ich persönlich gut und unterstützenswert finde.

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Von schwäbischen Jungfrauen und Sisis Bettwäsche

schwabischeIch liebe alte, traditionelle Handwerkskunst. Handgemachte Ledertaschen, Kleider vom Schneider, Hüte von der Putzmacherin oder echte, gestickte Servietten und Bettwäsche. Viel davon ist bei uns selten geworden, weil nur noch wenige sich diesen Luxus leisten wollen. Aber in einer traditionsbewußten Stadt wie Wien ist davon noch einiges zu finden. Eines dieser wunderbaren Geschäfte ist der kleine Laden am Graben 26 “zur schwäbischen Jungfrau“. Ich bin rein, um einfach zu fragen, was es mit dem Namen auf sich hat, außerdem gefiel mir das Werbeschild. Eine reizende und unglaublich kompetente Verkäuferin namens Astrid erzählte mir, dass das Geschäft bereits 1720 gegründet worden war, um dort Leinenwäsche zu verkaufen, Tischtücher, Taschentücher, Bettwäsche und vieles mehr. Damit ist es das älteste Tuchgeschäft Europas. Der Gründer stammte aus Schwaben und brachte seine noch unveheirateten Töchter mit, die als Verkäuferinnen agierten. die müssen recht hübsch gewesen sein, die Wiener gingen gerne dorthin und kauften “bei den schwäbischen Jungfrauen”. Der Name blieb. Das Geschäft wurde bald Hoflieferant: die dreijährige Marie Theresia (später mal Kaiserin) bekam dort ihr erstes Spitzentaschentuch.

© 2013 Zur Schwäbischen Jungfrau - All Rights Reserved

© 2013 Zur Schwäbischen Jungfrau – All Rights Reserved

Und eine fast noch bekanntere Kaiserin bezog ihre Bettwäsche von da: Sisi. Zartestes Leinen, von Hand gefältelt und mit feinen Blattranken bestickt. Das Geschäft kaufte die wunderschöne Wäsche, die es selbst vor 150 Jahren hergestellt hatte, bei einer Auktion zurück. Ich durfte sie mir ansehen und das war schon was Besonderes. Wer ist kein Sisi-Fan…(wobei ich eher die misanthropische Seite an ihr mag und das Anker-Tattoo).

Auch heute kann man sich wie Sisi fühlen und dort individuelle Bett- und Tischwäsche bestellen. Die Monogramme werden nach persönlichem Wunsch entworfen und im eigenen Atelier des Ladens gestickt. Ich finde das wundervoll, das ist ein Luxus, der so gar nichts von der Markenprotzerei hat, die andere Monogramme über die eigene Individualtät stellt, sondern das ist wirklich vornehm. Und natürlich in einer Qualität, die sonst schwer zu finden ist.

Lobmeyr: auch von außen ein toller Laden. Foto: Martin Stöbich

So schön, dass es so schöne Läden noch gibt. Ein anderer Traditionsbetrieb ist übrigens Lobmeyr-Glas in der Kärntnerstrasse, der schon Gläser für Ludwig II, Erzherzog Rudolph oder viele andere hergestellt hat. Das MOMA in New York sammelt die Entwürfe, Alain Ducasse serviert darin seine Gaumenfreuden. Luster aus Lobmeyr-Produktion statten den privaten Wohnraum aus, aber auch Opernhäuser, Botschaften, Paläste und Moscheen von Mekka bis Medina. Das Unternehmen mit Store in der Wiener Kärntner Straße ist in sechster Generation inhabergeführt. 1823 gegründet, begeht es heuer sein 190-jähriges Bestehen.

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Gregors Konditorei: Tortenträume im 5. Bezirk

20131111-115212.jpgDie netten Besitzer vom Pia Mia gaben mir dann noch einen Tipp auf den Weg: die Konditorei Gregors. Danke dafür. Dieses Konditorei-Cafe ist ein Traum. Frische Zutaten, die in der Backstube vor Ort gut sichtbar frisch zubereitet werden, werden zu Kuchenträumen, die ich selten besser gegessen habe. Klassiker wie Kardinalstorte (Kaffeecreme mit Baiser auf Bisquit), Cremeschnitten, Vanillecreme zwischen Blätterteig oder Petit Fours mischen sich mit ungewöhnlichen Kreationen wie Topfencreme mit Apfelgelee auf Mandel-Karottenboden.

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Die freundliche Bedienung von Gregors Konditorei serviert leckeren Wiener Kaffee

Ich hätte mich am liebsten einmal durchprobiert, doch wir waren ja gekommen, um am Abend auf die Jagd nach dem besten Wiener Schnitzel zu gehen, da hab ich mich ein wenig zurückgehalten.

Das Wetter war gut genug, um auch noch draussen zu sitzen, feine Sache. Bestellt habe ich mir eine Kardinalstorte. Ich will nicht vollmundig sagen, dass Gergors hätte die besten Torten Wiens, dafür habe ich zuwenig probiert, aber wer dort hingeht, bekommt in jedem Fall beste Handwerkskunst und wird sicher nicht enttäuscht werden. Ich hab mir noch ein paar Kipferln und Brioche als Wegzehrung mitgenommen, dann ging es weiter mit der U-Bahn in den 1. Bezirk…

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Neben Torten und Gebäck werden auch hausgemachte Marmeladen, Pralinen und Kaffee angeboten -  liebevoll verpackt

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Die Frage beim Konsum ist nicht wo, sondern wie

MüllEin kurzer Nachtrag zum gestrigen Blogbeitrag Mode wie Müll: ich will nicht das Einkaufen in Geschäften wie Primark verbieten. Ganz und gar nicht. Jeder Mensch soll da einkaufen, wo er will und es sich leisten kann. (Auch wenn es schön wäre, wenn bei vielen die Wahl auf fair hergestellte Kleidungsstücke fallen würde, aber das ist eine Utopie) Nein, mir geht es um den Trend, den nun einmal Primark verkörpert wie sonst keine Marke, sich durch günstige Preise zu Massenkäufen ohne Augenmass verführen zu lassen, die dazu bestimmt sind, schnell aus dem Kleiderschrank in der Tonne zu verschwinden.

Unser Planet erstickt im Müll, wir ersticken im Müll, und wenn sich unser Konsumverhalten nicht radikal ändert, dann kann Wall-E bald aufräumen kommen. Wir werfen 82 Kilo Lebensmittel pro Mensch pro Jahr weg, soll wir auch noch 82 Kilo kaum getragenen Kleider wegwerfen? Oder nach Afrika spenden, wo unsere Wegwerfware den heimischen Markt ruiniert?

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Mode wie Müll

Foto: @Marv2punkt0

Foto: @Marv2punkt0

Wenn ich durch die Frankfurter Fußgängerzone gehe, gruselt es mich jedesmal. Jede zweite Frau, die an mir vorbeigeht, hat eine hellbraune Packpapiertüte von gigantischen Ausmassen dabei. Manchmal auch zwei oder drei davon. Oder noch mehr. “Primark” steht hellblau auf der Tüte. Ein Modegeschäft aus Irland. Lange gab es Primark nur im Nord-West-Zentrum, abgelegen. Da waren die Tüten nicht sichtbar. Jetzt gehören sie fest zum Stadtbild. Denn Primark ist billig. Extrem billig. Hosen kosten unter 15 Euro, Kleider unter 20, T-Shirts meistens 2-3 Euro. Noch billiger als ein Kaffee bei Starbucks. Da scheint dann beim Einkäufer eine Schraube locker zu werden, denn plötzlich ist beim sonst so sparsamen Käufer Massenshoppen angesagt. Vielleicht liegt das auch an den chemischen Gerüchen, die einem beim Besuch entgegenschlagen. Gesund kann das nicht sein. Und das Gedränge ist unbeschreiblich: da quetschen sich Frauen mit Kinderwägen durch die Gänge, ganze Teenager-Rudel kaufen sich ihre Justin Bieber T-Shirts und Großfamilien aus dem Umland bestaunen die Etiketten der Billigmode. Da wird in die Einkaufstüte gestopft, was reingeht. Wer trägt das eigentlich alles? Wer braucht denn so viel Modemüll?
Wäre nicht ein teureres T-Shirt besser angelegtes Geld als 5 billige? Oder warum auch bei Primark eben nur eins kaufen? Weil Primark ist auch nicht schlechter als all die anderen Billigmarken, nur irgendwie noch billiger. Klar, dass das auch zu Lasten der Arbeiter in Asien geht, auch wenn Primark das verneint. Ab und an, ich gestehe es, hab ich mir dort auch was erworben, Socken oder mal einen witzigen Rock. Aber nie Mode als Massenkauf. Und ich will auch keinen Fuß mehr dort hinein setzen.

Wir sollten unseren Konsum überdenken, etwas besonnener kaufen, nicht jedes Wochenende eine neue Fuhre Klamotten aus Primark schleppen, zweimal tragen, wegwerfen. (Gerade, als ich diesen Artikel schreibe, hab ich gesehen, dass das ZDF vor kurzem eine Reportage zum “Prinzip Primark” gedreht hat) Noch nie wurde so viel Mode weggeworfen,

Mode ist was Tolles, aber nur dann, wenn wir sie wertschätzen. Wer sich mit Gerümpel behängt, das zwei Tage später im Müll landet, kann nicht viel Respekt von sich haben.

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