Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single auf Parship…

…und ich denke mir, warum nur einer? Braucht es da nicht zwei dazu? Ich mein. ich verlieb mich ja auch gerne im Internet, in Joe Manganiello oder in George Clooney. Blöd nur, dass sie davon ungefähr genauso viel wissen wie vermutlich der andere Single auf Parship. Willkommen im Menschen-Supermarkt. hin und weg schnell verliebt, heute Düsseldorfer im Sonderangebot, nicht verpassen! Ich finde diese Singlebörsen im Internet eigentlich eine gute Idee, da es immer schwieriger wird, mit zunehmendem Alter, den richtigen Partner zu finden. Immer mehr von uns lassen sich scheiden, im Job wird Flexibilität erwartet und der Umzug in andere Städte. Und dann ist der Aufbau eines neuen Bekannten und Freundeskreis einfach nicht mehr so leicht. Einen Partner finden ganz zu schweigen.

Deswegen, eigentlich gute Sache. Leider hat die Sache wie jede gute Sache, einen Hacken. Denn mit der Auswahl steigen die Ansprüche. Warum denn bei einem Partner bleiben, wenn um die Ecke vielleicht noch jemand Besseres warten könnte? Noch ein bisschen toller, noch ein bisschen schöner, noch ein bisschen intelligenter, noch ein bisschen reicher. Außerdem, man hatte das ganze Jahr bezahlt, warum das ganze schöne Geld verfallen lassen, nur weil Nummer zwei passt? Könnt ihr Nummer 3, 4 oder fünf da noch viel, viel, viel, viel besser sein. Ich finde auch die Werbung fatal, in der fabulös schöne Menschen sagen, sie suchen jemand ganz normalen, wie sie selbst. Weckt einfach falsche Erwartungen. Es sind einfach die meisten ganz normal. Und das ist gut so. Vielleicht sollte man die Erwartungen modifizieren oder erkennen dass der wirklich zu einem passenden Partner nicht unbedingt ein Topmodel sein muss, vor allem, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man selbst keins ist. :)

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UpMade – das Beste aus Resten

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Foto: Herkki Erich Merila and Riina Varol

Eigentlich hört es sich erstmal komisch an: Mode aus den Resten der größten Textilfabrik in Bangladesh. Aber was Ausdesign® aus diesen Resten zaubert, überzeugt von der Ökobilanz als auch von der Optik. Die Designerin Reet Aus aus Tallinn in Estland zeigte ihre Mode unter dem Label UpMade auf dem Green Showroom im Adlon. Ich mag ja blau-weiß-gestreifte T-Shirts, vor allem, wenn ein Anker drauf ist (Nautische Methapher). Und dieses Stück lockte mich an den Stand. Die übrigen Designs waren wesentlich schicker und ich mochte alles. Leider kann man dort nicht direkt kaufen, wie noch vor einem Jahr, ich hätte gern ein T-Shirt erworben.

So schön die Mode ist, gestartet ist das Ganze  eigentlich als Forschungsprojekt zum Thema Upcycling, also aus dem Müll anderer Menschen etwas Sinnvolles und -in diesem Fall – Wunderschönes zu schaffen. Extrem nachhaltiges Konzept. Reet Aus und ihr Team arbeiten mit Beximco zusammen, dem größten Textil- und Bekleidungshersteller in Bangladesh. Beide Firmen zielen darauf ab, die Umwelt zu schonen und Ressourcen einzusparen. Keine kleine Sache, wenn man bedenkt, dass es theoretisch möglich wäre, 65% des Abfalls zu vermeiden, den die Textilfirma im Jahr produziert – und das bei einer gigantischen Menge von  56 Millionen Kleidungsstücken, die Beximco pro Jahr verlassen.

Die Designs von UpMade by Reet Aus  sparen zusätzlich 70% Wasser und  schaffen 88% weniger CO2 Ausstoß im Vergleich zu herkömmlicher Ware. Der Trick dabei ist, die übrig gebliebenen Stücke aus anderen Kollektionen so zusammenzusetzen, dass die kleinen Stoffteile wieder ein sinnvolles Shirt ergeben. So  wirken die Motive wie Anker oder Pfeil wie kostbare Intarsien im T-Shirt, wie besonders aufwändig gemacht und nicht, wie im Gegenteil, aus der Not geboren. Die Designs müssen immer wieder neu gepuzzelt werden, je nachdem, was andere Firmen so für Zuschnitte bestellen.

Wenn man über eine Riesenfirma in Bangladesh hört, wird man natürlich auch stutzig und fragt sich, ob man da nicht die Arbeiter ausbeutet. Ja, von der Ökobilanz ist UpMade Green, aber auch von den Arbeitsbedingungen? Die Webseite gibt darüber ausführlich Auskunft. Ich hoffe, das hat alles so seine Richtigkeit. Ich kann nur sagen, mich hat das Konzept und die Schönheit der Designs überzeugt.

Zu kaufen gibt es die Mode in diversen Boutiquen, leider in keinem Online-Shop. Aber ich hoffe, irgendwo eine der Ankerblusen zu erwischen.

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Will ich ein Kunstwerk sein? Bekleidung versus Mode

Print von Artiststylist

Print von Artiststylist

Wie relevant ist Mode denn noch? Man sollte denken, extrem relevant. Jeden Tag stehen wir vor dem Schrank und denken darüber nach, was wir tragen wollen, wer wir sein wollen in unseren Kleidern. Kleider machen Leute. Stimmt ja auch. Die meisten von uns entscheiden sich praktisch. Gucken nach dem Wetter und was in ihrer Arbeitsstelle so okay ist. Wie man die Figur kaschiert – oder zeigt – je nachdem. Mit extrem modischen Gesichtspunkten hat es in den wenigsten Fällen zu tun. Eine Anna dello Russo, die postuliert, sie liesse sich vom Wetter ihre modische Entscheidung nicht abnehmen, ist selten.

Es gibt in Deutschland derzeit vier große Kategorien.

  • Jung und proll trägt meist engste Jeans mit engem Top und Lederjacke, die Haare kunstvoll geglättet. Dazu eine Louis Vuitton Speedie und High Heels
  • Jung und hip trägt das Gleiche, nur mit weitem T-Shirt, die Haare zum Dutt und Sneaker oder Birkenstock. Brille und Jutebeutel
  • Älter trägt Jeans und Funktionsjacke mit praktischer Frisur. Oder Kostüm, falls wer in der Bank arbeitet.
  • Wer noch älter ist, trägt alles in verwaschenen Beigetönen mit Stützstrümpfen.

Das wars. Fertig ist die Laube. Alles andere sind maximal Randerscheinungen, nicht mehr statistisch erfassbar.So richtig rausstechen will eigentlich niemand. Selbst in Modemetropolen kann man lange nach extrem gut und eigenwilig gewandeten Menschen suchen. Warum das so ist? Schwer zu sagen. Vielleicht hat diese Zeit des globalen Dorfes auch eine Art globale Spießigkeit mit sich gebracht. Auch die Männer sabotieren Abweichungen, denn die mögen es nicht modisch oder auffällig, lieber Sachen, die Titten und Hintern gut raus bringen. Sexy ist immer gut, wenn es nach denen geht.

Niemand fragt – wie modisch ist das? Will ich heute ein Kunstwerk sein? Und wenn ja, was für eins? Will ich heute ein Statement setzen mit mir selbst? Bin ich heute Protagonist in dem Stück “Mein Leben” und sorge dafür, dass andere zusehen dabei? Lady Gaga denkt so und die ist als extrem exzentrisch verschrieen. Mode ist Kunst und Kunst trägt niemand – außer Künstler, die dürfen das. Eine ganze Palette der Kommunikation wird gekappt. Auch wenn man nicht nicht kommunizieren kann, die derzeitige Bekleidung sagt nur: Ich bin Teil des Chors, kein Solist. Jedes Jahr bringen die Frauenmagazine Modebeilagen über die Schauen und jedes Jahr kaufen die Frauen das Gleiche mit minimalen Abwandlungen.

Durch das Desinteresse wir auch die Mode als Solches uninteressant. Was nicht getragen wird, ist nicht geeignet, den Zeitgeist zu beeinflussen. Eine Spirale der Irrelevanz. Modehäuser könnten eigentlich gar keine Mode mehr machen und ihr Geld mit Basics, Handtaschen und Kosmetika verdienen. Tun sie ja eh schon. Wenn Dior und Co keine neue Mode mehr designen würden, würde das irgendwem auffallen? Deswegen interessieren mich Schauen nur noch, wie ich eine Oper anschaue, bestimmt nicht, um dort Dinge zu erwerben, sondern als Kunstspetakel. Eigentlich schade.

Mein Beitrag zur Blogparade anlässlich der Ausstellung „Erwin Wurm. One Minute Sculptures“ im Frankfurter Städelmuseum

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Firmen im Vergleich: wie gut verdienen die Näherinnen?

Eine Studie der Clean Clothes Campaign zeigt es: Primark schneidet beim “Näherinnen zahlen” besser ab als Versace, nur mal so. Der Preis sagt leider gar nichts aus.

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1. Juli 2014 · 9:03 vormittags

Immer dreimal weniger wie du – wer trägt Triple Zero?

Es tut sich was im Bereich der Kleidergrößen – leider in die falsche Richtung. Ab jetzt gibt es Triple Zero, Größe 28. Das entspricht Taillenweiten um 56 Zentimeter, realistisch für eine Achtjährige. Gut, wenn die Mode für Achtjährige gemacht wird, ist alles Tutti. Aber danach sieht es nicht aus. Nein. Die Klamotten sind für Teenies und erwachsene Frauen gedacht.
Ich finde es ein schlechtes Signal. Denn, im Gegensatz zur Aussage der ehemaligen Herzogin von Windsor, man kann durchaus zu dünn sein. Ungesund dünn. Dünn bis zum Wahn. In den sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook gibt es schon längst einen unseligen Wettbewerb im Knochenzeigen. Wer hat die tiefere Bikinibridge (also wenn das Höschen beim liegen über die Hüftknochen spannt) , wer hat den breiteren Tighgap (die Oberschenkel dürfen sich nicht berühren) – ein Wettbewerb im weniger sein, dünner sein, immer dreimal weniger wie du. “Size Zero ist die neue 44″ spötteln die Fashionvictims. Hollywood und Topbloggerinnen machen es vor, die Masse springt übers Stöckchen.

Ehrlich: wer dünn sein will, fein. Das soll kein Rant gegen Dünne werden. Aber bitte, macht keinen Wettbewerb draus. Und behaltet das Maß im Auge. Triple Zero ist ab 14 einfach ungesund. Und die Hersteller sollten sich fragen, welches Bild sie mit Kleidung in Winzgrössen befeuern.

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Eine Institution gibt es nicht mehr

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Es gab so ein paar Geschäfte, die bestimmten, was Trend und Stil ist war in Deutschland: Theresa in München, quartier201 in Berlin und Eickhoff in Düsseldorf. Ich erinnere mich gut daran, als ich früher bei einer Illustrierten arbeitete, da würde zum Saisonanfang immer bei diesen Geschäften angerufen und gefragt, was denn so geordert worden wäre für die Saison. Es war interessant, die regionalen Unterschiede festzustellen und das unterschiedliche Modeverständnis.

Regional ist mittlerweile Fehlanzeige, denn die Rolle des Trendsetters hat jetzt das Internet mit Läden wie net-a-porter übernommen. Im Netz gibt es Tag und Nacht weltweit alles zu kaufen. Und die Institution Eickhoff hat seine Pforten auf der Düsseldorfer Kö geschlossen. So wie Maendler, ein Münchner Traditionsgeschäft, schon länger davor. Es gibt nur noch wenige Inhabergeführte Boutiquen. Pool in München etwa oder das wunderbare Hayashi in Frankfurt. Das ist in vielerlei Hinsicht ein Verlust: denn was auch bald fehlen wird, sind der Einzelhandel in der Innenstadt. Bald sind nur noch die weltweiten Ketten gewillt, die horrenden Mieten zu zahlen. Blöd für die Kundschaft, die überall nur Einheitsbrei bekommt, blöd für ältere Menschen, die der Beratung bedürfen, blöd auch für neue Designer. Denn Eickhoff und Co haben Talente gefördert, auch mal neue Labels ausprobiert und so bekannt gemacht. Denn das Renommee der Läden war groß, der Geschmack sicher. Traut sich heute kaum wer..

Ich finde das alles sehr traurig. Und auch die Qualität der Beratung sinkt. Denn was solche Geschäfte vor allem auszeichnete, war ihr tolles Personal. Leute, die den Kunden auch sagten, was ihnen nicht steht, aber vor allem auch zeigten, was passen könnte. Die auf tolle Stylingideen kamen. Die geradezu mütterlich Abendkleider oder Outfits für bestimmte Anlässe heraussuchten. Das fehlt im Netz. Und nicht nur da. Oft beschränkt sich die ” Beratung” auf: “den Blazer können sie auch zur Jeans tragen”. Ach ne.

Ich hab eine Bitte, wenn ihr eine Boutique gefunden habt, die euren Geschmack trifft, kauft dort ein. Und gebt die Adresse weiter, nur so stellt ihr sicher, dass es die weiterhin geben wird.

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Traurige Trikots von Adidas zur WM

Es ist ein nationales Symbol, etwas, das ein ganzes Land mit Stolz tragen soll – das Trikot der Fußballnationalmannschaft. Hergestellt von Traditionshersteller Adidas. Es kostet stolze 79 Euro. Bei dem Preis wird doch alles in Ordnung sein mit der Herstellung, da ist bestimmt ein guter Lohn für die Näherinnen drin? Hast du dir gedacht – laut der Anstalt im ZDF sind es 80 Cent pro Trikot. Die müssen im Akkord genäht werden. Die Näherinnen können trotz 10 Stunden an der Maschine ihre Familien nicht ernähren. Sie werden krank, weil sie durch Akkordarbeit nicht mal auf die Toilette dürfen. Und ja, die anderen Sportfirmen, Nike und Puma, sind bestimmt nicht besser. Aber Adidas näht für Deutschland bei der WM.

Wie gesagt, es ist nicht irgendein T-Shirt. Es ist das Shirt, das für Deutschland steht. Auf das wir alle stolz sein sollen – oder es sogar tragen als Fans unserer Natonalmannschaft. Und dieses Symbol sollte eine anständige Herkunft haben, seine Näherinnen auch stolz machen, weil es sie gut ernährt. Jetzt ist es eine Schande.

Und Adidas ist das offenbar völlig egal. Vielleicht weil die fränkische Firma weiß, dass kein Kleiderskandal je etwas am Kaufverhalten ändern wird. Weil billig zählt. Aber das Shirt ist nicht billig, sondern richtig teuer. Bei Nachfrage sowohl bei der Pressestelle als auch bei der PR Firma wird einfach abgewunken. Statement? Gibt es nicht. Braucht es ja nicht. Es geht ja nur um ein nationales Symbol.

Was ist eure Meinung, sollte ein wichtiges Trikot fair hergestellt sein? Oder ist das bei dieser WM eh schon egal?

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Mehr Einzigartigkeit wagen

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Normal. Der Norm entsprechend. Durchschnitt. Schön unauffällig, unauffällig schön. Das Thema beschäftigt mich, weil es so viel umfasst. Wir waren doch schon mal weiter, in den 70ern und 80ern träumte man den Traum einer bunteren Gesellschaft. Es war Platz für Exzentriker, Platz für ungewöhnliche Biographien. Damals galt als Schlüssel für eine gute Party in einem Club wie dem P1: ein Drittel langweilige, reiche Zahler, ein Drittel Beautiful People und ein Drittel exzentrisches Feiervolk. Das letzte Drittel würde man heutzutage unmöglich voll bekommen. Wohin ist das verschwunden? Jetzt ist immer der der Gewinner, der sich am besten angepasst hat. Gesellschaftsmimikri. Und wer ausschert, wird schleunigst auf den Pfad der Tugend zurückgebracht. “Hotter than my daughter” heißt ein Fernsehformat, das Abweichlerinnen wieder normiert. Weil sich die kreuzbiederen Töchter für ihre Mütter schämen, die in den wilderen 70ern groß geworden sind. Guido Maria Kretschmer verpasst ihnen einen edlen Look, den sie allein nie wieder hinbekommen werden. Weg mit Lack und Leder, rein in Kaschmir und Seide. Sicher, Massengeschmackstauglicher als vorher, aber eben auch beliebiger. Und wozu? Dass wieder eine untergeht in der Masse und sich ihr hässlicher Mann freut, dass er jetzt eine schöne Frau hat. Wir lassen uns viel zu häufig von der Kosmetikindustrie, den Medien und den Modelabels in eine Norm zwängen. Wir passen uns an, nicht umgekehrt. Ich muss dabei auch an “schöne neue Welt” von Huxley denken, wo auch immer wieder nachnormiert werden muss. Wo das Denken und die Optik gleichgeschaltet sind und alle sich den größten Schwachsinn im “Fühlkino” anschauen, nur damit keiner auf eigene, verrückte Ideen kommt.

Ich finde, wir sind viel besser als das. Wir sind alle auf unsere Weise schön und wundervoll. So wie wir sind. Wir sollten uns so lassen. Mehr Nachsicht haben mit sich selbst, dann haben wir auch mehr Nachsicht mit anderen. Haben wir alle so Angst, individuell zu sein? Das geht ja noch weiter, wenn Angst vor Andersartigkeit und vor Veränderung Angst vor allem Fremdem und Unbekanntem schafft. Die neue Normalität bereitet den Boden für Fremdenhass, Rassismus und Exklusion. Einige Leute reagieren regelrecht wütend auf alle anderen, die es wagen, anders zu sein als sie selbst. Weil die womöglich das eigene Weltbild in Frage stellen. Das ist eine fürchterliche Entwicklung.

Überall in Europa nimmt die Fremdenfeindlichkeit zu. Das sollten wir nicht zulassen. Und den Anfängen wehren. Fremdenfeindlichkeit beginnt nicht erst bei Pöbeleien gegen anders Denkende, anders Aussehende, anders Glaubende, sondern damit, dass man glaubt, selbst der Maßstab zu sein für alles. Dass man die Norm ist, an der sich alles zu orientieren hat. Weg vom egozentrischen Weltbild zu einer offenen Sicht. Es könnte sich lohnen für uns alle.

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Jeden Sommer wieder: die Beautyterroristen!

“Boah eh, das die sich das traut” “Also ich würde nicht so rumlaufen und ich bin zwei Nummern kleiner” “wie übel. Leute wie die sollten im Sommer echt daheim bleiben.” “Cellulitisalarm” – wer kennt die Sprüche nicht? Wir lesen sie in den sozialen Netzwerken, hören sie im Freibad, in der Bahn, überall. Manchmal ist man gemeint. Die Zischer und Gröhler sind überall. Ich nenne sie Beauty Terroristen. Die gehören leider zum Sommer wie die Wespe auf dem Zwetschgendatschi und sind genauso lästig und überflüssig.

Was wird nicht alles bemängelt: Dicke sollen keine Röcke tragen, Dicke sollen keine kurzen Hosen tragen, Dicke sollen keine Querstreifen tragen, Frauen sollten möglichst keine Zellulitis haben, Frauen über 40 sollen kein Bikini tragen, keine Minis, keine leichten Tops. Männer dürfen nicht in Sandalen rumlaufen und auch nicht in Kurzarmhemden. Alte, Dicke, Unperfekte sollen das Freibad meiden, sollen sich bitte verhüllen. Unperfekte Füße sollen bitte weiterschwitzen in geschlossenen Mauken. Was soll das? Wollen sie damit kompensieren, dass es selber nicht so perfekt sind oder wollen im Gegenteil ihre persönliche Perfektion herausstellen gegen ein Heer von Moppeln, die das Auge der Ästheten beleidigen? Mit iiiihhhh, Haut, die nicht völlig glatt ist, mit Speckröllchen und einem Tropfen Schweiß auf der Stirn. Ja dürfen die das? Da kann man doch was machen dagegen? Muss die sich so gehen lassen? Jetzt isst die auch noch ein Eis. Das ist ja….menschlich. Zu wenig Plastik. Zu wenig Ambition.

Wer hat diese Mode-Kay One bestellt? An die Ästheten, die am liebsten aus der ganzen Welt eine Tommy Hilfiger Anzeige machen wollen: wie langweilig ist euer Weltbild, wie engstirnig seid ihr eigentlich? Ein Straßenbild in dem jeder und jede perfekt ist, ist so öde wie lauwarmes Mineralwasser. Entspannt euch. Das würde euch schöner machen…oder wandert nach Miami aus.

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Schwul ist normal!

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Solange solche Talkshows noch möglich sind, läuft echt was schief.
Und deswegen veröffentliche ich hier den Pressetext meiner Partei, der Piraten.

Die Piraten fordern zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie zu
mehr Akzeptanz von vielfältigen Lebensformen auf. Immer noch werden Menschen wegen ihrer Sexualität diskriminiert und in über 70 Ländern steht Homosexualität unter Strafe.

Leider steigt auch die Zahl der Länder, in denen die Todesstrafe droht, wie in Jemen, Iran, Irak, Mauretanien, Nigeria, Katar, Saudi Arabien, Somalia, Sudan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Brunei.

Die Antidiskriminierungsbeauftragte Lüders warnt auch vor einer neuen Homophobie in Deutschland und fordert Beschwerdestellen für Schüler/innen auf Landesebene sowie die Rehabilitation und Entschädigung für Opfer des Paragraphen § 175 SGB.[1]

Hierzu ermahnt Ali Utlu, Bundesbeauftragter für Queerpolitik der Piratenpartei Deutschland: “Es gibt jeden Tag tausende Übergriffe gegen Homosexuelle, verbaler und physischer Art. Soziale Netzwerke sind da insbesonders zu nennen, da es dort sehr einfach ist, Menschen wegen ihrer Sexualität zu diskriminieren. Wir dürfen als Gesellschaft nicht zulassen, das Homophobie geduldet wird, sondern müssen sie da ächten, wo sie geschieht, und eingreifen.”

Wir Piraten stehen für eine bunte Gesellschaft, in der sich jeder frei entfalten kann, unabhäng von seiner sexuellen Präferenz, und rufen dazu auf, ein Zeichen für die Akzeptanz der Vielfalt zu setzen und an den CSDs in ganz Deutschland teilzunehmen.

Quellen:

[1] http://www.ad-hoc-news.de/antidiskriminierungsstelle-lueders-warnt-vor-neuer–/de/News/36982204

http://www.dw.de/homophobie-ist-in-uganda-gesetz/a-17450256

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Bridget Jones, du nervst!

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Doch, ich habe sie sehr gemocht. Ich könnte mich sehr gut identifizieren mit Bridget Jones und ihrem chaotischen Leben. Den Hang, einen garantiert Falschen viel spannender zu finden als einen bestimmt viel Netteren, ihre Kämpfe mit Job und Diäten. Kannte ich und fand es komisch, darüber zu lesen. Inclusive der kleinen Selbstbetrügereien. Das war vor 15 Jahren. Jetzt ist Bridget wieder da mit dem neuen Buch von Helen Fielding “Verrückt nach ihm” (Goldmann Verlag) da und jetzt nervt sie nur noch.
Denn was Anfang Dreißig noch ulkig wirkt, ist bei einer Frau Anfang Fünfzig unerträglich. Bridget ist 51, Mutter von zwei Kindern, Witwe – und damit wieder auf dem Singlemarkt. Trotz Ehe, Kinder und Schicksalsschlag hat bei ihr offenbar keine Veränderung stattgefunden. Immer noch chaotisch, verpeilt, verplant, unsicher, mit Minderwertigkeitskomplexen gegenüber anderen Müttern und allen anderen. Was früher okay war, wirkt nur noch peinlich. Mit der Bridget Jones aus dem ersten Buch wäre ich gern mal auf einen Kaffee gegangen, jetzt wäre ich genervt von ihr. Dabei müsste ich sie mögen.. Sie twittert wie eine Wilde, ihr Lover ist 20 Jahre jünger und sie sucht im Netz nach der großen Liebe. Kenn ich – aus eigener Erfahrung oder aus dem Bekanntenkreis. Es ist nicht so, dass Frauen Anfang 50 nicht einen romantischen Liebesroman verdient hätten. Im Gegenteil. Aber was diese Frauen attraktiv macht, ist Ihre Souveränität, ihre Gelassenheit, und ihr Wissen darum, wer sie sind und was sie wollen. Ein durchgeknallter Teenie im Körper einer 50-jährigen ist einfach nur noch furchtbar. Er wird dann aus liebenswert verpeilt nur noch hysterisch. Fremdschämen pur und damit absolut keine leseempfehlung, leider. Ich hab mich auf eine neue Begegnung mit Bridget gefreut, aber das war eine Enttäuschung.

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Mein Lieblingsteil diesen Sommer

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Dass ich die Weste bekommen habe, war pures Glück, denn es standen vor dem h&m an der Kö schon seit dem frühen Morgen die Fashionbrigaden, die genau das Teil auch wollten. Es gab nur noch eine Weste in 38. egal. die würde ich schon “gehackt” bekommen.. Es ging sehr einfach:. Nachdem ich das edle Stück an den Seiten aufgetrennt und dann passend zusammengenäht habe, ist die Weste aus der H&M exklusive Collection mein Lieblingsteil.

Wenn ihr noch eine bekommt, kauft sie, egal welche Größe. Die lässt sich ganz einfach weiten – weil die Seiten sich nur überlappen. :)

Ich zieh sie eigentlich dauernd an. über Maxikleider, über Jumpsuits und alles, was keine Ärmel hat. Der bauchfreie Look ist natürlich nix für mich…

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22. April 2014 · 8:39 nachmittags

Holen wir uns unser Land zurück! Macht mit mit der Politik

Hat irgendwer von euch schon mal wirklich darüber nachgedacht, was Politik machen eigentlich bedeutet? (Na gut, ihr seid hier Leser und deswegen schlau und deswegen bestimmt eine ganze Menge.) Es bedeutet, daran zu arbeiten, dass diese Welt schöner wird, besser, lebenswerter. Dass wir alle hier auch noch in 50 Jahren gerne leben wollen. Und unsere Kinder und Kindeskinder. So viel Freiheit für alle wie möglich. So viel Regeln für alle wie nötig. Wie viel Geld der Staat durch Steuern einnehmen soll und wieviel er wofür ausgeben soll. Klingt eigentlich ganz einfach – und ist es auch.
Kompliziert wird es dann, wenn bestimmte Gruppen möchten, dass es ihnen besonders gut geht und sie privilegiert werden. Dann möchten diese Gruppen die Politiker zwingen, ganz spezielle Ausnahmen zu schaffen. Nennt sich lobbyarbeit.

Soweit alles klar? Klar. Was wollen wir? Das ist auch klar: wir wollen, dass wir bis in alle Zeiten sicher und beschützt leben können, dass wir frei sagen dürfen, was wir wollen und dass wir die Freiheit haben, unser Leben nach unseren Wünschen zu gestalten. Dass es Arbeit gibt und die gerecht bezahlt wird und dass die, die nicht mehr arbeiten können, Rentner, Menschen in Notlagen und Krankheit, weiter in Würde leben können. Wir wollen, dass unsere Umwelt erhalten bleibt, unsere Kinder Bildung bekommen und wir in Frieden leben auf dieser Erde. Will jemand was anderes? Leider – Ja. Es gibt Leute, die wollen so viel Geld verdienen wie möglich, ohne Rücksicht auf Verluste. Die wollen uns übers Ohr hauen als billige Arbeitskräfte, willige Konsumenten jeden Drecks, den sie mit Sklaven am anderen Ende der Welt produzieren. Aber das sind nicht viele, Nur nehmen die ihren Einfluss war.

Aber das können wir alle auch. Wir sind viele. eigentlich fast alle. Deswegen ist es für mich schwer verständlich, wie wir dieses elementare Feld, das uns so betrifft wie kein anderes, in den Händen der Politiker lassen. Uninteressiert und ungeprüft. Dabei würde es genügen, hinzugucken und sich zu beschweren, wenn es in die falsche Richtung läuft. Das ist unsere Macht. Und niemand kann mehr merkeln, pardon werkeln, wird er oder sie will.

Nur so können gierige lobbygruppen Gesetze durchbringen, die nur wenigen nutzen. Sinnlose Bauprojekte wie Stuttgart 21 oder Elbphilgarmonie. Gesetze, die Steuern oder Abgaben für einzelne erlassen. Jetzt kommt ein Handelsabkommen namens TTIP, dass uns zu den nützlichen Idioten weltweiter Konzerne macht. Das kann keiner wollen. Dabei genügt es, ab und an der Polktik und den Firmen auf die Finger zu schauen – wir sind die Wähler, die Konsumenten, wir haben die Macht. Nehmen wir sie uns. Gemeinsam. Zu sagen, das ist nix für mich, das darf für niemand in Frage kommen. Es geht um unser Leben, unsere Liebe, unsere Zukunft, unsere Gesundheit und Freiheit. Gibt es etwas Wichtigeres?

Wir Piraten wollten und wollen, dass alle wieder mitmachen bei der Politik und der Einstieg erleichtert wird. Denn, das macht die Politik sehr schlau, sie macht alles sehr kompliziert, baut Hürden auf, schmeißt verbale nebelkerzen, damit die Menschen das Interesse verlieren und glauben, das sei nur komplizierter Tinnef für Profis. Nix ist falscher.
Bitte wacht auf und nehmt eure Interessen wieder in die Hand.

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Blusen für viel Busen!

20140413-095310.jpg Es gibt tatsächlich noch Labels, die mit uns Frauen Geld verdienen wollen. Ich habe jetzt gerade das Label Maximila entdeckt, die Blusen, Kleider und Oberteile speziell für große Größen anfertigen. Nein, das stimmt nicht ganz. Nicht für große Größen, sondern für Frauen mit großer Oberweite. Die Blusen sind so geschnitten, dass Körbchengröße D bis K perfekt reinpasst ohne dass irgendwas zwickt und zwackt. Und sie haben trotzdem noch eine Taille. Ab Größe 36 gibt es sie. “maximila Mode soll Ihnen perfekt passen. Dafür haben wir spezielle Schnitte und ein individuelles Größensystem entwickelt, das genau zu Frauen mit großer Oberweite passt. Unsere Mode orientiert sich im Bereich Schulter, Rücken und Hüfte zwar an normalen Konfektionsgrößen von 36 bis 46, lässt dafür aber an der Brust etwas mehr Platz und gibt Ihnen sogar die Wahl zwischen den Varianten kurvig und sehr kurvig.” Toll, der Labelgründerin Eva Marisa Elsäßer gebührt ein Bundesverdienstkreuz!
Herz, was willst du mehr? Ich wünsche dem Label ganz viel Erfolg und werde sicherlich dort gute Kundin werden. Der erste Kauf wird Hemdblusenkleid “Hella” sein. Es ist doch gar nicht so schwer! DANKE!

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Kinder sind keine Sexpüppchen!

20140412-075448.jpg Ich weiß nicht, ob ich heulen soll. Es gibt für mich kaum etwas Widerlicheres, als kleine Mädchen auf extrem sexy zu stylen. Aufgedonnert mit “Fick mich”-Blick. Das ist auf ganz vielen Ebenen so falsch. Zum einen wird der kleine Geist schon von Anfang an auf ein bestimmtes Frauenbild getrimmt, zum anderen wird es als völlig normal genommen, dass auch Dreijährige als sexuell verfügbar dargestellt werden.
Wird ja immer wieder gern gemacht, ohne Rücksicht auf Verluste. Das gilt als provokant. Bei Mode-Magazinen nimmt man immer mal wieder Zwölfjährige für schmierige Modestrecken. Und jetzt der Sender tlc der mit einer pinken Lolita namens Honey BooBoo wirbt, die lasziv in die Kamera schmollt. “Das wahre Leben braucht kein Drehbuch” – aha. Ich brauche solche Werbung nicht. Mir tut das Kind leid, dass nicht nur von ihrer Familie in eine Reality Show gezwungen wird, deren Sinn und Unsinn sie sicher nicht begreift, sondern auch der Sender sie als Werbung missbraucht. Und sie -nicht ihre Eltern – dem Gespött preisgibt. Ich werde den Quatsch nicht gucken. Mich interessiert der “‘Männersender” Dmax mit Reportagen über Alaska Goldsucher weit mehr als ausgebeutete Mädchen in Mini-Misswahlen. Männersender, Frauensender…Klischee. Kann gerne weg.

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Marc Jacobs sucht Models via Twitter

Eine tolle Social Media Idee. Modegott Marc Jacobs castet seine Models nicht mehr bei einer Agentur sondern auf Twitter. Unter dem hashtag #castmemarc können sich bis 9. April alle, die sich berufen fühlen, mit einem Foto bewerben. Ich hoffe es machen ganz ganz viele mit. Hoffentlich nicht nur die klassischen Schönheiten, sondern Frauen, die älter sind, größer sind, dicker sind, bunter sind – eben einfach nicht im klassischen Schönheitsideal entsprechen. Nur wenn sich viel Buntes anbietet, kann bunt modeln. Und dann ist Marcs Mut gefragt. :)

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Frauen über Größe 42 sind peinliche Kundinnen – nur mit Burka in die Boutique?

Viele Reaktionen auf meinen Artikel über Übergrößen haben mich schockiert. Am meisten allerdings die Information einer ehemaligen Verkäuferin einer Münchner Luxus Boutique. Die erzählte mir nämlich, dass große Größen deswegen nicht geordert werden, weil die Besitzerin (selbst nicht die Allerdünnste) keine dicken Kundinnen in Ihrem Laden sehen wolle. Das würde die anderen, schlanken Kundinnen verschrecken. Denn ein Laden, in dem auch Kundinnen über Größe 42 verkehren ist einfach nicht jung, hip und cool genug – das Image würde leiden, wenn dicke Damen da etwas fänden. Selbst als Taschen- oder Schuhkundin gibt es ein leichtes Naserümpfen…. “Wir wurden angehalten, die Leute nicht so gut zu behandeln, die sollten nicht wiederkommen wollen.” Deswegen entscheidet man sich in dieser Münchner Boutique (und vermutlich in vielen anderen, das wurde mir bestätigt) bewusst dafür, diese Gruppe auszuklammern, damit die restliche Menschheit diesen Anblick nicht ertragen muss. Es gäbe ja Onlineshops…

Das gilt auch für Modelabels. Die Entscheidung für entgangenen Gewinn der Ü42 Käuferinnen wird bewusst in Kauf genommen. Dafür wird das Image hochgehalten – und Frauen mit Größe 44 aufwärts sind schlecht fürs Image. Das macht insofern Sinn, weil der Gewinn von Luxus-Marken selten über Mode erzielt wird, sondern über den Verkauf von Taschen, Schuhen, Kosmetika und Parfum.

Wir leben also in einer Welt, die bewusst diskriminiert und alle finden das okay. Wie oft lese ich “in dem Alter darf man keinen Bikini mehr tragen” ” ab dem und dem Gewicht sollte man vom Strand verbannt werden” – geht es noch? Was ist eine Bikinifigur? Warum muss ich da erst “hart für arbeiten?” Funfact: Ich hab eine Bikinifigur, ich hab nämlich oft Bikini an. Ach, darum geht es nicht? Sondern, dass ich im Bikini einen Anblick zu bieten habe, der die sexuellen Träume des es restlichen Freibads befriedigt. Es wird echt zeit, dass sich was ändert…

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So schön sind Frauen – alle Frauen

Makingof006Es ist eigentlich nur traurig. Frauen jenseits der vierzig (Alter und Kleidergröße) werden in der Modebranche, Werbebranche und zunehmend auch in der Öffentlichkeit immer weniger wahrgenommen. sie kommen nur vor als dicke Lachobjekte in Formaten “Biggest Loser” oder “Fett verliebt” . Beim Durchblättern der letzten Grazia ist mir aufgefallen, dass nicht eine einzige Frau dem “Schönheitsstandard” “jung und dünn” nicht entspricht. Sogar ein Artikel “Ich liebe den Freund meines Sohns” wird nicht mit einer 45jährigen, um die es geht, sondern mit einer Mittzwanzigerin bebildert. Kranke Welt.

Dass es auch anders geht, beweist Plussizemodel Silvana Denker mit ihrem Projekt “CURVeveS”
“Es entstand aus einer regen Diskussion auf Facebook, ob kurvige Frauen auch sexy sein können”, erzählt Silvana Denker. Die Idee eines Kalenders, eines Gegenentwurfs zu Playboy oder Pirelli, war schnell geboren. “Mit diesem Projekt möchte ich ein Statement setzen. Ich will zeigen, wie wunderschön und sinnlich Frauen sind, die nicht dem in den Medien propagierten Schönheitsideal entsprechen.Ich stehe für ein realistisches und gesundes Frauenbild in der Öffentlichkeit und hoffe, diesem mit dem Projekt einen Schritt näher zu kommen.”
Makingof011Auch das Feedback war enorm. Aus über 60 Bewerberinnen, unter anderem aus der Schweiz, Dänemark und den USA, haben Silvana und der beteiligte Fotograf Oliver Denz insgesamt 18 wunderschöne Frauen mit unterschiedlichsten Kleidergrößen ausgesucht. Es handelt sich um Profimodels, Newcomer, Hobbymodels, sowie Frauen, die einfach Spaß daran haben, einmal vor der Kamera zu stehen. Silvana Denker steht als 19. Model ebenfalls vor der Kamera.
Wichtig war es, starke, sinnliche und selbstbewusste Frauen zu finden, damit Fotos fernab jeglicher Klischees entstehen können. Unterstützt wird dieses Projekt mit Outfits von Miss Molly (www.missmolly.com), SugarShape (www.sugarshape.de) und Miss Moss Corsetts (www.corsets-inberlin.com). Schmuck wurde von der Schmuckdesignerin Anke Rönsch zur Verfügung gestellt.
Weiterer Sponsor ist Malu Wilz.
Fotograf Oliver Denz und Projektleiterin Silvana Denker sorgten für eine möglichst entspannte Atmosphäre und führten die Models mit Feingefühl und Blick fürs Detail durch die einzelnen Shootings. Die Bilder können sich mehr als sehen lassen – und wer noch einmal meint, man müsse überdünn sein, um sexy auszusehen, wird mit dem Kalender eines besseren belehrt.
Der Kalender wird voraussichtlich im Mai in den Verkauf gehen.
Der Gewinn aus dem Verkauf wird ausnahmslos an die Institution „Brustkrebs Deutschland e.V.“ gespendet. Alle Beteiligten arbeiteten komplett ohne Honorar.

Projektleiterin Silvana Denker
Silvana Denker arbeitet mit Kleidergröße 44 hauptberuflich als Plus Size Model und nebenberuflich außerdem als Fotografin (Studium Fotodesign). Mit ihrer Arbeit und Auftritten in den Medien setzt sie sich dafür ein, dass Frauen jenseits der Kleidergröße 36 in der Modebranche, Werbung und auch der Öffentlichkeit anerkannt und ernst genommen werden. Danke dafür!

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Ich hab das ganze Jahr Geburtstag!

Die Londoner Chinatown zum chinesischen Neujahr

Die Londoner Chinatown zum chinesischen Neujahr

Frohes neues Jahr! Heute ist nämlich das chinesische Neujahr. für mich ein besonderes Jahr, ich bin nämlich ein Pferd. Und wenn ich einem Asiaten erzähle, dass ich ein Feuerpferd bin, dann schaut er mich mit großen Augen an. Und leicht entsetzt. Feuerpferde sind extrem selten in China, jeder bemüht sich, dieses Sternzeichen nicht als Kind, besonders als Mädchen, zu bekommen.

Das ist sogar eine fürchterliche Tragödie und ein entsetzliches Beispiel, wohin Aberglauben führen kann. Wikipedia schreibt dazu: “Nach einer traditionellen, bis heute verbreiteten Vorstellung bringen Frauen, die in einem Feuerpferd-Jahr geboren werden, Unheil über die eigene Familie und über die ihres Ehemannes und gelten deshalb als besonders schwer zu verheiraten. Einer Untersuchung von Kanae Kaku zufolge kam es deshalb 1966 in Japan zu einem signifikanten Anstieg der Abtreibungsrate und der Sterblichkeitsrate weiblicher Neugeborener.” Danke für meine aberglaubenfreie Geburt in Deutschland. Aber dass ich schwer zu verheiraten bin, kann ich bestätigen.

Nun gut, jetzt ist wieder ein Pferdejahr. Holzpferd. Kann wenig passieren, auch wenn das die Trojaner vielleicht anders sehen würden, jetzt, so in der Nachschau.

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Make Love, not War

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine AXE Werbung verlinke – aber die ist so wunderschön.

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31. Januar 2014 · 9:48 vormittags