Archiv der Kategorie: Medien

Sex sells im HipHop? Oder wenn die Schlange den Apfelpo verführt

Oder sollte ich eher sagen Melonen? Weil es geht um Sex mit möglichst dicken Hintern. Jawohl. Nicki Minajs neues Video Anaconda schießt wirklich den Vogel ab. Zur Bassline des alten Rap-Klassikers “Baby Got Back” von Sir Mix-A-lot “rappt” und räckelt sich die Sängerin und erzählt, dass sie gerne Männer vögelt, die ihren dicken Hintern mögen. Dazu singt eine Männerstimme den Refrain “Meine Anaconda will nicht außer du hast nen Hintern”. Dazu kriecht sie vor einem Mann auf dem Boden rum, macht Lapdance oder isst lasziv Banane mit Sahne. Das ist alles so daneben, ich weiß nicht, wo anfangen. Wenn das die neue Emanzipation ist, dann möchte ich sie nicht. Bin ich einfach alt und spiessig geworden? Ist das Kunst oder kann das weg? Bitte, erklär mich mal wer von den Frauen unter 30, wie sie dieses Video sehen – das würde mich wirklich interessieren. Weil ich versteh die freiwillige Selbstaufgabe nicht…

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1. Oktober 2014 · 10:15 vormittags

Warum gebt ihr euch dafür her – Kay One sucht seine “Prinzessin”

Kay One, der Rapper ist, wie das Bild zeigt, auf der Suche nach wahrer Liebe Foto:RTL2

Kay One, der Rapper ist, wie das Bild zeigt, auf der Suche nach wahrer Liebe Foto:RTL2

Frauenfeindlicher geht es kaum. Und das Schlimmste, die Frauen machen den Scheiss begeistert mit…aber bevor ich in den Gernot-Hassknecht-Modus schalte, ein kurzer Abriss des Grauens: Kay One, schon unangenehm sexistisch aufgefallen bei DSDS, hat jetzt seine eigene Datingshow. “Prinzessin gesucht” – weil der Provinzrapper vom Bodensee sich Prince Kay One nennt. Dem wurde von einer anderen Castinggröße, Mandy Capristo, das Herz gebrochen, als sie Kay für (wundert es wen?) Mesut Özil verliess. Doch die Trauerphase ist vorbei, eine neue Liebe muss her. “Ich schau vor allem auf den Charakter“, und deswegen läßt er gleich drauf die Busen der Kandidatinnen vermessen, von einem kleinwüchsigen Butler, weil nur Frauen allein demütigen ist ja zu wenig.

Gepiercte und tätowierte Schönheiten, die dem RTL”-Klischee einer Traumfrau durchaus entsprechen, dürfen um die Gunst buhlen. Die vier Natürlichsten werden sofort vor die Tür gesetzt, da hat der Menschenkenner bestimmt sofort den Charakter gesehen…Aber wer das Rennen auch macht – das soll sich echt lohnen “Die Villa und der Lamborghini auf Mallorca sind zwar geliehen, aber zuhause warten meine Villa am Bodensee und mein Lamborghini. Die Frauen sollen wirklich mein Leben und mich kennen lernen”. okay, kennen lernen bedeutet, das gleiche Auto fahren wie daheim…

Warum macht bei der Kay One Bezirzung wer mit?

Es ist mir ein Rätsel. Ist es der Wunsch nach medialem Ruhm, ein billiger Mallorca-Urlaub, die echte Möglichkeit, den ziemlich doofen und optisch maximal durchschnittlichen Rapper zu umgarnen, nur weil er reich ist? Weil: Nett ist der Kerl nicht. Und an Liebe ungefähr so interessiert wie Darth Vader an Umweltschutzstandards. Egal, da wird der Depp umschwirrt, als hätte er den letzten Platz im Rettungsboot der Titanic angeboten. Wie devot und anbiederisch darf es noch werden? Die zicken um ihn, ziehen sich aus für ihn, schwenken Hintern und Brüste für ihn (Charakter, anyone?)

Berufsbild Casting-Trulla

Aber egal, das scheint ja mittlerweile ein echter Beruf zu sein “Casting-Trulla”, die von Format zu Format pendeln, mal bei “Mama Mia” Schwiegermütter überzeugen oder bei “Take me out” ihre Dates wegbuzzern, beim “Bachelor” oder dem “Millionaire” dabei sind, die “Liebe fürs Leben” zu finden. Sicha, sicha. Was sagt eigentlich eure Umgebung dazu? Eure Freunde, Eltern, Geschwister? Schämen die sich nicht ein bisschen? Schämt ihr euch nicht selbst ein bisschen, wenn ihr euch díe Plastikbrüste einölen lasst zur Primetime? Macht euch das nichts, wenn das ganze Internet über euch lacht?

Waren wir nicht schon mal weiter beim Frauenbild? 

Waren Frauen nicht mal stolz, diese Art der Anbiederung an Männer hinter sich gelassen zu haben? Wollten wir nicht mal weg von “immer sexy für meinen Männe sein müssen” wie in den 50er Jahren? Es wird immer behauptet, als sexy Frau hätte man alle macht der Welt. Willenlos sabbern die Männer hinter unserem Hintern her, wir stöckeln vorneweg. Was für ein Quatsch. Macht bedeutet, sich nehmen zu können, was man will, nicht, durch Manipulation jemanden dazu zu bringen, es einem zu geben.

Wer steckt da dahinter? Will das die Generation der Frauen um die 20 so, oder meint RTL, dass die das so zu wollen haben? Das ist meine  Frage an die Redaktionen und meine Zweite – ich stelle sie immer wieder gerne: warum nicht mal echte Menschen in echten Wohnungen und echten Leben so etwa suchen lassen wie echte Liebe? Ist das zu bizarr, zu verrückt, zu viel verlangt? Hab nur ich die Schnauze voll von Plastikmenschen? (Ich hab mir heute das ganze nur im Schnelldurchlauf gegeben)

 

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Widerliche Debatte – Verhüllen für Menschen ab 45?

Der Spiegel wird immer platter, leider. Vor allem online ist er kein Ruhmesblatt. Was aber Jan Fleischhauer diese Woche in seiner Kolumne abliefert, ist schändlich. Er fordert, wir sollten uns am Islam ein Beispiel nehmen und alles ab 45 aufwärts verhängen mit Burkas. Zum einen ist es Altersdiskriminierung und Fatshaming, zum anderen vergisst er anscheinend, dass Burka ein Frauenkleidungsstück ist, also meint er vermutlich doch nur die Frauen, die seinem hohen ästhetischen Anspruch nicht genügen. Zu sagen, dass auch Jan Fleischhauer meinem Anspruch nicht genügen würde, ist zwar wahr, aber billig.

Aber was denken sich die Leute in Zeitungen eigentlich? Ich hatte ja schon über diese Ästhetiknazis geschrieben, die meinen, anderen Leuten vorschreiben zu müssen, wer wann wieviel tragen darf. Es liegt nicht daran, wie er meint, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt. Sondern daran, dass wir uns für uns und unsere Bequemlichkeit ausziehen und nicht die sexuellen Fantasien eines Herrn Fleischhauers bedienen wollen. Glaubt er wirklich, die Leute wollen, dass er guckt? Wenn ich im Freibad liege, will ich meine Ruhe und Braun werden oder Schwimmen – nicht von fremden Männern angegafft werden. Nebenbei bedient er noch koloniale Fantasien von aufreizenden Haremsdamen, die ihre exotischen Reize zu seiner Lust verhüllen, um sie im gegebenen Zeitpunkt ihm darzubieten. soviele Fettnäpfchen auf einmal zu bedienen, das ist schon fast eine Kunst.

Verhüllen würde eine erotische Faszination ausüben, meint der Schreiber. Ich würde mir wünschen, der Spiegel würde diesen Artikel verhängen, um seinen Reiz zu steigern.
Wie seht ihr das? Hab ich unrecht? Mich würde eure Meinung interessieren

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Wie werde ich zum Prominenten, wie zur eigenen Marke?

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Ich habe oft überlegt was mich eigentlich so fasziniert von Formaten Promi Big Brother oder Dschungelcamp. Es ist, das habe ich jetzt herausgefunden, der Aufbau von Menschen als Marke in unserem medialen Zeitalter. Und so, wie es jetzt funktioniert, hat es eigentlich wirklich mit Big Brother angefangen. Vor diesem Format konnten völlig unbekannte normale Menschen nicht einfach so Promi werden. Die mussten schon irgendwas können. Entweder waren das Schauspieler oder Sportler, Wissenschaftler, Buchautoren, Nachrichtensprecher oder Zahlenumdreherinnen oder Lottofeen. Oder Gattin. Diese Art Prominenz ist seit Anfang des Jahrhunderts beliebt. Aber Promi einfach so? einfach nur weil man im Fernsehen war? Das gab es nicht. Danach schon. Big Brother eins weckte ein ganzes Heer von Promiwilligen aus dem Dornröschenschlaf, die zwar Nix konnten, aber immer wussten, dass sie eins sein konnten, ein Star. Gesagt, getan. Mittlerweile rekrutiert sich das Gros dessen was wir als Star begreifen von deren Leben wir in den Bunten Blättern und auf vielen Blogs wie Promiflash erfahren, aus abgelegten Kandidatinnen für diverse Castings- oder Kuppelshows. Es reicht, im Fernsehen gewesen zu sein, um weiter ins Fernsehen und auf promiveranstaltungen zu kommen. Und dafür Geld zu kassieren. Ein System, das sich mehr oder weniger aus sich selbst speist.

Das System braucht immer Nachschub
Doch das System gerät ins Stocken, weil die Zuschauer übersättigt sind von den Nullnummern. Von Gesichtern, die genauso banal wie die, die man jeden Tag auf der Arbeit sieht oder im Supermarkt. Was macht denn einen Star aus? Das ein wenig Überlebensgroße, das Extremere, das Charisma. Alles, was den TV-Pflaumen komplett fehlt deswegen kann im Prinzip jeder auf den promizug aufspringen. Ja, muss es sogar, wenn er oder sie als Marke oder mit ihrer Marke etwas werden will. Im Prinzip reicht es, oft genug auf Promiveranstaltungen aufzuschlagen und zu sagen, man ist Promi, um das irgendwann auch mal zu sein. So richtig hinterfragen tut das keiner. Wichtigste Eigenschaft ist – fotogen sein: besonders nackt, besonders schrill, besonders schön oder besonders besonders. Das reicht. Dann ist man sofort in den bunten Blättern. Wer von Natur nicht mit Schönheit gesegnet ist, muss operativ nachhelfen oder das Rollenfach “schrill” besetzen.

Richtig, eine Schwelle gibt es – man muss auf die Promiparties kommen. Aber das dürfte sich lösen lassen, wenn man wirklich ins Rampenlicht will. Jeder kennt irgendwen, der auf solche Parties kommt. Und da dann eben dranhängen. Ich hab mich schon mal
mit einer befreundeten Band gitarrrenkastenschleppend auf eine Premiere in München gemogelt, weil ich Fan des Hauptdarstellers war. (Dass ich um 4 Uhr nachts dem Bodygusrd geholfen habe, den Hauptdarsteller, der völlig blau war, die Treppe runterzuhieven, ist eine andere Geschichte).

Mensch als Marke ist hochkomplex

Im Prinzip funktioniert es in der Tat so einfach, einen Fuß in die Tür zu bekommen, sich aber als Marke am Markt zu etablieren und damit wirklich Geld zu verdienen, ist hoch komplex. Ein Image schaffen, aufbauen, pflegen, es nähren und behüten. Es gibt gute Beispiele, die sich seit Jahren in den Medien halten, ohne irgendetwas gut zu können als berühmt sein. Hierzulande Verona Pooth. Hat übersichtliches Talent, Größe Schönheit und einen Willen zum Erfolg. Super Kombi. Die hat lange die Masche “sexy Doofchen” geritten, mittlerweile ist sie behutsam auf “erfolgreiche Geschäftsfrau” umgeschwenkt. Jana Ina Zarella vermarktet ihre Mütterlichkeit und Fröhlichkeit etc. Jede hat etwas, was sie als Botschafterin für Marken empfiehlt. Georgia Fleurop hat ihre Zickigkeit, die ihr weitere Tv-Auftritte bringen wird, aber keinen lukrativen Werbedeal.

Doch um auf den Ausgangspunkt Big Brother zurückzukommen – was bringt so ein Format der Menschen-Marke? Auf alle Fälle schiere Bekanntheit. Darüber hinaus wird es schwer, denn Glamour liefern die Formate nicht. Und auch keinen direkten Verweis auf die hervorstechende Eigenschaft, die man unterstreichen will: Klugheit, Hilfsbereitschaft oder Sexyness. Also muss man im Dschungel oder im Haus auf sich und das Vermarktbare aufmerksam machen – was dazu führt, permanent im Dreck zu hocken, denn die Zuschauer wählen die, die auffallen, gerne für alles Unangenehme. Doch welche Firma bucht eine Celebrity, die man nur heulend und Maden übergossen kennt, für ihre Kampagnen? Also lieber Vorsicht und nicht zuviel auffallen – was zur Folge haben kann, dass man völlig übersehen wird. Auch nicht gut. Sogar noch viel schlimmer. Die Balance zwischen verwertbarer Popularität und peinlicher Aufdringlichkeit ist also schmal und braucht gute Instinkte oder gute Berater. Das macht derzeit den in Deutschland gängigen Star aus: ein Instinkt, was geht und was nicht.

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Promi-Entsorgung im Altstar-Container

Ab Freitag startet auf SAT1 die neue Staffel Promi-Big-Brother, es gab genau drei Promis, die ich zweifelsfrei einem Gesicht zuordnen kann, Claudia Effenberg, Bachelor Paul Janke und der Wendler. Der Titel “Promi Big Brother” ist also bestenfalls euphemistisch, eher völlig übertrieben. Wer setzt sich schon freiwillig in so einen Container? Die, die dringend wieder ins Rampenlicht (zumindest in die dritte Reihe vom Rampenlicht) wollen ud die, die hoffen, mit sowas ins Rampenlicht zu rücken. Ich weiß nicht, ob vom Markenaufbau her sowas zu empfehlen ist. Aber wie will man es sonst schaffen, wenn man eigentlich gar nichts kann? Da bleibt nicht viel.

Es ist immerhin erstaunlich, dass sowas überhaupt noch funktioniert, denn richtigen Stars derzeit entstehen auf YouTube, völlig unbeobachtet von den Massenmedien, die bald keine Masse mehr haben, wenn sie so weitermachen. Eigentlich haben diese Formate keine Berechtigung mehr. Dschungelcamp ist eine Ausnahme, die haben auch Zietlow, der Promi Big Brother Cindy aus Marzahn, die genau einen Witz auf Lager hat. Und der Dschungel ist deshalb so gut, weil die Caster dort einen richtig tollen Job machen und Charaktere platzieren, mit den der Zuschauer aus ganzem Herzen mitleidet oder die er aus ganzem Herzen hasst. Larissa Marolt, Georgina Fleur, Joey Heindle. Wer gar nichts gebracht hat, war der Wendler, der jetzt eins der großen Zugpferde von Big Brother ist. Was eigentlich schon alles über das Format aussagt.

Obwohl, einige Kandidaten versprechen doch ein wenig Fun: Claudia Effenberg kann sich ja mit dem ehemaligen Teppichluder Janina unterhalten und  wird bestimmt lustige Anekdoten zum Besten geben, wie das ist, wenn der Mann einen mit einer stadtbekannten Münchner Thaitranse betrügt. Da wird es noch irgendwie halbwegs lustig, vor allem, wenn genügen Prosecco da ist. Vielleicht kommt die großbusige Ela auch endlich bei einem Bachelor zum Zuge, in ihrer Staffel ist sie ja böse abgeblitzt. Und Paul Janke sieht eh besser aus als der Glatzkopf vom letzten Mal. Wird es ihr helfen, auf alle roten Teppiche der Republik zu kommen? Wahrscheinlich ist der Container aber eher die Endstation.

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Schräge Schuhe: Über- oder Außerirdisch

Ich hab jetzt zwei Paar Schuhe, die ich liebe: Bequem und total schräg. Das eine Paar stammt aus der Star Wars Kollektion von Vans, das andere mit Maria und Jesus drauf sind von YRU von asos. Klar, nicht jedermanns Geschmack, aber ich kann unmöglich zu Schuhen Nein sagen, die mit skatenden Wookies beworben werden. Die alten Filme hab ich wirklich gemocht. Und  was ich sammle Devotioalien, deswegen fand ich es mega, dass Fröken von GenerationCouture mich auf die tollen “Jesuslatschen” hingewiesen hat. Musste ich haben. Ich finde, solche Schuhe werten ein Outfit unglaublich auf von oll zu lustig.

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Ich will die Scumbar aus Monkey Island in Lego – bitte alle mitmachen!

Die Scumbar aus Monkey Island - so kultig

Die Scumbar aus Monkey Island – so kultig

Das Spiel ist Kult, nicht nur bei uns Piraten: Monkey Island. Die Abenteuer von Guybrush Threepwood, der die Gouverneurin aus den Händen des bösen Piraten LeChuck befreien muss, ist auch nach 25! Jahren noch unvergessen – und wird immer noch gespielt, auch in der böse verpixelten Version von annodunnemal. Das Ding ist so Kult, dass es immer noch viele Leute gibt (mich inclusive), die dinge wie die “Scumbar” aus Lego gebaut, unbedingt haben müssen. Damit das zustande kommt, braucht es Supporter. Bitte hier entlang und unbedingt mitzeichnen! Und vielleicht gibt es dann auch irgendwann einen dreiköpfigen Affen aus Lego…

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