Monatsarchiv: Juli 2010

Lothar und Lilli – eine Prominenz-Provinz-Posse

Machmal frage ich mich, ob das nicht eine neue Geschäftsidee wäre: Ich suche jetzt gutaussehnde, junge Mädchen, die eine Karriere „irgendwo in den Medien“ anstreben. Und verheirate die dann an irgendwelche alternden Stars, die ihre besten Tage gesehen haben, aber gerne noch ein bisserl öfter auf Galas eingeladen werden, damit ab und an ein warmes Abendessen und ein herzerwärmendes Blitzlichtgewitter bei rausspringt. Dann schreibe ich ein Drehbuch, das auf ein bis drei Jahre ausgelegt ist und das alle drei Monate fette Schlagzeilen in der Boulevardpresse garantiert. Ich arbeite mit Fotografen und Fernsehsendern zusammen, es können auch gerne Wünsche der Redaktionen entgegengenommen werden, vom Busenblitzer bis zum romantischen Liebesurlaub, das alles liefere ich dann, zwar nicht frei, aber sauber ins Haus. Und lasse mich von allen Seiten gut bezahlen. Am Ende kommt die Scheidung als krönender Abschluss, sobald die Frau eine Moderation am Start hat, bei der Fashionweek eingeladen wird und einen Stammplatz bei der Bunten hat. Dann wird es für den alternden Promi auch nicht so teuer.

Obwohl, wenn ich so richtig überlege, eigentlich braucht es den Beruf gar nicht, denn diese Geschäftsidee wird ja schon äußerst erfolgreich praktiziert, siehe Lothar und Lilliana, bei denen kein Schwein nicht an eine Inszenierung glaubt. Entweder, die geschäftstüchtige Russin wollte nicht mit nach Kamerun und hat einen lukrativen Weg gesucht, sich ihrem Afrika-Aspiranten noch fix zu entziehen (zu doof, dass der jetzt doch nicht fährt), oder beide wollten längst die Scheidung, haben aber noch einen Weg gesucht, das Maximale rauszuholen. Denn eins ist sicher: jedes Interview, jedes Foto und jedes tränenreiche Interview im Fernsehen wird entsprechend vergütet. Und da kommt ganz schön was zusammen. Man muss für diese Art der Publicity zwar Scham- und schmerzbefreit sein, aber der Einsatz lohnt: Jobs, Modelaufträge, Einladungen und Freebies von diversen Modefirmen werden nun auf Lilliana herabregnen und ihr die “schmerzhafte” Trennung versüßen. Lothar wartet weiterhin, ein paar Millionen ärmer, auf den Trainerjob in der Bundesliga und die nächste Abiturientin.

Es gibt nicht wenige, die durch einfaches sich Scheiden lassen zu Ruhm und Ehre gekommen sind: Jenny Elvers Elbertshagen, Verona Pooth, Kader Loth, Verena Kerth – all diese Karrieren begannen mit der Beziehung zu und der sehr lauten Trennung von einem Promi. Mein Traum wäre ja jetzt: ein junger Mann, der einen alternde Promidiva ausnimmt. Das wäre ein neuer Twist, Pornoqueen Dolly Buster zeigt da ja neuerdings ganz tolle Ansätze, auch Brigitte Nielsen ist eine heiße Aspirantin. Walking on sunset boulevard…

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Logenplätze über München

München ist eine Stadt, die wacht erst so richtig auf, wenn die Sonne scheint. Dann stehen überall Tische und Stühle auf der Strasse, es gibt an jeder Ecke ein Cafe – auch wenn das Kreisverwaltungsamt alles tut, den Gastronomen möglichst viele Steine in den Weg zu legen und das Feiern draußen so kompliziert wie möglich zu machen. Auch wird immer noch eine der besten Terrassen Münchens schmerzlich vermisst. Das Roma am Anfang der Maximilianstrasse war einmal der Dreh- und Angelpunkt der Bussi-Bussi-Szene und nichts kann diese Plattform der Eitelkeiten so richtig ersetzen. Weder die Terrasse vom H’ugo noch der Stenz-Catwalk auf der Leopoldstrasse…Das Wochenende soll ja schön werden, deswegen einige Tipps:

Es gibt eine Szene aus der Kultserie Kir Royal, die kennt jeder Münchner: Mario Adorf alias Generaldirektor Heinrich Haffenloher  entsteigt einem Hotelpool, um Klatschkolumnisten Baby Schimmerlos, der nichts über ihn schreiben will, total fertigzumachen. „Ich scheiß Dich so zu mit meinem Geld“. Wo der Klebermogul Haffenloher residiert, das sieht man auch – im Hotel Bayerischer Hof. Den Pool gibt es noch – nur mittlerweile hat er eine Renovierung durch Stararchitektin André Putnam hinter sich und – ganz wichtig – ist für alle zugänglich, nicht nur für die Haffenlohers dieser Welt. Er ist Teil des Blu Spas, dem wunderschönen Wellness-Bereich über den Dächern der Innenstadt. Im Sommer kann sich dort jeder massieren lassen und dann den ganzen Tag dort faulenzen, essen, trainieren, schwimmen oder einfach die Aussicht genießen. Das Glasdach über dem Pool kann aufgefahren werden, bei schönem Wetter ja sinnvoll. Abends ist Barbecue angesagt, von Mai bis September wird regelmäßig wird über den Dächern der Stadt gegrillt. Natürlich keine Wiesnhof-Brutzler, sondern Surf’n’ Turf vom Feinsten. Am besten reservieren, der Bayerische Hof ist beliebt, auch bei denen, die nicht in „Kleber machen“.

Günstiger, aber ganz in der Nähe, am Stachus hat der Karstadt eine Terrasse, die ein Geheimtipp sein muss, anders ist es nicht zu erklären, dass man dort auch Samstag Nachmittag an einem schönen Tag problemlos einen Platz im Freien findet. Die Freilustfläche gehört zum Selbstbedienungsrestaurant im obersten Stockwerk, da kann man sich erstmal die Tabletts mit Kuchen, Salaten, Pasta, Braten, chinesischen Wokgerichten auffüllen und dann nach draußen wandern. Vielleicht schreckt diese Wanderung auch viele ab, da beim all u can eat so mancher doch die Teller sehr kunstvoll bis zum Maximum befüllt – aber es lohnt sich,  der tolle Blick auf Justizpalast, Stachus, Lenbachbrunnen macht die Mühe mehr als wett.

Am anderen Ende der Fußgängerzone, nahe dem Marienplatz, hat ein anderes Nobelhotel eine Wahnsinnsterrasse zu bieten. Das Mandarin Oriental in der Nähe des Hofbräuhauses ist immer gut, wenn ein Durchreisender Star eine umwerfende Kulisse als Hintergrund für Fotoshoots braucht. Pierce Brosnan, Robbie Williams, sogar Prinz Charles – alle waren da. Und auch der normale Münchner kann sich dort breitmachen. Ab 1. Mai gibt es ein kleines, feines Restaurant auf der Terrasse, es gibt sommerliche Salate, Sandwichs, kalte Suppen und auch so einiges Warmes – aber wer da oben im Sommerlicht sitzt, braucht keine warmen Speisen. Jeden Tag ist dort von 12 bis 22 Uhr die Küche geöffnet, um 23 muss man wieder runter in die Niederungen, leider. Anders als beim Bayerischen Hof gibt es dort keinen Pool – jedenfalls keinen für die Allgemeinheit. Der Pool auf der Dachterrasse bleibt den Hotelgästen vorbehalten.

Wandert man weiter nach Osten, Richtung Haidhausen, liegt eine Terrasse schön mit Blick über deutsches Museum und Müllersches Volksbad – das Atlas.

Nachdem das 8 Seasons nicht mehr an der Maximilianstrasse residiert ist diese schöne Terrasse verschwunden, dafür hat – nicht ganz so zentral, dafür aber viel höher, die Skylounge ihr Pforten geöffnet. Abends ist dort nicht so viel Betrieb wie im 8 Seasons, nur einmal im Monat, am letzten Dienstag, ist dort Afterwork angesagt. Tagsüber ist das Cafe aber immer für die Öffentlichkeit geöffnet. Man muss halt am Empfang Bescheid sagen, dass man ins Cafe will, dann geht es weit nach oben. Die Brücke zwischen den Telekom-Towern am Leuchtenbergring ermöglicht den Blick über ganz München – oder sogar weiter, bis zu den Alpen. Der komplett verglaste Raum lebt allein von der Aussicht. Wenn das Wetter gut ist, kann man diesen Blick auch unter freiem Himmel mit Cocktails genießen – einmalig hoch gelegen in München – außer vielleicht, man stellt sich auf den Olympiaturm, aber da gibt es keine Getränke unter freiem Himmel…

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Alles bio, alles gut – Daylesford Organics

Wenn Gwyneth Paltrow ein Lokal empfiehlt, sollte man eigentlich vorsichtig sein, die Gute steht auf Hardcore-Öko und Marcobiothik. Allerdings im Fall von Daylesford Organics gibt es wenig zu meckern. Der puristische Laden im ehemaligen Zerwirkgewölbe (Ledererstr. 3) macht nicht nur Biofuzzis happy, sondern alle, die einfach gutes Essen zu schätzen wissen und dabei ungern Mutter Natur auf die Zehen treten. Daylesford Organic stammt  aus Großbritannien und steht für nachhaltigen Lifestyle und Naturprodukte höchster Qualität Darüber hinaus bietet der Daylesford-Shop ein großes Angebot an Bio-Leckereien, wie z.B. Konfitüre, selbst gemachte Kompotts vom Land und Chutneys der Saison. Auch Küchen Basics, wie z.B. Pasta und Pasta-Saucen sowie süßes und pikantes Gebäck, traditionelle Zutaten wie Senf und Salatdressings gehören zum Repertoire des neuen Stores. Besonders genial ist das Olivenöl und all die Oliventapenaden, die Daylesford vom Chateau Leoube bezieht (von diesem Gut in Südfrankreich kommt auch ein recht leckerer Rosewein, alles total Bio, logisch)

Neben köstlichen, hausgemachten Naturprodukten finden Freunde des nachhaltigen Lebensstils auch umweltfreundliche Naturreinigungsmittel.

Wer die Daylesford-Delikatessen vor Ort genießen will, kann sich im Café mit Take Away, das Platz für 40 Gäste bietet, oder im großzügigen Außenbereich mit einem reichhaltigen Frühstück oder frisch zubereitetem Mittagessen aus Produkten der Saison verwöhnen lassen. Der Münchner Store kooperiert mit Bio-Landwirten aus dem Umland, die die Philosophie von Daylesford Organic teilen, und so stets frische und saisonale Produkte aus der Region anbieten. Das merkt man bei den Eiern mit Speck und Tomaten, die man in dem Geschmacksreichtum selten findet.

Darüber hinaus engagiert sich Daylesford Organic für die Ausweitung von umweltfreundlichen, recycelbaren Verpackungen und Tüten. Sämtliche Verpackungen werden – soweit möglich – aus erneuerbaren und nachhaltigen Materialien hergestellt.

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Sharon Segal – lässige T-Shirts für den ganzen Tag

Es gibt gewisse Basics, von denen kann man nicht genug haben: Schlichte T-Shirts etwa. Was gibt es, das besser zu Jeans aussehen würde? Aber nicht überweite Plünnen mit engem Rippenkragen, oh nein, die T-Shirts sollten sexy sein, weich anliegend und lässig. Stilsicher, aber ohne dass es mühsam gestylt aussieht. Das geht perfekt mit den T-Shirts aus superweicher Baumwolle von Sharon Segal, einem Trendlabel aus Los Angeles, dass es jetzt bei Flip Munich (Feilitzschstr) zu kaufen gibt. Die Shirts sind einfach perfekt: tolle Farben, tolle Schnitte – ideal für einen Sommertag. Typisch sind extralange Formen und Ärmel, die sich auch gut zum Layering eignen. Die Modellpalette reicht von sexy tiefen V-Ausschnitten über Rundhalsformen und Modellen mit Raffung bis zu Varianten mit Kapuze. Alle zwei Monate gibt es eine neue Kollektion – damit wird es auch nicht langweilig.

Damit ist jede Münchnerin von Brunch bis Biergarten und Trendgrieche und dann weiter in den Club immer perfekt angezogen. Wenn das nicht mal eine gute Nachricht ist, denn wer will an lässig dahinplätschernden Tagen schon schnell mal heim rennen, um sich umzuziehen? Von Mode für den ganzen Tag verstehen sie in Los Angeles eine Menge. Und Sharon Segal ist sowas wie ein alter Hase im Modebusiness. Schließlich gehört ihrem Vater Fred Segal einer der trendigsten Läden in L.A, da kaufen sämtliche Stars, auch Lindsay Lohan, Cameron Diaz oder Paris Hilton sind dort schon mit hunderten von Einkaufstüten aus dem Laden gewetzt. Immer begleitet von Papparazzi, denn ein Genie in Eigenvermarktung sind die Segals auch noch.

Kleiner Tipp: dadurch, dass die T-Shirts so weich sind, sind sie auch trotz schmalem Schnitt  perfekt für die nicht so schlanke Figur (ich weiß, vovon ich spreche)

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Schweben wie ein Schmetterling

Butterfly Twists sind derzeit in allen Handtaschen in UK zu finden, auch in denen von Promis wie Beth Ditto, Sophie Ellis Bextor oder Schnapsdrossel Amy Winehouse. Die Schühchen sind die Retter manches geschundenen Fußes. Dank der patentierten Sohle mit Falttechnik kann man die bunten, stylishen Ballerinas ganz einfach zusammenfalten, mitnehmen und dann anziehen, wenn einem die High Heels gar nicht mehr gehen. Butterfly Twists sind die idealen Begleiter zum Shopping, Feiern, in der Arbeit, Autofahren oder Reisen. Jedes Paar kommt inklusive einem praktischen Schuhbeutel für unterwegs und zum Verstauen der schmerzenden Glamour-Schuhe. Mit einem super-günstigen Preis von 24,99 € sind Butterfly Twists der ideale Wegbegleiter für die gestresste, moderne Frau. Ab August gibt es die Schuhe bei Zalando.de

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iPad-Garage- Stilvoll surfen

Die New Yorker Kultmarke Frankie’s GARAGE bietet stilsichere Gepäcklösungen, die schon David Bowie und Tina Turner zu begeistern wussten. Für die Apple Bestseller iPhone, iPod und das neue iPad, das bereits mehr als zwei Millionen mal über den Ladentisch ging, präsentiert der amerikanische Taschenspezialist nun auch hochwertige Cases aus Leder. Die portablen “GARAGEN” bieten idealen Schutz für unterwegs. Die Modelle aus braunem oder schwarzem Leder garantieren lässigen NYC Oldschool Style.  Auf der Vorderseite prangt der unverkennbare Logo der Marke. Die Tasche für das iPad glänzt mit perfektem Sitz und übergroßem Zipper. Die iPhone Bag verfügt über eine praktische Lasche, mit deren Hilfe sich das Gerät clever aus der Hülle herausziehen lässt. Die edle Schutztasche ist auch für den iPod Classic und den iPod Touch geeignet. Das iPad Case kostet 89,90 Euro, die iPhone/ iPod Tasche liegt bei 29,90 Euro

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Kik – noch mieser als wie man denkt?

Dieser Artikel in der Welt hat mich ziemlich schokiert: Da soll ein Betrieb jahrelang die Finanzen seiner Mitarbeiter ausspioniert haben, damit er dann die, die in Geldschwierigkeiten stecken, feuern kann. Denn die könnten ja einen falschen Getränkebon einlösen oder ein T-Shirt für 2,50 entwenden. Was ist das für einen Gedankenwelt, in der die Manager von derartigen Geschäften leben? Das ist das, was mich eigentlich schokiert. Denn offensichtlich scheint die Maxime zu sein, immer nur das Schlechteste von seinen Mitarbeitern anzunehmen. Zu glauben, man wird von dem Pack, das man beschäftigt, bei jeder sich bietenden Gelegenheit bestohlen, betrogen, um den sauer verdienten E-Bit gebracht. Kik gehört zum Tengelmann-Konzern (Kaiser, Tengelmann, OBI und eben KIK). Ein Konzern, der mit viel Menschlichkeit wirbt “Hier und Herzlich”. So richtig ernst nehmen kann ich das nicht mehr. Vor allem, wenn man an den Kassenbon denkt, denn eine gewisse Emmely auch bei dieser Gruppe eingelöst hat…

Irgendwie kommen mir alle sozialen Aktionen so vor wie Marketingmassnahmen, die nicht wirklich von Herzen kommen.  Denn immerhin engagiert sich die Firma in Bangladesch, wo viele der abartig billigen Kik-Textilien herkommen. Doch der Fleckerlteppich ist auch nur ein Feigenblatt auf dem oft unmenschlichen Geschäft mit der billigen Ware.

Als Verbraucher kann man sein Votum nur mit der Kaufentscheidung geben – wie immer die auch ausfallen mag. Es gibt viele, die bei Kik kaufen, sonst könnte man sich dort ja Verona Pooth nicht leisten. Ich verurteile diese Leute nicht. Das Bedürfnis nach immer neuen Dingen zu günstigsten Preisen ist irgendwie in uns allen drin. Geht es auch anders? Der Designer von Hess Natur plädiert neben einem Fair Trade Engagement für ein längeres Tragen von Kleidung. Aber, wie gesagt, die Entscheidung liegt bei jedem Einzelnen. Mich würde eure Meinung dazu sehr interessieren! Sehe ich das zu schwarz weiß? Muss man Unternehmer heute so denken?

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