Monatsarchiv: Oktober 2011

Tag 3: Kittys Cabin: The olde Sweet Shoppe

   Es gibt in Harry Potters  Universum einen Laden, bei dem es mich ganz besonders reizen würde, ihn einmal zu besuchen: Honeydukes in Hogsmeade. Der magische Süßwarenladen…In Kilkenny habe ich einen ganz besonders tollen Laden gesehen, der meiner Vorstellung von Honeydukes sehr nahekommt: Kittys Kabin, nahe am Fluß.

Zwar ist der Laden nicht wirklich magisch, übt aber eine magische Anziehung  alle aus, die Bonbons, Lutscher, Toffees, Kaugummi, Schokolade, Pralinen, Pfefferminzdragees, Gummibärchen oder Geleefrüchte schätzen. Wunderschön präsentiert und mit einer umwerfenden Auswahl ist das ein Laden, der verstehen läßt, warum die Iren täglich 150% meher Kalorien aufnehmen, als es die EU empfiehlt….Ich kaufe mir Rum-Rosinen-Toffees und Maldon Sea Salt-Fudge und bin happy.

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Tag 3: Kilkenny – Irland aus dem Bilderbuch

Übernachtet haben wir in Bray, einer kleinen Küstenstadt nahe Dublin. Die Stadt versprüht den Charme von Brigthon, kleine Lädchen säumen die Hauptstrasse, das auffälligste Gebäude, ein großer Fachwerkbau, beherbergt aber das “Restaurant zum goldenen Bogen” . Jetzt, in der Nachsaison, ist es sehr ruhig in Bray und wir stehen morgens fast ganz allein am Meer.

Nach dem Einkauf im Outlet (Kildare Village: 1 Calvin Klein Jeans, ein Schafcharme von Juicy Couture, ein Set von Crabtree & Evelyn, so ein bisserl Shopping muss auch sein), machen wir auf den Weg nach Kilkenny, laut Reiseführer “das Irland, das man sich so vorstellt, mit Pubs, Schloß, viel Flair und Kunst”. Der Reiseführer hat recht. Kilkenny ist wirklich wunderschön. Die kleinen Geschäfte, die Pubs, das Schloss am Flußufer – traumhaft.

Kilkenny legt viel Wert auf irische Tradition, und so gehen wir gegenüber vom Schloss ins Design Centre Cafe essen. Das Essen schmeckt toll und vor allem die Desserts…hach…

Die einzige Enttäuschung ist unser Hotel, das laut Tourismus-Büro “schon ein wenig alt ist”. Dass es aus dem Jahre 1790 stammt, hat keiner gesagt. Es ist günstig und hat einen gewissen morbiden Charme, aber der Reisser ist es nicht, auch vor allem von der Sauberkeit her. Egal, wir trinken uns im Pub die nötige Bettschwere an.

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Tag 3: Ich mache eine Fischpediküre

In einer Einkaufspassage von Kilkenny stosse ich auf ein seltsames Geschäft. Ein heller Raum mit nichts als Bänken drin, davor stehen Aquarien. Eine Frau sitzt drinnen, hält die Füße ins Wasser, die Fische knabbern an ihren Zehen herum. Keine Frage, ich bin auf ein Geschäft fürdie geheimnisvolle Fischpediküre gestossen, die derzeit im angelsächsischen Raum der Renner sind.

Fischpediküre???? Yep. Stammt aus Thailand…Kleine Fische ernähren sich von den abgestorbenen Hautzellen und die Haut wird schön und samtig. Da die Viecherl sich jedoch nicht durch die ganze Hornhaut nagen (das wäre ja furchtbar und eher eine Piranha-Pediküre, die wirklich niemand will), ist es eher als sanftes Peeling zu verstehen, nicht als Ersatz für eine Pediküre. Die Besitzerin des Coral Bay in Kilkenny erklärt mir alles genau und ich buche eine Viertelstunde Treatment. Für mich war es neu, Recherchen haben ergeben, dass es auch schon in Deutschland eine Reihe Geschäfte gibt, die sowas anbieten.

Alles in allem: es war ein großer Spaß. Anfang sieht ein bißchen …ungewöhnlich…aus, ist aber superangenehm. Am Anfang kitzelt es wie blöde, aber man gewöhnt sich schnell daran. Dann ist ist es, als ob lauter zentimetergroße Masseure an den Füßen herumzupfen. Feine Sache. Sobald es das in Frankfurt gibt, gehe ich wieder hin.

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Tag 3: Hexen, Bier und Barden in Kyteler’s Inn

Auf der Suche nach einem originalen Pub sind wir zu Kytelers Inn in Kilenny gekommen. Seit 1324 gibt es die Kneipe, gegründet von einer Alice Kyteler, dem Opfer des ersten Hexenprozesses in Irland. Dementsprechend ist mit viel Hexen und Gruselkram verziert, die Kronleuchter seit der Erfindung der Glühbirne nicht mehr vom Staub befreit.  Aber es ist urig und gemütlich und das Cider und das Kilkenny schmeckt. Ab 21 Uhr ist irische Musik angekündigt und wir warten gespannt.

Der Gastraum füllt sich. Verdächtig viele Funktionsjackenträger dabei..sind das Iren oder Touristen? Die meisten sind Touristen, wie sich herausstellt, aus allen Weltgegenden, von Chicago bis Perth, von München bis Schweiz und jede Menge Japaner kommen im Laufe des Abends dazu. Keine Frage, wir sind im irischen Hofbräuhaus gelandet, der örtlichen Touristenkneipe. Macht nix, die Raglan Rogues spielen super auf, wirklich sehr sehr toll. Nur, dass sie beim Wild Rover einmal auf “an der Nordseeküste” umschwenken, für die deutschen Touristen, das hätte es nicht gebraucht. Ansonsten konnte ich leider von diesen zwei tollen Musikern nichts finden im Netz, ich hätte Euch gerne eine Kostprobe geboten.

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Tag 2: Trim, wo schon Braveheart tobte

Braveheart hab ich damals im Kino gern gesehen. Mel Gibson war trotz Vokuhila ein recht beeindruckender Schotte und außerdem hat mich so Geschichtskitsch schon immer begeistert. In Trim, einem kleinen  Örtchen im mythenreichen Boyne valley gibt es jedenfalls ein altes Schloß, das als Kulisse im Film diente. Respekt vor den Iren, es gibt weder einen Braveheart Pub oder das Hotel zum edlen Schotten. Das hätten Deutsche Tourismusmanager aber anders ausgeschlachtet.

Trim ist jedenfalls das Örtchen mit den meisten erhaltenen Gebäuden aus dem Mittelalter und man kann sich vorstellen, dass sich seitdem nicht mehr so viel verändert hat. Es ist eine sehr charmante Stadt, mit netten kleinen Geschäften und Cafes. Wir bleiben ein paar Stunden, ich kaufe mir einen kleinen Claddagh-Ring, Michi ein paar Duftlampen. Dann machen wir uns auf unsere Reise nach Süden.

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Tag 2: Slaine Hill

Ein Grabhügel aus der Steinzeit, auf den die frühen Inselchristen mal wieder eine Kirche gepflanzt haben. Ich will euch die stimmungsvollen Bilder nicht vorenthalten.

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Tag 2: Auf 5000 Jahre alten Grabhügeln rumlaufen? Kein Problem

Als Geschichtsfans stand bei uns am nächsten Tag Tara auf dem Programm. Natürlich nicht die Farm aus “Vom Winde verweht”, sonsern die Krönungsstätte der alten irische Hochkönige und Ort zahlloser Mythen. Seit 5- 6000 Jahren ist diese Stätte Ort magischer Handlungen. Wer mehr darüber lesen will, einfach dem Link zu Wikipedia folgen, die wissen das besser als ich. Im Oktober ist da nicht mehr viel los, genauer gesagt gar nichts, sondern nur zwei Landvermesser und wir stören den steinzeitlichen Frieden. Und jede Menge Schafscheisse und Hasenköttel auf der Wiese. Da müssen so viele Hasen sein, dass der Grüngürtel in Frankfurt verlassen wirkt.

Jedenfalls ist die mythische Stätte, die seit der Steinzeit verehrt wird, so verlassen und ruhig und windumtost sehr beeindruckend, auch wenn eigentlich nicht mehr viel zu sehen ist. anders als bei vielen anderen ausgrabungsstätten hat man hier jede Freiheit: Man kann in Tara ungehindert herumlaufen, sich auf die Hügel stellen oder drumherumlaufen. Irgendwo auf dem Feld ist ein kahler Baum voller Schnüre und Bänder, was das soll, war nirgends zu erfahren. Aber es gibt ja genug moderne Druiden in Irland.  Das Besucherzentrum, in einer alten Kirche untergebracht, hat nur während der Sommermonate auf. Egal, ich finde so eine Prise Geheimnis nicht schlecht.

Im Internet erfahre ich, dass diese Stätte extrem gefährdet ist, die irische Regierung will unbedingt direkt nebenan die Autobahn verlaufen lassen. Das wäre das Ende von Tara.

Anschließend fahren wir noch zum Hügel von Slaine und dann nach Trim.

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