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Prügelei vor und auf den Bildschirmen – Gamescom 2014 öffnet die Tore

ubicom_header2Für Jungs ist es wohl die wichtigste Messe des Jahres, die Nerdapotheose, der Traum: die Gamescom. ab 13. August öffnet die Kölner Messe wieder ihre Tore für die Gamer. Dann darf man wieder allerneueste Spiele testen und sich die Trailer dazu ansehen. Wenn man denn an die Konsolen kommt, denn die sind heiß umkämpft. Mittlerweile werden die Tickets knapp:

Nur noch wenige Restkarten für Donnerstag und Sonntag im Online Ticketshop verfügbar: Ausverkauf naht Restkontingent an Tagestickets für alle Publikumstage noch bei Saturn erhältlich, solange der Vorrat reicht. Einlass mit Nachmittagsticket voraussichtlich ab 14:00 Uhr, abhängig von Austritten – Wartezeit einplanen

Das ist natürlich bitter für Spontan Entschlossene, aber die wahren Fans haben sich schon längst ihre Tickets gesichert, um zu erleben, dass Assassins Creed jetzt in der französischen Revolution gelandet ist, vermutlich mit tragbarer Mini-Guillotine im Gepäck.Mich interessiert Watch Dogs mehr, ein Spiel über das Frankfurter Bahnhofsviertel. Oder sieht das nur so aus? The Evil Within von Bethseda kommt ungeschnitten, was alle freut, wobei derzeit kein Zombieshooter schlimmer sein kann als die Realität, die uns via Twitter udn TV nahezu ungefiltert den Nahostkrieg auf die Schirme spült. (auch wenn ich denke, dass jeder spielen darf was er will, wundere ich mich doch, warum derzeit jemand Krieg spielen möchte. Naja)

Wer da lieber die totale Realitätsflucht antreten möchte, auch das geht: es gibt einen Riesenauftritt von Blizzard und dessen World of Warcraft mit neuen Abenteuern im neuen Land Draenor. Ich spiel das ja nicht und frag mich gerade, was zuerst da war, der Landname in World of Warcraft oder der Character bei der Comedyshow von Michael Kessler, “Ich bin Ork von Draenor”. Wenn es die Comedy war, beweist die Gamesbranche extrem Humor.

Für Frauen ist die Messe nur bedingt geeignet: Es wird stundenlang angestanden und gerempelt, um die Spiele mal anspielen zu können, es gibt immer noch sexistisch gekleidetete Messebabes zu bestaunen, die Figuren in den Spielen sind immer noch für pubertierende Jungs gebastelt und Spiele, bei denen man sich selbst bewegen muss wie die mit der Kincect von Microsoft, die ich sehr geliebt habe, werden langsam aber sicher wiedereingestellt. Ein neues Spiel mit den rabiaten Rabbids von Ubisoft gibt es auch nicht. Ich werde trotzdem vorbeischauen und einige Pressekonferenzen mitnehmn, einfach, weil ich wissen will, wo der Trend so herweht.

 

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Will ich ein Kunstwerk sein? Bekleidung versus Mode

Print von Artiststylist

Print von Artiststylist

Wie relevant ist Mode denn noch? Man sollte denken, extrem relevant. Jeden Tag stehen wir vor dem Schrank und denken darüber nach, was wir tragen wollen, wer wir sein wollen in unseren Kleidern. Kleider machen Leute. Stimmt ja auch. Die meisten von uns entscheiden sich praktisch. Gucken nach dem Wetter und was in ihrer Arbeitsstelle so okay ist. Wie man die Figur kaschiert – oder zeigt – je nachdem. Mit extrem modischen Gesichtspunkten hat es in den wenigsten Fällen zu tun. Eine Anna dello Russo, die postuliert, sie liesse sich vom Wetter ihre modische Entscheidung nicht abnehmen, ist selten.

Es gibt in Deutschland derzeit vier große Kategorien.

  • Jung und proll trägt meist engste Jeans mit engem Top und Lederjacke, die Haare kunstvoll geglättet. Dazu eine Louis Vuitton Speedie und High Heels
  • Jung und hip trägt das Gleiche, nur mit weitem T-Shirt, die Haare zum Dutt und Sneaker oder Birkenstock. Brille und Jutebeutel
  • Älter trägt Jeans und Funktionsjacke mit praktischer Frisur. Oder Kostüm, falls wer in der Bank arbeitet.
  • Wer noch älter ist, trägt alles in verwaschenen Beigetönen mit Stützstrümpfen.

Das wars. Fertig ist die Laube. Alles andere sind maximal Randerscheinungen, nicht mehr statistisch erfassbar.So richtig rausstechen will eigentlich niemand. Selbst in Modemetropolen kann man lange nach extrem gut und eigenwilig gewandeten Menschen suchen. Warum das so ist? Schwer zu sagen. Vielleicht hat diese Zeit des globalen Dorfes auch eine Art globale Spießigkeit mit sich gebracht. Auch die Männer sabotieren Abweichungen, denn die mögen es nicht modisch oder auffällig, lieber Sachen, die Titten und Hintern gut raus bringen. Sexy ist immer gut, wenn es nach denen geht.

Niemand fragt – wie modisch ist das? Will ich heute ein Kunstwerk sein? Und wenn ja, was für eins? Will ich heute ein Statement setzen mit mir selbst? Bin ich heute Protagonist in dem Stück “Mein Leben” und sorge dafür, dass andere zusehen dabei? Lady Gaga denkt so und die ist als extrem exzentrisch verschrieen. Mode ist Kunst und Kunst trägt niemand – außer Künstler, die dürfen das. Eine ganze Palette der Kommunikation wird gekappt. Auch wenn man nicht nicht kommunizieren kann, die derzeitige Bekleidung sagt nur: Ich bin Teil des Chors, kein Solist. Jedes Jahr bringen die Frauenmagazine Modebeilagen über die Schauen und jedes Jahr kaufen die Frauen das Gleiche mit minimalen Abwandlungen.

Durch das Desinteresse wir auch die Mode als Solches uninteressant. Was nicht getragen wird, ist nicht geeignet, den Zeitgeist zu beeinflussen. Eine Spirale der Irrelevanz. Modehäuser könnten eigentlich gar keine Mode mehr machen und ihr Geld mit Basics, Handtaschen und Kosmetika verdienen. Tun sie ja eh schon. Wenn Dior und Co keine neue Mode mehr designen würden, würde das irgendwem auffallen? Deswegen interessieren mich Schauen nur noch, wie ich eine Oper anschaue, bestimmt nicht, um dort Dinge zu erwerben, sondern als Kunstspetakel. Eigentlich schade.

Mein Beitrag zur Blogparade anlässlich der Ausstellung „Erwin Wurm. One Minute Sculptures“ im Frankfurter Städelmuseum

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Nicht Verzweifeln beim Pilotenstreik

20140402-170153.jpg Foto:Lufthansa Rund 425.000 Passagiere sind betroffen vom Streik der Piloten. Einer davon bin ich. Ich wollte eigentlich nach München zum Auswärts Schnitzel, mal wieder richtig lecker Schnitzel essen und mich mit meinen Freunden treffen. Und gleich noch ein paar berufliche Termine machen in München. Das geht jetzt nicht. Weil ich alle Termine verpassen würde und 5-6 Stunden Zug, äh, nein. Blöd, aber mei.

Denn die Lufthansa bemüht sich wirklich, die armen Passagiere nicht am Boden zu lassen. Die innerdeutschen Flüge können auf die Bahn wechseln, die anderen werden auf diverse Fluglinien umgebucht, soweit möglich. Im Ausland gibt es Hotels für hängengebliebene Urlauber. Eigentlich super.
Nur wo es hakt, ist das Info-Callcenter, bei dem ich seit zwei Tagen vergeblich anrufe. Warteschleife ist dort keine, sondern nur eine Männerstimme, die mir mitteilt, dass derzeit alle Leitungen besetzt sind. Das frustriert. Und ich hab es auch mitten in der Nacht probiert. “Wir kommen da an unsere Grenzen, natürlich haben wir die Callcenter maximal aufgestockt, aber es sind eben über 425.00 Passagiere, die alle Auskunft brauchen. Wir hoffen aber, dass der Ansturm nachlässt”, erklärt Martin Riecken von der Lufthansa Presse. Auf der Infoseite finden sich alle Informationen, die auch ständig aktualisiert werden. “Unbedingt vor der Fahrt zum Flughafen noch einmal draufschauen, das erspart womöglich Ärger” . Also lieber schauen, was man selbst machen kann. Nicht optimal, zumal die links in den Info-Emails nur auf Bahn oder Callcenter verweisen, nicht auf die Stornierung des Tickets.
Das geht nämlich auch: Wer den Flug bei Lufthansa gebucht hat (Tickets mit 220-) kann den Flug auch stornieren. Das hab ich jetzt gemacht. Schweren Herzens.

Für die Piloten fehlt mir allerdings jedes Verständnis und wenn mir demnächst einer mit seiner Uniform in der S-Bahn begegnet, dann wird er von mir was zu hören bekommen…

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Grüntee statt Kaffee

20140401-153407.jpg Es gibt ein paar Lokale in Frankfurt am Main, die ich so in München nie erlebt habe. Wirkliche multikulti. Eins davon, das Schönste von allen ist das Iimori, fast gegenüber des Römer. Dort, wo japanische und chinesische Reisegruppen ihre letzte Station haben und ihre letzten Euros ausgeben. Vielleicht hat so mancher von ihnen schon Sehnsucht nach daheim und kehrt in das wunderschöne, kleine Café ein. Es gibt dort eine wunderbare Melange aus europäischer und asiatischer Patisserie.

20140401-154002.jpg Benannt ist das Cafe nach seiner Besitzerin. Die Japanerin hat alles über europäische Backkunst gelernt und verbindet diese mit japanischen Geschmäckern und dem japanischen Sinn für Ästhetik.
Grüntee bildet dabei die auffallendste Färbung der Kuchen, es gibt Grünteerührkuchen, Grünteecremeschnitten und natürlich Grüntee Latte. Himbeer und Banane machen die Rührkuchenampel komplett. Wegen der Grüntee-Spezialitäten besuche ich das Iimori immer wieder gerne. Ins japanische Restaurant im ersten Stock hab ich es leider

nie geschafft. Ich habe mir immer wieder vorgenommen, aber keine Begleitung gefunden. Frankfurt isst Schnitzel.
So war ich ab und an im Cafe. Auf eine Grüntee Latte. Dazu Macarons oder pikant gefüllte gedämpfte Brötchen. Für Asiaten normal, für Europäer echt exotisch. Und alles sehr lecker.
Das Ambiente verströmt den Charme der 50er Jahre, Antiquitäten gemixt mit Flohmarkt – aber weit ab vom Hipster Interieur.

20140401-154906.jpg die Bedienungen tragen süße altmodische Schürzen und alle finden das sehr “kawaii”. Wer Frankfurt besucht, sollte nicht auf einen Besuch verzichten. Ein paar Meter weiter ist auch die Schirn und der schönste Schokoladenladen in der mainmetropole. Davon aber ein andermal…

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Neues heißes Eisen im Bahnhofsviertel

20131206-173554.jpgDie Jungs vom IMA haben ein neues Eisen im Feuer: Das Maxie Eisen in der Münchner Strasse 18 im Bahnhofsviertel.  Ein sehr cooler Neuzugang im Stile eines amerikanischen Deli. Deswegen mischen sich auch jüdische Spezialitäten in die Karte. Matzo Ball Soup, Kreplach, Pastrami Sandwich. Ein guter Mix im Multikulti des Bahnhofsviertels. (Auch wenn mich dessen Ur-Einwohner nun schelten werden, sehen sie jedes coolere, schickere Lokal doch als weiteren Beleg der Gentriinfizierung)

20131206-173603.jpgDie Küche ist offen, das schafft Vertrauen. Ich habs heute nur gesehen und wollte euch mitteilen, dass es existiert, testen gehe ich ein andermal. Es ist noch so neu, dass die Speisekarten erst heute geliefert wurden und auf der Webseite noch nichts zu sehen ist. Aber ich bin ziemlich sicher, das kann was. “Gute Zutaten, frisch auf den Punkt gekocht, ein gemeinsames Essen, ein Lokal zum Treffen und Wohlfühlen”. So das Konzept. Fein.

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Das Beste vom Frankfurter Weihnachtsmarkt

Das Kinderkarussell ist auch bei Erwachsenen beliebt

Das Kinderkarussel ist auch bei Erwachsenen beliebt

Ich mag den Frankfurter Weihnachtsmarkt. Er ist irgendwie luftiger als der Münchner, bei dem sich in engen Reihen Stand an Stand quetscht. Es gibt neben dem Touristenkitsch wunderhübsche Stände wie etwa die “Puppenstube”, die alles im Miniaturformat anbietet, von winzigen Adventskränzen bis zu winzigen Torten und Möbeln. Ein Kinderwunderland – aber wohl eher was für erwachsene Kinder, die Dinge sind kleine Kunstwerke. Der Stand befindet sich auf dem Platz vor der Paulskirche, ziemlich in der Mitte einer der Budenstrassen.

Nette Figürchen am Töpferstand

Nette Figürchen am Töpferstand

Zwei Stände weiter finden sich süße handgetöpferte Tassen, die erst auf den zweiten Blick ihr Geheimnis freigeben: In der Tasse mit der Katze sitzt eine Maus, in der mit dem Huhn am Henkel liegt ein Spiegelei.

Die Hauptattraktion für die meisten ist vermutlich jedoch das Essen. Gleich vorneweg, es ist meine sehr private kulinarische Auswahl an Lieblingsständen des Frankfurter Weihnachtsmarktes. Ich kann mich dort weder für ein Nierenschaschlik noch für das Käsefonue begeistern. Oder für die belgischen Pommes neben dem einrichtungsladen butlers, für die einige Kolleginnen meilenweit laufen. Ist nicht meins. Dafür müssen es für mich immer die Poffertjes sein, die es an einem Stand in der ersten Reihe, gleich nach der Ampel über die Berliner Strasse gibt. Pur mit Apfelmus oder gefüllt mit je einer Kirsche (eine Spezialität in Frankfurt) sind sie die Wucht. Üppig, fluffig wie ein bayerischer Kaiserschmarrn. Manchmal lass ich mir auch Eierlikör drüber geben. Ich finde es größtartig. Frau Kaiser ist mit ihrem Stand seit 27 Jahren eine Institution. Nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, sondern auch auf der Dippemess oder dem Wäldschefest.

Ein anderes kulinarisches Muss sind der heiße Äppler oder der Winzerglühwein, den Liebling in den Arkaden gegenüber der Schirn aussschenkt. Ich weiß nicht, was die machen, aber deren Glühwein ist immer um Klassen besser als an allen anderen Ständen. Das ist leider kein Geheimtipp mehr, deswegen ist dort jeden Abend das Gedrängel riesig. Aber es lohnt. Ich trink nirgends anders mehr meinen Wein.

Ich fühl mich von dem kulinarischen Angebot oft ein wenig erschlagen. Es gibt mittlerweile fast alles, Bratwürste, die bei den Deutschen zum feiern einfach dazugehören, Grillsteaks, Maiskolben, ungarische frittiere Fladen namens Langos, asiatische Nudeln, Kartoffelpuffer, Brezen, Quiche Lorraine (schmeckt so lala) Chilli con Carne, unendliche Variationen des Glühweins vom heißen Caipi bis zum Weißweinglühwein. Meist kaufe ich mir (neben den Poffertjes) dann noch eine Tüte Maroni und das wars. Maroni erinnern mich an meine früheste Kindheit, damals standen Maroniverkäufer noch neben qualmenden mobilen Öfen, einen Stand darum gab es nicht. Ich liebe den Geschmack, das mehlig-süße der Maronis einfach.

Für meine Familie in Bayern kaufe ich immer Bethmännchen, das traditionelle Frankfurter Weihnachtsgebäck.

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Rosi besucht uns im Büro

rosi

Heute hatten wir wieder niedlichen Besuch im Frankfurter Büro von Brandzeichen PR. Mops Rosi beehrte uns mit ihrer grunzenden Anwesenheit. Das Tierchen gehört Freunden einer Kollegin, die im Urlaub drauf aufpasst. Rosi muss dann erdulden, dass 10 Leute sie abwechselnd streicheln oder mit Sachen füttern. Wir freuen uns halt immer, wenn der Mops anrückt. Tipp: Keine Mandarinen füttern, wie Herr Trattnig das gemacht hat, um das Bild aufzunehmen.

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20. November 2013 · 2:35 nachmittags