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Kochen für den Frieden

Fotos: Random House

Fotos: Random House

Was derzeit im nahen Osten geschieht, in Gaza, das nimmt mich sehr mit. Ich wünsche mir sehr den Frieden dort – vor allem für all die ganz normalen Leute, die dort ohne Fanatismus ihr Leben führen wollen ohne Angst und Not. Wer mit was wie wo Schuld hat, steht mir nicht zu zu beurteilen. Davon soll der Blogbeitrag auch gar nicht handeln.

Sondern von dem wunderbaren Kochbuch “Jerusalem” von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Der eine Koch wuchs im westlichen, jüdischen Teil der Stadt auf, der andere im östlichen, muslimisch geprägten. In London, wo beide jetzt leben, haben sie sich getroffen und festgestellt, wie ähnlich ihre Kindheitserinnerungen waren, wie ähnlich auch die Küchen, die ihre Eltern jeweils kochten. Das Buch ist eine Reise in ihre Kindheit, in die die Autoren uns mitnehmen, sie erzählen von den Gerüchen, den Geschmäckern der heiligen Stadt, von den kleinen Läden in der Altstadt, von gemeinsamen Gerichten und deren Varianten.

Kommt Tahini (Sesampaste) ins Baba Ganoush (eine Auberginenpaste, ich sage übrigens ja, unbedingt), wo bekommt man den besten Hoummous, was macht das typisch süsse Gebäck des Orients aus und wie serviert man Falafel richtig. Das Buch ist durch die Kollaboration ein wunderbares Symbol für den Frieden, es zeigt, wie viel beide Bevölkerungsteile gemeinsam haben, wenn sie es nur mit genug Abstand betrachten. Ich möchte es jedem ans Herz legen, dessen Interesse von die Küche des vorderen Orients über Döner hinausgeht.  Vielleicht schafft die gemeinsame Küche mehr Verständnis füreinander, als es die Politik je könnte… Kochen für den Frieden…

Die Rezepte sind toll bebildert, relativ leicht nachzukochen und schmecken traumhaft. Manchmal gibt es Anleitungen zur Vereinfachung, die ich gerne nutze. Zum Beispiel mache ich mir nicht die Mühe, die Quitten für die gefüllten Quitten (Unteres Bild) auszuhöhlen, ich gar die Füllung als Fleischklösschen daneben. Geht auch…

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

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Schnelle, großartige Crespelle mit Hackfleisch-Spinatfüllung

crespelleWenn mich wer nach meinem Lieblingsessen fragt, sind es eigentlich Hackfleischpfannkuchen. Ganz simpel, Hackfleisch mit Salz, Pfeffer angebraten und dann mit Parmesan vermischt, in Pfannkuchen gewickelt – super. Mehr braucht es nicht. Ich hab mir das auch immer von meinem Vater gewünscht, der konnte toll kochen, vor allem italienisch – und Kaiserschmarrn.  Mein Vater ist mittlerweile gestorben, aber ab und an, wenn ich Sehnsucht bekomme nach ihm und seinen Kochkünsten, dann versuche ich es selbst. Zum Beispiel mit diesem einfachen, aber extrem leckeren Gericht, das auch noch superfix geht, wenn man fertige Pfannkuchen verwendet – Reste vom Vortag oder fertige aus der Kühlung, die sind übrigens gar nicht schlecht.

Für die Füllung pro Person 150 Gramm Hackfleisch ohne Fett in einer beschichteten Pfanne anbraten, mit Salz und viel frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Ein einem Topf pro Person eine gute Handvoll frischen, gut gewaschenen Spinat zusammenfallen lassen. (Wahlweise auch Zucchini raspeln und mit dem Hackfleisch anbraten, oder frische Erbsen dazugeben, je nachdem, was da ist.) Ist das Fleisch gut gebräunt, frisch geriebenen Parmesan zugeben und mit dem Spinat vermischen. Die Mischung auf die Pfannkuchen geben und zusammenrollen.  Statt einer aufwändigen Bechamel verrühre ich pro Person einen Esslöffel Brunch-Frischkäse mit einem Esslöffel Wasser, Salz, Pfeffer und Muskatnuss, giesse es über die Pfannkuchen und reibe etwas Parmesan darüber.

Im Ofen, vorgeheizt auf 180 Grad, mit Oberhitze überbacken, bis der Käse knusprig braun ist. Servieren!

Habt ihr auch so Rezepte, die besondere Erinnerungen wachrufen? Schreibts in die Kommentare – würde mich freuen

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Kleine Helfer für die Küche

Gewürzset von Spizecompany

Gewürzset von Spizecompany

Wer kennt das nicht – ein exotisches Rezept, das man mal ausprobieren möchte. Problem – es sind viele Gewürze drin, von denen man nicht weiß, ob sie noch einmal benötigt werden. Im Asialaden gibt es das Gewürz zwar, aber nur im 100 Gramm Beutel. Was tun?

In meiner letzten Degustabox (hab ich schon mal erwähnt, dass ich solche Überraschungsboxen liebe?) war eine ziemlich clevere Lösung für das Problem dabei, die ich euch nicht vorenthalten möchte: die Spizecompany. Dort gibt es Gewürze in kleinen Mengen zu kaufen, entweder fertige Sets oder man kann aus 27 verschiedenen Gewürzen was Eigenes zusammenstellen. Ich finde das keine preiswerte, aber eine ziemlich schlaue Lösung, wenn man nicht möchte, dass unbenutze Gewürzbeutel in der Küche vergammeln. Und weil die Gewürzbriefchen auch sehr hübsch anzusehen sind, eignen sie sich gut als Geschenk.

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San Giorgio – der griechische Hotelhimmel

Mykonos ist Das Griechenland, dass man sich in Urlaubsträumen vorstellt. Blauer Himmel, türkises Meer, die Häuser Weiß und blau, jetzt im Frühling voller pinker bougainvilla und rotem Mohn. Grüne Hügel, immer von ein wenig Wind umweht. Perfekt. Ein Hauch der alten Hippie-Relaxtheit, die die Insel seit den Siebzigern berühmt gemacht hat, ist immer noch da, trotz turmhoher Kreuzfahrtschiffe im neuen Hafen. Mykonos ist wunderschön.
Hinkommen ist einfach, ich mit Germanwings direkt von Köln/Bonn geflogen, im Sommer gibt es auch direkte Flüge mit Airberlin aus Düsseldorf.
Ziel meiner Reise war ein Hotel, das San Georgio, das ich im Rahmen einer Einladung besuchen durfte. Das war klasse, denn so Schön wie Mykonos ist auch das Hotel am Strand, zwischen Paragas und Paradise Beach. Auf Paradise Beach liegt die Clubmeile, der führende Club ist der Paradise Club, einer der Top 20 dieser Erde, der den gleichen Besitzern gehört wie das San Giorgio. Und eigentlich war das Hotel nur ein Nebeneffekt, eine Wohnmöglichkeit für DJs und Gäste.
Aber was für eine. Das Hotel wurde als Save Haven für all die schöne Partycrowd konzipiert, fernab von gewöhnlichen Standards.Das Personal ist durchgehend schön, total freundlich und hilfsbereit. Hängematten und liegebetten am Pool, Lockere Sitzgelegenheiten überall statt steifer Lobby. Emanuelle Pfauenstuhl, Acapulcochairs, Designertische und weiße Macs mischen sich mit Fundstücken aus Griechenland, geflochtenen Matten und Teppichen aus maisstroh, schönen Kissen von “rock the Kashbah” aus Paris. Wenn es einen Platz gibt, einen glitzernden Kaftan zu tragen, dann hier. Das Hotel hat hohe Umweltstandards, das gefällt mir. Auf einer Insel, auf der Wasser ein wertvolles Gut ist, sollte man das nicht aus den Augen verlieren. Die griechische Regierung gängelt Hotels mit irren Auflagen, verlangt, dass Bettwäsche und Handtücher täglich gewechselt werden.

Der Pool ist ungeheizt und mit frischem Meerwasser gefüllt. Ich traue mich als einzige rein und finde es herrlich. Jetzt in der Vorsaison war es sehr ruhig und gemütlich, ich kann mir aber vorstellen, das es sich im Sommer ein wenig ändert, wenn ab Nachmittag der Strand zum Schwimmen, bräunen und zur Party ruft und das San Georgios voll besetzt ist. Da werden sicher die Beats der DJs auch das Hotel erreichen – aber das ist ja nicht das Schlechteste, schließlich legen im Paradise Club die besten DJs der Welt auf. An der familiären Athmosphäre wird sich dennoch nicht viel ändern, beim Essen an langen Tafeln kommt man sich näher und die Menschen, die ein Hotel wie das San Giorgio buchen, sind vermutlich ein ähnlicher Menschenschlag. Wer hier mit seinem Handtuch eine Liege besetzt, ist ganz sicher falsch. Entspannt bitte. Keine Nervereien im Urlaub. Und auf der Nachbarliege liegt vermutlich Avicii oder David Guetta. Cool.

Fernseher im Zimmer sind auch Fehlanzeige, aber ehrlich, ich hab das Tv nicht vermisst. Wann denn? Tagsüber wird am Strand relaxt oder in Mykonos Town geshoppt oder eine der nahen Inseln wie Delos oder Santorini besucht, abends geht es zum Essen und dann in die wunderbaren Clubs der Insel. Braucht das Paradies Tv? Wer’s gar nicht lassen kann, der kann via Wifi im Internet streamen, das geht, wir haben mal kurz beim Grand Prix und Germanys Next Top Model finale reingezappt. So sans, die Blogger.

Aber das ist eigentlich echt eine Sünde. Das Hotel ist dazu da, zu genießen. Zeit zu haben.
Zum Frühstück gibt es ein kleines Buffet, der Rest wird frisch ala Carte zubereitet. Griechischer Joghurt mit Honig, Nüssen und Früchten, Omelette mit Feta, Basilikum und Zwiebeln, Gegrillter Haloumi, pochierte Eier auf Avocados und Tomaten. Toll. Geht nicht besser. Auch mittags und abends bietet das Küchenteam griechische Küche auf hohem Standard an. Was mir ein wenig fehlt, ist ein SPA, aber da wird drüber nachgedacht. Gut.
Ich werde sicher im Sommer ein verlängertes Wochenende wiederkommen, um mich voll ins feiern zu stürzen. Als Hotelgast ist man Vip im Club, das wird ausgenutzt.

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Das beste Steaksandwich der Welt

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Ich liebe Steaksandwich, was ich nicht liebe, ist zähes Fleisch im Sandwich, das sich kaum durchbeißen lässt. Deswegen habe ich viele Rezepte ausprobiert und einige Tipps vereint in einem Sandwich, das jetzt ziemlich perfekt ist, wie ich meine.

Für zwei Sandwich nehm ich 300 Gramm gutes Steak, dass quer zur Faser in feine Streifen geschnitten wird. Das Fleisch Raumtemperatur annehmen lassen. Käse reiben, ich nehm Parmesan oder Provolone, den ich grob reibe. Ruccola waschen, trocknen, beiseitestellen. Honigsenf bereitstellen. Den Ofen vorheizen und zwei Baguettebrötchen guter Qualität bei 150 aufwärmen lassen. Jetzt geht alles ganz schnell: wenig Fett in der Pfanne sehr heiß werden lassen, die Fleischstreifen in zwei Portionen jeweils für eine Minute in der Pfanne braten. Pfeffern. Käse nach Geschmack dazu und kurz schmelzen lassen. Mit Honigsenf und Ruccola ins Brötchen und fertig ist die Laube. Ein schnelles, aber unsagbar leckeres Sandwich.

Guten Appetit!

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Das Land, wo Vla und Ernusssauce fließen

 

Neulich war ich mit einer Freundin, der wunderbaren Frau Maja, in Venlo. Das ist ja für mich als Bayer in Düsseldorf etwas ganz Neues: schnell mal nach Holland. Holland war natürlich schon früher megainteressant und sowas was wie das Paradies der Toleranz (coffeeshops!) ich bin früher häufig nach Österreich über die Grenze gefahren – das ist in Bayern sehr nah – nur die Schillinge und die knallorange Farbe der Limonade haben daran erinnert, dass man hier im Ausland ist. Und das Essen und vor allem die Mehlspeisen sind generell besser, aber das war mir als Teenie egal. Und Knallbunt sind hier das Essen und die Getränke in Venlo auch. Mit dem Zug von Düsseldorf erreicht man Venlo bequem. Der Bahnhof ist an der Peripherie der malerischen Altstadt, so sind wir in Nullkommanichts in der Innenstadt. Schön ist es hier, idyllisch. Da macht es auch nichts, dass es regnet. Frau Maja gibt mir einen Crash Kurs im holländischen Fast Foot. Das ist der lecker und sehr frittiert. Wir kehren bei der Fritteuse ihres Vertrauens (Center Snacks, Lomstrstraat 44) ein, Pommes mit allem, Sate-Spießchen mit Erdnusssauce, Frikandel, Hühnchensticks mit Chillisauce, dazu ein Johannisbeer-Fanta. Kalorienhalali! Es schmeckt natürlich gut, aber so fettig reicht mir das für das kommende halbe Jahr. Ich schwöre mir, ich will mal eine echte Reistafel essen gehen in Holland – kommt wer mit? Davon habe ich schon Wunderdinge gehört. 20140502-091925.jpg Wir bewundern kurz die malerische Altstadt, machen Spassfotos auf dem Thron vor dem Rathaus, dann ist schon wieder Essen dran. In der Venloer Filiale der “zwei Brüder” werden meine Augen groß und größer. Sowas habe ich selten erlebt. Das Land, wo der Pudding in Strömen fließt. Vla in allen Variationen und Geschmacksrichtungen. Wer es nicht kennt: Vla ist Pudding in der Konsistenz zwischen Vanillesauce und Pudding und schmeckt besser als alles, was das deutsche Kühlregal in dieser Art zu bieten hat. In Liter-Tetrapacks warten Himbeere, Erdbeere, Mandel, Sahne, und natürlich die Klassiker Vanille und Schokolade. Wer sich nicht entscheiden kann, für den gibt es Doubble-Vla, bei der zwei Sorten getrennt aus der Packung fließen, toll. Eine unüberschaubare Vielfalt. Dazu knallbunte Käse, mit rot Chilli, grün mit Wasabi oder sogar ein schlumpfblauer Käse wird angeboten. Leider ohne Etikett, was denn die Geschmacksrichtung sein soll. Ich tippe ja auf Lakritz. Wir testen ihn nicht. Bier gibt es mit Kirsch, Banane, mit Ingwer und Ananas. Trappistenbier aus Belgien und verrückte Sorten von überall her. Irre, was eine Stunde S-Bahn ausmacht. Eine riesige Abteilung bietet alle Ingredienzien für die asiatische Küche, ein koloniales Erbe. Ich kauf mir ein bisschen was, schließlich bin ich mit dem Zug da,nehm mir aber vor, mal nur zum Großeinkauf zu kommen. So wie der Rest. Aber viele Deutsche häufen sich die Einkaufswägen voll. Vor allem mit etwas, was ich persönlich nicht mag und das ist Lakritze. Bitte bleibt mir vom Leib damit. Wozu auch, wer es Süßigkeiten aller Farben (logisch) und Geschmacksrichtungen gibt? Mir hat es vor allem die Nerd-Abteilung angetan, angrybird und candycrush- Bonbons. Kannst du sie nicht abschießen, iss sie auf :)

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Jeff Bridges designt ein T-Shirt

Screenshot 2014-04-13 16.50.23http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=yyuCwXxwQKM

Jeff Bridges, ist nicht nur der coolste (Big Lebowski!) sondern auch noch einer der schönsten Männer der Welt. Wer ein Stück von ihm ganz nah an sich ranlassen will, das geht jetzt. Für Marc O Polo, die Marke aus meiner Heimat Rosenheim (na gut, Stephanskirchen, aber nur 5 Kilometer von Rosenheim entfernt), hat er ein T-Shirt designt. Die limitierte Edition ist jetzt in den Läden erhältlich. Ein Teil des Erlöses soll dem Institute of Compassionate Awareness zugutekommen, eine Organisation, die der Oscar-Preisträger seit langem unterstützt und die sich um die Ausbildung von Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefiziten kümmert. Das Charity Shirt kostet 39,90 Euro und der Hoody 119,90 Euro. In dem Video erzählt er vom Designprozess.

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13. April 2014 · 1:47 nachmittags

Der leckerste und fettärmste Cesar’s Salad der Welt zum Sattessen

CesarsWer liebt ihn nicht, den Cesars Salad: Würzig, cremig, mit knusprigen, knofeligen Croutons, saftigem Hühnerfleisch obenauf… und in seiner Reinform leider eine ziemliche Kalorienbombe. Ei und Öl im Dressing, Parmesankäse und dann noch die in Butter gebratenen Croutons und das Hühnerfilet aus der öligen Pfanne.

Das muss nicht so sein, ich habe ein Rezept entwickelt, das mindestens so lecker schmeckt wie das Original, aber wesentlich fettärmer ist. Bei dem man ohne Reue so richtig reinhauen kann. Das glücklich und satt und gesund macht. Nicht fettfrei, das wäre langweiliges Essen. Und ich bin sicher, Senior Cardini, der das Original erfunden hat, würde es gutheißen.

Das Dressing ist logischerweise der Dreh- und Angelpunkt. Es muss würzig sein, total sahnig, cremig und davon nicht zu wenig!

Dressing:

1 Becher Joghurt 3,5 % Fett

1 Teelöffel bestes Olivenöl

Salz, frisch gemahlenen Pfeffer

Ein Spritzer Fischsauce

Old Bay Seasoning

2 Teelöffel Honigsenf

Frisch geriebenen Parmesan (ca 30 Gramm)

Ein Esslöffel Zitronensaft

Alles miteinander verrühren und bitte nicht sparsam mit Salz und Pfeffer sein.

Der Salat

2 Köpfe Romanaherzen

1 Packung Ruccola

zerpflücken und mit dem Dressing gut vermischen

Für die Croutons zwei – drei Scheiben Vollkorntoast im Toaster gut rösten, mit einer Knoblachzehe bereiben (wer mag) und in kleine Würfel schneiden, währenddessen Hühnerstückchen (250 Gramm) in einer beschichteten Pfanne anbraten, gut mit Salz, Pfeffer und Old Bay würzen und braun braten. Mit den Croutons auf den Salat geben – fertig. Ein tolles Abendessen für zwei.

Variationen sind endlos: statt Huhn können Pilze oder Scampi angebraten werden, es kann Rohkost in den Salat gemixt werden oder halbgetrocknete Tomaten. Fein sind auch Kürbiskerne stat der Croutons. Sicher ginge auch ein veganes Dressing mit Sojajoghurt und falschem Parmesan. Das hab ich aber noch nicht probiert.

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Laut GEMA muss ich Geld bezahlen, um Musik empfehlen zu dürfen?

gemaJournalisten und Blogger schreiben über alles mögliche. Auch über Waren, wie Mode, Kosmetik oder neue Gadgets. Dinge, die andere Leute hergestellt haben und von denen sie hoffen, dass sie sich verkaufen. So ein Verkauf läuft vor allem dann super, wen Menschen davon erfahren, dass so eine Ware existiert. Ja, die Hersteller der Waren sind sogar bereit, Geld dafür zu bezahlen, dass andere darüber schreiben. Wenn Firmen dafür Geld fordern würden, dass jemand ihre, sagen wir mal, Lippenstifte oder Handtaschen bekanntmachen DARF, wäre das Gelächter groß.

Nur bei einer Ware soll das auf einmal alles ganz anderes sein. Der Ware Musik. Da hat offensichtlich niemand ein Interesse daran, dass das, was Menschen dort “herstellen”, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Niemand soll Musik kennenlernen dürfen, niemand darf sie anderen Menschen empfehlen. Denn hier sollen laut GEMA die Blogger und Verlage, die darüber schreiben, plötzlich Geld dafür bezahlen, wenn sie Videos und Musikdateien vorstellen.

Hä? Seid ihr alle wirklich so merkbefreit, dass ihr diesen Widersinn nicht checkt? Begründung ist, dass der “fremde” Content nicht sofort als fremd zu erkennen ist. Nein, er hat ja auch nur immer fett ein YouTube-Logo eingebettet. Ein Umstand, der vielen, auch dem Spiegel, unbekannt zu sein scheint.  Und vom Inhalt der Videos könnte man auch schliessen, dass es nicht der Blogger ist, der das darbietet.

http://t3n.de/news/gema-kosten-youtube-videos-526707/

Ich sehe in all diesen Aktionen (nennt mich Verschwörungstheoretiker) eine klare Linie: es soll das Erstellen von privatem Content auf Blogs, Facebook, Twitter oder Google+ so unsicher und schwer wie möglich gemacht werden. Es scheint nicht gewünscht zu sein, dass Blogger eine Konkurrenz werden zu den üblichen Medien. Sei es, dass die klassischen Verlage (zu Recht) ihre Felle wegschimmen sehen oder die Politik Angst hat vor Gegenwind im Netz. Wir sollen durch unsichere (und womöglich teure)  Abmahndrohungen am Posten gehindert werden. Das wird nicht funktionieren.

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Welcome to the Dschungel

Webseite rtl.de

Webseite rtl.de

Nachdem “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” vergangenes Jahr die “Grimme”- Weihen der deutschen Intelektuellen bekommen hat, geht es nun wieder los. Wieder machen sich diverse “Prominente” aus dem Bodensatz der deutschen Society auf, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern und doch noch bei RTL zum “Recall” geladen zu werden, um dann weitere TV-Formate zu versemmeln oder ihren Busen gewinnbringend weiter auf dem roten Teppich schwenken zu dürfen. So eine echte Prominenz, auf die man sich wirklich freut, gibt es dieses Mal nicht, außer vielleicht den Schlagersänger “der Wendler”, der mit Frohsinnskantaten wie “sie liebt den DJ” Discofoxtänzer von Wuppertal bis Traunstein beflügelt. Der wird auch 90 Prozent der Aufgaben und damit der Sendezeit bekommen.

wendlerDschungelcamp ist ein schmaler Grat. Da gibt es die, die auf ihrer Liege dahindämmern und nach der Sendung so schnell wie möglich wieder in ihrer Sozialwohnung verschwinden wollen, mit genug Geld, um die Privatinsolvenz zu tilgen. Aber ich bewundere die Leute, die sehenden Auges ins Fegefeuer laufen und im Dschungel die Rampensau geben. Wohl wissend, dass sie mit Fischaugen essen und Känguruhhoden tracktiert werden. Und je prominenter, umso wahrscheinlicher, auf so eine Dschungelmahlzeit gebeten zu werden. Da muss der Hunger nach Ruhm größer sein als alle Ekelgefühle der Welt. Witzig ist auch, dass schon bei den Kandidatinnen vom Bachelor sich leicht die ausmachen lassen, die im kommenden Jahr ins Dschungelcamp müssen um dort für Erotik zu sorgen und sich tapfen den Schafshoden stellen müssen – dnenen auf dem Tisch oder denen der Mitbewohner, wer weiß das schon? Ein Schelm, wer RTL da Kalkül unterstellt.

Das Dschungelcamp beweist eindrucksvoll, was viele Menschen vor dem TV nicht glauben: in Deutschland sind nur wenige Stars so vermögend, dass sie für immer nach ihrer Karriere ausgesorgt hätten. bachelorAnders als in den USA, wo Serienstars hohe sechsstellige Beträge pro Folge einstreichen,bekommen deutsche Serienstars ein Gehalt wie ein Angestellter im mittleren Management. Nicht schlecht, aber weit vom Reichtum entfernt. Da muss wirklich draufgesattelt werden: mit Bezahlungen für Partyauftritte (C-Promis kann man für ca 1.500 Euro pro Abend mieten), ein Nacktshooting für den Playboy oder mit einer leidlich selbst designten Kollektion auf QVC. Insofern bedeutet das Dschungelcamp eine wahre Geldspritze und Balsam fürs geplagte Konto. Und wir kucken ja auch alle nur allzu gerne hin. Und der Boulevard hat wieder ein paar Sternchen mehr, mit denen sich Geschichten und Geschäft machen läßt. Eigentlich eine Win-Win-Win-Situation…auf der Strecke bleibt nur das Niveau. Aber wer braucht das schon?

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Wie kocht man ohne Küche?

Ceviche - Foto ist von cyclonebill - ich will nicht mein Küchenchaos derzeit fotografieren :)

Ceviche – Foto ist von cyclonebill – ich will nicht mein Küchenchaos derzeit fotografieren :)

Ich esse gerne, ich koche gerne – aber als ich nach Düsseldorf gezogen bin, hab ich in der Wohnung noch keine Küche gehabt. (Morgen kommen die Handwerker zum Abmessen, danach dauert es etwa 14 Tage) Also, was tun? Gar nicht so wenig, wie ich festgestellt habe, ich habe nämlich einen Mixer und einen Sandwichtoaster. Und einen Wasserkocher. Damit lassen sich ganz prima Suppen wie Gazpacho herstellen, sogar mit Croutons (aus dem Sandwichttoaster). Eine andere Möglichkeit ist das kalte Garen in Zitronensaft, wie Ceviche aus frischem Fisch und Garnelen. Frische Tortellini lassen sich prima im Wasserkocher garen. Ganz zum Raw Foodie werde ich also nicht, aber ich gewinne durchaus rohen Zutaten mehr ab, als ehedem. Muss ja immer was Gutes dabei rauskommen. Nur schade, dass diese Küche im Sommer besser ankäme, dafür kann ich um Winter die Milch auf dem Balkon lagern.

Manchmal geht es aber einfach nicht mehr kalt. Da gibt es japanische Ramensuppen aus dem Päckchen. Und ich hab sogar Hamburger hingebracht, in demich das Fleisch vim Sandwichttoaster gegart habe udn dann die Brötchen hinterher. Eine gewisse Sauce haben mir ja meine Piratenfreunde aus Gaudi geschenkt, die kam da gut zum Einsatz. Es geht also.

Aber ich freue mich dennoch, wenn ich bald wieder eine echte Küche habe.

Hier ein paar Tipps für die nicht existente Küche

Kalte Gurkensuppe nach Gwyneth Paltrow:
Eine geschälte Gurke
Fleisch einer Avocado
Saft und Schale einer Limette
Mit Salz und Pfeffer im Mixer pürieren.
Fertig :)

Tartar ala Kiko
200 Gramm Tartar mit
Salz, Pfeffer, Sesamöl, Chilli, etwas Ingwer und frischem, fein gehackten Thaibasilikum gut vermengen. Fertig :)
Mit gutem Weißbrot servieren

Gazpacho ungarisch
Eine halbe Gurke
Eine rote Paprikaschote
Eine Dose Tomaten
Mit Salz, Pfeffer, chillisauce mit Knoblauch, und
Zwei Esslöffeln Ayvar im Mixer pürieren
Wenig ölivenöl und ein guter Esslöffel aceto balsamico unterrühren

Mit vollkorncroutons aus dem Toaster servieren

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Schwäbisches Schlaraffenland – ChocolART

2013-12-07 14.00.14

Baumkuchenstand mit dem original Salzwedler Baumkuchen, den es seit 1807 gibt

Warnung: Bitte vor dem Lesen unbedingt ein Stück Schokolade bereithalten, sonst könnte es nach dem Lesen zu unkontrollierten Fressattacken führen!

An alle Allergiker: dieser Beitrag enthält unfassbare Mengen an Nüssen, Milchprodukten, Zucker und Gluten

Das Tübinger Schokoladenfestival hat eine noch recht junge Geschichte – es entstand, um die Einzelhändler der Stadt glücklich zu machen und Menschen in der Adventszeit nach tübingen zu locken – denn Tübigen hat einen nur zwei Tage dauernden Weihnachtsmarkt. Zu wenig fürs Geschäft. Doch die ChokolART entpuppte sich als mehr als guter Ersatz und das kulinarische Spektakel ist zu einem echten Renner mutiert. Mittlerweile füllt es den ganzen Markt von Tübingen, in den Tübinger Lokalen werden Schokospezialitäten angeboten – die ganze Stadt ist im Schokofieber. Zu Recht. So viele verschiedene, originelle Schokoladen habe ich selten an einem Ort gefunden. Ein paar der Besten werde ich in einzelnen Artikeln vorstellen. Zusammen mit anderen Bloggern durfte ich den Markt und seine Highlights genauer inspizieren. Am Tag davor hatte ich “Charlie und die Schokoladenfabrik” gesehen, ich war also top vorbereitet.

2013-12-07 10.41.38

das von mir gestaltete Cover

Wir starteten in dem Zelt von Ritter Sport, jeder durfte sich eine Tafel selbst basteln. Da das Zelt eigentlich die Kinderattraktion ist, waren Zutaten wie Gummibären und Smarties am Start. Ich hab meine Tafel dann recht simpel mit Nüssen und goldenen Sternchen befüllt. Und selbst ein Cover gemalt – natürlich mit Eichhörnchen drauf, was sonst?

Es ging weiter bei angenehm winterlicher Kälte zu den Schokoladenmalern, einem Stand mit roher Schokolade  und den Antistresspralinen. (da gibt es einen eigenen Artikel dazu). Ein Wahrzeichen des Marktes ist der ChocoLino, ein politisch korrekter und mit fair gehandelten Zutaten hergestellter Schaumkuss, den es auch als Sonderstempel im Schokoladenmarkt eigenen Postamt gibt. Und, das ist das Besondere, der nicht mit Zucker, sondern mit Bienenhonig gemacht wird. Direkt vor den Augen der Besucher werden die frischen Küsse sofort verkauft – da musste ich einen probieren: Unglaublich süß, unglaublich lecker, weil in die herbe Schokolade einen Kontrast zum schaumig-festen süßen Inneren bildet, mittendrin noch ein knuspriger Keks. Toll – und danach war ich eigentlich satt. Aber da hatte der Markt noch kaum angefangen. Ich aß ein Stück Eiskonfekt, in Form eines kleinen, schokopulverüberstäubten Gugelhupfs, dessen schokoladige Intensität im Mund schier explodierte. Der Hupf stammt von Goufrais. Überall duftete es nach Zucker, gebrannten Mandeln, nach Kakao, Glühwein und Gewürzen. Der Stand mit der Chocolino-Produktion hüllte eine Marktseite in süßen Honigduft.

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Überall warteten kleine Kuchen aus Schokolade, mal warm, mal kalt serviert, auf die Besucher – denen widerstand ich, kaufte aber einen haltbareren Käse-Schoko-Kirsch-Kuchen im Glas, den ich gestern zuhause aß und der den wunderbaren Markt zurückbrachte (die Schwarzwälder Kischtorte wurde in Tübingen erfunden, das war eine Hommage).  Die Leute liefen mit einen Meter Ritter-Schokolade herum oder kauften paketeweise Zotterschokolade in Geschmacksrichtungen wie Zimt, Mohn oder Exoten wie Rosenwasserganache oder Bergkäse (!). Damit es zum Mittagessen nicht fad wurde, wurde das Wildschwein mit Spätzles und Schokosauce serviert. Sehr lecker, aber wenig zu merken von der Schokolade in der Sauce, vielleicht war es ganz gut so.  Jedenfalls hab ich mir beim Metzger nebenan noch eingeschweißte Maultaschen für daheim mitgenommen – nicht aus Schokolade (die gibt es auch)

Vereinzelt stehen zwischen den Buden für Crepes, Schokoladenaufstriche, Schokopralinen, Schokotorten, Schokobruch, Schokoplätzchen, Baumkuchen aus Salzwedel, Früchten in Schokolade, Ständen mit Kaffeee, Glühwein und heißer, dicker Schokolade auch Bratwurstbuden und Hot Dogs, die für Abwechslung sorgten. Ich hab jedenfalls mit meinem guten Freund Alexander am Abend  Chips gegessen. Kein Dessert.

PS: bei den Produkten habe ich, soweit möglich, die Internetseite verlinkt, bei denen man sie bestellen kann. Tipp: die Goufrais Pralinen und der sehr saftige Baumkuchen! War ein super Tag mit extrem netten Leuten – danke an die Veranstalter und die netten BlogkollegInnen! :
die Welt der kleinen Dinge, the whitest cake alive, Das Süße & der bittere Rest, Anna im Backwahn, Lunch For One, Feinschmeckerblog, Olschis World
Notizen für Genießer – Gumia.de, Miris Jahrbuch, Heute gibt es,
Fabulous Food, Neulich im Leben, Judys Delight, Schokohimmel und Das kleine Glück.

Weitere Blogbeiträge zur ChocoLart:

Die Welt der kleinen Dinge

Feinschmeckerblog

Oschis Blog

Gumia

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Neues heißes Eisen im Bahnhofsviertel

20131206-173554.jpgDie Jungs vom IMA haben ein neues Eisen im Feuer: Das Maxie Eisen in der Münchner Strasse 18 im Bahnhofsviertel.  Ein sehr cooler Neuzugang im Stile eines amerikanischen Deli. Deswegen mischen sich auch jüdische Spezialitäten in die Karte. Matzo Ball Soup, Kreplach, Pastrami Sandwich. Ein guter Mix im Multikulti des Bahnhofsviertels. (Auch wenn mich dessen Ur-Einwohner nun schelten werden, sehen sie jedes coolere, schickere Lokal doch als weiteren Beleg der Gentriinfizierung)

20131206-173603.jpgDie Küche ist offen, das schafft Vertrauen. Ich habs heute nur gesehen und wollte euch mitteilen, dass es existiert, testen gehe ich ein andermal. Es ist noch so neu, dass die Speisekarten erst heute geliefert wurden und auf der Webseite noch nichts zu sehen ist. Aber ich bin ziemlich sicher, das kann was. “Gute Zutaten, frisch auf den Punkt gekocht, ein gemeinsames Essen, ein Lokal zum Treffen und Wohlfühlen”. So das Konzept. Fein.

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Ich falle immer auf Eichhörnchen rein

Ich werde immer ein Kind bleiben, fürchte ich. Kaum pappt wer ein kleines, niedliches Maskottchen auf sein Produkt, muss ich es sofort kaufen. Am schlimmsten: Eichhörnchen. Noch schlimmer, leicht muffig kuckende Tiere. Wie gerade eben das Eichhorn bei Mikado Haselnuss. Und wenn dann noch “nur für kurze Zeit” draufsteht, wird es ganz schlimm. Ich bin so ein Konsumopfer.

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2. Dezember 2013 · 10:00 vormittags

Rezept ohne Rezept für Pizza

Optisch nicht der Burner, aber geschmacklich ganz weit vorn.

Optisch nicht der Burner, aber geschmacklich ganz weit vorn.

Ich ess gerne Pizza, aber Tiefkühlpizza läßt mich kalt, auch ,wenn die “schmecken wie beim Italiener”. Wenn ein italienisches Restaurant so eine Pizza vervieren würde, tät ich den Wirt verklagen. Und Bringdienstpizza bringt es meist auch nicht, zuviel Käse, zuviel alles – ist dem Geschmack der Masse geschuldet, die Masse will und bekommt, aber das ist nicht meins.

Bleibt selbstmachen. Damit man sie gut hinbekommt, gibt es einige Tricks.

Ich verwende 550 Mehl, manchmal mit Dinkelmehl gemischt. Ich rechne immer so grob 200 Gramm Mehl pro Person. also 400 -500 Gramm Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte einen Würfel Hefe bröseln, eine sehr gute Prise Meersalz und einen Teelöffel braunen Zucker dazu. Ich stelle mir jetzt ein Kännchen lauwarmes Wasser dazu, das ich (Trick 1, weil man einfach keine fixe Wassermenge bestimmen kann) nach und nach einarbeite, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt, sondern schön glatt ist. Dann füge ich einen Schuß Olivenöl dazu und knete das gut unter.

Den fertigen Teig aufgehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.

Zeit für den Belag:

I2013-11-23 17.19.23ch brate blättrig geschnittene Pilze in einem Schuss Olivenöl mit Oregano an. Manchmal, wenn ich Lust auf Fleisch habe, kommt 150 Gramm mageres Hackfleisch dazu, eine gute Prise Chilli. Ist die Flüssigkeit der Pilze oder der Pilz-Hackfleischmischung verdampft, kommt sie in eine Schüssel (Trick 2, der verhindert, dass der Belag den Teig durchmatscht). In der heißen Pfanne eine Dose Pizzatomaten anbraten, die Flüssigkeit verdampfen lassen, nach Geschmack mit Salz und Pfeffer abschmecken, Kräuter nach Wahl zugeben. (italienische TK-Kräuter, frisches Basilikum gehackt)

Einen Büffelmozzarella zerpflücken

Im Steinbackofen der Pizzerien ist es richtig heiß. Diese Hitze bekommt man im Ofen nicht hin, aber jetzt auf maximale Hitze vorheizen (Trick 3, keine Panik vor superheißem Ofen). Den Boden je nach gewünschter Dicke ausrollen, belegen, mit noch einmal Oregano und einem Hauch Piment d’Espellette (Trick 4) bestreuen und ab in den Ofen. Nach etwa 20 Minuten ist der Teig knusprig und der Belag golden. Immer mal kucken, die Zeit variiert. Ready. Oder wahlweise noch Ruccola oder Parmesanspäne drübergeben, oder frischen Parmaschinken. Oder alles. Guten Appetit!

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Essensretter statt Wegwerfferkel

foodshahring

Foto: Foodsharing.de

Passiert ja oft: man hat viel zu viel zu Essen da – Überschüsse aus dem eigenen Gemüsegarten, nachdem man 10 Tage hintereinander die selbstangebauten Zucchini gegessen hat und sie nun nicht mehr sehen kann. Oder Bauern können ihre zwar köstlichen, aber leider nicht der DIN-Norm entsprechenden Kartoffeln nicht verkaufen. Was tun? Wegwerfen? In einer Welt, in der eine Milliarde Menschen hungert, sollte das keine Option sein. Aber jetzt gibt es eine pfiffige Lösung: Foodsharing.de ist eine Plattform, auf der Privatpersonen, Händler, Vereine und Produzenten überschüssige Lebensmittel kostenlos anbieten und abholen können.
Nach der Anmeldung des Nutzers auf der Plattform wird ein  digitaler Essenskorb erstellt und online veröffentlicht. Alle Foodsharing Nutzer rundum können nun diesen Essenskorb ansehen, daraus etwas “bestellen” und sich mit den Anbietern zur Abholung verständigen.  Das funktioniert bei größeren Mengen, aber auch bei Privatpersonen. Toller Nebeneffekt: Wenn man zuviel Lasagne gekocht hat, hat man vielleicht auch gleich noch eine witzige Tischrunde dazu.  Ich finde das Prinzip fantastisch, eine simple Lösung für ein hochkomplexes Thema. Je mehr Menschen mitmachen, um so  sinnvoller wird das Ganze und wir kommen aus dem Teufelskreis raus, bei dem die Deutschen jährlich 82 Kilo Lebensmittel wegwerfen… Noch findet man in Frankfurt wenig, aber ich würde mich freuen, wenn immer mehr mitmachen.

foodsharinglogo_200pxDas Projekt FOODSHARING wurde Anfang 2012 in Köln ins Leben gerufen. Zu den Initiatoren gehören Valentin Thurn (Dokumentarfilm ‘Taste the waste’) und Stefan Kreutzberger (Buch ‘Die Essensvernichter’). Beide haben bereits im Vorfeld auf das Thema der Lebensmittelverschwendung aufmerksam gemacht. Im Mai wurdeein gemeinnütziger Verein gegründet, der sich um die Organisation und Realisati on des Projektes kümmert. Die Programmierung der Website wurde erfolgreich über Crowdfunding finanziert.

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Einmal um die Welt in 80.000 Kalorien

Dim Sum zum Durchprobieren

Dim Sum zum Durchprobieren

Mein Motto beim Reisen: Du bist erst in einem Land gewesen, wenn du in dessen Supermärkten gestöbert hast. wenn du dessen nationale Spezialitäten probiert hast, an dessen Street Food Ständen völlig unbekanntes Zeug gegessen hast. Nichts macht mich irrer, als ein Urlaub in einem abgeschotten Clubcamp, in dem hauptsächlich internnationales Essen angeboten wird. Das kann dann gut sein, wie es will, es macht mir keinen sonderlichen Spaß. Ich hab schon mal in Kairo einen halben Aufstand bei der Reiseleitung hingelegt, die uns partout in eine Touristenfalle auf dem Nil mit Schnitzel und Pommes schleppen wollte. Weil es zu gefährlich wäre sonst mit der Hygiene. Wir haben dann im Nichttouristenteil der Stadt gegessen und waren die Einzigen ohne Durchfall – weil die in der Touristenkaschemme den Salat mit Nilwasser gewaschen haben. So viel dazu.

petit2Und wer keinen Spaß am Essen hat, mit dem macht es mir keinen Spaß zu verreisen. die “ich nehme im Urlaub ab”-Fraktion oder “für mich nur Salat”. Das ist doch Verschwendung, das kann man daheim machen, aber nicht da, wo tausend neue Geschmacksrichtugen auf einen warten, die man womöglich nicht kennt. Wenn ich reise, bringe ich nach Möglichkeit Rezepte, Gewürze und Ideen mit, die ich dann hier in meine Küche integriere. Meist versuche ich mir auch noch ein wenig Ferienstimmung zu konservieren, indem ich Essen mitnehme. Arrancini aus Sizilien, Tortenstücke aus Wien, Croissants aus Paris. Für eine kleine Verlängerung des Urlaubs daheim.

Was hab ich schon für tolle Sachen kennengelernt auf Reisen: Kichererbsenpfannkuchen in Nizza, Fischsuppe in Biarritz, Scones in England (das war neu in den 90ern), thailändische Nudelsuppen, Pasta mit Pistazien in Sizilien oder Jasmineis oder oder… und deswegen werde jetzt schwerpunktmäßig das Essen aller Destinationen vorstellen, zu denen ich reise. Ein sehr verfressener Reiseblog also. Tipps sind immer willkommen!

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Das Sacher Kochbuch – ein Klassiker erfindet sich neu

SACHER_cover NEU_3D_Meine Oma hat wunderbar kochen können, vor allem ihre großen Braten zu den Festtagen, ihre Suppen und ihre Mehlspeisen hab ich geliebt. Niemand konnte so gute Dampfnudeln machen wie die Oma, niemand hat Kirchweihnudeln, Rohrnudeln, Semmelauflauf, arme Ritter, Powidltascherl so gut gemacht wie sie. Und dann dazu Hollerkoch – es war ein Traum. Eine Art Essen, die es heutzutage selten geworden ist in Küchen daheim. Leider. Wer so kocht, der kann mich gerne einladen. Ich weiß nicht, welches Kochbuch die Oma benutzt hat, vermutlich gar keines. Aber Rezepte wie die ihren sind im Sacherkochbuch zu finden, einem Standardwerk der feinen östereichischen Küche, die der Bayerischen nicht unähnlich ist. Wir Oberbayern gehören eh mehr zu Östereich als zu Deutschland. (aber psst)

Das Sacher Kochbuch ist jetzt neu überarbeitet worden. Die alten Rezpte mal ein wenig ausgemistet und modernisiert. „Während das Hotel umgebaut wurde, hat sich auch bei uns in der Küche viel getan“, so Werner Pichlmaier, der das 43köpfige Küchenteam des Sacher seit 2008 leitet. „Wir haben uns sehr bewusst mit der traditionellen, einzigartigen Sacher-Küche auseinandergesetzt, sie teilweise neu interpretiert, aber ihr auch neue, leichte – zum Teil auch vegetarische – Gerichte hinzugefügt“, so Pichlmaier, der rund drei Monate am neuen Sacher Kochbuch gearbeitet hat. Hier ein Link zur einem Behind the Scenes-Film zur Entstehung des Kochbuchs.

Zum Glück sind die Klassiker geblieben. Da sei die Tradition vor. Da möchte ich kurz deren Pressetext zitieren: “Die feine österreichische Küche“ bringt ein Stück Sacher nach Hause, ganz einfach zum Nachkochen. Sowohl weniger geübte als auch passionierte Hobbyköchinnen und – köche finden im Sacher Kochbuch nicht nur spannende Lektüre, sondern vor allem wertvolle Anregungen und Tipps für ein gelungenes Essen in den eigenen vier Wänden.” Genau. Ich arbeite mich durch, nicht, weil ich unbedingt den Ehrgeiz hab, das Sacher zu toppen, sondern weil ich endlich mal so kochen können will wie meine Oma.

Diese Rezension nimmt an der Aktion “Jeden Tag ein Buch” von Arthurs Tochter kocht teil.

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Das perfekte Schnitzel in Wien

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Der perfekte Schnitzel von Plachutta an der Oper – im Hintergrund der Tischsegen der Nerds, das Essen wird fotografiert

Vorab: wir haben es gefunden. Wir waren im Schnitzelhimmel. Wunderbar. Das Traurige daran: nach diesen Wiener Schnitzeln wird es uns schwer fallen, wieder auf den Boden der deutschen Gastronomie zurückzukehren. Aber von Anfang an. Wir Auswärtsschnitzler machten uns auf den Weg nach Wien, um dort einmal gemeinsam Wiener Schnitzel zu essen. Es gibt blödere Gründe zum Verreisen. Und wir wollten “Schnitzel total”. Deswegen machten wir uns in einer kleineren Gruppe auf, am Freitag abend schon mal den Figlmüller zu testen. Der ist laut Webseite “seit 100 Jahren die Heimat des Schnitzels”. Das Figlmüllerschnitzel ist eigentlich kein Wiener Schnitzel, sondern stammt aus der Karreerose des Schweins. Dünn geklopft sieht man darunter den Teller nicht mehr. Es wird in drei Backgängen perfekt ausgebacken – und es ist wirklich gut. Sehr, sehr gut.

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Schnitzel bei Figlmüller; Foto: Michi Burch

Knusprig die Panade, frei von Fettgeschmack, das Fleisch zart und wunderbar aromatisch. Für 13,50 Euro ein Schnitzeltraum. Beide Filialen des Figlmüllers, die Originale in der Wollzeile und eine etwas jüngere ums Eck sind immer mehr als gerammelt voll. Touristen meist, aber auch Einheimische, die hier zum Schnitzelessen kommen. In der 2. Filiale gibt es übrigens auch Wiener Schnitzel vom Kalb. Jeder fotografiert ehrfürchtig die 30 cm Durchmesser Schnitzel und ißt sie genußvoll auf. Beilagen braucht dort kein Mensch, der Vogerl-Kartoffelsalat mit Kernöl ist aber sehr fein.

Aber noch einen Tick besser hat es mir am nächsten Tag bei Plachutta an der Oper geschmeckt. Auch deren Spezialität ist Schnitzel, dieses Mal das Originale, vom Kalb. Und was soll ich noch sagen? Es geht nicht mehr besser. Das Fleisch zart, saftig, nicht zu dünn, die Panade fein aufgewölbt und bis zum letzten Bissen knusprig. Wir waren alle hin und weg. Selbst wenn es in anderen Läden ein genauso gutes Schnitzel gibt, besser kann es nicht mehr werden. Das war die Perfektion. Welcher Koch auch immer Schnitzel auf die Speisekarte setzt, erst bitte einmal zu Plachutta gehen und dort probieren, wie es schmecken muss. Hier ist das originale Rezept des Plachutta zum Nachkochen daheim… Und weil die Schnitzel nicht ganz so groß sind wie die vom Figlmüller, ist auch noch ein Nachtisch drin. Ich danke unserem Guide Nick und dem Plachutta für diese Offenbarung.

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It’s all good – ein überraschend gutes Kochbuch

20131113-070003.jpgheute nehme ich mir bei der Bloggeraktion: jeden-Tag-ein-Buch ein Kochbuch vor, dass durch die US-Bloggerszene gejagt wurde wie kaum ein anderes: Das Kochbuch “it’s all good” von Gwyneth Paltrow musste in der amerikanischen Presse viel Spott und Hohn einstecken. Die Zutaten seien zu teuer, die Rezepte abgedreht. und dass, was die schöne Gwyneth für die Kinderernährung empfiehlt, würde kein Kind je essen wollen. Zugegeben, ihre Erklärung dazu Klang nicht vielversprechend. Sie habe eine Allergie auf Gluten, auf Zucker, auf Nachtschattengewächse, dazu eine Laktoseintoleranz – das müsse nun alles eliminiert werden.
Das klang ziemlich gaga, aber ich war gespannt und hab mir das Buch bei Hugendubel einmal angesehen. Und ich war überrascht. Angenehm. So sehr, dass ich es mir gekauft habe. Denn was da gekocht wird, ist in Europa völlig normal – zumindest bei Leuten, die gerne kochen. Es ist nur in Amerika völlig absurd, solche irrwitzigen Sachen zu kochen wie frisches Gemüse, ab und zu mal kein Fleisch, Vollkornbrot, alles Bio mit gesunden Zutaten. Und wer Angst hat bei der Allergienliste: sie eliminiert nicht alles, weist aber darauf hin, dass Gerichte für Glutenallergiker geeignet sind – und das ist doch sehr praktisch. Wer bei diesem Kochbuch also makrobiotischen Wahnsinn oder die Tofuhölle erwartet, der liegt falsch. Im Gegenteil: die Rezepte sind gesund, das stimmt, aber sie sind vor allem sehr lecker, leicht zuzubereiten und deswegen geradezu ideal für Leute, die sich schnell mal etwas Gutes kochen wollen.

Ich kann den Spott der Amerikaner beim besten Willen nicht nachvollziehen. Viele Gerichte sind mittlerweile Standard in meiner Küche. Die Miso-Mandelsauce für Gemüse, Karotten mit Sesam, die koreanischen Cicken Tacos, Quinoa mit Milch. Ess ich oft und gerne. Dass ich auch mit den Rezepten nie so schlank sein werde wie Gwynny, merke ich an den Mengenangaben, was da für vier berechnet ist, schaffen wir locker zu zweit. (Muss halt jeder selbst ausprobieren)

Diese Rezension nimmt an der Aktion “Jeden Tag ein Buch” von Arthurs Tochter kocht teil.

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