Archiv der Kategorie: Politik

Kochen für den Frieden

Fotos: Random House

Fotos: Random House

Was derzeit im nahen Osten geschieht, in Gaza, das nimmt mich sehr mit. Ich wünsche mir sehr den Frieden dort – vor allem für all die ganz normalen Leute, die dort ohne Fanatismus ihr Leben führen wollen ohne Angst und Not. Wer mit was wie wo Schuld hat, steht mir nicht zu zu beurteilen. Davon soll der Blogbeitrag auch gar nicht handeln.

Sondern von dem wunderbaren Kochbuch “Jerusalem” von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Der eine Koch wuchs im westlichen, jüdischen Teil der Stadt auf, der andere im östlichen, muslimisch geprägten. In London, wo beide jetzt leben, haben sie sich getroffen und festgestellt, wie ähnlich ihre Kindheitserinnerungen waren, wie ähnlich auch die Küchen, die ihre Eltern jeweils kochten. Das Buch ist eine Reise in ihre Kindheit, in die die Autoren uns mitnehmen, sie erzählen von den Gerüchen, den Geschmäckern der heiligen Stadt, von den kleinen Läden in der Altstadt, von gemeinsamen Gerichten und deren Varianten.

Kommt Tahini (Sesampaste) ins Baba Ganoush (eine Auberginenpaste, ich sage übrigens ja, unbedingt), wo bekommt man den besten Hoummous, was macht das typisch süsse Gebäck des Orients aus und wie serviert man Falafel richtig. Das Buch ist durch die Kollaboration ein wunderbares Symbol für den Frieden, es zeigt, wie viel beide Bevölkerungsteile gemeinsam haben, wenn sie es nur mit genug Abstand betrachten. Ich möchte es jedem ans Herz legen, dessen Interesse von die Küche des vorderen Orients über Döner hinausgeht.  Vielleicht schafft die gemeinsame Küche mehr Verständnis füreinander, als es die Politik je könnte… Kochen für den Frieden…

Die Rezepte sind toll bebildert, relativ leicht nachzukochen und schmecken traumhaft. Manchmal gibt es Anleitungen zur Vereinfachung, die ich gerne nutze. Zum Beispiel mache ich mir nicht die Mühe, die Quitten für die gefüllten Quitten (Unteres Bild) auszuhöhlen, ich gar die Füllung als Fleischklösschen daneben. Geht auch…

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

Gefüllte Quitten mit Lammhack und Granatapfelkernen Foto: Random House

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Traurige Trikots von Adidas zur WM

Es ist ein nationales Symbol, etwas, das ein ganzes Land mit Stolz tragen soll – das Trikot der Fußballnationalmannschaft. Hergestellt von Traditionshersteller Adidas. Es kostet stolze 79 Euro. Bei dem Preis wird doch alles in Ordnung sein mit der Herstellung, da ist bestimmt ein guter Lohn für die Näherinnen drin? Hast du dir gedacht – laut der Anstalt im ZDF sind es 80 Cent pro Trikot. Die müssen im Akkord genäht werden. Die Näherinnen können trotz 10 Stunden an der Maschine ihre Familien nicht ernähren. Sie werden krank, weil sie durch Akkordarbeit nicht mal auf die Toilette dürfen. Und ja, die anderen Sportfirmen, Nike und Puma, sind bestimmt nicht besser. Aber Adidas näht für Deutschland bei der WM.

Wie gesagt, es ist nicht irgendein T-Shirt. Es ist das Shirt, das für Deutschland steht. Auf das wir alle stolz sein sollen – oder es sogar tragen als Fans unserer Natonalmannschaft. Und dieses Symbol sollte eine anständige Herkunft haben, seine Näherinnen auch stolz machen, weil es sie gut ernährt. Jetzt ist es eine Schande.

Und Adidas ist das offenbar völlig egal. Vielleicht weil die fränkische Firma weiß, dass kein Kleiderskandal je etwas am Kaufverhalten ändern wird. Weil billig zählt. Aber das Shirt ist nicht billig, sondern richtig teuer. Bei Nachfrage sowohl bei der Pressestelle als auch bei der PR Firma wird einfach abgewunken. Statement? Gibt es nicht. Braucht es ja nicht. Es geht ja nur um ein nationales Symbol.

Was ist eure Meinung, sollte ein wichtiges Trikot fair hergestellt sein? Oder ist das bei dieser WM eh schon egal?

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Fußball und Nazis passen nicht zusammen

http://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=Z3-VCkdsvQk

Im “Namen der Rose” hat ein verrückter Mönch versucht, ein Buch zu vernichten, weil es das Lachen behandelt hat. Er weiß, wie gefährlich Lachen ist. Wenn man über etwas lacht, hat man keine Angst mehr davor. Bei Nazis ist es doch genauso. Wer die Braune Gurkentruppe mal genauer anschaut, der kann gar nicht anders, als die total lächerlich zu finden. Kein Film ist da besser als ‘der große Diktator” – allein die Festnahme von Diktator Hynkel mit dem blöden Gamsbarthut nach vorne. Unbezahlbar. Oder die Nazis in “Blues Brothers”…
Genauso sieht es Borussia Dortmund, die den zahlreichen Ewiggestrigen in ihrer Stadt mal zeigen, was sie von ihnen halten. Nicht viel. Gut so.

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23. Mai 2014 · 9:09 vormittags

Die Partei kann’s

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Ich mag “die PARTEI” einfach, auch wenn sie unsere Plakate trollt. Unser Plakat wendet sich übrigens gegen Überwachung, nur für den Fall, dass es keiner mitbekommt…

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21. Mai 2014 · 7:49 vormittags

Schwul ist normal!

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Solange solche Talkshows noch möglich sind, läuft echt was schief.
Und deswegen veröffentliche ich hier den Pressetext meiner Partei, der Piraten.

Die Piraten fordern zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie zu
mehr Akzeptanz von vielfältigen Lebensformen auf. Immer noch werden Menschen wegen ihrer Sexualität diskriminiert und in über 70 Ländern steht Homosexualität unter Strafe.

Leider steigt auch die Zahl der Länder, in denen die Todesstrafe droht, wie in Jemen, Iran, Irak, Mauretanien, Nigeria, Katar, Saudi Arabien, Somalia, Sudan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Brunei.

Die Antidiskriminierungsbeauftragte Lüders warnt auch vor einer neuen Homophobie in Deutschland und fordert Beschwerdestellen für Schüler/innen auf Landesebene sowie die Rehabilitation und Entschädigung für Opfer des Paragraphen § 175 SGB.[1]

Hierzu ermahnt Ali Utlu, Bundesbeauftragter für Queerpolitik der Piratenpartei Deutschland: “Es gibt jeden Tag tausende Übergriffe gegen Homosexuelle, verbaler und physischer Art. Soziale Netzwerke sind da insbesonders zu nennen, da es dort sehr einfach ist, Menschen wegen ihrer Sexualität zu diskriminieren. Wir dürfen als Gesellschaft nicht zulassen, das Homophobie geduldet wird, sondern müssen sie da ächten, wo sie geschieht, und eingreifen.”

Wir Piraten stehen für eine bunte Gesellschaft, in der sich jeder frei entfalten kann, unabhäng von seiner sexuellen Präferenz, und rufen dazu auf, ein Zeichen für die Akzeptanz der Vielfalt zu setzen und an den CSDs in ganz Deutschland teilzunehmen.

Quellen:

[1] http://www.ad-hoc-news.de/antidiskriminierungsstelle-lueders-warnt-vor-neuer–/de/News/36982204

http://www.dw.de/homophobie-ist-in-uganda-gesetz/a-17450256

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Holen wir uns unser Land zurück! Macht mit mit der Politik

Hat irgendwer von euch schon mal wirklich darüber nachgedacht, was Politik machen eigentlich bedeutet? (Na gut, ihr seid hier Leser und deswegen schlau und deswegen bestimmt eine ganze Menge.) Es bedeutet, daran zu arbeiten, dass diese Welt schöner wird, besser, lebenswerter. Dass wir alle hier auch noch in 50 Jahren gerne leben wollen. Und unsere Kinder und Kindeskinder. So viel Freiheit für alle wie möglich. So viel Regeln für alle wie nötig. Wie viel Geld der Staat durch Steuern einnehmen soll und wieviel er wofür ausgeben soll. Klingt eigentlich ganz einfach – und ist es auch.
Kompliziert wird es dann, wenn bestimmte Gruppen möchten, dass es ihnen besonders gut geht und sie privilegiert werden. Dann möchten diese Gruppen die Politiker zwingen, ganz spezielle Ausnahmen zu schaffen. Nennt sich lobbyarbeit.

Soweit alles klar? Klar. Was wollen wir? Das ist auch klar: wir wollen, dass wir bis in alle Zeiten sicher und beschützt leben können, dass wir frei sagen dürfen, was wir wollen und dass wir die Freiheit haben, unser Leben nach unseren Wünschen zu gestalten. Dass es Arbeit gibt und die gerecht bezahlt wird und dass die, die nicht mehr arbeiten können, Rentner, Menschen in Notlagen und Krankheit, weiter in Würde leben können. Wir wollen, dass unsere Umwelt erhalten bleibt, unsere Kinder Bildung bekommen und wir in Frieden leben auf dieser Erde. Will jemand was anderes? Leider – Ja. Es gibt Leute, die wollen so viel Geld verdienen wie möglich, ohne Rücksicht auf Verluste. Die wollen uns übers Ohr hauen als billige Arbeitskräfte, willige Konsumenten jeden Drecks, den sie mit Sklaven am anderen Ende der Welt produzieren. Aber das sind nicht viele, Nur nehmen die ihren Einfluss war.

Aber das können wir alle auch. Wir sind viele. eigentlich fast alle. Deswegen ist es für mich schwer verständlich, wie wir dieses elementare Feld, das uns so betrifft wie kein anderes, in den Händen der Politiker lassen. Uninteressiert und ungeprüft. Dabei würde es genügen, hinzugucken und sich zu beschweren, wenn es in die falsche Richtung läuft. Das ist unsere Macht. Und niemand kann mehr merkeln, pardon werkeln, wird er oder sie will.

Nur so können gierige lobbygruppen Gesetze durchbringen, die nur wenigen nutzen. Sinnlose Bauprojekte wie Stuttgart 21 oder Elbphilgarmonie. Gesetze, die Steuern oder Abgaben für einzelne erlassen. Jetzt kommt ein Handelsabkommen namens TTIP, dass uns zu den nützlichen Idioten weltweiter Konzerne macht. Das kann keiner wollen. Dabei genügt es, ab und an der Polktik und den Firmen auf die Finger zu schauen – wir sind die Wähler, die Konsumenten, wir haben die Macht. Nehmen wir sie uns. Gemeinsam. Zu sagen, das ist nix für mich, das darf für niemand in Frage kommen. Es geht um unser Leben, unsere Liebe, unsere Zukunft, unsere Gesundheit und Freiheit. Gibt es etwas Wichtigeres?

Wir Piraten wollten und wollen, dass alle wieder mitmachen bei der Politik und der Einstieg erleichtert wird. Denn, das macht die Politik sehr schlau, sie macht alles sehr kompliziert, baut Hürden auf, schmeißt verbale nebelkerzen, damit die Menschen das Interesse verlieren und glauben, das sei nur komplizierter Tinnef für Profis. Nix ist falscher.
Bitte wacht auf und nehmt eure Interessen wieder in die Hand.

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Laut GEMA muss ich Geld bezahlen, um Musik empfehlen zu dürfen?

gemaJournalisten und Blogger schreiben über alles mögliche. Auch über Waren, wie Mode, Kosmetik oder neue Gadgets. Dinge, die andere Leute hergestellt haben und von denen sie hoffen, dass sie sich verkaufen. So ein Verkauf läuft vor allem dann super, wen Menschen davon erfahren, dass so eine Ware existiert. Ja, die Hersteller der Waren sind sogar bereit, Geld dafür zu bezahlen, dass andere darüber schreiben. Wenn Firmen dafür Geld fordern würden, dass jemand ihre, sagen wir mal, Lippenstifte oder Handtaschen bekanntmachen DARF, wäre das Gelächter groß.

Nur bei einer Ware soll das auf einmal alles ganz anderes sein. Der Ware Musik. Da hat offensichtlich niemand ein Interesse daran, dass das, was Menschen dort “herstellen”, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Niemand soll Musik kennenlernen dürfen, niemand darf sie anderen Menschen empfehlen. Denn hier sollen laut GEMA die Blogger und Verlage, die darüber schreiben, plötzlich Geld dafür bezahlen, wenn sie Videos und Musikdateien vorstellen.

Hä? Seid ihr alle wirklich so merkbefreit, dass ihr diesen Widersinn nicht checkt? Begründung ist, dass der “fremde” Content nicht sofort als fremd zu erkennen ist. Nein, er hat ja auch nur immer fett ein YouTube-Logo eingebettet. Ein Umstand, der vielen, auch dem Spiegel, unbekannt zu sein scheint.  Und vom Inhalt der Videos könnte man auch schliessen, dass es nicht der Blogger ist, der das darbietet.

http://t3n.de/news/gema-kosten-youtube-videos-526707/

Ich sehe in all diesen Aktionen (nennt mich Verschwörungstheoretiker) eine klare Linie: es soll das Erstellen von privatem Content auf Blogs, Facebook, Twitter oder Google+ so unsicher und schwer wie möglich gemacht werden. Es scheint nicht gewünscht zu sein, dass Blogger eine Konkurrenz werden zu den üblichen Medien. Sei es, dass die klassischen Verlage (zu Recht) ihre Felle wegschimmen sehen oder die Politik Angst hat vor Gegenwind im Netz. Wir sollen durch unsichere (und womöglich teure)  Abmahndrohungen am Posten gehindert werden. Das wird nicht funktionieren.

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Ein Wombat zum Streicheln – das ist Deutschland entgangen!

Deutschland hätte es so schön haben können, ein Wombat in jedem Haushalt zu halten. Zum Streicheln, Schmusen, Liebhaben. Aber ihr habt Piraten einfach nicht gewählt. Jetzt freuen sich andere über die possierlichen Moppel. Und uns bleiben nur die blöden Datenhamster

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Ich hab das ganze Jahr Geburtstag!

Die Londoner Chinatown zum chinesischen Neujahr

Die Londoner Chinatown zum chinesischen Neujahr

Frohes neues Jahr! Heute ist nämlich das chinesische Neujahr. für mich ein besonderes Jahr, ich bin nämlich ein Pferd. Und wenn ich einem Asiaten erzähle, dass ich ein Feuerpferd bin, dann schaut er mich mit großen Augen an. Und leicht entsetzt. Feuerpferde sind extrem selten in China, jeder bemüht sich, dieses Sternzeichen nicht als Kind, besonders als Mädchen, zu bekommen.

Das ist sogar eine fürchterliche Tragödie und ein entsetzliches Beispiel, wohin Aberglauben führen kann. Wikipedia schreibt dazu: “Nach einer traditionellen, bis heute verbreiteten Vorstellung bringen Frauen, die in einem Feuerpferd-Jahr geboren werden, Unheil über die eigene Familie und über die ihres Ehemannes und gelten deshalb als besonders schwer zu verheiraten. Einer Untersuchung von Kanae Kaku zufolge kam es deshalb 1966 in Japan zu einem signifikanten Anstieg der Abtreibungsrate und der Sterblichkeitsrate weiblicher Neugeborener.” Danke für meine aberglaubenfreie Geburt in Deutschland. Aber dass ich schwer zu verheiraten bin, kann ich bestätigen.

Nun gut, jetzt ist wieder ein Pferdejahr. Holzpferd. Kann wenig passieren, auch wenn das die Trojaner vielleicht anders sehen würden, jetzt, so in der Nachschau.

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Make Love, not War

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine AXE Werbung verlinke – aber die ist so wunderschön.

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31. Januar 2014 · 9:48 vormittags

Die Apokalypse der Woche mit Lars Fischers Videoblog

Lars Fischer, der Nostradamus der Killerschnecken und Todesquallen

Lars Fischer, der Nostradamus der Killerschnecken und Todesquallen

Wer den Postillon mag, wird “Wir werden alle sterben” lieben. Ich bin via Twitter auf einen wunderbaren Videocast gestoßen, den ich allen ans Herz legen möchte, die Sinn für Wissenschaft und Humor haben: “Wir werden alle sterben“. Lars Fischer, aka @Fischblog, zeigt die neuesten Katastrophenszenarios und kommentiert sie auf eine unnachahmlich trocken-witzige Weise. Er nimmt alles wissenschaftlich korrekt auseinander, viel bleibt dann nicht mehr übrig vom Schreckensszenario. So unglaublich lustig, dass ich ihm Millionen von Zuschauern wünsche, die er verdient hat. Ich sitze regelmäßig schallend lachend vor dem Rechner. Sei es, dass die Meere von ambitionierten Quallenschwärmen heimgesucht werden, die mit Angst, Schrecken, Larven und Schleim zu den Herren der sieben Meere avancieren, sei es, dass die Schnecken (der “Tyrannosaurus Rex der Gemüsebeete”) planen, die Weltherrschaft an sich zu reißen: auf “Wir werden alle sterben” erfährt man es zuerst. Zusammen mit Ankündigungen der Apokalypse, vorgetragen wie der Wetterbericht der Tagesschau – ich liebe es.

Lars Fischer verbindet das, was richtig gute Beiträge ausmacht, nämlich Fachwissen mit Humor und dem Talent, sich gut auszudrücken – die Bio hab ich von seinem Blog geklaut: “Lars Fischer hat neben dem Abitur eine Ausbildung zum Chemielaboranten gemacht und arbeitete als Analytiker, bevor er an der Universität Hamburg Chemie studierte. Nach dem Abschluss arbeitete er als Autor u.a. für die “Nachrichten aus der Chemie und “Spektrum der Wissenschaft”. 2008 übernahm er die redaktionelle Betreuung der Blogplattform “SciLogs” und arbeitet seit 2010 als Redakteur für spektrum.de. Seine wichtigsten Themen sind Chemie und Materialforschung, Molekularbiologie, Infektionskrankheiten und Plattentektonik. Außerdem engagiert er sich für Open Access und Open Science.”

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Schwarze Klobürsten Fraktion

logo_ani344Wo andere Fahnen schwenken, schwenkt Hamburg jetzt die Klobürste. Nicht nur, um die Hansestadt von braunem Schmutz zu reinigen, nein, die Klobürste ist das Symbol des zivilen Ungehorsams. Denn dieses Gerät wurde von der Polizei in der Gefahrenzone schon beschlagtnahmt, eignet es sich doch ganz besonders gut als gefährliche Waffe. Wer sowas mit sich führt, ist bestimmt ein Krawallmacher linkster Sorte.

Wer die Polizei noch ein wenig necken will (Benutzung auf eigene Gefahr), kann sich auch das spezielle Modell “Schmutzkiller” aus dem Dmax-Store erwerben. Allerdings wäre ich mit diesem Design bei der derzeitigen Nervosität der “Sicherheitskräfte” ein wenig vorsichtig…

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Blackfacing – kennt ihr die Hintergründe?

Derzeit ist die rassistische Sau im Dorf das Blackfacing. Warum es in Amerika so verhasst ist (zurecht) es stammt aus der Tradition der Nachtclubs der 20er Jahre, als weiße Musiker und Tänzer sich schwarz anmalten und damit schwarze Musiker und Tänzer nachahmten. Aber die Afroamerikanische Bevölkerung durfte weder selbst auf die Bühne, geschweige denn ins Publikum. Rassismus vom Feinsten. Diesen Hintergrund sollte man kennen. Genauso wie die koloniale Bedeutung der holländischen Weihnachtsmannbegleitung.

Aber es hat erstmal nichts damit zu tun, dass sich Menschen über andere Ethnien lächerlich machen wollen. Ich kenne Leute, die sich tiefster Verehrung kleiden wie amerikanische Ureinwohner. Ich sehe Kostüme auch unter dem Aspekt der Beschäftigung mit anderen Kulturen. Ich sammle afrikanische Kunst – ist das auch verwerflicher Kulturimperialismus?

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Es steht mir zu – die Geißel der Gesellschaft

Es steht mir zu: die Vorfahrt, der Bonus, der beste Tisch im Lokal, die VIP- Behandlung allerorten. Weil hier komme ich, Star meines Lebens, angeleitet von allen selfimprovement-Gurus des Planeten, optimiert bis zum abwinken, da, um die mir gebührenden Lorbeeren einzuheimsen. Vorgelebt von Promis, Bankstern und Politikern. Es wird die exzentrischste Diva und der größte Abzocker bejubelt.

Es ist ein Elend. Überall das “ich, ich, ich!” Geplärre. Das Beste für mich und meine spezeln. Von oben nach unten: SPD – Volkswille egal, die Posten rocken. Im Kindergarten: MEIN Kind hat ein recht auf eine nussfreie Zone.

Warum? Wenn wir nicht damit aufhören, verlieren am Ende alle.

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Musik vom Müllkippenorchester

Ich hab heute irgendwie meinen Slumtag – aber ich kann euch diesen tollen Film nicht vorenthalten. Ich finde ihn inspirierend, aber auch sehr traurig. Leute, die in und von unserem Wohlstandsmüll leben, sollte es auf der Welt nicht geben. Aber es ist bewundernswert, dass die Leute nicht verzweifeln, sondern Wege finden, ihre Würde zu wahren.

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3. Dezember 2013 · 1:01 nachmittags

Hach, ist Armut romantisch!

Der Hotel-Slum in Südafrika Foto: Emoya Luxury Hotel and Spa

Der Hotel-Slum in Südafrika Foto: Emoya Luxury Hotel and Spa

Mir fehlen echt die Wort. Auf dem Blog Schlecky Silberstein (danke dafür) bin ich auf ein Hotel in Bloemfontein, Südafrika, gestoßen, dass eine Ohrfeige für alle Leute ist, die in Wellblechhütten hausen MÜSSEN. Das “Shanty Town” ist nämlich ein nachgebauter Slum, inclusive Erdmännchen, Ziegen und Außentoiletten, aber natürlich ohne Geziefer, Kriminalität und andere häßliche Dinge, die sonst so inbegriffen sind im echten Slum. Spaß für die ganze Familie wird versprochen, oder eine unvergessliche Hochzeit oder ein Teambuildingevent mit den Kollegen. Im Werbefilm stolziert dann auch noch eine nette Preppyfamilie (weiß), durch die malerische Armut.

Aber wenn es einem dann doch zu viel wird vom einfachen Leben – Shanty Town gehört zum Emoya Luxury Hotel and Spa, da kann der Elendstourist sich bei einer Hot Stone-Massage von den Strapazen erholen. Sehr “sensibel” das Ganze, wenn man sich die Geschichte Südafrikas so ansieht. Aber vielleicht sehe ich das auch nur als Außenstehende so eng, wie seht ihr das?

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Bloggerrelations: macht es einfach

Als Bloggerin habe ich keinen Redaktionsplan, ich muss nicht jede Woche so und so viele Seiten füllen. Ich schreibe, was ich Lust hab, wann ich darauf Lust habe. Ich blogge nicht monothematisch, ich will keiner Firma verpflichtet sein, ich entdecke meine Themen selbst. Mein Blog hat keinen bekannten Namen. Und jetzt fängt das Problem an.

Ich stelle eine Anfrage. Zu einem Produkt, einem Bild, einem Sachverhalt. So wie ich das auch früher als Redakteurin getan habe. (wobei es oft immens mühsam ist, den Ansprechpartner zu finden, ich habe auch noch nie eine Webseite mit einem eigenen Bloggeransprechpartner gefunden) Ich erkläre brav, wie viele Zugriffe mein Blog hat etc. Einige Firmen, vor allem kleinere – reagieren ganz wunderbar und sind hilfsbereit, senden mir das angefragte Material ( zu meist Fotos oder Rezensionsexemplare) postwendend zu. Andere Firmen – meist die Großen, die mir bei der tz die Bude eingerannt haben – reagieren gar nicht. Das ist frustrierend für mich als Blogger, aber auch verständlich (leider) – die großen Firmen sind an den großen Bloggern interessiert. Oder an vielversprechenden Newbies. Nicht an multithematischen Gemischtwarenläden mit 500 Besuchern pro Tag wie dem Meinen. Dabei hab ich das Gefühl, als Bloggerin, die zudem über 3.300 Follower auf Twitter hat, mehr Impact zu haben als damals in der Tageszeitung.

Oder Presseabteilungen bieten mir gnädig an, mich in ihren Presseverteiler aufzunehmen. Das will ich aber nicht. Ich will nicht dauernd zugeballert werden mit vielen Pressesachen, von denen gerade die eine – eben die Angefragte – für mich interessant wäre.

Dabei könnte alles so einfach sein: warum bieten Firmen nicht einen Presse/Blogger “Raum“ an auf ihrer Webseite,  der freigegebenes Material enthält und auf den Blogger und Journalisten zugreifen können? Gibt es kaum. Dabei wäre der (vielleicht mit einem kleinen Einloggprozess) ideal für alle Beteiligten: Wir müssten uns nicht mühsam herumschlagen, die Firmen müssten nicht mühsam alles verschicken. Wenn es um Angst geht, was mit dem Material angestellt wird: jemand, der illegal Bildmaterial braucht, findet das überall. Und auf die Bitte, einen Link zum Artikel zuzusenden, habe ich auch noch nie mit “nein” reagiert. Im Gegenteil, es freut mich, wenn sich eine Firma für meinen Artikel interessiert.

Meine Erfahrungen helfen mir bei meiner täglichen Arbeit: Als PRlerin, die auch Bloggerelations betreibt, nehme ich jede Bloggeranfrage ernst. Das sollten alle anderen auch tun. ( Ich bin gelernte Redakteurin, hab mein Volontariat bei der tz gemacht. Ich bin seit langen Jahren PRlerin, und ich bin auch Bloggerin)

Der Beitrag nimmt an der Blogparade von Mike Schnoor zum Theme Bloggerelations teil: http://mikeschnoor.com/2013/10/23/aufruf-zur-blogparade-blogger-relations/

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Waffen aus Duty Free-Einkäufen

Die Waffe benutzt kleingeld als Munnition

Die Waffe benutzt Kleingeld als Munnition

Ein Gewehr, das Kleingeld mit füchterlicher Geschwindigkeit abschiesst, Lanzen, Morgensterne? Tja, wären doch Waffen, die keiner mit ins Flugzeug nehmen dürfte, da passt die Security aber streng drauf auf…oh, wait, das braucht man nicht durch die Security schmuggeln, all diese schönen Waffen kann man sich problemlos hinter der Sperre aus Dingen basteln, die man im Duty-Free kaufen kann. Deosprays, Reiseföns, Zahnseide…gut, man muss ein McGyver dafür sein, ich will das nicht und könnte das nicht. Aber irgendwer kann das wohl. Bewiesen hat es ein Bastler in den USA. Sein Blog heißt “Terminal Cornucopia” (dt. Terminal Füllhorn)Die Waffen wirken nicht besonders furcheinflößend und haben sogar was Komisches, aber der Witz wäre schnell vorbei, wenn man sie im Flugzeug benutzt.

Ich hab diesen Beitrag auf dem Amrikanischen Blog psfk gefunden und er ist für mich ein klassisches Beispiel dafür, dass die Sicherheit, die uns vorgegaukelt wird und für die wir so viele Freiheiten aufgeben mussten, eine reine Illusion ist. Wenn jemand wirklich bereit ist, einen Anschlag zu verüben, gibt es einen Weg – trotz aller Überwachung, Untersuchung und Durchleuchtung.

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Auch Frauen gucken…

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Doch, wir Frauen gucken…

“Frauen schauen bei Männern nicht so sehr auf das Äussere,” Höre ich immer wieder. Es mag sein, dass das bei der Partnerwahl gilt, wo Verläßlichkeit und Vertrauen im Vordergrund stehen. Aber Frauen haben durchaus ihren Spaß daran, ein schönes Exemplar der Gattung Mann zu betrachten (und gegebenenfalls auch abzuschleppen).  Jedenfalls gibt es ein wachsendes weibliches Publikum, das Filme wie 300 oder Thor angucken geht oder sich gerne “Spartacus” im TV ansieht. Nicht die Uraltversion mit Kirk Douglas, sonderen die neue, sexy Version, bei der es in jeder Hinsicht gut zur Sache geht. Knapp an der Grenze zum Softporno. Ne, es ist ein Softporno.

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…und Männer auch.

Ich wage sogar zu behaupten, ein Porno, den eine ehrliche Frau drehen würde, würde vermutlich ziemlich genauso aussehen wie Spartacus. Auch wir sehen einfach lieber schönen Männern zu als Häßlichen. Laut den Fernsehmachern richtet sich diese Serie jedoch an jüngere Männer. Allerdings kenne ich sehr, sehr viele Frauen, die das begeistert gucken. Und: Diese Serien wirkt nur auf den ersten Blick wie für Machos gemacht, auf den zweiten hat sie etwas durchaus Feministisches. Die wahren Herrscher im Haus sind eigentlich immer die Frauen. Sie bestimmen mit Ihrem Ehrgeiz und ihrer Lust wo’s lang geht. Und die Frau nehmen sich, was sie wollen. Jedenfalls die bösen Charaktere. Und die sind doch sowieso immer die eigentlich Spannenderen.

Könnte man jetzt abhaken unter “ist so – ja und?”. Aber ich finde es wichtig, dass mit vielen Vorurteilen aufgeräumt wird, was Frauen und Männer angeht. Wir Frauen sind keineswegs immer so die süßen Unschuldslämmer, wie Männer gerne denken. Immer noch kommt ein “Huch” wenn eine Frau erklärt, sie gucke gerne Pornos, wie neulich Scarlett Johansen. Die weiß auch, damit kriegt man entsetzte Medienberichterstattung – Hauptsache Berichterstattung. Und Männer sind nicht immer die Draufgänger. Wir Frauen kucken gerne einem knackigen Mann hinterher udn haben nix gegen Onenightstands, und viele Männer wollen gerne feste, romantische Beziehungen. Frauen haben Spaß an Actionfilmen, Männer heulen bei Romantikschmonzetten, Frauen können nicht kochen, Männer schon. Frauen wollen Macht, Männer an den Herd. Und alles umgekehrt genauso in veränderlichen Gewichtsanteilen. Und? Es ist völlig egal. Jeder Mensch ist anders, jede Frau, jeder Mann. Es würde uns allen helfen, wenn in den Medien und in den Köpfen mal Schluss gemacht würde mit den alten Klischees.

Sex an The City war am Anfang durchaus progressiv, verfing sich aber gegen Ende der Serie und vor allem in den Filmen in den veralteten Geschlechterrollen wieder. Weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf.

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Süßer Couscous “Auf dem Weg zum Emir”*

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Orientalische Süßigkeiten sind mir meist viel zu süß. Also bleibt nur selber machen. Die idee zu dieser Süßspeise ist mir beim Betrachten des Dessertpulverregals gekommen, da gibt es auch von Oetker einen süßen Couscous, aber wieder mit viel zuviel Zucker.

Das Dessert ist sehr mächtig, da reicht eine kleine Schale. Deswegen für vier Portionen:

150 Gramm Hartweizencouscous
1/2 l Milch
zwei Esslöffel braunen Rohrzucker
10 getrocknete Aprikosen
10 getrocknete Datteln
Handvoll Rosinen
Handvoll Mandelstifte
große Messerspitze Vanillepulver
Messerspitze Safran
2 Esslöffel Rosenwasser
2 Kardamomkapseln
Prise Salz

Milch mit mit den gequetschten Kardamomkapseln und dem Trockenobst aufkochen. Vom Herd ziehen, Kardamom rausfischen, Couscous und übrige Zutaten unterrühren. Quellen lassen. Zum Schluß noch das Rosenwasser unterziehen. Fertig. Warm servieren. Ich serviere das dann gerne mit Pistazien bestreut. Wer es süßer will oder mehr Früchte rein – kein Problem. Frischer Apfel reingeraspelt – warum nicht? Alles kann nix muss.
*Der Titel des Desserts stammt übrigensaus dem legendären Telefonat Wulffs mit der Bildzeitung “Ich bin auf dem Weg zum Emir” – ich finde, so muss eine orientalische Süßspeise einfach heißen.

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