Wer mal Christoph Metzelder live treffen möchte…

MetzelderIch hab ja hier so einige Fußballfans und viele Leser, die gern was für einen guten Zweck tun. Deswegen will ich euch diesen Termin nicht vorenthalten:

Am Freitag, den 05. Dezember 2014, schenkt Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder für ca. zwei Stunden Getränke an der Weihnachtsbar von Breuninger in Düsseldorf (links vom Haupteingang) aus.

Der Erlös des Verkaufs fließt in die Projektarbeit der Christoph Metzelder Stiftung.

Die Ende 2006 gegründete Christoph Metzelder Stiftung begleitet Kinder und Jugendliche auf ihrem schulischen und persönlichen Lebensweg. Sie setzt sich dafür ein, dass sie gleiche Ausgangschancen für den Start ins Berufsleben erhalten. Neben der Bekämpfung von Kinderarmut, liegt der Schwerpunkt ihrer Förderung auf Projekten in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Migration. In allen Förderbereichen steht die individuelle Entwicklung von jungen Menschen im Mittelpunkt der Arbeit der Christoph Metzelder Stiftung.

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Ich möchte keine Gefühlsverstärker, bitte!

So muss Romantik - und im Hintergrund juchzen Chöre und Geigen  Bild: SAT!

So muss Romantik – und im Hintergrund juchzen Chöre und Geigen Bild: SAT!

Geschmacksverstärker gelten in Foodkritischen Kreisen als nicht gut. Die haben in Lebensmitteln nix verloren. Denn damit schmeckt alles süßer, schärfer, tiefer, intensiver. Und es braucht immer mehr mehr davon, die Dosis muss erhöht werden, bis der normale Geschmack gar nicht mehr an kann dagegen, wenn jede noch so geile frischgekochte Brühe unbedingt Maggi reinbraucht, damit das Geschmackserlebnis stimmt. Irgendwann ist jeder auf Geschmacksverstärker süchtig und glaubt, nur wenn ganz viel davon drin ist, ist die Sache perfekt. Vor allem für die große Masse, denen es schon zu mühsam ist, Spaghetti Bolognese auszusprechen und die nur noch “Bolo” sagen.

Musik ist der Gefühlsverstärker in den Medien. Bei den Privaten gibt es kein Programmfitzel mehr, das nicht mit mehr oder weniger passender Musik unterlegt ist. Bei Liebesschnulzen schrummern die Geigen, heulen die Frauenchöre und sanfte Stimmen hauchen “Stay with me”, während zwei Hände, in Goldglanz getaucht, sich gegenseitig in Slowmotion Ringe anstecken. Oder zwei relativ ungeschickte Bauern, die zu “Love is all around” oder zu “The Power of Love” ihre Leberwurst-Picknickkörbe verzehren. Da wird einem doch ganz warm ums Herz. Soll es auch. Hemmungslos wird mit unseren Gefühlen gespielt, wir werden manipuliert, sehen Romantik da, wo sonst nur Brache liegt. Nur wenn die Musik romantisch ist, wissen wir, dass auch echte Liebe im Spiel ist, oder?

Vorreiter sind da – wie sonst auch im Showgeschäft – die Amis. Ich brauche nur die Coca Cola Weihnachtswerbung “Make someone Happy” ansehen, um zu wissen, wie der Hase läuft. Der absolute Gefühlsoverkill mit Chören, Schneeglitzer, Glitzerglitzer, glücklichen Kindern, schönen Eltern, nur, um ein paar Flaschen Brause zu verkaufen. Und Tchibo und Konsorten drehen kaum weniger auf. Die nächste Eskalationsstufe kann zünden. Ich warte jetzt, dass demnächst die 20 Uhr Nachrichten mit Musik unterlegt werden. Drohende Musik beim ISIS-Angriff, heitere Musik bei guten Nachrichten. Damit auch alles wirklich so richtig ans Herz geht.

Geht euch das auch so auf die Nerven?

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Manchmal muss es ein echtes Buch sein…Neues aus Westeros

221540_originalDie Nachricht schlug ein wie eine Bombe: George R.R. Martin hat ein neues Buch herausgebracht, Neues aus Westeros, die Vorgeschichte zu seinem Meisterwerk “Game of Thrones”. Ich hab es mir auch gekauft. “The World of Ice and Fire” . Klar, musste ich haben, schliesslich les ich den Kram seit Mitte der 90er und nicht erst, seit die Serie auf dem Markt ist. Aber das Buch ist nur den echten Fans uneingeschränkt zu empfehlen. Wer schon beim Game of Thrones mit all den Aegons, Aemons, Aherys, Danerys, Aelle oder mit all den Starks, Lannisters, Tyrells, Fossoways etc überfordert war, den wird dieses Buch schier irre machen. Denn es erzählt die Geschichte von Westeros von den Anfängen, als die Eismauer noch nicht gebaut war und die Vorfahren der heutigen Hauptfiguren die junge Welt unsicher machten.

Es wird überaus ausführlich über die Geschichte des Hauses Targaryen berichtet, samt Namen aller Kinder, Mätressen, Ehefrauen und Drachen, da wird keine Nebenlinie ausgelassen und das kann manchmal ganz schön ermüdend sein. So etwa, wie wenn Oma bis ins Detail erzählt, was Tante Fanny mit Tante Resi und Tante Buzi besprochen hat in den 50ern und was es damals immer für Plätzchen an Weihnachten gab. Ja, es ist ganz nett, aber irgendwie bringt es einem jetzt so gar nix mehr btw bringt es die Handlung vom jetzigen Buch keinen Millimeter voran – dass lässt machen Fans verzweifeln. George RR Martin hat sogar Drohbriefe bekommen, er solle gefälligst mit dem Schreiben des Hauptwerkes weitermachen. Ich weiß ja nicht, ob das ein Kompliment oder Nötigung ist.

Aber “The world of Ice and Fire” ist nun da und die Fans werden sich sicher wieder beruhigen. Denn was wunderschön am Buch ist, ist die Ausstattung. Kunstleder gebunden, reich illustriert, aufwändig gestaltet. Es ist sicher Kunst, die hart an Kitsch grenzt, aber es macht Spaß, es anzugucken und sich in die Welt von Westeros holen zu lassen. Mit 38 Euro ist das Buch nicht günstig, aber mit z.B, einem Gutschein von Thalia wie diesem hier geht das dann wieder. Für alle, die die Fans der Serie zu Weihnachten beglücken wollen, ein Toptipp.

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Massenvertreibung in Tansania für elitäres Jagdvergnügen?

Massais in der Savanne - bald wird hier die Königsfamilie von Dubai Elefanten abschiessen Foto:Avaaz

Massais in der Savanne – bald wird hier die Königsfamilie von Dubai Elefanten abschiessen Foto:Avaaz

Tansania ist wunderschön. Die Serengeti-Wüste voller wilder Tiere lädt zu Safaris ein, der Kilimandscharo steht mit seinem Schneegipfel in der Sonne, Massais in farbenprächtigen Kleidern durchwandern die Savanne, die Gewürzinsel Sansibar lockt mit ihren Wundern. Das zeigen auch die Bilder der Tourismuswebseite - doch während die Touristen mit ihren Kameras auf die Tiere draufhalten, hat das Königshaus von Dubai ganz andere Pläne. Sie wollen ein 1.500 Quadratkilometer großes Areal (direkt neben dem Serengeti Nationalpark) kaufen als privates Jagdrevier zum Abschiessen der Elefanten, Giraffen, Löwen und anderer Tiere, die eigentlich gefährdet sind – und für dieses lustige Hobby sollen zudem die 40.000 Massai, die in dem Gebiet wohnen, verschwinden. Nicht, dass einer da versehentlich in die Schussbahn läuft. Bis zum Ende des Jahres sollen die Massai ihre Heimat verlassen. Abgefunden werden sie nicht mit Geld, sondern dem Versprechen, Geld in soziale Projekte für sie zu investieren. Was man a) nicht müßte, wenn man ihnen nicht ihr Land wegnähme und b) in Afrika heißt, dass die Massai absolut nichts bekommen.

Die Regierung von Tansania leugnet, dass das Projekt wieder aufgenommen wurde. Denn als die Pläne bekannt wurden, hat avaaz.org 2,3 Millionen Unterschriften gegen das privat Jagdrevier gesammelt und öffentlich gab es einen Rückzieher – während hintenrum die Verhandlungen mit der Königsfamilie von Dubai emsig weitergingen. Jetzt ist die öffentliche Empörung vorbei und der Verkauf geht still und leise über die Bühne. Wir dürfen einen derartigen Ausverkauf von Kultur und Natur nicht zulassen – da muss wirklich international Druck aufgebaut werden!

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Meine Art der Diät – bisher klappt es

crespelle

Wenn schon nur einmal am Tag, dann was Gutes: Crespelle mit Spinat-Ricotta-Füllung

Ja, es wird viele geben, die jetzt gleich losmöppern “das kann doch nicht gesund sein”, “das funktioniert doch nie” – ich kann nur für mich sprechen und sagen: doch. Tut es. Entstanden ist das Ganze aus der Not heraus. Ich war viel unterwegs auf Messen, bei Parteitagen, etc – und hatte meist nur Zeit, einmal am Tag was zu essen. Meist so am frühen Nachmittag. Komischerweise hat mir das immer vollkommen gereicht. Ich hab dann angefangen, das auch hinterher auszuprobieren. Zum Frühstück gibt es eine große Schale Matcha mit Sojamilch und bis 15 Uhr nichts mehr. Dann eine Mahlzeit, bei der ich schon schaue, dass sie gesund ist, aber wenn ich Lust auf Pizza habe, dann ist diese Mahlzeit eben eine Pizza. Und danach ist Schluss. Sense. Finito. Gibt nix mehr außer Früchte-Tee am Abend. Und ich habe tatsächlich keinen Hunger mehr, es fehlt mir nix. Ich esse also echt was ich will und nehm ab dabei. An Tagen, wo ich zum Essen eingeladen bin, warte ich bis Abends, aber das fällt mir so richtig schwer, das geht kaum. Da hab ich dann richtig Hunger.

Für mich ist diese zeitliche Begrenzung trotzdem viel einfacher zu handhaben als Kalorien zu zählen oder Nahrungsmittel einzuschränken. Und wenn ich anfangen würde, nur einen Apfel und ein Magerjoghurt als Mahlzeit zu bezeichnen, würde ich mir Sorgen machen. Aber ich ess ja normal und nehm so etwa ein – zwei Kilo in der Woche dabei ab. Was absolut okay ist. Ich weiß nicht, ob die Methode für jeden was ist, mir hilft sie gewaltig. Vor allem, weil die Beschäftigung mit Essen einfach weg fällt. Weil die sehr schlaue Erzählmirnix einfach recht hat: Zuviel Essen hat mich dick gemacht. Und da nutzt es nix, hier mal ein Häppchen, da ein Häppchen, weil zumindest ich die Kalorienzahl all dieser Häppchen sehr unterschätze. Und ich esse gerne und hab manchmal Appetit auf bestimmte Dinge. Wenn man mir verbietet, auf was ich wirklich Lust habe, kommt Frust auf. Aber auch diese Klippe wird mit meiner Methode umschifft. Eine Brigitte-Diät mit einem Scheibchen hiervon und einem Löffelchen davon ist nix für mich, das dauernde vorbereiten nervt mich, bei Saftdiäten geh ich nach drei Tagen die Wände hoch. Also – nur einmal am Tag. Bis jetzt halte ich das drei Wochen durch und es fällt mir leicht.

Welche Erfahrungen habt ihr so mit Diäten gemacht?

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Lagerfeld, Cucinelli und Versace kommen nach Düsseldorf

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Ich hab mal eine Pressemitteilung übernommen, weil die viel Info für uns Modesüchtige in Düsseldorf bietet: Sie ist eines der wichtigsten Schaufenster in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen unangefochten die Nummer eins: Die Königsallee ist Superlative so gewöhnt wie den steten Wandel. Einer der schönsten Einkaufs-Boulevards in Europa ist zugleich eine der exklusivsten und in Spitzenzeiten mit stündlich 6000 Passanten die mit Abstand meistbesuchte deutsche Straße.

Die Kö ist selbst eine Marke, kaum eine andere Shoppingmeile kann sich als „erste Adresse” bezeichnen. Prestige, Flair und Einzigartigkeit der Lage stimmen. Kein Wunder: Die Allee ist das  Mode- und Lifestyle-Mekka. Hier wird Mode gezeigt, erlebt und gelebt, hier trägt man sie zur Schau. Die Zahl der internationalen Luxus-Marken, die auf diese einmalige Mode-Bühne drängen, war nie so groß. So steht allein ein halbes Dutzend Modeunternehmer in den Startlöchern und wird in den nächsten Wochen in den komplett neugestalten Ladenlokalen im Gebäude der HSBC Trinkaus Bank auf der Kö-Westseite Premieren-Partys feiern. Um mit dem vor einem Jahr ausgelösten Kö-Bogen-Fieber mitzuhalten, nehmen die Banker mehrere Millionen Euro in die Hand und hübschen ihr Haus auf. Noch nie war in dem Karree von der Giradet-Brücke Richtung Altstadt derart viel Bewegung.

köAls Erste ist Barbara Frères mit ihrem gleichnamigen Geschäft für Designer-Kindermode von Armani bis Young Versace eingezogen. „Ich freue mich riesig von der Kö-Galerie auf die Schokoladenseite des Boulevards zu wechseln und auf das Tageslicht, das dann durch die hohen Schaufensterfronten vom Boden bis zu Decke scheint.“

Direkt benachbart baut die Luxusmode-Marke Versace – bislang mit eigenen Boutiquen nur in Frankfurt und München vertreten – seine Store-Präsenz in Deutschland aus. Die Italiener haben sich in dem neugestalteten Ensemble den wohl attraktivsten Standort gesichert –  das mehr als 300 Quadratmeter große Eck-Geschäft, das noch im Dezember eröffnen soll.

Neben dem deutschen Modeanbieter Marc Cain tritt im neugestalteten Ensemble Kö-West erstmals in eigener Regie das französische Label Zadig & Voltaire. Die Marke steht für eine neue Form von lässigem Luxus, für schlichte Kleidung mit rockigem Touch.

Die Westseite der Kö etabliert sich als neues Nobel-Viertel mit starken Anker-Mietern, darunter das Zugpferd Hermès. Nach zwei Jahrzehnten ist das alte Domizil an der Kö 10 zu eng geworden. „Unsere Boutique zieht in das Giradet-Haus mit seinen großzügigen Arkaden ein. Wir sind von der Lage absolut überzeugt“, so Unternehmenssprecherin Katja Kleebach. Anfang 2015 wird hinter denkmalgeschützter Fassade der mit 350 Quadratmetern doppelt so große Laden seine Türe öffnen.

In direkter Nachbarschaft erfüllt sich die in Düsseldorf geborene Modemacherin Dorothee Schumacher einen langgehegten Wunsch. Für die Designerin selbst ist die Eröffnung des Stores ein Nachhausekommen: vor 25 Jahren präsentierte sie in Düsseldorf ihre erste Kollektion. „Ich bin sehr stolz und glücklich, mit mei-nem eigenen Flagship-Store nach Düsseldorf zurückzukehren“, so die Designerin. „Den ersten großen Erfolg von damals trage ich immer noch in meinem Herzen. Diese Stadt liebt und versteht Mode.“ Im Düsseldorfer Flagship wird die gesamte Ready-To-Wear sowie die Accessoire-Kollektion erhältlich sein. Er ist der sechste Monobrand-Store Europas nach Eröffnungen in Berlin, München, London und Antwerpen.

Auch Karl Lagerfeld zieht es auf die Kö. Der unumstrittene Modezar baut seine nach ihm benannte Eigenmarke aus und eröffnet 2015 in der Kö-Galerie seinen ersten Concept Store. Der mehr als 200 Quadratmeter große Laden wird über zwei Etagen einen Querschnitt der Damen- und Männermode sowie der Brillen, Düfte und Uhren bieten, die der 81-Jährige seit zwei Jahren unter seinem eigenen Namen entwirft. „Wir freuen uns darauf, uns mit einem eigenen Flagship-Store in Düsseldorf präsentieren zu können, in einer der lebendigsten Einkaufs-Destinationen Deutschlands“, sagt Geschäftsführer Pier Paolo Righi. Zurzeit gibt es hierzulande Karl Lagerfeld-Concept Stores in Berlin und München. (Wenn er zur Eröffnung kommt, pass ich solange auf seine Katze auf, die ist niedlicher:)

Der prominente neue Anker-Mieter wird die Attraktivität der traditionell belebteren Ostseite der Kö weiter steigern. Die Luxusmarken brechen zu neuen Ufern auf: Italiens Kaschmirkönig Brunello Cucinelli plant seinen ersten Shop in der Landeshauptstadt. Bei Juwelier Pomellato ist bereits alles neu. Der Flagshipstore von Herrenausstatter Ermengildo Zegna wurde nicht nur umgebaut, sondern auf 300 Quadratmeter deutlich vergrößert. Eine Sortimentsspitze bildet die Ermenegildo Zegna Catwalk-Kollektion von Stefano Pilati, die sich ebenfalls in neuem Ambiente präsentiert. CEO Gildo Zegna, betont, dass „dieser Standort einer unserer wichtigsten in Deutschland ist, denn Düsseldorf hat im Luxushandel einen besonderen Stellenwert“. So sei der hohe Anteil internationaler Kunden, vor allem auch aus China, unvergleichlich.

 

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Böse Pickup Tricks

Es ist ein Trick der Pickup-Artists. Sie suchen die tollste Frau im Raum, gehen zu der hin und sagen Verächtliches über ihr Aussehen. Warum? Um sie erst zu verunsichern, um sie dann hinterher wieder aufbauen und dann abschleppen zu können. Ist etwas vereinfacht, klar, aber ich will hier auch keine fiesen Maschen propagieren. Weil: der Scheiss funktioniert. Erst runtergemacht und dann wieder aufgesammelt werden vom gleichen Ekel, das sich plötzlich als Ritter auf dem weißen Pferd entpuppt. Da geht Frau doch dankbar mit.

Wer sich fragt, wie so was sein kann. Das ist leider einfach. Wir Frauen werden immer über unser Aussehen beurteilt, wer eine Frau beleidigen will, nennt sie immer fett, hässlich oder unerotisch. Wir sind immer unsicher. sind wir schön genug, dünn genug, sexy genug? Und gerade die schönsten Frauen, die wissen, was ihr Aussehen alles erreichen kann, sind mitunter die Unsichersten. Weil die größte Stärke auch immer die größte Schwäche ist. Deswegen bringt die Komplimentgewohnten eine abwertende Bemerkung völlig aus dem Konzept. Und sie landen prompt in den Armen des Pickup-Artists, der mit ihren schlimmsten Ängsten spielt.

Jetzt wird ein großer Aufstand um Pickup-Artist Julian Blanc gemacht, der auch schon mal härter zulangt, um seinen Flirt von seinem “Alphamännchenstatus” zu überzeugen. Und aus seinen Weisheiten in zynisches, bösartiges Geschäftsmodell entwickelt hat, das mit Liebe ungefähr so viel zu tun hat wie Sauron mit dem Verkauf von Gummibärchen. Die Aufregung ist gerechtfertigt und geht doch am Kern der Sache vorbei. Denn klar ist der Typ mies, aber noch mieser ist eine Welt, die Frauen dazu bringt, ihr Selbstvertrauen (fast) allein auf die Optik zu legen. Oder die nach einem Alphamännchen suchen, dass ihnen die Welt erklärt. Die “Mein Job, mein Haus, mein Auto” Männer dürfen sich gerne mit den “Meine Brüste, meine Nägel, mein Haar” Frauen treffen. Wie wäre es aber mal zur Abwechslung, die Betonung auf Hirn, Charme, Freundlichkeit und Humor zu legen? Das ist alles echt sexy. Das gilt übrigens auch für Männer.

 

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