Monatsarchiv: August 2010

Eine Hymne auf meine Kantine Kutchiin!

Nicht jeder hat einen Sternekoch in der Kantine. Doch die, die wie wir ihr Büro in der Neuen Balan haben, denen wird dieses seltene Glück zuteil. Denn das Lokal namens Kutchiin, das Promikoch Holger Stromberg in einer alten Werkshalle an der Balanstraße 73 errichtet hat, ist zugleich die Kantine des Geländes. Holger Stromberg ist Koch der Fußball-Nationalmannschaft und so war die Freude groß, als er dort vor drei Monaten sein Lokal aufmachte. Was Jogi und seine Jungs zu essen bekommen, das kann für mich nicht schlecht sein, hab ich mir gedacht. Und damit hab ich auch Recht behalten. Die Kantine ist mittlerweile ein echter Treffpunkt auf dem Gelände. Da mischen sich die Angestellten des nahen Siemens-Standortes mit den kreativen Köpfen und Modeleuten, die hier ihre Ateliers, Büros oder Showrooms haben. Und alle finden das Passende auf der Karte – ein Kunststück!

Ich gehe also fast  jeden Tag ins Kutchiin, denn es ist tatsächlich die beste Kantine, in der ich je gegessen habe. Nicht wie Polt meint, “wegen der Wollwürste – nur zum  Siemens. Dafür ist der Fisch ist bei der Müchner Rück am besten!”  Nein, so eine Kantine ala Kalbsbraten bürgerlich und Gemüsepfanne “Balkan” ist das gar nicht. Hier gibt’s jeden Tag was Gutes, Günstiges, Frisches – auf gehobenem Niveau, weit weg von Kantine. Alles wird mit frischen Zutaten zubereitet, ohne Fertiggebatzel und Schmierölsaucen von Maggi und Co – toll. Am besten sind die Desserts: Limettencreme mit Kumquats etwa oder Aprikosen-Crumble, heute aktuell Marzipan-Mousse –  die haben absolutes Sterneniveau und machen den Arbeitstag wesentlich bekömmlicher. Man hat einen Blick in die Küche und sieht, wie das Essen zubereitet wird und wie es aussieht – dann fällt die Entscheidung leichter, es gibt immer um die 5 Gerichte auf der Karte, dazu eine Salatbar.

Für maximal sieben Euro für ein Hauptgericht wird man im Kutchiin wunderbar satt. Ein kleiner Delikatess-Markt ergänzt das Angebot. Gut, die Balanstraße  liegt nicht gerade zentral, aber wer gerade im Münchner Osten ist, der sollte vorbeischauen. Und demnächst hat das Kutchiin auch abends für witzige Dinner oder zum gemütlichen Abendessen geöffnet. Der Playboy hat schon gebucht und veranstaltet dort im September ein Essen für seine Leser mit Hasen – am Tisch, nicht auf dem Teller. Für alle, die gerne was Bodenständiges essen, für die gibt es immer noch Strombergs Currywurstbude Curry 73. Mit Biowürsten, hausgemachter Mayo und Sauce samt hausgemachten Pommes ein “Genuss ohne Reue”, wie das Werbeschild verspricht.

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Brandheisse Taschen von Brand 9

Taschen sind ein Statussymbol, keine Frage. Eine edle Tasche ist so unabdingbar fürs Image wie ein schicker Sportwagen. Doch was soll man von jemandem halten, der mit einem fetten Logo durch die Gegend saust. Da bleibt nicht der Eindruck „Status“ sondern „bedauernswertes Modeopfer“ hängen. Besser, man sucht sich ein kleines, feines Label mit traumhaften Taschen – die adeln dann wirklich, auch – oder gerade weil – die nicht so teuer sind wie die hochdekorierten Beutel aus Paris. Jetzt macht wieder ein neues Label München Ehre: Brand 9, erst 2009 gegründet von Designerin Nadine Schmeiser. Im Namen klingt „Brandneu“ an, aber er bezieht sich vor allem auf den Spitznahmen der Designerin „Nine“. Die Taschen wirken wie ein Mix aus Sixties-Styles mit modernen Elementen, die Farben sind gedeckt, grau, braun, kupfer, oliv, es wird mehr Wildleder als Glattleder verarbeitet – geschickt kombiniert mit Lack- und Metallic-Ledern. Einfach superschön.

Passend dazu hat Nine Schmeiser plakative Lederketten entworfen, die dieses Jahr einfach jeder haben muss, denn die passen zum neu interpretierten Fifties-Stil genauso wie zur neuen Natürlichkeit und zu Clean Schick-Outfits! Die Taschen gibt es bei Meschugge 54 in der Türkenstrasse 54 oder online direkt zu bestellen: http://brand9.eu/shop.html. Das Beste: die teuerste Tasche kostet gerade mal 259 Euro. So viel Stil für so wenig Geld gibt es selten!

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Allein, aber garantiert nicht einsam

Das Bergergut ist exklusiv für Paare – jetzt gibt es auch das Gegenteil: ein Hotel speziell für Alleinreisende. Nicht unbedingt Singles, denn eine Baggerburg ist das Hotel nicht. Die Idee stammt vom gleichen Hotelier, Walter Pürmayer, der auch das Bergergut gegründet hatte – und jetzt wieder einen neue Marktlücke fand. ich habe beide Hotels besucht und muss gestehen, dass ich mich – trotz Paarstatus – im Aviva wohler fühle. Nicht ganz so plüschig, alles hell, offen, modern.

Wer derzeit grad nicht so romantisch unterwegs ist, für den gibt es ein Hotel, nur ein paar Kilometer entfernt: Das Aviva. Das hat unter Münchens Singles schon einen Ruf wie Donnerhall. Und das zu Recht. Zum einen ist es ein supermodernes, klar und dennoch gemütlich designtes Hotel mit gigantischem Wellnessbereich und diversen Pools, zum anderen ist es Europaweit das erste Hotel, das ganz und gar auf die Bedürfnisse von Alleinreisenden zugeschnitten ist. Einzelzimmer, komfortabel, aber nicht überdimensioniert, Wellness-Angebote wie Massagen, Sportkurse. Es gibt witzige Cocktails aus regionalen Biersorten, auch hier kann man sich die schicken Wägen leihen. Jeder, der ab und an allein unterwegs ist, kennt die Situation: als Single bekommt man im Hotel den Katzentisch am Klo, sitzt einsam zwischen Paaren und Familien mit Kindern und zuzzelt an seinem Cocktail. Das wird im Aviva vermieden, es gibt große Tische, an denen man sich zu mehreren setzen kann, das Kennenlernen der anderen Gäste  ist vorprogrammiert. Oder, wem nicht danach zumute ist, der kann auch an einem Tisch ganz für sich bleiben. Schief angeschaut wird niemand. Klar, das Kennenlernen eines neuen Partners ist ein Gedanke, der bei manchen Besuchern und vor allem Besucherinnen (Der Frauenanteil liegt bei 60-70%) mitschwingt, ein Kuppelhotel ist es nicht. „Wir haben ein breites Sportangebot, spezielle Parties und unsere Alm-Bar, wo man nach dem Essen noch zusammensitzen kann, aber animiert wird keiner“, so Hoteldirektor Christian Grünbart.  Und das ist offensichtlich gut so – es gibt viele Stammgäste, der Emsigste kam schon 30 Mal wieder.

Und – wie im Partnerhotel Bergergut gibt es auch hier Coaches. Da allerdings ohne Tantra-Massagen undLliebestandaradei, sondern Lebens- und Ernährungsberatung, Tipps zum Flirten und sogar eine Berufsberatung, …“weil viele allein verreisen, wenn schwierige Entscheidungen anstehen“, weiß Grünbart. So hat sich das Hotel zum absoluten Geheimtipp gemausert.

© AVIVA **** make friends

4170 St.Stefan am Walde ⋅ Austria

Tel.: +43 (0) 7216 37600

info@hotel-aviva.at

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Himmel Hölle und sieben Sünden für Paare im Hotel

Es war eine geniale Idee, die Werner Pürmayer da hatte:  Aus dem elterlichen Bauernhof machte er ein Hotel. Aber was für eines. Das Bergergut ist nur für Paare, die mal wieder Schwung in ihre Beziehung bringen wollen. In der romantischen Abgeschiedenheit des Mühlviertels, knapp drei Stunden von München entfernt, hat man im Bergergut wieder Zeit für Zweisamkeit. Und weil ein bisserl Inspiration nicht schlecht ist, gibt es dort Zimmer für alle Stimmungslagen: Himmelzimmer voller Engel, Wolken und Himmelbetten, wie es sich ein Barock-Maler nicht besser denken könnte oder grottenartige Höllenzimmer mit flackernden Feuern, perfekt für alle, die mal ihre düstere Seite ausleben wollen. Sogar im Speisesaal , wo jeden Abend ein wirklich tolles 7 Gänge-Menü in den siebten Gourmethimmel führt, bleibt man dem Motto treu: Wer Hölle gebucht hat, sitzt in Kerzenschein erhellten Höhlen, die Himmelsbewohner in luftigem Ambiente – die Höllenzimmer sind beliebter. „Unser Architekt hat einem Gast genau so ein Schlafzimmer im eigenen Haus nachbauen müssen.“ Wem sowas gefällt…. Seit neuestem sind neue, moderne designte Zimmer dazu gekommen, nicht so plüschig, sondern edel gestylt und dennoch verrucht. Das Motto ist hier „7 Sünden“ . Ziemlich sexy. Es gibt auch spezielle Packages, für jede Sünde genau zugeschnitten:  Die Völlerei darf sich über besonders üppige Menüs freuen, die Habgier bekommt die größte Suite und alles, was an Luxus nur denkbar ist. Und die Wolllust, tja…Mir gefallen die neuen Zimmer am besten, Himmel und Hölle sind schon ziemlich gewöhnungsbedürftig – aber wenn man Kitsch mag – perfekt.

„Der Zeitgeschmack ändert sich – früher hatten wir lauter Herzerl dekoriert, das wird heutzutage als Kitsch emfunden, das haben wir rausgeschmissen“, so Hotelchef Pürmayer. Auch bei anderen Features geht man mit der Zeit: Es gibt sehr günstig tolle Wägen wie den Audi A8 zu mieten,( wir haben uns einen Roller geliehen) es gibt ein gigantisches Wellness-Angebot (auch die Saunen sind mottogerecht geteilt und sind abgestuft  von himmlisch sanft zu höllisch heiß) – und jetzt sogar noch Coaches: Paarberatung, wenn es trotz aller Romantik nicht mehr so hinhauen will mit der Gemeinsamkeit. Da gibt es von der Gesprächstherapie bis zum Massagelehrgang alles, was die Beziehung wieder zum Laufen bringt. Das Bergergut ist auf alle Fälle ein guter Test für Beziehungen:  so wissen Paare, in deren Miteinander es kriselt: Wer so viel Romantik verträgt und sich nicht streitet, die Beziehung ist haltbar.

BERGERGUT ****s

A-4170 Afiesl 7
Oberösterreich | Mühlviertel
Tel: +43 (0)7216 – 4451
Fax: +43 (0) 7216 4451-31
E-Mail: bergergut@romantik.at

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Fair gehandelte Kleidung – eine erste Übersicht

Nachdem die ARD mit dem Report über KIK eine Welle losgetreten hat, habe ich mal geschaut, was es den schon so gibt zu dem Thema im Netz. Und natürlich gibt es einen Menge. Ich habe versucht, eine Positivliste zu erstellen. Die hat keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, im Gegenteil: Ich freue mich, wenn weitere Tipps hinzukommen – und ein herzliches Dankeschön an alle, die schon was beigetragen haben! Es ist auf alle Fälle ganz schön was zum Stöbern da.  Ich habe auch eine Liste von Greenpeace angehängt, die einzelne Fair Trade Standards unter die Lupe nimmt: Was die Verpflichtungen beinhalten, welche Marken mitmachen. Hier ist das Fair Trade cum Grano Salis zu nehmen, bei Fair Labor zum Beispiel verpflichten sich die Marken, lediglich den Mindestlohn im den jeweiligen Ländern zu zahlen, der aber meist unter dem Existenzminimum liegt – da ist H&M dabei.  Fair Wear oder Ethical Trading verpflichten Unternehmen, Living Wages zu zahlen, die eine Existenz sichern.  Levis ist dort ausgetreten, weil sie diese Löhne nicht bereit waren zu bezahlen…

Ich würde mich freuen, wenn noch viel, viel mehr hinzukäme…

http://fairwear.org/?w=fair-wear-brands

http://www.bioverzeichnis.de/oeko-kleidung-naturtextilien.htm

http://www.zeit.de/lebensart/mode/2010-07/produktionsbedingungen-mode-test

http://www.saubere-kleidung.de/ccc-20_unternehemen/ccc-21_recherchen.html

http://www.oeko-mode.info/

http://thekey.to/brands/acceleration/

http://www.gruenemode.com/

http://marktcheck.greenpeace.at/4844.html

Shops:

http://www.fairtragen.de/index.php

http://www.thinkfairtrade.com/collection_ss_06.html

http://www.valevida.de/

http://www.greenality.de/

http://www.kuyichi.com/

http://www.fein-store.de/

http://www.unique-nature.com/

http://www.made-by.nl/madeby_merken.php?lg=en

In Deutschland produziert:

http://www.ja-zu-deutschland.de/suche.php?action=search&kategorie=2 (recht gute Übersicht)

http://www.albert-kreuz.de/

http://www.trigema.de/shop/index.jsf

http://www.manomama.de/

Diverse Organisationen und ihre Mitglieder (Gelistet von Greenpeace)

Fair Wear Foundation (FWF)

1999 wurde in den Niederlanden die Fair-Wear-Foundation von Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und NGOs (Non-Governmental Organizations) gegründet.

Die Sozialstandards, die eingehalten werden müssen sind:

  • Keine Zwangsarbeit
  • Keine Diskriminierung
  • Keine Kinderarbeit
  • Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen
  • Zahlung eines Entgelts, das zum Leben ausreicht (living wages)
  • Keine unzumutbaren langen Arbeitszeiten
  • Ein technischer und gesunder Arbeitsplatz
  • Eine rechtsverbindliche Beschäftigungsbeziehung

Es findet jährlich eine Kontrolle durch die Mitgliedsunternehmen und eine Prüfung durch die FWF statt. Des Weiteren gibt es eine Beschwerdemöglichkeit seitens der Beschäftigten.

Unternehmen in der Bekleidungsindustrie, die der FWF angehören und sich deren Verhaltenskodex unterstellt haben sind:

Ethical Trading Initiative (ETI)

Die Initiative für ethischen Handel (Ethical Trading Initiative) wurde im Jahr 1998 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Gewerkschaftsorganisationen und NGOs.

Der Basiskodex enthält folgende Bestimmungen:

  • Recht auf Vereinigungsfreiheit und auf kollektive Verhandlungen
  • Verbot der Zwangsarbeit
  • Verbot der Kinderarbeit
  • Verbot der Diskriminierung
  • Ein Entgelt, das für den Lebensunterhalt ausreicht (living wages)
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Arbeitszeiten
  • Geregelte Beschäftigungsbeziehung
  • Verbot menschenunwürdiger Behandlung

Es findet eine jährliche Berichterstattung über die Umsetzung des Basiskodex statt. Die ArbeitnehmerInnen können Verstöße melden und genießen auch in anderer Weise Schutz.

Zu den Unternehmen der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie, die der ETI angehören, zählen:

Die Mitgliedschaft von Levi Strauss & Co wurde Ende 2006 eingestellt, da  das Unternehmen sich weigerte die “living wage” Bestimmung des ETI Basiskodex an zu nehmen.
Fair Labor Association (FLA)

Die Fair Labor Association wurde 1998 gegründet und besteht aus Unternehmen, Universitäten, NGOs, dem Anwaltsauschuss für Menschenrechte, dem nationalen Verbraucherverein und dem nationalen Rat der Kirchen.

Wesentliche Aspekte im Verhaltenskodex der FLA sind:

  • Verbot der Zwangsarbeit
  • Verbot der Kinderarbeit (wenn nach nationalen Gesetzen erlaubt, ist die Altersgrenze 14, ansonsten 15 Jahre)
  • Verbot von Schikane und Missbrauch
  • Verbot von Diskriminierung
  • Sicherer und gesunder Arbeitsplatz
  • Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen
  • Mindestens Zahlung der gesetzlichen Mindestlöhne
  • Arbeitszeit
  • Vergütung von Überstunden

Jährlich werden Berichte veröffentlicht, in denen offengelegt wird, ob und inwieweit sich die Unternehmen an den Verhaltenskodex gehalten haben. Außerdem gibt es eine Beschwerdemöglichkeit von Seiten Dritter und ein vertraulicher Beschwerdegang.

Unternehmen der Bekleidungs- und Sportindustrie, die der FLA angehören sind:

Zephyr Graf-X: www.zhats.com

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Verdammt, wo bekomme ich fair gehandelte Kleidung her?

Ich habe ein Problem. Kik kann ich nicht boykottieren, weil ich da noch nie was gekauft habe. So richtig gut gefällt mit die Mode von Hess Natur nicht, auch meine Begeisterung für Kuyishi und Armed Angels hält sich in Grenzen. Vor allem, weil diese Firmen davon auszugehen scheinen, dass nur sehr dünne Teenies fair gehandelte Jeans und T-Shirts kaufen wollen. Und bei anderen Firmen? Gut, es gibt Trigema, die damit werben, in Deutschland zu produzieren, so wie American Apparel in den USA herstellt. Doch der Gründer von American Apparel ist durch angebliche sexuelle Belästigung seiner Mitarbeiterinnen ins Gerede gekommen, auch nicht dass, was ich unter “fair” verstehe. Das Augsburger Label Manomama ist schon mal ein toller Ansatz, aber noch nicht schrankfüllend.

Bei allen anderen Marken bin ich schon am Ende mit meiner Weisheit, ich weiß nicht, ob ich den Preis nur für das teuere Label und Markenimage zahle, oder ob die Firmen tatsächlich einen Teil des Gewinns in eine faire Behandlung ihrer Arbeiter in der zweiten und dritten Welt fliessen lassen. So richtig glauben kann ich das nicht. Denn gibt es eine Firma, die nicht in Sweatshops produzieren lässt? Soweit ich weiß – nein. Mit Ausnahme von Hermès, die sich zugute halten, alles in Frankreich produzieren zu lassen, tappe ich auch bei Glamour-Labels im Dunkel.

Und das läßt mich sehr misstrauisch werden. Denn wäre nicht eine Fair Trade Certification auch bei Nobelmarken ein echter Bonus? Würden sich nicht gerade die betuchten Käuferinnen freuen, wenn sie ihre Mode mit gutem Gewissen tragen können und sagen: “Ja, das kostet was, das Zeug, dafür stirbt wegen mir keine Näherin an Hunger.”

Deswegen bringt es auich nix, Kik allein zu boykottieren. Denn so gut wie jeder Laden, der die heimischen Fußgängerzonen ziert, hängt genauso drin wie der Textildiscount. Nur, das die geradezu offen damit umgehen, weil die auch zusätzlich ihre Angestellten hierzulande misshandeln und so dass Elend sichtbar machen, dass man sonst so gut in Bangladesch verdrängt hat. Sklaven sitzen in China, in Indien, arbeiten auf den Baumwollfeldern – nur damit unsere Kleider möglichst billig werden. Sklaven produzieren unser Essen, Kinder sterben für unsere Schokolade an den Pestiziden der Plantagen – wollen wir wirklich so einen Planeten?

Was wir brauchen, ist erstmal eine Bestandsaufnahme – wer läßt wo produzieren, was zahlen die Unternehmen und was würde es den Kunden kosten, damit die Näherinnen, die Baumwollernter bis hin zur Verkäuferin fair bezahlt werden würden, so dass allen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht wird? Ich könnte wetten, mehr als ein, zwei Euro pro T-Shirt mehr würde das nicht kosten. Ist uns fremde Sklavenarbeit so egal, dass wir nicht einen Euro erübrigen können, das zu verhindern? Eine Organisation, die seit Jahren die Missstände anprangert, ist Clean Clothes. Ich bitte euch alle ganz herzlich, lasst Kik nicht allein dafür bluten. Dieser Drecksladen ist nur die Spitze des Eisbergs. Machen wir alle gemeinsam Druck auf den Handel, damit sie so billig nicht mehr durchkommen.  Ich bin überzeugt, dass wir alle gemeinsam etwas ändern können.

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Nix für arme Würstchen!

Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Gärten wärmen, sind sie da, so sicher wie die Wespe bei der Zwetschgendatschisaison. Die Griller. In allen Parks und Gärten wird mehr oder weniger fachgerecht mehr oder weniger gutes Fleisch zu mehr oder weniger schmackhaften Grill-Leckereien verbrutzelt. Doch es gibt schon eine Hand voll Kenner, die wissen, wie man recht gute Ergebnisse zaubern kann. Zum Beispiel mit geheimnisvollen Marinaden oder mit einem guten Grill – der kann nämlich ganz schön was ausmachen – in einem Kugelgrill etwa bleibt das Fleisch schön saftig. Und die Nachbarn werden auch nur halb so stark mit den Grilldüften traktiert.

Kugelgrill-Spezialist Weber hat jetzt was ganz besonderes für die Münchner in Petto. Da gibt es ab diesem Jahr nämlich Grillkochkurse, die Original Grill-Akademie. Das ist so was ähnliches wie Mancademy, du kommst als Würstchen und gehst als Steak…. Bei der Grillakademie bringen echte Profis einem die Tricks und Kniffe bei, lassen ganze Filetstücke langsam butterweich grillen, machen aus Huhn eine Delikatesse oder Grillen Käse, Gemüse oder Obst so, dass auch pure Carnivoren Spaß dran haben…( www.weber-grillakademie.com) Ich war letztens dort, viele mittelalte Manager in Polo-Hemden oder in Karohemden folgen mit Argusaugen den Anweisungen des Grillmeisters. Genail war das Rezept für Bier-Butt-Chicken, das ich unter dem Namen “Gefistetes Huhn” schon ab und an im Herd gebrutzelt habe.

Bei den Kugelgrills tut sich so einiges: Ideal für die Stadt, am Isarstand oder am Balkon sind die kleinen Brüder der großen Grills, etwa der kleine, handliche Picknick-Grill Smokey Joe Premium mit praktischem Tragebügel für einen mühlelosen Transport verfügt über einen neuartigen Kohlerost. 

Aber was wäre ein zünftiger Grillabend ohne die passenden Saucen und Marinaden? Für alle, die noch keinen Grill-Kochkurs besucht haben, hat die Firma Gourmondo (www.gourmondo.de) einige wirklich scharfe Produkte online, die auch Hardcoregriller mit neuen Geschmäckern überraschen. Da gibt es Todessauchen wie die Blairs Sweet Death Sauce, Pain is Good, eine rauchige Sauce aus den Sümpfen Louisianas oder Hunt’s BBQ Sauce Honey Hickory, Millionen amerikanischer Haushalte schwören auf Hunt’ Barbecue Saucen, die übrigens selbst Spitzenköche in renommierten Restaurants benutzen. Der typisch amerikanische Barbecue Geschmack trifft hier auf die würzig-rauchige Note des Hickory Holzes. Die Sauce passt hervorragend zu Hotdogs, Steaks, Burgern, Pute, Rippchen und Koteletts.  Die wohl beliebteste Steak-Sauce aus den USA ist aber die Bull’s Eye’s Original BBQ Sauce. Die Mischung aus Tomatenpüree, Zwiebeln, Gewürzen und dem feinen Rauch-Aroma ist und bleibt unschlagbar!

Biere der Welt Nicht nur für lange Fußball-Abende! “Bier trinken” heißt Feiern, Geniessen und Entspannen. Dieses attraktive Probierset für Bierkenner ist ein echtes Highlight: 12 Biersorten aus sämtlichen Kontinenten!

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