Archiv der Kategorie: Uncategorized

Alles Fake im deutschen Fernsehen?

Rosen für die große Liebe? Doch im deutschen TV findet man meist nur Gefaktes Foto:RTK

Rosen für die große Liebe? Doch im deutschen TV findet man meist nur Gefaktes

In Amerika haben sie bei Live-Shows eine 5sekündige Verzögerung bei der Übertragung, damit, falls mal wieder wem ein Busen aus der Bluse hüpft, schnell reagieren zu können und den Menschen vor dem Bildschirm dieses traumatische Erlebnis zu ersparen. In Deutschland dagegen wird die Zensurschere gleich viel früher angesetzt. Es wird getrickst und gescriptet, es wird sich totgecastet, damit eines am Ende garantiert nicht herauskommt: etwas Echtes.

Bei der “Bachelorette” wird aufgeschrien “alles Fake” und so ist es ja auch. Dieses Format ist von vorne bis hinten durchinszeniert, jeder spielt die Rolle, die ihm zugedacht ist. Auch wenn man das irgendwann nur noch besoffen durchhält. Auch die Bauern und ihre Liebsten bei “Bauer sucht Frau” sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen. Da wird schon mal ein Hof angemietet oder eine Dame, da hat wer einen anderen Beruf oder sogar schon Weib und Kind im echten Leben. Das Liebeswerben, die “Ideen” der Bauern, mit Picknick auf dem zum Herz umgeformten Misthaufen sind auf dem Mist der TV-Treibenden gewachsen. Damit wird das Ergebnis zwar unglaublich öde, aber es ist wenigstens handlebar für die TV-Redakteure und ihre Vorgesetzten, die sich vor Überraschungen fürchten wie der Teufel vor dem Weihwasser. Es könnte ja zu Entgleisungen kommen, da könnten die Zuschauer wegbleiben, oder – noch viel schlimmer – die Werbetreibenden, die sich eine möglichst berechenbare Umgebung für ihre Produktplatzierung wünschen. Deswegen muss alles so schick und glänzend und zuckergussübergossen wie möglich sein. Das Problem ist aber, dass, wenn negative Überraschungen ausbleiben, auch positive ausbleiben. Dass irgendwann ein Kandidat ganz unvorhergesehene Starqualitäten aufweist und die Zuschauer wirklich fesselt. Dass ein Format, eine Talkshow echte Emotionen zutage fördert. Dass ein Bachelor und eine Bachelorette mit all ihren gelackten Prinzen und Prinzessinnen tatsächlich die wahre Liebe findet (ja, sie auch nur sucht) glaubt mittlerweile kein Mensch mehr.

Und die Öffentlich-Rechtlichen? Ja, da wird auch auf Teufel komm raus beschissen, um sich bei seinen Gönnern in Politik und Wirtschaft einzuschleimen. Da kommt ein Beckenbauer von Platz 36 bei den beliebtesten Deutschen schnell auf Rang 9. Äh, ja gut, sicher. Auch hier wird alles dem Proporz angepasst und dem bescheuerten Glauben, dass Zuschauer lieber kuratiertes wahres Leben haben wollen. Nein. wollen sie nicht. Authentisch ist wesentlich besser, weil spannender als gescriptete Kackscheisse. Wie heisst es? “Das Leben schreibt die spannenendsten Geschichten”. Eben. Aber damit tut sich Deutschland schwer. Auch im Printbereich werden, wie eine Freundin von mir in ihrer Doktorarbeit herausfand, signifikant öfter mit hübschen Symbolbildern verziert und nicht mit den realen Protagonisten. In England ist ein Bericht zu “Love in Gambia” tatsächlich mit Muttis aus Birmingham bebildert, die sich schwarze Lover anglen, in Deutschland mit einem weißen Model in romantischer Umarmung mit einem schwarzen Model. Ich weiß, wie ichs lieber hätte. Echte Menschen, echte -emotionen, echtes Leben. Das ist so viel spannender als poliertes Drehbuch.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft, Medien, TV Serien, Uncategorized

Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single auf Parship…

…und ich denke mir, warum nur einer? Braucht es da nicht zwei dazu? Ich mein. ich verlieb mich ja auch gerne im Internet, in Joe Manganiello oder in George Clooney. Blöd nur, dass sie davon ungefähr genauso viel wissen wie vermutlich der andere Single auf Parship. Willkommen im Menschen-Supermarkt. hin und weg schnell verliebt, heute Düsseldorfer im Sonderangebot, nicht verpassen! Ich finde diese Singlebörsen im Internet eigentlich eine gute Idee, da es immer schwieriger wird, mit zunehmendem Alter, den richtigen Partner zu finden. Immer mehr von uns lassen sich scheiden, im Job wird Flexibilität erwartet und der Umzug in andere Städte. Und dann ist der Aufbau eines neuen Bekannten und Freundeskreis einfach nicht mehr so leicht. Einen Partner finden ganz zu schweigen.

Deswegen, eigentlich gute Sache. Leider hat die Sache wie jede gute Sache, einen Hacken. Denn mit der Auswahl steigen die Ansprüche. Warum denn bei einem Partner bleiben, wenn um die Ecke vielleicht noch jemand Besseres warten könnte? Noch ein bisschen toller, noch ein bisschen schöner, noch ein bisschen intelligenter, noch ein bisschen reicher. Außerdem, man hatte das ganze Jahr bezahlt, warum das ganze schöne Geld verfallen lassen, nur weil Nummer zwei passt? Könnt ihr Nummer 3, 4 oder fünf da noch viel, viel, viel, viel besser sein. Ich finde auch die Werbung fatal, in der fabulös schöne Menschen sagen, sie suchen jemand ganz normalen, wie sie selbst. Weckt einfach falsche Erwartungen. Es sind einfach die meisten ganz normal. Und das ist gut so. Vielleicht sollte man die Erwartungen modifizieren oder erkennen dass der wirklich zu einem passenden Partner nicht unbedingt ein Topmodel sein muss, vor allem, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man selbst keins ist. :)

3 Kommentare

Eingeordnet unter Gesellschaft, Konsum, Medien, Social Media, Uncategorized

UpMade – das Beste aus Resten

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Eigentlich hört es sich erstmal komisch an: Mode aus den Resten der größten Textilfabrik in Bangladesh. Aber was Ausdesign® aus diesen Resten zaubert, überzeugt von der Ökobilanz als auch von der Optik. Die Designerin Reet Aus aus Tallinn in Estland zeigte ihre Mode unter dem Label UpMade auf dem Green Showroom im Adlon. Ich mag ja blau-weiß-gestreifte T-Shirts, vor allem, wenn ein Anker drauf ist (Nautische Methapher). Und dieses Stück lockte mich an den Stand. Die übrigen Designs waren wesentlich schicker und ich mochte alles. Leider kann man dort nicht direkt kaufen, wie noch vor einem Jahr, ich hätte gern ein T-Shirt erworben.

So schön die Mode ist, gestartet ist das Ganze  eigentlich als Forschungsprojekt zum Thema Upcycling, also aus dem Müll anderer Menschen etwas Sinnvolles und -in diesem Fall – Wunderschönes zu schaffen. Extrem nachhaltiges Konzept. Reet Aus und ihr Team arbeiten mit Beximco zusammen, dem größten Textil- und Bekleidungshersteller in Bangladesh. Beide Firmen zielen darauf ab, die Umwelt zu schonen und Ressourcen einzusparen. Keine kleine Sache, wenn man bedenkt, dass es theoretisch möglich wäre, 65% des Abfalls zu vermeiden, den die Textilfirma im Jahr produziert – und das bei einer gigantischen Menge von  56 Millionen Kleidungsstücken, die Beximco pro Jahr verlassen.

Die Designs von UpMade by Reet Aus  sparen zusätzlich 70% Wasser und  schaffen 88% weniger CO2 Ausstoß im Vergleich zu herkömmlicher Ware. Der Trick dabei ist, die übrig gebliebenen Stücke aus anderen Kollektionen so zusammenzusetzen, dass die kleinen Stoffteile wieder ein sinnvolles Shirt ergeben. So  wirken die Motive wie Anker oder Pfeil wie kostbare Intarsien im T-Shirt, wie besonders aufwändig gemacht und nicht, wie im Gegenteil, aus der Not geboren. Die Designs müssen immer wieder neu gepuzzelt werden, je nachdem, was andere Firmen so für Zuschnitte bestellen.

Wenn man über eine Riesenfirma in Bangladesh hört, wird man natürlich auch stutzig und fragt sich, ob man da nicht die Arbeiter ausbeutet. Ja, von der Ökobilanz ist UpMade Green, aber auch von den Arbeitsbedingungen? Die Webseite gibt darüber ausführlich Auskunft. Ich hoffe, das hat alles so seine Richtigkeit. Ich kann nur sagen, mich hat das Konzept und die Schönheit der Designs überzeugt.

Zu kaufen gibt es die Mode in diversen Boutiquen, leider in keinem Online-Shop. Aber ich hoffe, irgendwo eine der Ankerblusen zu erwischen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft, Konsum, Mode, Tu Gutes!, Uncategorized

Grün geht auf viele Arten – Green Showroom in Berlin zeigt alle

Es gibt viele Varianten, wie grüne Kleidung entstehen kann. Sei es, dass Naturmaterialien benutzt werden, dass Materialien recycelt werden, wie etwa PET-Flachen, sei es dass upcycelt wird, dass heißt, aus anderer Leute Abfall entsteht etwas Neues oder dass die Bekleidung aus fair hergestellten Materialen entsteht. Der Green Showroom im Adlon ist deswegen immer eine sehr spannende Sache und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Es gibt vier Labels, die mir ganz besonders gefallen haben: Johanna Riplinger hatte eine wunderschöne Seidenkollektion dabei, vor allem ein beiger Jumpsuit, für den ganze vier Meter Seide verarbeitet werden, hatte es mir angetan. Die Blusen mit dem unregelmäßigen Muster in rose und lila wirken auf den ersten Blick ungewöhnlich, und die Stoffärbung hat denn auch eine faszinierende Geschichte: Auf die Seide werden einfach Rosenblätter gelegt, die zuerst in indischen Tempeln den Göttern geweiht waren. Die verblühten Rosen, die von den Priestern entfernt werden, bekommen die Seidenfärber. Upcycling vom Allerfeinsten.

Edelziege ist der witzige Name eines neuen Kaschmirlabels – und ich habe selten so feine Pullöverchen gesehen. Hauchzarte Wolle, hauchzarte Farben, vor allem das helle Mintgrün hat es mir angetan. Saruul Fischer, die Inhaberin des Modelabels edelziege, ist in der Mongolei aufgewachsen. Die Mongolei ist einer der größten Cashmere-Produzenten der Welt. Da lag es für sie nahe, mit einem der kostbarsten Naturprodukte ihrer Heimat die Brücke zu schlagen in ihre Wahlheimat Deutschland. 2007, als sie wieder die Familie in Ulaanbaatar besuchte, sah sich die angehende Unternehmerin nach einem geeigneten Partner vor Ort, einer für beste Qualität bekannten Cashmere-Strickerei, um und wurde fündig. Doch nicht nur der Handel mit Produkten aus reinem Cashmere reizte sie, als besonders modebewusste junge Frau nutzte sie ihre Kreativität und entwickelte schließlich eigene Kollektionen. Seit 2008 designt, produziert und vertreibt Saruul Fischer luxuriöse Cashmere-Produkte unter dem Label edelziege.

Foto: Edelziege

Foto: Edelziege

Die Mode von Gotsutsumu sieht erst einmal unspektakulär aus – normal. Doch sie ist alles andere als das, es ist nämlich biozertifizierte Businessmode. Die gesamte gotsutsumu Kollektion ist nach Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert und mit der Labelstufe „organic“ ausgezeichnet. Das bedeutet zu allererst einen sehr hohen Prozentanteil an Naturfasern aus kontrolliert ökologischer Erzeugung. Die italienischen Wolltuche bestehen aus 98% Bio-Schurwolle, die Baumwollwebware für Blusen und Hemden läßt die Firma aus 100 % Bio-Baumwolle herstellen und den Jersey für die T-Shirts und Kleider aus 95% Bio-Biobaumwolle.

“Während des gesamten Herstellungsprozesses kommen keine umweltbelastenden oder gesundheitsschädlichen Chemikalien zum Einsatz und es wird auf eine Ressource schonende Produktion geachtet. Um die Transportwege so kurz wie möglich zu halten, findet die Verarbeitung in Europa und der Türkei statt. Eine sozial verantwortliche Produktion mit sicheren Arbeitsplätzen, geregelten Arbeitszeiten, gerechter Behandlung und Existenz sichernden Löhnen ist in der gesamten Produktionskette sicher gestellt, also in jeden einzelnen Betrieb, der an der Herstellung der gotsutsumu Kollektion beteiligt ist.”, erklärt das Label. Wenn das nichts für den umweltbewussten Manager oder Grünen-Abgeordneten ist, weiß ich auch nicht.

Mehr experimenteller Natur ist “Blond and Bieber“, die experimentieren mit Mutter Natur herum und stellen aus Algen sehr interessante Farbstoffe her, die sich im Laufe der Zeit mit der Luft verändern. Das Label arbeitet mit dem Fraunhofer Institut zusammen und da darf man bestimmt noch viel Spannendes erwarten. Mir haben die Stoffe mit ihren unregelmäßigen Mustern gut gefallen, Algaemy nennen sie ihr Projekt – als Inspiration diente unter andrem Chinesen, die sich während der Algenpest die Algen munter auf die Haut legten. Ein Unkraut als Feuchtigkeitsspender…so kam die Idee auf, mit dieser Pflanze zu experimentieren.

Ich werde euch noch einige Labels spezieller vorstellen, schließlich ist erst wieder in einem halben Jahr Fashion Week.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Konsum, Kunst, Mode, Tu Gutes!, Uncategorized

Kochen für den Frieden

Fotos: Random House

Fotos: Random House

Was derzeit im nahen Osten geschieht, in Gaza, das nimmt mich sehr mit. Ich wünsche mir sehr den Frieden dort – vor allem für all die ganz normalen Leute, die dort ohne Fanatismus ihr Leben führen wollen ohne Angst und Not. Wer mit was wie wo Schuld hat, steht mir nicht zu zu beurteilen. Davon soll der Blogbeitrag auch gar nicht handeln.

Sondern von dem wunderbaren Kochbuch “Jerusalem” von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Der eine Koch wuchs im westlichen, jüdischen Teil der Stadt auf, der andere im östlichen, muslimisch geprägten. In London, wo beide jetzt leben, haben sie sich getroffen und festgestellt, wie ähnlich ihre Kindheitserinnerungen waren, wie ähnlich auch die Küchen, die ihre Eltern jeweils kochten. Das Buch ist eine Reise in ihre Kindheit, in die die Autoren uns mitnehmen, sie erzählen von den Gerüchen, den Geschmäckern der heiligen Stadt, von den kleinen Läden in der Altstadt, von gemeinsamen Gerichten und deren Varianten.

Kommt Tahini (Sesampaste) ins Baba Ganoush (eine Auberginenpaste, ich sage übrigens ja, unbedingt), wo bekommt man den besten Hoummous, was macht das typisch süsse Gebäck des Orients aus und wie serviert man Falafel richtig. Das Buch ist durch die Kollaboration ein wunderbares Symbol für den Frieden, es zeigt, wie viel beide Bevölkerungsteile gemeinsam haben, wenn sie es nur mit genug Abstand betrachten. Ich möchte es jedem ans Herz legen, dessen Interesse von die Küche des vorderen Orients über Döner hinausgeht.  Vielleicht schafft die gemeinsame Küche mehr Verständnis füreinander, als es die Politik je könnte… Kochen für den Frieden…

Die Rezepte sind toll bebildert, relativ leicht nachzukochen und schmecken traumhaft. Manchmal gibt es Anleitungen zur Vereinfachung, die ich gerne nutze. Zum Beispiel mache ich mir nicht die Mühe, die Quitten für die gefüllten Quitten (Unteres Bild) auszuhöhlen, ich gar die Füllung als Fleischklösschen daneben. Geht auch…

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Essen, Kochbuch, Politik, Tu Gutes!, Uncategorized

Schnelle, großartige Crespelle mit Hackfleisch-Spinatfüllung

crespelleWenn mich wer nach meinem Lieblingsessen fragt, sind es eigentlich Hackfleischpfannkuchen. Ganz simpel, Hackfleisch mit Salz, Pfeffer angebraten und dann mit Parmesan vermischt, in Pfannkuchen gewickelt – super. Mehr braucht es nicht. Ich hab mir das auch immer von meinem Vater gewünscht, der konnte toll kochen, vor allem italienisch – und Kaiserschmarrn.  Mein Vater ist mittlerweile gestorben, aber ab und an, wenn ich Sehnsucht bekomme nach ihm und seinen Kochkünsten, dann versuche ich es selbst. Zum Beispiel mit diesem einfachen, aber extrem leckeren Gericht, das auch noch superfix geht, wenn man fertige Pfannkuchen verwendet – Reste vom Vortag oder fertige aus der Kühlung, die sind übrigens gar nicht schlecht.

Für die Füllung pro Person 150 Gramm Hackfleisch ohne Fett in einer beschichteten Pfanne anbraten, mit Salz und viel frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Ein einem Topf pro Person eine gute Handvoll frischen, gut gewaschenen Spinat zusammenfallen lassen. (Wahlweise auch Zucchini raspeln und mit dem Hackfleisch anbraten, oder frische Erbsen dazugeben, je nachdem, was da ist.) Ist das Fleisch gut gebräunt, frisch geriebenen Parmesan zugeben und mit dem Spinat vermischen. Die Mischung auf die Pfannkuchen geben und zusammenrollen.  Statt einer aufwändigen Bechamel verrühre ich pro Person einen Esslöffel Brunch-Frischkäse mit einem Esslöffel Wasser, Salz, Pfeffer und Muskatnuss, giesse es über die Pfannkuchen und reibe etwas Parmesan darüber.

Im Ofen, vorgeheizt auf 180 Grad, mit Oberhitze überbacken, bis der Käse knusprig braun ist. Servieren!

Habt ihr auch so Rezepte, die besondere Erinnerungen wachrufen? Schreibts in die Kommentare – würde mich freuen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Essen, Kochbuch, Uncategorized

Weltverbessern mit Toms – diese Taschen können Leben retten!

Es gibt Labels, die muss ich einfach unterstützen. Zum einen, weil deren Produkte echt schön sind, zum anderen aber, weil sie einen wirklich Unterschied machen. Eins dieser Labels ist Toms. Ein Label, das ich euch besonders ans Herz legen möchte, weil das zu dem Konzept dieser Seite passt wie kaum ein anderes, denn mit Toms tut man mit jedem Einkauf etwas Gutes und hilft jemand, dass dessen Leben besser wird – und man hat nebenbei noch eine schöne Tasche, Brille oder ein Paar Schuh erstanden. Der Look von Toms ist leicht ethno, viele Prints, Naturfarben und Leder. Der Klassiker sind lässige Espandrillos, aber die Kollektion wir laufend erweitert. Die deutche Seite ist noch im Aufbau, nicht erschrecken. Ich würde hoffen, dass Toms als Marke hier gut Fuß fasst, weil…

Im Jahr 2006 lernte der Gründer von TOMS, Blake Mycoskie, Kinder in einem Dorf in Argentinien kennen und sah, dass sie keine richtigen Schuhe hatten, um ihre Füße zu schützen. Er wollte ihnen helfen und gründete TOMS Schuhe, ein Unternehmen, das für jeden Verkauf eines Paars Schuhe ein bedürftiges Kind mit einem neuen Paar Schuhe unterstützt. One for One.® Im Jahr 2011 wurde das One for One-Modell mit TOMS Brillen erweitert. Für jede verkaufte Brille unterstützt TOMS eine hilfsbedürftige Person dabei, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. One for One.®

Was als einfache Idee begann, entwickelte sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell, durch das Bedürftigkeit angegangen und Kindern und ihren Gemeinschaften weltweit zu einer besseren Gesundheitsversorgung, Bildung und mehr wirtschaftlichen Perspektiven verholfen wird. Und in diesem Jahr freuen wir uns besonders auf die Gründung von TOMS Roasting Co. Für jeden verkauften Beutel Kaffee schenkt TOMS einer bedürftigen Person eine Woche lang sauberes Wasser. One for One. ®

TOMS hat bereits mehr als 10 Millionen Paar neuer Schuhe an hilfsbedürftige Kinder gespendet und mehr als 200.000 Menschen geholfen, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. Wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein und freuen uns mehr denn je darauf, zu sehen, wie die kontinuierliche Entwicklung unserer Giving-Aktionen Gemeinden weltweit positiv beeinflussen kann.

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins - ein tolles Konzept

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins – ein tolles Konzept

Mittlerweile machen auch Promis mit, DJ Paul van Dyck hat Schuhe für Toms entworfen.  Das Produktportfolio wird immer wieder erweitert, mittlerweile gibt es auch Fair Trade Kaffee, bei dessen Verkauf Trinkwasser gespendet wird. Und wer Angst hat, die Schuhe für die Kinder würden von Kinden woanders hergestellt, den kann ich beruhigen: Toms produziert fair, unter anderem in Haiti, wo versucht wird, dem Land wieder auf die Beine zu helfen. Wer es genau wissen will: hier der Link zum Giving Report

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Mode, Promis, Social Media, Tu Gutes!, Uncategorized

Curvy, sexy, wunderbar – zu Gast auf der Übergrössenmesse

IMG_0320Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf der Fashion Week für etwas korpulente Frauen, der curvy is sexy. Im Palazzo Italia, direkt an der Friedrichstrasse, unter den Linden, zeigten über 60 Labels, was sie so zu bieten haben für mich und meine, ich sag jetzt mal , Leidensgenossinnen, die nicht immer bei Zara oder gar den Designern fündig werden. Ich muss gestehen, ich war wirklich gespannt. Was gibt’s denn da so? Um es vorwegzunehmen: wer Mode für große Größen mit Hauszelten gleich setzt, muss umdenken. Es gab wunderbar Tragbares für jeden Tag, edle Designerkleider, Abendkleider… es gibt Bekleidung in allen Preislagen. Ich war begeistert. Ich bin mit 40/42 und manchmal auch 44 ja im unteren Bereich der Übergrößen angesiedelt. Aber hier auf der Messe hätte mir jedes Teil gepasst, es hat mich außerordentlich gefreut, ich gebs zu.

Was mich überrascht hat, ist, dass ein paar der schönsten Labels aus Deutschland kommen. No Secret , S. Oliver Triangle, Anja Gockel WomanIam. Ganz groß und auch die Engländer, die mit Zizzi einen großen Stand hatten oder die Skandinavier, die die gesamte Palette von romantisch bist zur lässigen Jeans Mode spielen. Es gab spezielle Blusen, in die der Busen passt, extra Weitschaftstiefel…..ein Moppelparadies. Dreimal am Tag zeigten die Labels auf einer Modenschau, dass Curvy is sexy nicht nur ein Schlagwort ist. Und während auf der Fashion Week die Models immer dünner werden, standen hier wunderschöne, echte Frauen auf dem Laufsteg, mit Busen, Po und allem, was dazugehört. Ich hätte mir gewünscht, jede, die im Zelt war, wäre auch einmal hier gewesen, um zu sehen, wie schön ein wenig rundlich sein kann. Ich fand die Models traumhaft.

Es gab ein paar Labels, die ich ganz besonders schön fand:

WomanIam von Designerin Anja Gockel, die herrliche Kleider zeigt, deren Print sie selbst entworfen hat. Altrosa-grau, kombiniert mit schwarzer Spitze, ein frühlingshaftes Seidenkleid im Seerosendruck oder futuristische Punktkleider. Toll!

S.Oliver Triangle ist lässige Streetwear. “Wir füllen damit eine Lücke zwischen den regulären Größen und der Übergröße-Mode”, heißt es dort. “Auch Frauen, die größer sind als der Durchschnitt, werden bei uns fündig”. Stimmt. Ich hab mich in ein schwarzes Kleid verliebt, über dessen komplette Vorderseite ein weißer Blitz lief – super. auch ein schlichtes weißes Kleid mit Dreiviertelärmeln, das ein Testimonial trug, hat es mir angetan. Und eine Baggy Lederhose, und ein schwarzer langer Plisseerock und und und…

Junarose ist sehr jung, sehr gut geschnitten und sieht einfach sweet aus.

Zizzi, ein Brand aus England, hat eine besonders coole Kollektion vorgestellt. “Wardrobe of Wonders” heisst sie und erfüllt mit Bleistiftröcken, kurzen Sweatshirts, wilden Prints auf gut geschnittenen Kleidern,  Boucle-Karokostüm oder Snakeprints den Wunsch, modische Kleidung ab 42 zu bekommen.

Veto, ein dänisches Label, bietet tolle Jeans und einen sehr süßen Rosendruckblouson – der hat es mir angetan.

Und last, but not least, Adam Brody aus Zürich. Der Designer macht wunderschöne Mode. unter anderem einen blau-weißen Brokantanzug, der ein absolutes Lieblingsstück werden könnte.

Fazit: wir müssen das Gut gekleidet sein, nicht länger den Frauen bis Größe 38 überlassen – die Branche hat uns entdeckt. :)

 

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Mode, Uncategorized

Kung Fury versus Kung Führer

Ich möchte euch heute ein Fundstück aus dem Netz vorstellen, das bei den Nerds schon längst Kult ist. ein Karatekid aus den Achtzigern jagt Hitler, der auch Kung Fu kann, mit Hilfe von Wikingern auf Dinosaurieren und Walküren mit Metallbhs aus dem Fetisch-Dessous-Läden. Und einer Triüon-Zeitmaschine. Und Skateboards. Äh, ja. Diesen Film mit dem schönen Titel Kung Fury will ein schwedischer Regisseur David Sandberg realisieren, eine halbe Stunde soll der Trash dauern und weil sich für sowas leider kein Filmstudio findet, bezahlen es die Fans. Die haben seit Januar mittlerweile 630.000 Dollar via Kickstarter gesammelt, eine runde Million soll es werden.

20140702-121150.jpg
Der Regisseur spielt der Einfachheit halber auch die Hauptrolle. Mit rotem Rambostirnband und fieser 80tziget Lederjacke. Alles gruselig. Alles lustig und ich will’s unbedingt sehen. Nur eins: müssen eigentlich immer die Nazis mitspielen?

20140702-121101.jpg

Hinterlasse einen Kommentar

2. Juli 2014 · 10:14 vormittags

Guna: Lässige Streetwear mit ausgesuchten Marken

Naketano hat Mode für Veganer

Naketano hat Mode für Veganer

Was Mode anbelangt, bin ich so zwiegespalten. Auf der einen Seite mag ich es gern feminin, Röcke, Blusen mit Spitze, Mäntel mit Pelzkragen. Es gibt so Tage, da kann ich nicht anders.
Aber auf der anderen Seite – und die überwiegt an den meisten Tagen – mag ich es gern unkompliziert. Jeans, Longsleeve, Lederjacke und gut isses. Liegt vielleicht daran, dass ich überall mit dem Fahrrad unterwegs bin und da ist es nun mal praktischer. Praktisch, das ist so ein hässliches Wort. So hässlich wie die meisten Funktionsjacken und überweite Fleecepullover. Deswegen: nennen wir den Look lässig. Ja, das klingt viel besser. Denn auch bei diesem Look will ich nicht auf das gewisse Etwas verzichten. Coole Schnitte, melierte, weiche Stoffe, schöne Farben und witzige Aufdrucke. Immer gut zum mitnehmen in den unbeständigen deutschen Sommern.
Da hab ich neulich einen Onlineshop namens Guna entdeckt, der sich auf Jeans und Streetwear spezialisiert hat und viele der Marken führt, die ich besonders gern hab. Ich mag es, wenn ich ein etwas spitzeres Angebot vorfinde, in den Riesenshops hab ich das Gefühl, von der schieren Menge an Kleidern und Kleidungsstilen fast erschlagen zu werden. Bei Guna fühle ich mich da gut aufgehoben. Der Shop, der zur Kette Olymp und Hades gehört, führt unter anderem Naketano, Wellensteyn, G-Star, Khujo oder Superdry – alles Marken, die ich sehr schätze und bei denen ich weiß, welche Größe mir passt. Das ist vor allem beim Onlinejeanskauf eine Hürde. Mit Größe 42 bin ich nicht die Allerschlankste und so ist es gut, zu wissen, wie G-Star schneidet. Weil, mit dem Hin-und Herschicken hab ich`s nicht so. Wobei Guna satte 100 Tage Rückgaberecht anbietet.
Naketano hab ich vor einigen Jahren noch im Undercover Magazin als totalen Insider vorgestellt, mittlerweile hat sich das Label etabliert. Zu Recht. Ich mag deren langgeschnittene Hoodies oder Sweatshirts mit dem großen Kragen, so richtig zum Einkuscheln. Femine Lieblingsstücke für daheim. Witzigerweise ist die Marke auch der Hit der Veganer, weil sie auf Wolle, Leder, Seide oder Daunen verzichtet. Vegane Mode – da muss man erst mal drauf kommen.

Bei Superdry überzeugen weniger raffinierte Schnitte (die sind extrem klassisch), sondern deren leicht verwaschene Drucke im Vintagelook. Wer nicht genau hinkuckt, denkt, ein Originalsweatshirt aus den 80ern vor sich zu haben. Wellensteyn Jacken oder G-Star sind Klassiker, die konstruierten und extrem raffiniert geschnittenen Jeans der Marke faszinieren mich. Ich liebe vor allem deren unendlich coolen Waschungen.
Die Grössen bei Guna bewegen sich im normalen Spektrum, extra groß wird leider nicht angeboten.  Aber wenn ich dort was finde, stehen die Chancen für euch nicht schlecht.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Konsum, Mode, Uncategorized

Huhn in Walnusssauce – iranisches Gericht zur WM Kochparade

20140626-185354.jpg

Mittlerweile gibt es Maggifix für indische Hähnchenpfanne, vietnamesisches oder koreanisches Essen sind Standard geworden, nur die Küche des mittleren Ostens ist noch. Ich so richtig angekommen. Das ist schade, denn die wartet mit einen unglaublichen Geschmacksreichtum auf. Gewürze wie Safran, Ringelblume, Zimt oder Koriander bestimmen das Bild. Deswegen freue ich mich, den Newcomer Im WM-Business, Iran, mit diesem Gericht beim Blogevent von Peter Spandls “Aus meinem Kochtopf” zu vertreten.

Für vier Personen:

Zwei Hühnerbrüste ohne Haut und Knochen in große Würfel schneiden. 100 Gramm Joghurt mit Chillipulver, Kurkuma und einer Prise Zimt verrühren, das Huhn in die Marinade geben und über Nacht zart werden lassen.
Eine rote Zwiebel fein hacken, in etwas Öl oder Butter glasig dünsten, beiseitestellen. Im Mixer 175 Gramm Walnüsse, einen Bund Koriandergrün, eine Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, scharfer Paprika, Zimt pürieren. Zwiebeln dazu und untermixen. Das Püree in die Pfanne geben, mit 150 ml Hühnerbrühe und einer guten Messerspitze Safran sanft garen lassen, die Sauce soll gut eingedickt sein.
Währenddessen den Backofen auf 200 Grad mit zugeschaltetem Grill vorheizen und die leicht abgetropften, mit Salz und Pfeffer gewürzten Hühnerstücke grillen. (Ich gebe gern Schuhbecks Brathendl Gewürz drauf, aber sehr iranisch ist das nicht) . Einmal beim Grillen wenden.
Für den Safranreis etwas Öl und ein Esslöffel Butter in einem Topf heiß werden lassen, 150 Gramm Basmatireis zugeben und die Körner glasig werden lassen. Eine Handvoll getrocknete Cranberrys zugeben und mit Hühnerbrühe aufgießen. (Handbreit über dem Reis) Reis garen lassen, kurz vor Schluss ein Esslöffel Butter und drei gute Prisen Safran, in ein wenig Brühe aufgelöst, zugeben und unter den Reis heben.
Das Grillhuhn mit dem Reis und der Sauce servieren. Wer will, kann das Gericht noch mit Granatapfelkernen garnieren.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Essen, Kochen, Uncategorized

Über das Baby hab ich mich grad kaputtgelacht

Vermutlich hat den Film schon wieder jeder gesehen – für mich war er neu und er ist wirklich süß. Ich glaube, alle Babies mögen Musik und wollen tanzen, sobald sie sich auf zwei Beinen halten können. Die Kleine auf alle Fälle, die hoppst wie ein Mini-Psy. Ich würde die, wenn ich Pampers wäre, sofort für einen Werbespot engagieren….

Hinterlasse einen Kommentar

2. Juni 2014 · 5:54 vormittags

Eine Institution gibt es nicht mehr

20140529-131750.jpg

Es gab so ein paar Geschäfte, die bestimmten, was Trend und Stil ist war in Deutschland: Theresa in München, quartier201 in Berlin und Eickhoff in Düsseldorf. Ich erinnere mich gut daran, als ich früher bei einer Illustrierten arbeitete, da würde zum Saisonanfang immer bei diesen Geschäften angerufen und gefragt, was denn so geordert worden wäre für die Saison. Es war interessant, die regionalen Unterschiede festzustellen und das unterschiedliche Modeverständnis.

Regional ist mittlerweile Fehlanzeige, denn die Rolle des Trendsetters hat jetzt das Internet mit Läden wie net-a-porter übernommen. Im Netz gibt es Tag und Nacht weltweit alles zu kaufen. Und die Institution Eickhoff hat seine Pforten auf der Düsseldorfer Kö geschlossen. So wie Maendler, ein Münchner Traditionsgeschäft, schon länger davor. Es gibt nur noch wenige Inhabergeführte Boutiquen. Pool in München etwa oder das wunderbare Hayashi in Frankfurt. Das ist in vielerlei Hinsicht ein Verlust: denn was auch bald fehlen wird, sind der Einzelhandel in der Innenstadt. Bald sind nur noch die weltweiten Ketten gewillt, die horrenden Mieten zu zahlen. Blöd für die Kundschaft, die überall nur Einheitsbrei bekommt, blöd für ältere Menschen, die der Beratung bedürfen, blöd auch für neue Designer. Denn Eickhoff und Co haben Talente gefördert, auch mal neue Labels ausprobiert und so bekannt gemacht. Denn das Renommee der Läden war groß, der Geschmack sicher. Traut sich heute kaum wer..

Ich finde das alles sehr traurig. Und auch die Qualität der Beratung sinkt. Denn was solche Geschäfte vor allem auszeichnete, war ihr tolles Personal. Leute, die den Kunden auch sagten, was ihnen nicht steht, aber vor allem auch zeigten, was passen könnte. Die auf tolle Stylingideen kamen. Die geradezu mütterlich Abendkleider oder Outfits für bestimmte Anlässe heraussuchten. Das fehlt im Netz. Und nicht nur da. Oft beschränkt sich die ” Beratung” auf: “den Blazer können sie auch zur Jeans tragen”. Ach ne.

Ich hab eine Bitte, wenn ihr eine Boutique gefunden habt, die euren Geschmack trifft, kauft dort ein. Und gebt die Adresse weiter, nur so stellt ihr sicher, dass es die weiterhin geben wird.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft, Mode, Tu Gutes!, Uncategorized

Nein, ich bin keine Heilige – nur Hobbyweltverbesserin

Ich habe letztens über die Produktionsbedingungen beim Trikot der Nationalmannschaft geschimpft, über Leute gemeckert, die bei Primark säckeweise Zeug rausschleppen. Find ich auch nach wie vor uncool. Aber, fragen Leute, du kaufst deine Mops-Socken bei Primark, du hast bestimmt Kleider im Schrank, die aus Sweatshops stammen. Ja. Stimmt. Ich bin nicht 100 Prozent konsequent. Ich kaufe nicht nur Bio. Nicht nur Fair Trade.
Aber ich versuche, zumindest etwas bewusster einzukaufen. Nicht dauernd was Neues, besser Dinge, die ich lange tragen werde und lieber Fair Trade, wenn ich es mir leisten kann. Das Schlimme: ich hab vom Baum der Erkenntnis gegessen und hab bei “falschen” Käufen ein schlechtes Gewissen. Manchmal.

Ich bin kein Engel. Und ich bewerfe trotzdem mit Hilfe dieses Blogs die Menschheit weiter mit Erkenntnis-Apfelstücken. Damit es jeder zumindest weiß. Und dann eben selbst eine Kaufentscheidung treffen kann. Ich treffe meine sehr bewusst. Und ich bin überzeugt, langfristig macht es einen Unterschied. Ihr könntet es natürlich inkonsequent nennen. Ich nenne es eben Hobbyweltverbesserern. Der Blogname ist bewusst gewählt.

Gedanke zu den Piraten
Ich hab bei meiner Partei, den Piraten, eine gewisse Parallele festgestellt. Denn wir sind auch da irgendwie nur Hobbyrevoluzzer. Von Mama, Mann, Staat oder Konzernen unterstützte Hobbykommunisten. Wir fordern soziale Wende und leben sie nicht, wir demonstrieren gegen Großprojekte und arbeiten dafür, wir sind gegen Monsanto und trinken Nespresso. Wir wollen den Bürger fragen und halten ihn gleichzeitig für dumm, verbohrt und latent rechts. Wir fordern Akzeptanz und würden am liebsten jeden niedermähen, der anders denkt. Inkonsequenz galore. Es gibt Ausnahmen, ich ziehe den Hut vor ihnen, die leben, was sie von anderen wollen. Viele sind es nicht. Vielleicht kommt die Inkonsequenz auch das beim Wähler an? Vielleicht spüren die unterbewusst den Knick in der Logik? Die Politiker der anderen Parteien sind meist nicht besser, im Gegenteil, einige sind echt mies, korrupt, inkompetent und machtgeil. Aber die tun nicht so, als ob es anders wäre. Auch darüber sollten wir nachdenken, auch wenn es weh tut…

2 Kommentare

Eingeordnet unter Uncategorized

Große Katzen in großen Schachteln

Dass kleine Katzen Schachteln lieben, ist bekannt. Warum die die so mögen – ich weiß es nicht, es würde mich aber interessieren, wenns wer weiß, bitte in die Kommentare schreiben. Dieses zuckersüße Video zeigt, dass Tiger, Löwen und Panther auch nur große Katzen sind, die Schachteln genauso lieben wie ihre kleine Verwandtschaft. Auch wenn es eine Kühlschrankverpackung sein muss…

Hinterlasse einen Kommentar

23. Mai 2014 · 8:07 vormittags

Mehr Einzigartigkeit wagen

20140521-084138.jpg

Normal. Der Norm entsprechend. Durchschnitt. Schön unauffällig, unauffällig schön. Das Thema beschäftigt mich, weil es so viel umfasst. Wir waren doch schon mal weiter, in den 70ern und 80ern träumte man den Traum einer bunteren Gesellschaft. Es war Platz für Exzentriker, Platz für ungewöhnliche Biographien. Damals galt als Schlüssel für eine gute Party in einem Club wie dem P1: ein Drittel langweilige, reiche Zahler, ein Drittel Beautiful People und ein Drittel exzentrisches Feiervolk. Das letzte Drittel würde man heutzutage unmöglich voll bekommen. Wohin ist das verschwunden? Jetzt ist immer der der Gewinner, der sich am besten angepasst hat. Gesellschaftsmimikri. Und wer ausschert, wird schleunigst auf den Pfad der Tugend zurückgebracht. “Hotter than my daughter” heißt ein Fernsehformat, das Abweichlerinnen wieder normiert. Weil sich die kreuzbiederen Töchter für ihre Mütter schämen, die in den wilderen 70ern groß geworden sind. Guido Maria Kretschmer verpasst ihnen einen edlen Look, den sie allein nie wieder hinbekommen werden. Weg mit Lack und Leder, rein in Kaschmir und Seide. Sicher, Massengeschmackstauglicher als vorher, aber eben auch beliebiger. Und wozu? Dass wieder eine untergeht in der Masse und sich ihr hässlicher Mann freut, dass er jetzt eine schöne Frau hat. Wir lassen uns viel zu häufig von der Kosmetikindustrie, den Medien und den Modelabels in eine Norm zwängen. Wir passen uns an, nicht umgekehrt. Ich muss dabei auch an “schöne neue Welt” von Huxley denken, wo auch immer wieder nachnormiert werden muss. Wo das Denken und die Optik gleichgeschaltet sind und alle sich den größten Schwachsinn im “Fühlkino” anschauen, nur damit keiner auf eigene, verrückte Ideen kommt.

Ich finde, wir sind viel besser als das. Wir sind alle auf unsere Weise schön und wundervoll. So wie wir sind. Wir sollten uns so lassen. Mehr Nachsicht haben mit sich selbst, dann haben wir auch mehr Nachsicht mit anderen. Haben wir alle so Angst, individuell zu sein? Das geht ja noch weiter, wenn Angst vor Andersartigkeit und vor Veränderung Angst vor allem Fremdem und Unbekanntem schafft. Die neue Normalität bereitet den Boden für Fremdenhass, Rassismus und Exklusion. Einige Leute reagieren regelrecht wütend auf alle anderen, die es wagen, anders zu sein als sie selbst. Weil die womöglich das eigene Weltbild in Frage stellen. Das ist eine fürchterliche Entwicklung.

Überall in Europa nimmt die Fremdenfeindlichkeit zu. Das sollten wir nicht zulassen. Und den Anfängen wehren. Fremdenfeindlichkeit beginnt nicht erst bei Pöbeleien gegen anders Denkende, anders Aussehende, anders Glaubende, sondern damit, dass man glaubt, selbst der Maßstab zu sein für alles. Dass man die Norm ist, an der sich alles zu orientieren hat. Weg vom egozentrischen Weltbild zu einer offenen Sicht. Es könnte sich lohnen für uns alle.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Gesellschaft, Konsum, Medien, Uncategorized

Die hässlichste Scheidung aller Zeiten

20140519-071210.jpg

Diese Geschichte hat mich immer fasziniert. Heinrich VIII und seine Anne Boleyn. Da war von allem zuviel drin, zu viel Ego, zu viel Begierde, zu viel Bedeutung, zu viel hinhalten, zu viel Ehrgeiz. Heute, am 19. Mai, jährt sich der Tag, von dem sie nie geglaubt hat, dass er kommt. Kloster, vielleicht. Oder Verbannung. Aber Kopf ab? Tja. Der König Ist konsequent. Weg mit ihr. Und andere gleich mit dazu, ihr Bruder etwa und weitere ehemals gute Freunde des Königs, mit denen Anne Ehebruch begangen haben soll. Dann ab mit der kopflosen Leiche in eine krude Kiste (nicht mal einen Sarg) und weiter gehts. Nur wenige Tage nach der Hinrichtung ist Heinrich wieder verheiratet, mit Jane Seymour, die ihm einen Erben schenkt. Worüber sich alle so freuen, dass sie die Mutter im Kindbett vergessen und sie verblutet.
Aber zurück zu Anne. Die Fakten kennt ihr ja. Anne ist Hofdame am Englischen Hof, ihre Schwester Mary kurzzeitig die Geliebte des Königs. Als der dann sie rumkriegen will, spielt sie ein Spiel und lässt ihn nicht ran. Bis er von seiner ersten Frau Katharina von Aragon geschieden ist, von der er nur eine Tochter hat. Er will unbedingt Erben, die ihm auf den Thron folgen, seine Dynastie der Tudor ist jung und alle wetzen die Messer.
Es muss für Anne ein ungeheuerliches Wagnis gewesen sein. Was für ein psychischer Stress, einen cholerischen Monarchen 8 Jahre hinzuhalten. Und risikoreich. Man wird ja nicht jünger (Kinder!). Jahrelang charmant, verführerisch, begehrenswert, witzig…ich mag es mir kaum ausmalen. Horror pur. Was übrigens viele vergessen. Heinrich ist zu diesem Zeitpunkt noch ein unglaublich gut aussehender Mann. 1,98 groß, muskulös, mit langen blonden Haaren. Denkt Chris helmsworth in Thor. Der wurde erst zum fiesen Fettklops nach einem Reitunfall. Heinrich ändert sich in den 8 Jahren, wird vom freundlichen Mann zum unberechenbaren Tyrannen, der keiner und keinem mehr traut und offen ist für die Flüstereien habgieriger Beraterstäbe, die ihn ziemlich manipulieren.
Klar, die Anne war ehrgeizig. Wollte nicht so enden wie ihre Schwester oder die anderen Mädels. Geliebte und dann weggeschmissen. Die wollte Königin werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie das auch selbst wirklich wollte und nicht nur von ihrer Familie gedrängt wurde. Sie wollte schon was Besseres sein und hielt sich für sehr schlau. Besonders schön war sie laut Zeitzeugen nicht. Zu dunkel, zu markant für den Zeitgeschmack. Aber hat viel von Mode verstanden.
Als sie ihn endlich soweit hat, treffen zwei kaputte Psychowracks aufeinander, völlig zermürbt von ihrem langen Geplänkel und Warten. Er will jetzt Ergebnisse und zwar sofort. Als sie auch ein Mädchen bekommt, muss bei ihm innerlich irgend ein Knoten geplatzt sein und aller Frust entlädt sich. Liebe ist es zu dem Zeitpunkt schon lange nicht mehr, ob es die je wirklich gegeben hat, ich wage es zu bezweifeln. Trotz aller Liebesbriefe, die er ihr schreibt (erhalten) das ist mehr ein “ich will, ich will, ich will.” Das konnte nix mehr werden. Es folgen Fehlgeburten (wundert es wen) und dann eine Anklage wegen Ehebruch, an die keiner glaubt. Und dann eben Kopf ab. Ein sauberer Schnitt unter die Beziehung. Weltgeschichte.

10 Kommentare

Eingeordnet unter Kunst, Mode, Promis, Uncategorized

Meine Looks in Mykonos

ich hab mich vom Bohemian Look des San Giorgio inspirieren lasen. Meine Lieblingsteile auf der Reise waren ein langes Kleid von Mango, so blau-weiß wie Griechenland, die Concious Collection Weste von H&M und das bestickte Kleid aus der Kate-Moss-Collection von Topshop. Also ganz viel total aufwändig Besticktes.
Ich hab immer die olivfarbene kurze Hose dabei, die ich mir vor über 20 Jhren in einem Polo Ralf Lauren Store in Nassau gekauft habe. Damals saß sie weiter. Egal. Die Hose begleitet mich auf allen Reisen. Leider kam der Wollpullover öfter zum Einsatz, als mir lieb war, aber es ist halt doch saufrisch am Abend, wenn der Wind weht.
Ich hab mir auf Mykonos so einen kolumbianischen Häckelsack türkis mit lila und orange erstanden und den coolen Piratenring. Und ein LoveGreece Shirt von Ekaterini. Ich bin nicht die allerschlankste Person der Welt, aber ich finde, wir haben auch als Moppel das Recht, uns anzuziehen, wie wir wollen. Dass Bauchfrei für uns suboptimal ist, wissen wir selbst.
Meine Reisegarderobe ist immer blau, weiß, grau. Da kann nix schiefgehen und alles ist mit allem kombinierbar. Ich kann nur empfehlen, sich auf Reisen so ein Farbschema zuzulegen, das macht alles einfacher.
Ich hab in Mykonos festgestellt, dass ich hoffnungslos unterlabelt war. Die durchschnittliche Inselbesucherin hat an jedem Teil ein gut erkennbares Logo. Tasche: VL, Gürtel: Hermes oder Gucci, Jacke Phillip Plein (endlich weiss ich, wer das kauft), dazu Chanel, Dior und CM in veränderlichen Gewichtsanteilen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Konsum, Mode, Mykonos, Uncategorized

Einkaufen in Mykonos

So schön das Hotel auch ist, immer nur im uns am Pool liegen -nö. Ich hatte schon vorab gelesen, dass es sich lohnt, Mykonos Stadt einen Besuch abzustatten. Denn Mykonos ist mehr als eine Touristenfalle. Es ist das griechische Ibiza und die Feierwilligen wollen auch die entsprechenden Outfits haben, um in den schicken Clubs und Bars der Insel eine gute Figur zu machen. So sind die Boutiquen in Mykonos Stadt perfekt aufs anspruchsvolle Publikum eingestellt, dass zunehmend auch aus Fernost kommt und mit gigantischen kreuzfahrtburgrn vor der Insel halt macht. Louis Vuitton, Chopard haben eigene Shops, es gibt alles von Chanel bis Louboutin. Gemischt mit cooleren Läden, in denen ein sehr relaxter Schick angeboten wird, auch viele griechische Designer (dazu mehr in einem extra Artikel)
Derzeit sind die bunten gehäkelten Beutel Mochitas aus Kolumbien in, es gibt sie in vielen Boutiquen der Insel, auch die flachen Sanalen gibt es überall, sie werden in Griechenland hergestellt. Sie sind sehr bequem, rund 60 Euro kostet ein Paar. In ein, zwei Geschäften kann man sich T-Shirts bedrucken lassen. “Eat, Love, Party” und dergleichen mehr….äh, ja. Nein.

Die Läden zu finden ist nicht schwer, es gibt eine Hauptstraße Matogianni,, von der gehen kleine Seitenstraßen ab, alles auf einem relativ kleinen Gebiet. Ich kaufe mir erst bei einer Ben&Jerry Filiale das Kultgetränk der Einheimischen, Cappuchino Feddo, kalter, mit Zucker aufgemixter Kaffee auf Eiswürfeln mit eine dicken Schicht Milchschaum, und los gehts ins Einkaufsparadies.

Coole Bikinis, Tahiti Oil, nette Beachtaschen und alles, was am Strand noch schöner macht, gibt es bei beachhouse in der Matogianni 33

Emmy Monaco, Tria Piquadia, ist High End. Louboutin, Edeltaschen, wunderschöne Kaftane. Ich schau’s mir an, das ist definitiv eine Inspiration, aber kaufen kann ich mir hier nix.

Chora, Fl.Zouganeli Str. 43, ist ein wunderschöner Läden, sehr geschmackvolle Möbel und Wohnaccessoires im mediterranen Stil. Ein bisschen Mykonos, ein bisschen Shabby Schick. Ein Traum. Wer auf Mykonos ist und ein bisschen Budenzauber für daheim mitnehmen will, der ist hier richtig.

Direkt gegenüber ist VP Jewellery. Ich hab mir dort einen riesigen Rubelitring gekauft, der aussieht wie 200.000 Euro, aber 200 gekostet hat. Besser so als andersrum. In dem laden könnte ich mich doof kaufen. Da ist aber nicht doof bin, belasse ich es bei dem Ring.

Aber es gibt es viele tolle Läden: Free Shop, Ekaterini, Sostris, ex-tasy (ein Hippie-Laden), Nomad, Thala Jewellery.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Konsum, Mode, Mykonos, Reise, Uncategorized

Der schlimmste Schlager des Internets

Wer hat das verbrochen? Surfen, Surfen, Tag und Nacht auf der Datenautobahn” so besang das Quartett der “EuroCats” 1996 in der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix das Internet. Der Song “Surfen Multimedia” ist so unfassbar mies, dass ich mich echt wunder, dass er kein kultiges Meme ist bisher. Geschrieben hat ihn, wie könnte es anders sein, Ralf Siegel. Der war ja thematisch immer gerne am Puls der Zeit, der kannte sich voll aus:”du findest mich bei Email.” Äh, ja…anschauen, lachen, fremdschämen, weitersurfen. Und hier noch eine Ergänzung des Grauens: google di google da…schaut einfach selbst.

Hinterlasse einen Kommentar

18. Mai 2014 · 8:45 vormittags