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Klein Japan in Düsseldorf – Ramen im Takumi

Es ist ein regnerischer Mittag und ich habe Lust auf was Warmes im Bauch.  Eine Suppe wäre jetzt recht. Und da führt mich mein Weg in die Düsseldorfer Immermannstrasse 28, zu Takumi, keine 5 Gehminuten vom Düsseldorfer Hauptbahnhof. Ich spare mir damit etwa zehn Flugstunden, denn mit dem Eintritt in das Lokal verlässt man Deutschland und betritt japanischen Boden. An den Wänden Werbung auf Japanisch, die Keller lächeln und sagen “Arigato” statt Danke – die meisten können wirklich kein Deutsch, bestenfalls Englisch. Die Einrichtung ist schlicht und schmucklos – und absolut authentisch. Aus den Boxen krawallert japanische Popmusik mit diesen kiksigen Stimmchen, an den Tischen sitzen Japaner und schlürfen die Suppen in sich rein. Man kann in die Küche sehen, dort werkeln die Köche an riesigen Suppentöpfen, kochen Nudeln, braten Gyozas oder frittieren Hühnerstücke, die es als Beilage zur Suppe gibt. Auf den Tischen stehen mittags Karaffen voller Eistee, den es gratis gibt.

IMG_1294Es ist wunderbar. Es behaupten ja alle, das Naniwa wäre der Nudelsuppenhit in Düsseldorf, deswegen stellen sich dort alle brav an. Ich muss gestehen, mir persönlich ist das Takumi lieber. Die Nudeln kommen direkt aus Sapporo, 145 Gramm pro Suppe “der Takumi Standard” lobt die Speisekarte – die Karte ist eines der wenigen Dinge, die es auch auf Deutsch gibt. Ich nehme sowieso immer das Gleiche: Ramen mit Shoyu-Brühe und dazu Gyozas. Es gibt, das hab ich jetzt in Düsseldorf gelernt, grundsätzlich drei verschiedene Grundbrühen: Shoyu auf Sojasaucenbasis, Salzbrühe mit relativ wenig Eigengeschmack, für die verschiedene Salzsorten gemischt werden und Misobrühe, die laut Takumikarte bei den Gästen am beliebtesten ist. Mir persönlich schmeckt die Shoyu am Besten, ich mag den brühigeren Geschmack zu Nudeln lieber als das leicht hefige Aroma des Misos. Ich bin da irgendwie altmodisch. In Japan selbst ist Shoyu-Brühe auch die beliebteste Sorte. Salzbrühe ist was für Kenner, die bringt den Nudelgeschmack sehr klar zu Geltung.

Beim ersten Besuch hab ich unauffällig geschaut, wie die Asiaten eigentlich die Nudeln essen – es gibt zwei Varianten, entweder den Kopf nah an den Pott und reinsaugen oder – dafür hab ich mich entschieden, die Nudeln in kleinen Portionen auf den riesigen Löffel häufen, Brühe dazu und so essen. Weniger Sauerei. Ramen-Suppen von Takumi sind mitterweile mein Leibgericht, ich esse nichts lieber als das. Allein dafür bin ich meiner neuen Heimat Düsseldorf sehr dankbar.

Wer will, kann das Essen auch tiefgefroren mitnehmen und zu Hause nachkochen, aber ich finde, der Spaß der “Reise nach Tokio” ist die halbe Miete beim Nudesuppenessen. Zumal die Preis im Lokal echt okay sind, die Ramen mit Gyoza und Freitee kosten 12,50 Euro und machen pappsatt.

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Das französische Kekswunderland

Neulich ist mir kleiner, wunderschöner Laden aufgefallen, der vor kurzem in den Düsseldorfer Schadowarkaden seine Tore geöffnet hat. Wie könnte er einem nicht auffallen? Schon beim Näherkommen weht mir ein süßer Geruch nach Schokolade, frisch gebackenen Keksen und Bonbons entgegen. (das duftet himmlich, nicht nur, weil ich es wieder riechen kann) Und in dessen hellen Regalen stapelt sich alles, was einem Zuckerfan wie mir das Herz höher schlagen lässt. Mürbe Kekse, einer schmelzend sandigen Konsistenz, die im Mund zergeht, teilweise gefüllt mit Apfel und Zimt, mit Schokoladenkern oder mit Aprikosen und Himbeeren. Es gibt Nougat und Tourron in allen Sorten, mal hell und mit Mandeln und Orangeat gespickt, dann wieder dunkel schokoladig-nussig. Mandeln im Schokomantel, Marzipan und Calissons, eine andere, archaischere Form des Marzipans, die jeder kennt, der schon einmal in Südfrankreich war.

IMG_1279Es gibt Theken voller runder, bunt gestreifter Lutscher in allen Geschmacksrichtungen, Belandises, mit Fruchtmark gefüllte Bonbons, harte und weiche Karamelbonbons und – vielleicht gar nicht so schlecht nach all dem Süßen – pikantes Gebäck mit Curry, Oliven, Paprika, Herbes de Provence, geformt wie winzige Baguettes. Alle Produkte sind niedlich verpackt, in Cellophan oder in altmodischen Blechdosen. Rund und Eckig, klein und groß stapeln sie sich und warten, gefüllt zu werden. Kurz, es ist eine Filiale von Charlies wunderbarer Schokoladenfabrik.

Altmodische Rezepte wiederbelebt

Der Laden nennt sich “La Cure Gourmande” – es gibt ihn bislang nur in Frankreich und Belgien, Ländern, die etwas von gutem Essen verstehen. In Düsseldorf hat nun die erste deutsche Filiale geöffnet (Korrektur: in Berlin gibt es sie auch schon). Ich muss gestehen, ich war begeistert. Die Sachen schmecken so richtig altmodisch, wie ich Bonbons als Kind in Erinnerung habe, als ich in Rosenheim in einem kleinen, wundervollen Bonbonladen mein Taschengeld für Himbeerbonbons ausgab. Und genauso ist es gedacht. “La Cure Gourmande” wurde 1989 gegründet, um sich wieder auf aus der Mode gekommene Süßigkeiten zu besinnen, sie wieder in alter Qualität herzustellen. Das hat sich bewährt, in Frankreich sind die Läden Kult, nicht zuletzt wegen der liebevollen, typisch französischen Präsentation. Und weil es gut schmeckt. Ich bin totaler Fan der mit Apfel-Zimt gefüllten Kekse, die ich gern zu einer Tasse Tee esse. Nicht zu viel, die sind ziemlich gehaltvoll, da bin ich sicher.

Übrigens weiß ich nun auch, wonach die kleine Katze von Karl Lagerfeld benannt ist: ein Choupette ist ein Lolli. Wie süß!

 

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Wenn man einen Sinn verliert…

Das Essen hätte auch aus Wolle sein können - mit Anosmie ist das Aroma weg.

Das Essen hätte auch aus Wolle sein können – mit Anosmie ist das Aroma weg.

Es haben mich viele drauf angesprochen, “warum schreibst du so wenig?” “Wo bleiben mal wieder neue Rezepte?” – Fakt ist, dass es mir in den letzten paar Wochen nicht gut ging. Gar nicht gut. Denn ich hatte durch eine Erkältung meinen Geruchssinn verloren. Anosmie heisst der Fachbegriff. Fiese Viren zerstörten die Zellen, die den Geruch übermittlen. Das hiess: ich roch nichts mehr, ich schmeckte auch kaum noch was, alle Gewürze, Aromen, alles, was über die Nase lief, war weg. Für einen Geruchs- und Geschmacksmenschen wie mich ein Alptraum. Erst jetzt, wo es nach langer Zeit wieder etwas besser wird und aufwärts geht, kann ich überhaupt darüber sprechen. Denn meine Stammzellen wurden von den Viren wohl angegriffen, aber nicht zerstört, jetzt kommen langsam die übrigen Geruchszellen wieder. Das dauert Monate.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie furchtbar das ist: ihr riecht nicht, ob womöglich das Deo versagt hat, ob eure Wohnung müffelt, das macht total unsicher. Essen brennt an und ihr bekommt es erst dann mit, wenn die Küche vernebelt ist. Ihr riecht aber auch nicht, wenn etwas duftet, wenn Menschen toll riechen – ihr riecht nicht den Duft eines Babies und verliebt euch nicht in den Duft eines Mannes. Tolles Essen ist erstmal an mich verschwendet. Wobei interessant ist, dass mir bei Sachen mit viel Geschmacksverstärker übel wird – vielleicht oder gerade weil ich kaum was schmecke.

5 Prozent aller Menschen in Deutschland leiden unter Geruchsverlust, bei vielen nimmt der Geruchssinn im Alter ab, ab 50 Jahren haben 25 Prozent aller Menschen einen stark eingeschränkten Geruchssinn.  Und – das machte mich besonders panisch – Geruchsverlust ist ein erstes Zeichen von Parkinson, Alzheimer und Demenz. Oder von einem Hirntumor. Alles unerfreulich. Aber das war es eben nicht bei mir. Wenigstens etwas.

Was hilft ist warten und die Nase jeden Tag mit Gerüchen trainieren, ich mach unterstützend noch chinesische Medizin, Akupunktur und Heiltee – ich hoffe, die Kombination schlägt an. Für die durch einen Viruseffekt auftretende Anosmie, die auch bleibend sein kann, gibt es eben noch keine medikamentöse Behandlung. Aber wie gesagt, es gibt Minuten, da ist der Geruchssinn wieder da – ein gutes Zeichen. Und trainieren hilft wirklich. an Rose riechen, Nelken, Eukalyptus oder anderen Dingen. Das hilft übrigens auch, dem Geruchsverlust im Alter vorzubeugen. Übrigens sind die Bücher von Professor Hanns Hatt sehr empfehlenswert. Der Duftforscher hat bei Breuninger einen Vortrag gehalten und konnte mir wertvolle Tipps geben . Drückt mir die Daumen!

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Kochen für den Frieden

Fotos: Random House

Fotos: Random House

Was derzeit im nahen Osten geschieht, in Gaza, das nimmt mich sehr mit. Ich wünsche mir sehr den Frieden dort – vor allem für all die ganz normalen Leute, die dort ohne Fanatismus ihr Leben führen wollen ohne Angst und Not. Wer mit was wie wo Schuld hat, steht mir nicht zu zu beurteilen. Davon soll der Blogbeitrag auch gar nicht handeln.

Sondern von dem wunderbaren Kochbuch “Jerusalem” von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Der eine Koch wuchs im westlichen, jüdischen Teil der Stadt auf, der andere im östlichen, muslimisch geprägten. In London, wo beide jetzt leben, haben sie sich getroffen und festgestellt, wie ähnlich ihre Kindheitserinnerungen waren, wie ähnlich auch die Küchen, die ihre Eltern jeweils kochten. Das Buch ist eine Reise in ihre Kindheit, in die die Autoren uns mitnehmen, sie erzählen von den Gerüchen, den Geschmäckern der heiligen Stadt, von den kleinen Läden in der Altstadt, von gemeinsamen Gerichten und deren Varianten.

Kommt Tahini (Sesampaste) ins Baba Ganoush (eine Auberginenpaste, ich sage übrigens ja, unbedingt), wo bekommt man den besten Hoummous, was macht das typisch süsse Gebäck des Orients aus und wie serviert man Falafel richtig. Das Buch ist durch die Kollaboration ein wunderbares Symbol für den Frieden, es zeigt, wie viel beide Bevölkerungsteile gemeinsam haben, wenn sie es nur mit genug Abstand betrachten. Ich möchte es jedem ans Herz legen, dessen Interesse von die Küche des vorderen Orients über Döner hinausgeht.  Vielleicht schafft die gemeinsame Küche mehr Verständnis füreinander, als es die Politik je könnte… Kochen für den Frieden…

Die Rezepte sind toll bebildert, relativ leicht nachzukochen und schmecken traumhaft. Manchmal gibt es Anleitungen zur Vereinfachung, die ich gerne nutze. Zum Beispiel mache ich mir nicht die Mühe, die Quitten für die gefüllten Quitten (Unteres Bild) auszuhöhlen, ich gar die Füllung als Fleischklösschen daneben. Geht auch…

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

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Schnelle, großartige Crespelle mit Hackfleisch-Spinatfüllung

crespelleWenn mich wer nach meinem Lieblingsessen fragt, sind es eigentlich Hackfleischpfannkuchen. Ganz simpel, Hackfleisch mit Salz, Pfeffer angebraten und dann mit Parmesan vermischt, in Pfannkuchen gewickelt – super. Mehr braucht es nicht. Ich hab mir das auch immer von meinem Vater gewünscht, der konnte toll kochen, vor allem italienisch – und Kaiserschmarrn.  Mein Vater ist mittlerweile gestorben, aber ab und an, wenn ich Sehnsucht bekomme nach ihm und seinen Kochkünsten, dann versuche ich es selbst. Zum Beispiel mit diesem einfachen, aber extrem leckeren Gericht, das auch noch superfix geht, wenn man fertige Pfannkuchen verwendet – Reste vom Vortag oder fertige aus der Kühlung, die sind übrigens gar nicht schlecht.

Für die Füllung pro Person 150 Gramm Hackfleisch ohne Fett in einer beschichteten Pfanne anbraten, mit Salz und viel frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Ein einem Topf pro Person eine gute Handvoll frischen, gut gewaschenen Spinat zusammenfallen lassen. (Wahlweise auch Zucchini raspeln und mit dem Hackfleisch anbraten, oder frische Erbsen dazugeben, je nachdem, was da ist.) Ist das Fleisch gut gebräunt, frisch geriebenen Parmesan zugeben und mit dem Spinat vermischen. Die Mischung auf die Pfannkuchen geben und zusammenrollen.  Statt einer aufwändigen Bechamel verrühre ich pro Person einen Esslöffel Brunch-Frischkäse mit einem Esslöffel Wasser, Salz, Pfeffer und Muskatnuss, giesse es über die Pfannkuchen und reibe etwas Parmesan darüber.

Im Ofen, vorgeheizt auf 180 Grad, mit Oberhitze überbacken, bis der Käse knusprig braun ist. Servieren!

Habt ihr auch so Rezepte, die besondere Erinnerungen wachrufen? Schreibts in die Kommentare – würde mich freuen

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Kleine Helfer für die Küche

Gewürzset von Spizecompany

Gewürzset von Spizecompany

Wer kennt das nicht – ein exotisches Rezept, das man mal ausprobieren möchte. Problem – es sind viele Gewürze drin, von denen man nicht weiß, ob sie noch einmal benötigt werden. Im Asialaden gibt es das Gewürz zwar, aber nur im 100 Gramm Beutel. Was tun?

In meiner letzten Degustabox (hab ich schon mal erwähnt, dass ich solche Überraschungsboxen liebe?) war eine ziemlich clevere Lösung für das Problem dabei, die ich euch nicht vorenthalten möchte: die Spizecompany. Dort gibt es Gewürze in kleinen Mengen zu kaufen, entweder fertige Sets oder man kann aus 27 verschiedenen Gewürzen was Eigenes zusammenstellen. Ich finde das keine preiswerte, aber eine ziemlich schlaue Lösung, wenn man nicht möchte, dass unbenutze Gewürzbeutel in der Küche vergammeln. Und weil die Gewürzbriefchen auch sehr hübsch anzusehen sind, eignen sie sich gut als Geschenk.

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San Giorgio – der griechische Hotelhimmel

Mykonos ist Das Griechenland, dass man sich in Urlaubsträumen vorstellt. Blauer Himmel, türkises Meer, die Häuser Weiß und blau, jetzt im Frühling voller pinker bougainvilla und rotem Mohn. Grüne Hügel, immer von ein wenig Wind umweht. Perfekt. Ein Hauch der alten Hippie-Relaxtheit, die die Insel seit den Siebzigern berühmt gemacht hat, ist immer noch da, trotz turmhoher Kreuzfahrtschiffe im neuen Hafen. Mykonos ist wunderschön.
Hinkommen ist einfach, ich mit Germanwings direkt von Köln/Bonn geflogen, im Sommer gibt es auch direkte Flüge mit Airberlin aus Düsseldorf.
Ziel meiner Reise war ein Hotel, das San Georgio, das ich im Rahmen einer Einladung besuchen durfte. Das war klasse, denn so Schön wie Mykonos ist auch das Hotel am Strand, zwischen Paragas und Paradise Beach. Auf Paradise Beach liegt die Clubmeile, der führende Club ist der Paradise Club, einer der Top 20 dieser Erde, der den gleichen Besitzern gehört wie das San Giorgio. Und eigentlich war das Hotel nur ein Nebeneffekt, eine Wohnmöglichkeit für DJs und Gäste.
Aber was für eine. Das Hotel wurde als Save Haven für all die schöne Partycrowd konzipiert, fernab von gewöhnlichen Standards.Das Personal ist durchgehend schön, total freundlich und hilfsbereit. Hängematten und liegebetten am Pool, Lockere Sitzgelegenheiten überall statt steifer Lobby. Emanuelle Pfauenstuhl, Acapulcochairs, Designertische und weiße Macs mischen sich mit Fundstücken aus Griechenland, geflochtenen Matten und Teppichen aus maisstroh, schönen Kissen von “rock the Kashbah” aus Paris. Wenn es einen Platz gibt, einen glitzernden Kaftan zu tragen, dann hier. Das Hotel hat hohe Umweltstandards, das gefällt mir. Auf einer Insel, auf der Wasser ein wertvolles Gut ist, sollte man das nicht aus den Augen verlieren. Die griechische Regierung gängelt Hotels mit irren Auflagen, verlangt, dass Bettwäsche und Handtücher täglich gewechselt werden.

Der Pool ist ungeheizt und mit frischem Meerwasser gefüllt. Ich traue mich als einzige rein und finde es herrlich. Jetzt in der Vorsaison war es sehr ruhig und gemütlich, ich kann mir aber vorstellen, das es sich im Sommer ein wenig ändert, wenn ab Nachmittag der Strand zum Schwimmen, bräunen und zur Party ruft und das San Georgios voll besetzt ist. Da werden sicher die Beats der DJs auch das Hotel erreichen – aber das ist ja nicht das Schlechteste, schließlich legen im Paradise Club die besten DJs der Welt auf. An der familiären Athmosphäre wird sich dennoch nicht viel ändern, beim Essen an langen Tafeln kommt man sich näher und die Menschen, die ein Hotel wie das San Giorgio buchen, sind vermutlich ein ähnlicher Menschenschlag. Wer hier mit seinem Handtuch eine Liege besetzt, ist ganz sicher falsch. Entspannt bitte. Keine Nervereien im Urlaub. Und auf der Nachbarliege liegt vermutlich Avicii oder David Guetta. Cool.

Fernseher im Zimmer sind auch Fehlanzeige, aber ehrlich, ich hab das Tv nicht vermisst. Wann denn? Tagsüber wird am Strand relaxt oder in Mykonos Town geshoppt oder eine der nahen Inseln wie Delos oder Santorini besucht, abends geht es zum Essen und dann in die wunderbaren Clubs der Insel. Braucht das Paradies Tv? Wer’s gar nicht lassen kann, der kann via Wifi im Internet streamen, das geht, wir haben mal kurz beim Grand Prix und Germanys Next Top Model finale reingezappt. So sans, die Blogger.

Aber das ist eigentlich echt eine Sünde. Das Hotel ist dazu da, zu genießen. Zeit zu haben.
Zum Frühstück gibt es ein kleines Buffet, der Rest wird frisch ala Carte zubereitet. Griechischer Joghurt mit Honig, Nüssen und Früchten, Omelette mit Feta, Basilikum und Zwiebeln, Gegrillter Haloumi, pochierte Eier auf Avocados und Tomaten. Toll. Geht nicht besser. Auch mittags und abends bietet das Küchenteam griechische Küche auf hohem Standard an. Was mir ein wenig fehlt, ist ein SPA, aber da wird drüber nachgedacht. Gut.
Ich werde sicher im Sommer ein verlängertes Wochenende wiederkommen, um mich voll ins feiern zu stürzen. Als Hotelgast ist man Vip im Club, das wird ausgenutzt.

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