Archiv der Kategorie: Reise

Auf Harry Holes Spuren durch Oslo?

Opernhaus in Oslo - Foto: Wikopedia Rufus46

Opernhaus in Oslo – Foto: Wikipedia Rufus46

Ich hab ja schon recht ausführlich über meine Liebe zu den Romanen von Jo Nesbo geschrieben, und die haben in mir den Wunsch geweckt, doch einmal Oslo zu besuchen und in Spaziergängen die Tatorte zu erkunden. Es muss ja relativ einfach sein, die Stadt zu Fuß zu durchqueren. Harry Hole macht das dauernd udn es trägt bestimmt zum Verständnis bei, wenn ich das als Tourist auf seinen Spuren übernehme.

Mit Lastminute.de kommt man schon für 180 Euro in den hohen Norden, einchecken muss man natürlich im Best Western Karl Johan am Bahnhof – vielleicht hat aber auch die Heilsarmee ein Bett (Insider). Der September soll ja laut Nesbo der schönste Monat in Oslo sein, da nehme ich ihn beim Wort! Wobei, auch der Winter hätte etwas, Weihnachten mit Schnee und Polarlichtern in Norwegen…

Natürlich gibt es schon fertige Touren, der Tourismus der Stadt müsste verrückt sein, sich diese gute Gelegenheit entgehen zu lassen: Für 200 NOK besucht man in einer geführten Tour auf Englisch (oder Norwegisch) viele Orte, die die Bücher beschreiben, wie Holes Wohnort Sophies Gate, das Restaurant Schroeder, das vermutlich nicht so versifft ist, wie in den Büchern beschrieben (da bin ich wirklich gespannt drauf), das Gerichtsgebäude, das Underwater Pub, den Friedhof und die Haupteinkaufsstrasse (praktischerweise auch ein Tatort). Das ist schon mal super, man könnte noch weiter ergänzen – einmal die neue norwegische Oper besuchen und auf dem schrägen Dach herumlaufen, das Polizeipräsidium, das Rathaus, die Sprungschanze, auf der das dramatische Finale des “Schneemanns” stattfindet, die Festung Akershus, wo eine Leiche gruselig drapiert gefunden wird – und vieles mehr. Vielleicht bleibt auch Zeit für die Wälder rund um die Stadt, wobei man da nach der Lektüre aller Romane eher Angst bekommen könnte…

Ein paar Aspekte bleiben in den Büchern unbearbeitet, zum Beispiel die norwegischen Spezialitäten. Bis auf das Schroeders wird wenig zum Thema Essen gesagt, da legt der Protagonist Harry Hole wenig Wert drauf, Hauptsache Zigaretten und Jim Beam in Griffweite, das ist eher frugal. Das muss man sich selbst erarbeiten und  da muss ich mich eben selbst auf den Weg machen und erkunden. Die Küche soll ja recht spannend sein, Rentiersteak und so.
Oslo, ich komme! Gibt es auch Bücher, die euch Lust machen, ihre beschriebenen Orte zu besuchen?

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Mein erstes Mal…an der Nordsee

Als Bayer fährt man in den Süden, wenn man ans Meer will. Die Strände von Cattolica, Jesolo oder Grado liegen nah, Venedig oder Rimini locken. Das kenne ich in und auswendig, seit meiner Kindheit. Meer hiess Mittelmeer, warm und ruhig unter immer blauem Himmel. Jetzt lebe ich aber in Düsseldorf und der Strand liegt nördlich. Und das war für mich Neuland. Raue See, kalt und wild. So hab ich mir die Nordsee vorgestellt. Gekannt hab ich die nicht. Deswegen freute ich mich, mit einer Freundin aus Frankfurt über ein verlängertes Wochenende nach Schiermonnikoog, einer Insel im Nordmeer, zu fahren und dort zu campen. Die Anreise ist nicht ganz ohne Probleme, wenn man öffentlich fährt, Umsteigen in Arnheim und Zwolle, in Groningen dann in den Bus und von der Küste zur Fähre. Auf der Insel gibt es auch einen Bus, der die Fährenpassagiere ins Dorf bringt. Aber als ich am Meer ankam, die Fähre bestieg, wusste ich, die Fahrt hat sich gelohnt. Dieses Licht, diese Farben! Der Wind wehte kühl auf dem Sonnendeck, aber die Sonne glitzerte auf dem Wasser, in er Fähre gab es Waffeln und heiße Schokolade – super. Und ich sah die Schwalben über dem Meer, mein Tattoo in lebendig sozusagen.

IMG_2175Auf der Insel bezogen wir unser spartanisches Quartier, ein Bettenlager für Selbstversorger namens Springfield. Mir macht sowas Spaß, aber es gibt natürlich auch echte Hotels für alle die, die mehr Komfort benötigen. Wir sind dann erst mal los zum Viezenverhuur, also zum Fahrradverleih, um mobil zu werden auf der Insel, auf der Autos den Einheimischen vorbehalten sind. Ohne Fahrrad geht hier nix. Und dann erstmal zum Meer. Grandios. 17 Kilometer Strand, am Ende ein Naturpark, in dem man, mit viel Glück, Kegelrobben sehen kann. Und Delphine im Meer. Garantiert aber jede Menge Vögel und Hasen. Mit den Fahrrädern saust man durch die Dünen, die Steigung ist schier unerträglich, es geht manchmal fast bergauf. “Klein Schweiz” nennen die Einheimischen diese Hügel. Der Strand ist größstartig. Immer wieder bin ich beeindruckt von dem völlig anderen Licht, das die Luft durchdringt und jedes Sandkorn strahlen läßt. Ich kann mich nicht sattsehen, nicht sattriechen von der salzigen Luft. Am Abend drückt die Flut warmes Wasser Richtung Strand, dann kann man auch gut baden im Sonnenuntergang. Meine Premiere in der Nordsee.
IMG_2146Zurück im Dorf, durch das eine große Hauptstrasse führt, mit einem riesigen Walkiefer als Wahrzeichen, gibt es diverse Attraktionen. Zum einen die Fischbude “Vishandel” , in der es Kibbeling mit Pommes gibt, sowas wie Fish and Chips auf Holländisch. Meine Freunde schwören drauf. Ich bin kein extremer Fischfreund, ich hab mir frittierte Garnelen bestellt und Pommes dazu. Super. Im Supermarkt füllen wir wieder unsere Vorräte an Vla auf, es gibt sogar viele nette Boutiquen, darunter einen DYI-Laden und Mode, die zum maritimen Stil der Insel passt. Alles sieht aus, als ob es Redakteure der Brigitte dekoriert hätten. Das ist ein Kompliment. Besonders toll ist ein kleiner Süßwarenladen am Ende der Hauptstrasse, dort finden Lakritzfreunde das Paradies auf Erden, aber auch Fudge und Bonbonliebhaber werden glücklich.

Schiermonnikoog ist nix für Leute, die große Action brauchen und Schickimickiambiente. Es ist die ideale Insel für Boulespieler am Strand, stundenlanges Radfahren oder Spaziergänge durchs Watt. Zum Kopf frei bekommen und durchatmen. Zum im Sand liegen und den Möwen zugucken. Zum Nacktbaden am menschenleeren Strand am Abend. Für Leute, die mal wieder Lust haben, mit ihren Freunden zu reden. Oder zu schweigen. Es ist genau richtig für mich – ich komme bestimmt wieder.

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Voll o.k. – Schönes aus aller Welt macht die Wohnung bunter

Billiges Plastik oder Blech, recycelter Gummi, schlechte Papierqualität. Quietschbunt. Mit vielen bunten Mustern oder Tierchen drauf.  Ja, in anderen Ländern sehen Alltagsgegenstände anders aus. Ich mag es, sie in die kühle Funktionalität unserer Welt deutscher Wertarbeit zu integrieren. Manchmal bringt man sich sowas aus dem Urlaub mit – aber nicht immer reicht der Platz im Koffer, oder die Zeit oder die Nerven, Geschäfte nach ägyptischen Klorollenhaltern abzusuchen. Ich bin deswegen seit Jahren Fans der o.k.-Versands, wo man die schrägsten Produkte aus alles Welt bekommt. Ich finde, diese Dinge haben Seele und hauchen die auch der Wohnung ein. Zuviel darf es nicht sein, aber so ein paar Hingucker – toll.

“Wer es liebt, in fremden Ländern durch Kaufhäuser zu stöbern und sich das lokale Warenangebot anzusehen, wird sofort die Idee des o.k.-Versands verstehen: Hier werden Alltagsgegenstände angeboten, die zwar qualitativ mit den Produkten deutscher Wertarbeit nicht immer mithalten können, dafür aber außergewöhnlich skurril gestaltet sind. Die meisten Dinge sind industriell gefertigte anonyme Massenartikel aus einfachen Materialien wie Plastik, Leichtmetall oder Holz. Sie erfüllen tadellos ihren Zweck, werden aber im hiesigen Fachhandel einfach nicht angeboten.”, heißt es auf der Webseite.

IMG_1930Dem kann ich nur zustimmen, ich hab etwa den kleinen, hässlichen grünen Elefanten, eine Gießkanne aus China, die meine Terrasse verschönert, richtig lieb gewonnen. Oder den rosa indischen Plastikteppich in der Küche. Oder die mexikanische Wandverzierung.  All das macht aus meiner Wohnung ein Heim. Mein Heim. Es gibt fiesen Kitsch, aber manchmal auch richtige Kunst, wie etwa die russischen Werbeplakate oder – die hab ich nicht vom o.k. Versand, sondern aus Ghana mitgebracht - Afrikanische Frisörschilder, die der Kundschaft zeigen, welche Frisuren im Angebot sind. Die sind richtig Popart.

Wer nahe Köln oder in Berlin wohnt, hat Glück, es gibt auch zwei Läden, in denen die o.K.-Dinge verkauft werden. Da bekomme ich gleich noch eine Portion Inspiration dazu. Der Kölner Laden befindet sich in der Gladbacher Straße 36, zwischen Belgischem Viertel und Mediapark, U-Bahn Station Christophstraße. Für mich aus Düsseldorf eine kleine Weltreise, aber dafür kmme ich auch mit Tüten voller dinge rund um die Welt zurück.

 

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Cappuccino Freddo – ein Mitbringsel aus Mykonos

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In Mykonos ist der Cappuchino Freddo allgegenwärtig – passt einfach super zum Sommer und ist eine kalorienarme Alternative zum Eiscafe. Geht einfach: einen Lungo aufbrühen, mit etwas Zucker vermischen und kurz abkühlen lassen. Eiswürfel ins Glas, Kaffee darüber und mit Milchschaum toppen. Ich geb ab und an noch etwas Vanilleextrakt in den Schaum. Ins Glas damit und mit Strohhalm servieren.:)

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Meine Looks in Mykonos

ich hab mich vom Bohemian Look des San Giorgio inspirieren lasen. Meine Lieblingsteile auf der Reise waren ein langes Kleid von Mango, so blau-weiß wie Griechenland, die Concious Collection Weste von H&M und das bestickte Kleid aus der Kate-Moss-Collection von Topshop. Also ganz viel total aufwändig Besticktes.
Ich hab immer die olivfarbene kurze Hose dabei, die ich mir vor über 20 Jhren in einem Polo Ralf Lauren Store in Nassau gekauft habe. Damals saß sie weiter. Egal. Die Hose begleitet mich auf allen Reisen. Leider kam der Wollpullover öfter zum Einsatz, als mir lieb war, aber es ist halt doch saufrisch am Abend, wenn der Wind weht.
Ich hab mir auf Mykonos so einen kolumbianischen Häckelsack türkis mit lila und orange erstanden und den coolen Piratenring. Und ein LoveGreece Shirt von Ekaterini. Ich bin nicht die allerschlankste Person der Welt, aber ich finde, wir haben auch als Moppel das Recht, uns anzuziehen, wie wir wollen. Dass Bauchfrei für uns suboptimal ist, wissen wir selbst.
Meine Reisegarderobe ist immer blau, weiß, grau. Da kann nix schiefgehen und alles ist mit allem kombinierbar. Ich kann nur empfehlen, sich auf Reisen so ein Farbschema zuzulegen, das macht alles einfacher.
Ich hab in Mykonos festgestellt, dass ich hoffnungslos unterlabelt war. Die durchschnittliche Inselbesucherin hat an jedem Teil ein gut erkennbares Logo. Tasche: VL, Gürtel: Hermes oder Gucci, Jacke Phillip Plein (endlich weiss ich, wer das kauft), dazu Chanel, Dior und CM in veränderlichen Gewichtsanteilen.

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Die Katzen von Mykonos

Catcontent aus Griechenland, die kleinen Miezen sind wirklich überall und profitieren davon, dass die Touristen alle so tierlieb sind. Sie wirken recht entspannt, vermutlich sind sie auch im Urlaub. Oder – davon bin ich überzeugt, die sind einfach wesentlich entspannter als wir. Ein Stuhl, ein sonniger Fleck – passt. Ich einfach immer mal wieder draufgehalten, wenn ich sie wo erwischt habe…

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Einkaufen in Mykonos

So schön das Hotel auch ist, immer nur im uns am Pool liegen -nö. Ich hatte schon vorab gelesen, dass es sich lohnt, Mykonos Stadt einen Besuch abzustatten. Denn Mykonos ist mehr als eine Touristenfalle. Es ist das griechische Ibiza und die Feierwilligen wollen auch die entsprechenden Outfits haben, um in den schicken Clubs und Bars der Insel eine gute Figur zu machen. So sind die Boutiquen in Mykonos Stadt perfekt aufs anspruchsvolle Publikum eingestellt, dass zunehmend auch aus Fernost kommt und mit gigantischen kreuzfahrtburgrn vor der Insel halt macht. Louis Vuitton, Chopard haben eigene Shops, es gibt alles von Chanel bis Louboutin. Gemischt mit cooleren Läden, in denen ein sehr relaxter Schick angeboten wird, auch viele griechische Designer (dazu mehr in einem extra Artikel)
Derzeit sind die bunten gehäkelten Beutel Mochitas aus Kolumbien in, es gibt sie in vielen Boutiquen der Insel, auch die flachen Sanalen gibt es überall, sie werden in Griechenland hergestellt. Sie sind sehr bequem, rund 60 Euro kostet ein Paar. In ein, zwei Geschäften kann man sich T-Shirts bedrucken lassen. “Eat, Love, Party” und dergleichen mehr….äh, ja. Nein.

Die Läden zu finden ist nicht schwer, es gibt eine Hauptstraße Matogianni,, von der gehen kleine Seitenstraßen ab, alles auf einem relativ kleinen Gebiet. Ich kaufe mir erst bei einer Ben&Jerry Filiale das Kultgetränk der Einheimischen, Cappuchino Feddo, kalter, mit Zucker aufgemixter Kaffee auf Eiswürfeln mit eine dicken Schicht Milchschaum, und los gehts ins Einkaufsparadies.

Coole Bikinis, Tahiti Oil, nette Beachtaschen und alles, was am Strand noch schöner macht, gibt es bei beachhouse in der Matogianni 33

Emmy Monaco, Tria Piquadia, ist High End. Louboutin, Edeltaschen, wunderschöne Kaftane. Ich schau’s mir an, das ist definitiv eine Inspiration, aber kaufen kann ich mir hier nix.

Chora, Fl.Zouganeli Str. 43, ist ein wunderschöner Läden, sehr geschmackvolle Möbel und Wohnaccessoires im mediterranen Stil. Ein bisschen Mykonos, ein bisschen Shabby Schick. Ein Traum. Wer auf Mykonos ist und ein bisschen Budenzauber für daheim mitnehmen will, der ist hier richtig.

Direkt gegenüber ist VP Jewellery. Ich hab mir dort einen riesigen Rubelitring gekauft, der aussieht wie 200.000 Euro, aber 200 gekostet hat. Besser so als andersrum. In dem laden könnte ich mich doof kaufen. Da ist aber nicht doof bin, belasse ich es bei dem Ring.

Aber es gibt es viele tolle Läden: Free Shop, Ekaterini, Sostris, ex-tasy (ein Hippie-Laden), Nomad, Thala Jewellery.

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