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Outlet Bad Münstereifel – Rettung oder Ausverkauf?

badmuenstereifelEs ist ein Experiment, das in Zukunft genau beäugt und verfolgt werden sollte. Nachdem die Kurgäste ausblieben hat die Stadt Bad Münstereifel versucht, die ausbleibenden Touristen und Kurgäste mit einem neuen Konzept wieder zu gewinnen. Die leerstehenden Geschäfte der Innenstadt wurden an einen Investor vermietet und der baute sie zum kompletten Outlet aus. Das City Outlet Bad Münstereifel ist zur Eröffnung praktisch voll vermietet. Die ortsansässige Gastronomie sowie viele historische Sehenswürdigkeiten wurden integriert. Das Besondere ist die Kombination von Outlet Shopping mit dem Charme und Ambiente einer mittelalterlichen Stadt. In rund 30 Geschäften präsentieren sich Fashion-,  Sportmarken, Schuhe & Leder sowie Kinderbekleidung, Wohnen und Accessoires.

Einheimische wie Heino wehrten sich erst, doch fügen sich nun:”Es ist gut für die Stadt, gut für die Leute”, sein Cafe in der Innenstadt musste weichen, er bewirtschaftet nun das Kurhaus.

Es ist eine Lösung für Bad Münstereifel, aber ist das jetzt die Lösung für all die entvölkerten Innenstädte?

Unter anderem sind klassische und moderne Marken wie Bugatti, Street One, Cecil bis hin zu Tom Tailor und Garcia Jeans vertreten. Ebenfalls bieten die Multimarken-Stores Robert Ley und Deerberg Mode sowie Schuhe und Accessoires von namhaften, internationalen Marken an. Im Sport & Outdoor Bereich können sich Besucher auf Wellensteyn und Puma  freuen. Ergänzend wird Kindermode von den Marken Sterntaler, Sanetta und Lego wear sowie Lifestyle-Uhren der Marke Ice Watch angeboten. Schokoladen-Liebhaber können Köstlichkeiten der Schweizer Premium Schokoladen-Marke Lindt genießen. Für hochwertige Heimtextilien und Wohnaccessoires sorgen Lambert und Bassetti. Die alpine Fashion- und Lifestyle-Marke Luis Trenker sowie die italienische Schuhmarke Bagatt eröffnen im City Outlet Bad Münstereifel ihren ersten deutschen Outlet Shop.

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Schräge Schuhe: Über- oder Außerirdisch

Ich hab jetzt zwei Paar Schuhe, die ich liebe: Bequem und total schräg. Das eine Paar stammt aus der Star Wars Kollektion von Vans, das andere mit Maria und Jesus drauf sind von YRU von asos. Klar, nicht jedermanns Geschmack, aber ich kann unmöglich zu Schuhen Nein sagen, die mit skatenden Wookies beworben werden. Die alten Filme hab ich wirklich gemocht. Und  was ich sammle Devotioalien, deswegen fand ich es mega, dass Fröken von GenerationCouture mich auf die tollen “Jesuslatschen” hingewiesen hat. Musste ich haben. Ich finde, solche Schuhe werten ein Outfit unglaublich auf von oll zu lustig.

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Ich will die Scumbar aus Monkey Island in Lego – bitte alle mitmachen!

Die Scumbar aus Monkey Island - so kultig

Die Scumbar aus Monkey Island – so kultig

Das Spiel ist Kult, nicht nur bei uns Piraten: Monkey Island. Die Abenteuer von Guybrush Threepwood, der die Gouverneurin aus den Händen des bösen Piraten LeChuck befreien muss, ist auch nach 25! Jahren noch unvergessen – und wird immer noch gespielt, auch in der böse verpixelten Version von annodunnemal. Das Ding ist so Kult, dass es immer noch viele Leute gibt (mich inclusive), die dinge wie die “Scumbar” aus Lego gebaut, unbedingt haben müssen. Damit das zustande kommt, braucht es Supporter. Bitte hier entlang und unbedingt mitzeichnen! Und vielleicht gibt es dann auch irgendwann einen dreiköpfigen Affen aus Lego…

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Mehr Eleganz wagen – das Comeback des kleinen Mantels

Es gibt ein Kleidungsstück, das ich hasse. Nicht überall, aber als Tageskleidungsstück in der Stadt. Die Funktionsjacke. Quadratisch, praktisch, häßlich. Tragen auch nur deutsche Frauen. Warum? Das weiß der Himmel. Weils so praktisch ist, so patent, so auf alles vorbereitet. Ich bin ja dafür, dieses Teil aus dem Kleiderschrank zu verbannen oder nur da einzusetzen, wo es Sinn macht: im Gebirge, bei Wandertouren, im Himalaya. Aber nicht hier. Hat je eine Frau mit so einer Jacke hübscher ausgesehen? Stattdessen möchte ich ein Kleidungsstück promoten, das Klasse hat. Das wunderschön ist und jedes Outfit adelt. Das Instant-Schick zaubert und jede Frau eins hübscher und eleganter wirken lässt. Fraulicher, unendlich viel besser gekleidet: der kleine Mantel. Lässig zu Jeans udn T-Shirt, elegant zum Rock, traumhaft zur Lederleggings, perfekt zum Kleid. Prinzessinnen tragen sowas – und sollte nicht jede Frau eine Prinzessin sein? Der Mantel passt für alle Frauen in allen Größen, er macht uns schön. er kaschiert, akzentuiert. Eine bessere Investition als einen leichten Sommermantel kann es kaum geben.

Ich möchte für ein Comeback plädieren. Bis in die Mitte der Sixties war es selbstverständlich, so einen Mantel zu tragen. Das war eine Zeit, in der man sich schick machte fürs Essen gehen, in der man Cocktailkleider trug und keine Holzfällerhemden im Club – auch Holzfällerhemden haben was, aber ich finde es schön, dass sich jetzt wieder viele abends herausputzen. Und jetzt eben auch wieder tagsüber. So ein Mantel ist ja nicht schwer zu kombinieren und schafft Instanteleganz. Wär das nix? Ich finde, die allerschönsten Mäntel macht Rene Lezard. Klassisch, zurückhaltend und trotzdem glamourös. Im kommenden Sommer mit Bronze- oder Silberakzenten, in leichten Tweets mit Neonfäden gemischt mit Pastell. Toll. Im Herbst und Winter gibt es Mäntel in Schwarz, Grau und Beige – Eggshape, tailliert oder Blazerstil. Ich persönlich mag im Winter den lässigen Blazerstil besonders gern. Aber es findet echt jede Frau etwas, was ihr steht. Über die Preise werdet ihr sicher wieder diskutieren, aber ich finde, ein Kleidungsstück, das zu allem passt und das viele Jahre getragen wird, darf auch was kosten, wenn die Qualität stimmt. Ansonsten finden sich bei Zara immer wieder sehr schöne kleine Mäntel unter hundert Euro. Lasst euch einfach mal inspirieren und fragt euch, was toller aussieht: Die Frauen aus vergangenen Zeiten oder die, die ihr mit ihren Funktionsjacken jeden Tag im Bus trefft.

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Steel Panther in Wacken

sp41Bei dem Auftritt in Wacken wäre ich gerne dabei gewesen, aber ich war auch sehr zufrieden damals im Gibson in Frankfurt, zwei Meter von der Bühne weg…Steel Panther ist meine Lieblingsband, vielleicht, weil durch deren Brechung ich die Metal Musik hören kann, ohne mich total schämen zu müssen. Ich kann es ja immer zur Ironie erklären und dass alles witzig gemeint ist. Fakt ist, ich mag Hair Metal total gerne. Und Männer mit langen Haaren. Have Fun with Steel Panther at Wacken!

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2. August 2014 · 6:42 vormittags

Prügelei vor und auf den Bildschirmen – Gamescom 2014 öffnet die Tore

ubicom_header2Für Jungs ist es wohl die wichtigste Messe des Jahres, die Nerdapotheose, der Traum: die Gamescom. ab 13. August öffnet die Kölner Messe wieder ihre Tore für die Gamer. Dann darf man wieder allerneueste Spiele testen und sich die Trailer dazu ansehen. Wenn man denn an die Konsolen kommt, denn die sind heiß umkämpft. Mittlerweile werden die Tickets knapp:

Nur noch wenige Restkarten für Donnerstag und Sonntag im Online Ticketshop verfügbar: Ausverkauf naht Restkontingent an Tagestickets für alle Publikumstage noch bei Saturn erhältlich, solange der Vorrat reicht. Einlass mit Nachmittagsticket voraussichtlich ab 14:00 Uhr, abhängig von Austritten – Wartezeit einplanen

Das ist natürlich bitter für Spontan Entschlossene, aber die wahren Fans haben sich schon längst ihre Tickets gesichert, um zu erleben, dass Assassins Creed jetzt in der französischen Revolution gelandet ist, vermutlich mit tragbarer Mini-Guillotine im Gepäck.Mich interessiert Watch Dogs mehr, ein Spiel über das Frankfurter Bahnhofsviertel. Oder sieht das nur so aus? The Evil Within von Bethseda kommt ungeschnitten, was alle freut, wobei derzeit kein Zombieshooter schlimmer sein kann als die Realität, die uns via Twitter udn TV nahezu ungefiltert den Nahostkrieg auf die Schirme spült. (auch wenn ich denke, dass jeder spielen darf was er will, wundere ich mich doch, warum derzeit jemand Krieg spielen möchte. Naja)

Wer da lieber die totale Realitätsflucht antreten möchte, auch das geht: es gibt einen Riesenauftritt von Blizzard und dessen World of Warcraft mit neuen Abenteuern im neuen Land Draenor. Ich spiel das ja nicht und frag mich gerade, was zuerst da war, der Landname in World of Warcraft oder der Character bei der Comedyshow von Michael Kessler, “Ich bin Ork von Draenor”. Wenn es die Comedy war, beweist die Gamesbranche extrem Humor.

Für Frauen ist die Messe nur bedingt geeignet: Es wird stundenlang angestanden und gerempelt, um die Spiele mal anspielen zu können, es gibt immer noch sexistisch gekleidetete Messebabes zu bestaunen, die Figuren in den Spielen sind immer noch für pubertierende Jungs gebastelt und Spiele, bei denen man sich selbst bewegen muss wie die mit der Kincect von Microsoft, die ich sehr geliebt habe, werden langsam aber sicher wiedereingestellt. Ein neues Spiel mit den rabiaten Rabbids von Ubisoft gibt es auch nicht. Ich werde trotzdem vorbeischauen und einige Pressekonferenzen mitnehmn, einfach, weil ich wissen will, wo der Trend so herweht.

 

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Alles Fake im deutschen Fernsehen?

Rosen für die große Liebe? Doch im deutschen TV findet man meist nur Gefaktes Foto:RTK

Rosen für die große Liebe? Doch im deutschen TV findet man meist nur Gefaktes

In Amerika haben sie bei Live-Shows eine 5sekündige Verzögerung bei der Übertragung, damit, falls mal wieder wem ein Busen aus der Bluse hüpft, schnell reagieren zu können und den Menschen vor dem Bildschirm dieses traumatische Erlebnis zu ersparen. In Deutschland dagegen wird die Zensurschere gleich viel früher angesetzt. Es wird getrickst und gescriptet, es wird sich totgecastet, damit eines am Ende garantiert nicht herauskommt: etwas Echtes.

Bei der “Bachelorette” wird aufgeschrien “alles Fake” und so ist es ja auch. Dieses Format ist von vorne bis hinten durchinszeniert, jeder spielt die Rolle, die ihm zugedacht ist. Auch wenn man das irgendwann nur noch besoffen durchhält. Auch die Bauern und ihre Liebsten bei “Bauer sucht Frau” sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen. Da wird schon mal ein Hof angemietet oder eine Dame, da hat wer einen anderen Beruf oder sogar schon Weib und Kind im echten Leben. Das Liebeswerben, die “Ideen” der Bauern, mit Picknick auf dem zum Herz umgeformten Misthaufen sind auf dem Mist der TV-Treibenden gewachsen. Damit wird das Ergebnis zwar unglaublich öde, aber es ist wenigstens handlebar für die TV-Redakteure und ihre Vorgesetzten, die sich vor Überraschungen fürchten wie der Teufel vor dem Weihwasser. Es könnte ja zu Entgleisungen kommen, da könnten die Zuschauer wegbleiben, oder – noch viel schlimmer – die Werbetreibenden, die sich eine möglichst berechenbare Umgebung für ihre Produktplatzierung wünschen. Deswegen muss alles so schick und glänzend und zuckergussübergossen wie möglich sein. Das Problem ist aber, dass, wenn negative Überraschungen ausbleiben, auch positive ausbleiben. Dass irgendwann ein Kandidat ganz unvorhergesehene Starqualitäten aufweist und die Zuschauer wirklich fesselt. Dass ein Format, eine Talkshow echte Emotionen zutage fördert. Dass ein Bachelor und eine Bachelorette mit all ihren gelackten Prinzen und Prinzessinnen tatsächlich die wahre Liebe findet (ja, sie auch nur sucht) glaubt mittlerweile kein Mensch mehr.

Und die Öffentlich-Rechtlichen? Ja, da wird auch auf Teufel komm raus beschissen, um sich bei seinen Gönnern in Politik und Wirtschaft einzuschleimen. Da kommt ein Beckenbauer von Platz 36 bei den beliebtesten Deutschen schnell auf Rang 9. Äh, ja gut, sicher. Auch hier wird alles dem Proporz angepasst und dem bescheuerten Glauben, dass Zuschauer lieber kuratiertes wahres Leben haben wollen. Nein. wollen sie nicht. Authentisch ist wesentlich besser, weil spannender als gescriptete Kackscheisse. Wie heisst es? “Das Leben schreibt die spannenendsten Geschichten”. Eben. Aber damit tut sich Deutschland schwer. Auch im Printbereich werden, wie eine Freundin von mir in ihrer Doktorarbeit herausfand, signifikant öfter mit hübschen Symbolbildern verziert und nicht mit den realen Protagonisten. In England ist ein Bericht zu “Love in Gambia” tatsächlich mit Muttis aus Birmingham bebildert, die sich schwarze Lover anglen, in Deutschland mit einem weißen Model in romantischer Umarmung mit einem schwarzen Model. Ich weiß, wie ichs lieber hätte. Echte Menschen, echte -emotionen, echtes Leben. Das ist so viel spannender als poliertes Drehbuch.

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Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single auf Parship…

…und ich denke mir, warum nur einer? Braucht es da nicht zwei dazu? Ich mein. ich verlieb mich ja auch gerne im Internet, in Joe Manganiello oder in George Clooney. Blöd nur, dass sie davon ungefähr genauso viel wissen wie vermutlich der andere Single auf Parship. Willkommen im Menschen-Supermarkt. hin und weg schnell verliebt, heute Düsseldorfer im Sonderangebot, nicht verpassen! Ich finde diese Singlebörsen im Internet eigentlich eine gute Idee, da es immer schwieriger wird, mit zunehmendem Alter, den richtigen Partner zu finden. Immer mehr von uns lassen sich scheiden, im Job wird Flexibilität erwartet und der Umzug in andere Städte. Und dann ist der Aufbau eines neuen Bekannten und Freundeskreis einfach nicht mehr so leicht. Einen Partner finden ganz zu schweigen.

Deswegen, eigentlich gute Sache. Leider hat die Sache wie jede gute Sache, einen Hacken. Denn mit der Auswahl steigen die Ansprüche. Warum denn bei einem Partner bleiben, wenn um die Ecke vielleicht noch jemand Besseres warten könnte? Noch ein bisschen toller, noch ein bisschen schöner, noch ein bisschen intelligenter, noch ein bisschen reicher. Außerdem, man hatte das ganze Jahr bezahlt, warum das ganze schöne Geld verfallen lassen, nur weil Nummer zwei passt? Könnt ihr Nummer 3, 4 oder fünf da noch viel, viel, viel, viel besser sein. Ich finde auch die Werbung fatal, in der fabulös schöne Menschen sagen, sie suchen jemand ganz normalen, wie sie selbst. Weckt einfach falsche Erwartungen. Es sind einfach die meisten ganz normal. Und das ist gut so. Vielleicht sollte man die Erwartungen modifizieren oder erkennen dass der wirklich zu einem passenden Partner nicht unbedingt ein Topmodel sein muss, vor allem, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man selbst keins ist. :)

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UpMade – das Beste aus Resten

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Eigentlich hört es sich erstmal komisch an: Mode aus den Resten der größten Textilfabrik in Bangladesh. Aber was Ausdesign® aus diesen Resten zaubert, überzeugt von der Ökobilanz als auch von der Optik. Die Designerin Reet Aus aus Tallinn in Estland zeigte ihre Mode unter dem Label UpMade auf dem Green Showroom im Adlon. Ich mag ja blau-weiß-gestreifte T-Shirts, vor allem, wenn ein Anker drauf ist (Nautische Methapher). Und dieses Stück lockte mich an den Stand. Die übrigen Designs waren wesentlich schicker und ich mochte alles. Leider kann man dort nicht direkt kaufen, wie noch vor einem Jahr, ich hätte gern ein T-Shirt erworben.

So schön die Mode ist, gestartet ist das Ganze  eigentlich als Forschungsprojekt zum Thema Upcycling, also aus dem Müll anderer Menschen etwas Sinnvolles und -in diesem Fall – Wunderschönes zu schaffen. Extrem nachhaltiges Konzept. Reet Aus und ihr Team arbeiten mit Beximco zusammen, dem größten Textil- und Bekleidungshersteller in Bangladesh. Beide Firmen zielen darauf ab, die Umwelt zu schonen und Ressourcen einzusparen. Keine kleine Sache, wenn man bedenkt, dass es theoretisch möglich wäre, 65% des Abfalls zu vermeiden, den die Textilfirma im Jahr produziert – und das bei einer gigantischen Menge von  56 Millionen Kleidungsstücken, die Beximco pro Jahr verlassen.

Die Designs von UpMade by Reet Aus  sparen zusätzlich 70% Wasser und  schaffen 88% weniger CO2 Ausstoß im Vergleich zu herkömmlicher Ware. Der Trick dabei ist, die übrig gebliebenen Stücke aus anderen Kollektionen so zusammenzusetzen, dass die kleinen Stoffteile wieder ein sinnvolles Shirt ergeben. So  wirken die Motive wie Anker oder Pfeil wie kostbare Intarsien im T-Shirt, wie besonders aufwändig gemacht und nicht, wie im Gegenteil, aus der Not geboren. Die Designs müssen immer wieder neu gepuzzelt werden, je nachdem, was andere Firmen so für Zuschnitte bestellen.

Wenn man über eine Riesenfirma in Bangladesh hört, wird man natürlich auch stutzig und fragt sich, ob man da nicht die Arbeiter ausbeutet. Ja, von der Ökobilanz ist UpMade Green, aber auch von den Arbeitsbedingungen? Die Webseite gibt darüber ausführlich Auskunft. Ich hoffe, das hat alles so seine Richtigkeit. Ich kann nur sagen, mich hat das Konzept und die Schönheit der Designs überzeugt.

Zu kaufen gibt es die Mode in diversen Boutiquen, leider in keinem Online-Shop. Aber ich hoffe, irgendwo eine der Ankerblusen zu erwischen.

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Grün geht auf viele Arten – Green Showroom in Berlin zeigt alle

Es gibt viele Varianten, wie grüne Kleidung entstehen kann. Sei es, dass Naturmaterialien benutzt werden, dass Materialien recycelt werden, wie etwa PET-Flachen, sei es dass upcycelt wird, dass heißt, aus anderer Leute Abfall entsteht etwas Neues oder dass die Bekleidung aus fair hergestellten Materialen entsteht. Der Green Showroom im Adlon ist deswegen immer eine sehr spannende Sache und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Es gibt vier Labels, die mir ganz besonders gefallen haben: Johanna Riplinger hatte eine wunderschöne Seidenkollektion dabei, vor allem ein beiger Jumpsuit, für den ganze vier Meter Seide verarbeitet werden, hatte es mir angetan. Die Blusen mit dem unregelmäßigen Muster in rose und lila wirken auf den ersten Blick ungewöhnlich, und die Stoffärbung hat denn auch eine faszinierende Geschichte: Auf die Seide werden einfach Rosenblätter gelegt, die zuerst in indischen Tempeln den Göttern geweiht waren. Die verblühten Rosen, die von den Priestern entfernt werden, bekommen die Seidenfärber. Upcycling vom Allerfeinsten.

Edelziege ist der witzige Name eines neuen Kaschmirlabels – und ich habe selten so feine Pullöverchen gesehen. Hauchzarte Wolle, hauchzarte Farben, vor allem das helle Mintgrün hat es mir angetan. Saruul Fischer, die Inhaberin des Modelabels edelziege, ist in der Mongolei aufgewachsen. Die Mongolei ist einer der größten Cashmere-Produzenten der Welt. Da lag es für sie nahe, mit einem der kostbarsten Naturprodukte ihrer Heimat die Brücke zu schlagen in ihre Wahlheimat Deutschland. 2007, als sie wieder die Familie in Ulaanbaatar besuchte, sah sich die angehende Unternehmerin nach einem geeigneten Partner vor Ort, einer für beste Qualität bekannten Cashmere-Strickerei, um und wurde fündig. Doch nicht nur der Handel mit Produkten aus reinem Cashmere reizte sie, als besonders modebewusste junge Frau nutzte sie ihre Kreativität und entwickelte schließlich eigene Kollektionen. Seit 2008 designt, produziert und vertreibt Saruul Fischer luxuriöse Cashmere-Produkte unter dem Label edelziege.

Foto: Edelziege

Foto: Edelziege

Die Mode von Gotsutsumu sieht erst einmal unspektakulär aus – normal. Doch sie ist alles andere als das, es ist nämlich biozertifizierte Businessmode. Die gesamte gotsutsumu Kollektion ist nach Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert und mit der Labelstufe „organic“ ausgezeichnet. Das bedeutet zu allererst einen sehr hohen Prozentanteil an Naturfasern aus kontrolliert ökologischer Erzeugung. Die italienischen Wolltuche bestehen aus 98% Bio-Schurwolle, die Baumwollwebware für Blusen und Hemden läßt die Firma aus 100 % Bio-Baumwolle herstellen und den Jersey für die T-Shirts und Kleider aus 95% Bio-Biobaumwolle.

“Während des gesamten Herstellungsprozesses kommen keine umweltbelastenden oder gesundheitsschädlichen Chemikalien zum Einsatz und es wird auf eine Ressource schonende Produktion geachtet. Um die Transportwege so kurz wie möglich zu halten, findet die Verarbeitung in Europa und der Türkei statt. Eine sozial verantwortliche Produktion mit sicheren Arbeitsplätzen, geregelten Arbeitszeiten, gerechter Behandlung und Existenz sichernden Löhnen ist in der gesamten Produktionskette sicher gestellt, also in jeden einzelnen Betrieb, der an der Herstellung der gotsutsumu Kollektion beteiligt ist.”, erklärt das Label. Wenn das nichts für den umweltbewussten Manager oder Grünen-Abgeordneten ist, weiß ich auch nicht.

Mehr experimenteller Natur ist “Blond and Bieber“, die experimentieren mit Mutter Natur herum und stellen aus Algen sehr interessante Farbstoffe her, die sich im Laufe der Zeit mit der Luft verändern. Das Label arbeitet mit dem Fraunhofer Institut zusammen und da darf man bestimmt noch viel Spannendes erwarten. Mir haben die Stoffe mit ihren unregelmäßigen Mustern gut gefallen, Algaemy nennen sie ihr Projekt – als Inspiration diente unter andrem Chinesen, die sich während der Algenpest die Algen munter auf die Haut legten. Ein Unkraut als Feuchtigkeitsspender…so kam die Idee auf, mit dieser Pflanze zu experimentieren.

Ich werde euch noch einige Labels spezieller vorstellen, schließlich ist erst wieder in einem halben Jahr Fashion Week.

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Kochen für den Frieden

Fotos: Random House

Fotos: Random House

Was derzeit im nahen Osten geschieht, in Gaza, das nimmt mich sehr mit. Ich wünsche mir sehr den Frieden dort – vor allem für all die ganz normalen Leute, die dort ohne Fanatismus ihr Leben führen wollen ohne Angst und Not. Wer mit was wie wo Schuld hat, steht mir nicht zu zu beurteilen. Davon soll der Blogbeitrag auch gar nicht handeln.

Sondern von dem wunderbaren Kochbuch “Jerusalem” von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Der eine Koch wuchs im westlichen, jüdischen Teil der Stadt auf, der andere im östlichen, muslimisch geprägten. In London, wo beide jetzt leben, haben sie sich getroffen und festgestellt, wie ähnlich ihre Kindheitserinnerungen waren, wie ähnlich auch die Küchen, die ihre Eltern jeweils kochten. Das Buch ist eine Reise in ihre Kindheit, in die die Autoren uns mitnehmen, sie erzählen von den Gerüchen, den Geschmäckern der heiligen Stadt, von den kleinen Läden in der Altstadt, von gemeinsamen Gerichten und deren Varianten.

Kommt Tahini (Sesampaste) ins Baba Ganoush (eine Auberginenpaste, ich sage übrigens ja, unbedingt), wo bekommt man den besten Hoummous, was macht das typisch süsse Gebäck des Orients aus und wie serviert man Falafel richtig. Das Buch ist durch die Kollaboration ein wunderbares Symbol für den Frieden, es zeigt, wie viel beide Bevölkerungsteile gemeinsam haben, wenn sie es nur mit genug Abstand betrachten. Ich möchte es jedem ans Herz legen, dessen Interesse von die Küche des vorderen Orients über Döner hinausgeht.  Vielleicht schafft die gemeinsame Küche mehr Verständnis füreinander, als es die Politik je könnte… Kochen für den Frieden…

Die Rezepte sind toll bebildert, relativ leicht nachzukochen und schmecken traumhaft. Manchmal gibt es Anleitungen zur Vereinfachung, die ich gerne nutze. Zum Beispiel mache ich mir nicht die Mühe, die Quitten für die gefüllten Quitten (Unteres Bild) auszuhöhlen, ich gar die Füllung als Fleischklösschen daneben. Geht auch…

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

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Schnelle, großartige Crespelle mit Hackfleisch-Spinatfüllung

crespelleWenn mich wer nach meinem Lieblingsessen fragt, sind es eigentlich Hackfleischpfannkuchen. Ganz simpel, Hackfleisch mit Salz, Pfeffer angebraten und dann mit Parmesan vermischt, in Pfannkuchen gewickelt – super. Mehr braucht es nicht. Ich hab mir das auch immer von meinem Vater gewünscht, der konnte toll kochen, vor allem italienisch – und Kaiserschmarrn.  Mein Vater ist mittlerweile gestorben, aber ab und an, wenn ich Sehnsucht bekomme nach ihm und seinen Kochkünsten, dann versuche ich es selbst. Zum Beispiel mit diesem einfachen, aber extrem leckeren Gericht, das auch noch superfix geht, wenn man fertige Pfannkuchen verwendet – Reste vom Vortag oder fertige aus der Kühlung, die sind übrigens gar nicht schlecht.

Für die Füllung pro Person 150 Gramm Hackfleisch ohne Fett in einer beschichteten Pfanne anbraten, mit Salz und viel frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Ein einem Topf pro Person eine gute Handvoll frischen, gut gewaschenen Spinat zusammenfallen lassen. (Wahlweise auch Zucchini raspeln und mit dem Hackfleisch anbraten, oder frische Erbsen dazugeben, je nachdem, was da ist.) Ist das Fleisch gut gebräunt, frisch geriebenen Parmesan zugeben und mit dem Spinat vermischen. Die Mischung auf die Pfannkuchen geben und zusammenrollen.  Statt einer aufwändigen Bechamel verrühre ich pro Person einen Esslöffel Brunch-Frischkäse mit einem Esslöffel Wasser, Salz, Pfeffer und Muskatnuss, giesse es über die Pfannkuchen und reibe etwas Parmesan darüber.

Im Ofen, vorgeheizt auf 180 Grad, mit Oberhitze überbacken, bis der Käse knusprig braun ist. Servieren!

Habt ihr auch so Rezepte, die besondere Erinnerungen wachrufen? Schreibts in die Kommentare – würde mich freuen

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Weltverbessern mit Toms – diese Taschen können Leben retten!

Es gibt Labels, die muss ich einfach unterstützen. Zum einen, weil deren Produkte echt schön sind, zum anderen aber, weil sie einen wirklich Unterschied machen. Eins dieser Labels ist Toms. Ein Label, das ich euch besonders ans Herz legen möchte, weil das zu dem Konzept dieser Seite passt wie kaum ein anderes, denn mit Toms tut man mit jedem Einkauf etwas Gutes und hilft jemand, dass dessen Leben besser wird – und man hat nebenbei noch eine schöne Tasche, Brille oder ein Paar Schuh erstanden. Der Look von Toms ist leicht ethno, viele Prints, Naturfarben und Leder. Der Klassiker sind lässige Espandrillos, aber die Kollektion wir laufend erweitert. Die deutche Seite ist noch im Aufbau, nicht erschrecken. Ich würde hoffen, dass Toms als Marke hier gut Fuß fasst, weil…

Im Jahr 2006 lernte der Gründer von TOMS, Blake Mycoskie, Kinder in einem Dorf in Argentinien kennen und sah, dass sie keine richtigen Schuhe hatten, um ihre Füße zu schützen. Er wollte ihnen helfen und gründete TOMS Schuhe, ein Unternehmen, das für jeden Verkauf eines Paars Schuhe ein bedürftiges Kind mit einem neuen Paar Schuhe unterstützt. One for One.® Im Jahr 2011 wurde das One for One-Modell mit TOMS Brillen erweitert. Für jede verkaufte Brille unterstützt TOMS eine hilfsbedürftige Person dabei, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. One for One.®

Was als einfache Idee begann, entwickelte sich zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell, durch das Bedürftigkeit angegangen und Kindern und ihren Gemeinschaften weltweit zu einer besseren Gesundheitsversorgung, Bildung und mehr wirtschaftlichen Perspektiven verholfen wird. Und in diesem Jahr freuen wir uns besonders auf die Gründung von TOMS Roasting Co. Für jeden verkauften Beutel Kaffee schenkt TOMS einer bedürftigen Person eine Woche lang sauberes Wasser. One for One. ®

TOMS hat bereits mehr als 10 Millionen Paar neuer Schuhe an hilfsbedürftige Kinder gespendet und mehr als 200.000 Menschen geholfen, ihr Augenlicht zurückzugewinnen. Wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein und freuen uns mehr denn je darauf, zu sehen, wie die kontinuierliche Entwicklung unserer Giving-Aktionen Gemeinden weltweit positiv beeinflussen kann.

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins - ein tolles Konzept

Wer ein Paar Schuhe kauft, spendet auch wieder eins – ein tolles Konzept

Mittlerweile machen auch Promis mit, DJ Paul van Dyck hat Schuhe für Toms entworfen.  Das Produktportfolio wird immer wieder erweitert, mittlerweile gibt es auch Fair Trade Kaffee, bei dessen Verkauf Trinkwasser gespendet wird. Und wer Angst hat, die Schuhe für die Kinder würden von Kinden woanders hergestellt, den kann ich beruhigen: Toms produziert fair, unter anderem in Haiti, wo versucht wird, dem Land wieder auf die Beine zu helfen. Wer es genau wissen will: hier der Link zum Giving Report

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Curvy, sexy, wunderbar – zu Gast auf der Übergrössenmesse

IMG_0320Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf der Fashion Week für etwas korpulente Frauen, der curvy is sexy. Im Palazzo Italia, direkt an der Friedrichstrasse, unter den Linden, zeigten über 60 Labels, was sie so zu bieten haben für mich und meine, ich sag jetzt mal , Leidensgenossinnen, die nicht immer bei Zara oder gar den Designern fündig werden. Ich muss gestehen, ich war wirklich gespannt. Was gibt’s denn da so? Um es vorwegzunehmen: wer Mode für große Größen mit Hauszelten gleich setzt, muss umdenken. Es gab wunderbar Tragbares für jeden Tag, edle Designerkleider, Abendkleider… es gibt Bekleidung in allen Preislagen. Ich war begeistert. Ich bin mit 40/42 und manchmal auch 44 ja im unteren Bereich der Übergrößen angesiedelt. Aber hier auf der Messe hätte mir jedes Teil gepasst, es hat mich außerordentlich gefreut, ich gebs zu.

Was mich überrascht hat, ist, dass ein paar der schönsten Labels aus Deutschland kommen. No Secret , S. Oliver Triangle, Anja Gockel WomanIam. Ganz groß und auch die Engländer, die mit Zizzi einen großen Stand hatten oder die Skandinavier, die die gesamte Palette von romantisch bist zur lässigen Jeans Mode spielen. Es gab spezielle Blusen, in die der Busen passt, extra Weitschaftstiefel…..ein Moppelparadies. Dreimal am Tag zeigten die Labels auf einer Modenschau, dass Curvy is sexy nicht nur ein Schlagwort ist. Und während auf der Fashion Week die Models immer dünner werden, standen hier wunderschöne, echte Frauen auf dem Laufsteg, mit Busen, Po und allem, was dazugehört. Ich hätte mir gewünscht, jede, die im Zelt war, wäre auch einmal hier gewesen, um zu sehen, wie schön ein wenig rundlich sein kann. Ich fand die Models traumhaft.

Es gab ein paar Labels, die ich ganz besonders schön fand:

WomanIam von Designerin Anja Gockel, die herrliche Kleider zeigt, deren Print sie selbst entworfen hat. Altrosa-grau, kombiniert mit schwarzer Spitze, ein frühlingshaftes Seidenkleid im Seerosendruck oder futuristische Punktkleider. Toll!

S.Oliver Triangle ist lässige Streetwear. “Wir füllen damit eine Lücke zwischen den regulären Größen und der Übergröße-Mode”, heißt es dort. “Auch Frauen, die größer sind als der Durchschnitt, werden bei uns fündig”. Stimmt. Ich hab mich in ein schwarzes Kleid verliebt, über dessen komplette Vorderseite ein weißer Blitz lief – super. auch ein schlichtes weißes Kleid mit Dreiviertelärmeln, das ein Testimonial trug, hat es mir angetan. Und eine Baggy Lederhose, und ein schwarzer langer Plisseerock und und und…

Junarose ist sehr jung, sehr gut geschnitten und sieht einfach sweet aus.

Zizzi, ein Brand aus England, hat eine besonders coole Kollektion vorgestellt. “Wardrobe of Wonders” heisst sie und erfüllt mit Bleistiftröcken, kurzen Sweatshirts, wilden Prints auf gut geschnittenen Kleidern,  Boucle-Karokostüm oder Snakeprints den Wunsch, modische Kleidung ab 42 zu bekommen.

Veto, ein dänisches Label, bietet tolle Jeans und einen sehr süßen Rosendruckblouson – der hat es mir angetan.

Und last, but not least, Adam Brody aus Zürich. Der Designer macht wunderschöne Mode. unter anderem einen blau-weißen Brokantanzug, der ein absolutes Lieblingsstück werden könnte.

Fazit: wir müssen das Gut gekleidet sein, nicht länger den Frauen bis Größe 38 überlassen – die Branche hat uns entdeckt. :)

 

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Kung Fury versus Kung Führer

Ich möchte euch heute ein Fundstück aus dem Netz vorstellen, das bei den Nerds schon längst Kult ist. ein Karatekid aus den Achtzigern jagt Hitler, der auch Kung Fu kann, mit Hilfe von Wikingern auf Dinosaurieren und Walküren mit Metallbhs aus dem Fetisch-Dessous-Läden. Und einer Triüon-Zeitmaschine. Und Skateboards. Äh, ja. Diesen Film mit dem schönen Titel Kung Fury will ein schwedischer Regisseur David Sandberg realisieren, eine halbe Stunde soll der Trash dauern und weil sich für sowas leider kein Filmstudio findet, bezahlen es die Fans. Die haben seit Januar mittlerweile 630.000 Dollar via Kickstarter gesammelt, eine runde Million soll es werden.

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Der Regisseur spielt der Einfachheit halber auch die Hauptrolle. Mit rotem Rambostirnband und fieser 80tziget Lederjacke. Alles gruselig. Alles lustig und ich will’s unbedingt sehen. Nur eins: müssen eigentlich immer die Nazis mitspielen?

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2. Juli 2014 · 10:14 vormittags

Guna: Lässige Streetwear mit ausgesuchten Marken

Naketano hat Mode für Veganer

Naketano hat Mode für Veganer

Was Mode anbelangt, bin ich so zwiegespalten. Auf der einen Seite mag ich es gern feminin, Röcke, Blusen mit Spitze, Mäntel mit Pelzkragen. Es gibt so Tage, da kann ich nicht anders.
Aber auf der anderen Seite – und die überwiegt an den meisten Tagen – mag ich es gern unkompliziert. Jeans, Longsleeve, Lederjacke und gut isses. Liegt vielleicht daran, dass ich überall mit dem Fahrrad unterwegs bin und da ist es nun mal praktischer. Praktisch, das ist so ein hässliches Wort. So hässlich wie die meisten Funktionsjacken und überweite Fleecepullover. Deswegen: nennen wir den Look lässig. Ja, das klingt viel besser. Denn auch bei diesem Look will ich nicht auf das gewisse Etwas verzichten. Coole Schnitte, melierte, weiche Stoffe, schöne Farben und witzige Aufdrucke. Immer gut zum mitnehmen in den unbeständigen deutschen Sommern.
Da hab ich neulich einen Onlineshop namens Guna entdeckt, der sich auf Jeans und Streetwear spezialisiert hat und viele der Marken führt, die ich besonders gern hab. Ich mag es, wenn ich ein etwas spitzeres Angebot vorfinde, in den Riesenshops hab ich das Gefühl, von der schieren Menge an Kleidern und Kleidungsstilen fast erschlagen zu werden. Bei Guna fühle ich mich da gut aufgehoben. Der Shop, der zur Kette Olymp und Hades gehört, führt unter anderem Naketano, Wellensteyn, G-Star, Khujo oder Superdry – alles Marken, die ich sehr schätze und bei denen ich weiß, welche Größe mir passt. Das ist vor allem beim Onlinejeanskauf eine Hürde. Mit Größe 42 bin ich nicht die Allerschlankste und so ist es gut, zu wissen, wie G-Star schneidet. Weil, mit dem Hin-und Herschicken hab ich`s nicht so. Wobei Guna satte 100 Tage Rückgaberecht anbietet.
Naketano hab ich vor einigen Jahren noch im Undercover Magazin als totalen Insider vorgestellt, mittlerweile hat sich das Label etabliert. Zu Recht. Ich mag deren langgeschnittene Hoodies oder Sweatshirts mit dem großen Kragen, so richtig zum Einkuscheln. Femine Lieblingsstücke für daheim. Witzigerweise ist die Marke auch der Hit der Veganer, weil sie auf Wolle, Leder, Seide oder Daunen verzichtet. Vegane Mode – da muss man erst mal drauf kommen.

Bei Superdry überzeugen weniger raffinierte Schnitte (die sind extrem klassisch), sondern deren leicht verwaschene Drucke im Vintagelook. Wer nicht genau hinkuckt, denkt, ein Originalsweatshirt aus den 80ern vor sich zu haben. Wellensteyn Jacken oder G-Star sind Klassiker, die konstruierten und extrem raffiniert geschnittenen Jeans der Marke faszinieren mich. Ich liebe vor allem deren unendlich coolen Waschungen.
Die Grössen bei Guna bewegen sich im normalen Spektrum, extra groß wird leider nicht angeboten.  Aber wenn ich dort was finde, stehen die Chancen für euch nicht schlecht.

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Huhn in Walnusssauce – iranisches Gericht zur WM Kochparade

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Mittlerweile gibt es Maggifix für indische Hähnchenpfanne, vietnamesisches oder koreanisches Essen sind Standard geworden, nur die Küche des mittleren Ostens ist noch. Ich so richtig angekommen. Das ist schade, denn die wartet mit einen unglaublichen Geschmacksreichtum auf. Gewürze wie Safran, Ringelblume, Zimt oder Koriander bestimmen das Bild. Deswegen freue ich mich, den Newcomer Im WM-Business, Iran, mit diesem Gericht beim Blogevent von Peter Spandls “Aus meinem Kochtopf” zu vertreten.

Für vier Personen:

Zwei Hühnerbrüste ohne Haut und Knochen in große Würfel schneiden. 100 Gramm Joghurt mit Chillipulver, Kurkuma und einer Prise Zimt verrühren, das Huhn in die Marinade geben und über Nacht zart werden lassen.
Eine rote Zwiebel fein hacken, in etwas Öl oder Butter glasig dünsten, beiseitestellen. Im Mixer 175 Gramm Walnüsse, einen Bund Koriandergrün, eine Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, scharfer Paprika, Zimt pürieren. Zwiebeln dazu und untermixen. Das Püree in die Pfanne geben, mit 150 ml Hühnerbrühe und einer guten Messerspitze Safran sanft garen lassen, die Sauce soll gut eingedickt sein.
Währenddessen den Backofen auf 200 Grad mit zugeschaltetem Grill vorheizen und die leicht abgetropften, mit Salz und Pfeffer gewürzten Hühnerstücke grillen. (Ich gebe gern Schuhbecks Brathendl Gewürz drauf, aber sehr iranisch ist das nicht) . Einmal beim Grillen wenden.
Für den Safranreis etwas Öl und ein Esslöffel Butter in einem Topf heiß werden lassen, 150 Gramm Basmatireis zugeben und die Körner glasig werden lassen. Eine Handvoll getrocknete Cranberrys zugeben und mit Hühnerbrühe aufgießen. (Handbreit über dem Reis) Reis garen lassen, kurz vor Schluss ein Esslöffel Butter und drei gute Prisen Safran, in ein wenig Brühe aufgelöst, zugeben und unter den Reis heben.
Das Grillhuhn mit dem Reis und der Sauce servieren. Wer will, kann das Gericht noch mit Granatapfelkernen garnieren.

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Über das Baby hab ich mich grad kaputtgelacht

Vermutlich hat den Film schon wieder jeder gesehen – für mich war er neu und er ist wirklich süß. Ich glaube, alle Babies mögen Musik und wollen tanzen, sobald sie sich auf zwei Beinen halten können. Die Kleine auf alle Fälle, die hoppst wie ein Mini-Psy. Ich würde die, wenn ich Pampers wäre, sofort für einen Werbespot engagieren….

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2. Juni 2014 · 5:54 vormittags

Eine Institution gibt es nicht mehr

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Es gab so ein paar Geschäfte, die bestimmten, was Trend und Stil ist war in Deutschland: Theresa in München, quartier201 in Berlin und Eickhoff in Düsseldorf. Ich erinnere mich gut daran, als ich früher bei einer Illustrierten arbeitete, da würde zum Saisonanfang immer bei diesen Geschäften angerufen und gefragt, was denn so geordert worden wäre für die Saison. Es war interessant, die regionalen Unterschiede festzustellen und das unterschiedliche Modeverständnis.

Regional ist mittlerweile Fehlanzeige, denn die Rolle des Trendsetters hat jetzt das Internet mit Läden wie net-a-porter übernommen. Im Netz gibt es Tag und Nacht weltweit alles zu kaufen. Und die Institution Eickhoff hat seine Pforten auf der Düsseldorfer Kö geschlossen. So wie Maendler, ein Münchner Traditionsgeschäft, schon länger davor. Es gibt nur noch wenige Inhabergeführte Boutiquen. Pool in München etwa oder das wunderbare Hayashi in Frankfurt. Das ist in vielerlei Hinsicht ein Verlust: denn was auch bald fehlen wird, sind der Einzelhandel in der Innenstadt. Bald sind nur noch die weltweiten Ketten gewillt, die horrenden Mieten zu zahlen. Blöd für die Kundschaft, die überall nur Einheitsbrei bekommt, blöd für ältere Menschen, die der Beratung bedürfen, blöd auch für neue Designer. Denn Eickhoff und Co haben Talente gefördert, auch mal neue Labels ausprobiert und so bekannt gemacht. Denn das Renommee der Läden war groß, der Geschmack sicher. Traut sich heute kaum wer..

Ich finde das alles sehr traurig. Und auch die Qualität der Beratung sinkt. Denn was solche Geschäfte vor allem auszeichnete, war ihr tolles Personal. Leute, die den Kunden auch sagten, was ihnen nicht steht, aber vor allem auch zeigten, was passen könnte. Die auf tolle Stylingideen kamen. Die geradezu mütterlich Abendkleider oder Outfits für bestimmte Anlässe heraussuchten. Das fehlt im Netz. Und nicht nur da. Oft beschränkt sich die ” Beratung” auf: “den Blazer können sie auch zur Jeans tragen”. Ach ne.

Ich hab eine Bitte, wenn ihr eine Boutique gefunden habt, die euren Geschmack trifft, kauft dort ein. Und gebt die Adresse weiter, nur so stellt ihr sicher, dass es die weiterhin geben wird.

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Nein, ich bin keine Heilige – nur Hobbyweltverbesserin

Ich habe letztens über die Produktionsbedingungen beim Trikot der Nationalmannschaft geschimpft, über Leute gemeckert, die bei Primark säckeweise Zeug rausschleppen. Find ich auch nach wie vor uncool. Aber, fragen Leute, du kaufst deine Mops-Socken bei Primark, du hast bestimmt Kleider im Schrank, die aus Sweatshops stammen. Ja. Stimmt. Ich bin nicht 100 Prozent konsequent. Ich kaufe nicht nur Bio. Nicht nur Fair Trade.
Aber ich versuche, zumindest etwas bewusster einzukaufen. Nicht dauernd was Neues, besser Dinge, die ich lange tragen werde und lieber Fair Trade, wenn ich es mir leisten kann. Das Schlimme: ich hab vom Baum der Erkenntnis gegessen und hab bei “falschen” Käufen ein schlechtes Gewissen. Manchmal.

Ich bin kein Engel. Und ich bewerfe trotzdem mit Hilfe dieses Blogs die Menschheit weiter mit Erkenntnis-Apfelstücken. Damit es jeder zumindest weiß. Und dann eben selbst eine Kaufentscheidung treffen kann. Ich treffe meine sehr bewusst. Und ich bin überzeugt, langfristig macht es einen Unterschied. Ihr könntet es natürlich inkonsequent nennen. Ich nenne es eben Hobbyweltverbesserern. Der Blogname ist bewusst gewählt.

Gedanke zu den Piraten
Ich hab bei meiner Partei, den Piraten, eine gewisse Parallele festgestellt. Denn wir sind auch da irgendwie nur Hobbyrevoluzzer. Von Mama, Mann, Staat oder Konzernen unterstützte Hobbykommunisten. Wir fordern soziale Wende und leben sie nicht, wir demonstrieren gegen Großprojekte und arbeiten dafür, wir sind gegen Monsanto und trinken Nespresso. Wir wollen den Bürger fragen und halten ihn gleichzeitig für dumm, verbohrt und latent rechts. Wir fordern Akzeptanz und würden am liebsten jeden niedermähen, der anders denkt. Inkonsequenz galore. Es gibt Ausnahmen, ich ziehe den Hut vor ihnen, die leben, was sie von anderen wollen. Viele sind es nicht. Vielleicht kommt die Inkonsequenz auch das beim Wähler an? Vielleicht spüren die unterbewusst den Knick in der Logik? Die Politiker der anderen Parteien sind meist nicht besser, im Gegenteil, einige sind echt mies, korrupt, inkompetent und machtgeil. Aber die tun nicht so, als ob es anders wäre. Auch darüber sollten wir nachdenken, auch wenn es weh tut…

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