Archiv der Kategorie: Restaurants

Düsseldorfer Hipkombi: Burger trifft Joghurteis

yomaroIch bin ja noch relativ neu in Düsseldorf, aber mir sind so ein paar Sachen aufgefallen: Alle Düsseldorfer lieben Burger und Joghurteis. Für nichts wird so angestanden wie für diese zwei Grundpfeiler der Hipsterernährung. Und beides gibt es hier in Superqualität. Jetzt gibt es in einem meiner Lieblingsläden, dem Toykio, in dem ich immer kleinen Blödsinn von Tokidoki kaufe, eine Kombination aus allem: Yomaro Frozen Yogurt trifft Toykio Gallery & Coffee. Das Toykio ist ein genialer Laden mitten im japanischen Viertel. Man kann dort Popartkunst erwerben, kleine japanische Spielzeugfiguren und bekommt eine der besten hausgemachten Limonaden der Stadt.

Und ab jetzt eben auch noch Frozen Yogurt. Dann wächst zusammen, was zusammengehört und es gibt endlich das Frozen Yogurt auch mit Macaronbröseln.

Yomaro Gründer Matthias Rombey und Kunstsammler Selim Varol freuen sich sehr über die Kooperation. Der schicke und puristische Stil von Yomaro passt perfekt ins designorientierten Szene-Konzept aus Galerie, Café und Shop. „Es war schon immer mein Traum YOMARO auf die Immermannstraße zu bringen. Wir sind super glücklich und sehr stolz, dies nun gemeinsam mit der ,Toykio What’s Beef Family‘ umzusetzen”, so Matthias Rombey.

Am Samstag lädt die neue Szene-Collaboration  zur großen Free-Frozen-Yogurt-Party ein.

Wo? Toykio, Immermannstraße 18, 40210 Düsseldorf.

Aus gegeben Anlass gibt es am selben Tag in der Schwester Lokation des Toykio, im What’s Beef 2 Häuser weiter ein ganz besonderes Spar Menü. Die besten Burger und dann Kostenlos Frozen-Yogurt. I like und werde sicher mal vorbeiradeln.

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Grüntee statt Kaffee

20140401-153407.jpg Es gibt ein paar Lokale in Frankfurt am Main, die ich so in München nie erlebt habe. Wirkliche multikulti. Eins davon, das Schönste von allen ist das Iimori, fast gegenüber des Römer. Dort, wo japanische und chinesische Reisegruppen ihre letzte Station haben und ihre letzten Euros ausgeben. Vielleicht hat so mancher von ihnen schon Sehnsucht nach daheim und kehrt in das wunderschöne, kleine Café ein. Es gibt dort eine wunderbare Melange aus europäischer und asiatischer Patisserie.

20140401-154002.jpg Benannt ist das Cafe nach seiner Besitzerin. Die Japanerin hat alles über europäische Backkunst gelernt und verbindet diese mit japanischen Geschmäckern und dem japanischen Sinn für Ästhetik.
Grüntee bildet dabei die auffallendste Färbung der Kuchen, es gibt Grünteerührkuchen, Grünteecremeschnitten und natürlich Grüntee Latte. Himbeer und Banane machen die Rührkuchenampel komplett. Wegen der Grüntee-Spezialitäten besuche ich das Iimori immer wieder gerne. Ins japanische Restaurant im ersten Stock hab ich es leider

nie geschafft. Ich habe mir immer wieder vorgenommen, aber keine Begleitung gefunden. Frankfurt isst Schnitzel.
So war ich ab und an im Cafe. Auf eine Grüntee Latte. Dazu Macarons oder pikant gefüllte gedämpfte Brötchen. Für Asiaten normal, für Europäer echt exotisch. Und alles sehr lecker.
Das Ambiente verströmt den Charme der 50er Jahre, Antiquitäten gemixt mit Flohmarkt – aber weit ab vom Hipster Interieur.

20140401-154906.jpg die Bedienungen tragen süße altmodische Schürzen und alle finden das sehr “kawaii”. Wer Frankfurt besucht, sollte nicht auf einen Besuch verzichten. Ein paar Meter weiter ist auch die Schirn und der schönste Schokoladenladen in der mainmetropole. Davon aber ein andermal…

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Burgertown Düsseldorf

20140330-143240.jpg In Frankfurt waren meine Freunde heiß auf Schnitzel, hier in Düsseldorf ist der Edelburger das Food der Wahl, meist mit Süsskartoffel Pommes, und ich finde, ich habe in der Tat hier einige der besten Burger ever gegessen.

Als Bester ist mir das Whats Beef in Bahnhofsnähe in Erinnerung geblieben. Er ist nicht so leicht zu finden, er liegt gut versteckt zwischen japanischen Nudelsuppenläden, japanischen Bäckereien und japanischem Interiordesign. (Ja, wir befinden uns in Düsseldorfs Japanviertel) Whats Beef ist ein Laden mit exzellenten Burgern, selbstgemachtem Limonaden und einem coolen Ambiente. Es gibt auch Nachteile: das Lokal ist meist gut voll, man muss an der Theke bestellen und Kartenzahlung (weder EC noch Kredit) gibt es nicht. Und sie schreiben nicht alle Zutaten in die Karte, Ich musste meinen Burger zurückgehenlassen, weil automatisch Mayo drauf war und ich die nicht vertrage. Aber das wude anstandslos erledigt – kein Drama also.

Aber das Essen…großartig. Ich weiß nicht, wie die das machen, aber die Pommes sind dick und fluffig mit einer sagenhaft knusprigen Kruste. “Die besten Pommes in Düsseldorf”, meinte der freundliche und sehr gut aussehende Typ an der Kasse. Ich denke, er hat recht. Bei der Auswahl setzt man auf die Klassiker. Kein Chichi zum belegen, sondern bester Käse, Salami statt Bacon (für mich eklig, die anderen lieben das), saftiges, innen leicht rosa Rindfleisch. Topqualität. Der Burger, den Fastfoodläden versprechen, aber nie servieren. Mir hat er richtig, richtig gut geschmeckt. Lecker sind auch die hausgemachten Limonaden, die, noch so eine Düsseldorfer Eigenheit, in großen Einmachgläsern mir bunten Papierstrohhalmen serviert werden. Kannte ich vorher so nicht.

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Man sitzt kommunikativ an langen Holzbänken, die Wände sind rot gestrichen und alles in allem könnte der Laden auch in einem hippen Viertel in New York sein. Das Publikum ist jung und international, sehr freundlich. Die Preise liegen im mittleren Bereich, aber das Essen ist sein Geld wert. Wer nach dem Hamburger noch Platz hat: der Cheesecake im Töpfchen, gekrönt von einem Maccaron, ist sein Geld wert. Das knusprige Baiser und die säuerliche Füllung gehen mit dem cremigsüssen Kuchen eine originelle Verbindung ein.

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Der Medicus und Monty Python in Marokkos Hollywood

Ich war ja letztes Jahr im “marokkanischen Hollywood”, Ouarzazate, einer kleinen Stadt, die man erreicht, wenn man von Marrakesch aus über die Berge weiter ins Inland fährt (so haben jedenfalls wir das gemacht, aber es gibt auch einen Flughafen). Dort wird alles gedreht, was mit Sand und Historie zu tun hat. Asterix und Cleopatra, Bibelverfilmungen, Gladiator, der Prinz von Persia, auch der Wüstenplanet Tattooine war hier zu finden. Ridley Scott drehte sein Kreuzfahrerdrama “Königreich der Himmel”. Und die Kulissen für diesen Film haben die Macher des “Der Medicus” jetzt recycelt und wiederverwendet. Der Film kommt am 25. in die Kinos.

Wer selbst auf den Spuren des Medicus wandeln will, dem sei ein Besuch in Ouarzazate empfohlen. Die Studios vom Ouarzazate ähneln sowieso einem Labyrinth historischer Bauten inclusive Sklavenmarkt, so dass jeder, der einen Historienschinken drehen will, eigentlich sofort loslegen kann. (Tipp für Y-Titty). Auf das Wetter ist dort Verlass, die Sonne scheint immer, die Kulissen des Gebirges und der nahen Wüste sind atemberaubend. Und wer will, geht in die alte Kasbah zum Drehen. Dort lebt auch Osama bin Laden, ein Gemischtwarenhändler, der als Kleindarsteller den Terroristen so oft spielen mußte, dass ihm der Spitzname geblieben ist. Vielleicht ist er auch im Medicus zu sehen? Mir hat es dort sehr gut gefallen, die Stadt ist kleiner als Marrakesch und viel weniger touristisch. Dennoch gibt es dank der boomenden Filmbranche dort genügend elegante Hotels und Unterkünfte und Restaurants, wo die Stardichte so hoch sein kann wie in Hollywood. Im Basar hatte ich meinen ersten echten Monty Python Moment, als ein Händler mir eine Tasche nicht verkaufen wollte, weil ich sie so billig fand, dass ich nicht handeln wollte. Das hat ihn in seiner Ehre gekränkt und ich musste anfangen zu feilschen. Ich habe aber keinen künstlichen Bart extra bekommen. Fand die Erfahrung, in einem absurden Sketch zu stecken, aber sehr unterhaltsam. (Monthy Python drehten aber in Tunesien, in Monastir)

Ich hab mich jetzt wieder an den Besuch erinnert und daran gedacht, dass ich dringend mal wieder dieses Land besuchen muss.

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Neues heißes Eisen im Bahnhofsviertel

20131206-173554.jpgDie Jungs vom IMA haben ein neues Eisen im Feuer: Das Maxie Eisen in der Münchner Strasse 18 im Bahnhofsviertel.  Ein sehr cooler Neuzugang im Stile eines amerikanischen Deli. Deswegen mischen sich auch jüdische Spezialitäten in die Karte. Matzo Ball Soup, Kreplach, Pastrami Sandwich. Ein guter Mix im Multikulti des Bahnhofsviertels. (Auch wenn mich dessen Ur-Einwohner nun schelten werden, sehen sie jedes coolere, schickere Lokal doch als weiteren Beleg der Gentriinfizierung)

20131206-173603.jpgDie Küche ist offen, das schafft Vertrauen. Ich habs heute nur gesehen und wollte euch mitteilen, dass es existiert, testen gehe ich ein andermal. Es ist noch so neu, dass die Speisekarten erst heute geliefert wurden und auf der Webseite noch nichts zu sehen ist. Aber ich bin ziemlich sicher, das kann was. “Gute Zutaten, frisch auf den Punkt gekocht, ein gemeinsames Essen, ein Lokal zum Treffen und Wohlfühlen”. So das Konzept. Fein.

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Einmal um die Welt in 80.000 Kalorien

Dim Sum zum Durchprobieren

Dim Sum zum Durchprobieren

Mein Motto beim Reisen: Du bist erst in einem Land gewesen, wenn du in dessen Supermärkten gestöbert hast. wenn du dessen nationale Spezialitäten probiert hast, an dessen Street Food Ständen völlig unbekanntes Zeug gegessen hast. Nichts macht mich irrer, als ein Urlaub in einem abgeschotten Clubcamp, in dem hauptsächlich internnationales Essen angeboten wird. Das kann dann gut sein, wie es will, es macht mir keinen sonderlichen Spaß. Ich hab schon mal in Kairo einen halben Aufstand bei der Reiseleitung hingelegt, die uns partout in eine Touristenfalle auf dem Nil mit Schnitzel und Pommes schleppen wollte. Weil es zu gefährlich wäre sonst mit der Hygiene. Wir haben dann im Nichttouristenteil der Stadt gegessen und waren die Einzigen ohne Durchfall – weil die in der Touristenkaschemme den Salat mit Nilwasser gewaschen haben. So viel dazu.

petit2Und wer keinen Spaß am Essen hat, mit dem macht es mir keinen Spaß zu verreisen. die “ich nehme im Urlaub ab”-Fraktion oder “für mich nur Salat”. Das ist doch Verschwendung, das kann man daheim machen, aber nicht da, wo tausend neue Geschmacksrichtugen auf einen warten, die man womöglich nicht kennt. Wenn ich reise, bringe ich nach Möglichkeit Rezepte, Gewürze und Ideen mit, die ich dann hier in meine Küche integriere. Meist versuche ich mir auch noch ein wenig Ferienstimmung zu konservieren, indem ich Essen mitnehme. Arrancini aus Sizilien, Tortenstücke aus Wien, Croissants aus Paris. Für eine kleine Verlängerung des Urlaubs daheim.

Was hab ich schon für tolle Sachen kennengelernt auf Reisen: Kichererbsenpfannkuchen in Nizza, Fischsuppe in Biarritz, Scones in England (das war neu in den 90ern), thailändische Nudelsuppen, Pasta mit Pistazien in Sizilien oder Jasmineis oder oder… und deswegen werde jetzt schwerpunktmäßig das Essen aller Destinationen vorstellen, zu denen ich reise. Ein sehr verfressener Reiseblog also. Tipps sind immer willkommen!

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Das Sacher Kochbuch – ein Klassiker erfindet sich neu

SACHER_cover NEU_3D_Meine Oma hat wunderbar kochen können, vor allem ihre großen Braten zu den Festtagen, ihre Suppen und ihre Mehlspeisen hab ich geliebt. Niemand konnte so gute Dampfnudeln machen wie die Oma, niemand hat Kirchweihnudeln, Rohrnudeln, Semmelauflauf, arme Ritter, Powidltascherl so gut gemacht wie sie. Und dann dazu Hollerkoch – es war ein Traum. Eine Art Essen, die es heutzutage selten geworden ist in Küchen daheim. Leider. Wer so kocht, der kann mich gerne einladen. Ich weiß nicht, welches Kochbuch die Oma benutzt hat, vermutlich gar keines. Aber Rezepte wie die ihren sind im Sacherkochbuch zu finden, einem Standardwerk der feinen östereichischen Küche, die der Bayerischen nicht unähnlich ist. Wir Oberbayern gehören eh mehr zu Östereich als zu Deutschland. (aber psst)

Das Sacher Kochbuch ist jetzt neu überarbeitet worden. Die alten Rezpte mal ein wenig ausgemistet und modernisiert. „Während das Hotel umgebaut wurde, hat sich auch bei uns in der Küche viel getan“, so Werner Pichlmaier, der das 43köpfige Küchenteam des Sacher seit 2008 leitet. „Wir haben uns sehr bewusst mit der traditionellen, einzigartigen Sacher-Küche auseinandergesetzt, sie teilweise neu interpretiert, aber ihr auch neue, leichte – zum Teil auch vegetarische – Gerichte hinzugefügt“, so Pichlmaier, der rund drei Monate am neuen Sacher Kochbuch gearbeitet hat. Hier ein Link zur einem Behind the Scenes-Film zur Entstehung des Kochbuchs.

Zum Glück sind die Klassiker geblieben. Da sei die Tradition vor. Da möchte ich kurz deren Pressetext zitieren: “Die feine österreichische Küche“ bringt ein Stück Sacher nach Hause, ganz einfach zum Nachkochen. Sowohl weniger geübte als auch passionierte Hobbyköchinnen und – köche finden im Sacher Kochbuch nicht nur spannende Lektüre, sondern vor allem wertvolle Anregungen und Tipps für ein gelungenes Essen in den eigenen vier Wänden.” Genau. Ich arbeite mich durch, nicht, weil ich unbedingt den Ehrgeiz hab, das Sacher zu toppen, sondern weil ich endlich mal so kochen können will wie meine Oma.

Diese Rezension nimmt an der Aktion “Jeden Tag ein Buch” von Arthurs Tochter kocht teil.

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