Archiv der Kategorie: Medien

Jeff Bridges designt ein T-Shirt

Screenshot 2014-04-13 16.50.23http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=yyuCwXxwQKM

Jeff Bridges, ist nicht nur der coolste (Big Lebowski!) sondern auch noch einer der schönsten Männer der Welt. Wer ein Stück von ihm ganz nah an sich ranlassen will, das geht jetzt. Für Marc O Polo, die Marke aus meiner Heimat Rosenheim (na gut, Stephanskirchen, aber nur 5 Kilometer von Rosenheim entfernt), hat er ein T-Shirt designt. Die limitierte Edition ist jetzt in den Läden erhältlich. Ein Teil des Erlöses soll dem Institute of Compassionate Awareness zugutekommen, eine Organisation, die der Oscar-Preisträger seit langem unterstützt und die sich um die Ausbildung von Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefiziten kümmert. Das Charity Shirt kostet 39,90 Euro und der Hoody 119,90 Euro. In dem Video erzählt er vom Designprozess.

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13. April 2014 · 1:47 nachmittags

Sexy sein ist Macht? Denk nochmal drüber nach

20140413-085300.jpg Überall erzählen sie uns, es sei eine Machtposition, das perfekte SexObjekt zu sein. Willenlose Männer laufen sabbernd unserem Hintern hinterher und wir bekommen so alles, was wir wollen. War ja schon so seit der Sache mit dem Apfel so….Äh ja. Denkt über diese Idee noch mal nach. Sie ist Bullshit.

Macht bedeutet, sich nehmen zu können, was man will, nicht, durch Manipulation jemanden zu bewegen, es einem zu geben. Der sehr gute Vortrag von Caroline Heldmann verdeutlicht das. Feminismus ohne Schaum vor dem Mund. Nehmt euch die 10 Minuten zeit dafür, es lohnt sich!

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Kinder sind keine Sexpüppchen!

20140412-075448.jpg Ich weiß nicht, ob ich heulen soll. Es gibt für mich kaum etwas Widerlicheres, als kleine Mädchen auf extrem sexy zu stylen. Aufgedonnert mit “Fick mich”-Blick. Das ist auf ganz vielen Ebenen so falsch. Zum einen wird der kleine Geist schon von Anfang an auf ein bestimmtes Frauenbild getrimmt, zum anderen wird es als völlig normal genommen, dass auch Dreijährige als sexuell verfügbar dargestellt werden.
Wird ja immer wieder gern gemacht, ohne Rücksicht auf Verluste. Das gilt als provokant. Bei Mode-Magazinen nimmt man immer mal wieder Zwölfjährige für schmierige Modestrecken. Und jetzt der Sender tlc der mit einer pinken Lolita namens Honey BooBoo wirbt, die lasziv in die Kamera schmollt. “Das wahre Leben braucht kein Drehbuch” – aha. Ich brauche solche Werbung nicht. Mir tut das Kind leid, dass nicht nur von ihrer Familie in eine Reality Show gezwungen wird, deren Sinn und Unsinn sie sicher nicht begreift, sondern auch der Sender sie als Werbung missbraucht. Und sie -nicht ihre Eltern – dem Gespött preisgibt. Ich werde den Quatsch nicht gucken. Mich interessiert der “‘Männersender” Dmax mit Reportagen über Alaska Goldsucher weit mehr als ausgebeutete Mädchen in Mini-Misswahlen. Männersender, Frauensender…Klischee. Kann gerne weg.

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Erinnerungen an ein anderes Leben…

20140411-141443.jpg Ich räume gerade auf und da ist mir wieder ein kleiner Karton in die Hände gefallen. Mein altes Leben. Erinnerungsstücke an eine vergangene Zeit. Eine Zeit, als Redakteure sich mit Stars auf Augenhöhe gefühlt haben und deswegen es gegen die Ehre ging, mit den Stars Fotos zu machen oder Autogramme zu erbitten. Macht man ja sonst auch nicht mit Berufskontakten. Das galt damals als furchtbar unprofessionell. Ein paar Ausnahmen habe ich allerdings gemacht. Und zwar bei ganz besonders kultigen Künstlern. Im Nachhinein tut es mir aber leid, dass ich nicht mehr Erinnerungsstücke habe als die in meinem Kopf…
Es war einmal, vor langer, langer Zeit, als die Plattenindustrie boomte, da war ich Musikredakteurin bei der Münchner tz. Das hat viel Spaß gemacht. Wir waren ja kein Musikblatt im eigentlichen Sinn, deswegen bekamen wir nicht die Stars auf dem Höhepunkt ihres Ruhms zum Interview angeboten, sondern Leute, die auf dem Weg nach oben waren – oder schon wieder auf dem absteigenden Ast. Wen trifft man da nicht alles: Justin Timberlake, damals noch kleiner Lockenkopf bei n’sync. Meatloaf, der direkt aus dem Flieger kam und deswegen Hunger hätte und das Krupuk auf dem Tisch aufaß – ich hätte das gesamte Interviewband voller Knuspergeräusche. Da war eine Britney Spears, die mir Null gefiel, aber auch die Spice Girls, Genesis, Depeche Mode, Robbie Williams, die Lennon-Brüder, Queen (ohne Freddie), usher, die Schröders, bei denen nach mir zwei Journalisten ausfielen und wir drei Stunden quatschten. Mr. President, Blümchen, backstreet Boys, All Saints, Mit Tal Bachman hab ich ein Dirndl für seine Frau gekauft, mit Chris de Burgh war ich auf dem Oktoberfest, mit Bootsy Collins haben wir all seine Strassbrillen aufprobiert. Goldy empfing einen halbnackt in einem kerzenerleuchteten Hotelzimmer und Iggy Pop wollte, dass ich zum Anzugkaufen mitkomme – es waren lustige Zeiten.
Die damals noch nicht so bekannte Jennifer Lopez quatschte mal mit mir eine halbe Stunde an der bar – ich hätte sie nicht erkannt und hielt sie für eine der Puff Daddy Backgroundtänzerinnen. Mit Mika sang ich laut und falsch (ich, nicht er) seine Hits mit, er bekam vor Lachen einen Schluckauf.

Ich würde mir für die jetzigen Journalisten wünschen, dass sie diese lustigen unbeschwerten Zeiten kennenlernen. Allerdings in Zeiten von Handys-Kameras überall und so weiter wird es wahrscheinlich nie wieder so unverkrampft werden wie damals….

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So schön sind Frauen – alle Frauen

Makingof006Es ist eigentlich nur traurig. Frauen jenseits der vierzig (Alter und Kleidergröße) werden in der Modebranche, Werbebranche und zunehmend auch in der Öffentlichkeit immer weniger wahrgenommen. sie kommen nur vor als dicke Lachobjekte in Formaten “Biggest Loser” oder “Fett verliebt” . Beim Durchblättern der letzten Grazia ist mir aufgefallen, dass nicht eine einzige Frau dem “Schönheitsstandard” “jung und dünn” nicht entspricht. Sogar ein Artikel “Ich liebe den Freund meines Sohns” wird nicht mit einer 45jährigen, um die es geht, sondern mit einer Mittzwanzigerin bebildert. Kranke Welt.

Dass es auch anders geht, beweist Plussizemodel Silvana Denker mit ihrem Projekt “CURVeveS”
“Es entstand aus einer regen Diskussion auf Facebook, ob kurvige Frauen auch sexy sein können”, erzählt Silvana Denker. Die Idee eines Kalenders, eines Gegenentwurfs zu Playboy oder Pirelli, war schnell geboren. “Mit diesem Projekt möchte ich ein Statement setzen. Ich will zeigen, wie wunderschön und sinnlich Frauen sind, die nicht dem in den Medien propagierten Schönheitsideal entsprechen.Ich stehe für ein realistisches und gesundes Frauenbild in der Öffentlichkeit und hoffe, diesem mit dem Projekt einen Schritt näher zu kommen.”
Makingof011Auch das Feedback war enorm. Aus über 60 Bewerberinnen, unter anderem aus der Schweiz, Dänemark und den USA, haben Silvana und der beteiligte Fotograf Oliver Denz insgesamt 18 wunderschöne Frauen mit unterschiedlichsten Kleidergrößen ausgesucht. Es handelt sich um Profimodels, Newcomer, Hobbymodels, sowie Frauen, die einfach Spaß daran haben, einmal vor der Kamera zu stehen. Silvana Denker steht als 19. Model ebenfalls vor der Kamera.
Wichtig war es, starke, sinnliche und selbstbewusste Frauen zu finden, damit Fotos fernab jeglicher Klischees entstehen können. Unterstützt wird dieses Projekt mit Outfits von Miss Molly (www.missmolly.com), SugarShape (www.sugarshape.de) und Miss Moss Corsetts (www.corsets-inberlin.com). Schmuck wurde von der Schmuckdesignerin Anke Rönsch zur Verfügung gestellt.
Weiterer Sponsor ist Malu Wilz.
Fotograf Oliver Denz und Projektleiterin Silvana Denker sorgten für eine möglichst entspannte Atmosphäre und führten die Models mit Feingefühl und Blick fürs Detail durch die einzelnen Shootings. Die Bilder können sich mehr als sehen lassen – und wer noch einmal meint, man müsse überdünn sein, um sexy auszusehen, wird mit dem Kalender eines besseren belehrt.
Der Kalender wird voraussichtlich im Mai in den Verkauf gehen.
Der Gewinn aus dem Verkauf wird ausnahmslos an die Institution „Brustkrebs Deutschland e.V.“ gespendet. Alle Beteiligten arbeiteten komplett ohne Honorar.

Projektleiterin Silvana Denker
Silvana Denker arbeitet mit Kleidergröße 44 hauptberuflich als Plus Size Model und nebenberuflich außerdem als Fotografin (Studium Fotodesign). Mit ihrer Arbeit und Auftritten in den Medien setzt sie sich dafür ein, dass Frauen jenseits der Kleidergröße 36 in der Modebranche, Werbung und auch der Öffentlichkeit anerkannt und ernst genommen werden. Danke dafür!

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Laut GEMA muss ich Geld bezahlen, um Musik empfehlen zu dürfen?

gemaJournalisten und Blogger schreiben über alles mögliche. Auch über Waren, wie Mode, Kosmetik oder neue Gadgets. Dinge, die andere Leute hergestellt haben und von denen sie hoffen, dass sie sich verkaufen. So ein Verkauf läuft vor allem dann super, wen Menschen davon erfahren, dass so eine Ware existiert. Ja, die Hersteller der Waren sind sogar bereit, Geld dafür zu bezahlen, dass andere darüber schreiben. Wenn Firmen dafür Geld fordern würden, dass jemand ihre, sagen wir mal, Lippenstifte oder Handtaschen bekanntmachen DARF, wäre das Gelächter groß.

Nur bei einer Ware soll das auf einmal alles ganz anderes sein. Der Ware Musik. Da hat offensichtlich niemand ein Interesse daran, dass das, was Menschen dort “herstellen”, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Niemand soll Musik kennenlernen dürfen, niemand darf sie anderen Menschen empfehlen. Denn hier sollen laut GEMA die Blogger und Verlage, die darüber schreiben, plötzlich Geld dafür bezahlen, wenn sie Videos und Musikdateien vorstellen.

Hä? Seid ihr alle wirklich so merkbefreit, dass ihr diesen Widersinn nicht checkt? Begründung ist, dass der “fremde” Content nicht sofort als fremd zu erkennen ist. Nein, er hat ja auch nur immer fett ein YouTube-Logo eingebettet. Ein Umstand, der vielen, auch dem Spiegel, unbekannt zu sein scheint.  Und vom Inhalt der Videos könnte man auch schliessen, dass es nicht der Blogger ist, der das darbietet.

http://t3n.de/news/gema-kosten-youtube-videos-526707/

Ich sehe in all diesen Aktionen (nennt mich Verschwörungstheoretiker) eine klare Linie: es soll das Erstellen von privatem Content auf Blogs, Facebook, Twitter oder Google+ so unsicher und schwer wie möglich gemacht werden. Es scheint nicht gewünscht zu sein, dass Blogger eine Konkurrenz werden zu den üblichen Medien. Sei es, dass die klassischen Verlage (zu Recht) ihre Felle wegschimmen sehen oder die Politik Angst hat vor Gegenwind im Netz. Wir sollen durch unsichere (und womöglich teure)  Abmahndrohungen am Posten gehindert werden. Das wird nicht funktionieren.

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Der Schleimbeutel – eine Bachelorstaffel in 5 Minuten

Walulis sieht fern – und er sieht ziemlich genau hin. (hier z.B Landwirt sucht Liebe)  Hier eine wunderbare Persiflage auf den Bachelor – “der Schleimbeutel”.  Eigentlich kann man sich nach diesen 5 Minuten die Sendung sparen, (aber ich guck gerne weiterhin)

Man kann sie ja kreativ nutzen. Als Trinkspiel: Jedes Mal, wenn der aktuelle Bachelor vom Aussehen einer Kandidatin oder deren Augen schwärmt, einen Eierlikör trinken – 2 Liter einplanen pro Folge!

Oder- das machen wir gerade – schliessen Wetten ab, welche Frauen diesesmal nur dafür gecastet wurden, Futter für das kommende Dschungelcamp abzugeben (stammt beides von derselben Produktionsfirma). Meine Favoritinnen Angelina und die Ela. Bei deren Vorbau beim Kuchenbacken wundert es mich aber, wie die in der ersten Sendung mit dem Gesicht zuerst gegen eine Glasscheibe donnern konnte…

PS: RTL wir haben heute im Büro beschlossen, wir wollen einen Bachelor wie den Typen aus Australien sehen!

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30. Januar 2014 · 8:25 nachmittags

Wie sah Leonardo da Vinci aus?

Bildnis eines Musikers von Leonardo da Vinci

Bildnis eines Musikers von Leonardo da Vinci

Es ist schon interessant, es gibt weltbekannte Künstler wie Leonardo da Vinci, dessen Namen echt jeder kennt und trotzdem weiß keiner so genau, wie der eigentlich aussah. Zeitzeugen sagen, er war sehr gutaussehend, hat lockige hellbraune Haare, war modisch gekleidet. Es gibt Forscher, die behaupten, die Mona Lisa sei ein Selbstportait von Da Vinci als Renaissance Drag Queen. Ich weiß nicht recht, ob seine Zeitgenossen das cool gefunden hätten.

Es gibt Forscher, die meinen, der “Vitruvian Man” im Goldenen Schnitt sei er selbst. Ich habe jetzt ein zwar schon älteres, aber nicht minder spannendes Video gefunden, das sich dieser Frage widmet. Und das tut kein Kunsthistoriker, sondern ein moderner Karikaturist namens Siegfried Woldhek. Cooler Ansatz, verblüffendes Ergebnis. Guckt einfach mal selbst, ich finde es sehr überzeugend.

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Warum sind Frauen die Opfer im Dschungelcamp?

maroltIch muss gestehen, ich hab mich sehr amüsiert über Larissa, die Sendezeitkönigin des Dschungels. Es hat mir gestern imponiert, dass sie beim Gruppendruck nicht einknickt, sondern ihr Ding durchzieht. Und die Geschichte mit der Vogelspinne, der Oma und dem Hausknecht war eine der Komischten, die ich je gehört habe. Irgendwie mag ich die – das kann daran liegen, dass ich als Bayerin eine größere Affinität zu den Ösis habe und außerdem immer mehr auf der Seite der Außenseiter und Durchgeknallten stehe.

Aber wirklich zum Nachdenken gebracht hat mich ein Tweet meiner Freundin Elle, die konstatierte, dass es sie nerven würde, dass immer Frauen, bevorzugt jung, hübsch und ehrgeizig, das Mobbing-Opfer der Fernsehcommunity und ihrer Mitcampinsassen werden würden. Da hat sie einfach recht, Caroline Beil, Giulia Siegel, Sarah Knappik, Georgina Fleur, irgendwie hat das ein Muster. Und eigentlich kann man sogar den Küblböck in diese Reihe setzen.

Es gibt eine Dramaturgie, mit immer dem gleichen Personal: diverse Schnarchnasen zum Auffüllen, die Stimme der Vernunft (Jochen Bendel oder Olivia Jones), den nölenden Alten (Helmut Berger, Winnfried Glatzeder), der vom ehemaligen Ruhm zehrt, den Testosteronhengst, der während des Staffel zum Würstchen schrumpft (Wendler, Silva Gonzales, Jay), die willige Sexbiene (Melanie Müller, Fiona Erdmann, Indira, Micaela) – und das Opfer. Immer gibt es zwei junge Frauen. die das Potential für diese Rolle haben, wer zuerst zickt, wird es. Ich glaube nicht, dass die Serie gescriptet ist, aber bei 24 Stunden Aufzeichnungen kann man von jedem und jeder die Szenen aussuchen, die zur Rolle passen. Wenn du 23, 5 Stunden schläfst und eine halbe Stunde rumnervst, dass das Essen schlecht ist – was wird dann wohl gezeigt? Eben. Keine Frage, itv Studios, die die Serie für RTL produzieren, verstehen ihr Handwerk perfekt. Hut ab vor dem Casting.

Trotzdem: Ich halte es für bedenklich, die Nation auf ein Opfer zu hetzen, sie Prüfung um Prüfung machen zu lassen. Wobei sich dieses Mal das Opfer sich super hält – aber wie es in ihr drinnen aussieht, weiß ich nicht. Und ich weiß nicht, warum es immer die Frau sein muss, die als Opfer ausersehen wird. Es wird Zeit für eine neue Dramaturgie. Vielleicht mal nur Männer in den Dschungel? Hätte was…

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Kawaiiiiiiii! Kawaiiiiiiiiii!

Kätzchen und Suppenschüsseln. Kätzchen in Suppenschüsseln, eine schlumpfmäßige Fassung des eh schon grauenvollen Beatlessongs Obladi-Oblada. Kreischende Japaner. Dies scheint eine Sendung des japanischen Fernsehens zu sein und ich muss gestehen, ich würde das lieber gucken als Dschungeltausch, the Biggest Bauer, Extrem Loser oder der Schwächste sucht Frau. Einfach ein Sender, der nur süße Tierformate zeigt, bei denen sich Tiere in Töpfe setzen. Quotenhit! (Kawai heißt übrigens niedlich auf Japanisch. Und Japaner finden alles Kawai, von Kätzchen über Louis Vuitton Taschen bis zum Oktoberfest)

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17. Januar 2014 · 8:45 vormittags

Die Apokalypse der Woche mit Lars Fischers Videoblog

Lars Fischer, der Nostradamus der Killerschnecken und Todesquallen

Lars Fischer, der Nostradamus der Killerschnecken und Todesquallen

Wer den Postillon mag, wird “Wir werden alle sterben” lieben. Ich bin via Twitter auf einen wunderbaren Videocast gestoßen, den ich allen ans Herz legen möchte, die Sinn für Wissenschaft und Humor haben: “Wir werden alle sterben“. Lars Fischer, aka @Fischblog, zeigt die neuesten Katastrophenszenarios und kommentiert sie auf eine unnachahmlich trocken-witzige Weise. Er nimmt alles wissenschaftlich korrekt auseinander, viel bleibt dann nicht mehr übrig vom Schreckensszenario. So unglaublich lustig, dass ich ihm Millionen von Zuschauern wünsche, die er verdient hat. Ich sitze regelmäßig schallend lachend vor dem Rechner. Sei es, dass die Meere von ambitionierten Quallenschwärmen heimgesucht werden, die mit Angst, Schrecken, Larven und Schleim zu den Herren der sieben Meere avancieren, sei es, dass die Schnecken (der “Tyrannosaurus Rex der Gemüsebeete”) planen, die Weltherrschaft an sich zu reißen: auf “Wir werden alle sterben” erfährt man es zuerst. Zusammen mit Ankündigungen der Apokalypse, vorgetragen wie der Wetterbericht der Tagesschau – ich liebe es.

Lars Fischer verbindet das, was richtig gute Beiträge ausmacht, nämlich Fachwissen mit Humor und dem Talent, sich gut auszudrücken – die Bio hab ich von seinem Blog geklaut: “Lars Fischer hat neben dem Abitur eine Ausbildung zum Chemielaboranten gemacht und arbeitete als Analytiker, bevor er an der Universität Hamburg Chemie studierte. Nach dem Abschluss arbeitete er als Autor u.a. für die “Nachrichten aus der Chemie und “Spektrum der Wissenschaft”. 2008 übernahm er die redaktionelle Betreuung der Blogplattform “SciLogs” und arbeitet seit 2010 als Redakteur für spektrum.de. Seine wichtigsten Themen sind Chemie und Materialforschung, Molekularbiologie, Infektionskrankheiten und Plattentektonik. Außerdem engagiert er sich für Open Access und Open Science.”

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Irre Hobbits besingen den Hobbit

The Esgaroth Three ist, wie der Name schon sagt, ein Duo aus Neuseeland. Sie und ihre Freunde schauen nicht nur aus, als ob sie sich ihre Geld als Kleindarsteller im Herrn der Ringe verdienen, nein, sie sind natürlich die totalen Fans und besingen den Hobbit. Leicht kritisch, indem sie all das aufzählen, was im Film vorkommt und im Buch nicht “Who the hell is Tauriel?” (Was alle stört: Zauberer mit Vogelkacke am Kopf, zu viele Orks, zu viele Elben, die im Buch nicht vorkommen, zu viel Drama) Zum Schreien komisch, auch wenn ich nicht 100% alles verstehe (das wäre so, wie wenn ein Engländer Hubert von Goisern hört) . Und natürlich zitieren sie den bekanntesten Herrn der Ringe Song “They taking the Hobbits to Isengard“. Dazu hüpft eine vergessene Kommune Altachtundsechziger, die verrückte Katzenlady, little Miss Sunshine und diverse Ökos durchs Bild und man möchte unbedingt dabeisein.

Ich muss unbedingt nach Neuseeland – die Leute will ich alle kennenlernen. Danke @peter Wenz, ohne den ich dieses Juwel nicht gefunden hätte :)

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3. Januar 2014 · 5:38 nachmittags

Blackfacing – kennt ihr die Hintergründe?

Derzeit ist die rassistische Sau im Dorf das Blackfacing. Warum es in Amerika so verhasst ist (zurecht) es stammt aus der Tradition der Nachtclubs der 20er Jahre, als weiße Musiker und Tänzer sich schwarz anmalten und damit schwarze Musiker und Tänzer nachahmten. Aber die Afroamerikanische Bevölkerung durfte weder selbst auf die Bühne, geschweige denn ins Publikum. Rassismus vom Feinsten. Diesen Hintergrund sollte man kennen. Genauso wie die koloniale Bedeutung der holländischen Weihnachtsmannbegleitung.

Aber es hat erstmal nichts damit zu tun, dass sich Menschen über andere Ethnien lächerlich machen wollen. Ich kenne Leute, die sich tiefster Verehrung kleiden wie amerikanische Ureinwohner. Ich sehe Kostüme auch unter dem Aspekt der Beschäftigung mit anderen Kulturen. Ich sammle afrikanische Kunst – ist das auch verwerflicher Kulturimperialismus?

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Es steht mir zu – die Geißel der Gesellschaft

Es steht mir zu: die Vorfahrt, der Bonus, der beste Tisch im Lokal, die VIP- Behandlung allerorten. Weil hier komme ich, Star meines Lebens, angeleitet von allen selfimprovement-Gurus des Planeten, optimiert bis zum abwinken, da, um die mir gebührenden Lorbeeren einzuheimsen. Vorgelebt von Promis, Bankstern und Politikern. Es wird die exzentrischste Diva und der größte Abzocker bejubelt.

Es ist ein Elend. Überall das “ich, ich, ich!” Geplärre. Das Beste für mich und meine spezeln. Von oben nach unten: SPD – Volkswille egal, die Posten rocken. Im Kindergarten: MEIN Kind hat ein recht auf eine nussfreie Zone.

Warum? Wenn wir nicht damit aufhören, verlieren am Ende alle.

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Trendaccessoire Glutenallergie

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Ein Artikel im Spiegel brachte das Fass zum überlaufen. Es ging um einen Prozess, um eine Oktoberfest Einladung, bei der ist nicht klar war, wer einem Ex-Bundespräsidenten sein Bier gezahlt hat. Eine weitere Teilnehmerin dieser feinen Runde, Maria Furtwängler-Burda, erzählte dem Richter, dass die sowieso nicht gerne auf dem Oktoberfest sei, weil sie “könne ja nicht mal die Brezen essen, wegen ihrer Glutenallergie.” Damit reiht sie sich ein in eine Riege Stars, die alle, alle soooo gerne richtig zuschlagen beim Essen, aber leider nicht können, wegen der Gluten. Gwyneth Paltrow, Miley Cyrus, Demi Moore und und und…Ich will den Stars nichts unterstellen, aber es ist auffällig, dass die Stars, die berühmt dafür sind, besonders dünn zu sein, jetzt auch noch unter der Trend-Allergie leiden, die ihnen die fettmachenden Carbs verwehrt. Allergie klingt cooler als Essstörung. Und: Wer besonders isst, ist besonders, ein toller Artikel in der Zeit. So jemand ist bewusst, kein Verbraucherschaf in der Herde. Ein Prozent der Bevölkerung leidet wirklich darunter, in manchen Kreisen aber gefühlte 50 Prozent. Das weckt mein Misstrauen. Gwyneth Paltrow hat ihre Allergien zu Geld gemacht und dazu ein – sehr gutes – Kochbuch herausgegeben.
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Ich hatte dazu neulich eine Diskussion, ein Bekannter erzählte, dass jemand aus seinem Team unter dieser fiesen Allergie litte. Ich hätte wetten können wer. Und hatte natürlich recht. Ach komm, verarsch wen anderes.
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Im 19. Jahrhundert zeigte eine Frau ihre Zartheit und Sensibilität und Femininität, wenn sie wenig ass, sich ein in ein Korsett einschnürte und bei passender Gelegenheit in Ohnmacht fiel. Jetzt braucht eine sensible, zarte Frau einen sensiblen Magen, eine Allergie oder zumindest einen Lifestyle, die ihr mindestens die Hälfte aller gängigen Lebensmittel verwehrt.

Wer vor allem drunter leidet, sind die wirklich Betroffenen. Nicht nur, dass ihre Krankheit marginalisiert und missbraucht wird von Wichtigtuern, sie leiden auch unter der zunehmenden Genervtheit Ihrer Umgebung, die diese plötzliche Masse von Allergien und Unverträglichkeiten nicht mehr verstehen kann und will. Derzeit wird jede Essensrunde von den Besondersessern in Geiselhaft genommen. Ich warte jedes Mal auf den Satz: “Ich würde ja jetzt so gerne den ganzen Brotkorb leer essen, aber ich kann ja nicht, mein Arzt hat eine Glutenallergie festgestellt.” Und dann dreht sich die ganze Essensrunde nur noch darum, was gegessen werden kann und was nicht und was für ein fürchterliches Leiden das darstellt. Vor allem private Gastgeberinnen freuen sich wie Bolle über solche Gäste.

Ich verstehe Veganer und Vegetarier, die sind herzlich eingeladen zum Essen bei mir, wenn sie ihre Präferenz mitteilen und nicht erst beim Essen mit beleidigtem Blick den Teller wegschieben. Herzlich Willkommen auch alle Allergiker, die das vor dem Kauf der Zutaten mitteilen, es ist definitiv einfacher, eine Portion anders zuzubereiten -alle, die meinen, sie müssten mit ihren Sperenzchen den Abend an sich reißen – bleibt bitte unter euch.

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