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Tanzen über den See Genezareth

1896Halleluja! Ein Hauptgrund, warum viele Leute nach Israel reisen, ist die Religion. Pilgern ins heilige Land ist für Christen seit den Kreuzzügen eine beliebte Tätigkeit, mittlerweile geht das auch nicht mehr mit Tätlichkeiten einher. Das Herz des modernen Pilgertums liegt – neben Jerusalem – am See Genezareth, wo sich gerade die Tourismusindustrie auf diese Art Reisende besonders gut eingestellt hat. In den örtlichen Souveniershops bekommt man gleich neben Badekappen und Sonnenhüten Dornenkronen oder Kreuzigungsnägel, man kann Mhyrre, Weihrauch und andere Spezereien kaufen oder Sand aus dem heiligen Land (den es vor dem Laden allerdings kostenlos gibt, aber halt nicht in so hübschen Fläschchen). Die Taufstelle Jesu liegt nahe Tiberias am Jordan, der Weg, den Jesus ging, um von Galiläa nach Jerusalem ging, ist immer noch nachwanderbar. Ein paar echte Glücksfälle haben den Fremdenverkehr hier wirklich bereichert. Zum einen hat man in der Uferregion des Sees ein uraltes Boot gefunden, ein Fischerboot aus der Zeit Jesu. Und zum anderen entpuppt sich die Ausgrabung des antiken Maggdala, des Ortes, wo die geheimnisumwitterte Freundin von Jesus herkam, zu einer archäologischen Sensation, nicht nur für Gläubige, sondern auch für Geschichtswissenschaftler. Aber dazu später mehr.

1857Eines der nettesten Hotels der Umgebung ist der sehr familienfreundliche Kibbuz Nof Ginosar, zu dem auch das Bootsmuseum mit dem antiken Schiff gehört. Wunderbar am Seeufer gelegen, im hübschen, skandinavischen Stil eingerichtet, mit weilläufigen Parkanlagen, Pool und Badestrand am See gefällt es mir dort extrem gut. Als ich um sechs Uhr morgens aufstehe (ich war einfach schon wach) geht gerade die Sonne über dem See auf. Es ist noch kühl, Reiher fliegen in Formation über das Ufer. Das ist wunderbar und trotz kalten Wasser macht es Spaß , im klaren See Genezareth zu schwimmen. Um diese Uhrzeit, wenn alles, was man hört, die Vögel sind, ist man sehr nahe bei Gott an diesem See – gläubig oder nicht.
Das mit der Stille ändert sich schnell. Viele Pilgergruppen aus den USA oder gar Indien sind da, um den See zu besuchen, über den Jesus angeblich ging und wo er mit seinen Aposteln gemeinsam predigte und fischte (und diverse Wunder wirkte, whatever). Ich bin großer Jesus-Fan. Ich glaube, dass dessen Lehre “seid nett zueinander” die ist, an die ich mich halten möchte. Und wenn wir uns alle dran halten würden, vor allem die Parteien mit dem C, wäre die Welt ein besserer Platz. Insofern bedeutet mir der See Genezareth durchaus etwas. Aber das finde ich eben nur um 6 Uhr früh.

Das antike Boot ist nicht nur rekonstruiert zu bewundern, es wurde auch nachgebaut. Richtig oft – zu einer kleinen Flotte, mit der Pilgergruppen über den See Genezareth fahren können und so das Tagwerk von Jesus und dessen Fischerkumpels wieder aufleben lassen. Die amerikanischen und indischen Reisegruppen hissen erstmal ihre Fahnen auf den Booten, schmeissen die richtigen CDs in die bereitstehende Musikanlage und ab gehts mit passender Musik über den See. Da wird dann getanzt und gebetet auf den Booten. Wie das dann klingt, hab ich für euch auf Video aufgenommen:

Deutsche Fahnen und deutsche Musik gab es glücklicherweise nicht, wir bekamen ein Potpurri aus “Hava Nagila” und “Shalom Alechem” und anderen jüdischen Klassikern. Nach der kleinen Bootstour ging es dann ins Vogelreservat und nach Maggdala…

Maggdala und Maria von sind vor allem seit den Dan Brown Romanen eine feste Größe in der Vorstellung der Welt. Die angeblich rothaarige Schönheit war vielleicht die Frau von Jesus, zumindest aber eine sehr, sehr enge Freundin, wie eng, das entscheidet der einzelne Glaube. Ich hoffe für Jesus, sehr eng, ich bin kein Fan des Zölibats. Auf alle Fälle wird neben dem Kibbuz das antike Maggdala ausgegraben und es entpuppt sich als wahre Wundertüte für die Archäologen. Es wurde eine antike Synagoge gefunden, teilweise noch reich bemalt und mit einem besonderen Altarstein.  Es wurden antike jüdische Mikwen gefunden,  rituelle Reinigungsbecken, es wurde die antike Fischverarbeitung gefunden, wo Fische gereinigt, getrocknet und verkauft wurden. Und es wurde der antike Marktplatz  gefunden. Alle Fischer der damaligen Zeit kamen sicher zu diesem Marktplatz, um ihren Fang abzugeben. Und die Fischer hießen nunmal Petrus, Simon, Judas….also dass Jesus über diese Steine gewandert ist, dort in die Kneipe ging und sich mit seinen Freunden getroffen hat, darf als gesichert gelten. Wenn er wo war, dann hier. Deswegen hat man den Marktplatz jetzt mit einer (ziemlich kitschigen) Kirche überbaut, die Maria aus Maggdala gewidmet ist. Und mit ihr allen Frauen der Bibel, deren Bedeutung immer heruntergespielt wurde. Das wiederum finde ich sehr schön. Ich sitze noch eine Weile allein unten auf den Steinen des Marktplatzes, lasse die Magie des Ortes auf mich wirken.

1882 1889

 

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Das Hyrax – eine Liebeserklärung

Bjørn Christian Tørrissen, via Wikimedia Commons.

Bjørn Christian Tørrissen, via Wikimedia Commons.

Es gibt Tiere, die kennt jeder und findet jeder niedlich. Katzen, Eulen, Füchse, Hunde, Quokkas, Meerschweinchen. Ich will euch heute einen kleinen Gesellen vorstellen, den ich in Israel kennengelernt habe und in den ich mich wirklich sofort verliebt habe: den Felsenhyrax, auf Deutsch Klippschliefer. Es war im Naturreservat En Gedi, nicht weit vom Toten Meer entfernt: An der Quelle, wo angeblich schon König David gebadet haben soll, als er vor dem eifersüchtigen Saul geflohen ist, sitzen sie auf den Felsen in der Sonne. Etwa 4 Kilo schwer, groß, graubraun. Mit kleinen spitzen Zähnchen vorne. Und sehen sehr niedlich aus. Unschwer erkennbar sind die Tiere mit den Elefanten und Seekühen verwandt. (Nein, das ist kein Scherz) Klippschliefer leben in trockenen Klimata, es gibt sie in den Savannen Afrikas und in den Felsen Nordafrikas und Vorderasiens.

Sie haben ein sehr ausgeprägtes Sozialleben, verfahren nach der Maxime: Der Freund meines Freunds ist auch ein Freund und kommen damit recht weit. Das finde ich eine gute Sache.

Sie sind für Klimaforscher total interessant. Weil die Tiere pieseln immer an die gleiche Stelle. Alle. Jede Generation wieder. Manche dieser Stellen mit kristallisierten Piesel sind bis zu 30.000 Jahre alt. Man kann damit ablesen,wie das Wetter war, was damals gewachsen ist, was die Tiere gefressen haben. Auch wenn ich mir 30.000 Jahre lang benutzte Toiletten irgendwie nicht so richtig vorstellen mag…

Ich wollte unbedingt einen Hyrax fotografieren und einer war auch so nett und watschelte vor mir gemütlich durch das Gebüsch nahe der Davidsquelle. Einige andere Besucher müssen mich angesehen haben wie nicht ganz dicht, für die Israelis sind Hyraxe nix Besonderes, sondern eher eine Art Landplage (vielleicht wohnen die auch neben einer Hyraxtoilette). Leider hat mein Telefonfotoapparat nicht ausgereicht, das graubraune Tier vor dem graubrauen Wüstenhintergrund im Baumschatten angemessen abzulichten. Egal, ich habe hier ein tolles Bild in cc-Lizenz gefunden, danke dafür!

User25384

User25384

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Glitzerschuhe für Märchenprinzessinnen

IMG_2342Es gibt weniger, was mir besser gefällt als Mode. Und Museen. Also sind Museen mit Mode überhaupt das Allergrößte für mich. Das wäre eigentlich der Beruf gewesen, den ich hätte ausüben wollen: Kuratorin eines Modemuseums. Aber Textilien sind nun mal die empfindlichsten Materialien, man kann sie nicht der Sonne ioder dem Licht etc aussetzen, ohne dass sie Schaden nehmen, deswegen sind Modemuseen so selten und ich habe den Jobtraum auch schnell begraben, als sich mir die Chance bot, als Volontärin bei einer Tageszeitung zu arbeiten… aber ich schweife ab… ach ja, Modeausstellungen.

Da gibt es derzeit eine kleine Schuhausstellung bei Breuninger in Düsseldorf, rund um den Mädchen-Märchenschuh aus Cinderella, einer Neuverfilmung von Disney. Im Mittelpunkt steht hierbei der originale Glasschuh aus der Verfilmung – ein Unikat, das von der Oscar ®-gekrönten Kostümdesignerin Sandy Powell entworfen und von Swarovski Technikern im Hauptsitz des Hauses in Österreich gefertigt wurde. Die luxuriöse Filmrequisite, die für die Ausstellung extra aus London eingeflogen wurde, und die rund 20.000 Euro wert ist, ist ein funkelnder Blickfang in 221 Facetten. Neun weitere  Modelle der internationalen Designgrößen Paul Andrew, Alexandre Birman, René Caovilla, Jimmy Choo, Salvatore Ferragamo, Nicholas Kirkwood, Charlotte Olympia, Jerome Rousseau und Stuart Weitzman zeigen jeweils eine moderne Interpretation. Bei manchen Schuhen denke ich mir zwar, mit denen könnte Cinderella besser in der Tabletance-Bar anheuern, aber es gibt ganz traumhafte Glitzerschuhe darunter, nur beim Preis platzt der Traum leider schnell…

motsi

So sieht es der Zeitungsleser…

...und so seht es dahinter aus.

…und so seht es dahinter aus.

Gestern war dazu Promischaulaufen und ich bin da immer gerne dabei, weil es mir Spaß macht, den Rummel zu sehen. Wenn sich Kamerateams und Fotografen schier erdrücken, um ein gelungenes Bild von vier Damen zu machen, die ja sonst nie irgendwo zu sehen sind, wie Sophia Thomalla, Mirja Dumont oder Motsi Mabuse. Wobei ich Motsi Mabuse auch in Echt extrem hübsch und natürlich finde.

Wer sich den Traum vom eigenen Schuh verwirklichen will, ohne auf eine gute Fee oder einen reichen Prinzen zurückgreifen zu können: “Als märchenhaftes Highlight startet Breuninger eine nationale Social Media Fotoaktion. Vom 22. bis 25. April  2015 können sich Fans in den 11 Breuninger Häusern mit ihrem persönlichen Traum-Schuh aus dem Breuninger Sortiment fotografieren lassen und diesen Moment mit dem Hinweis #CinderellaGesucht auf Instagram oder der Breuninger Facebook Seite teilen. Die besten zehn Bilder werden auf der Breuninger Facebook Seite hochgeladen und haben die Chance auf einen zauberhaften Preis: Die fünf Posts mit den meisten Likes gewinnen jeweils den persönlichen Traumschuh in der passenden Größe.”

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So geht man nicht mit Teenies um

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Diese Schuhe erinnern mich an Heidi Klum: Wunderschön, aber boshaft stachelig und verletzend

Mir ist gestern echt die Luft weggeblieben. Ich hab in das Ende von Germanys next Topmodel reingezappt und ich war sprachlos. Entsetzt. Angewidert. Was immer vorher in der Sendung passiert ist, weiß ich nicht. Aber im finalen Aussortieren wurde eine Kandidatin, mit 16 sogar die Jüngste, mit einem Mobbingvideo konfrontiert, in dem vier Mitstreiterinnen sie beschuldigen, schlecht über sie zu reden. So weit, so albern. Dann diskutieren ernsthaft Menschen wie Wolfgang Joop, Thomas Hayo und Übermodelmami Heidi Klum über die pubertäre Posse – und – das finde ich jetzt bodenlos, werden die Mobberin, die das Video inszeniert hat und die Gemobbte gemeinsam vor die Jury geholt und die Gemobbte wird als Krönung der Demütigung auch noch rausgeschmissen.
Ich möchte die Leute der Produktionsfirma und die Verantwortlichen bei Pro7 schütteln und fragen, was sie sich dabei denken. Da wird mit der Psyche von Menschen gespielt, die fast noch Kinder sind. Das geht echt zu weit. Ja, ich weiß, das ist der Deal, aber hat das Fernsehen, gerade mit so jungen Kandidaten, nicht die Pflicht, die Leute ein wenig vor sich selbst zu schützen? Und vielleicht sollte ich auch um den gescripteten Dreck nicht so viel Aufhebens machen. Ist doch alles nur Drama Baby, Drama. Aber: das weiß ich und nicht die junge Zuschauergruppe, die ein äußerst fragwürdiges Bild der Welt präsentiert bekommt: “du kannst eine fiese Mobberin sein, Hauptsache gut aussehen dabei.” Danke für nix, liebe Heidi.
Wenn ihr auch nicht wollt, dass das so weitergeht, bitte teilt den Text und vielleicht sieht dann auch ein Sender wie pro7, dass es Grenzen geben muss.

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Jerusalem durch die Jahrtausende – was für ein episches Buch

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Jerusalem, Felsendom, im Hintergrund die Grabeskirche Foto: wikipedia/Berthold Werner

Es ist ein beachtlicher Wälzer, über 700 Seiten hat die Paperback-Ausgabe von “Jerusalem – the Biography” von Simon Sebag Montefiori. Aber das ist dem Inhalt durchaus angemessen, denn das Buch will nicht weniger als die Frage beantworten, warum ausgerechnet Jerusalem die Stadt ist, die für drei Weltreligionen das Allerheiligste darstellt. Und dazu braucht es eben überbordene Geschichten und Geschichte – von der Zeit Davids (der mittlerweile als eine historische Persönlichkeit bestätigt ist) bis zu der heutigen Zeit zeichnet der Autor die Geschichte in Blut und Glanz und Gloria. Zwar erklärt der Autor, die Geschichte der Stadt chronologisch erzählen zu wollen, doch er beginnt im Prolog mit einer ihrer dunkelsten Kapitel – der Zerstörung des Tempels durch Titus.

jerusalem-m_1806846fEindringlich schildert Montefiori das unfassbare Massaker, geschichtlich genau und präzise. Nach diesem Prolog ist man gefesselt, liest atemlos weiter. Es ist ein Sachbuch, aber es ist so unterhaltsam wie ein gutgeschriebener Roman. Der Autor stellt Bibel – für diese Stadt eine unverzichtbare Quelle – und neueste Forschung gegenüber. Nach dem römischen Prolog geht weiter durch die Jahrtausende, Assyrer, Seleukiden, Römer, Kreuzzüge, Osmanen…bis in die heutige Zeit. Der Autor hangelt sich an den jeweiligen Herrschern der Stadt die Historie hinan, ohne das große Ganze aus dem Blick zu lassen. So haben nicht nur glorreiche Feldherren ihren Platz, sondern auch das Leiden der Bevölkerung. Alle Kapitel sind von Historikern gegengecheckt und auf Korrektheit überprüft – das ist ist wichtig in einer Geschichte, bei der ein falsches Wort wieder jemanden beleidigen kann. Immer wieder überlagern vor dem geistigen Auge die Bilder der derzeitigen blutigen Auseinandersetzungen in der Nahostregion die historischen Bilder – denn immer schon war die Region und Jerusalem im Besonderen umkämpft. Ein seit 3000 Jahren währender Kampf um Unabhängigkeit – was für ein Epos.

Was ich so unfassbar hilfreich finde: “Jerusalem – a biography” macht einen Konflikt transparenter und verständlicher, der unsere Welt entscheidend prägt und der uns doch in seinen Wurzeln rätselhaft erscheint. Ich möchte das Buch allen empfehlen, die Spaß haben an Geschichte und die verstehen wollen, wiedie vergangenen Jahrtausende unsere Gegenwart prägen.

Es ist eine großartige Lektüre und ich freue mich, im Mai diese Stadt nach langem wieder besuchen zu dürfen. So bin ich überhaupt zu dem Buch gekommen: ich hab es in der Münchner Bahnhofsbuchhandlung liegen gesehen und gedacht, es könnte eine gute Idee sein, mich für die Reise einzulesen…

PS: Ich hab es auf Englisch gelesen, es gibt es natürlich auch auf Deutsch .)

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Der Frühling wird wieder mal grau-weiß-blau

canvasMit der Mode ist das so eine Sache – ich seh mir jedes Jahr wieder die Sonderbeilagen an in der Vogue, der Glamour, der Elle, der Jolie, es gibt auch viele Ensembles, von denen ich denke – wow, toll, das wäre was für mich.
Aber ich weiß dann auch wieder, dass all diese Laufstegmode für meine Realität eigentlich keine Bedeutung hat. Nicht, weil sie zu abgehoben wäre. Das stört mich wenig. Wenn mir etwas gefällt, dann ziehe ich das auch an. Aber es gibt andere Probleme damit: Denn in den Geschäften wird die Mode, die ich in der Vogue etc sehe, nicht zu kaufen sein. Selbst wenn ich sie mir leisten könnte, bei Prada und Co finde ich dann auch nur die langweiligeren Teile der Kollektion, zum einen, weil das Wenigste tatsächlich produziert wird, oder es wird – entsprechend dem Geschmack der Leute –„entschärft“. Deswegen machen Modebeilagen oder Anleitungen wie „das kommt, das bleibt“ eigentlich gar keinen Sinn. Lieber gleich schauen, was die realen Geschäfte so bieten. Dieses Jahr macht mich der Trend zu blau-weiß-grau und Hippy-Ethno glücklich. Da finde ich gerade richtig viel, zum Beispiel auf Otto.de .
striped shirt Ich hab mich schon vor ein paar Jahren auf diese Farbkombi im Schrank festgelegt, das Zeug steht mir einfach am besten. Unmengen blau-weiß gestreifter T-Shirts, grauer Pullover, Jacken und vor allem Marinieres Langarmpullis warten darauf, mit Jeans in allen Waschungen kombiniert zu werden. Nicht irre innovativ, ich weiß, aber ein Bekleidungskonzept, das für mich funktioniert und mich gut durch Job, Freizeit oder Dates bringt.  Außerdem ergänze ich das alles mit diversen Ethno-Jacken, bunten Taschen und im sommer drehe ich bei den Sommerkleidern farblich so richtig auf. Da darf es dann auch mal knallgelb oder Pink werden, wobei auch hier der Großteil – ihr ahnt es –  blau-weiß-grau daherkommt.
Wenn ich die Neuheuten-Sektion des Katalogs so durchgehe: Besonders schön finde ich einen  gestreiften Pullover, in grau-schwarz, der nur ein kleines bißchen Koralle am Kragen zeigt – das macht die tristen Farben dann etwas sommerlich. Oder das ärmellose T-Shirt von Bloom mit dem Spitzenstern, eine tolle, frische Kombi, die trotzdem weiblich und romantisch interpretiert wird. Das wird ich mir holen – und, aber da muss ich sehen, wie das dann live aussehen wird – die Ethnojacke von Esprit. Die erinnert mit ein wenig an die Jacken von Isabel Marant, kastig mit buntem Azteken-Muster und Paspeln. Kann toll wirken, kann spießig wirken, bleibt abzuwarten.
Eins ist klar, leider: Diesen Sommer werde ich auf alle Fälle mehr finden als letztes Jahr….

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Manchmal muss es ein echtes Buch sein…Neues aus Westeros

221540_originalDie Nachricht schlug ein wie eine Bombe: George R.R. Martin hat ein neues Buch herausgebracht, Neues aus Westeros, die Vorgeschichte zu seinem Meisterwerk “Game of Thrones”. Ich hab es mir auch gekauft. “The World of Ice and Fire” . Klar, musste ich haben, schliesslich les ich den Kram seit Mitte der 90er und nicht erst, seit die Serie auf dem Markt ist. Aber das Buch ist nur den echten Fans uneingeschränkt zu empfehlen. Wer schon beim Game of Thrones mit all den Aegons, Aemons, Aherys, Danerys, Aelle oder mit all den Starks, Lannisters, Tyrells, Fossoways etc überfordert war, den wird dieses Buch schier irre machen. Denn es erzählt die Geschichte von Westeros von den Anfängen, als die Eismauer noch nicht gebaut war und die Vorfahren der heutigen Hauptfiguren die junge Welt unsicher machten.

Es wird überaus ausführlich über die Geschichte des Hauses Targaryen berichtet, samt Namen aller Kinder, Mätressen, Ehefrauen und Drachen, da wird keine Nebenlinie ausgelassen und das kann manchmal ganz schön ermüdend sein. So etwa, wie wenn Oma bis ins Detail erzählt, was Tante Fanny mit Tante Resi und Tante Buzi besprochen hat in den 50ern und was es damals immer für Plätzchen an Weihnachten gab. Ja, es ist ganz nett, aber irgendwie bringt es einem jetzt so gar nix mehr btw bringt es die Handlung vom jetzigen Buch keinen Millimeter voran – dass lässt machen Fans verzweifeln. George RR Martin hat sogar Drohbriefe bekommen, er solle gefälligst mit dem Schreiben des Hauptwerkes weitermachen. Ich weiß ja nicht, ob das ein Kompliment oder Nötigung ist.

Aber “The world of Ice and Fire” ist nun da und die Fans werden sich sicher wieder beruhigen. Denn was wunderschön am Buch ist, ist die Ausstattung. Kunstleder gebunden, reich illustriert, aufwändig gestaltet. Es ist sicher Kunst, die hart an Kitsch grenzt, aber es macht Spaß, es anzugucken und sich in die Welt von Westeros holen zu lassen. Mit 38 Euro ist das Buch nicht günstig, aber mit z.B, einem Gutschein von Thalia wie diesem hier geht das dann wieder. Für alle, die die Fans der Serie zu Weihnachten beglücken wollen, ein Toptipp.

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