Archiv der Kategorie: Essen

Meine Art der Diät – bisher klappt es

crespelle

Wenn schon nur einmal am Tag, dann was Gutes: Crespelle mit Spinat-Ricotta-Füllung

Ja, es wird viele geben, die jetzt gleich losmöppern “das kann doch nicht gesund sein”, “das funktioniert doch nie” – ich kann nur für mich sprechen und sagen: doch. Tut es. Entstanden ist das Ganze aus der Not heraus. Ich war viel unterwegs auf Messen, bei Parteitagen, etc – und hatte meist nur Zeit, einmal am Tag was zu essen. Meist so am frühen Nachmittag. Komischerweise hat mir das immer vollkommen gereicht. Ich hab dann angefangen, das auch hinterher auszuprobieren. Zum Frühstück gibt es eine große Schale Matcha mit Sojamilch und bis 15 Uhr nichts mehr. Dann eine Mahlzeit, bei der ich schon schaue, dass sie gesund ist, aber wenn ich Lust auf Pizza habe, dann ist diese Mahlzeit eben eine Pizza. Und danach ist Schluss. Sense. Finito. Gibt nix mehr außer Früchte-Tee am Abend. Und ich habe tatsächlich keinen Hunger mehr, es fehlt mir nix. Ich esse also echt was ich will und nehm ab dabei. An Tagen, wo ich zum Essen eingeladen bin, warte ich bis Abends, aber das fällt mir so richtig schwer, das geht kaum. Da hab ich dann richtig Hunger.

Für mich ist diese zeitliche Begrenzung trotzdem viel einfacher zu handhaben als Kalorien zu zählen oder Nahrungsmittel einzuschränken. Und wenn ich anfangen würde, nur einen Apfel und ein Magerjoghurt als Mahlzeit zu bezeichnen, würde ich mir Sorgen machen. Aber ich ess ja normal und nehm so etwa ein – zwei Kilo in der Woche dabei ab. Was absolut okay ist. Ich weiß nicht, ob die Methode für jeden was ist, mir hilft sie gewaltig. Vor allem, weil die Beschäftigung mit Essen einfach weg fällt. Weil die sehr schlaue Erzählmirnix einfach recht hat: Zuviel Essen hat mich dick gemacht. Und da nutzt es nix, hier mal ein Häppchen, da ein Häppchen, weil zumindest ich die Kalorienzahl all dieser Häppchen sehr unterschätze. Und ich esse gerne und hab manchmal Appetit auf bestimmte Dinge. Wenn man mir verbietet, auf was ich wirklich Lust habe, kommt Frust auf. Aber auch diese Klippe wird mit meiner Methode umschifft. Eine Brigitte-Diät mit einem Scheibchen hiervon und einem Löffelchen davon ist nix für mich, das dauernde vorbereiten nervt mich, bei Saftdiäten geh ich nach drei Tagen die Wände hoch. Also – nur einmal am Tag. Bis jetzt halte ich das drei Wochen durch und es fällt mir leicht.

Welche Erfahrungen habt ihr so mit Diäten gemacht?

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Klein Japan in Düsseldorf – Ramen im Takumi

Es ist ein regnerischer Mittag und ich habe Lust auf was Warmes im Bauch.  Eine Suppe wäre jetzt recht. Und da führt mich mein Weg in die Düsseldorfer Immermannstrasse 28, zu Takumi, keine 5 Gehminuten vom Düsseldorfer Hauptbahnhof. Ich spare mir damit etwa zehn Flugstunden, denn mit dem Eintritt in das Lokal verlässt man Deutschland und betritt japanischen Boden. An den Wänden Werbung auf Japanisch, die Keller lächeln und sagen “Arigato” statt Danke – die meisten können wirklich kein Deutsch, bestenfalls Englisch. Die Einrichtung ist schlicht und schmucklos – und absolut authentisch. Aus den Boxen krawallert japanische Popmusik mit diesen kiksigen Stimmchen, an den Tischen sitzen Japaner und schlürfen die Suppen in sich rein. Man kann in die Küche sehen, dort werkeln die Köche an riesigen Suppentöpfen, kochen Nudeln, braten Gyozas oder frittieren Hühnerstücke, die es als Beilage zur Suppe gibt. Auf den Tischen stehen mittags Karaffen voller Eistee, den es gratis gibt.

IMG_1294Es ist wunderbar. Es behaupten ja alle, das Naniwa wäre der Nudelsuppenhit in Düsseldorf, deswegen stellen sich dort alle brav an. Ich muss gestehen, mir persönlich ist das Takumi lieber. Die Nudeln kommen direkt aus Sapporo, 145 Gramm pro Suppe “der Takumi Standard” lobt die Speisekarte – die Karte ist eines der wenigen Dinge, die es auch auf Deutsch gibt. Ich nehme sowieso immer das Gleiche: Ramen mit Shoyu-Brühe und dazu Gyozas. Es gibt, das hab ich jetzt in Düsseldorf gelernt, grundsätzlich drei verschiedene Grundbrühen: Shoyu auf Sojasaucenbasis, Salzbrühe mit relativ wenig Eigengeschmack, für die verschiedene Salzsorten gemischt werden und Misobrühe, die laut Takumikarte bei den Gästen am beliebtesten ist. Mir persönlich schmeckt die Shoyu am Besten, ich mag den brühigeren Geschmack zu Nudeln lieber als das leicht hefige Aroma des Misos. Ich bin da irgendwie altmodisch. In Japan selbst ist Shoyu-Brühe auch die beliebteste Sorte. Salzbrühe ist was für Kenner, die bringt den Nudelgeschmack sehr klar zu Geltung.

Beim ersten Besuch hab ich unauffällig geschaut, wie die Asiaten eigentlich die Nudeln essen – es gibt zwei Varianten, entweder den Kopf nah an den Pott und reinsaugen oder – dafür hab ich mich entschieden, die Nudeln in kleinen Portionen auf den riesigen Löffel häufen, Brühe dazu und so essen. Weniger Sauerei. Ramen-Suppen von Takumi sind mitterweile mein Leibgericht, ich esse nichts lieber als das. Allein dafür bin ich meiner neuen Heimat Düsseldorf sehr dankbar.

Wer will, kann das Essen auch tiefgefroren mitnehmen und zu Hause nachkochen, aber ich finde, der Spaß der “Reise nach Tokio” ist die halbe Miete beim Nudesuppenessen. Zumal die Preis im Lokal echt okay sind, die Ramen mit Gyoza und Freitee kosten 12,50 Euro und machen pappsatt.

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Das französische Kekswunderland

Neulich ist mir kleiner, wunderschöner Laden aufgefallen, der vor kurzem in den Düsseldorfer Schadowarkaden seine Tore geöffnet hat. Wie könnte er einem nicht auffallen? Schon beim Näherkommen weht mir ein süßer Geruch nach Schokolade, frisch gebackenen Keksen und Bonbons entgegen. (das duftet himmlich, nicht nur, weil ich es wieder riechen kann) Und in dessen hellen Regalen stapelt sich alles, was einem Zuckerfan wie mir das Herz höher schlagen lässt. Mürbe Kekse, einer schmelzend sandigen Konsistenz, die im Mund zergeht, teilweise gefüllt mit Apfel und Zimt, mit Schokoladenkern oder mit Aprikosen und Himbeeren. Es gibt Nougat und Tourron in allen Sorten, mal hell und mit Mandeln und Orangeat gespickt, dann wieder dunkel schokoladig-nussig. Mandeln im Schokomantel, Marzipan und Calissons, eine andere, archaischere Form des Marzipans, die jeder kennt, der schon einmal in Südfrankreich war.

IMG_1279Es gibt Theken voller runder, bunt gestreifter Lutscher in allen Geschmacksrichtungen, Belandises, mit Fruchtmark gefüllte Bonbons, harte und weiche Karamelbonbons und – vielleicht gar nicht so schlecht nach all dem Süßen – pikantes Gebäck mit Curry, Oliven, Paprika, Herbes de Provence, geformt wie winzige Baguettes. Alle Produkte sind niedlich verpackt, in Cellophan oder in altmodischen Blechdosen. Rund und Eckig, klein und groß stapeln sie sich und warten, gefüllt zu werden. Kurz, es ist eine Filiale von Charlies wunderbarer Schokoladenfabrik.

Altmodische Rezepte wiederbelebt

Der Laden nennt sich “La Cure Gourmande” – es gibt ihn bislang nur in Frankreich und Belgien, Ländern, die etwas von gutem Essen verstehen. In Düsseldorf hat nun die erste deutsche Filiale geöffnet (Korrektur: in Berlin gibt es sie auch schon). Ich muss gestehen, ich war begeistert. Die Sachen schmecken so richtig altmodisch, wie ich Bonbons als Kind in Erinnerung habe, als ich in Rosenheim in einem kleinen, wundervollen Bonbonladen mein Taschengeld für Himbeerbonbons ausgab. Und genauso ist es gedacht. “La Cure Gourmande” wurde 1989 gegründet, um sich wieder auf aus der Mode gekommene Süßigkeiten zu besinnen, sie wieder in alter Qualität herzustellen. Das hat sich bewährt, in Frankreich sind die Läden Kult, nicht zuletzt wegen der liebevollen, typisch französischen Präsentation. Und weil es gut schmeckt. Ich bin totaler Fan der mit Apfel-Zimt gefüllten Kekse, die ich gern zu einer Tasse Tee esse. Nicht zu viel, die sind ziemlich gehaltvoll, da bin ich sicher.

Übrigens weiß ich nun auch, wonach die kleine Katze von Karl Lagerfeld benannt ist: ein Choupette ist ein Lolli. Wie süß!

 

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Wieviel Werbelüge ist zuviel?

Die diesjährigen Kandidaten zum Goldenen Windbeutel Foto: Foodwatch

Die diesjährigen Kandidaten zum Goldenen Windbeutel Foto: Foodwatch

Sind fünf Kekse mit einem Fünftel Zucker ein gesundes Frühstück? Glaubt wer, dass eine heiße Tasse Hühnersuppe aus Huhn sorgfältig ausgekocht wird? Brauchen wir mehr Extravitamine? Ist zuckerschwerer Brei ein tolles Essen für Kleinstkinder? Gehören in einen heimischen Apfelsaft Äpfel von sonstwoher? Wenn ich so fragen würde, würden die meisten verneinen. Aber so verkaufen Lebensmittelmultis ihren Quatsch, preisen BelVita-Kekse als Frühstück an, vermutlich für den gestressten Großstadtbewohner, der sich im Vorbeigehen auf dem Weg zum Auto noch schnell ein paar Kekse aus der Packung fischt, die er oder sie dann auf dem Weg zur Arbeit an der Ampel mümmelt. In der Hühnersuppe ist viel Hefe und Salz, aber nur ein Gramm Hühnerfett. Im heimischen Obstsaft sind viele unheimische Äpfel, im Vitaminwasser viele Zusätze, an deren Wirksamkeit großer Zweifel besteht. Und der Kinderbrei verfettet Säuglinge und sorgt mit seinem Zuckeranteil für Karies, bevor die Zähne da sind. All das ist ärgerlich. Foodwatch fand es so ärgerlich, dass sie fünf in ihren Augen besonders fiese Produkte zur Wahl der meistgehaßten Trophäe der Lebensmittelindustrie nominierten, des “Goldenen Windbeutels” Ich finde es gut, richtig und wichtig, dass Foodwatch das macht. Aber ich hab auch so ein wenig meine Zweifel.

Auch der Verbraucher trägt Verantwortung für das, was er isst

Der Goldene Windbeutel Foto: Foodwatch

Der Goldene Windbeutel Foto: Foodwatch

Es ist traurig, dass viele Menschen so einen Müll in sich und in ihre Kinder reinstopfen, unbesehen Werbelügen glauben, die aus Schokolade, Fett und Zucker “gesunde Milchmahlzeiten” macht. Aber ist ist klar, dass die Industrie ihre Produkte bewirbt.Und dass Werbung die Dinge in einem rosigen Licht darstellt, liegt in der Natur der Sache. Es ist Sache des Verbrauchers, zu gucken, was auf der Inhaltsliste tatsächlich drauf steht. Und dann selbst eine vernünftige Wahl zu treffen. Soviel mündiger Bürger muss sein. Leider. Dass unsere Nahrungsmittelmultis besonders menschenfreundlich wären, das hat noch keiner behauptet. Die werden keine Warnung auf ihre Packung drucken “dieser Keks gefährdet ihre Gesundheit”. Die werben lieber mit dem “gesunden Fühstückskeks” Und dann muss man eben selbst die Inhaltsliste lesen. Jedenfalls, solange der Gesetzgeber nicht eingreift und ein einfaches, leicht erkennbares System schafft, das Lebensmittel auf der Packung bewertet. Die Ampel wäre nach wie vor eine gute Idee. Auf einen Blick sehen, ob alles im grünen Bereich liegt, oder ob Salz, Fett, Zucker, Weißmehl nicht doch alle tiefrot zeigen, dass das Produkt nur in winzigen Dosen genießbar ist. Das schafft jeder. Aber das wissen die Lobbyisten und wehren sich vehement gegen die Ampel. Und die Politik spielt (aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen) mit, um sich dann hinterher zu beschweren, warum verfettete Bürger das Gesundheitssystem belasten.

Die Schere klafft immer weiter auseinander

Wie in so vielen Dingen verschwindet bei der Ernährung die Mitte. Entweder Scheissdreck aus der Tiefkühltruhe und vom Fast Foodstand oder Selbstgekochtes aus frischen, lokalen Zutaten mit teuren Gewürzen und Fleisch vom hallischen Landschwein. (Ich übertreibe jetzt bewusst) Ich selbst schwanke zwischen den Extremen, geb mir aber Mühe, so oft wie möglich frisch selbst zu kochen, das geht aber nur, weil es mir eben keine Mühe macht, ich hau schnell was zusammen aus Gemüse, Hack etc und das schmeckt dann ziemlich gut. Jamie Oliver hat da viel für Schnellköche. Ich esse lieber, was ich selber koche, statt mir eine Dose aufzumachen, auch, weil ich ziemlich heikel bin, was die Zutaten anbelangt, ich mag nicht gerne fett und extrem sahnig essen und beim Fleisch müssen die Sehnen, Fett und Knorpel weg.

Convenience wie in der Großgastro?

Aber vielleicht gibt es eine Möglichkeit, da der Bequemlichkeit entgegen zu kommen und dennoch die Leute zum Kochen zu animieren: Ich würde mir wünschen, wir hätten es so leicht wie die Menschen in UK, die schon massenhaft vorgeschnittenes Gemüse, etc im Supermarkt finden. Das muss dann nur noch mit – ebenfalls vorgeschnittenem – Fleisch in die Pfanne und fertig ist die Laube. Ja, das nimmt auch langsam bei uns zu und das ist gut so. Denn dann weiß trotzdem jeder, was drin ist. In der Großgastronomie setzt man ebenfalls viel auf die Ökonomie von bereits fertigen Teilen, die nur zusammengesetzt werden müssen. Das sollte man auf Standardhaushalte herunterbrechen. Deswegen, bevor gar nicht gekocht wird, lieber nen Fertigpizzateig mit frischen Zutaten belegen und backen, das ist immer noch besser als die ganze Tiefkühlpizza. Frosta ohne Zusatzstoffe ist auch eine Notlösung, mir schmecken die Sachen leider zu fade, ich muss da immer nochmal mit Gewürzen und Kräutern etc dran. Und dann kann ich es auch gleich selber kochen.

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Der gute alte Filterkaffee – neu entdeckt

IMG_0764Dank der Hipster ist das Älteste wieder das Allerneueste. Sei es der Opabart oder die Opastrickjacke, die Hornbrille, der Plattenspieler, die Tapete oder das Hollandrad. Und nun kommt auch der Filterkaffee wieder zu Ehren. Brewed Coffee heisst er jetzt, die dazugehörigen Cafes “Brew Bars”. Zum Beispiel das Woyton in der Altstadt von Düsseldorf hat sich dem Filterkaffee verschrieben und bietet auch Tastings an. Aber wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Ich hab das mal wieder zu Hause ausprobiert. Netterweise durfte ich von Coffee Circle das Einsteigerset testen. Es besteht aus einem Set für Filterkaffee, dem “Pour Over Kit V60” der japanischen Firma Hario (mit 18 Euro sehr preiswert für Einsteiger) und einem Päckchen Coffee Circle Kaffee Limu. Der Kaffee ist vom Allerfeinsten. Fair Trade. 100% sortenreine Arabica Bohnen werden von Hand in Waldgärten des äthiopischen Hochlands gepflückt und sind dank der traditioneller Trommelröstung sehr bekömmlich. Ich leg ja Wert auf sowas. Lieber weniger, dafür besser – ich hab was davon, die Hersteller und Bauern auch. Winwin!

Das Aufbrühen ist eine Wissenschaft für sich. Mit dem beiliegenden Messlöffel geb ich erstmal 16 Gramm Kaffeepulver für eine große Tasse (240 ml) in den Filter mit Filtertüte. Nix mit gestrichener Löffel, guter Kaffee muss Grammgenau gewogen werden. Da muss die Küchenwaage ran. Dann wird der Filter mit ein wenig heißem Wasser begossen und durchgespült – das Wasser wird weggeschüttet, dann geht es richtig los. Ich befeuchte das Kaffeepulver vorsichtig, warte 30 Sekunden und gieße dann den Rest des kochenden Wassers langsam mit kreisenden Bewegungen dazu. Langsam tröpfelt das braune Elixier in die Kanne – und es entfaltet sich wieder der Duft, den ich schon seit meiner Kindheit kenne, der “Gemütlichkeit”, “Frühstück ist fertig” “Aufwachen Schatz” zu rufen scheint. Hmmm. Der Kaffee ist richtig gut, stark und dunkel, wie ich ihn mag, aber kein bisschen bitter. Und die Müllmenge ist überschaubar, ein Papierfilter mit Kaffeepulver. Denn das Müllaufkommen meiner eigentlich geliebten Nespressomaschine liegt mir doch im Magen und verdirbt mir die Freude. Aber ab jetzt gibt es wieder am Morgen eine gemütliche Tasse Filterkaffee. Hier das Hipstervideo zur Kaffeeherstellung.

Das war, wie gesagt, nur was für Einsteiger. Profis mahlen den Kaffee in der Mühle selbst. Und verwenden ganz unterschiedliche Brühmethoden. Die uralte Karlsbader Kanne, oder ganz futuristisch, den Waterdripper, bei dem Eiswasser stundenlang über das Kaffeepulver tropft um einen einzigartigen Extrakt herzustellen.

Und, wer ist von euch schon wieder auf den Filterkafffee gekommen?

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Gut zu vertragen: Unverträglichkeitsladen

IMG_0680Und, was vertragt ihr nicht? Laktose, Gluten, Histamin, Fruktose – oder gleich alles miteinander? Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind mittlerweile ein gängiges Problem. Auf Laktoseintoleranz hat sich die Industrie mittlerweile eingestellt, aber mit den anderen Unverträglichkeiten tut man sich schwer. Vor allem, weil ja nicht klar ist, was genau in unseren Nahrungsmitteln steckt…Und wer nicht in der der Großstadt wohnt, hat sowieso das Nachsehen. Deswegen will ich euch unbedingt eine tolle Webseite vorstellen, die ich über Twitter entdeckt habe und die ich für vorbildlich halte, was Übersichtlichkeit und Information anbelangt: der Unverträglichkeitsladen. Der Laden führt ein großes Sortiment an Bioprodukten, hinter jedem Produkt steht, wer es verträgt. Und – das finde ich sehr clever, man kann auch umgekehrt suchen: Allergiker finden kompakt und übersichtlich alle für sie passenden Produkte. Auch für Veganer ist der Laden ein Paradies. Der Inhaber, Tobias Höhne, ist selbst mit einer Histaminintoleranz geplagt und kennt die Sorgen und Nöte, die Allergiker plagen, aus eigener leidvoller Anschauung. p9231544Was mir gut gefällt: die Sachen im Unverträglichkeitsladen sind alle Bio und sie sind vor allem lecker. Denn auch wenn Menschen mit Allergien geplagt sind, heißt das noch lange nicht, dass sie fades, langweiliges Essen bekommen müssen. Der Unverträglichkeitsladen hat liebevoll ausgesuchte, außergewöhnliche Produkte im Angebot. Ich schwöre auf die Brotaufstriche von Feinzeit oder Eisblümerl, es gibt ungewöhnliche Saucen oder Pestos wie Zucchini-Minze, Cranberry-Bärlauch, Erdnussmus mit Chilli oder Mangochutney. Es gibt auch ein sehr großes Angebot für Leute mit Glutenunverträglichkeit: Tempurateig, Buchweizenbrot oder Maispanade, damit bekommt man auch ein tolles Wiener Schnitzel oder Chicken McNuggets hin – damit auf gar nix verzichtet werden muss. Ich persönlich habe nur eine Laktoseintoleranz, aber ich kaufe Produkte wie die aus dem Unverträglichkeitsladen allein deswegen, weil ich merke, dass sie mir gut tun und weil sie gut schmecken. Und das ist doch schon mal Grund genug.

Der Unverträglichkeitsladen liefert schnell, die Ware ist frisch und alles kommt gut verpackt, aber nicht mit übertriebenem Verpackungswahn an – das ist ja auch schon mal ein guter Ansatz zum Biokonzept.

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Düsseldorfer Hipkombi: Burger trifft Joghurteis

yomaroIch bin ja noch relativ neu in Düsseldorf, aber mir sind so ein paar Sachen aufgefallen: Alle Düsseldorfer lieben Burger und Joghurteis. Für nichts wird so angestanden wie für diese zwei Grundpfeiler der Hipsterernährung. Und beides gibt es hier in Superqualität. Jetzt gibt es in einem meiner Lieblingsläden, dem Toykio, in dem ich immer kleinen Blödsinn von Tokidoki kaufe, eine Kombination aus allem: Yomaro Frozen Yogurt trifft Toykio Gallery & Coffee. Das Toykio ist ein genialer Laden mitten im japanischen Viertel. Man kann dort Popartkunst erwerben, kleine japanische Spielzeugfiguren und bekommt eine der besten hausgemachten Limonaden der Stadt.

Und ab jetzt eben auch noch Frozen Yogurt. Dann wächst zusammen, was zusammengehört und es gibt endlich das Frozen Yogurt auch mit Macaronbröseln.

Yomaro Gründer Matthias Rombey und Kunstsammler Selim Varol freuen sich sehr über die Kooperation. Der schicke und puristische Stil von Yomaro passt perfekt ins designorientierten Szene-Konzept aus Galerie, Café und Shop. „Es war schon immer mein Traum YOMARO auf die Immermannstraße zu bringen. Wir sind super glücklich und sehr stolz, dies nun gemeinsam mit der ,Toykio What’s Beef Family‘ umzusetzen”, so Matthias Rombey.

Am Samstag lädt die neue Szene-Collaboration  zur großen Free-Frozen-Yogurt-Party ein.

Wo? Toykio, Immermannstraße 18, 40210 Düsseldorf.

Aus gegeben Anlass gibt es am selben Tag in der Schwester Lokation des Toykio, im What’s Beef 2 Häuser weiter ein ganz besonderes Spar Menü. Die besten Burger und dann Kostenlos Frozen-Yogurt. I like und werde sicher mal vorbeiradeln.

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