Archiv der Kategorie: Essen

Mein bestes Spargelgericht

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Weißer Spargel ist der langweilige, spießige Bruder vom Grünen. Der steht nicht für sich selbst, sondern muss durch Unmengen Butter und geschmackvoller Kumpels wie Parmaschinken oder Kalbsschnitzel zur Delikatesse verwandelt werden. Ich mag ihn nicht besonders. Mühsam zuzubereiten, geschmacklich nicht der Burner. Aber der grüne Spargel ist selbst ein Star. Wunderbarer Geschmack. Schälen muss man ihn auch nicht. Der ist easy, lecker – da steh ich drauf. Ich finde grünen Spargel fast sexy. Ich bereite ihn meist nach einem Rezept von Jamie Oliver zu. Dazu haut man den in Mundgerechte Stücke geschnittenen Spargel mit geachtelten Kirschtomaten, Salz, Pfeffer und Olivenöl in eine Kasserolle. Alles bei 180 Grad in den Ofen und da 15 Minuten braten lassen. Fertig. Wahlweise kommen schwarze, grob gehackte Oliven, Basilikum oder gehackte Bärlauchblätter mit dazu.

Super mit Pasta (im Bild oben mit Trüffel- Girasole) mit gebratenem Huhn (Bild unten) oder pur mit Weißbrot. Love it.

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Das Grauen in Dosen

20140409-092459.jpgVorweg: ich mag die Produkte von manufactum normalerweise sehr. Tolles Brot, tolle Kuchen, Käse etc von höchster Qualität. Ich mag auch Maultaschen gerne, zumal die süddeutsche Heimat weit weg ist. Und weil ich letztens Brot bei manufactum kaufen war, sah ich die schwäbischen Maultaschen in einer Dose an der Kasse stehen. Und hab sie mitgenommen. Für 6,20 Euro kein Schnäppchen.

Es war das Grauen. Sie riechen und schmecken penetrant nach Liebstöckel (aka Maggikraut) und durch die Aufbewahrung in Brühe hat die Nudelhülle eine grässliche matschige Konsistenz angenommen. Bäh. Es war wirklich schlimm. Das könnt ihr besser- bietet die Maultaschen gerne eingeschweißt an, aber macht keine kulinarischen Wasserleichen daraus.

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Grüntee statt Kaffee

20140401-153407.jpg Es gibt ein paar Lokale in Frankfurt am Main, die ich so in München nie erlebt habe. Wirkliche multikulti. Eins davon, das Schönste von allen ist das Iimori, fast gegenüber des Römer. Dort, wo japanische und chinesische Reisegruppen ihre letzte Station haben und ihre letzten Euros ausgeben. Vielleicht hat so mancher von ihnen schon Sehnsucht nach daheim und kehrt in das wunderschöne, kleine Café ein. Es gibt dort eine wunderbare Melange aus europäischer und asiatischer Patisserie.

20140401-154002.jpg Benannt ist das Cafe nach seiner Besitzerin. Die Japanerin hat alles über europäische Backkunst gelernt und verbindet diese mit japanischen Geschmäckern und dem japanischen Sinn für Ästhetik.
Grüntee bildet dabei die auffallendste Färbung der Kuchen, es gibt Grünteerührkuchen, Grünteecremeschnitten und natürlich Grüntee Latte. Himbeer und Banane machen die Rührkuchenampel komplett. Wegen der Grüntee-Spezialitäten besuche ich das Iimori immer wieder gerne. Ins japanische Restaurant im ersten Stock hab ich es leider

nie geschafft. Ich habe mir immer wieder vorgenommen, aber keine Begleitung gefunden. Frankfurt isst Schnitzel.
So war ich ab und an im Cafe. Auf eine Grüntee Latte. Dazu Macarons oder pikant gefüllte gedämpfte Brötchen. Für Asiaten normal, für Europäer echt exotisch. Und alles sehr lecker.
Das Ambiente verströmt den Charme der 50er Jahre, Antiquitäten gemixt mit Flohmarkt – aber weit ab vom Hipster Interieur.

20140401-154906.jpg die Bedienungen tragen süße altmodische Schürzen und alle finden das sehr “kawaii”. Wer Frankfurt besucht, sollte nicht auf einen Besuch verzichten. Ein paar Meter weiter ist auch die Schirn und der schönste Schokoladenladen in der mainmetropole. Davon aber ein andermal…

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Die fettärmste Pizza ever

20140331-151116.jpg Ja, ich höre schon die Klagen: Pizza ohne Fett, das geht doch gar nicht! Wo bleiben unser geliebter Käse, unsere Salami oder der Schinken? Draußen bleiben die – und ich verspreche, dass kein bisschen Geschmack verloren geht.

Wie es geht? Einfach einen Pizzateig nach bewährtem Rezept zubereiten. Ofen vorheizen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, darin eine geraspelte Zucchini, eine fein gehackte Zwiebel, eine rote Paprikaschote und ein paar Pilze anbraten. Nicht zu wenig salzen, Pfeffern, Oregano und Rosmarin mit anbraten. Die Gemüse sollten aromatisch werden. ( im Frühling wäre junger Spinat und grüner Spargel geniale Zutaten)

Diese Mixtur auf den Teig geben, im Ofen bei etwa 200 Grad backen, bis der Rand schön braun ist und die fertige Gemüsepizza mit Piment d’Espelette würzen. (Ich gebe auch etwas Gomasio, einen Mix aus Sesam und Meersalz, drauf) Fertig. Ich verspreche, niemand wird das Fett vermissen. Ach ja, vegan ist das tolle Ding auch noch.

Guten Appetit

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Burgertown Düsseldorf

20140330-143240.jpg In Frankfurt waren meine Freunde heiß auf Schnitzel, hier in Düsseldorf ist der Edelburger das Food der Wahl, meist mit Süsskartoffel Pommes, und ich finde, ich habe in der Tat hier einige der besten Burger ever gegessen.

Als Bester ist mir das Whats Beef in Bahnhofsnähe in Erinnerung geblieben. Er ist nicht so leicht zu finden, er liegt gut versteckt zwischen japanischen Nudelsuppenläden, japanischen Bäckereien und japanischem Interiordesign. (Ja, wir befinden uns in Düsseldorfs Japanviertel) Whats Beef ist ein Laden mit exzellenten Burgern, selbstgemachtem Limonaden und einem coolen Ambiente. Es gibt auch Nachteile: das Lokal ist meist gut voll, man muss an der Theke bestellen und Kartenzahlung (weder EC noch Kredit) gibt es nicht. Und sie schreiben nicht alle Zutaten in die Karte, Ich musste meinen Burger zurückgehenlassen, weil automatisch Mayo drauf war und ich die nicht vertrage. Aber das wude anstandslos erledigt – kein Drama also.

Aber das Essen…großartig. Ich weiß nicht, wie die das machen, aber die Pommes sind dick und fluffig mit einer sagenhaft knusprigen Kruste. “Die besten Pommes in Düsseldorf”, meinte der freundliche und sehr gut aussehende Typ an der Kasse. Ich denke, er hat recht. Bei der Auswahl setzt man auf die Klassiker. Kein Chichi zum belegen, sondern bester Käse, Salami statt Bacon (für mich eklig, die anderen lieben das), saftiges, innen leicht rosa Rindfleisch. Topqualität. Der Burger, den Fastfoodläden versprechen, aber nie servieren. Mir hat er richtig, richtig gut geschmeckt. Lecker sind auch die hausgemachten Limonaden, die, noch so eine Düsseldorfer Eigenheit, in großen Einmachgläsern mir bunten Papierstrohhalmen serviert werden. Kannte ich vorher so nicht.

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Man sitzt kommunikativ an langen Holzbänken, die Wände sind rot gestrichen und alles in allem könnte der Laden auch in einem hippen Viertel in New York sein. Das Publikum ist jung und international, sehr freundlich. Die Preise liegen im mittleren Bereich, aber das Essen ist sein Geld wert. Wer nach dem Hamburger noch Platz hat: der Cheesecake im Töpfchen, gekrönt von einem Maccaron, ist sein Geld wert. Das knusprige Baiser und die säuerliche Füllung gehen mit dem cremigsüssen Kuchen eine originelle Verbindung ein.

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Das beste Brot in Düsseldorf

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20140327-100117.jpg Für alle Düsseldorfer ein kleiner Tipp: das Fastenbrot der Bäckerei Hinkel (Hohe Strasse 31) ist ein sündiger Genuss. Ein Weizenmischbrot mit dunkler, sehr knuspriger Kruste, der Teig angereichert mit dunklen Oliven und süßen Feigen. Schmeckt wunderbar pur oder mit Ziegenfrischkäse. Love it!

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Der leckerste und fettärmste Cesar’s Salad der Welt zum Sattessen

CesarsWer liebt ihn nicht, den Cesars Salad: Würzig, cremig, mit knusprigen, knofeligen Croutons, saftigem Hühnerfleisch obenauf… und in seiner Reinform leider eine ziemliche Kalorienbombe. Ei und Öl im Dressing, Parmesankäse und dann noch die in Butter gebratenen Croutons und das Hühnerfilet aus der öligen Pfanne.

Das muss nicht so sein, ich habe ein Rezept entwickelt, das mindestens so lecker schmeckt wie das Original, aber wesentlich fettärmer ist. Bei dem man ohne Reue so richtig reinhauen kann. Das glücklich und satt und gesund macht. Nicht fettfrei, das wäre langweiliges Essen. Und ich bin sicher, Senior Cardini, der das Original erfunden hat, würde es gutheißen.

Das Dressing ist logischerweise der Dreh- und Angelpunkt. Es muss würzig sein, total sahnig, cremig und davon nicht zu wenig!

Dressing:

1 Becher Joghurt 3,5 % Fett

1 Teelöffel bestes Olivenöl

Salz, frisch gemahlenen Pfeffer

Ein Spritzer Fischsauce

Old Bay Seasoning

2 Teelöffel Honigsenf

Frisch geriebenen Parmesan (ca 30 Gramm)

Ein Esslöffel Zitronensaft

Alles miteinander verrühren und bitte nicht sparsam mit Salz und Pfeffer sein.

Der Salat

2 Köpfe Romanaherzen

1 Packung Ruccola

zerpflücken und mit dem Dressing gut vermischen

Für die Croutons zwei – drei Scheiben Vollkorntoast im Toaster gut rösten, mit einer Knoblachzehe bereiben (wer mag) und in kleine Würfel schneiden, währenddessen Hühnerstückchen (250 Gramm) in einer beschichteten Pfanne anbraten, gut mit Salz, Pfeffer und Old Bay würzen und braun braten. Mit den Croutons auf den Salat geben – fertig. Ein tolles Abendessen für zwei.

Variationen sind endlos: statt Huhn können Pilze oder Scampi angebraten werden, es kann Rohkost in den Salat gemixt werden oder halbgetrocknete Tomaten. Fein sind auch Kürbiskerne stat der Croutons. Sicher ginge auch ein veganes Dressing mit Sojajoghurt und falschem Parmesan. Das hab ich aber noch nicht probiert.

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Hoch in den Norden reisen – zur Kulturhauptstadt Umea

Umea zur Mittsommerzeit

Umea zur Mittsommerzeit

Ich war bis jetzt nur einmal kurz in Schweden, damals war ich Studentin und auf dem Weg zum „Treffen der Europäischen Studenten des Journalismus“ in Tampere Finnland. Damals gab es noch coole Interrail-Tickets und so fuhren wir mit der Bahn. Als wir in Stockholm ankamen, war es Februar und es schneite wie wild. Wir haben an den zwei Tagen in Stockholm viele Cafes und Pizzerien kennengelernt, aber sonst eigentlich recht wenig. Das wollte ich schon lange nachholen. Heute ist ja gerade die schwedische Kronprinzessin in Düsseldorf, da wäre es doch nur höflich, den Besuch zu erwidern.

Luftgetrocknete Scheibchen Rentierfleisch - würde ich gerne probieren

Luftgetrocknetes Rentierfleisch würde ich gerne probieren

Es gibt ja einen guten Grund dieses Jahr, denn Umea im Land der Samen, tief im Norden Schwedens, ist heuer Kulturhauptstadt Europas. Da würde ich gerne hinreisen. Das Programm rockt mit einem Gitarrenmuseum, vielen Konzerten (darunter auch mein geliebter Metal), mit Kunst und Mode und Mittsommar.  Vor allem im Spätsommer lockt mich das Programm sehr. Da gibt es zum einen das

Food Festival
(
Mittwoch, 17. September bis Sonntag, 21. September 2014) “An fünf Herbsttagen werden Liebhaber guten Essens verschiedene Möglichkeiten haben um Umeås kulinarische Kultur kennenzulernen. Das Food Festival bietet Verkostungen zu verschiedenen Themen, sowie Wettbewerbe und Märkte mit heimischen Zutaten. Dabei wird ein Fokus aus der samischen Essenskultur liegen”. Wie sagt der Lafer: “Ist das was?” Jepp, das wäre was. Ich stell mir spannende Rezepte mit Rentierfleisch, Moosbeeren und Lachs vor. Da die skandinavische Küche derzeit an Hippness nicht zu übertreffen ist, stell ich mir dieses Festival außergewöhnlich toll vor. Die Schweden haben einen Ruf zu verlieren.

Personer vid caféUnd weil schwedisches Design auch was ganz Besonders ist, wäre das vielleicht auch eine Überlegung wert.

Umeå Fashion Week 2014
(
Dienstag, 7. Oktober bis Samstag, 11. Oktober 2014) Die Fashion Shows, Instore-Events und Ausstellungen der Umeå Fashion Week versprechen ein echtes Highlight zu werden. “Umeå ist das Shopping- und Fashion-Mekka von Nordschweden und die Heimat vieler international bekannter Modedesigner wie Johnny Johansson, Petter Hollström, Sandra Backlund und Helena Hörstedt”, erklärt mir eine Pressemitteilung. Ich muss gestehen, ich oute mich mal als Nichtkenner dieser Namen, aber ich würde sie sehr gerne kennenlernen. Kann nur gut sein.

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Wie kocht man ohne Küche?

Ceviche - Foto ist von cyclonebill - ich will nicht mein Küchenchaos derzeit fotografieren :)

Ceviche – Foto ist von cyclonebill – ich will nicht mein Küchenchaos derzeit fotografieren :)

Ich esse gerne, ich koche gerne – aber als ich nach Düsseldorf gezogen bin, hab ich in der Wohnung noch keine Küche gehabt. (Morgen kommen die Handwerker zum Abmessen, danach dauert es etwa 14 Tage) Also, was tun? Gar nicht so wenig, wie ich festgestellt habe, ich habe nämlich einen Mixer und einen Sandwichtoaster. Und einen Wasserkocher. Damit lassen sich ganz prima Suppen wie Gazpacho herstellen, sogar mit Croutons (aus dem Sandwichttoaster). Eine andere Möglichkeit ist das kalte Garen in Zitronensaft, wie Ceviche aus frischem Fisch und Garnelen. Frische Tortellini lassen sich prima im Wasserkocher garen. Ganz zum Raw Foodie werde ich also nicht, aber ich gewinne durchaus rohen Zutaten mehr ab, als ehedem. Muss ja immer was Gutes dabei rauskommen. Nur schade, dass diese Küche im Sommer besser ankäme, dafür kann ich um Winter die Milch auf dem Balkon lagern.

Manchmal geht es aber einfach nicht mehr kalt. Da gibt es japanische Ramensuppen aus dem Päckchen. Und ich hab sogar Hamburger hingebracht, in demich das Fleisch vim Sandwichttoaster gegart habe udn dann die Brötchen hinterher. Eine gewisse Sauce haben mir ja meine Piratenfreunde aus Gaudi geschenkt, die kam da gut zum Einsatz. Es geht also.

Aber ich freue mich dennoch, wenn ich bald wieder eine echte Küche habe.

Hier ein paar Tipps für die nicht existente Küche

Kalte Gurkensuppe nach Gwyneth Paltrow:
Eine geschälte Gurke
Fleisch einer Avocado
Saft und Schale einer Limette
Mit Salz und Pfeffer im Mixer pürieren.
Fertig :)

Tartar ala Kiko
200 Gramm Tartar mit
Salz, Pfeffer, Sesamöl, Chilli, etwas Ingwer und frischem, fein gehackten Thaibasilikum gut vermengen. Fertig :)
Mit gutem Weißbrot servieren

Gazpacho ungarisch
Eine halbe Gurke
Eine rote Paprikaschote
Eine Dose Tomaten
Mit Salz, Pfeffer, chillisauce mit Knoblauch, und
Zwei Esslöffeln Ayvar im Mixer pürieren
Wenig ölivenöl und ein guter Esslöffel aceto balsamico unterrühren

Mit vollkorncroutons aus dem Toaster servieren

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Trinken für den Artenschutz

gorillaWie praktisch, mit Krombacher den Regenwald retten, okay. Aber wenn man kein Bier mag? Dann rettet man eben Berggorillas mit dem “Gorilla-Prosecco”. 5 Prozent des Erlöses gehen an die Dian Fossey Berggorilla-Stiftung “The Gorilla Organization“, die sich für den Erhalt der letzten 650 Berggorillas in freier Wildbahn stark macht. Das dieser italienische Prosecco auch noch ausgezeichnet schmeckt, ist dabei ein angenehmer Nebeneffekt. Ich habe den Prosecco in einem Laden in Frankfurt entdeckt, aber gibt es auch überall im Netz zu kaufen.

Und, ich werde dieses kleine Tier mit adoptieren :)

gorillababy

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BÄM – geniale Geschmacksexplosion

2013-12-07 14.27.38Es gibt manchmal so Momente, die lassen einen sprachlos. Wenn etwas total Unvorhergesehenes passiert. Wie ein Biss in die “chocolate covered Blueberries” von Chocolate Naive. Liebe auf den ersten Biss! Mir sind auf der ChocolArt in Tübingen erst die süßen Verpackungen aufgefallen. Puristisch, aber mit so einem gewissen Touch. Glück gehabt, dass ich den kleinen Stand nicht übersehen habe, denn deren Angebot war sensationell. Allen voran die Blueberries. Klingt zuerst simpel, aber der Geschmack ist alles andere als das. Es sind wilde, gefriergetrocknete Blaubeeren aus den wilden Wäldern Lithauens, wo auch Chocolate Naive herkommt. Ummantelt mit dunkler Schokolade aus Madagaskar. Wenn man in so eine Beere beißt, dann erwartet man irgendwas Süßes, Flatschiges, aber gar nicht, die Schokoaromen und das ganz intensive Blaubeeraroma mixen sich im Mund, es ist einfach sooo gut. Jetzt weiß ich wieder, wie intensiv Beeren schmecken können.

Von nix kommt nix. Die kleine Manufaktur verwendet nur allerfeinste Zutaten, verarbeitet sie schonend und nach alten Traditionen. “Back to the origins” ist ihr Motto. Ihre Schokoladen werden deswegen auf vielen Messen mit Preisen ausgezeichnet und ich kann sagen, dass deren Produkte zu dem Besten gehören, was ich je an Süßem gegessen habe. Und das war einiges. Noch führt kein Laden in Deutschland die Produkte der kleinen, liebenswerten Manufaktur, deswegen will ich euch deren Online-Shop ans Herz legen.

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Schokolade zur Hilfe der Phillippinen

SoforthilfePhilippinen_1Vielleicht eine gute Idee für die Weihnachtseinkäufe: Mit dem Kauf der Schokolade unterstützt Zotter eine Aktion der Caritas. 30 Cent pro verkaufter Schokolade kommen der Nothilfe zugute und fließen direkt in den Spendentopf der Caritas Nothilfe.

Der Geschmack: Cashewnougat mit Maracuja
Eine Milchschokolade gefüllt mit einer fruchtigen Maracuja-Mango-Schicht, auf einem Nougat-Mix aus zart schmelzendem Macadamia- und Cashewnougat. Mit Zimt, Kardamom und den fantastisch duftenden Tonkabohnen abgerundet.

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12. Dezember 2013 · 9:41 vormittags

Entspannendes Weihnachtsgeschenk – Antistresspraline

Ein Päckchen Entspannung mit den leckeren Antistresspralinen

Ein Päckchen Entspannung mit den leckeren Antistresspralinen

Ob es an der verkosteten Antistresspaline lag, das kann ich nicht sagen: jedenfalls war ich nach dem Besuch der ChocolART sehr entspannt. Und die Praline der Traditionsconfiserie Madlon war mir in angenehmer Erinnerung. Der Erfinder der Praline, ein hervorragender PRler fürs eigene Produkt,  lobt sie in höchsten Tönen: “Die Sahnetrüffel-Praline mit reinen Naturölen wie Pfefferminze, Blutorange, Zitronenmelisse und Rosenwasser ergibt eine einzigartige Geschmacksharmonie für die Sinne, mit nachhaltig vollmundigem Schokogeschmack.” Und das alles aus guten, fair gehandelten Zutaten. (das trägt bei mir gehörig zur Entspannung bei)

Und es ist wahr, je länger ich die Praline lutschte, um so mehr von ihren Aromen gab sie frei, Minze, Orange, anklänge der Rose. Angenehmer Nebeneffekt: die Schnupfennase war nach dem Genuss der Praline auch verschwunden. Auf alle Fälle ein super Weihnachtsgeschenk für alle Manager etc, die sich in der Pause eine kleine Entstressung gönnen wollen.

Den Tipp, sie nach und nach zu geniessen, hab ich nicht geschafft: ich hab sie ziemlich gleich aufgegessen…

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Schwäbisches Schlaraffenland – ChocolART

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Baumkuchenstand mit dem original Salzwedler Baumkuchen, den es seit 1807 gibt

Warnung: Bitte vor dem Lesen unbedingt ein Stück Schokolade bereithalten, sonst könnte es nach dem Lesen zu unkontrollierten Fressattacken führen!

An alle Allergiker: dieser Beitrag enthält unfassbare Mengen an Nüssen, Milchprodukten, Zucker und Gluten

Das Tübinger Schokoladenfestival hat eine noch recht junge Geschichte – es entstand, um die Einzelhändler der Stadt glücklich zu machen und Menschen in der Adventszeit nach tübingen zu locken – denn Tübigen hat einen nur zwei Tage dauernden Weihnachtsmarkt. Zu wenig fürs Geschäft. Doch die ChokolART entpuppte sich als mehr als guter Ersatz und das kulinarische Spektakel ist zu einem echten Renner mutiert. Mittlerweile füllt es den ganzen Markt von Tübingen, in den Tübinger Lokalen werden Schokospezialitäten angeboten – die ganze Stadt ist im Schokofieber. Zu Recht. So viele verschiedene, originelle Schokoladen habe ich selten an einem Ort gefunden. Ein paar der Besten werde ich in einzelnen Artikeln vorstellen. Zusammen mit anderen Bloggern durfte ich den Markt und seine Highlights genauer inspizieren. Am Tag davor hatte ich “Charlie und die Schokoladenfabrik” gesehen, ich war also top vorbereitet.

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das von mir gestaltete Cover

Wir starteten in dem Zelt von Ritter Sport, jeder durfte sich eine Tafel selbst basteln. Da das Zelt eigentlich die Kinderattraktion ist, waren Zutaten wie Gummibären und Smarties am Start. Ich hab meine Tafel dann recht simpel mit Nüssen und goldenen Sternchen befüllt. Und selbst ein Cover gemalt – natürlich mit Eichhörnchen drauf, was sonst?

Es ging weiter bei angenehm winterlicher Kälte zu den Schokoladenmalern, einem Stand mit roher Schokolade  und den Antistresspralinen. (da gibt es einen eigenen Artikel dazu). Ein Wahrzeichen des Marktes ist der ChocoLino, ein politisch korrekter und mit fair gehandelten Zutaten hergestellter Schaumkuss, den es auch als Sonderstempel im Schokoladenmarkt eigenen Postamt gibt. Und, das ist das Besondere, der nicht mit Zucker, sondern mit Bienenhonig gemacht wird. Direkt vor den Augen der Besucher werden die frischen Küsse sofort verkauft – da musste ich einen probieren: Unglaublich süß, unglaublich lecker, weil in die herbe Schokolade einen Kontrast zum schaumig-festen süßen Inneren bildet, mittendrin noch ein knuspriger Keks. Toll – und danach war ich eigentlich satt. Aber da hatte der Markt noch kaum angefangen. Ich aß ein Stück Eiskonfekt, in Form eines kleinen, schokopulverüberstäubten Gugelhupfs, dessen schokoladige Intensität im Mund schier explodierte. Der Hupf stammt von Goufrais. Überall duftete es nach Zucker, gebrannten Mandeln, nach Kakao, Glühwein und Gewürzen. Der Stand mit der Chocolino-Produktion hüllte eine Marktseite in süßen Honigduft.

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Kirschkuchen zum Mitnehmen

Überall warteten kleine Kuchen aus Schokolade, mal warm, mal kalt serviert, auf die Besucher – denen widerstand ich, kaufte aber einen haltbareren Käse-Schoko-Kirsch-Kuchen im Glas, den ich gestern zuhause aß und der den wunderbaren Markt zurückbrachte (die Schwarzwälder Kischtorte wurde in Tübingen erfunden, das war eine Hommage).  Die Leute liefen mit einen Meter Ritter-Schokolade herum oder kauften paketeweise Zotterschokolade in Geschmacksrichtungen wie Zimt, Mohn oder Exoten wie Rosenwasserganache oder Bergkäse (!). Damit es zum Mittagessen nicht fad wurde, wurde das Wildschwein mit Spätzles und Schokosauce serviert. Sehr lecker, aber wenig zu merken von der Schokolade in der Sauce, vielleicht war es ganz gut so.  Jedenfalls hab ich mir beim Metzger nebenan noch eingeschweißte Maultaschen für daheim mitgenommen – nicht aus Schokolade (die gibt es auch)

Vereinzelt stehen zwischen den Buden für Crepes, Schokoladenaufstriche, Schokopralinen, Schokotorten, Schokobruch, Schokoplätzchen, Baumkuchen aus Salzwedel, Früchten in Schokolade, Ständen mit Kaffeee, Glühwein und heißer, dicker Schokolade auch Bratwurstbuden und Hot Dogs, die für Abwechslung sorgten. Ich hab jedenfalls mit meinem guten Freund Alexander am Abend  Chips gegessen. Kein Dessert.

PS: bei den Produkten habe ich, soweit möglich, die Internetseite verlinkt, bei denen man sie bestellen kann. Tipp: die Goufrais Pralinen und der sehr saftige Baumkuchen! War ein super Tag mit extrem netten Leuten – danke an die Veranstalter und die netten BlogkollegInnen! :
die Welt der kleinen Dinge, the whitest cake alive, Das Süße & der bittere Rest, Anna im Backwahn, Lunch For One, Feinschmeckerblog, Olschis World
Notizen für Genießer – Gumia.de, Miris Jahrbuch, Heute gibt es,
Fabulous Food, Neulich im Leben, Judys Delight, Schokohimmel und Das kleine Glück.

Weitere Blogbeiträge zur ChocoLart:

Die Welt der kleinen Dinge

Feinschmeckerblog

Oschis Blog

Gumia

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Trendaccessoire Glutenallergie

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Ein Artikel im Spiegel brachte das Fass zum überlaufen. Es ging um einen Prozess, um eine Oktoberfest Einladung, bei der ist nicht klar war, wer einem Ex-Bundespräsidenten sein Bier gezahlt hat. Eine weitere Teilnehmerin dieser feinen Runde, Maria Furtwängler-Burda, erzählte dem Richter, dass die sowieso nicht gerne auf dem Oktoberfest sei, weil sie “könne ja nicht mal die Brezen essen, wegen ihrer Glutenallergie.” Damit reiht sie sich ein in eine Riege Stars, die alle, alle soooo gerne richtig zuschlagen beim Essen, aber leider nicht können, wegen der Gluten. Gwyneth Paltrow, Miley Cyrus, Demi Moore und und und…Ich will den Stars nichts unterstellen, aber es ist auffällig, dass die Stars, die berühmt dafür sind, besonders dünn zu sein, jetzt auch noch unter der Trend-Allergie leiden, die ihnen die fettmachenden Carbs verwehrt. Allergie klingt cooler als Essstörung. Und: Wer besonders isst, ist besonders, ein toller Artikel in der Zeit. So jemand ist bewusst, kein Verbraucherschaf in der Herde. Ein Prozent der Bevölkerung leidet wirklich darunter, in manchen Kreisen aber gefühlte 50 Prozent. Das weckt mein Misstrauen. Gwyneth Paltrow hat ihre Allergien zu Geld gemacht und dazu ein – sehr gutes – Kochbuch herausgegeben.
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Ich hatte dazu neulich eine Diskussion, ein Bekannter erzählte, dass jemand aus seinem Team unter dieser fiesen Allergie litte. Ich hätte wetten können wer. Und hatte natürlich recht. Ach komm, verarsch wen anderes.
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Im 19. Jahrhundert zeigte eine Frau ihre Zartheit und Sensibilität und Femininität, wenn sie wenig ass, sich ein in ein Korsett einschnürte und bei passender Gelegenheit in Ohnmacht fiel. Jetzt braucht eine sensible, zarte Frau einen sensiblen Magen, eine Allergie oder zumindest einen Lifestyle, die ihr mindestens die Hälfte aller gängigen Lebensmittel verwehrt.

Wer vor allem drunter leidet, sind die wirklich Betroffenen. Nicht nur, dass ihre Krankheit marginalisiert und missbraucht wird von Wichtigtuern, sie leiden auch unter der zunehmenden Genervtheit Ihrer Umgebung, die diese plötzliche Masse von Allergien und Unverträglichkeiten nicht mehr verstehen kann und will. Derzeit wird jede Essensrunde von den Besondersessern in Geiselhaft genommen. Ich warte jedes Mal auf den Satz: “Ich würde ja jetzt so gerne den ganzen Brotkorb leer essen, aber ich kann ja nicht, mein Arzt hat eine Glutenallergie festgestellt.” Und dann dreht sich die ganze Essensrunde nur noch darum, was gegessen werden kann und was nicht und was für ein fürchterliches Leiden das darstellt. Vor allem private Gastgeberinnen freuen sich wie Bolle über solche Gäste.

Ich verstehe Veganer und Vegetarier, die sind herzlich eingeladen zum Essen bei mir, wenn sie ihre Präferenz mitteilen und nicht erst beim Essen mit beleidigtem Blick den Teller wegschieben. Herzlich Willkommen auch alle Allergiker, die das vor dem Kauf der Zutaten mitteilen, es ist definitiv einfacher, eine Portion anders zuzubereiten -alle, die meinen, sie müssten mit ihren Sperenzchen den Abend an sich reißen – bleibt bitte unter euch.

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