Archiv der Kategorie: Reise

Mein erstes Mal…an der Nordsee

Als Bayer fährt man in den Süden, wenn man ans Meer will. Die Strände von Cattolica, Jesolo oder Grado liegen nah, Venedig oder Rimini locken. Das kenne ich in und auswendig, seit meiner Kindheit. Meer hiess Mittelmeer, warm und ruhig unter immer blauem Himmel. Jetzt lebe ich aber in Düsseldorf und der Strand liegt nördlich. Und das war für mich Neuland. Raue See, kalt und wild. So hab ich mir die Nordsee vorgestellt. Gekannt hab ich die nicht. Deswegen freute ich mich, mit einer Freundin aus Frankfurt über ein verlängertes Wochenende nach Schiermonnikoog, einer Insel im Nordmeer, zu fahren und dort zu campen. Die Anreise ist nicht ganz ohne Probleme, wenn man öffentlich fährt, Umsteigen in Arnheim und Zwolle, in Groningen dann in den Bus und von der Küste zur Fähre. Auf der Insel gibt es auch einen Bus, der die Fährenpassagiere ins Dorf bringt. Aber als ich am Meer ankam, die Fähre bestieg, wusste ich, die Fahrt hat sich gelohnt. Dieses Licht, diese Farben! Der Wind wehte kühl auf dem Sonnendeck, aber die Sonne glitzerte auf dem Wasser, in er Fähre gab es Waffeln und heiße Schokolade – super. Und ich sah die Schwalben über dem Meer, mein Tattoo in lebendig sozusagen.

IMG_2175Auf der Insel bezogen wir unser spartanisches Quartier, ein Bettenlager für Selbstversorger namens Springfield. Mir macht sowas Spaß, aber es gibt natürlich auch echte Hotels für alle die, die mehr Komfort benötigen. Wir sind dann erst mal los zum Viezenverhuur, also zum Fahrradverleih, um mobil zu werden auf der Insel, auf der Autos den Einheimischen vorbehalten sind. Ohne Fahrrad geht hier nix. Und dann erstmal zum Meer. Grandios. 17 Kilometer Strand, am Ende ein Naturpark, in dem man, mit viel Glück, Kegelrobben sehen kann. Und Delphine im Meer. Garantiert aber jede Menge Vögel und Hasen. Mit den Fahrrädern saust man durch die Dünen, die Steigung ist schier unerträglich, es geht manchmal fast bergauf. “Klein Schweiz” nennen die Einheimischen diese Hügel. Der Strand ist größstartig. Immer wieder bin ich beeindruckt von dem völlig anderen Licht, das die Luft durchdringt und jedes Sandkorn strahlen läßt. Ich kann mich nicht sattsehen, nicht sattriechen von der salzigen Luft. Am Abend drückt die Flut warmes Wasser Richtung Strand, dann kann man auch gut baden im Sonnenuntergang. Meine Premiere in der Nordsee.
IMG_2146Zurück im Dorf, durch das eine große Hauptstrasse führt, mit einem riesigen Walkiefer als Wahrzeichen, gibt es diverse Attraktionen. Zum einen die Fischbude “Vishandel” , in der es Kibbeling mit Pommes gibt, sowas wie Fish and Chips auf Holländisch. Meine Freunde schwören drauf. Ich bin kein extremer Fischfreund, ich hab mir frittierte Garnelen bestellt und Pommes dazu. Super. Im Supermarkt füllen wir wieder unsere Vorräte an Vla auf, es gibt sogar viele nette Boutiquen, darunter einen DYI-Laden und Mode, die zum maritimen Stil der Insel passt. Alles sieht aus, als ob es Redakteure der Brigitte dekoriert hätten. Das ist ein Kompliment. Besonders toll ist ein kleiner Süßwarenladen am Ende der Hauptstrasse, dort finden Lakritzfreunde das Paradies auf Erden, aber auch Fudge und Bonbonliebhaber werden glücklich.

Schiermonnikoog ist nix für Leute, die große Action brauchen und Schickimickiambiente. Es ist die ideale Insel für Boulespieler am Strand, stundenlanges Radfahren oder Spaziergänge durchs Watt. Zum Kopf frei bekommen und durchatmen. Zum im Sand liegen und den Möwen zugucken. Zum Nacktbaden am menschenleeren Strand am Abend. Für Leute, die mal wieder Lust haben, mit ihren Freunden zu reden. Oder zu schweigen. Es ist genau richtig für mich – ich komme bestimmt wieder.

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Voll o.k. – Schönes aus aller Welt macht die Wohnung bunter

Billiges Plastik oder Blech, recycelter Gummi, schlechte Papierqualität. Quietschbunt. Mit vielen bunten Mustern oder Tierchen drauf.  Ja, in anderen Ländern sehen Alltagsgegenstände anders aus. Ich mag es, sie in die kühle Funktionalität unserer Welt deutscher Wertarbeit zu integrieren. Manchmal bringt man sich sowas aus dem Urlaub mit – aber nicht immer reicht der Platz im Koffer, oder die Zeit oder die Nerven, Geschäfte nach ägyptischen Klorollenhaltern abzusuchen. Ich bin deswegen seit Jahren Fans der o.k.-Versands, wo man die schrägsten Produkte aus alles Welt bekommt. Ich finde, diese Dinge haben Seele und hauchen die auch der Wohnung ein. Zuviel darf es nicht sein, aber so ein paar Hingucker – toll.

“Wer es liebt, in fremden Ländern durch Kaufhäuser zu stöbern und sich das lokale Warenangebot anzusehen, wird sofort die Idee des o.k.-Versands verstehen: Hier werden Alltagsgegenstände angeboten, die zwar qualitativ mit den Produkten deutscher Wertarbeit nicht immer mithalten können, dafür aber außergewöhnlich skurril gestaltet sind. Die meisten Dinge sind industriell gefertigte anonyme Massenartikel aus einfachen Materialien wie Plastik, Leichtmetall oder Holz. Sie erfüllen tadellos ihren Zweck, werden aber im hiesigen Fachhandel einfach nicht angeboten.”, heißt es auf der Webseite.

IMG_1930Dem kann ich nur zustimmen, ich hab etwa den kleinen, hässlichen grünen Elefanten, eine Gießkanne aus China, die meine Terrasse verschönert, richtig lieb gewonnen. Oder den rosa indischen Plastikteppich in der Küche. Oder die mexikanische Wandverzierung.  All das macht aus meiner Wohnung ein Heim. Mein Heim. Es gibt fiesen Kitsch, aber manchmal auch richtige Kunst, wie etwa die russischen Werbeplakate oder – die hab ich nicht vom o.k. Versand, sondern aus Ghana mitgebracht – Afrikanische Frisörschilder, die der Kundschaft zeigen, welche Frisuren im Angebot sind. Die sind richtig Popart.

Wer nahe Köln oder in Berlin wohnt, hat Glück, es gibt auch zwei Läden, in denen die o.K.-Dinge verkauft werden. Da bekomme ich gleich noch eine Portion Inspiration dazu. Der Kölner Laden befindet sich in der Gladbacher Straße 36, zwischen Belgischem Viertel und Mediapark, U-Bahn Station Christophstraße. Für mich aus Düsseldorf eine kleine Weltreise, aber dafür kmme ich auch mit Tüten voller dinge rund um die Welt zurück.

 

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Cappuccino Freddo – ein Mitbringsel aus Mykonos

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In Mykonos ist der Cappuchino Freddo allgegenwärtig – passt einfach super zum Sommer und ist eine kalorienarme Alternative zum Eiscafe. Geht einfach: einen Lungo aufbrühen, mit etwas Zucker vermischen und kurz abkühlen lassen. Eiswürfel ins Glas, Kaffee darüber und mit Milchschaum toppen. Ich geb ab und an noch etwas Vanilleextrakt in den Schaum. Ins Glas damit und mit Strohhalm servieren.:)

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Meine Looks in Mykonos

ich hab mich vom Bohemian Look des San Giorgio inspirieren lasen. Meine Lieblingsteile auf der Reise waren ein langes Kleid von Mango, so blau-weiß wie Griechenland, die Concious Collection Weste von H&M und das bestickte Kleid aus der Kate-Moss-Collection von Topshop. Also ganz viel total aufwändig Besticktes.
Ich hab immer die olivfarbene kurze Hose dabei, die ich mir vor über 20 Jhren in einem Polo Ralf Lauren Store in Nassau gekauft habe. Damals saß sie weiter. Egal. Die Hose begleitet mich auf allen Reisen. Leider kam der Wollpullover öfter zum Einsatz, als mir lieb war, aber es ist halt doch saufrisch am Abend, wenn der Wind weht.
Ich hab mir auf Mykonos so einen kolumbianischen Häckelsack türkis mit lila und orange erstanden und den coolen Piratenring. Und ein LoveGreece Shirt von Ekaterini. Ich bin nicht die allerschlankste Person der Welt, aber ich finde, wir haben auch als Moppel das Recht, uns anzuziehen, wie wir wollen. Dass Bauchfrei für uns suboptimal ist, wissen wir selbst.
Meine Reisegarderobe ist immer blau, weiß, grau. Da kann nix schiefgehen und alles ist mit allem kombinierbar. Ich kann nur empfehlen, sich auf Reisen so ein Farbschema zuzulegen, das macht alles einfacher.
Ich hab in Mykonos festgestellt, dass ich hoffnungslos unterlabelt war. Die durchschnittliche Inselbesucherin hat an jedem Teil ein gut erkennbares Logo. Tasche: VL, Gürtel: Hermes oder Gucci, Jacke Phillip Plein (endlich weiss ich, wer das kauft), dazu Chanel, Dior und CM in veränderlichen Gewichtsanteilen.

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Die Katzen von Mykonos

Catcontent aus Griechenland, die kleinen Miezen sind wirklich überall und profitieren davon, dass die Touristen alle so tierlieb sind. Sie wirken recht entspannt, vermutlich sind sie auch im Urlaub. Oder – davon bin ich überzeugt, die sind einfach wesentlich entspannter als wir. Ein Stuhl, ein sonniger Fleck – passt. Ich einfach immer mal wieder draufgehalten, wenn ich sie wo erwischt habe…

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Einkaufen in Mykonos

So schön das Hotel auch ist, immer nur im uns am Pool liegen -nö. Ich hatte schon vorab gelesen, dass es sich lohnt, Mykonos Stadt einen Besuch abzustatten. Denn Mykonos ist mehr als eine Touristenfalle. Es ist das griechische Ibiza und die Feierwilligen wollen auch die entsprechenden Outfits haben, um in den schicken Clubs und Bars der Insel eine gute Figur zu machen. So sind die Boutiquen in Mykonos Stadt perfekt aufs anspruchsvolle Publikum eingestellt, dass zunehmend auch aus Fernost kommt und mit gigantischen kreuzfahrtburgrn vor der Insel halt macht. Louis Vuitton, Chopard haben eigene Shops, es gibt alles von Chanel bis Louboutin. Gemischt mit cooleren Läden, in denen ein sehr relaxter Schick angeboten wird, auch viele griechische Designer (dazu mehr in einem extra Artikel)
Derzeit sind die bunten gehäkelten Beutel Mochitas aus Kolumbien in, es gibt sie in vielen Boutiquen der Insel, auch die flachen Sanalen gibt es überall, sie werden in Griechenland hergestellt. Sie sind sehr bequem, rund 60 Euro kostet ein Paar. In ein, zwei Geschäften kann man sich T-Shirts bedrucken lassen. “Eat, Love, Party” und dergleichen mehr….äh, ja. Nein.

Die Läden zu finden ist nicht schwer, es gibt eine Hauptstraße Matogianni,, von der gehen kleine Seitenstraßen ab, alles auf einem relativ kleinen Gebiet. Ich kaufe mir erst bei einer Ben&Jerry Filiale das Kultgetränk der Einheimischen, Cappuchino Feddo, kalter, mit Zucker aufgemixter Kaffee auf Eiswürfeln mit eine dicken Schicht Milchschaum, und los gehts ins Einkaufsparadies.

Coole Bikinis, Tahiti Oil, nette Beachtaschen und alles, was am Strand noch schöner macht, gibt es bei beachhouse in der Matogianni 33

Emmy Monaco, Tria Piquadia, ist High End. Louboutin, Edeltaschen, wunderschöne Kaftane. Ich schau’s mir an, das ist definitiv eine Inspiration, aber kaufen kann ich mir hier nix.

Chora, Fl.Zouganeli Str. 43, ist ein wunderschöner Läden, sehr geschmackvolle Möbel und Wohnaccessoires im mediterranen Stil. Ein bisschen Mykonos, ein bisschen Shabby Schick. Ein Traum. Wer auf Mykonos ist und ein bisschen Budenzauber für daheim mitnehmen will, der ist hier richtig.

Direkt gegenüber ist VP Jewellery. Ich hab mir dort einen riesigen Rubelitring gekauft, der aussieht wie 200.000 Euro, aber 200 gekostet hat. Besser so als andersrum. In dem laden könnte ich mich doof kaufen. Da ist aber nicht doof bin, belasse ich es bei dem Ring.

Aber es gibt es viele tolle Läden: Free Shop, Ekaterini, Sostris, ex-tasy (ein Hippie-Laden), Nomad, Thala Jewellery.

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San Giorgio – der griechische Hotelhimmel

Mykonos ist Das Griechenland, dass man sich in Urlaubsträumen vorstellt. Blauer Himmel, türkises Meer, die Häuser Weiß und blau, jetzt im Frühling voller pinker bougainvilla und rotem Mohn. Grüne Hügel, immer von ein wenig Wind umweht. Perfekt. Ein Hauch der alten Hippie-Relaxtheit, die die Insel seit den Siebzigern berühmt gemacht hat, ist immer noch da, trotz turmhoher Kreuzfahrtschiffe im neuen Hafen. Mykonos ist wunderschön.
Hinkommen ist einfach, ich mit Germanwings direkt von Köln/Bonn geflogen, im Sommer gibt es auch direkte Flüge mit Airberlin aus Düsseldorf.
Ziel meiner Reise war ein Hotel, das San Georgio, das ich im Rahmen einer Einladung besuchen durfte. Das war klasse, denn so Schön wie Mykonos ist auch das Hotel am Strand, zwischen Paragas und Paradise Beach. Auf Paradise Beach liegt die Clubmeile, der führende Club ist der Paradise Club, einer der Top 20 dieser Erde, der den gleichen Besitzern gehört wie das San Giorgio. Und eigentlich war das Hotel nur ein Nebeneffekt, eine Wohnmöglichkeit für DJs und Gäste.
Aber was für eine. Das Hotel wurde als Save Haven für all die schöne Partycrowd konzipiert, fernab von gewöhnlichen Standards.Das Personal ist durchgehend schön, total freundlich und hilfsbereit. Hängematten und liegebetten am Pool, Lockere Sitzgelegenheiten überall statt steifer Lobby. Emanuelle Pfauenstuhl, Acapulcochairs, Designertische und weiße Macs mischen sich mit Fundstücken aus Griechenland, geflochtenen Matten und Teppichen aus maisstroh, schönen Kissen von “rock the Kashbah” aus Paris. Wenn es einen Platz gibt, einen glitzernden Kaftan zu tragen, dann hier. Das Hotel hat hohe Umweltstandards, das gefällt mir. Auf einer Insel, auf der Wasser ein wertvolles Gut ist, sollte man das nicht aus den Augen verlieren. Die griechische Regierung gängelt Hotels mit irren Auflagen, verlangt, dass Bettwäsche und Handtücher täglich gewechselt werden.

Der Pool ist ungeheizt und mit frischem Meerwasser gefüllt. Ich traue mich als einzige rein und finde es herrlich. Jetzt in der Vorsaison war es sehr ruhig und gemütlich, ich kann mir aber vorstellen, das es sich im Sommer ein wenig ändert, wenn ab Nachmittag der Strand zum Schwimmen, bräunen und zur Party ruft und das San Georgios voll besetzt ist. Da werden sicher die Beats der DJs auch das Hotel erreichen – aber das ist ja nicht das Schlechteste, schließlich legen im Paradise Club die besten DJs der Welt auf. An der familiären Athmosphäre wird sich dennoch nicht viel ändern, beim Essen an langen Tafeln kommt man sich näher und die Menschen, die ein Hotel wie das San Giorgio buchen, sind vermutlich ein ähnlicher Menschenschlag. Wer hier mit seinem Handtuch eine Liege besetzt, ist ganz sicher falsch. Entspannt bitte. Keine Nervereien im Urlaub. Und auf der Nachbarliege liegt vermutlich Avicii oder David Guetta. Cool.

Fernseher im Zimmer sind auch Fehlanzeige, aber ehrlich, ich hab das Tv nicht vermisst. Wann denn? Tagsüber wird am Strand relaxt oder in Mykonos Town geshoppt oder eine der nahen Inseln wie Delos oder Santorini besucht, abends geht es zum Essen und dann in die wunderbaren Clubs der Insel. Braucht das Paradies Tv? Wer’s gar nicht lassen kann, der kann via Wifi im Internet streamen, das geht, wir haben mal kurz beim Grand Prix und Germanys Next Top Model finale reingezappt. So sans, die Blogger.

Aber das ist eigentlich echt eine Sünde. Das Hotel ist dazu da, zu genießen. Zeit zu haben.
Zum Frühstück gibt es ein kleines Buffet, der Rest wird frisch ala Carte zubereitet. Griechischer Joghurt mit Honig, Nüssen und Früchten, Omelette mit Feta, Basilikum und Zwiebeln, Gegrillter Haloumi, pochierte Eier auf Avocados und Tomaten. Toll. Geht nicht besser. Auch mittags und abends bietet das Küchenteam griechische Küche auf hohem Standard an. Was mir ein wenig fehlt, ist ein SPA, aber da wird drüber nachgedacht. Gut.
Ich werde sicher im Sommer ein verlängertes Wochenende wiederkommen, um mich voll ins feiern zu stürzen. Als Hotelgast ist man Vip im Club, das wird ausgenutzt.

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Die Katzenlady von Mykonos

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Ich habe sie zweimal getroffen in den Straßen von Mykonos. Immer schwer bepackt mit Plastiktellern, Wasserflaschen und sehr viel Futter. Eine alte Dame, sehr gut aussehend mit weißen Haaren ist die der Engel der rund 200 Straßenkatzen in Mykonos. Sie wandert durch die kleinen Gassen, um in geschützt gelegenen Hinterhöfen oder Plätzen ihre Schützlinge zu versorgen. Auf ihre eigene Rechnung, Tierschutz ist hier unbekannt. “Ich muss das machen, sonst sind die Tiere verloren. Und das brächte ich nicht übers Herz.”

Die sehr verzauselten Katzen kennen sie schon und kommen dann auch sofort angesaust. Ich hab ihr dann 10 Euro für Futter gegeben. Ich find das ja süß, wie alles, was sich um Katzen dreht. Sie wollte mir dann auch unbedingt eines der Katzenbabies andrehen, die derzeit bei ihr leben, aber da ich mich gegen ein eigenes Haustier entschieden habe, auch gegen einen babystreuner aus Mykonos. Aber ich weiß sie ja in guten Händen…

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Schnitzelsemmel im Flieger?

Für viele Menschen scheint die Vorstellung, drei Stunden ohne substantielle Mahlzeit auskommen zu müssen, Panikattacken auszulösen. Teenies können ja mittlerweile keinen Gang durch die Fußgängerzone bewältigen, ohne nicht mindestens einmal eine frittierte Stärkung zu sich genommen zu haben. Der ultrasüsse Shake als Wegzehrung wird noch mitgenommen. Damit der schicke Fettrand oberhalb der Jeans garantiert erhalten bleibt.
Doch nun droht fieses verhungern auch über den Wolken. Denn Airlines wie Germanwings sind dazu übergegangen, das Essen an Bord als zubuchbares Extra zu verstehen. Ich finde das nicht schlecht, ich mag das Zeug eh nicht. Und der Flug wird günstiger. Winwin. Aber andere Fluggäste, ich konnte das am Weg nach Mykonos beobachten, schlagen dem drohenden Hungertod ein Schnäppchen, indem sie ihre eigenen Fresspakete schnüren. Hartgekochte Eier, müffelnde Leberwurst oder Salami erfreuen die Mitreisenden mit ihren Aromen. Nicht. Im Zug können Fenster schon nicht geöffnet werden, im Flieger noch viel
Weniger. Es ist eine Zumutung. Wenn schon, kann keiner auf geruchsneutrale Butterbrezen zurückgreifen? Muss es immer was mit Zwiebeln sein?
Ich baue ja auf die Antiterrorexperten, die im mitgebrachten Essen eine neue Gefahrenquelle sehen und es verbieten. Wo sind die Terrorjäger, wenn man sie einmal braucht?

Was ist eure Meinung dazu? Ist es völlig okay, überall seine eigenen Fresspakete mitzubringen?

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Das Land, wo Vla und Ernusssauce fließen

 

Neulich war ich mit einer Freundin, der wunderbaren Frau Maja, in Venlo. Das ist ja für mich als Bayer in Düsseldorf etwas ganz Neues: schnell mal nach Holland. Holland war natürlich schon früher megainteressant und sowas was wie das Paradies der Toleranz (coffeeshops!) ich bin früher häufig nach Österreich über die Grenze gefahren – das ist in Bayern sehr nah – nur die Schillinge und die knallorange Farbe der Limonade haben daran erinnert, dass man hier im Ausland ist. Und das Essen und vor allem die Mehlspeisen sind generell besser, aber das war mir als Teenie egal. Und Knallbunt sind hier das Essen und die Getränke in Venlo auch. Mit dem Zug von Düsseldorf erreicht man Venlo bequem. Der Bahnhof ist an der Peripherie der malerischen Altstadt, so sind wir in Nullkommanichts in der Innenstadt. Schön ist es hier, idyllisch. Da macht es auch nichts, dass es regnet. Frau Maja gibt mir einen Crash Kurs im holländischen Fast Foot. Das ist der lecker und sehr frittiert. Wir kehren bei der Fritteuse ihres Vertrauens (Center Snacks, Lomstrstraat 44) ein, Pommes mit allem, Sate-Spießchen mit Erdnusssauce, Frikandel, Hühnchensticks mit Chillisauce, dazu ein Johannisbeer-Fanta. Kalorienhalali! Es schmeckt natürlich gut, aber so fettig reicht mir das für das kommende halbe Jahr. Ich schwöre mir, ich will mal eine echte Reistafel essen gehen in Holland – kommt wer mit? Davon habe ich schon Wunderdinge gehört. 20140502-091925.jpg Wir bewundern kurz die malerische Altstadt, machen Spassfotos auf dem Thron vor dem Rathaus, dann ist schon wieder Essen dran. In der Venloer Filiale der “zwei Brüder” werden meine Augen groß und größer. Sowas habe ich selten erlebt. Das Land, wo der Pudding in Strömen fließt. Vla in allen Variationen und Geschmacksrichtungen. Wer es nicht kennt: Vla ist Pudding in der Konsistenz zwischen Vanillesauce und Pudding und schmeckt besser als alles, was das deutsche Kühlregal in dieser Art zu bieten hat. In Liter-Tetrapacks warten Himbeere, Erdbeere, Mandel, Sahne, und natürlich die Klassiker Vanille und Schokolade. Wer sich nicht entscheiden kann, für den gibt es Doubble-Vla, bei der zwei Sorten getrennt aus der Packung fließen, toll. Eine unüberschaubare Vielfalt. Dazu knallbunte Käse, mit rot Chilli, grün mit Wasabi oder sogar ein schlumpfblauer Käse wird angeboten. Leider ohne Etikett, was denn die Geschmacksrichtung sein soll. Ich tippe ja auf Lakritz. Wir testen ihn nicht. Bier gibt es mit Kirsch, Banane, mit Ingwer und Ananas. Trappistenbier aus Belgien und verrückte Sorten von überall her. Irre, was eine Stunde S-Bahn ausmacht. Eine riesige Abteilung bietet alle Ingredienzien für die asiatische Küche, ein koloniales Erbe. Ich kauf mir ein bisschen was, schließlich bin ich mit dem Zug da,nehm mir aber vor, mal nur zum Großeinkauf zu kommen. So wie der Rest. Aber viele Deutsche häufen sich die Einkaufswägen voll. Vor allem mit etwas, was ich persönlich nicht mag und das ist Lakritze. Bitte bleibt mir vom Leib damit. Wozu auch, wer es Süßigkeiten aller Farben (logisch) und Geschmacksrichtungen gibt? Mir hat es vor allem die Nerd-Abteilung angetan, angrybird und candycrush- Bonbons. Kannst du sie nicht abschießen, iss sie auf :)

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Nicht Verzweifeln beim Pilotenstreik

20140402-170153.jpg Foto:Lufthansa Rund 425.000 Passagiere sind betroffen vom Streik der Piloten. Einer davon bin ich. Ich wollte eigentlich nach München zum Auswärts Schnitzel, mal wieder richtig lecker Schnitzel essen und mich mit meinen Freunden treffen. Und gleich noch ein paar berufliche Termine machen in München. Das geht jetzt nicht. Weil ich alle Termine verpassen würde und 5-6 Stunden Zug, äh, nein. Blöd, aber mei.

Denn die Lufthansa bemüht sich wirklich, die armen Passagiere nicht am Boden zu lassen. Die innerdeutschen Flüge können auf die Bahn wechseln, die anderen werden auf diverse Fluglinien umgebucht, soweit möglich. Im Ausland gibt es Hotels für hängengebliebene Urlauber. Eigentlich super.
Nur wo es hakt, ist das Info-Callcenter, bei dem ich seit zwei Tagen vergeblich anrufe. Warteschleife ist dort keine, sondern nur eine Männerstimme, die mir mitteilt, dass derzeit alle Leitungen besetzt sind. Das frustriert. Und ich hab es auch mitten in der Nacht probiert. “Wir kommen da an unsere Grenzen, natürlich haben wir die Callcenter maximal aufgestockt, aber es sind eben über 425.00 Passagiere, die alle Auskunft brauchen. Wir hoffen aber, dass der Ansturm nachlässt”, erklärt Martin Riecken von der Lufthansa Presse. Auf der Infoseite finden sich alle Informationen, die auch ständig aktualisiert werden. “Unbedingt vor der Fahrt zum Flughafen noch einmal draufschauen, das erspart womöglich Ärger” . Also lieber schauen, was man selbst machen kann. Nicht optimal, zumal die links in den Info-Emails nur auf Bahn oder Callcenter verweisen, nicht auf die Stornierung des Tickets.
Das geht nämlich auch: Wer den Flug bei Lufthansa gebucht hat (Tickets mit 220-) kann den Flug auch stornieren. Das hab ich jetzt gemacht. Schweren Herzens.

Für die Piloten fehlt mir allerdings jedes Verständnis und wenn mir demnächst einer mit seiner Uniform in der S-Bahn begegnet, dann wird er von mir was zu hören bekommen…

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Bahn – die Hölle sind die anderen

Ich mag Menschen eigentlich richtig gerne. Außer, ich fahre mit ihnen Bahn. Dann mutieren die Mitmenschen zu Monstern, die darauf aus sind, mir die Fahrt so unangenehm wie möglich zu machen.
Vor allem in den modernen Zügen, wo es keine Chance auf lüften gibt, gibt es viele, die mal so richtig die olfaktorische Sau rauslassen. Schweiß mischt sich mit aufdringlichem Parfum, am Platz werden hartgekochte Eier, Wurstbraterei und Almkäse ausgepackt. Kaffee- und dönerdämpfe wabern. Und das um 9 Uhr morgens. Es ist fürchterlich.
Leise dringt aus schlechten Kopfhörern das Wummern der Beats,
Neben mir telefoniert ein Herr mit Jack wolfskin Jacke mit seiner “Süßen” lautstark. Schmierig kichernd trompetet er durchs Abteil, was sie gleich für ein erotisches Feuerwerk erwartet. Klar ist, der übrige Zug soll das mitbekommen. Eine wahrscheinlich 5jährige fragt: Mama, was sagt der Mann da? Mama antwortet nicht und starrt in ihr Buch. Mit roten Ohren.
Es ist sonnig draußen, ich möchte das Fenster aufreißen und die Nase raushalten, so wie früher bei Bahnfahrten. Fahrtwind spüren. Nicht in diesem Mief sitzen. Es wird nicht alles besser mit der zeit, nur schneller. In 40 bin ich hier wieder raus, wie schön.

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Ende der Blogpause

Äffchen in Madagaskar oder Eichhörnchen in Mörsenbroich?

Es sind derzeit wilde Zeiten für mich, ich muss meine neue Wohnung schön einrichten, meine neue Stadt kennenlernen, neue Freunde finden und Kontakt zu den Alten halten. Die Piraten sind im Umbruch – wir überlegen, welche Richtung wir nehmen sollen. Kochblogen ohne Küche ist schwer.

Deswegen hab ich mir jetzt eine Auszeit gegönnt, auch um zu überlegen, wo ich hin will mit dem Blog. Fazit: ich mach weiter wie bisher, eine Spezialisierung auf einen Reiseblog, wie ich mir erträumen würde, ist einfach zeitlich nicht drin. Außerdem ist rund um mich immer so viel los, dass ich gar nicht viel reisen muss, um viel zu sehen und zu erleben. Klar, irgendwann werde ich mal einige Monate in die Südsee fahren und dort herumsegeln -Tahiti ist mein ewiger Traum.Und ich will Äffchen in Madagaskar beobachten. Aber derzeit reichen mir Eichhörnchen in Mörsenbroich.

Ab jetzt gibt es wieder (fast) täglich neue Beiträge auf “Hobbyweltverbesserer” – ich hoffe, das freut euch. Ich freue mich sehr über Tipps und Hinweise.

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14. März 2014 · 11:04 vormittags

Hoch in den Norden reisen – zur Kulturhauptstadt Umea

Umea zur Mittsommerzeit

Umea zur Mittsommerzeit

Ich war bis jetzt nur einmal kurz in Schweden, damals war ich Studentin und auf dem Weg zum „Treffen der Europäischen Studenten des Journalismus“ in Tampere Finnland. Damals gab es noch coole Interrail-Tickets und so fuhren wir mit der Bahn. Als wir in Stockholm ankamen, war es Februar und es schneite wie wild. Wir haben an den zwei Tagen in Stockholm viele Cafes und Pizzerien kennengelernt, aber sonst eigentlich recht wenig. Das wollte ich schon lange nachholen. Heute ist ja gerade die schwedische Kronprinzessin in Düsseldorf, da wäre es doch nur höflich, den Besuch zu erwidern.

Luftgetrocknete Scheibchen Rentierfleisch - würde ich gerne probieren

Luftgetrocknetes Rentierfleisch würde ich gerne probieren

Es gibt ja einen guten Grund dieses Jahr, denn Umea im Land der Samen, tief im Norden Schwedens, ist heuer Kulturhauptstadt Europas. Da würde ich gerne hinreisen. Das Programm rockt mit einem Gitarrenmuseum, vielen Konzerten (darunter auch mein geliebter Metal), mit Kunst und Mode und Mittsommar.  Vor allem im Spätsommer lockt mich das Programm sehr. Da gibt es zum einen das

Food Festival
(
Mittwoch, 17. September bis Sonntag, 21. September 2014) “An fünf Herbsttagen werden Liebhaber guten Essens verschiedene Möglichkeiten haben um Umeås kulinarische Kultur kennenzulernen. Das Food Festival bietet Verkostungen zu verschiedenen Themen, sowie Wettbewerbe und Märkte mit heimischen Zutaten. Dabei wird ein Fokus aus der samischen Essenskultur liegen”. Wie sagt der Lafer: “Ist das was?” Jepp, das wäre was. Ich stell mir spannende Rezepte mit Rentierfleisch, Moosbeeren und Lachs vor. Da die skandinavische Küche derzeit an Hippness nicht zu übertreffen ist, stell ich mir dieses Festival außergewöhnlich toll vor. Die Schweden haben einen Ruf zu verlieren.

Personer vid caféUnd weil schwedisches Design auch was ganz Besonders ist, wäre das vielleicht auch eine Überlegung wert.

Umeå Fashion Week 2014
(
Dienstag, 7. Oktober bis Samstag, 11. Oktober 2014) Die Fashion Shows, Instore-Events und Ausstellungen der Umeå Fashion Week versprechen ein echtes Highlight zu werden. “Umeå ist das Shopping- und Fashion-Mekka von Nordschweden und die Heimat vieler international bekannter Modedesigner wie Johnny Johansson, Petter Hollström, Sandra Backlund und Helena Hörstedt”, erklärt mir eine Pressemitteilung. Ich muss gestehen, ich oute mich mal als Nichtkenner dieser Namen, aber ich würde sie sehr gerne kennenlernen. Kann nur gut sein.

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San Giorgio – (m)ein Traum von Mykonos

San Giorgio Hotel Mykonos - der Restaurantbereich

San Giorgio Hotel Mykonos – der Restaurantbereich

Das Hotel San Giorgio auf Mykonos ist mir zum ersten Mal in einem Buch über coole Interiors aufgefallen – und ich hab gesagt, genauso soll mein Schlafzimmer in Düsseldorf aussehen. Holz, wie vom Wind und sonne gebleicht, ein Moskitonetz, schlichte handgewebte Körbe – und ab und an mal ein Designerstück.. Ich bin auf einem recht guten Weg dahin. Und wenn ich so lebe, will ich erst recht so Urlaub machen. Von diesem Hotel träume ich. POSTKARTEIch stelle es mir herrlich vor, wie auf der Terrasse vor dem Hotelzimmer zu frühstücken; in einer der Hängematten am Pool zu liegen (ich hab mir eine Postkarte auf Facebook gebastelt) oder auf dem Steg am Meer auf die Ägais zu schauen, vielleicht sehe ich ja irgendwo Delphine. Und  selbst ins wunderbar kitschigblaue Meer. Abends noch einen Drink an der Bar und dann ab auf dem Motorroller in eine Taverne am Strand oder ins Nightlife von Mykonos. Die Partystrände sind ja nicht besonders weit weg. Oder im San Giorgio bleiben und die Sterne zählen.

Ein Hotelzimmer im San Giorgio

Ein Hotelzimmer im San Giorgio

Mir gefällt dieser schlichte, authentische Stil des Hotels besser als alles, was noch so edle Hotelketten mir bieten könnten. Das stelle ich mir unter Griechenland vor – und kein 08/15 Hotel einer Kette. Es ist der Luxus des Einfachen. Couture gemixt mit Inselstyle. Natürlich ist der Bohemian Stil des Hotels fein komponiert und kein Ergebnis des Zufalls. Dazu kennen die beiden Besitzer, die Bayern Thomas Heyne und Mario Hertel ihre coole, moderne Klientel zu gut, schließlich führten sie lange den Paradise Club in Mykonos.

Das San Giorgio ist die Antwort auf das Bedürfnis, im Urlaub stilvoll zu relaxen, einen gewissen Bohemian Lifestyle auszuleben so wie Talitha Getty in den 60ties in Marrakesch. Und das unter Seinesgleichen. Weltoffene, kreative Persönlichkeiten. Keine “mit dem Badehandtuch am Pool Reservierer” oder “Nur Schnitzel im Urlaub Esser”. Die wird man da nicht finden. Genausowenig wie überfüllte Strände, Gyros con Krauti und genervte Pauschaltouristen, die den Reiseführer anzetern. Und das ist toll. Klar, das hat seinen Preis  – aber das San Giorgio steht definitiv ganz oben auf meine Liste der Urlaubsträume in 2014…

So ist die Ägais zum Träumen...

So ist die Ägais zum Träumen…

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Mein Traum vom Urlaub…

So ist die Ägais zum Träumen...

So ist die Ägais zum Träumen…

Jeder hat Traumdestinationen, zu denen er unbedingt hinwill. Und gerade jetzt, wenn der Winter so richtig fies wird, beginne ich immer, mir auszumalen, wie es wäre, jetzt woanders zu sein… in den kommenden Tagen werde ich meine Traumdestinationen vorstellen. Mal ganz nah, mal ganz fern.

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Der Medicus und Monty Python in Marokkos Hollywood

Ich war ja letztes Jahr im “marokkanischen Hollywood”, Ouarzazate, einer kleinen Stadt, die man erreicht, wenn man von Marrakesch aus über die Berge weiter ins Inland fährt (so haben jedenfalls wir das gemacht, aber es gibt auch einen Flughafen). Dort wird alles gedreht, was mit Sand und Historie zu tun hat. Asterix und Cleopatra, Bibelverfilmungen, Gladiator, der Prinz von Persia, auch der Wüstenplanet Tattooine war hier zu finden. Ridley Scott drehte sein Kreuzfahrerdrama “Königreich der Himmel”. Und die Kulissen für diesen Film haben die Macher des “Der Medicus” jetzt recycelt und wiederverwendet. Der Film kommt am 25. in die Kinos.

Wer selbst auf den Spuren des Medicus wandeln will, dem sei ein Besuch in Ouarzazate empfohlen. Die Studios vom Ouarzazate ähneln sowieso einem Labyrinth historischer Bauten inclusive Sklavenmarkt, so dass jeder, der einen Historienschinken drehen will, eigentlich sofort loslegen kann. (Tipp für Y-Titty). Auf das Wetter ist dort Verlass, die Sonne scheint immer, die Kulissen des Gebirges und der nahen Wüste sind atemberaubend. Und wer will, geht in die alte Kasbah zum Drehen. Dort lebt auch Osama bin Laden, ein Gemischtwarenhändler, der als Kleindarsteller den Terroristen so oft spielen mußte, dass ihm der Spitzname geblieben ist. Vielleicht ist er auch im Medicus zu sehen? Mir hat es dort sehr gut gefallen, die Stadt ist kleiner als Marrakesch und viel weniger touristisch. Dennoch gibt es dank der boomenden Filmbranche dort genügend elegante Hotels und Unterkünfte und Restaurants, wo die Stardichte so hoch sein kann wie in Hollywood. Im Basar hatte ich meinen ersten echten Monty Python Moment, als ein Händler mir eine Tasche nicht verkaufen wollte, weil ich sie so billig fand, dass ich nicht handeln wollte. Das hat ihn in seiner Ehre gekränkt und ich musste anfangen zu feilschen. Ich habe aber keinen künstlichen Bart extra bekommen. Fand die Erfahrung, in einem absurden Sketch zu stecken, aber sehr unterhaltsam. (Monthy Python drehten aber in Tunesien, in Monastir)

Ich hab mich jetzt wieder an den Besuch erinnert und daran gedacht, dass ich dringend mal wieder dieses Land besuchen muss.

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Pyramiden und Sphinx im Schnee

Das Foto hab ich bei Twitter gefunden (wo es 11.000 Mal geteilt wurde) und will es euch nicht vorenthalten, weil es so kurios ist. Während es in Frankfurt nix wird mit weißer Weihnacht, fällt der Schnee im nahen Osten. Es ist der erste Schnee in Kairo seit 112 Jahren. Als ich vor einigen Jahren im Dezember in Ägypten war, war es tagsüber so um die 20 Grad. Ich glaube kaum, dass viele Ägypter für diese Witterung Kleider haben…

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Entspannendes Weihnachtsgeschenk – Antistresspraline

Ein Päckchen Entspannung mit den leckeren Antistresspralinen

Ein Päckchen Entspannung mit den leckeren Antistresspralinen

Ob es an der verkosteten Antistresspaline lag, das kann ich nicht sagen: jedenfalls war ich nach dem Besuch der ChocolART sehr entspannt. Und die Praline der Traditionsconfiserie Madlon war mir in angenehmer Erinnerung. Der Erfinder der Praline, ein hervorragender PRler fürs eigene Produkt,  lobt sie in höchsten Tönen: “Die Sahnetrüffel-Praline mit reinen Naturölen wie Pfefferminze, Blutorange, Zitronenmelisse und Rosenwasser ergibt eine einzigartige Geschmacksharmonie für die Sinne, mit nachhaltig vollmundigem Schokogeschmack.” Und das alles aus guten, fair gehandelten Zutaten. (das trägt bei mir gehörig zur Entspannung bei)

Und es ist wahr, je länger ich die Praline lutschte, um so mehr von ihren Aromen gab sie frei, Minze, Orange, anklänge der Rose. Angenehmer Nebeneffekt: die Schnupfennase war nach dem Genuss der Praline auch verschwunden. Auf alle Fälle ein super Weihnachtsgeschenk für alle Manager etc, die sich in der Pause eine kleine Entstressung gönnen wollen.

Den Tipp, sie nach und nach zu geniessen, hab ich nicht geschafft: ich hab sie ziemlich gleich aufgegessen…

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Schwäbisches Schlaraffenland – ChocolART

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Baumkuchenstand mit dem original Salzwedler Baumkuchen, den es seit 1807 gibt

Warnung: Bitte vor dem Lesen unbedingt ein Stück Schokolade bereithalten, sonst könnte es nach dem Lesen zu unkontrollierten Fressattacken führen!

An alle Allergiker: dieser Beitrag enthält unfassbare Mengen an Nüssen, Milchprodukten, Zucker und Gluten

Das Tübinger Schokoladenfestival hat eine noch recht junge Geschichte – es entstand, um die Einzelhändler der Stadt glücklich zu machen und Menschen in der Adventszeit nach tübingen zu locken – denn Tübigen hat einen nur zwei Tage dauernden Weihnachtsmarkt. Zu wenig fürs Geschäft. Doch die ChokolART entpuppte sich als mehr als guter Ersatz und das kulinarische Spektakel ist zu einem echten Renner mutiert. Mittlerweile füllt es den ganzen Markt von Tübingen, in den Tübinger Lokalen werden Schokospezialitäten angeboten – die ganze Stadt ist im Schokofieber. Zu Recht. So viele verschiedene, originelle Schokoladen habe ich selten an einem Ort gefunden. Ein paar der Besten werde ich in einzelnen Artikeln vorstellen. Zusammen mit anderen Bloggern durfte ich den Markt und seine Highlights genauer inspizieren. Am Tag davor hatte ich “Charlie und die Schokoladenfabrik” gesehen, ich war also top vorbereitet.

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das von mir gestaltete Cover

Wir starteten in dem Zelt von Ritter Sport, jeder durfte sich eine Tafel selbst basteln. Da das Zelt eigentlich die Kinderattraktion ist, waren Zutaten wie Gummibären und Smarties am Start. Ich hab meine Tafel dann recht simpel mit Nüssen und goldenen Sternchen befüllt. Und selbst ein Cover gemalt – natürlich mit Eichhörnchen drauf, was sonst?

Es ging weiter bei angenehm winterlicher Kälte zu den Schokoladenmalern, einem Stand mit roher Schokolade  und den Antistresspralinen. (da gibt es einen eigenen Artikel dazu). Ein Wahrzeichen des Marktes ist der ChocoLino, ein politisch korrekter und mit fair gehandelten Zutaten hergestellter Schaumkuss, den es auch als Sonderstempel im Schokoladenmarkt eigenen Postamt gibt. Und, das ist das Besondere, der nicht mit Zucker, sondern mit Bienenhonig gemacht wird. Direkt vor den Augen der Besucher werden die frischen Küsse sofort verkauft – da musste ich einen probieren: Unglaublich süß, unglaublich lecker, weil in die herbe Schokolade einen Kontrast zum schaumig-festen süßen Inneren bildet, mittendrin noch ein knuspriger Keks. Toll – und danach war ich eigentlich satt. Aber da hatte der Markt noch kaum angefangen. Ich aß ein Stück Eiskonfekt, in Form eines kleinen, schokopulverüberstäubten Gugelhupfs, dessen schokoladige Intensität im Mund schier explodierte. Der Hupf stammt von Goufrais. Überall duftete es nach Zucker, gebrannten Mandeln, nach Kakao, Glühwein und Gewürzen. Der Stand mit der Chocolino-Produktion hüllte eine Marktseite in süßen Honigduft.

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Überall warteten kleine Kuchen aus Schokolade, mal warm, mal kalt serviert, auf die Besucher – denen widerstand ich, kaufte aber einen haltbareren Käse-Schoko-Kirsch-Kuchen im Glas, den ich gestern zuhause aß und der den wunderbaren Markt zurückbrachte (die Schwarzwälder Kischtorte wurde in Tübingen erfunden, das war eine Hommage).  Die Leute liefen mit einen Meter Ritter-Schokolade herum oder kauften paketeweise Zotterschokolade in Geschmacksrichtungen wie Zimt, Mohn oder Exoten wie Rosenwasserganache oder Bergkäse (!). Damit es zum Mittagessen nicht fad wurde, wurde das Wildschwein mit Spätzles und Schokosauce serviert. Sehr lecker, aber wenig zu merken von der Schokolade in der Sauce, vielleicht war es ganz gut so.  Jedenfalls hab ich mir beim Metzger nebenan noch eingeschweißte Maultaschen für daheim mitgenommen – nicht aus Schokolade (die gibt es auch)

Vereinzelt stehen zwischen den Buden für Crepes, Schokoladenaufstriche, Schokopralinen, Schokotorten, Schokobruch, Schokoplätzchen, Baumkuchen aus Salzwedel, Früchten in Schokolade, Ständen mit Kaffeee, Glühwein und heißer, dicker Schokolade auch Bratwurstbuden und Hot Dogs, die für Abwechslung sorgten. Ich hab jedenfalls mit meinem guten Freund Alexander am Abend  Chips gegessen. Kein Dessert.

PS: bei den Produkten habe ich, soweit möglich, die Internetseite verlinkt, bei denen man sie bestellen kann. Tipp: die Goufrais Pralinen und der sehr saftige Baumkuchen! War ein super Tag mit extrem netten Leuten – danke an die Veranstalter und die netten BlogkollegInnen! :
die Welt der kleinen Dinge, the whitest cake alive, Das Süße & der bittere Rest, Anna im Backwahn, Lunch For One, Feinschmeckerblog, Olschis World
Notizen für Genießer – Gumia.de, Miris Jahrbuch, Heute gibt es,
Fabulous Food, Neulich im Leben, Judys Delight, Schokohimmel und Das kleine Glück.

Weitere Blogbeiträge zur ChocoLart:

Die Welt der kleinen Dinge

Feinschmeckerblog

Oschis Blog

Gumia

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