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Frauen sind immer die Looser – eine Instyle-Blattkritik

Frauen ab 30 sollten sich besser einen Hund zulegen

Frauen ab 30 sollten sich besser einen Hund zulegen

Was haben die Redakteure der Instyle eigentlich für ein Frauenbild? In der Augustausgabe 2013 sind unter der sehr irreführenden Rubrik “Beautyreport” zwei Frauenschicksale geschildert. Das von Sarah B, die bei ihrem totdrögen Mann bleibt, weil sie Angst hat, keinen mehr abzubekommen “Bei Frauen über 30 stehen die Kerle nicht mehr Schlange”, weiß sie. Darüberhinaus will sie Kinder, er nicht. Gut, dass die Instyle diese Geschichte von einer höchst “einfühlsamen” Psychologin namens Anna Schoch kommentieren läßt: “Opfer zahlen sich nicht aus, der verläßliche Mann ist mit einem Risiko behaftet. Eine Midlifecrisis mit 50 und schon wird Sarah gegen eine 20-jährige ausgetauscht. Sie könnte als kinderlose Frau verbittert und verarmt übrig bleiben.” Aha – wieso verarmt, die Frau ist doch berufstätig? Verarmt man ohne Mann?

Was soll die Frau dann machen? Am besten doch selbst ihren Mann gegen einen 20jährigen umtauschen? Doch auch das ist ganz, ganz falsch, wie die zweite Geschichte zeigt: dort verläßt Visagistin Liane, 42, ihren Mann für einen jungen Studenten. Der sie natürlich nach kürzester Zeit verläßt, während ihr Mann – natürlich – schon wieder eine andere hat. Streng geht Professor Schoch, die ungefähr so empathisch ist wie Leonhard Hofstetters Mutter, mit Liane ins Gericht: “Sie hat ihre Situation selbst verschuldet.”… immerhin hat sie einen Trost parat: “Mit 40 kann man noch eine Menge im Leben anfangen.”

Ich war von dem Artikel mild schockiert. Was ist das für eine Weltsicht, in der Männer immer die Gewinner sind und Frauen immer die Looser? Wieso denken die so derartig verzweifelt und desillusioniert über das Schicksal von Frauen? Spiegelt das eigene Erfahrungen der Redaktion? Wieso glaubt die Instyle, dass der langweilige Matthias mit 50 problemlos eine 20jährige Partnerin findet, während eine Frau, die 10 Jahre jünger ist, dankbar zu sein hat, wenn ihr Partner bei ihr bleibt und sie das gefälligst auch zu tun hat, weil sie sonst selbst schuld ist – weil nen Neuen abbekommen wird sie wohl nicht mehr? Was ist die Moral von der Geschichte, warum stehen diese Erlebnisse im Beautyteil? Weil nur Cremes und andere Alterungsverhinderer die Frauen vor dem sozialen Armageddon retten können und sie zumindest eine Weile so konservieren, dass auch der langweiligste Mann geneigt ist, bei ihnen zu bleiben, zumindest, bis was Jüngeres daherkommt. Denn passenderweise ist der Artikel umrahmt von lauter Antifaltencremes. Da bekommt man doch echt gute Laune…

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Seid doch endlich stolz auf euch!

Ja, ich trau mich auch, mich neben ein Model zu setzen.

Ja, ich trau mich auch, mich neben ein Model zu setzen.

Es gab mal einen Song “Affirmation”, in dem hieß es “I believe the beauty magazines promote low self esteem”. Diesen Satz kann ich nur unterschreiben. Denn ist nicht die Botschaft der Frauenmagazine ein ständiges “Optimiere dich selbst, dann optimierst du dein Leben?” Und auch wenn beim DLD women es ein wichtiges Thema war, dass nur 4% aller Frauen sich schön finden, so wird sich doch an der grundlegenden Haltung nichts ändern. Beim DLD wären so viele Frauen im Raum gewesen, die daran etwas hätten ändern können. Die Frage bleibt, ob sie das wollen.

Denn Schönheit ist der Motor, der das Geschäft vieler Industrien am Laufen hält. Denn all die Hersteller von Beautyprodukten, die Frauenmagazine, die Diätbuchautoren, die Nahrungsmittelhersteller, die Pharmaindustrie, die Ärzte und Apotheker, die Bekleidungsindustrie und die Sportclubbetreiber, die Sportindustrie und die Medien ganz allgemein – sie alle verdienen gut am schlechten Gewissen und dem schlechten Selbstbewußtsein der Frauen.

Als ich beim DLD sass, war ich perplex: “Nur vier Prozent finden sich schön? Wie kann das sein?” Aber dann dachte ich weiter: “Gut, für schön halte ich mich auch nicht, aber ich finde mich okay. Vor allem in dem Alter, so alt bin ich eben – ich kann mich nicht mehr mit Germanys next Topmodels vergleichen, aber deren Mütter, im gleichen Alter wie ich, sehen im Vergleich ganz schön alt aus. Passt also”. Ja, wispern jetzt Stimmen im Kopf, aber Heidi Klum ist doch auch 40. Und Jennifer Aniston und Demi Moore. Oder Madonna. Nimm dir ein Beispiel an denen…”Ne, ihr kriegt mich so nicht. Klar, wenn ich zwei Millionen an Schönheitschirurgen zahle und weitere Ersatzteile an mir verbauen lasse und jeden Tag einen Koch für Diätnahrung und einen Personal Trainer hätte, wäre bei mir sicher auch noch viel rauszuholen. Geht nicht, weil ist nicht.”

Und außerdem: Geht es nur ums Schönsein? Das war der zweite Punkt der mir komisch vorkommt. Gerade auf der DLD women waren so viele so tolle Frauen, erfolgreich, gescheit, empathisch, fantastisch humorvoll  und auch sehr attraktiv. Egal wie alt, egal welches Gewicht. Schön? Nicht alle nach den gängigen Geschmacksidealen. Und? Jede davon kann auf sich stolzer sein, weil sie mehr erreicht hat als einfach ein schönes Gesicht in die Kamera zu halten. Ich bewundere eine Bayerische Prinzessin (die nebenbei sehr hübsch ist), die Studien zur Intelligenz von Krähen macht mehr als eine reine Winkepuppe. Ich finde all die Doktorinnen, Professorinnen, Konzernleiterinnen, Politikerinnen, Beraterinnen und Chefredakteurinnen wunderschön, weil sie durch Kompetenz und Intelligenz bestechen, nicht, weil sie Eyecandy sind. Frauen sind mindestens so gute Chefs und haben es nicht nötig, nach Aussehen beurteilt zu werden.

Und das Gleiche gilt auch eine Etage drunter: Mütter, Frauen, die ihre Angehörigen pflegen, Ehrenamtliche – alle können stolz sein auf das, was sie leisten, und müssen ihr Selbstbewußtsein nicht daraus ziehen, ob sie sich optisch mit einem Hollywoodstar messen können oder nicht. Muss niemand. Und deswegen finde ich, dass sogar die berühmte und wirklich gute Dove-Kampagne in die falsche Richtung zielt. Denn es ist en Schritt, den Frieden mit seiner Optik zu machen, aber ein weiterer, sein Selbstbewußtsein aus seiner Leistung zu ziehen.

Und das müssen wir Frauen erst lernen.

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Da war ich Visionär…

Es war einmal, da gab es bei Brigitte eine Kampagne “ohne Models”. Dei wurde wieder eingestampft, weil der Druck auf die Leserinnen der Zeitung damit nicht kleiner wurde, sondern noch viel größer. Tja, hätte die Brigitte damals auf mich gehört, ich hab das schon beim ersten Heft prophezeiht.

Julia Jäkel von Gruner und Jahr hat das auch auf einem Panel des DLD women 2013  erklärt.

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Schräge Coverversionen – meine Sammelleidenschaft

HeinoIch habe ein ziemlich verrücktes Hobby: ich sammle schräge Coverversionen. Das mochte ich schon immer, Musik ist etwas wunderbares und wird noch viel wunderbarer, wenn man damit spielt. Es gibt Death Metal Versionen von Abba, Rockversionen von Disco-Klassikern wie “Stayin alive” und jede Menge Polkaversionen von Sex Bomb oder Bohemian Rhapsody. Wer Lust hat, sich mal in die Materie reinzuhören: Die Globay Kryner spielen Popklassiker als Version der Original Oberkrainer nach. Die Baseballs und Dick Brave verwandeln moderne Songs in den Rock’n’Roll der 50er Jahre, The King singt Nirwana im Elvis-Stil, die Popolskis machen polnische Polkas aus “Sex Bomb” oder Balladen aus “Cryin’ at the Discotheque”.  JBO mischt Rammstein mit Nicole,  Weird Al Jankovitch macht aus allem Polkanummern (Polka ist beliebt bei den Coverversionen). Otis Redding, Devo, Britney Spears und die Geilen aus Mallorca haben “Satisfaction” -Cover aufgenommen, die Version von Britney ist übrigens die schlimmste Coverversion, die ich besitze. Fürchterlich. Ich liebe es. Und bin damit nicht allein: ein Mann in München, Kalle Lahr, sammelt alle Versionen von LaPaloma, er hat über 2000 Stück, darunter sogar die Bahnhofsuhr von Ulan Bator, die das Lied spielt.

Und ein ziemlich durchgeknallter Konditor, mit dem ich meinen Geburtstag teile, teilt offenbar auch mein Hobby: Heino. Es war völlig klar, dass ich wirklich heiß war auf sein neues Album “Mit freundlichen Grüßen – das verbotene Album”, denn der Schlagerveteran covert dort moderne deutsche Hits von Rammstein bis Westernhagen. Das gelingt mal supergut, mal verheerend. Spaß macht es auf alle Fälle. Ich finde schon mal mutig, dass er das überhaupt startet. Was nicht stimmt: Er macht keine Volkmusik daraus, wie oft geschrieben wird. Nein. Ein Volksmusiksänger singt Rammstein. Es bleibt Rammstein und wird nicht mit Blaskapelle gespielt. Seltsam unlustig ist das Westernhagen-Cover “willenlos”. Das kommt so zackig daher, diese Willenlosigkeit nimmt man Heino nicht ab. Wirklich lustig ist “Junge” von den Ärzten, denn die doppelte Brechung nimmt dem Lied den einen Witz und gibt ihm einen anderen. Jetzt singt wirklich der spießige Vater selbst. Haus am See ist unschön mit zu viel rollendem Rrrrrrrrrrrrrrrrrr. Aber MFG von den Fanta4 hat was. Da wird die Kombination aus Schlageropa und Rap interessant, die Interpretation erinnert mich an die 70er mit “großen Samstagabendshows”, als Moderatoren Entertainer waren, die ihre Moderation gesungen haben. So klingt das.  Rammstein gewinnt mit Heino- wie so oft, wenn sich ein Sänger den Liedern der Band annimmt – und wird besser als das Original. Rammstein ist eine Band, deren Liveauftritte kaum zu toppen sind, die jedoch auf CD irgendwas Künstlich-peinliches haben in meinen Ohren. Und ich finde “Sonne” mit Heino ein wahnsinnig gelungenes Cover. Heinos Platte war für mich ein absoluter Pflichtkauf zum Erweitern meiner Sammlung und ich habe viel Spaß damit!

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Wein für Sparfüchse

SparweinEs soll ja Menschen geben, die kaufen Wein wie Aktien. Nur, dass diese Aktien im Keller lagern, und wenn ihr Wert wider Erwarten sinkt, kann man sich mit ihnen aus Frust noch die Kante geben. Danach sieht es aber nicht aus, derzeit ist ein guter Bordeaux vermutlich sicherer als die Riesterrente. Doch die Schätze wollen auch richtig gelagert sein, damit weder der Inhalt noch die Flasche Schaden nimmt. Des ist nämlich auch bei Wein so wie bei allen teuren Sammelgütern: Beschädigt mindert sich der Wert eklatant.  eine Flasche mit beschädigtem Etikett, falsche Füllhöhe oder oxidiertem Flaschenhals kann man eigentlich gleich trinken…

Und da kommt Michael Käfer ins Spiel. Der findige Gastronom aus München hat mal wieder eine Marktlücke gefunden. Er kauft von Weingütern aus aller Welt Weinflaschen, die für Sammler nicht top sind: zerissenen Etiketten, falsche Flaschenfarbe, irgendwelche Äußerlichkeiten. Der Wein drinnen ist natürlich nach wie vor der Gleiche, Essig wird nicht verkauft. Das Motto heißt “not perfect bottles“, nicht kaputter Wein..Und diese Flaschen mit Macke werden zu viel günstigeren Preisen angeboten. Zum Beispiel 330 statt 690 Euro für einen tollen Bordeaux sind immer noch kein Schnäppchen, aber doch mal eine Gelegenheit, den Wein tatsächlich auszutrinken. Zu einer ganz besonderen Gelegenheit…

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Das Formatradio fordert ein neues Opfer

Schade, die Radioshow von Ali Khan gibt es nicht mehr. Sie wurde – als zu unangepasst, zu unkontrollierbar, zu originell aus dem Programm von Radio Charivari (Charivari heißt übrigens Katzenmusik auf französisch) verbannt. Ein Münchner Sender verliert damit ein echtes Münchner Original. Sowas macht mich traurig und wütend, weil bald nur noch der weichgespülte Scheißdreck die Ohren umsummt. Ich hab bei Ali gern reingehört, hab vor kurzem selbst ein Interview gegeben. 10 Minuten, live. Hat unglaublich Spaß gemacht. Machs gut, Ali. Ich bin sicher, nicht alle Programmchefs sind derartig bescheuert.

Ich erinnere mich noch an einen Stunt von Ali Khan im Fernsehen, als er mit einem Michael Jackson Double kurz vor der erwarteten Ankunft des damals noch lebenden Superstars im Hotel Bayerischer Hof eintraf und anstandslos mit Kamerateam in dessen Suite gelassen wurde, wo lebensgroße Plüschtiere warteten…Unbezahlbar entlarvend und komisch. Solche Leute mit solchen Ideen brauchen wir weiterhin in unserer stromlininienförmigen Medienlandschaft.

http://kingdomofkhan.wordpress.com/2012/12/25/ganz-staad-sei-ein-nachruf-von-ali-khan-uber-radio-fur-munchen-stadt-beliebig-einsetzbar-der-beste-mix-munchens-hitradio-slogan-frei-wahlbar/

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Label of Love – Frieden zum Umhängen

Label of Love find ich toll: Das Label verbindet die Symbole von Judentum, Christentum und Islam zu einer Einheit. Ein tolles Signal in dieser Zeit. Was es bislang nur als Schmuck in Gold oder Silber gab, gibt es auch als Tuch – mal was anderes als ein Pala…: Mit dem Symbolwurden Halstücher in verschiedensten Farben und Motiven aus Seide oder Baumwolle kreiert. Das Ergebnis: Das Markenzeichen mit den Symbolen der drei Weltreligionen (Christentum, Judentum und Islam) bildet geometrische Muster, die Blumen lassen die Tücher verspielter aussehen. So wird mit dem Tuch von LABEL OF LOVE jeder Look zu einem Hingucker!

Viel Liebe steckt im Design genauso wie hinter der Marke: LABEL OF LOVE symbolisiert mit dem 3er-Zeichen den Glauben an Respekt, Liebe, Frieden und Gemeinschaft. Die Marke steht ebenso für Rebellion gegen veraltete Dogmen und Regeln. Es ist eine Marke für die neue Generation im 21. Jahrhundert, die Menschen mit unterschiedlichen Religionen, Nationalitäten oder Hautfarben nicht verachtet, sondern mit ihnen tolerant und respektvoll umgeht.

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